Nr. 97.
Samstag, den 12
Samstag, den 12. Dezember 1931.
Unberechtigte Ausnutzung der Erwerbslosenfürsorge.
Essen. Daß es immer noch Arbeitsunlustige gibt, die den Bezug der Arbeitslosenunterstützung dem selbstverdienten Lohn vorziehen, zeigt folgender von den Stinnes- 3echen mitgeteilter Vorfall:
Nachdem die zum Stinues- Ronzern gehörende Zeche„ Wel= heim" am 31. 10. stillgelegt worden war, ergab sich nach einiger Zeit die Möglichkeit, auf der Zeche ,, Mathias Stinnes" III/ IV eine größere Anzahl Leute anzulegen. Darunter befand sich auch der Hauer W. K., Vater von sechs Kindern. Schon in der ersten Schicht erklärte K. seinem Steiger und später auch dem Betriebsführer, daß man ihm mit der Wiedereinstellung feinen Gefallen getan habe. Da die Verwaltung naturgemäß fein Interesse daran hat, arbeitsunwillige Leute zu beschäf= tigen, erklärte der Betriebsführer dem K., er könne seine Papiere wieder haben, wenn er dies verlange. K. erwiderte darDem auf: ,, Gut, geben Sie mir meine Papiere wieder". Manne wurden darauf die Papiere wieder ausgehändigt. Nachdem die Zechenverwaltung den Vorfall dem zuständigen Arbeitsamt gemeldet hat, hat dieses dem K. die Unterstützung ge= mäß den gesetzlichen Bestimmungen für die Dauer von sechs Wochen entzogen.
Es erscheint dringend notwendig, vor allem auch im Interesse aller unverschuldet arbeitslos gewordenen, von solchen Fällen offenbarer Arbeitsunlust auch den Arbeitsämtern stets Kenntnis zu geben, damit diese die unberechtigte Ausnutzung öffentlicher Gelder verhindern können.
Deutsche auf Fernando Poo.
Auf seiner derzeitigen Auslandreise hat der Kreuzer ,, Emden" St. Isabel auf Fernando Poo angelaufen und ist von den dort lebenden Deutschen mit großer Freude aufgenommen worden. Ihre Zahl beträgt im ganzen etwa 50. Nur ein kleiner Teil der seit dem Kriege auf Fernando Poo lebenden Kamerun- Deutschen ist in den letzten Jahren wieder nach Kaauf merun zurückgekehrt, da die wirtschaftlichen Aussichten Fernando Poo verhältnismäßig günstig sind. Das gilt im besonderen für die Ausfuhr von Kakao, der hauptsächlich nach Spanien geht. Die Lage der deutschen Kolonie ist auch heute noch verhältnismäßig gut. Sie besteht zum großen Teil aus Pflanzern, Kaufleuten und Plantageangestellten und ist in spanischen Kreisen besonders angesehen. Eine Anzahl von Kakaopflanzungen ist in deutschem Besitz.
Deutsche Mediziner an auswärtigen Universitäten.
„ Gießener Zeitung"
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Ein Großstadtbild. Düster und grau stehen die Häuser der Vorstadt in langen Straßenzügen. Mein Weg führt durch einen Hof in ein Hinterhaus. Ueber eine schmale, ausgetretene Treppe fomme ich zu der Wohnung, die ich suchte. Eine fleine düstere Wohnküche ist der Raum, wo hier die Menschen wohnen. In einem alten Lehnstuhl neben dem Herd sitt ein altes Mütterlein, frank, hilflos und arm. Für sie arbeitet der Mann und richtet das karge Abendbrot. Am Fenster stehen zwei stämmige Burschen und schauen ins Leere. Sie sind arbeitslos.
Der gute Ruf der deutschen medizinischen Wissenschaft hat in den letzten Jahren dazu geführt, daß an verschiedenen bekannten Universitäten des Auslandes eine große Anzahl deutSo hören wir, daß an der mescher Gelehrter wirken kann. dizinischen Fakultät in Concepcion( Chile) neun deutsche Professoren tätig sind. Sieben deutsche Gelehrte wirkten bis vor fursam an dan Gantanninertät in China. Man kann nur hoffen, daß diesen Gelehrten, wenn sie wieder in die Heimat zurückkehren, Gelegenheit gegeben wird, auf Grund ihrer reichen Auslanderfahrungen in Deutschland ein entsprechendes Tätigkeitsfeld zu bekommen.
