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Den Reichs- Handwerks wird es sein, die hier tnisse jedem deutschen In. In diesem Rampf hwarzmalerei fällt eine fflärungsbroschüre zur anter dem Titel„ Handvert! Das Büchlein für Sandwerksorganisationen as Bublifum abgegeben buntem Wechsel und doch olfte Aufschläffe über die eine innige Berflechtung adt und Land. Die Rat tigen, reizend illuftrierten
von jedem gerne gelejen inmal in jedem Haushalt werden ihre Mahnungen Schritt zur vielbegehrten
tan!
Samstag, den 14. März 1931.
Gebt Arbeit dem Handwerk!
Kennt Ihr die Not des Handwerks und des Gewerbes? Mehr denn je ist seine Existenz bedroht! Kauft Eure Fleischwaren bei den hiesigen Metzgern, Eure Badwaren bei den hiesigen Bädern, Eure Kleider und Wollsachen bei den hiesigen Kaufleuten, Eure Lebensmittel bei den hiesigen Kolonialhändlern, Eure Brennmaterialien bei den hiesigen Kohlenhändlern!
Denkt bei Vergebung von Aufträgen an die Bauhandwerker, Maurer, Zimmerleute, Verputzer, Maler und Weißbinder, Glaser und Schreiner. Denkt an die Spengler und Installateure, Sattler und Tapezierer. Vergeßt nicht die Elektrotechnifer, Schlosser, Schmiede, Buchbinder, Buchdruder usw. Vergeßt nicht, daß Handwerk und Gewerbe einen großen Teil der Gemeindesteuern aufbringen müssen, und dieselben nicht zahlen können, wenn sie fein Geschäft haben. Beschäftigt teine Schwarzarbeiter. Kauft alle Eure täglichen Bedürfnisse bei den heimischen Geschäften! Bevorzugt die Maßarbeit der Schneider, Schuhmacher und
Sattler!
Kauft Qualitätsarbeit am Blaze, fie ist nicht teurer als in der Großstadt!
Lokales.
Elternfreuden Elternforgen!
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Elternfreuden, die zum ersten Male erblühten, als ihnen das Kind in der Wiege entgegenlächelte, haben mit dem Zeitpunkt der Schulentlassung das Sonnige und Ungetrübte und die gewisse Sorglosigkeit verloren.. Zum ersten Male tritt an sie die bange, schwere Frage heran:„ Was soll der Junge werden?". Eine um so schwerer lösbare Frage, weil man nicht weiß, nicht bestimmen kann, ob der für den Jungen sorgsam ausgewählte Beruf auch der richtige ist, ob man nicht etwa fehl greift und den Jungen in ein Leben hineinzwingt, das ihm später, wenn mit den Jahren Selbständigkeit und Selbstwert erwacht sind, zu einer recht verderblichen Fessel werden kann.
Alle Elternliebe bäumt sich dagegen auf, hier ein hartes Muß" aussprechen zu müssen, wenn es das findliche Gemüt auch noch gar nicht zu verstehen vermag oder sich aufzubäumen versucht gegen den Willen der Eltern. Denn es mag einer gut veranlagt sein oder große Vorliebe für einen Beruf haben, den er seiner Verhältnisse wegen doch nicht ergreifen kann, weil entweder die Ausbildung dafür zu fostspielig ist, oder weil dazu Vorkenntnisse oder Anlagen besonderer Art erforderlich sind: Man muß sich zunächst mit dem bescheiden, was zu erreichen möglich ist, und wenn es auch einen Umweg einzuschlagen gilt, um zu dem wirklich ersehnten Ziele zu gelangen. Daß es tro alledem nicht an Enttäuschungen in dieser oder jener Hinsicht fehlen wird, ist unvermeidlich. Lehrjahre sind eben eine Lernjeit in allem.
