Einzelbild herunterladen

es.

danten.

nam Rain haben die

ufgeſtedt und im Bush fi

Samstag, den 16. Mai 1931.

* Schulfeiern für Freiherr vom Stein. Am 29. Juni sind seit dem Tode des Freiherrn vom Stein 100 Jahre vergangen. An allen hessischen Schulen soll nach einer Anordnung des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen- an diesem Tage eine Schulfeier stattfinden, in der die Persönlichkeit dieses hervorragenden Mannes gewürdigt und seine geschichtliche und Gegenwartsbedeutung im Sinne der Erziehung zum Staat her­vorgehoben wird. Der Unterricht in den Schulen fällt an die­sem Tage aus.

* Anerkennung der Ersagreifeprüfung für das landwirt: schaftliche Studium in Hessen. Gemäß einer Verfügung des hessischen Kultusministeriums berechtigt die in Preußen und anderen Ländern eingeführte Erfahreifeprüfung auch in Hessen zur Ablegung der landwirtschaftlichen Diplomprüfung.

men nichts als ihre Ho ollen Menschen noch das L durch den göttlichen Fre ühlingswunders gewah der Stille sein und fu it der Menschen, wo an nr eitle Fraden und Re ille dieses heiligen Domes 5. Wie ein Aufaimen win schon der Fliedes ist, und b enbunte Wiese und das Frühlingswunder sicht, der m ist alles wertlos gewo -er Menschen angepriesen i Die Kaninen dröhnteft und ie noch in uns, die Schni mehr war und lein Baum me Dar von Whinen und Granate e blühende Welt von weit aren wir dankbarer unjet

Die Hölle schwieg und wir m blühenden Kirschbaum fah

dann das Leben gegrüßt egeben hat.

Fr Sonntagshreiber

gelhöjer f.

Exzellenz Friedrich W Emmandant von Mainz

82. Bebensjahre einem He ilitärischen Eigenschaften u nahme haben ihm, der große Beliebtheit bei der B

teil. Der 21jährige Landw nfangs Januar bei Ortenbe ermordet hatte, wurde- il vom hiesigen Schwurgeri Urteilspruch legte Lehr

e er aber dieser Tage wil

s Todesurteil rechtsträftig

hat unmehr zu entscheid cht Gebrauch machen will hten Tagen find in verj eweseny, die sich an der 6 ten veegriffen. Die Boli nach Marburg verumali Don der Kapelle Seits befe der Umhalteeinrichtung

en rüdwärts und rannte geg t wurde. Es wurde niena

dem Wochenmarkt. Nah S die Regalung des Verlet Teßen, vom 25. März 1929, plages während der Math

chl. Kinder und Handwag

nd Mitführen von Fahrid Dienstag, Donnerstag

er dieser Tage ein gejekic nde Werktag als Martting September beginnt der Wo 13 Uhr und in der Zeit

Uhr und endet um 14 Uhr en gemacht, daß troz Auft und Fahrräder vom Publit führt werden. Das Polizi hin und sind die Polizeite

ang dieser Bestimmung zu ab

bedentet. In bezw, dicht e und Kleinste Nervenfajern in Verbindung stehen un nde Erweiterung der Blu

3 eindringen. Es wird da ervorgerufen, die mit den

fel des Körpers in Berbin

daß je mehr Luftbäder ge cht nur im Sommer zum Te fo bedeutungsvoller die verden muß. Und das ist Jungvolfes, von größter Widerstandsfähigkeit häng in Krantheitstagen oft alles erstanden werden kann. Vor Sie werden gegen schwere ng, oder besonders dronijd tröhre, weit eher gefeit fein digen Menschen zu denten p

