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Mittwoch- Abonnemen 7.30 Uhr, die Schw ..!" von F. Arnold

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Mittwoch, den 11. November 1931.

Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Surnen, Sport und Spiel.

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Germani Marburg Germania Fulda Hessen 09 Kassel Spielverein Kassel Verein

Germania Marburg Borussia Fulda Hessen 09 Kassel S. E. 03 Stassel Germania Fulda Kurhessen Kassel

-

Borussia Fulda 4: 2( 2: 2) SC. 03 Kassel 5: 3( 2: 1) Horas 4: 1( 3: 1)

5543

Sport Rassel 3: 1( 1: 1)

Spiele gew. L.nent. verl.

9

7

1

1

9

7

0

2

8

5

1

2

Tore Puntte 30:18 15: 3 44:15 14: 4 27:13 11: 5

9

0

4

8

1

3

32:20 10: 8 21:22 9: 7

8

3

3

2

16:18 9: 7

BfBK.- Marburg

8

4

1

3

16:18 9: 7

V. f. B. Gießen

9

2

0

7

Horas

8

1

1

6

Odershausen

8 0

0

8

11:36 4:14 11:34 3:13 9:32 0:16

VfB. Gießen

Einbed 05 2: 1( 1: 1)

Frohnhausen 1: 2( 1: 1)

Bottenhorn 2: 2( 1: 1)

Breidenbach 3: 3

Wetzl. Sp. V.

Wallau

FC. Grone

1. Batl. J.R. 15 3: 0( 1: 0)

Großalmerode Mühlhausen 99 3: 0( 2: 0)

Wallau

1900 Gießen

Dillenburg

Verein

SC. W.- Niedergirmes 3: 0( 1: 0)

Spiele gew. unent. verl.

9

7

1

1

Wetzlar

9

5

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ne holländische Soße, gi

Bottenhorn

9

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2

2

sschwänze hinein, die m

1900 Gießen

9

4

3

2

, und schmedt es noch

Frohnhausen

7

5

1

1

16:15

Breidenbach

9

1

4

4

19:21

9

2

1

6

Tore Punkte 28:14 15: 3 29:20 0 14: 4 31:17 12: 6 22:16 11: 7 11: 3 6:12 13:16 5:13

9

2

1

6

15:38 5:13

8

2

0

6

8 1

1

6

14:22 4:12 11:19 3:13

werden mit reichlich S ühe verrührt und unte racht. Man gibt gewieg me Handvoll Champigno

Dann wird es nochma ach ein halbes Liter did Ommen und mit Eigelb c uch Tomatenmart, Trüff

zicht die höchste Delitate nabfälle von zwei frijde = Kalbfleischabfälle werde

arotte, einem Peterjilin

in eine Kasserolle geleg heiß werden ließ, und ze gebraten, mit zwei Löff Kalbfleischbrühe begoffe

at. Dann tocht man die ein und gibt eine and sei Trüffeln hinzu, läst s dide Sahne dazu, seiht n Gebrauch ins Wasserba

nzelne Mann nahm ru n Eindrud von einer zi

effetthaichende Geften vol uhmen zu schließen, hätte Ligaspiel antreten tonne immer daran denken, d atte Ben Warriner geja nuten, als die Nerven ju ze der dirigierenden Arbe es Hollywood, wie sehr nommen hatten.

Lennie unter dem Anfeit ielen, die Verteidigung schoß er jedoch das Lebe emliches Stüd vom reta

ne Flügelmann die Aufe

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fenball, obwohl der Links emühen zu start gescho und präzise, wie aus eine igeschossen und landete ort seinem Nachbar zufpiel

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da ihm der Kensington Reibe hing.

hob er den Fuß, als ob a te feinen Gegner jo rol hts wandte, um dem Sch

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innen zu begegnen, welde Tormann und der entfer

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erden muß, sonst hängt über der ersten Manni ralischer Wert ist unschä

( Fortsetzung folgt)

Dillenburg Butzbach W.- Niedergirmes Wiesenbach

Gau Gießen- Wetzlar.

