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Hauptziel der Reichs rafilien.

X" ist geitern um 12 Infel Fernando de Ro Ibehalten eingetroffen. ein der programmagigi rd des Flugbootes beja der portugiesische Ab

Michaftliche Lage Tional Miai 1931 itschen Handwerks wird schwierigen Lage der

tlich darnieder. Die

Samstag, den 6. Juni 1931

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Der Rat der Völker dieser Erde sucht nach Wegen, um her­Cuszukommen aus all dem Elend, das ein Weltkrieg der armen, abgefämpften Menschheit zurüdließ. Von Erneuerung der Welt, von neuem Erdenglüd sprach man, als man zu den Waffen griff und niemand erkannte damals den Wahnsinn dieses furchtbaren Beginnens. Und jetzt findet keiner mehr heraus und selbst die Sieger erfennen allmählich ihre Freveltat.

Aber man will immer noch nicht auf die wahren Propheten hören, die vor einer Zielrichtung warnen, die unmöglich zu einem Erdenglück führen kann. Friede und Freude liegen ganz abseits Diefer Straßen. Wenn die Welt wieder mehr auf jene hören würde, die die geraden Wege predigen, die aufwärts führen, dann- nur dann könnte die Welt wieder aufatmen und zu­

ndwerk für den Monat zieden werden und glüdlich. Es sind lautlose, stille Wege, die Sirtschaftslage ist bislang jene sicheren Pfade, die auch die besten Menschen der Vorzeit

elbst die an der üblichen

wir gehen müssen, wenn wir wieder glücklich werden wollen;

gegangen sind. Nicht draußen auf der lärmenden Straße werden

äfts beteiligten Handwe wir das Glüd mehr suchen dürfen, sondern in uns selber, in der gkeit sehr enttäuscht. Einsamkeit unserer Seele. Nicht an Hab und Gut ist das Glüc Shnenden Aufträgen. G der Menschenkinder gebunden. Jm Heimgarten deines Herzens

cherinnenhandwerk, die um

wächst es und dort mußt du es düngen und pflegen. Das ist

der schönen warmen und bleibt die höchste Kultur, die dort in der Einsamkeit Menschen ichnen hatten, berichten üle adelt und himmelhoch alle Schein- und Schwindelkultur überragt, e Ertrag sehr gering if, Die heute die Welt durchlärmt. Jeden Sonntag kannst du davon in Absah möglich ist. pören, in Kirchen und Domen und in der kleinsten Kapelle, wie ezierhandwerk sowie für man mit den bescheidensten Mitteln von innen heraus ein zu­erf, die eine leichte Beleban ziedenes Leben gründen und erhalten kann. Menschen, die den Lärm lieben, sind freilich nicht dazu geeignet.

welden, handelt es sich vorni beiten, die nur geringe lben macht sich das Fehle bemerkbar. Die Urfade in den Vormonaten. agen über die Zurückhalt

ung von Aufträgen, und Liegen der Bauwirtschafts Für den Geschäftsgang end. Mit einer wirkjar diesem Jahre auch far Wohnungsbauprogramm naß früherer Jahre zuri men infolge des Mang uch kaum in Frage und gleichen Gründen ebenfa ig wirkt unter diesen

e noch, daß, wie namen

Der Sonntagsschreiber.

,, Arbeitslos sein ist entsetzlich!"

Weißt du, es ist bitter, Arbeiter zu sein, arbeitslos sein aber ist entsetzlich! Jung sein, stark und nicht allzu dumm, und nichts schaffen können! Zuerst wehrt man sich gegen das Demoralisierende des Zustandes, aber es ist wie Giftgas, das allmählich, aber unaufhaltsam einschläfert, man wehrt sich ver­gebens. Zuerst tobt man wie ein Kind, das die Mutter in den eller einsperri, nach und nach wird es ruhiger, weil das Schreien nichts nützt. O, man wird so ruhig und friedlich, weil alle Spannkraft zum Teufel gegangen ist. Unter der Maske von Wurstigkeit und Galgenhumor lebt man in den Tag. Ach und das Eine: Hast du schon einmal Almosen empfangen? ein? Du glaubst nicht, wie bitter das ist, aber man muß sie Die Menschen annehmen, wenn man nicht verhungern will.