Was soll der Junge werden? Da möchte man vor allem darauf hinweisen, daß in der deutschen Jugend die deutsche Zukunft ruht und daß Deutschland einst Männer braucht, wenn uns je eine Morgenröte wieder leuchten soll. Unser allverehrter Reichspräsident von Hindenburg hat dafür, noch in der Kriegszeit, ein recht ernstes und beherzigenswertes Wort ge= prägt, als er auf eine an ihn gerichtete Huldigung eines Jugendbundes die Mahnung an die Jugend richtete:„ Am besten werdet ihr euren tapferen Vätern und Brüdern für die harten Opfer, die sie auch für euch bringen, danken, indem ihr was Tüchtiges lernt. Das Vaterland erwartet von euch, daß ihr recht bald als Ersatz für die vielen uns fehlenden Angehörigen und als Stützen für eure weiblichen Familienmitglieder eintreten könnt. Tut ihr also eure Pflicht in der Heimat, wie wir vorm Feinde, so wird das für uns alle draußen der schönste Lohn sein,"
Der Weltkrieg, der diese Mahnung gebar, ist zwar vorüber, aber noch seufzen wir unter seinen unglücklichen Nach wehen. Darum soll es auch heute der Mahnruf für alle Eltern sein, sich in der Berufswahl in erster Linie von dem Gedanken leiten zu lassen, daß der Junge, gleich viel in welchem Berufe, zu einem echten deutschen Manne erstarte. Denn nicht der Beruf allein ist ausschlaggebend, sondern die Gesinnung, ihn auss zuüben zum Wohle des Ganzen, wie Rüdert so treffend sagt: ,, Stell dich in Reih' und Glied, das Ganze zu verstärken, Mag auch, wer's Ganze sieht, dich nicht dabei bemerken".
Kleinstadtzauber.
Der unwiderstehliche Reiz, den so manche deutsche Kleinstadt auf den Großstadtmenschen auszuüben vermag, liegt in jener geheimnisvollen und seltsamen Romantik, die von den
,, Gießener Zeitung"
ehrwürdigen alten Bauten und Kulturdenkmälern auf den Bcschauer überströmt. Wir spüren noch den Hauch ihres Schöpfers in diesen Dingen und werden wohlig umfangen von einer liebevollen Wärme, die wir im hastenden Trubel der Großstadt, umgeben von den nüchternen Erzeugnissen moderner Massenproduktion, niemals empfinden können. Es ist der Geist handwerklichen Schaffens, der da zu uns spricht. Dieser Geist, der große und bedeutende Männer, wie Gutenberg, Hans Sachs, Jakob Böhme, Albrecht Dürer aus unserem Volte emporwachsen ließ, leuchtet auch heute noch aus jedem Stüd Handwerksarbeit uns entgegen, er ist heute noch lebendig im deutschen Handwerk, das, wenn auch übertönt vom Lärm der Fabriken, immer noch eine bedeutende Rolle in unserer Volkswirtschaft spielt.
Die Reichs- Handwerks- Woche wird als erste machtvolle Gemeinschaftskundgebung des geeinten deutschen Sandwerks allen deutschen Volksgenossen die große Bedeutung des deut schen Handwerks für deutsche Volkswirtschaft, Kultur und Volksgemeinschaft lebendig vor Augen führen.
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Stadtratssigung. Für Dienstag, den 17. März 1931, 16 Uhr, ist zu einer Sitzung des Stadtrats eingeladen. Es liegt folgende Tagesordnung vor:
1. Bewilligung eines weiteren Kredits von 40 000 RM. für Fürsorgearbeiten.
2. Erhebung einer Getränkesteuer in der Stadt Gießen.
3. Erhebung einer Biersteuer in der Stadt Gießen. 4. Das städtische Archiv.
5. Die Erhebung von Gebühren für die Benugung der städtischen Kanäle in Gießen; hier: Nachtrag zur Gebührenordnung.
6. Erhebung von Gebühren für die Müllabfuhr in der Stadt Gießen; hier: Nachtrag zur Gebührenordnung.
7. Festsetzung des Wasserpreises.
8. Baugesuche:
9. Neufestsehung des Bebauungsplans über die Gebiete zwischen Gaffkystraße, Freiligrathstraße, Aulweg, Schubertstraße und Wartweg, Bergwerk, Freiligrathstraße, Aulweg. 10. Kraftdroschtenordnung für die Provinzialhauptstadt Gießen. 11. Beseitigung der Kehrrichtlagerstätte an der Straße Hinter der Westanlage und Umgestaltung bezw. Neubefestigung genannter Straße.