Bissenberg- Löhnberg 5: 2( 3: 0) Weilburg Azlar 6: 1( 1: 1)

Ehringshausen Steindorf 4: 6( 2: 0) Hirschhausen Stockhausen 2: 2( 2: 0) Holzhausen Braunfels 2: 1( 1: 0)

1

1900 Gießen 2. ViB. Gießen 2. 5: 0( 2: 0) Burgfolms 2. Weylarer SV. 2. 2: 3( 2: 2) Ehringshausen 2. Aẞlar 2. 5: 2( 2: 1) Hermannstein- Oberbiel 3: 1( 2: 0) Lollar Steinbach 4: 2( 2: 0) Leihgestern Steinberg 4: 5( 3: 2) Villingen Quedborn 3: 1( 1: 1) Hasselbach Allendorf 3: 5( 0: 3) Hirschhausen 2.- Essershausen 3: 1( 2: 1) Grävened Weinbach 3: 0( 1: 0) Holzhausen 2. Braunfels 2. 3: 3( 2: 2) Tiefenbach Biskirchen 2. 3: 1( 2: 1) Stodhausen 2. Niederbiel 2: 2( 1: 0) Burgsolms 3. Albshausen 1: 5( 0: 5) Oberbiel 2. Nauborn 2. 4: 3( 1: 1) Schwalbach Oberndorf 1: 4( 0: 2) Schwalbach 2. Waldgirmes 2: 2( 1: 1) Büblingshausen Berghausen 2: 2( 1: 1) Werdorf Wetzlar 3. 4: 0( 2: 0) VB. Gießen 3.- Dutenhofen 0: 3( 0: 2) Lollar 2.- Steinbach 2. 5: 0( 2: 0) 1900 Gießen 4. Steinberg 2. St. n. angetr. Ulrichstein Bobenhausen 2: 2( 1: 1) Ruppertsburg Flensungen 1: 3 Grünberg Wetterfeld 4: 1( 1: 1) Ruppertsburg 2. Flensungen 2. 1: 2 Büblingshausen 2.- Wetzlarer Sp.V. 4 3: 3 Bonbaden Oberndorf 2. 10: 1

Jugend.

-

Leihgestern 1.

Wehl. Sp.V. 1.

VB. Gießen 2. 2: 0( 6.) Burgsolms 1. 3: 1

Weyl. Sp.V. Sch.- Burgsolms Sch. 3: 0 Braunfels 1. Bonbaden 1. 2: 3

VB. Gießen 1. Hermannstein 1. 5: 0

VB. Gießen 2. Sch. 1900 Gießen 2. Sch. 0: 0 Bissenberg Allendorf 1. 2: 1

Lich 1.- 1900 Gießen 1. 1: 2

Handball:

.

-

VfL. Wetzlar Tu.F.Kl. Ffm.­VFL. Wetzlar 2.

Manderbach 1. Sechshelden 1. Oberroßbach 1. Offenbach 1.

Holzhausen 1. Weidelbach 1. Dillenburg 2. Hirzenhain 1. Altenkirchen 1. Fleisbach 1. Eisemroth 1.

Tuspo. Butzbach 5: 4

TV. Niedergirmes 6: 5 1900 Gießen 2. 4: 4 Gau Dill

- Offdilln 1. 3: 2 Langenaubach 1. 0: 0 Haiger 1. 4: 3 Burg 1. 1: 1( 6.) Allendorf 1. 7: 1( 1: 0) Rittershausen 1. 3: 1( 1: 0) Wissenbach 1. 1: 1 Frohnhausen 2. 8: 0

Burg 2. 6: 1( 3: 1)

Merkenbach 1. 3: 3

Hörbach 1. 4: 4

Straßebersbach 1.- Nanzenbach 1. 2: 0 Haiger 2.­

Weidelbach 2. 4: 1 Würgendorf 1. Lüzeln 1. L. n. angetr. Steinbach 1. Flammersbach 1, 4: 2( 4: 0) Straßebersbach 2. Haiger 3. H. n. angetr. Sechshelden 2. Allendorf 2. A. n. angetr. Arborn 1.- Breitscheid 1. 4: 1 Biden 1. Bischoffen 1. 1: 5( 1: 1) Bischoffen 2. Offenbach 2. 2: 8 Herbornseelbach 2. Erda 1. 5: 0 Oberndorf 1. Hohensolms 1. 3: 3

Jugend:

Beilstein

Edingen 2: 2( 1: 1) Holzhausen Dillenburg 0: 1 Dillenburg 2. Wissenbach 5: 0 Frohnhausen Rittershausen 5: 0 Offenbach Herbornseelbach 0: 1 Erda Biden 1: 4

Eisemroth

Burg 0: 1

Aus Gießen und Umgegend.

