Samstag, den 7. November 1931.
19. Heinrich Binz IV., Schuhmacher, Allendorf a. Lahn; 20. Heinrich Rinn XVI., Schneidermeister, Heuchelheim. III. Hauptschöffen für das Landgericht:
1. Gustav Krausch, Eisendreher, Gießen, Hammstr.; 2. Gustav Petri, Kaufmann, Gießen, Bleichstr. 34; 3. Mathias Michels, Verw.- Oberass., Gießen, Wilhelmstr. 82; 4. Willi Dolle, Gewerkschaftssekretär, Gießen, Aulweg 34; 5. Christian Weeg, Schuhmacher, Gießen, Neuenweg 11; 6. Wilhelm Gutermuth, Kaufmann, Großen- Linden; 7. Karl Schäfer 14., Werkmeister und Optiker, Wieseck; 8. Christian Möbus I., Weißbindermeister, Reiskirchen.
IV. Hilfsschöffen für das Landgericht:
1. Christoph Croon, Färbereibesitzer, Gießen, Marburgerstraße 40; 2. Heinrich Babel, Eisendreher, Gießen, Am Riegelpfad 88; 3. Wilhelm Moritz Werner, Schreiner, Gießen, Aulweg 36; 4. Karl Beder, Kaufmann, Gießen, Ebelstr. 34; 5. Karl Uhl, Landwirt, Gießen, Ebelstr. 28; 6. Karl Krebs, Hausverwalter, Gießen, Gaffkystr. 9; 7. Friedrich Weigel II., Glaser, Klein- Linden; 8. Johannes Blank, Zimmermann, Wagenborn- Steinberg; 9. Melchior Wißner, Landwirt, Climbach; 10. Heinrich Wilhelm Rau, Bürgermeister, Trohe; 11. Wilhelm Hahn II., Landwirt, Annerod; 12. Ludwig Muhl, Maurer, Beuern.
V. Hauptschöffen für das Schöffengericht:
1. Hugo Lucas, Postinspektor, Gießen, Frankfurterstr. 59; 2. Andreas Götz, Eisendreher, Gießen, Friedensstr. 9; 3. Eduard Schneider, Krankenpfleger, Gießen, Friedensstr. 31; 4. Johann Horst, Schreiner, Gießen, Weserstr. 15; 5. Georg Löwer, Kaufmann, Gießen, Moltkestr. 10; 6. Wilhelm Räther, Dreher, Gießen, Bahnhofstr. 27; 7. Johannes Heß XXIV., Bürgermeister, Leihgestern; 8. Friedrich Stumpf VI., Maurer, Burkhardsfelden; 9. Heinrich Ezelmüller, Maurer, Rödgen; 10. Ludwig Klös, Arbeiter, Treis a. d. Lda.; 11. Louis Deibel III., Zimmermann, Staufenberg; 12. Ludwig Stumpf, Pflasterer, Albach.
VI. Silfsschöffen für das Schöffengericht:
1. Friedrich Jung, Kaufmann, Gießen, Walltorstr. 10; 2. Theodor Rühl, Krankenkassenangest., Gießen, Am Kugelberg 10; 3. Theodor Sturm, Kraftfahrer, Gießen, Neustadt 57; 4. Friedrich Nachtigall, Schlossermeister, Gießen, Gnauthstraße 4; 5. Albert Benner, Geschäftsführer, Gießen, Friedensstraße 30; 6. Johannes Hinterkircher, Unterfeldwebel, Gießen, Neue Kaserne; 7. Sophie Maier, geb. Vogt, Gießen, Licherstr. 105; 8. Georg Mohr, Oberbauinspektor, Gießen, Bergstr. 1; 9. Christoph Stephan IX., Maurer, GroßenBused; 10. Karl Keßler, Töpfer, Wiesed, Möserstr.; 11. Wilhelm Bingel, Landwirt, Mainzlar; 12. Heinrich Walther V., Bahnarbeiter, Daubringen; 13. Friedr. Karl Döring, Maurer, Bersrod; 14. Heinrich Burger V., Bahnarbeiter, Wazenborn- Steinberg; 15. Ludwig Scheld V., Sattler, Großen- Busec; 16. Ludwig Rösser, Bahnarbeiter, Wieseck. Bildung des Jugendgerichts für das Jahr 1932. I. Hauptschöffen für das Große Jugendgericht:
1. Dr. Wilhelm Flörke, Gießen, Ludwigstr. 14; 2. Frau Christine Ottilie, Stadtverordnete, Gießen, Schanzenstraße; 3. Frizz Otterbein, Lehrer, Gießen, Ludwigstr. 52; 4. Ernst Schäfer, Apotheker, Gießen, Kugelberg 9; 5. Johannes Weller, Zimmermeister, Leihgestern.