tönnen meist nicht schenken. Doch davon will ich nicht reden, erichtet, bei Vergebung es war ja gut gemeint. Mein Geburtstagsschein meldet, daß staatlichen Wohnungsi 1908 geboren, also 22 Jahre alt bin, innerlich bin ich sicher­Ferbei berücksichtigten Bali 20 Jahre älter. Schöne goldene Jugend, von der Dichter Diesen erschütternden Ausschrei orzugsweise an Arbeit ingen, du warst einmal!... Die Hauptarbeiten des primes jugendlichen Erwerbslosen entnehmen wir der ,, Neuen her in kleineren Goat", dem Organ der christlichen Volkshochschulbewegung auf Er läßt uns tief hineinblicken in die Seele eines ye gilt auch für die Bar dem Lande.

ie Aufträge zu verzeiherwerbslosen. Wir spüren, daß Erwerbslosigkeit nicht nur ein paraturarbeiten beschäftigt wirtschaftliches, sondern mehr noch ein seelisches Problem ist. andwerke werden von der da wirklich nicht zu helfen? Freilich nicht mit bürokrati­er stärker betroffen. lederen Maßnahmen, sondern nur mit liebevollem Verstehen. nditoren- und Fleischerhand Umfäße.

werksgefellen hat unter die

Fundsachen im Monat Mai. Das Verzeichnis über die im Monat Mai 1931 gefundenen bezw. abgelieferten Gegen­

che Entlastung erfahren. Di tände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts,

Folgte, wenn überhaupt, mi en größerer Aufträge

Landgraf- Philipps- Platz 1, eingesehen werden. Die Emp jungsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte Stunden gelten zu machen.

afte unmöglich machte. Greba zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienſt­

mehr erfolgt.

Die B

itete feine Schwierigkeite

*

Reichsbahnstreifdienst mit Wassen. Die zunehmenden

schiedentlich die Kalkulatichtlichen Diebstähle auf dem Gelände der Reichsbahn und die Nahrungsmittelgewerbe giht selten gefährliche Zusammenstöße mit lichtscheuen Ele­

schwierig. ni in Hessen.

wie uns der Hej. Jagdti en Jäger die große Zeit i hbod geht auf. Sauber g

n roter Sommerrod ist ohr

holz und die hohen Geireid

menten haben die Reichsbahndirektionen veranlaßt, den Reichs bachndienst mit Waffen auszurüßen. Die Bahnpolizeibedien­

te ten werden in der Befugnis zum Waffengebrauch der Landes­polizei gleichgestellt.

Der Mittelstürmer von Hollywood.

6. Fortsetzung.

Wie merkwürdig und unwahrscheinlich war dieser plötzliche

rordentlich, aber wem tönn Wechsel in seinen Lebensbedingungen! Die Zeit, die er in Or Och im Haarwechsel begriffen fond an der Universität verbracht hatte, schien ihm wie ein e und immer noch notleidend ner Traum. Wenn ihm jemand vor faum einem Monat

daß die neue hessische Bo

tophezeit hätte, daß er in zwei kleinen möblierten Zimmern Bahnen und feinen Lebensunterhalt als Berufsfußballspieler

1. Juni ab geschoffen werde de dienen würde er hätte den Weissager für verrüdt gehalten. hwildes einen nicht zu unter doch war es wahr

Gerade die besten Böde attzeit erreichen und für di

erstaunlich verblüffend wahr.

Er nahm die Pfeife aus dem Munde und lachte fröhlich j. So erstaunlich die Lage war, in der er sich befand, noch viel raunlicher war die Tatsache, daß er, anstatt deprimiert und zufrieden war! Er hatte die harte Probe in Ehren bestanden, ,, Darf ich eintreten?" fragte eine Stimme,

sie in früheren Jahren met beümmert zu sein, mit dem Wechsel in seinem Schicksal tatsächlich et des Rehwildes ist jetzt rr gut untergebracht und

nur die Schneider in di

chsel beendet ist. Mißbraut

Gewiß, Mrs. Cox. Hoffentlich stört es Sie nicht, daß ich

Jagdjahres zu übler Gretche? Ich darf ja nicht viel rauchen, weil ich Fußballer bin, nicht sein sollte, selbst weshalb wird es auch Ihren Vorhängen nicht viel schaden."

den Weg legt. Auch an dic

it treibende Bevölkerung

Der Mahd der Kleeäder

mal durchzugehen. Beson

O abspringt, ist vorauszuseh

Die freundliche Frau betrachtete ihn mit einem Seufzer: Mehmen Sie es mir nicht übel, Mr. Marr, aber es ist doch ammerschade, daß ein junger Gentleman, wie Sie, sich mit dem ballspiel abgibt. Es ist ein Leben für Faulenzer und Tage­hebe und führt bestimmt zu nichts Gutem." Marr sprang verdugt auf. Dann erinnerte er sich, daß War­mer ihn auf die tomische Abneigung der alten Dame gegen

oder Klee gedrüdt haben, usball aufmerksam gemacht hatte, und lächelte belustigt. me zerfekte Jungwild. Goeie Beschäftigung für Faulenzer, wie Sie glauben. Und dann