Wieder Bergmanns- Gottesdienst!
Altäre im Grubenlicht.
Ich frage diese vier Menschen nach ihrem Ergehen und traue meinen Ohren kaum sie sind noch zufrieden. Eine fleire Rente und die Unterstützung der Arbeitslosen sind die Einnahmen. ,, Aber wir halten doch aus, es wird besser kommen. Der Herrgott verläßt uns nicht," so trösten sie sich selbst.
Hart und hell klingen die Glockenschläge zur Geilfahrt, und vor dem Förderkorb stehen die Bergleute mit ihren Grubenlampen zur Einfahrt bereit. Kalt und feucht hängt der Mocgen über der Zeche, schweigend stehen die Männer zusammengedrängt vor dem Schacht, und nur ein Wort hallt manchmal durch die Runde: Glückauf!
Das sind die Helden unserer Zeit. Tausend und Abertausend gibt es solche, von denen niemand spricht, die man nicht fennt, die zusammengepfercht sind in dem Häusermeer der Großstädte, die nach Arbeit ausschauen und keine finden, die seelisch furchtbar leiden, weil sie feiern müssen und die doch noch vertrauen und hoffen.
Uns aber, die noch nicht hungern müssen und nicht frieren, uns, die wir Arbeit und Verdienst haben, sei solches Heldentum und solches Zufriedensein Vorbild und Ansporn zur Liebe. Teilen wir heute mit ihnen, weil ein Herrgott solches Opfer segnen wird. Und die Hungernden werden wieder an ein Menschentum glauben können und werden nicht mit Neid auf die anderen schauen, die noch etwas haben. So nur bahnen wir den Weg aus den Trübsalen dieser schweren Zeit. Der Sonntagsschreiber.
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Stadtratssitzung. Die für Freitag nachmittag angesetzte Sitzung des Stadtrats ist auf Dienstag nächster Woche verschoben worden. Die Tagesordnung weist fünfzehn Verhandlungspunkte auf.
* Feierabendstunde in Gast- und Schankwirtschaften. Durch eine Verfügung des Herrn Ministers des Innern ist in Hessen die Feierabendstunde in Gast- und Schankwirtschaften einheitlich auf ein Uhr festgesetzt. Nach dieser Zeit darf ein Wirt Speisen und Getränge an seine Gäste nicht mehr verabreichen. Tut er dies doch oder duldet er in seinem Lokal das Verweilen von Gästen über diese Zeit hinaus, so machen sich Wirt und Gäste strafbar. In Ausnahmefällen kann auf Antrag des Wirtes vom Polizeiamt die Feierabendstunde gegen Entrichtung von 12. R.-Mt. Stempel verlängert werden.
Dieses ,, Glückauf" ist das Einzige, was in diesem Kreis der Grubenleute noch Kunde gibt von der besonderen Art bergmännischer Sitte: Dem Fremden wird es in solcher Stunde scheinen, als bilde der frohe Klang dieses Grußes fast einen Gegensatz zu dem Ernst von Leben und Arbeit in Stollen und Schacht. Aber es ist älteste Bergmannssitte, das Tagewerk mit der starken Zuversicht, die aus diesem Gruße aufklingt, zu beginnen, und sicher lich hat der Ernst des Bergmannslebens die Entstehung solcher Sitten bewirkt und gefördert. Immer war der Bergmann geneigt, sein Leben zu erfüllen mit Gedanken an den Sinn seines Schaffens, denn tiefer als andere mußte der Mann, der Tag für Tag im dunklen Berg zu schwerem Werke bestellt war, über alle Dinge des Lebens denken. Es wird kaum einen anderen Beruf geben, in dem der Mensch sich mit so großem Ernst und so tiefer Sammlung auf sein Leben besinnt, wie es von alters her in Brauch und Sitte des Bergmanns ausgeprägt war. Noch wissen alte Knappen davon zu berichten, wie sich früher die Grubenleute vor der Einfahrt zur Betschicht versammelten, wo der Obersteiger mit Gebet und Sprüchen aus dem unermeßlich reichen Schatz frommer Bergmannslieder das Bergamt hielt. Allmorgendlich klangen aus der schmucklosen Holzhütte neben dem Schacht die Weisen der Fahrlieder auf, und kraftvoll sprach tiefes Vertrauen aus diesen schlichten Liedern: Wohl gebetet!