II. Hilfsschöffen für das Große Jugendgericht:
1. Lehrerin Anna Albrecht, Gießen, Alicestr. 27; 2. Frau Emma Adolph, Gießen, Frankfurterstr. 10; 3. Studienrat Adolf Cloz, Gießen, Wiesenstraße 2; 4. Frau Frieda Schecker Witwe, Gießen, Lahnstraße 13; 5. Elise Schmahlbach, Kindergart.- Leit., Gießen, Gartenstr. 30; 6. Wilhelm Volkmann, Beamter, Gießen, Asterweg 57.
III. Hauptschöffen für das Kleine Jugendgericht:
1. Wilhelm Muhl II., Alten- Bused; 2. Ferdinand Gans II., Bürgermeister, Großen- Bused; 3. Ludwig Seth I., Reichsbahnassistent i. R., Großen- Linden; 4. Ludwig Schepp, Schreinermeister, Hausen; 5. Frau Tilli Wacker, Hausfrau, Wiesed; 6. Albert Hartmann, Handlungsgeh., Heuchelheim; 7. Frau Studienrat Gebhardt, Gießen, Welderstr. 14; 8. Frau Christine Noll Witwe, Geschäftsf., Gießen, Bahnhofstr. 14; 9. Frau Karl Rehbod, Gießen, Bismarckstraße 5; 10. Carl Schaub, Kaufmann, Gießen, Asterweg 57; 11. Wilhelm Volkmann, Beamter, Gießen, Asterweg 57; 12. Emmi Weller, Gießen, Marktplatz 14.
IV. Hilfsschöffen für das Kleine Jugendgericht:
1. Heinrich Frank, Lehrer, Gießen, Schillerschule; 2. Frau Helene Hammerschlag, Gießen, Alicestr. 12; 3. Heinrich Deeg, Kupferschmied, Gießen, Asterweg 53.
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„ Gießener Zeitung"
Aus Nah und Fern.
Lich. Hier hat man erst jetzt den städtischen Voranschlag für 1931 verabschiedet. Er weist einen Fehlbetrag von 15 500 Reichsmart auf.
Bad Nauheim. Die Bad- und Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 5. November 1931 der Gesamtbesuch 30 440 Gäste betrug, darunter waren 5284 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 898 Gäste.
Ulrichstein( Vogelsberg). Auf der Landstraße unmittelbar vor dem Dorfeingang des Ortes Bobenhausen II wurde nachmittags das fünf Jahre alte Söhnchen des Landwirts Philippi von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß es auf der Stelle tot war.
Alsfeld. Der städtische Haushalt weist einen Fehlbetrag von 30 000 RM. auf.
Darmstadt. Das Amtsgericht Darmstadt I hat nunmehr das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses über das Vermögen der Darmstädter Volksbank eröffnet. Als Vertrauensperson ist Dr. Schiff ernannt. Termin zur Abstimmung über den Vergleichsvorschlag ist auf Freitag, den 4. Dezember, 9 Uhr,
anberaumt.
Bensheim. Fast sämtliche Bensheimer Geschäftsleute führen zur Zeit einen Lichtstreik durch. Der Lichtstreik richtet sich gegen die Preise des Elektrizitätswerkes.
Marburg, 6. 11. Ein riesiger Trauerzug, wie ihn wohl das kleine südwestlich Marburgs gelegene Dörfchen Wölfershausen noch nie gesehen, gab gestern mittag dem nach kurzer Krankheit verstorbenen Landwirt und Kommunallandtagsabgeordneten Joh. Mink das letzte Geleit.
Gelnhausen. Wie der Ausschuß der Winterhilfe im Kreise Gelnhausen in öffentlichem Dant bekanntgibt, haben eine Anzahl Vogelsberggemeinden zugunsten der bedürftigen Bevölke= rung der Stadt Gelnhausen eine freiwillige Spende von 420 Zentner Kartoffeln gesammelt.