1900 Gießen Bottenhorn 2: 2( 1: 1).

-

Ueberraschend und nicht ganz verdient fonnte Bottenhorn inen Punkt aus Gießen mit heimnehmen. Die Gäste waren iußerst schnell und zwar bis zum Schluß, allerdings läßt ihre Ballbehandlung noch viel zu wünschen übrig. Der Nieder­age entgingen die Gäste nur durch die vorzügliche Arbeit ihres Lormannes. Bei 1900 flappte es eigentlich in feinem Mann­

schaftsteile, wenn man auch im ganzen zufrieden sein könnte. Das Spiel selbst bot manche schöne Momente. Vom Anstoß an drängt 1900 start. Der Gegner war reichlich nervös und kam zunächst nicht mit. Trotzdem ging er zuerst in Führung. Lippert verpaßte einen ihm zugeschobenen Ball, der schnelle R. A. der Gäste nahm ihn auf und stürmt vor, die 1900er- Verteidigung war zu weit aufgerüdt und kam nicht schnell genug zurüd. 1: 0 für Bottenhorn. Zehn Minuten später hatten die 1900er durch Wilhelmi ausgeglichen. Eine weitere Chance durch einen Elf­meter setzte Henrich direkt auf den Mann und verschenkte sie. Nach der Bause wurde das Spiel erbitterter. Die Kräfte waren nun gleichmäßig verteilt. Unter dem Beifall der Zuschauer fonnte Zeiler dann einen unvermuteten Fernschuß, auf den feiner gefaßt war, zum 2: 1 einsenden. Wiederum verschenkte 1900 einen Elfmeter, den Wilhelmi daneben sette. Der Kampf wurde reichlich hart. Von jeder Partei mußte ein Spieler vom Play. Wenige Minuten vor Schluß verschuldete Schneider- 1900 noch einen Foul- Elfmeter, den die Gäste zum Ausgleich ein­sandten. Der Ball war schwach getreten und hätte von Schmidt im 1900er- Tor unbedingt gehalten werden müssen. Damit war das Ergebnis für dieses Verbandsspiel hergestellt. Etwas sei zum Schluß noch gerügt: die vielen ,, Ausbälle" der Gäste. Fast 50 Stüd hatten sie in diesem Spiel verschuldet und zwar reicy­lich oft mit voller Absicht. Die Instanzen sollten die Schieds­richter anweisen, dieses in Zukunft als grobe Unsportlichkeit zunächst zu verwarnen und gegebenenfalls auch zu bestrafen.

VfB. Liga 1. Batl. JR. 15 3: 0( 1: 0).

Auf dem Waldsportplatz trugen die obigen Mannschaften ein Gesellschaftsspiel aus, das in äußerst schneller und fairer Weise durchgeführt wurde. Die VB.er waren zwar während des gan­zen Spieles leicht im Vorteil, die Soldaten leisteten jedoch den erwarteten starken Widerstand. Die Angriffe wurden durch Be­vorzugung der Flügel schnell vorgetragen und so ergab das Spiel eine Menge fesselnder Momente. Gleich zu Beginn mußte Balser im VfB.- Tor eine Bombe von Böttiger zur Ecke ab­lenken. Fehling schoß in der Mitte der 1. Halbzeit das Füh= rungstor. Balser fonnte einige gefährliche Sachen des Soldaten­sturms mit Glüd meistern. Zu Beginn der 2. Halbzeit legte sich das Militär mächtig ins Zeug, insbesondere der linke Flügel wurde von Böttiger immer wieder auf die Reise geschickt, aber der Ausgleich gelang nicht; er wäre verdient gewesen. VfB. kam dann wieder auf und Bärenfänger schoß noch 2 Tore. Das Spiel hinterließ einen guten Eindruck.

BfB. 2. M. 1900 2. M. 5: 0( 2: 0).

Die Ligareserven der Lokalgegner standen sich im Punkt­spiel gegenüber. VfB. stellte die bessere Mannschaft und gewann verdient. Beim Stand von 2: 0 schied der tüchtige Mittelläufer Post infolge Verlegung aus. Trotzdem auch noch Preiß längere Zeit pausieren mußte, zeigte VfB. das bessere Zusammenspiel. Insbesondere der Sturm lieferte eine glänzende Partie. 1900 N. spielte zerfahren und wenig systemvoll.

Aus Lollar.