Abgehärteten den Vorteil b

o leichter fallen, als die Lu den Menschen Freudegefühl

bemüt wirken. Jeder fennt Steit hat, fich der beengenden ahlung der Haut, ob im Ba Haufe. Da das Luftbad auf

e, ob unter der fünftlichen

ganze Leben auch feelifde hltun und Nutzen bringen,

ehmen, fich ein furzes Luft

* Zigarettenverkauf in Schantstätten. Nach der Tabaksteuer­Durchführungsverordnung vom Dezember 1930 in Verbindung mit der Ordnung über den Einzelverkauf von Zigaretten dürfen solche bekanntlich vom 1. März 1931 an nur in Padungen zu 9 Stüd und darüber verkauft werden. Nach einem neuen Runderlaß soll dadurch der Verkauf von Zigaretten in Schank­stätten nach Ladenschluß oder an Sonntagen nicht unterbunden werden. Er bleibt vielmehr an Gäste zulässig, auch wenn sie nicht alle Zigaretten gleich am Ort rauchen, sondern einige für den späteren Genuß mitnehmen. Dasselbe gilt auch für Trink­hallen.

* Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Alten- Bused. Wohnung wird in Kürze frei( Dreizimmerwohnung).

* Universitätsgottesdienst. Herr Professor Dr. Cordier hält morgen früh, um 11% Uhr, in der Neuen Aula der Uni­versität einen Universitätsgottesdienst ab.

* Stadttheater. Morgen, 7 Uhr, tommt als Fremdenvor­stellung das historische Schauspiel Haus Rothschild" von Hans Saßmann zur Aufführung.

* Militär- Sportkämpfe. Von morgen nachmittag ab 23 Uhr werden auf dem Universitäts- Sportplatz Wettkämpfe des hiesigen 1. Bataillons des Inf.- Regts. 15, verbunden mit den Divisions- Ausscheidungskämpfen für die Heeresmeisterschaften 1931 zum Austrag kommen.

Am

* Landesparteitag der Hessischen Wirtschaftspartei. Sonntag findet in Frankfurt a. M. im Restaurant Brauerei Schneider, Kl. Kornmarkt 19, ein Parteitag des 33. Wahlkrei­ses Hessen statt. Zur Verhandlung gelangt u. a. der Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Vorstandswahl, die hessischen Landtagswahlen und die Realsteuererhöhungen.

* Hessische Städtestatistik. Die erste Zahlenveröffentlichung seit 1925 über Bevölkerungsstruktur in Hessen( mit umfangrei­chem Zahlenmaterial über Bevölkerungsbewegung usw.) bietet einen interessanten Ueberblick über die Größe der hessischen Ge­meinden. Insgesamt gibt es in Hessen fünf Gemeinden, in denen mehr als 20 000 Menschen leben. Mainz ist die einzige hessische Großstadt, d. h. Gemeinde mit mehr als 100 000 Einwohnern. Mit 130 915 Einwohnern( nach dem Stande vom 1. Januar 1930) ist Mainz zugleich Hessens größte Stadt. Es folgen die Landeshauptstadt mit 89 465, Offenbach mit 79 362 Einwohnern. Worms ist mit 47 015 Einwohnern die größte rheinhessische, Gießen mit 33 600 die größte oberhessische Stadt.

Ueber

10 000 bis 20 000 Einwohner haben sechs Gemeinden, nämlich Bingen, Neu- Isenburg, Lampertheim, Friedberg, Viernheim und Bensheim. Schließlich gibt es 24 Gemeinden mit über 5000 bis 10 000 Einwohnern. Nämlich 16 in Starkenburg und je vier in Oberhessen und Rheinhessen.

* Genehmigte Lotterien. Der Minister des Innern hat im Volksstaat Hessen gestattet: Ausspielung anläßlich des Herbst­pferdemarktes 1931 in Gießen, Ziehungstermin: 1. Oftober 1931. Der Minister des Innern hat für das Gebiet des Volksstaates

,, Gießener Zeitung"

Hessen die Erlaubnis erteilt: Dem Freien deutschen Hochstift ( Frankfurter Goethe- Museum), Frankfurt a. M., zur Samm­lung von Geldspenden durch Werbeschreiben, Aufrufe in Zei­tungen und Zeitschriften und Haussammlungen zur Erhaltung des Goethehauses, Fortführung seiner Sammlungen usw. bis zum 30. Juni 1932.

