Einzelbild herunterladen

ändern.

Nr.7

teils der Hanszinsf er für den Wohnun n niedrigsten Stener Oldenburg und Ba

Samstag, den 12. September 1931.

Lokales.

Gültige Fünf- Mark- Scheine.

In der letzten Zeit hat man bei verschiedenen Kassen wieder

burg- Lippe und Lin Fünf- Mart- Scheine erhalten und in der Regel wurden sie schon

en, Preußen, Thüring Strelit, Bavern zelnen Ländern ist an

mit einigem Mißtrauen entgegengenommen. Freilich, es wurde stets versichert, daß diese Scheine gültig seien. Wenn man sie dann aber selbst wieder in Umlauf setzen wollte und z. B. zum

120% gesetzlicher M Bäder oder Fleischer tam, erhielt man zur Antwort: Die zinssteuer erhebt, for Scheine sind längst aufgerufen und außer Verkehr." Es gab eine

den Hauseigentüme

s ganze Aufkommen verwendet und nichts

Auseinandersetzung, bei der jeder bei seinem Standpunkt blieb

und meist mußte man mit seinem Schein wieder abziehen, den man nun selbst als ungültig beargwöhnte. Nach Erkundigungen Scheine mit Kopfbildnis sind noch niemals aufgerufen worden und haben deshalb ihre volle Gültigkeit. Freilich im Verkehr

während in den G bei der Reichsbank ist dem nicht so. Die Fünf- Renten- Mark­

er für Finanzbedürf zum Teil erheblich find für den Finans waren sie seltener geworden. Da keine Neuauflage gedruckt wird Sachsen und Oldenb und man die verbrauchten Scheine zurückgehalten hat, waren sie rden Finanzbedarf fast völlig vom Silbergeld verdrängt. Die Zahlungsmittelfnapp­ingen, Hessen, Hambre heit dürfte die Scheine wieder zum Vorschein gebracht haben, so rg- Lippe. In den daß sie jetzt in etwas größerer Zahl wieder im Umlauf sind. Es zum Teil auch das besteht also kein Bedenken, die Fünf- Mark- Scheine mit dem Kopf 3. Der miedrigste Am anzunehmen.

hnungsbau erhoben w 9, Baden, Oldenb rg- Lippe. Den höd aufkommens führen , Sachsen und Ank 15 und 20% der

Den.

* Festnahme eines angeblichen Heilkundigen. Am vergan­genen Sonntag wurde Johann Gruwe, geb. am 1. 8. 1890 zu Magdeburg, 3. 3t. ohne festen Wohnsitz, von Beruf ,, Lebens­reformer", festgenommen, da er sich in verdächtiger Weise an junge Mädchen heranmachte und sie durch Vorzeigen von Hals­fetten, Ohrringen, Pralinen, Kölnisches Wasser usw. zum Mit­eht man, daß in man gehen zu bewegen suchte. Ein Fall wurde ermittelt, wo er bei auszinsstener für Fine einer Familie als Kurpfuscher auftrat und das erkrankte Mäd­er Abbau der Hauschen am nadten Körper untersuchte. Es ist mit großer Wahr­scheinlichkeit anzunehmen, daß Gruwe die Ausübung der Heil­funde nur als Mittel zum Zwede benutzt. Die Kriminalabtei­lung erbittet Nachricht über weitere derartige Fälle.

erigkeiten machen m szinsstener mit dem Aufschub mehr. G schaffen werden fi Don 5 auf 7% in einer Reichstagen Aufwertungsschlußgefes It es aber durch bejch rnehmlich der Haus und, wie in einer G usdruck kommt, das durch die Hauszinsste als Kreditunterlage

Dr. H.

igen deutschen Berw den abgebaut. Wor ien, die vor kurzem/ intgemacht wirden. in einem sowjetra verlangt von den hen Intereffen nicht genheit schaffen, die ichem Sinne aufzuklär