Die Sportabteilung des Turnvereins Lollar hatte bei gutem Wetter und Besuch die 2. und 1. Mannschaft Steinbachs als Ver­bandsspielgäste auf dem Platz. Die 2. Mannschaft gewann 5: 0 in guter Form, obwohl ein Lollarer Spieler gleich zu Beginn aus persönlichen" Gründen ausschied( Wohl bekomm's!) Vor Spielbeginn der 1. Mannschaft überreichte Herr A. Klein, der mit Familie erschienen war, mit furzen, treffenden Worten den vom Verlag der A. H. G. 3." für verstärkten Zeitungs­bezug( statt 6 jett 48 Gremplare) gestifteten Fußball. Für Herrn Klein sen. auch ein kleines Jubiläum, da er vor( etwa) 30 Jah­ren das erste Turnfest in Lollar mitmachte. Die Sportabteilung dankte Herrn A. Klein nebst Familie für Erscheinen und Stif tung. Das folgende Verbandsspiel war insofern eine Ueber­raschung, als sich Steinbachs 1. Mannschaft sehr tapfer schlug. Bei Halbzeit 2: 0 für Lollar, sah es in der 2. Hälfte beim Stande von 3: 2 für Lollar verfligt nach Ausgleich aus. Bange Mi­nuten, bis der Halblinke Lollars das Resultat 4: 2 stellte. Das Spiel war scharf, aber ohne Auswüchse. Schiri Scharf- Bis­kirchen leitete ohne Fehl und Tadel. Zuschauer: anfeuernd, aber im Rahmen der Sportlichkeit. Die Plazeinfriedigung, von der Gemeinde Lollar anerkennenswert gut und dankverpflichtend erstellt, bewährt sich voll und ganz.

Leihgestern 1.- Wagenborn- Steinberg 1. 4: 5( 3: 2) Leihgestern Jgd. BfB. Gießen 2. Jgd. 2: 0( 6.) Zirka 1000 Zuschauer sahen einen durchweg spannenden Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften. Das Spiel war rassig und schnell. Durch unglüdliche Abwehr des linken Ver­teidigers und später des linken Läufers, welche zwei Selbsttore erzielten, kam Steinberg zu sehr billigen Erfolgen. Steinberg gewann mit viel Glüd. Schiedsrichter Sped hard- Gießen leitete den harten Kampf einwandfrei.

Villingen 1. Quedborn 1. 3: 1( 1: 1).

R.

Beide Mannschaften traten mit Ersaz an. Villingen spielte anfangs überlegen. Im Anschluß an die vierte Ede machte Quedborn Hand im Strafraum. Elfmeter. Tor für V. Weitere sechs Eden waren ergebnislos. In der 44. Minute fiel das Ausgleichstor für Quedborn. Nach der Pause verteiltes Spiel. V. spielte manchmal reichlich schwach. In der 25. Min. entstand ein Gedränge vorm Tor von Quedborn. Hand. Elfmeter. Tor. 40. Minute Tor für V. Das schönste Tor des Tages. Beide Mannschaften ohne Versager. Hervorzuheben sind beide Tor­wächter, Villingens Halblinker und Mittelstürmer als Elfmeter­P. 1. schütze.

Erdhausen 1. Hartenrod 2. 2: 2( 0: 2) Hartenrods zweite Mannschaft konnte auf Erdhausens Play der spielstarken Playmannschaft ein ehrenvolles Unentschieden abgewinnen.

Teilnahme der Gesangsabteilung des Sportvereins ,, Adler" Hartenrod an einem Werbeabend des Voltsbundes für Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V."

Wie ein Sportverein neben Leibesübungen auch fulturelle Aufgaben erfüllen kann, zeigt die seit etwa einem Jahr unter Leitung des Hauptlehrers Meinhardt stehende Gesangsabtei­lung des Hartenroder Sportvereins. Wöchentlich versammeln fich 38 junge Sportfreunde zur Pflege des Volksliedes. Am Sonntag Abend trug diese Gesangsabteilung durch zwei gut vorgetragene Lieder zur Weihestimmung der Feier der Deutschen Kriegsgräberfürsorge bei und erntete bei der Bevölkerung leb­haften Beifall. Cr.

Schiedsrichter Jubiläum.