Mähmaschine verfallen. G setzen die Geisen, das Feder

Monats. Die Fajanenhähr

,, Kränken Sie sich nicht, liebe Mrs. Cox, Fußball ist wirklich

t es doch jetzt das einzige, womit ich mir meinen Unterhalt erdienen fann. Ueberdies" fügte er hinzu, um seine freund= de Wirtin vollends zu beruhigen ,, hat mir Mr. Warriner

onzeit. Auf wildernde Hunde lecichert, daß ich dadurch auf keinen Fall in schlechte Gesellschaft

Jahreszeit das meifte Unbeleraten werde."

mert besonders gerichtet.

Albin Klein, Giessen

Co.

Bei der Erwähnung von Warriners Namen lächelte Mrs.

Ben Warriner ist ein ordentlicher Mensch, das muß ich geben," antwortete fie." Ich kenne seine Frau, und in ganz o Inwood gibt es feinen besseren Gatten und Vater, als er ist. Bas aber so ein anständiger verheirateter Mann, der sich auch hon ein bißchen Geld zurückgelegt hat, an diesem Fußballspiel

,, Gießener Zeitung"

* Stärkere Frequenz der Landesuniversität. Die Zahl der Studierenden an der hessischen Landesuniversität Gießen be­trägt im Sommersemester 1931 2131 gegen 1941 im Sommer­semester 1930 und 1925 im Wintersemester 1930-31. Die Zahl der Studierenden verteilt sich auf die einzelnen Fächer wie folgt: Theologie 224( 146 im Sommersemester 1930), Rechtswissenschaft 328( 351), Medizin 419( 371), Veterinärmedizin 199( 140), Mathematik 147( 150), Naturwissenschaften 150( 137), Chemie 50( 51), Pharmazie 2( 0), Forstwissenschaft 66( 66), Land­wirtschaft 51( 55), Philosophie 57( 64), Neuere Philologie 274 ( 268), Klassische Philologie 54( 48), Geschichte 3( 2), Staats­wissenschaften 107( 92). Unter den 2131 Studierenden befin­den sich 179 Frauen; von ihnen studieren 4( 2) Theologie, 9( 11) Rechtswissenschaft, 41( 34) Medizin, 12( 8) Mathematik, 22( 18) Naturwissenschaften, 1( 1) Chemie, 10( 8) Philosophie, 73( 56) Neuere Philologie, 2( 1), Klassische Philologie, 2( 1) Geschichte, 3( 3) Staatswissenschaften.

* Ferienkurs. Das Institut für experimentelle Psychologie und Pädagogik veranstaltet vom 20. Juli bis zum 1. Auguſt einen Ferienkurs für Deutsche und Ausländer: Der junge Mensch in der Gegenwart"( Wesen, Selbstgestaltung und Er­ziehung). Eine Reihe von Vorträgen, Vorführungen, Besich­tigungen und Ausstellungen umrahmen den Kursus.

* Oeffentliche Bausparkasse. Bei dem großen Kapitalman­gel, der seit dem Kriege in Deutschland herrscht, haben in weni­gen Jahren die Neueinrichtungen der Bauspargesellschaften eine erhebliche Bedeutung gewonnen. Ihr Zwed besteht darin, die Ansammlung von Kapital zum Bau oder Kauf von Eigenheimen und zur Ablösung hochverzinslicher Hypotheken zu erleichtern und zu beschleunigen. Neben zahlreichen privaten Gesellschaften dieser Art gibt es seit einiger Zeit auch die öffentlichen Bausparkassen, welche von den Verbänden der öffentlichen Sparkassen gegründet sind und zwar für Hessen als eine Abteilung der Landeskommu­nalbank Girozentrale in Darmstadt. Sie zeichnen sich durch flare Bestimmungen, billige Verwaltung und absolute Sicherheit aus. Ueber ihre Ziele und Einrichtungen spricht auf Veranlas= sung der Bezirkssparkasse Gießen Herr Otto Hägert am Freitag, dem 12. Juni, abends 8.30 Uhr, im Postkeller"( Wagengasse). Der Eintritt ist frei. Nach dem Vortrag Aussprache.( Vergleiche Anzeige in heutiger Nummer.)