12. Aufhebung der Polizeiverordnung, betr. Einführung der Trichinenschau vom 30. Juni 1905.
13. Bergebung von Arbeiten und Lieferungen: 14. Kreditbewilligungen:
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* Heimarbeiter sind versicherungsfrei. Der Verwaltungsrat der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung hat den Landesarbeitsämtern und Arbeitsämtern eine Verordnung zugehen lassen, nach der die Beschäftigung von Ehefrauen als Hausgewerbetreibende oder Heimarbeiterinnen versicherungsfrei ist, wenn durch diese Beschäftigung kein höherer wöchentlicher Verdienst als 12 RM. erzielt zu werden pflegt. Versicherungsfrei sind ferner Hausgewerbetreibende und Heimarbeiter, die mehr als zwei familienangehörige Arbeits< fräfte über 14 Jahren oder mehr als eine familienfremde Arbeitskraft als Hilfskräfte beschäftigen.
* Einen Arbeitsrichterkursus in Frankfurt für die Gebiete Hessen, Hessen- Nassau und Pfalz hält der Deutsche WerkmeisterVerband am 14. und 15. März ab. Behandelt werden: Still, legung, Konkurs, Vergleichsverfahren und Dienstvertrag.
* Erfreuliche Botschaft. Die Beruforganisation der Krantenpflegerinnen Deutschlands( Sitz Frankfurt a. M., Gärtnerweg 2, Fernsprecher Zeppelin 54261) teilt mit, daß sie in ihrer Vorstandssitzung beschlossen hat, den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend, die Pflegesätze für die Privatkrankenschwestern erheblich herunterzusetzen.
Die Arbeit der Nahrungsmittelpolizei
in Gießen im Jahre 1930.
Die Nahrungsmittelkontrolle wird im allgemeinen in der Deffentlichkeit wenig beachtet. Hin und wieder verschafft ein auffallendes Gerichtsurteil einen Einblid in diese wichtige Aufgabe der Polizei. In welchem weit größeren Umfang aber sich diese polizeiliche Tätigkeit im Laufe eines Jahres auswirkt, möge zur Beruhigung der Bevölkerung und zur Warnung für gewissenlose Händler nachstehende Schilderung zeigen:
Es wurden im Jahre 1930 vom Polizeiamt Gießen 491 Proben von Nahrungs- und Genußmitteln dem hiesigen Chemischen Untersuchungsamt zur Nachprüfung übergeben.
Es waren folgende: Mehl, Bad- und Teigwaren 19( 3), Konditoreiwaren, Fruchtsäfte, Obst und Obstkonserven 14( 1), Zuder, Sirup und Honig 3(-), Wurst- und Fleischwaren 9( 5), Milch und Milchkonserven 373( 39), Butter und Käse 36( 9), Wein und Obstwein 9(-), Bier und Branntwein 6( 3), Wasser und Mineralwasser 6( 2), Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade 4( 2), Essig, Gewürze und Spezereiwaren 8( 2) und sonstige Gebrauchsgegenstände 4(-). Die Zahl der Beanstandungen ist in Klammern genannt. Von sämtlichen untersuchten Proben wurden beanstandet: 66 Proben= 13,4 Prozent, gegen
15. Sachliche Kosten der Fortbildungsschule; hier: Schulgeld 12,6 Prozent im Vorjahre. Wie die Aufstellung ersehen läßt, für ortsfremde Schüler.
16. Das polizeiliche Meldewesen in der Stadt Gießen; hier: Erlaß einer Meldeordnung,
17. Gesuche um Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb: 18. Mitteilungen der Stadtverwaltung.
* Briefsendungen dürfen auf ihrer Ausschriftseite Wohltätigkeits-, Geschäftsanpreisungs-, Gedenk- und ähnliche Marfen nicht tragen.
* Das Postgebührenheft ist unter Berücksichtigung der am 1. März eingetretenen Gebührenänderungen neu herausgegeben worden. Das Heft enthält eine Zusammenstellung der Post-, Postsched. Telegraphen- und Fernsprechgebühren und ist an den Postschaltern für 10 Pfg. fäuflich.