Vor 10 Jahren wurde die Schiedsrichter- Vereinigung Gießen ins Leben gerufen. Wessen Erinnerung noch in die Jahre der Vorkriegszeit zurückreicht, der weiß, in welch primitiven Formen fich das Schiedsrichterwesen früher bewegte. Dit wurde ein Spiel­leiter aus den Reihen der Zuschauer herbeigeholt; manchmal übernahm ein überzähliger Spieler das Amt des Unparteiischen; In der Regel flappte es aber ganz gut, ging es ohne die heutigen unschönen Beigaben aus. Damals gab es eben noch nicht so viele Vereine und so große Zuschauermassen wie heute; damals tannte man noch nicht den Begriff Existenzkamps", der heute den meisten Vereinen ihr Verhalten diftiert. Damals herrschte noch echter Jdealismus auf den Spielfeldern, und die Wett­fämpfe waren von edlem Kameradschaftssinn getragen. Und heute? Gerade die Schiedsrichter können ein Lied singen von

Nr. 90.

dem unsportlichen Geist, der die ganze Sportbewegung durch giftet, von dem einfachen Regelverstoß angefangen bis zu den gröbsten Exzessen des Fanatismus, stehen die Auswüchse in den Berichten der Spielleiter und im Strafregister der Vollstreckungs­Instanzen verzeichnet. Man darf sich daher eigentlich nicht wun­dern, wenn manche Sportsleute, welche Lust und Liebe zum Schiedsrichtern haben und auch alle Vorbedingungen für eine gute Ausübung dieser Tätigkeit erfüllen, sich der Sache doch fern halten, und wenn die von den Vereinen zwangsweise Ge meldeten oft nicht die Qualifikation besitzen; umsomehr aber muß man es anerkennen, daß sie ausharren und unermüdlich selbst an ihrer Vollendung weiterarbeiten. Die Gruppe Gießen steht in dieser Beziehung sehr gut da. Die kleinen Anfänge, die vor 10 Jahren gemacht wurden, haben sich seitdem immer mehr zu einer großen Organisation entwickelt, die heute allen Anforde rungen gerecht werden kann und dank der tatkräftigen Leitung und dem festen Willen eines jeden Einzelnen die Gewähr gibt, daß die Arbeit an dem Werke nicht still stehen, sondern rüstig fortgesetzt wird, dann können und werden weitere Erfolge nicht ausbleiben. Mit diesem Grundsatz also mutig hinein ins zweite Dezennium!

Die Feier des 10. Geburtstages am letzten Sonnabend in den festlich geschmüdten Räumen des Café Ebel in Gießen nahm unter starker Beteiligung einen äußerst harmonischen Verlauf. Nicht nur Schiedsrichter mit ihren Frauen hatten sich zahlreich eingefunden, sondern auch die Vereinsvertreter und Verbands­behörden. Nach einem vom Töchterchen des Gau- Fußballsach­bearbeiters Henkel gesprochenen Prolog:

Prolog zum Stiftungsfest im Jahre 1931 der Schiedsrichter- Vereinigung Gießen. Was erschafft mit großen Mühen, Stehet heut vollendet da, Drum soll Eintracht euch vereinen Alt und Jung im Jubeljahr. Euer Ziel, das Ihr erstrebet, Fordert Männer fest und start, Daß der deutsche Sport gesunde Tief bis in das Mark. Deutsche Jugend zu erziehen, Zu des Vaterlandes Wehr, Dazu seid Jhr all' berufen, Das ist eure Schiri- ,, Ehr". Deutsche Jugend, die heut ringet Um des Lebens Unterhalt Durch den Sport Jhr weiter bringet, Wenn Ihr fest zusammenhalt't. Drum muß heut' am Jubelfeste Euer höchster Grundsaß sein: ,, Einigkeit und Kameradschaft, Soll der Bewegung Grundstein sein." Karl Tehner. nahm Gau- Schiedsrichtersachbearbeiter und Ortsgruppenleiter Grünewald das Wort; er führte aus:

men.

Hochverehrte Damen und Gäste, liebe Sportsfreunde und Schiri- Kollegen!

