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Mittwoch, den 11

Mittwoch, den 11. November 1931.

Idealismus steht, der früher jedem das Seine in heißer Be mühung zu geben versuchte, daß vielmehr heute Weltanschauun gen oft genützt werden, um als Tarnkappe für üble Interessen wirtschaft zu dienen, die unserem Wohlergehen so wenig dient, wie das Wasser dem Feuer.

In unserem Hessenland bleibt für uns viel, um das wir zu kämpfen haben, kurzsichtige Politik hat die tatsächlichen Ver hältnisse auf dem hessischen Markt bisher ignoriert.

Der Aufmarsch der Parteien hat begonnen, vollendet ist er noch nicht. Jeder aber frage sich bei den Sirenenklängen, die ihn nun in Flugblättern, Zeitungen und Wahlversammlungen umschweben werden:

Was haben die, denen ich meine Stimme geben soll, bisher für mich getan?

Lokales.

Adolf Hitler spricht in Gießen.

Gießener Zeitung"

Nr. 90.

Aus dem Stadttheater. Als 6. Mittwoch- Abonnements vorstellung wird heute abend, Anfang 7.30 Uhr, die Schwank operette Frauen haben das gern...!" von F. Arnold und E. Bach, gegeben. Die Musik ist von Walter Kollo und die Gesangsterte sind von Rideamus.

| sich im Schiffenbergerweg an der neben dem Abermannschen| sammlung der Deutschen Staatspartei Finanzminister Höpfer Lagerplatz gelegenen Müllabfuhrstelle ein schwerer Verkehrsun- Aschoff und Oberamtsrichter Schreiber. fall. Der Schuhmachermeister Ferdinand Pauly von hier kam mit seinem Motorrad, auf dem seine 25jährige Tochter Anna als Beifahrerin saß, aus der Richtung Hausen. An der Unfall­stelle wollte Pauly ein gerade vom Müllabladeplay heraus­kommendes Müllauto auf der rechten Seite überholen, kam aber dabei der Baumreihe zu nahe und streifte einen Baum. Dadurch kam die Maschine ins Schleudern und wurde gleichzeitig von dem rechten vorderen Kotflügel des Müllautos erfaßt. Die Tochter des Pauly, die durch den Anprall von dem Soziussit herunterflog, erlitt schwere Verletzungen, die die Ueberführung in die Klinik notwendig machten. In der vergangenen Nacht ist Fräulein Pauly ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Den Hessenwahlen am kommenden Sonntag widmen alle Parteien besondere Aufmerksamkeit. Eine jede sendet ihre pro­minentesten Führer in unser Ländchen und läßt die Werbetrom­mel rühren. Mehr oder weniger begeistert folgt ihnen die Be­völkerung. Ein Symptom dessen, wie diese Wahlen ausgehen werden, war unzweifelhaft die Hitler- Versammlung am Mon­tag in der Volfshalle. Schon am frühen Nachmittag strömten begeisterte Scharen in die Voltshalle, die bereits furz nach 7 Uhr polizeilich gesperrt wurde. Tausende mußten wieder um­fehren. Mehr wie 8000 Menschen harrten geduldig stunden­lang aus, um den Mann, von dem heute in Deutschland und auf der ganzen Welt gesprochen wird, Adolf Hitler, den Führer der Nationalsozialisten, zu sehen und sprechen zu hören. Nicht enden wollte der stürmische Beifall, als Hitler und sein Stab auf der Bühne erschien. Zunächst sprach Gauleiter Lenz- Darmstadt einige Worte der Begrüßung, um dann das Wort an Hitler weiterzugeben, der in fast 2½stündiger Rede die 8000 Zuhörer in den Bann seiner Persönlichkeit und seines Geistes schlug. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle ausführlich über das, was Hitler sprach, zu referieren. Er entwickelte die Grundgedan­fen des Nationalsozialismus. Er betonte, daß das Schicksal des Volkes vom Lebensraum abhängig ist. Eine These, in der der Nationalsozialismus sich vom Marrismus unterscheide. Die Rettung des Volkes erfolge auch nicht durch die Rettung eines einzelnen Standes, sondern durch das Kraftbewußtsein des Vol­kes selbst. Und zu diesem erforderlichen Kraftbewußtsein müsse das Volk wieder erzogen werden. Daß die Nationalsozialisten im übrigen die Nation führen können, haben sie dadurch be­wiesen, daß sie trotz größter Unterdrückung die Bewegung auf­bauten, die einmal Deutschland verkörpern werde. Die Aus­führungen Hitlers wurden verschiedentlich durch brausenden Bei­fall unterbrochen, der sich am Schluß seiner Worte ins Unge­heuerliche steigerte. Ein kurzes Schlußwort des Gauleiters und das Horst- Wessel- Lied beschlossen die reibungslos verlaufene Versammlung, die der nationalsozialistischen Bewegung man­chen neuen Freund zugeführt haben wird.