Denn zur Tiefe willst du fahren, Gott allein kann dich bewahren, Darum schaue erst hinauf,
bei dem Geschädigten bedienstet war, ermittelt und festgenommen. Der Hafer konnte bei einem hiesigen Wirt sichergestellt und dem Geschädigten ausgehändigt werden. Es war dies bereits der dritte Unterstellplatz, den der Täter der größeren Sicherheit wegen gewählt hatte. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, daß der Täter bereits einige Zeit vor dem letzten Diebstahl einen nächtlichen Besuch dem Geschädigten abgestat tet hatte und dabei vier Zentner Hafer mitgehen ließ. Dieser Hafer ist verkauft und konnte bis jetzt nicht herbeigeschafft werden. Eine Anzahl Personen, wird sich wegen Hehlerei zu verantworten haben. H. wurde dem Amtsgericht zugeführt. In den letzten Wochen sind in der hiesigen Stadt in sechs Fällen Stallhasen und in einem weiteren Fall ein kompletter Hasenstall entwendet worden. Es ist nun gelungen der Täter habhaft zu werden. Es handelt sich um drei Jungen im Alter von 14 und 11 Jahren. Zwei davon haben sich demnächst vor dem Jugendrichter zu verantworten.
* Evangelisch- kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Hans Schilling zu Neu- Isenburg die 1. evangelische Pfarrstelle( französisch- reformierte) zu NeuIsenburg, Debanat Offenbach, und dem Pfarrer August Köppler zu Eich( Rheinhessen) die evangelische Pfarrstelle zu Oppenheim, Dekanat Oppenheim, übertragen.
Hol vom Herrn dir ein Glückauf!" Ueberall, wo Bergbau getrieben ward in deutschen Landen, hat es solche Betschichten gegeben, überall hatten die Bergknap pen ihre eigenen Lieder für diese Andachtsstunden, und wenn man heute die alten Agenden durchblättert, dann sieht man, daß es oft genug schlichte Bergleute waren, die die Fülle ihrer Glaubens kraft auszugießen verstanden in die oft kunstreiche Form der Knappenlieder.
Aufgeklärte Diebstähle. In der Nacht zum 29. 11. 1931 wurden einem Fuhrunternehmer aus seinem Anwesen in der Neustadt sieben Zentner Hafer gestohlen. Als Täter wurde der 29 Jahre alte Schlosser F. H. von hier, der vor einiger Zeit
es andere Dinge, die sich in den Vordergrund des Lebens drängten. Jn jäher Wendung zu neuen Richtungen wurde die Zeit herausgehoben aus dem Ablauf einer mehr naturgemäßen Entwicklung, und im Strom der Tagesfragen, die alle anderen überströmten, schien kein Platz mehr zu bleiben für anderes wertvolles Gut. Nur da, wo die Zeiten in stillem Gleiten weiter gingen, in den Erzgruben am Harz und im Herzen Deutschlands, bewahrte sich kaum beachtet noch alter Brauch; in den Gesangbüchern hannoverscher Gemeinden liest man heute noch wie auf stillen Tafeln Grubengesänge und Bergmannslieder.
Das wurde anders, als eine neue Zeit mit n ü chterner Realistik solche Worte in Vergangenheit sinken ließ, und in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts verloren sich unter der Masse der neuen Kräfte, die von allen Seiten in die Reviere des Bergbanes firömten, diese Sitten mehr und mehr. In den großen Bezirken des Kohlenbergbanes waren
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* Hundesteuer in Hessen. Die im Laufe des Jahres abgeschafften Hunde sind bis spätestens 31. Dezember bei der zuständigen Bürgermeisterei abzumelden. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Kalenderjahr weiter zu entrichten. Wer ferner am 1. Januar selbst gezüchtete junge Hunde im Alter von unter drei Monate besitzt, wird zur Hundesteuer für das fommende Jahr herangezogen. Diejenigen Hunde, die im Laufe des Ka lenderjahres nochmals ihren Besitzer wechseln, unterliegen jeweils der nochmaligen Versteuerung, da nicht der Hund als solcher, sondern der Hundebesitz besteuert wird.