Frankfurt a. M. Einen guten Griff machte die Polizei mit der Festnahme des 29jährigen Konditors Nonnenmacher. Dieser hat nicht weniger als 80 Einbrüche und drei Raubüberfälle auf dem Kerbholz. Auch sieben seiner Hehler konnten festgenommen werden.
Frankfurt a. M. Im Oktober ereigneten sich in Frankfurt 226 Verkehrsunfälle. Dabei wurden 101 Personen verletzt. Eine Person wurde getötet.
Um die Krankenhilfe an jugendliche Erwerbslose unter 21 Jahren.
In der Notverordnung vom 6. Oft. 1931 ist eine Neufassung des§ 87, Abs. 2 des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung angeordnet worden. Diese Bestimmung besagt, daß Arbeitslose, die das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, nur Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung haben, soweit der erforderliche Lebensunterhalt nicht durch einen familienrechtlichen Unterhaltungsanspruch gewährleistet ist.
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Wie uns geschrieben wird, bedeutet diese Neubestimmung eine Verbesserung gegenüber der Notverordnung vom Juni, vorausgesetzt, daß ihre Durchführung unter wohlwollender Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgt. Trotzdem mutet auch die Neuregelung den Eltern oftmals große Opfer zu, umsomehr, als der eigene Verdienst infolge der herabgesetzten Löhne und Gehälter stark geschmälert ist. Unerträglich aber wird die Belastung dann, wenn der Jugendliche frank wird. Wenn der Jugendliche keine Unterstützung erhält, besteht auch kein Anspruch auf freie ärztliche Behandlung und Gewährung von Arzneien usw. Dadurch wird meist eine ordnungsgemäße Behandlung und Ausheilung in Frage gestellt, weil die verarmenden Eltern den steigenden Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen vermögen.
Der Gewerkschaftsring fordert daher in einer Eingabe an den Reichsarbeitsminister Bereitstellung der Krankenkassen- Beiträge für die Jugendlichen aus den Mitteln der Arbeitslosenversicherung und Betreuung der erkrankten Jugendlichen, selbst wenn für diese familienrechtlicher Unterhaltungsanspruch gewährleistet ist, seitens der Krankenkassen durch Gewährung von ärztlicher Behandlung und von Medizin, bzw. Heilmitteln auf Kosten der Arbeitslosenversicherung.
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Gedanken über auswärtige Politik. Schiedsgericht und Friedenspolitik. Von Dr. jur. Gjelsvik. Autorisierte Uebersetzung vom Herausgeber. RM. 2.-.( Deffentl.- rechtl. Vorträge
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und Schriften. Herausgeg. von Universitätsprofessor Dr. Ernst Wolgast, Rostod i, M.) Gräfe u. Unzer Verlag Königsberg Pr.
Eine pazifistische Schrift, freilich nicht in dem jetzt gewöhn lichen Sinn, in dem z. B. bisher vom Völkerbund Friedenspolitik durch Propagierung der sog. generellen Schiedsgerichtsbar keit betrieben worden ist. Generelle Schiedsgerichtsverträge hält Gjelsvik für bloße Schaubrote", die im Ernstfall nichts nützen. Wie Mussolini erachtet er sie eher für gefährlich, weil sie die Völker in falsche Sicherheit wiegen. Echte Friedenspolitik muß die Konfliktstoffe beseitigen, meint er.
Den Schleier herunter! Die bevorstehende Abrüstungs- Konferenz gibt allen Deutschen Veranlassung, sich mit der Rüstungsfrage und dem jammervollen Wehrzustand Deutschlands gegen= über den riesenhaften Rüstungen der Nachbarn zu befassen. Zu rechter Zeit erscheint als Mahn- und Wedruf in dieser Frage ein Buch des bekannten Militär- Schriftstellers, Oberst a. D. Immanuel„ Der große Zukunftskrieg Keine Phantasie".
( Verlag„ Offene Worte", Berlin W. 10, Preis 4.- RM.) Eindringlich wird nachgewiesen, daß so, wie die Rüstungslage in Europa zur Zeit ist, die große Auseinandersetzung trotz allen Versöhnungs- und Ausgleichs- Versuchen einfach nicht vermeidbar sein wird. Das Werk mahnt uns Deutsche, unser Vaterland wieder einig, start und wehrfähig zu machen, damit es nicht untergehe.