-

* Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Gestern ereignete

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 27. Fortsetzung.

Mit einem Fußball und einem Schiedsrichter, der sein Geschäft versteht, können meine Jungens überall Fußball spie­len!" antwortete der Hollywood- Manager. Also man inter­essiert sich hier unten für uns, he?"

Interessieren?! Für jeden Fußballanhänger hat Holly­wood etwas unwiderstehlich Romantisches an sich. Eine Mann­schaft, die von der eigenen Heimatstadt nicht beachtet worden ist, im Cupfinale! Es flingt wie ein Roman!"

,, Es ist auch wie ein Roman," antwortete Hollister und lächelte grimmig. Was wollten Sie mich aber fragen? Was ich von unseren Chancen halte?"

Ja, das ist der Zwed meines Kommens."

" Wir werden den Cup gewinnen, mein Junge! Wenn ich überhaupt wetten würde, würde ich mein letztes Hemd auf Hollywood setzen, und ich sage das nicht, weil ich Manager dieses Klubs bin. Wir haben schon die ganze Saison hervorragenden Fußball gespielt, aber das Publikum ist erst jetzt darauf ge= fommen!"

Marr, der in diesem unerschütterlichen Vertrauen des Ma­nagers ein gutes Omen erblidte, ging aus dem Zimmer, da ihm mitgeteilt worden war, daß eine Dame ihn zu sprechen wünsche.

Vor dem Hoteleingang saß in einem großen Auto Margery mit ihren unzertrennlichen Freunden, Mr. und Mrs. Anthony Armitage.

Ich muß dich noch einmal sehen, Dick, um dir Glück zu wünschen," sagte Margery mit vor Erregung blizenden Augen. Sich hinauslehnend, fügte sie hinzu: Nach dem Wettspiel habe ich eine wunderbare Neuigkeit für dich!"

,, Diese wunderbaren Neuigkeiten werden dir zur Gewohn­heit," scherzte der Fußballer. Du hast mir dasselbe vor dem Semifinale gesagt, aber verraten wolltest du mir weiter nichts!" Weil ich etwas zu früh gesprochen habe, Liebster," war die Antwort. ,, Aber jetzt ist alles schon in Ordnung, nicht wahr, Mrs. Armitage?"

Vollkommen in Ordnung," antwortete. die letztere und lächelte Did freundlich zu. ,, Kommen Sie nach dem Wettspiel zu uns, und wir wollen Ihnen mehr verraten! Adieu und recht viel Glück!"

den In den prächtig eingerichteten Ankleideräumen besten, die sie je gesehen hatten bereiteten sich die Holly­wood- Spieler für den gewaltigsten Kampf ihrer Karriere. Vor zwanzig Minuten noch waren sie über den wundervollen Rasen der Arena geschritten und hatten lächelnd die gewaltigen Massen beobachtet, die zu ihren Pläzen drängten und die vielen possierlichen Mascots, die zu sehen waren.

Jetzt war ihnen das Lächeln vergangen; sie sahen nervös und ängstlich aus. Ihre Körper zitterten vor verhaltener Er­regung. In ihren Augen lag ein Blick, wie er Menschen eigen­tümlich ist, die vor einem großen Abenteuer stehen.

Aber als sie angezogen waren, präsentierte sich eine prächtige Gruppe von Athleten in funkelnagelneuem rotem Dreß, matel los weißen Hosen und rotgestülpten Strümpfen.