* Schulfeiern. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat an die hessischen Schulen einen Erlaß gegeben, in dem es u. a. heißt: ,, Am 20. März 1931 sind 10 Jahre seit der Abstimmung in Oberschlesien vergangen. Ich empfehle, an diesem Tage in einer geeigneten Stunde des Unterrichts der Bedeutung des Tages zu gedenken." Der Minister macht außerdem die Schulen mit Rundfunkanlage auf die Uebertragung der in Preußen stattfindenden Gedenkfeier der oberschlesischen Jugend aufmerksam.
* In den Ruhestand wird mit Wirkung vom 1. April der Fortbildungsschullehrer Th. 3eiler versetzt.
* Ermäßigung der Braunkohlenbrikettpreise. Das Rhei nische Braunkohlensyndikat läßt ab 1. April d. J. wieder die üblichen Sommerrabatte für Braunkohlen und Briketts einführen. Gegenüber den regulären Preisen werden die Rabatte, die für die einzelnen Sommermonate besonders gestaffelt sind, eine Ermäßigung von durchschnittlich 2 RM. pro Tonne ausmachen.
* Stadttheater. Am Sonntag wird als Fremdenvorstellung zum letzten Male der Schwank ,, Das öffentliche Aergernis" aufgeführt.
* Gothe- Bund. Morgen abend liest die große dänische Dichterin Karin Michaelis in der Neuen Aula der Universität aus eigenen Werken.
erstreckt sich ein sehr großer Teil der Untersuchungen auf Milch und Milchpräparate. Weiter wurden 1221 Milchproben durch die Nahrungsmitteltonirollbeamten vorgeprüft. In 23 Fällen, bei welchen die Milch verdächtig erschien, mußten bei Landwirten in verschiedenen Ortschaften von unseren Kontrollbeamten in den Früh- und Abendstunden Stallproben erhoben werden. Wegen Nahrungsmittelfälschungen wurden 10 Anzeigen erhoben und erhebliche Strafen verhängt. Verschiedentlich mußte auch gegen Lieferanten von Vorzugsmilch eingeschritten
werden.
Außerdem wurden 1711 Revisionen in allen Gewerbebetrie ben und Handlungen, in welchen Nahrungs- und Genußmittel zum Verkauf stehen, gelagert und hergestellt werden, z. B. auch in Badstuben, Mehlkammern, Wurstküchen und Speiseherstellungsräumen auf Reinlichkeit, sachgemäße und vorschriftsmäßige Behandlung der Ware vorgenommen. Hier wurden zum Teil erhebliche Mängel festgestellt. Es wurden verdorbene Fleischund Wurstwaren vorgefunden, beschlagnahmt und der Abdeckerei zugeführt. Brotgewichtsrevisionen wurden 281 vorgenommen, wobei auch das von auswärts zugefahrene Brot der Gewichtsfontrolle unterzogen worden ist. 63 Brote, die Mindergewicht bis zu 150 Gramm hatten, wurden weggenommen und die be treffenden Bäder zur Anzeige gebracht. Auch auf die Kohlen, die in Säden den Verbrauchern zugefahren werden, wurde ein besonderes Augenmerk gerichtet. Bei 192 Stichproben fonnten strafbare Fälle von Mindergewichten in den Säden nicht festgestellt werden. Ferner sei hier noch erwähnt, daß der Wochenmarkt, der Straßenhandel, der Fleischtransport, das Vorrätighalten von Hackfleisch in der Sommerzeit und die Fleischeinfuhr unter dauernder polizeilicher Kontrolle stehen. Wegen vers. botswidrigen Vorrätighaltens von Hadfleisch wurden 2 Metzger angezeigt und bestraft.
Um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden zu schüßen, ist reichsgesetzlich geregelt, daß alle Tiere, deren Fleisch zum menschlichen Genuß bestimmt ist und nicht restlos im eigenen Haushalt verwendet wird, vor und nach der Schlachtung von einem amtlich verpflichteten Fleischbeschauer oder Tierarzt un
berufsmäßigen Handwerker
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Mühlen Franck
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Ja, verehrte Hausfrau!
Bei
Mühlen Franck
merken Sie sehr viel
vom Preisabbau und von der Billigkeit.
Mühlen Franck ist ausgiebiger, kräftiger, gehaltvoller, daher viel billiger, viel preiswerter als andere Kaffeewürzen. Mühlen Franck die gute Würze zu jedem Kaffee!
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