Ausbreitung der inte ngestellte und Arbeit fennen wollen, gehör

nräte müssen Mittel un us dem Betrieb zu ent

-

* Diebstähle. Aus dem Fahrradunterstellraum der gewerb­lichen Fortbildungsschule wurde von einem Fahrrad ein Dynamo Marke Berko" entwendet. In diesem Raum kommen fortgesetzt derartige Diebstähle vor. Zwei Täter wurden bereits vor einiger Aus einem im Parterrestock gelegenen Schlaf­Zeit ermittelt. zimmer wurde ein goldenes Zigarettenetui gestohlen. Der Eigen­tümer hat für die Herbeischaffung des Etuis eine Belohnung von 100,- RM. in Aussicht gestellt. Personen, die sachdienliche An­gaben über die Diebstähle machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben.

* Vertauscht. Im Café Amend wurde Anfang ds. Mts. ein blauer Trenchcoatmantel mit einem gleichaussehenden vertauscht.

* Militärpersonalien. Versetzt wurden: Oberleutnant Conrad vom 1. Batl. Jnf.- Regt. in Gießen zum Ausbildungs­bataillon Inf. Regt. 15 in Marburg, Leutnant Knesch vom Ausbildungsbataillon Marburg zum 1. Batl. Inf.- Regt. 15 in Gießen, Leutnant Knapp vom Inf.- Regt. 13 zum 1. Bataillon Inf. Regt. 15 in Gießen, Obermusifmeister Krauße vom 2. Bataillon Inf.- Regt. 13 in Ludwigsburg, fommandiert zur Lei= tung des Musikchors des 1. Batl. Inf.- Regts. 15 in Gießen Obermusikmeister Krauße ist ein Sohn des bekannten Leiters der früheren Gießener Regimentsmusit, Musikdirektor Krauße sämtlich mit Wirkung vom 1. Oktober ab.

* Steigenlassen von Drachen in der Umgebung des Flug­hafens. In letzter Zeit wurde sehr häufig beobachtet, daß in der Umgebung des Flughafens Drachen hochgelassen werden. Das Polizeiamt sieht sich veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß das Stei­

hen, so deutlich, dej jeb genlassen von Drachen auf dem Flughafen und dem ihm umge­

Cige Auswärtige Ami fich zu befümmern. Sowjetrussen bei der ufs neue verfichern la opaganda in Deutig für sehr ,, unverbind

20

Verdienst gegeben.

gelaffen, wenn ihm

rung gegeben worden

" und frei von jeder fteuer Höchftens könne Althaus übrig blieben en. Der amtlichen G and kann kein Vormon

Wissen und Gewissen

Stat Kemmerer als Gt . a. D. die Auslegun beffifchen Finanzbeb g! Und nun fommi

nen Steuerbescheid, we

M. Grund- und C fordert fogar- un aublichfte in der Cad

ab 1. April 1930, tr

i und die Wohnräum

g" geworden find.

Finanzbehörden( F

Haus nämlich fein, weich Grundriß und Um

r wesentlich voneinander

m 3wang der Verhäl

htet werden mußte.

terschied zwischen der

er Steuergefeße In

in Heffen ift er ein

herangezogen. In

r unvermietete Raum

Kann" vorfchrift

die nur auf dem Ba

Billigt der Herr

fchen Finanzbehörden

benden Gebiet verboten ist. Dieses Gebiet wird begrenzt im We­sten durch Moltkestraße, Oftanlage, Marburgerstraße, Schwarz­lach weg, Main- Weserbahn, Weg zum Neuen Friedhof, Friedhofs= allee und Wiesederweg, Straße Wieseck- Trohe; im Osten durch Verbindungsweg Trohe bis Provinzialstraße Gießen- Rödgen; im Süden durch Provinzialstraße Gießen- Rödgen, Grünberger­straße, Kaiserallee. Die Polizeibeamten sind angewiesen, streng darauf zu achten, daß dieses Verbot beachtet wird.