* Rückstrahler an Fahrrädern. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Personen wegen Nichtanbringung von Leucht­zeichen an Fahrrädern( sog. Katzenaugen) zur Anzeige gelangten und dadurch empfindliche Strafe in Kauf nehmen mußten. Es sei aber an dieser Stelle wiederholt darauf hingewiesen, daß nach den Vorschriften der Verordnung über die hinteren Leucht­zeichen der zweirädrigen Kraft- und Kleinkrafträder sowie der Fahrräder vom 27. April 1929 jedes Rad bei Dunkelheit mit einem hinteren Leuchtzeichen von gelbroter Farbe versehen sein muß. Das Leuchtzeichen, dessen wirksamer Durchmesser nicht grö­ßer als fünf Zentimeter sein darf, muß an der Rückseite des Rades angebracht und darf niemals verdeckt sein. Zuwiderhand lungen gegen diese Verordnung werden hinsichtlich der Fahr­räder nach§ 366 Nr. 10 des Reichsstrafgesetzbuchs mit Geld­strafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

,, Ihr seid ja hübsche Jungens," grinste Kanonier Sage. ,, Jhr macht mich wirklich neidisch!"

Ein stattlicher Mann mit einer schwarzen Kappe kam zur Tür und winkte Ben Warriner mit gefrümmtem Finger. Der Hollywood- Spielführer folgte dem Wink und ging hinaus. Wer ist das?" fragte Walter Bell.

" Der Schiedsrichter Horton. Der beste im ganzen Lande. Gott sei gelobt, wir haben heute einen guten Schiedsrichter.

* Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Für­sorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittag von 4 bis 5 Uhr statt. Lungen­franke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes in die Lungen­fürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten.

* Die Bezugsgrenze der Schüler" monatskarten für Lehr­linge. Schüler und Studierende erhalten die sogenannten Schülermonatskarten zur Hälfte des Preises für ordentliche Monatskarten ohne Beachtung ihres Alters. Lehrlinge genie­ßen diese Vergünstigung aber nur bis zum 20. Lebensjahr. Die Altersgrenze für Lehrlinge hat den Nachteil, daß die von den höheren Schulen kommenden Lehrlinge nach Vollendung des 20. Lebensjahres den vollen Monatsfartenpreis entrichten müssen.

* Neuer und verbilligter Gepädtarif für Geschäftsreisende. Die Einführung eines ermäßigten Gepädtarifs für Muster­loffer und Warenproben ist jetzt von der zuständigen Tarifkom­mission der Deutschen Reichsbahn beschlossen worden.

* Wahlversammlungen. Heute abend um 8 Uhr sprechen in der Turnhalle am Oswaldsgarten in einer Versammlung der Deutschen Volkspartei Reichstagsabgeordneter Dr. Hugo und Landtagsabgeordneter Dr. Keller über das Thema ,, Reichs- und Landespolitik". In einer Versammlung der Deutschnationalen spricht am Donnerstag abend Reichstagsabgeordneter Schmidt­Hannover über ,, Durch Kampf zum Sieg" im Café Leib. In

der Turnhalle spricht am Donnerstag abend in einer Wahlver­

Was wollte er von dir, Ben?" fragte Tranfield den eben wieder eintretenden Spielführer.

,, Er hat Crosby zusammen mit mir herausgerufen, um uns zu sagen, daß er unsere Unterstützung braucht, um das Spiel fair zu halten. Ich habe ihm gleich gesagt, daß unsere Jungens nie anders spielen. Er hat darauf gegrinst und gemeint, das wüßte er zwar, aber wenn Leute einmal nervös sind, vergessen sie sich oft.

Also, Jungens," fuhr der Hollywood- Spielführer fort,., in zwei Minuten stehen wir dort draußen. Bis ich anders ent­scheide, spielt ihr Walter Bell zu. Er hat den schwächeren Teil der Verteidigung gegen sich. Hast du verstanden, Tommy," wandte er sich an Dean, und auch du, Pat?"

Was du sagst, sigt, Ben!" antwortete der Rechtsinnen. ,, Kühlen Kopf bewahren, denkt immer daran, daß ihr die bessere Mannschaft ſeid," ſagte der Spielführer und zupfte noch einmal seinen Jersen zurecht. Wir sind fertig, Sir!"