,, Durch die technische Welt", ein großes, neues Buch! Ein schöner, soeben im Verlage Died& C., Stuttgart, erschienener Band, von Jng. Ed. A. Pfeiffer. Großer, starker Lexikonband mit 267 Bildern auf 120 Tafeln und im Text. In Leinen gebunden nur 6,50 RM. Hier ist wirklich für einen äußerst mäßigen Preis etwas Erstaunliches geleistet, schon die Fülle des Bildmaterials, vor allem der vielen großen Demonstrations: tafeln, die jedem alles verständlich machen, macht Freude. Hier sieht man, daß technische Dinge etwas sehr Fesselndes sind, man muß sie nur richtig vortragen. Also keine trockene Abhandlung. Der Leser besucht die Hauptstädten der technischen Welt und sieht alles an Ort und Stelle. Er fährt mit Straßenbahn und Eisenbahn, er macht eine Grubenfahrt und sieht die unterirdischen Bahnhöfe, die Arbeit über und unter Tag, er besichtigt die Kotsbatterien und Gastürme, die Eisenhütten, er wandert durch Stahl- und Walzwerke, er fährt durch einen großen Hafen und sieht auf den Werften die Dampfer werden und ablaufen, er kommt zu dem Strom, der ein neues Bett erhält, staunt über die Organisation der großen Wasserkraftwerke und steigt trockenen Fußes 10 Meter unter den Wasserspiegel, fährt mit Fluggigan= ten über Land und Wasser, hört und sieht tausend andere interessante Dinge. Also ein vorzügliches Buch für jeden, der gern etwas Informatorisches liest. Ein feines Geschenk auch für unsere jungen Leute.
Land im Schatten. Von Friede H. Kraze. 10. AufIage. 400 S. Preis geb. 5,80 RM. Man fühlt beim Lesen: hier schrieb eine Dichterin mit heißem Herzen und in heißem Weh Schicksale nieder, die sie selbst sah. Ringen ist es um Hei ligstes: um Glauben und Vaterland; und es wird ein Durchdringen zur Erkenntnis: auch dies schwere Schichal ist von Gott gegeben. Denn immer wieder taucht in diesen gehezten und ge= quälten Menschen die Frage auf: warum muß uns dies alles treffen? Und sie finden die Lösung im Glauben: durch Leiden führt der Weg aufwärts. Diese tiefe, innere Religiosität hebt das Buch über andere Schicksalsbücher unserer Ostmark.
Die Freiheit des Kolja Jwanow. Von Friede H. Kraze. 10. Taus. 368 S. Preis geb. 5,50 RM. Ein psychologischer Roman aus der Zeit russischer Leibeigenschaft. Das Buch läßt uns einen Blid tun in eine Welt, die jeder zu schauen begehrt. Wir steigen in die Abgründe menschlicher Leidenschaften und werden emporgehoben in Höhen, wo zartester Duft uns umweht. Vieles wird uns geoffenbart, und doch wird uns die Freude eigenen Entdedens nie geschmälert. Alles bewegt sich hier jen= seits der verstandesmäßigen, oft widerwillig zugegebenen Erkenntnis in der Sphäre der unmittelbaren Gewißheit. Ge= spannt von Anfang bis zu Ende, verfolgen wir das Leben von Menschen, die nicht da sind, um glücklich zu sein, sondern um zu schaffen.
Tote Zechen, tote Hütten, das Bild der Not im Ruhrgebiet. Ueber dieses Thema bringt die neueste Nummer( Nr. 45) der ,, Münchener Illustrierten Presse" einen aufschlußreichen Bildartikel, der wie kein anderer die Schwere dieser Zeit und die Not des arbeitenden Volkes zeigt. In den größten Korruptionsprozeß der Nachkriegszeit führen uns die Bilder zu dem Fall Sklaret und Genossen.
Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.
Erschein Bezugspreis 2 Redaktionsfchluß früh endung nicht verlan
14 Jahrg. Rolitif
Am Dienstagvor eirates für die Beh md der Preissenfung Brüning zujammenge er Ausschuh für die Dem Thüringische
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Kommunisten eingebr Kommunisten ist Saumwollspinnerei in Streit zu veranlassen, In der Dienstagr Szenen, wie sie bis richt vorgefallen find. Borjizende nicht gebungen zu unterbin Rach dreitägiger 11 Uhr der Stlaretpro Der König von ker üblichen feierliche Der erbitterte A Silbao zu schweren nationalsozialistischen
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London, 10. Nov
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