*

,, Gießener Zeitung"

Straßensperre. Der Ausbau des Eichgärtenweges von der Wolfstraße bis zur neuen Schule ist fertiggestellt. Die Sperrung dieser Strecke wird somit aufgehoben.

* Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A.v.D.), Gießen. Die Sperre der Pro­vinzialstraßenstrede Baitshain- Grebenhain wird ab 13. Sep­tember 1931 aufgehoben.

* Aus dem Stadttheater. Am Dienstag, den 15. September, gelangt bei gewöhnlichen Sommerpreisen die letzte Neueinstudie­rung der Sommerspielzeit ,,, Der Garten Eden", von Desterreicher und Bernauer, als 11. Vorstellung im Sommer- Abonnement zur Aufführung. Die Spielleitung hat Peter Fassott. Beginn der Vorstellung 20 Uhr.

* Bund der Lahnfreunde. Sonntag, den 13. September, außerplanmäßige Wanderung Gießen- Bersrod. Treffpunkt um 8 Uhr vormittags am Justizgebäude.

Sibung des Reichsausschusses für Kriegsbeschädigten und Kriegs. hinterbliebenenfürsorge.

Die Kriegerfameradschaft Sassia", Verband der Kriegs­beschädigten und Kriegerhinterbliebenen, Provinzialgeschäftsstelle Oberhessen, Gießen, Bergstr. 9, teilt uns mit:

Wie uns der Kyffhäuserverband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen mitteilt, tagte am 8. September ds. Js. der Reichsausschuß der Kriegsbeschädigten- und Kriegshinter­bliebenen fürsorge als gesetzliches Gutachterorgan für die Fragen der Versorgung der Kriegsopfer in Gegenwart von Vertretern des Reichsarbeitsministeriums. Diesem Ausschuß gehören sämt­liche Kriegsopfer- Organisationen Deutschlands von Reichsbedeu­tung sowie die Vertreter der Hauptfürsorgestellen des Deutschen Reiches an. Die Organisationen und die Vertreter der Haupt­fürsorgestellen konnten in den erforderlichen Aenderungen der 2. Notverordnung des Reichspräsidenten, soweit sie Kriegsopfer­fragen betrifft, eine Einigung erzielen. So wurden eine Bes= serung der Renten für Leichtbeschädigte, eine Milderung der Anrechnung der Renten auf die Arbeitslosenunterstützung bei arbeitslosen Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, eine Milderung der Ruhensbestimmungen für Personen, die öffent liches Einkommen beziehen, sowie grundsätzliche Aenderungen auf dem Gebiete der Gewährung von Zusatzrente der Reichsregierung empfohlen.

Aus den Aeußerungen des Regierungsvertreters ist zu ent nehmen, daß die Wünsche des Reichsausschusses in einer demnächst zu verkündenden Notverordnung zum Teil Berücksichtigung finden.

Milderungen der zweiten Notverordnung.

Ein Vertreter des Reichsarbeitsministers erklärte in der am 8. September außerterminlich einberufenen Sitzung des Reichs­ausschusses für Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenen­fürsorge, daß in der in den nächsten Tagen zu erwartenden neuen Notverordnung eine Milderung der härtesten Ruhensbestimmun gen der Notverordnung vom 5. Juni 1931 vorgesehen sei. Diese Erklärung wurde abgegeben, nachdem die in dem genannten Ausschuß vertretenen Spizenorganisationen der Kriegsopfer und Leiter der Hauptfürsorgestellen über die Notwendigkeit der Ab­änderung der Notverordnung eine Entschließung einstimmig an­genommen hatten. Nach Mitteilung des Kyffhäuserverbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen gab die Er­flärung des Vertreters des Reichsarbeitsministers Aussicht auf Abänderung der für die friegsbeschädigten Behördenbediensteten äußerst harten Ruhensbestimmungen in folgenden Punkten:

Der Ruhensberechnung soll das jetzt tatsächlich bezogene Einkommen aus öffentlichen Mitteln unter Abrechnung der letzten Gehaltskürzungen zu Gründe gelegt werden. Für jedes Kind soll noch ein weiterer Betrag von dem der Ruhensberechnung zu Grunde gelegtem Gehalt abgesetzt werden, wodurch sich die für das Ruhen maßgebliche Einkommensgrenze entsprechend erhöhen würde. Der in jedem Falle den von der Ruhensvorschrift Be­troffenen verbleibende Rest der Rente soll bei den Schwerbeschä­digten nicht unwesentlich erhöht werden. Bei den Arbeitern und Angestellten im öffentlichen Dienst, die bisher in gleicher Weise von den Ruhensbestimmungen erfaßt wurden wie die Beamten, soll das Ruhen der Rente erst bei einem höheren Einkommen beginnen, als für die Beamten vorgesehen ist. Diese Milderungen werden sich für die Schwerbeschädigten recht merkbar, für die Leichtbeschädigten jedoch nur unwesentlich auswirken.

Weitere Milderungen von Härten der Notverordnung schei­nen leider nicht vorgesehen zu sein.

* Schweinerotlauf. In den Schweinebeständen des Heinrich Gegen Wundlaufen undsein durch übermäßige

Kipper, Brandgasse 7, und des Katholischen Schwesternhauses, Liebigstraße 24, ist Schweinerotlauf festgestellt.

ist angeordnet.

Barkauf und

-

Sparkauf

Gehöftssperre

Was ein Barkauf ist, wissen wir: Ware gegen Kasse. Aber: Sparkauf? Muß wieder einmal ein neumodischer Ausdrud für eine ganz alte Sache sein wenn's wirklich etwas bedeuten foll! Sehr neumodisch, direkt vom Berliner Pflaster importiert ist der Ausdruck stottern". Bom Stottern" sprechen heute die Fischer im Kurischen Haff und die Weingärtner im Googengebiet. Das ist der Song vom Stottern. ,, Heute wird alles abgestottert". Die Möbel, der Anzug, das Grammophon, die Silberhochzeit und die Bestattung. Und dafür hat man noch einen ganz feinen, fast lateinischen Namen erfunden: Die Konsumfinanzierung. Das heißt auf Deutsch: Kauf was du magst und verpfände dafür alles was du hast und verdienen" fannst für lange Zeit. Am Anfang dieses Kaufs steht die Freude und dahinter für lange Zeit die Sorge der schreckliche Ratenzahlungstag und die Entbehrung.

Käufe auf Stottern sind zu neunzig Prozent ein Anfall von Leichtsinn, eine Ueberschätzung der Kraft. Das ist ein ehrlich Werk: Sparen um faufen zu fönnen. Man tut zweifach Gutes: Wenn man fpart, stärkt man die Geldkraft, das Volksvermögen, bekommt Zinsen, vermehrt sein Eigenvermögen; wenn man bann fauft mit erspartem Geld, tut man dreifach Gutes: Man erwirbt wirklich, was man befigt, braucht feine Furcht zu haben, daß es eines Tages fortgenommen wird, freut sich am Meinsein". Aber

neben diesen Barkäufen gibt es auch Sparkäufe. Wenn ich etwas faufen fann, was mir Geld, bares Geld ein­bringt, Geld, das sich hoch verzinst, daß ich den Kauf bald abzahlen fann und doch im vollen Besitz der Ware bleibe. Ein abgestotterter" Anzug ist also feine Mart mehr wert, wenn ich die letzten 10 Mart abbezahlt habe und er hat mir nichts

-

Schweißabsonderung an agen und anderen Körperteilen( Wolf), Sonnen- und Gletscherbrand. Sofort schmerzstillend und heilend Leodor Fett Creme( blaue Padung) auch als Rosmetitum für Hände u. Gesicht. Tube 60 Pf. u. 1 Mt. in allen Chlorodont- Verlaufsstellen zu haben.