Mit dem Trainingball in den Händen führte Warriner seine Mannschaft hinaus, wo sofort Hunderte von Kameras und Filmapparate auf ihn gerichtet wurden.

Er war vierzig Jahre alt, aber er sah aus wie ein Jüngling. Warriner! Braver, prächtiger Warriner!

10.

Das Finale.

Erregt und ungeduldig harrte die riesige Menge, wohl an die 150 000 Menschen, auf das Erscheinen der beiden Mann­schaften. Die meisten hatten unzählige Qualen zu überstehen gehabt, um überhaupt dabeisein zu können, aber zusammenge pfercht, daß sie kaum atmen konnten, waren sie jetzt glücklich und zufrieden. Denn es war ihnen vergönnt, das größte Er eignis des Sportjahres, den klassischen Kampf um den engli= schen Pokal, vor ihren Augen abrollen zu sehen.

Hollywood erschien zuerst auf dem Felde, und als der rot­weiße Dreß sichtbar wurde, rollte ein brausends Begrüßungs­gebrüll aus den Kehlen der nordischen Gäste über das Feld.

Zwei Minuten später schlenderte Kensington, der Stolz der Metropole wie überhaupt des ganzen Südens, in das Feld. Es waren große, untersetzte Burschen in blauen Jerseys mit den Initialen K. F.C. in weißer Seide auf der linken Brust. Wie ein Orkan fegte der Gruß der Menge über das Feld, als sie stolz und nachlässig die Arena betraten.

So geladen war die Atmosphäre mit Spannung, daß nicht die kleinste Einzelheit, die sich begab, unbemerkt blieb. Mit atemloser Aufmertsamteit folgten hunderttausend Augenpaare der athletischen Gestalt des Schiedsrichters, als er mit der Geschwindigkeit eines Knaben in die Feldmitte lief und dabei mit dem naiven Entzücken eines spielenden Kindes den Spiel­ball vor sich herrollte.

* Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. Heute, Mittwoch, abends 8 Uhr, findet in der Neuen Aula der zweite Vortrag ,, Zwei Stunden im Wunderland der modernen Physit statt.

Ein scharfer Pfiff, und wieder rollte der Beifall über die Arena, als die beiden Spielführer zur Feldmitte eilten, wo sie vom Schiedsrichter herzlich begrüßt wurden. Ben Warriner schien die besondere Wertschätzung des Schiedsrichters zu ge­nießen, denn dieser umarmte den kleinen Mann im rotweißen Dreß mit dramatischer Geste und flopfte ihm liebevoll auf den Rüden. Die fleine Episode fand brausenden Beifall, und die Zehntausende, die Hollywoods rotweiße Abzeichen trugen, jubel­ten: Surra, Benny!"

Dann trat Totenstille ein. Bei dem etwas heftigen Wind, der herrschte, hing viel davon ab, wie das Los fiel.

Der Führer Kensingtons fonnte seine Freude über die günstige Auslosung nicht verbergen und rannte mit dem Un­gestüm eines ungebärdigen Schuljungen zu seinen Gefährten zurüd.

Im Hollywood- Lager zeigte sich aber nicht die leiseste Spur

* Die Hessische Landes- Geflügelschau, verbunden mit einer Junggeflügelschau, findet in diesem Jahre vom 4. bis 6. De zember in Mainz statt. Zum erstenmal dürfen bei dieser Aus stellung nur solche Geflügelzüchter ausstellen, die einem hessi schen Geflügelzüchterverein als Mitglied angehören.

Für die Hausfrau.

Pikante Soßen.

Wir entnehmen die folgenden Anleitungen zur Bereicherung des Küchenzettels der Hausfrau, dem neuen Heft der ,, Gartenlaube".

Soße mit Wildgeruch. Rohe Abfälle von Wildgeflügel brät man mit feingewiegten Wurzeln und gewiegten Zwiebeln an, gibt zwei Glas Madera darüber und kocht es ganz ein, gießt dann Fleischbrühe hinzu und kocht die Abfälle damit auf, legt ein Sträußchen Petersilie und ein Lorbeerblatt dazu und kocht es noch dreißig Minuten unter Zufügen von einem Löffel Mehl, das in kalter Fleischbrühe verquirlt wurde. Man versäume aber nicht das mehrmalige Einkochen, wie oben beschrieben, da durch wird die Soße klar und von delikatem Geschmack.