* Beförderung von Schnellgütern. Für den 3. 3t. beste henden und in den kommenden Tagen einsetzenden verstärkten Warenverkehr bildet die Stüdgut- Beförderung mit den Per sonen: und Landkraftposten eine schnelle, billige und bequeme Möglichkeit, Waren jeglicher Art soweit sie von den Kraft: zwischen den Orten wagen aufgenommen werden können auszutauschen. Es ist überall zugelassen, Gegenstände ohne weiteres am Kraftwagen gegen Bezahlung aufzuliefern und an ihm abzuholen. Findet sich der Empfänger am Kraftwagen nicht ein, so wird das Gut der Orts- Postanstalt übergeben.
In neue Gleise schien endlich alles Geschehen gezwängt, rasend ging die Zeit über die Welt mit unerhörten Stürmen, unter denen alle überlieferten Wert zusammenzubrechen schienen. Eine entgötterte Welt schien keine anderen Werte mehr zu kennen als solche, die sich in Zahlen ausdrücken lassen. Das dritte Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts schien zu vollenden, was noch fehlte zur restlosen Mechanisierung der Welt. wenigstens mußte es so scheinen In solchem Getriebe wurden auch die letzten Formen der besonderen Berufsauffassung einem nüchternen Schema angepaßt: Der Seemann wurde zum Schiffsarbeiter, der Schmied zum Metallarbeiter genormt, der alte Bergknappe zum Grubenarbeiter und so zum Teil eines wesenlosen Massenbegriffes. Und doch blieb etwas anderes im Bergmannsstande lebendig, das sich nicht in solchen Vorstellun gen zu erschöpfen vermochte- es war das Bewußtsein von der berufsständischen Sonderstellung, die der Bergmann seit Jahrhunderten eingenommen hatte.
* Universitäts- Gottesdienst. Morgen früh um 11,15 Uhr hält Herr Prof. D. Schumann in der neuen Aula einen Universitätsgottesdienst ab.
* Militärkonzert. Morgen abend wird das Musikkorps unseres Bataillons umter Leitung seines Obermusikmeisters E. Krauße in der„ Liebigshöhe" ein Konzert veranstalten. * Aus dem Stadttheater. Heute nachmittag gelangt Schil lers ,, Wilhelm Tell" als Schülervorstellung zur Aufführung. Filmvorführung. Der Stahlhelm" wird seinen Mit gliedern und Freunden morgen früh im Lichtspielhaus mehrere sehenswerte Filme vorführen.
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* Oeffentlicher Vortrag. Herr Geheimrat Prof. Dr. Sommer hält morgen nachmittag im Hörsaal der Nervenklinik einen öffentlichen Vortrag über das Thema:„ Die Entstehung der psychischen Hygiene".
Gerade mitten im Ruhrgebiet, in jenen Gegenden, die man so oft als Kohlendörfer bezeichnet hat, mußte sich dieses Bewußtsein von neuem durchsetzen. Vielleicht war es ein Besinnen auf alte, wesentliche Bergmannssitten, vielleicht hatte auch die Ueberlieferung der früheren Gebräuche noch eine starke Wirkung in die Gegenwart hinterlassen, denn ein Zufall war es gewiß nicht, als gerade in diesen Notjahren die alte Sitte der BergmannsGottesdienste in neuer Form auflebte. Nicht aus kirchlichen oder dem Bergmannsberuf weniger verpflichteten Kreisen, sondern aus der Mitte einer rechten Bergmannsbevölkerung heraus kam das Verlangen, die Berglente wieder in einem Gottesdienst nach hergebrachter Weise, aber in etwas veränderter Form zusammenzufassen. Vielleicht mögen verschiedentlich Bedenken aufgetaucht sein, ob heute noch ein ausgeprägtes Bedürfnis für solche Art gottesdienstlicher Feier vorhanden sei, aber die ersten Erfahrungen, die in einigen kleinen bis mittelgroßen Gemeinden gemacht wurden, bewiesen bald, daß der Sinn für diese Dinge trot der zeitlichen Wandlungen kaum etwas von seiner ursprünglichen Kraft verloren hatte.