* Der Zuchtvichauftrieb auf den 6 Jungviehweiden des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für Oberhessen ist in diesen Tagen erfolgt, nachdem das günstige Maiwetter mit seinen Ge­witterregen einen guten Graswuchs im Gefolge hatte. Der Ge­Diesmal samtauftrieb beträgt 109 Fohlen und 1134 Rinder. wurden auch Rinder des schwarzbunten Niederungsviehes zuge= lassen und auf der Weide Lauterbach untergebracht. Die Be­schickung der einzelnen Weiden ist folgende: Tiergarten bei Hun­gen: 38 Fohlen, 106 Rinder; Wernings bei Gedern: 30 Fohlen, 66 Rinder; Warthof bei Grünberg: 18 Fohlen und 67 Rinder; Mustergut Selgenhof bei Ulrichstein: 15 Rinder.

* Ehemalige 117er. Die Wiedersehensfeier des Inf.- Leib­Regts. Großh. Nr. 117, sowie seiner Ersatz- und Kriegsformatio= nen( 1. und 2. Ers.- Batl. 117, Res. I. Regt. 222, Landwehr 93, 94, Inf. Regt. 186, 358, 390, 625, Musketenbatl. I. u. II., Armie­rung 108, 116 und 134) findet in den Tagen vom 30. Mai bis 1. Juni 1931 zum ersten Male in der alten Garnisonstadt Mainz statt. Anmeldung an den Kameraden A. Reith, Mainz, Obere Zahlbacherstraße 68.

* Preisausschreiben, Plakatwettbewerb. Der Festausschuß für das 11. Deutsche Sängerbundesfest 1932 in Frankfurt a. M. veranstaltet einen allgemeinen Wettbewerb für die Erlangung eines Plakat- Entwurfes. Zur Teilnahme berechtigt sind alle in Deutschland und Desterreich lebenden Bewerber deutscher Zunge. An Preisen stehen insgesamt Mr. 2700.- zur Verfügung, die wie folgt verteilt werden sollen: 1. Preis Mt. 1000.-, 2. Preis Mr. 700., 3. Preis Mt. 500.-, 4. Preis Mt. 500.-. Der Fest­ausschuß behält sich vor, außerdem von sich aus gegebenenfalls einen weiteren Entwurf für Mr. 500.- auszuwählen. Aus­führliche Exemplare der Bedingungen sind auf der Geschäftsstelle in Frankfurt a. M., Platz der Republik 47( Haus Offenbach) erhältlich.

Aus Nah und Fern.

Klein- Linden. Bei Wasserleitungsarbeiten in dem Brand­weg stürzte der 2,5 Meter tiefe Graben, der die Kanalrohre auf­nehmen sollte, ein und begrub den arbeitslosen Schreinergesellen Heinrich Klein. Mehrere Arbeiter gruben eine halbe Stunde, bis sie den Bewußtlosen zutage förderten, wo er bald wieder zur Besinnung fam.

Bellersheim. Hier stürzte das anderthalb Jahre alte Töch­terchen eines Landwirts beim Spielen in einen Topf mit heißem Wasser und verbrühte sich dabei so schwer, daß es an seinen schweren Wunden verstarb.

Butzbach. Von einem Auto angefahren wurde zwischen hier und Nieder- Weisel die Tochter des Schmiedemeisters Ruppel aus Nieder- Weisel. Das Mädchen, das sich mit dem Fahrrad auf dem Heimweg befand, wurde zur Seite geschleudert. Neben einem Beinbruch erlitt es erhebliche Verletzungen.

Rodenberg. Vom Tode des Ertrinkens gerettet wurde ein sechs Jahre alter Junge in Rodenberg. Er war beim Spielen auf der Wetterbrüde in das hochgehende Flüßchen gefallen und wurde mit fortgerissen. Der Primaner Adolf Herrnbrodt sprang dem Knaben nach und brachte ihn in Sicherheit.

Bad Nauheim, Der Bund für Bibel und Bekenntnis hält hier am 17. und 18. Mai eine Arbeitstagung ab, bei der General­superintendent D. Zöllner( Düsseldorf) über Die Stellung der Kirche in den wirtschaftlichen Nöten unserer Zeit" und über Die Kirche im Kampf" sprechen wird.