Cherbourgsoße. Man bereitet eine holländische Soße, gibt Krebsbutter und eine Handvoll Krebsschwänze hinein, die man der Länge nach entzweigeschnitten hat, und schmeckt es noch mit Tomatenmark ab.

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Germania Fu Seffen 09 Ka Spielverein S Berein Germania Marburg Boruffia Fulda Beffen 09 Raffel

Villeronsoße. Zwei Löffel Mehl werden mit reichlich But ter hellgelb geschmort, mit Kalbsbrühe verrührt und unter fleißigem Rühren bis zum Kochen gebracht. Man gibt gewiegte Petersilie, ein halbes Lorbeerblatt, eine Handvoll Champignons hinzu und läßt es 35 Minuten ziehen. Dann wird es nochmals zum Kochen gebracht und nach und nach ein halbes Liter dide Sahne hinzugegeben, vom Feuer genommen und mit Eigelb ab gezogen. Man kann in diese Soße auch Tomatenmark, Trüffel oder Champignonbrei geben.

Sauce suprème. Diese Soße erreicht die höchste Delikatesse. Flügel, Hälse, Schenkel und Knochenabfälle von zwei frischen Hühnern, ein Gänseklein sowie einige Kalbfleischabfälle werden mit einer in Stücke geschnittenen Karotte, einem Petersilien­sträußchen, einem halben Lorbeerblatt in eine Kasserolle gelegt, in der man ein Viertelpfund Butter heiß werden ließ, und zehn Minuten unter öfterem Schwenken gebraten, mit zwei Löffel Mehl bestreut, umgerührt und mit Kalbfleischbrühe begossen, bis man eine leichte Soße erzielt hat. Dann tocht man diese auf, schäumt sie ab, kocht sie nochmals ein und gibt eine Hand voll gewiegter Champignons und zwei Trüffeln hinzu, läßt es nochmals fochen und tut drei Löffel dice Sahne dazu, seiht sie sorgfältig durch und stellt sie bis zum Gebrauch ins Wasserbad.

von Niedergeschlagenheit. Jeder einzelne Mann nahm ruhig seinen Platz ein, und man hatte den Eindrud von einer ziel bewußten Mannschaft, welche auf effekthaschende Gesten voll ständig verzichtete. Nach ihrem Benuhmen zu schließen, hätten sie ebensogut zu einem gewöhnlichen Ligaspiel antreten können. ,, Nicht den Kopf verlieren und immer daran denken, daß ihr die bessere Mannschaft seid," hatte Ben Warriner gesagt. In diesen ersten schicksalsschweren Minuten, als die Nerven zum Reißen gespannt waren und die Füße der dirigierenden Arbeit des Gehirns noch entbehrten, bewies Hollywood, wie sehr sie ihres Führers Rat sich zu Herzen genommen hatten.

Gleich vom Abstoß weg zog Bill Lennie unter dem Anschein, den Ball seinem Flügelmann zuzuspielen, die Verteidigung auf sich. Eingeengt von drei Männern, schoß er jedoch das Leder hinüber zu Walter Bell, der ein ziemliches Stüd vom rechten Kensington- Läufer entfernt stand.

Wie ein Meteor zischte der kleine Flügelmann die Außen linie entlang. Bedroht von Harvey, dem rechten Verteidiger, gelang es ihm aber nicht, zu flanken, er lief daher, seinem Gegner, der groß genug war, um ihn aufessen zu können, geschicht umspielend, weiter.

Oh!!!! Ein vielstimmiger Schrei der Angst ging durch die Menge, denn es schien, als ob Bell den Ball zu hart getroffen hätte, so daß er ins Aus zu gehen drohte. Genau auf der Linie jedoch schwang Walter Bell den linken Fuß.