Im Auftrage der Schiri- Vereinigung Gießen heiße ich Sie herzlichst willkommen. Durch Ihr zahlreiches Erscheinen haben Sie gezeigt, daß Sie unsere Jubelfeier verschönern helfen wollen, wofür ich Ihnen allen danke. Besonderen Dank spreche ich den Herren des Verbandes, des Bezirkes und der Gaue aus. Thre Anwesenheit berechtigt mich wohl zu der Feststellung, daß zwischen Instanzen und der Schiri- Vereinigung Gießen das beste Einver­nehmen besteht. Mein weiterer Willkommensgruß dient den Herrn Vereinsvertretern und den alten Schiri- Kollegen, die nicht mehr aftio in unseren Reihen stehn. Auch den Vertretern der Presse, die für die Schiri- Bewegung schon manche Lanze gebrochen haben, gilt mein Gruß. Wir haben uns bemüht, Ihnen allen, werte Anwesenden, einen fröhlichen Abend zu bereiten. Dem Gebot der Stunde, Einfachheit und Sparsamkeit, die ja dem gesamten deutschen Volke auferlegt sind, haben wir auch unser Programm angepaßt. Schlicht und unaufdringlich wie die Schiri auf dem Felde ihres Amtes walten, wollen Sie auch heute abend die Feier Ihres 10jährigen Bestehens der Schiri- Bgg. Gießen begehen. Was wir Schiri erstreben und als höchstes Ziel be­trachten, haben Sie aus dem Prolog aus Kindesmund vernom­Es ist die Mitarbeit an der Erziehung der deutschen Sportjugend zu deutschen Männern, zu zielbewußten, charakter­festen Trägern der Gegenwart und Zukunft Diese Aufgabe iſt zwar nicht leicht, nein, sie wird gar oft schwer gemacht, aber Ausdauer und fester Wille führt doch zu einem guten Ende. In den verflossenen 10 Jahren ist schon vieles auf dem Gebiet des Schiri- Wesens geleistet worden. Eine treffliche Kritik aus der Feder des Gauvorsitzenden Herrn Klier und ein Bild der Ent­widlung von mir fonnten Sie anfangs der Woche in unserem Heimatssportblatt lesen. Es erübrigt sich deshalb, hier nochmals einen geschichtlichen Ueberblick zu entwerfen. Nur noch eins möchte ich Ihnen sagen: Das Werk, das die Kollegen vor 10 Jahren und schon früher begonnen haben, wollen wir getreu unseren Leitsägen fortführen, mit der Zuversicht einer glüdlichen Vollendung. Das ist das Mahnwort, das ich heute abend allen Kollegen ans Herz lege. Es ist aber auch zugleich ein Ver­sprechen, das ich Ihnen allen, meine Herren Verbandsvertreter und Sportfreunde, im Namen meiner Schiritollegen gebe. Deutsche Jugend zu erziehen, zu des Vaterlandes Wehr( das ist Schiedsrichter- Ehr'), dazu seid Jhr alle berufen. In diesem Sinne, meine verehrten Anwesenden, fordere ich Sie auf, sich von Ihren Plätzen zu erheben und mit mir einzustimmen in den Ruf: Dem deutschen Vaterland, der deutschen Jugend, dem W. S.V. ein dreifaches fräftiges Hipp, Hipp Hurra!

Gesang und Musik schlossen sich an. Die Reihe der Gratu­lationsredner eröffnete Herr Bezirksvorsitzender Happ- Gießen, ihm folgten Gauvorsitzender Klier- Weglar, Dr. Guyot- 1900 Gie­hen, Overbed- VfB. Gießen, Bezirksschiri- Referent Wingenfeld­Fulda, Kreuder- D.- G. Grünberg, Willer- O.- G. Weklar, Gau­Schiri- Sachbearbeiter H. Engelter- Marburg, Schindler- Sp.V. Wetlar, Presber- O.G. Oberlahn, Gauschiedsrichter- Sachbearbei­ter Habicht- Dillenburg und Gau- Jugendleiter Busch- Niederweisel. In allen Reden wurde die Bedeutung und die geleistete Ar­beit der Schiri- Vereinigung gebührend anerkannt und das Beste für die Zukunft gewünscht.

Fröhliche Geselligkeit hielt dann die Festversammlung noch bis zum neuen Tag zusammen.

Plakiperre.

Nach den Sagungen des Westdeutschen Spielverbandes werden für alle Ausschreitungen, die gelegentlich eines Spieles vorkommen, die Plagvereine zur Rechenschaft gezogen. Aus­schreitungen können sich von Spielern oder einer Mannschaft oder Zuschauern gegen den Schiedsrichter oder gegen die andere Mannschaft oder von Anhängern der einen Partei gegen die Anhänger der andern Partei richten usw. Als Strafe jieht die Sagung zeitlichen oder( bei Wiederholung) dauernden Ausschluß aus dem Verband vor. Bei zeitlichem Ausschluß wird dem Ver­ein das Recht der Teilnahme an den Verbandsspielen auf ge­wisse Zeit entzogen; auch die Austragung von Gesellschafts­spielen ist untersagt. An Stelle dieser Strafe tann auch Blah­Sperre" verhängt werden, d. h. der betr. Verein darf für die Dauer derselben feine( Verbands-) Spiele auf dem eigenen Plaze austragen, sondern muß dies auf fremden Plägen, d. h. auswärts tun. Damit wird bezweckt, daß die Mannschaft nicht