So wurden zu Beginn dieses Jahres zum ersten Male seit Jahrzehnten wieder Bergmanns Gottesdienste im Ruhrgebiet gehalten. Zur Stunde der Abendandachten. Wenn der Friede des Conntags, der auch unter dem Himmel der Fördertürme seinen stillen Glanz über die Erde
Bei schlechtem Mundgeruch tüchtig gurgeln mit dem guten Chlorodont- Mundwasser. Flasche 1 Mt. Versuch überzeugt. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen.
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breitet, sich mit der tiefen Ruhe der Abendstunden vermählt, klingen von der kleinen Kirche, die in der Mitte des Drtes sich erhebt, die Glocken zur Feierstunde der Bergleute. Aus dem Chor der Kirche fällt das stille Licht der Grubenlampen in die geschwungene Breite des Schiffes, die sich bald mit Andächtigen jeden Alters füllt. Vom Altar oder am Fries der Kirchentäfelung grüßen Hammer und Schlegel in heraldischer Schön heit. Und wenn dann das Gotteshaus sich gefüllt hat bis auf den letzten Platz, wenn dann brausend die steile Vertikale des Drgelvorspiels in den Raum hineinwächst, schwillt aus der Tiefe des Schiffes der Gesang eines alten Bergmanns- Chorals empor: Freuet euch, ihr Bergleut
Es gibt da n Sparkasse in Berli Bedingungen hab machen, sich ein febermann zugäng Das System Möglichkeit, die b lich hohen Zinst bei Erneuerung in etwa 20 Jah Auch die La den gebrüdten P lichen Zinslasten Bausparkasse in d freien Bausparkas Es wäre sehr immer weiteren wie dies in Amer der Fall ist. sind in der Zukun notwendig.
alle, die ihr rechte Christen seid... Stärker als sonst steigt der Gesang zum Kuppelgewölbe, es ist etwas Eigenartiges, in einem solchen Gottesdienst nur die festen Stimmen der Männer zu hören, die nach altem Branch ohne irgend welche Familienangehörigen zur Kirche kommen. In breitem liturgischen Rahmen nimmt dann die Feier ihren Lauf, in deren Mitte der Prediger der besonderen Angelegen heiten des Bergmannes gedenkt: hier geht das Wort der Schrift mitten in die Dinge der Arbeit, in die Sorgen und Nöte des Alltags ein. Wenigstens einmal im Jahre vereint so das ,, Bergamt" die Knappen wie einst in vergangener Zeit, wo sie vor der Seilfahrt mit dem ,, obersten Bergmann" Zwiesprache hielten. Und auch heute noch scheint es wie in früheren Jahrhunderten als eine stille Freude durch die Reihen der Bergleute zu gehen, die auch bei ihrem Tagewerk noch in ihnen lebendig ist. Und niemand wird sich dem starken Bann einer solchen Feierstunde lebendig entziehen können, wenn zum Schluß der Knappenchor mit dem alten Bergmannsliede aus dem 16. Jahrhundert, das heute noch nichts von seiner Schönheit verloren hat, mitten ins Leben hineinweiſt:
,, Nun will ich wieder gehen in meinen Arbeitsschacht, Wozu du mich ersehen, eh' ich ans Licht gebracht.
Ich will von Herzen gern,
So lang die Kräfte grünen,
Dir, mein Gott, treulich dienen
Als meinem höchsten Herrn.
Herr, wenn ich einfahre, gib, daß mein Herz bedenkt, Wie bald man von der Bahre mich so ins Grab versenkt, Bis du, mein Lebensfürst, Einst meines Leibes Glieder Aus dunklen Grüften wieder Zu Tage führen wirst.
Laß deiner Engel Scharen stets meine Wächter sein, Die mich, dein Kind, bewahren, wenn ich fabr an und ein.
Laß keine Fahrt eingeh'n, Laß keinen Bau einbrechen, Hilf, daß in allen Zechen Wir deinen Segen seh'n".
Walter Riffler.
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Da ist z. B.
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