Nr. 39

Bad Nauheim. In Bad Nauheim, das für Pfingsten für viele ein besonders lockendes Reiseziel ist, werden über die Feier­tage vom 23. bis einschließlich 27. Mai 1931 Pfingstturkarten zum Preise von 5 RM. ausgegeben. Diese Karten berechtigen zum freien Besuch des Kurhauses und der Konzerte des staatlichen Kurorchesters, ferner auch zur Benutzung der Kurmittel für die angegebene Zeit gegen Entrichtung der hierfür besonders festge­setzten Gebühren.

Bad Nauheim. Während der Hauptkurzeit tritt eine Er­mäßigung der Kurtage von 10 Prozent ein auf die Hauptfur­farte zum vollen Preis und auf die innerhalb der ersten Stufe ermäßigte Hauptburkarte.

Nidda. In dem Dorfe Wallernshausen brachte die Kuh eines Landwirtes ein Kalb mit 7 Beinen zur Welt. Das kleine Tier ist trotz der Mißgestalt schon 14 Tage alt und befindet sich in guter Entwicklung.

Lauterbach.

Delan und Oberpfarrer Schlösser fonte

am 13. Mai auf eine 25jährige Amtstätigkeit in der Stadt Lauterbach zurückblicken.

Bilbel. Die hiesige Volkshaus G. m. b. H., eine sozialdemo fratische Gründung, ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die sozialdemokratische Mehrheit des Gemeinderats hat nun be­schlossen, das Voikshaus in das Eigentum der Gemeinde zu übernehmen und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs durch den Einbau von Bädern mit Vilbeler Heilwasser, die etwa 80 000 Mark kosten würden, herzustellen oder mindestens zu verbessern. Der Bürgerverein Vilbel, der diese gewagten Pläne ablehnt, rechnet aber in einem Flugblatt auch für die Folge mit jähr­lich 35 000 Mark Ausgaben und höchstens 8000 Mark( Pacht) Einnahmen. Er fürchtet, daß zu den 50 000 Mart, die die Ge­meinde durch Sicherheitsleistung für die dritte Hypothek in das Unternehmen gesteckt hat, im Laufe der Jahre noch mancher Betrag in dieser Höhe tommen wird. Seine Vertreter stimm­ten deshalb im Gemeinderat gegen die Uebernahme des Volks­hauses auf die Gemeinde.

Darmstadt. Vor dem Bezirksschöffengericht hatte sich ein 23jähriger Student aus Frankfurt wegen Zweikampf mit töd­lichem Ausgang zu verantworten. Er erhielt 5 Monate Festungs­haft, von denen drei Monate nach Verbüßung von zwei Monaten mit Bewährungsfrist erlassen werden sollen.

Worms. In einer startbesuchten Protestversammlung des Hausbesitzervereins im oberen Saal der, 12 Apostel", in der der Hauptredner des Abends, Bürgermeister a. D. Buxbau ms Darmstadt, sowie Schöpp- Mainz gegen die steuerliche Bes lastung des Haus- und Grundbesitzes Einspruch erhoben, kam es bei dem Auftreten des dritten Redners des Abends, Wei­ser Offenbach, der schwere Angriffe gegen die Regierung und das Parlament richtete, zu einer Verwarnung des Redners durch die Polizei. Da der Redner jedoch in seinen Angriffen fortfuhr, wurde die Versammlung aufgelöst und das Notruf tommando herbeigeholt. Die Schupoleute wurden mit einem unerhörten Tumult empfangen. Zu Ausschreitungen fam es indessen nicht. Auf der Straße tam es zu kleinen Ansammlungen.

Schlüchtern. Daß selbst Justitia nicht mehr sicher vor Lang­fingern ist, beweist der trasse Fall eines nächtlichen Einbruches in das hiesige Amtsgericht. Aus einem Behältnis wurden 50 RM, in bar gestohlen, Kostenmarken in Höhe von 150 RM. verschmähten die Diebe, die mittels einer dem Amtsrichter ges hörigen Leiter in das Dienstgebäude eingestiegen waren,

Schlüchtern. Die Kreisbauernschaft Schlüchtern veranstaltet am 13. Juni gemeinsam mit dem Kurhessischen Bauernverein Salmünster eine Kreistierschau in Schlüchtern,

Nassau. Am 16. und 17. Mai findet hier die Hauptver­fammlung des Gesamttaunusklubs statt. Dabei erfolgt die Aufführung eines von Herrn Hans Hermann gedichteten Heimatfestspiels.