,, eingebracht". Wenn aber die Frau eines Mannes mit wenig Einkommen sich eine Nähmaschine anschafft, um etwas mitzuver

dienen", dann mag fie ruhig stottern; bas, was sie mit der Maschine, was die Maschine erwirbt, das langt bald zur Ab­

Zeppelinpost.

Nr. 73

Eine einzigartige Zeppelinpost wird das Luftschiff von seiner zweiten Südamerikafahrt mitbringen. Um zu zeigen, wie schnell der Zeppelin Post nach Südamerika befördert und wieder zurüc bringt, vermittelt der Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen Post, welche mit dem Zeppelin sowohl nach Südamerika als auch wieder zurückgebracht wird. Diese Karten und Briefe tragen so­wohl deutsche als auch brasilianische Marken auf einem Stüd. Sie werden an Bord des Luftschiffes während der Fahrt auf­gegeben und mit dem seltenen Stempel ,, Luftschiff Graf Zeppelin" abgestempelt, erhalten ferner noch einen besonderen Stempel von der Südamerikafahrt. In Pernambuco werden dann die brasilia­wischen Marken auf die Karten und Briefe geklebt und dort auch abgestempelt, dem Luftschiff wieder zur Rückbeförderung mitge­geben, in Friedrichshafen kommt endlich zum Schluß und Beweis für die rasche Fahrt der Ankunftsstempel mit genauer Zeitangabe des Postamts Friedrichshafen darauf.

Solche Karten und Briefe vermittelt der Luftschiffbau Zep­pelin, und zwar sind bei demselben Kartenvordrucke bezw. Brief­vordrucke, die hierfür zu verwenden sind, zum Preise von 5 Pfg. pro Stüd erhältlich. Eine Anweisung, was damit zu machen ist, liegt bei. Die Stücke selbst müssen dann bis spätestens 15. Sep­tember wieder zurückgesandt werden.

Noch einfacher aber ist es, die 4 RM.( Sin- und Rückporto) für eine Karte bezw. 8 RM.( Hin- und Rückporto) für einen Brief, nebst deutlicher Adresse an den Luftschiffbau Zeppelin Abtlg. S. A. Friedrichshafen( Bodensee) zu senden( Postscheck Stgt. 7618) und wird dann dort die Adressierung und Aufliere­rung besorgt. Die Stücke gehen dann nach beendeter Fahrt auf dem Postwege jedem Auftraggeber wieder zu. Irgend eine Ges währ oder Haftung fann natürlich der Luftschiffbau nicht über­nehmen. Ganz besonders ist aber darauf zu achten, daß die Be­stellungen bis spätestens 16. September in Friedrichshafen beim Luftschiffbau sind, denn am 17. September fährt das Luftschiff

weg.

Aus Rab und Fern. Nah

Röthges. Bei der Beigeordnetenwahl in unserer Gemeinde wurde der Beigeordnete Hermann Emrich wiedergewählt.

Beltershain. Bei der hier abgehaltenen Beigeordnetenwahl wurde der seitherige Beigeordnete Johann Reitz wiedergewählt. Bad Nauheim. Der Verein deutscher Salinen hielt vom 7. bis 9. September seine 55. Generalversammlung in Bad Nauheim ab. An der Tagung beteiligten sich die Direktoren aller großen Salinen Deutschlands.

Bad Nauheim. Bis zum 10. September 1931 betrug der Ge­samtbesuch 27 424 Gäste. Darunter 4949 Ausländer. Anwesend waren am 10. September 1931 2994 Gäste.

Schotten. Seine 50. ordentliche Hauptversammlung hielt der Tierschutzverein für Hessen am Mittwoch in der Turnhalle zu Schotten ab. Die Tagung war aus allen Teilen des Landes sehr stark besucht.