Es war ein wunderbarer Flankenball, obwohl der Links außen in seinem verzweifelten Bemühen zu stark geschossen hatte. Aber der Ball war wuchtig und präzise, wie aus einer Kanone, an der Toröffnung vorbeigeschossen und landete am Fuße Tommy Deans, welcher ihn sofort seinem Nachbar zuspielte Pat Finnegan, der sofort wuchtig angegangen wurde, rollte das Leder zu Marr.

5.6.03 Staffel

Germania Fulda Aurheffen Staffel SfBK.- Marburg 8. f. B. Gießen

Schweres Atmen hinter seinem Rüden verriet dem Mittel stürmer, daß der große Bill Lennie in unmittelbarer Nähe war, Marr fonnte nicht selber schießen, da ihm der Kensington Mittelläufer wie ein Schatten am Leibe hing.

Als der Ball zu ihm gelangte, hob er den Fuß, als ob er ihn aufhalten wollte, aber er berührte das Leder überhaupt nicht. Das kleine Manöver täuschte seinen Gegner so voll tommen, daß er sich sofort nach rechts wandte, um dem Schuß der jetzt zu kommen schien, zu begegnen. Der Trid gelang, der feindliche Mittelläufer konnte nicht schnell genug zurück, um dem Linksinnen zu begegnen, welcher, die Lücke zwischen dem Kensington- Tormann und der entfern teren Torstange erspähend, eine seiner beliebten Bomben hin einschmetterte.

Es war vollendete Schießkunst. Das Leder streifte die In nenseite der Torstange und sprang in das Netz, während der Tormann hilflos danebenstand.

Delirium brach aus. Die Kohorten Hollywoods stimmter einen jubelnden Triumphchorus an, und aus mehr als 50 000 nordischen Kehlen brauste es empor:

Set' em alight, Set' em alight,

Set' em alight, The Robins!

Mitten in diesem Pandämonium lachten einige Leute, und plötzlich widerhallte das Gelächter am ganzen Platz. Walter Bell, der winzige Flügelmann, war seinem Partner auf den Rüden gesprungen und ritt so zurüd zur Mittellinie.

Boras Odershaujen VfB. Gießen FC. Grone­Großalmerode Wallau- Fr 1900 Gießen Dillenburg Wetzl. Sp.V.­

Das erste Tor im Cupfinale ist ein Defizit für die ander Seite, das sofort ausgeglichen werden muß, sonst hängt es drohend wie ein dunkler Schatten über der ersten Mannschaft und lähmt ihr Vertrauen. Sein moralischer Wert ist unschäzbar ( Fortsetzung folgt.)

Ballau Beglar

Verein

Bottenhorn

1900 Gießen

Frohnhausen Breidenbach Dillenburg Butzbach

Niedergirmes Biesenbach

6

Bissenberg Weilburg Ehringshauser Hirschhausen Holzhausen 1900 Gießen 2 Burgfolms 2. Ehringshausen Hermannstein

Lollar

Ste

Leihgestern Villingen Hasselbach Hirschhausen Grävened Holzhausen 2. Tiefenbach Stothaujen 2 Burgjolms 3. Oberbiel 2. Schwalbach Schwalbach 2 Büblingshaus Werdori VfB. Gießen 1900 Gießen Ulrichstein Ruppertsburg Grünberg Ruppertsburg Büblingshause Bonbaden

Lollar 2.

Jugend.

Leihgestern 1.

Weyl. Sp.V. Weyl. Sp.V. C Braunfels 1.

BB. Gießen 1 VB. Gießen 2 Bijenberg Lidh 1.- 1900

jandball:

VfL. Wetzlar Tu.F.Kl. Fim. ViL. Wetzlar 2

Manderbach 1.

Sechshelden 1.

Oberroßbach 1.

Offenbach 1.­

Holzhausen 1.

Weidelbach 1.

Dillenburg 2.

Hirzenhain 1.

Altenkirchen 1.

Fleisbach 1. Eijemroth 1. Straßebersbach

Saiger 2.­Würgendorf 1. Steinbach 1. Straßebersbach Sechshelden 2. Arborn 1.­Biden 1.- Bi

Jugend:

Bischoffen 2. Herbornfeelbach Oberndorf 1.­Beilstein Holzhausen Dillenburg 2. Frohnhausen Offenbach- S Erda- Biden

Eisemroth

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Formannes. Bei 190