Für Raucher: Chlorodont- Zahnpaste

Verlangen Sie nur echt Chlorodont und weisen Sie jeden Ersatz dafür zurück.

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 2. Fortsetzung.

Intellekt spielt im Berufsspielertum dieselbe Rolle wie in vielen anderen Berufszweigen, und ein Mann von Ihrer Er­ziehung und Ihrem Auftreten tönnte sich rasch zu einer Stellung in der Fußballwelt emporarbeiten. Besonders mit dem außer ordentlichen Ruf, den Sie sich in Orfort bereits erworben haben. Bevor noch Ihre Spieljahre vorbei wären, würde man Ihnen einen Posten als Sekretär oder Leiter eines Klubs an= bieten. Wie als sind Sie eigentlich, Marr?"

,, Zweiundzwanzig."

, Gerade das richtige Alter," sagte der alte JInternationale beifällig. Ich weiß, daß Sie durch und durch gesund gesund find. Und die anderen Qualifikationen, die Sie mitbringen, sind Ihre Schußgewalt mit beiden Füßen, Ihr Spielverständnis und Ihre famose Balltechnik. Sie werden besser werden, je län­ger Sie spielen; überdies haben Sie eine sympathische Art, welche Sie zweifellos beim Publikum populär machen wird. unterschätzen Sie ja nicht! Popularität beim Publikum bedeu­tet für einen Fußballer das halbe Spiel. Wenn ich das alles in Betracht ziehe, so prophezeihe ich Ihnen eine gute Zukunft beim Fußball, vorausgesetzt, daß Sie willensstart genug sind, sich von allen fernzuhalten, was ein junger Mann im Inter­esse seiner Gesundheit meiden soll.

Das

So, das ist alles, was ich Ihnen sagen wollte, und ich danke Ihnen, daß Sie mir zugehört haben, lieber Marr. Jetzt plazen Sie meintwegen mit Ihrer Entrüstung heraus, ich nehme doch nicht ein Wort von dem zurüd, was ich gesagt habe!"

Johnny Bell warf den Stummel seiner Zigarre weg, lehnte sich im Stuhl zurück und blickte erwartungsvoll auf den jungen Mann, welchem er seine Meinung nach eben den besten Rat, den er bieten konnte, gegeben hatte.

Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll, Johnny, antwortete Marr, aber ich bin durchaus nicht entrüstet. Im Gegenteil, ich bin Ihnen sehr dankbar

,, Entschuldigen Sie mich nur eine Sefunde, Mister Marr," unterbrach ihn der alte Internationale, schnellte von seinem Siz auf wie ein Springteufelchen und eilte davon, um einen

spöttisch dreinschauenden, sehr elegant, wenn auch nicht mit be­sonderem Geschmad gefleideten Mann anzureden, welcher eben im Begriffe war, das Restaurant zu verlassen. Marr beobachtete das Paar neugierig.

Er sah, daß Johnny Bell eifrig auf den Mann einsprach und dabei wiederholt in die Richtung des Tisches wies, an wel­chem er saß. Der Fremde zeigte nicht viel Enthusiasmus, schließlich aber ließ er sich von Bell bewegen, zu Marrs Tisch zu kommen.

,, Marr," sagte der alte Internationale, hier stelle ich Ihnen Mr. Millington, den Leiter des Kensington- Klubs, vor. Ich war so frei, ihm mitzuteilen, daß Sie sich freuen würden, für seine Mannschaft spielen zu können."

Die Worte waren von einem Blid begleitet, welcher deut­lich sagte: Ueberlasse nur alles mir; ich weiß besser als du, was ich zu sagen habe."