Offenbach a. M. Die neue Ausstellung des Deutschen Leder­museums findet sehr starken Zuspruch, am vorigen Sonntag mußte sie wegen Ueberfüllung zeitweise gesperrt werden.

Mainz, 11. 9. Am 25. Januar unternahmen Ortsgruppen des Stahlhelms einen Werbeumzug durch Rheinhessen. In Ober­ingelheim wurden die Stahlhelmer von Kommunisten und An­dersdenkenden überfallen und mißhandelt. Als Täter wurden 10 Burschen aus Heidesheim, Nieder- und Oberingelheim er­mittelt, die sich heute wegen schweren Landfriedensbruches, Waf­fenmißbrauchs, schwerer Körperverletzung und Widerstand zu ver­antworten hatten. Der Staatsanwalt beantragte Gefängnis­strafen von 3 Monaten bis 2 Jahren.

Ein Ernte- Selbstschutz.

Wetzlar, 11. Sept. In einer stürmisch verlaufenen Versamm­lung der Bauernschaft wurde eine energische Entschließung an die Regierung in Koblenz gerichtet, in der die Erklärung des Kreises zum Notstandsgebiet, die Stundung aller Staats- und Reichs­steuern mit dem Ziel der Niederschlagung, ferner die Beseitigung des 120prozentigen Steuerzuschlags, die Herabsetzung aller Ge­bühren, insbesondere Kataster- und Grundbuchgebühren, Beseiti­gung der Benachteiligung der Landgemeinden durch Schaffung eines gerechten Finanzausgleichs, Bereitstellung von Mitteln zur

zahlung und wenn die Maschine ganz abgestottert" ist, sie ist dieselbe wie beim Kauf, so gebrauchsfertig wie neu angeschafft.

Eine eigenartige Betrachtung: Am deutschen Volksvermögen haben Nähmaschinen Millionen und Abermillionen Anteil. Šie haben Fleiß in Einkommen und Vermögen übersetzt. Verfolgt, was Kleidung in der Lebenshaltungsstatistik ausmacht! Dann nehmt vor der Nähmaschine den Hut ab.

Ein deutscher Kaufmann war's, der das erfannt hat. Georg Neidlinger, der alte Hamburger Kaufherr mit dem grauen Zylinder und dem ewig frischen Herzen. Der brachte dem deut schen Hause die Singer- Nähmaschine. Die war nicht billig, aber gut. Und um auch der deutschen Arbeiterfamilie ihre Anschaffung zu ermöglichen, verfolgte er die Idee des Spartaufs. Er rechnete: Jede Hausfrau spart durch den Gebrauch der Näh­maschine. Die deutsche Frau spart gern und rechnet gut. Deshalb fann ich Nähmaschinen auf Abzahlung verkaufen. Die deutsche Frau braucht nur das zurückzulegen, was sie durch die Näh­maschine erspart, das dauert nicht lang. Dann hat sie die Maschine, neu, wie immer gebrauchsfertig, hat sie für ihr ganzes Leben, kann sie noch der Tochter mitgeben, wenn die müden Hände nicht mehr wollen wie einst.

Und der alte Singermann Georg Neidlinger hat sich nicht Derrechnet. Er hat das System geschaffen, das jeder Familie die Anschaffung einer Nähmaschine ermöglicht; dieser deutsche Kaufmann hat hunderttausenden von deutschen Frauen ein frohes Bewußtsein gegeben: Den Spartauf, durch Kauf zu sparen und im Besitz durch Rauf den Preis zu ersparen. Andere ver suchten, es nachzuahmen. Aber was er wollte und schuf, haben sie nicht erreicht.

Das Mitverdienen" ist Freude und Ehrgeiz jeder Frau. und jede fann es am besten und fraulichsten durch die Näh­maschine. Es gibt schon einen guten Spartauf.