,, Es tut mir unendlich leid, Mr. Marr," näselte der Neu­antömmling ,,, aber obgleich ich Ihnen für Ihr gütiges Ange­bot zu Dank verpflichtet bin, ist es mir doch nicht flar, wie wir von Ihren werten Diensten Gebrauch machen könnten. Wir haben eine so große Auswahl von Spielern der besten Klasse, daß ich wirklich bedauern muß

,, Es liegt absolut fein Anlaß zum Bedauern vor," antwor tete Marr ebenso gelangweilt, näselnd und von oben herab wie der andere. Mein Freund Bell muß mich vorhin mißverstan­den haben; ich sagte ihm nur, ich würde gern für eine englische Ligamannschaft spielen, aber ich habe nie vom Kensington- Klub gesprochen. Ich glaube nämlich nicht, daß Ihre Stürmerreihe eraft genug arbeitet."

Der zynische Ausdrud im Gesicht des Angeredeten machte einem Ausdrud unverhüllter Wut Play. Brüst wandte er sich zum Gehen.

,, Das hat die Sache entschieden, Johnny!" rief Richard Marr, als die zwei wieder allein saßen. Ich will Berufsspieler werden, wenn auch nur, um diesem eingebildeten Burschen seine Beleidigungen heimzuzahlen. Ich bin nicht ärgerlich, weil er mich nicht aufnehmen wollte; die Art, wie er es mir sagte, hat mich wild gemacht!"

Aus Ihnen wird der richtige Fußballspieler!" sagte der alte Internationale, indem er sich vergnügt die Hände rieb. ,, Das ist der richtige Geist!"

nn Meyer- Naſſau

Tube 54 Pf.

große Tube 90 Pf.

Ein Versuch.

Der Trambahnwagen hielt, und ein junger Mann mit einer großen Ledertasche, wie sie Fußballer gewöhnlich benutzen, blickte suchend umher.

Ein breiter, mit Schlade gepflasterter Seitenweg lenkte seine Aufmerksamkeit auf den mächtigen, amphitheatralischen Bau, der jenseits der Straße emporragte. Das Herz des Beschauers schlug bei diesem Anblick höher; er wußte, daß er an seinem Bestim­mungsort angelangt war.

Eine Minute später blickte Richard Marr hinab auf die ausgedehnte grüne Rasenfläche, auf der eine Anzahl junger Leute in Fußballdreß sich auf ein Tor einschoß.

Das Aufspringen des Balles auf dem wundervoll gepflegten Rasen, der in dieser Entfernung wie grüner Samt schimmerte, die Resonanz des Balles, wenn der Fuß eines Spielers ihn richtig traf, faszinierten und entzückten den Beobachter. Er vergaß seinen Rummer und alle seine Sorgen und gab sich ganz dem unend lichen Zauber des Spiels hin. Während er begeistert zujah, wie der Linksaußen den Ball knapp vor der Edlinie halbhoch und präzise zenterte, daß er wie eine Schwalbe im Fluge leicht über das Tor streifte, vergaß er für einen Augenblick die Mission, die ihn auf den Spielplatz des Fußballklubs Hollywood geführt hatte.

Der Ball traf die Querstange und schnellte zurück ins Feld, wo ihn einer der Verteidiger erhaschte und mit wuchtigem Tritt aus dem Spielfeld hinausschoß.

Er sauste gerade auf Marr zu, und dieser hob instinktiv ein wenig den rechten Fuß. Eine taum mertbare Bewegung, und der Ball war gestoppt. Einige Augenblide tummelte er ihn spielerisch herum, schleuderte ihn in die Höhe, fing ihn mit dem Spann feines Fußes, um ihn schließlich mit sicherem Schuß ins Spielfeld zurückzubefördern.

Als er seinen Handkoffer, den er während des turzen Inter­mezzos niedergestellt hatte, wieder aufheben wollte, bemerkte er, daß die Hollywood- Spieler ihn neugierig betrachteten. Ein be­drohlich klingendes Brummen hinter seinem Rüden bewog ihn, sich rasch umzudrehen. Ein älterer Mann von etwa fünfzig Jah­ren, mit scharfen, flugen Augen im wettergebräunten Gesicht, stand vor ihm und musterte ihn von Kopf bis zu den Füßen in einer Art, die an Freimut nichts zu wünschen übrig ließ.

Fortsetzung folgt.