*

Bundestagung. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräber: fürsorge e. V. hält seine diesjährige Tagung in Ostpreußen ab. Die geschäftlichen Verhandlungen finden Freitag, den 12. 6., in der Stadthalle zu Königsberg i. Pr. statt. Abends vereinigt eine Weihestunde in der Schloßkirche die Teilnehmer. Diese Feier für die Gefallenen des Weltkrieges wird durch den Oſt= markenrundfunk übertragen werden. Am nächsten Tage werden verschiedene Soldatenfriedhöfe im Süden Ostpreußens aufgesucht und dabei am Tannenbergdenkmal eine Rundgebung abgehalten. Am 13. und 14. 6. veranstaltet der Volksbund in Allenstein, Lötzen, Insterburg, Gumbinnen, Tilsit, Braunsberg und Marien­werdere Werbefundgebungen für die Kriegsgräberfürsorge, in Marienburg wegen der am 14. 6. stattfindenden 700- Jahr- Feier 8 Tage später, am 21. 6.

* Stadttheater. Morgen findet im Stadttheater ein Gast­spiels des Ensembles des Berliner Kleinen Theaters statt. Auf­geführt wird das Lustspiel von Sterk ,, Liebe unmodern". Trä­gerin der Hauptrolle ist die bekannte Tonfilmschauspie'erin Grete Reinwald. Ermäßigte Sommerpreise.

*

Gautagung. Der Gau ,, Niederwald" im Bund deutscher Marinevereine hält am 6. und 7. Juni in Gießen seinen Gau­tag ab.

* Sommerfest. Morgen findet in der Volkshalle das all­jährliche große Sommerfest der Studentenschaft statt. Scha spieler des Gießener Stadttheaters wirken mit.

Der Verband ehem. Vogt'scher Handelsschüler und -schülerinnen veranstaltet morgen ein Frühjahrsfest auf der Hardterrasse.

* Auf der Tagung der Reichsarbeitsgemeinschaft deutscher Föderalisten wurde eine Entschließung angenommen, worin eine Neugliederung des Reichs, insbesondere Beseitigung der Doppelregierung durch Preußen und das Reich gefordert und jede partikularistische Eigenstaatlichkeit und unstaatliche Rüd­wärtsentwidlung abgelehnt wird.

finden kann, geht über meinen Verstand. Aber jetzt muß ich gehen, Sie entschuldigen, Mr. Marr."

,, bitte!" sagte Did lächelnd. Ich werde sicher eine Zeit­lang sehr viel allein sein, bis ich hier einige Freunde gefunden habe-da müssen Sie oft zu mir fommen und mit mir plau­dern, wenn Sie Lust dazu haben."

Er lächelte sie so herzlich an, als er ihr die Tür öffnete, daß Mrs. Cox, die gute, treue Seele, wahrhaftig an dem charakter­zerstörenden Einfluß des von ihr so verachteten Fußballsports zu zweifeln begann.

Als sie gegangen war, versuchte Dick, sich die Zeit bis zum Abendbrot mit der Lektüre einer Zeitschrift zu vertreiben; um halb acht Uhr stand er auf, nahm Hut und Mantel und machte sich auf den Weg zu Ben Warriner.

Der Schwan" repräsentierte sich als ein gut geleiteter fleiner Gasthof, und Mrs. Warriner gab ihrem Manne in der Herzlichkeit der Begrüßung nichts nach, als er ihr den jungen Rekruten der Hollywood- Mannschaft vorstellte. Did sicherte sich sofort ein besonderes Plätzchen in ihrem Herzen, als er beim Essen ihre eingemachten Gemüse und Kompotte lobte und mit Recht lobte, denn hundert Quadratmeilen in der Umgebung des ,, Schwan" gab es teine bessere Hausfrau und Köchin als Polly Warriner.

Nach dem Abendessen, als die Fußballspieler in zwei beque­men Stühlen vor einem anheimelnden Kaminfeuer im Zimmer des alten Internationalen saßen- einem Raum, der auf Dic schon deshalb einen tiefen Eindrud machte, weil er zahlreiche wundervolle Fußballtrophäen enthielt- reichte Warriner sei­nem Gast eine Zeitung hinüber mit der Bemerkung: Das ist die lokale Abendzeitung; du wirst darin etwas finden, was dich interessiert." Der Läufer lächelte verschmitt, als er es sagte. Marr mußte nicht lange suchen, um das ,, Etwas" zu finden. Es sprang ihm sofort in die Augen, denn die Titelüberschrift reichte über die ganze Seite:

Hollywoods Fußball- klub tapert berühmten Amateur."

Die schwarzen Buchstaben schienen aus dem Blatt zu sprin gen. Erstaunt las Marr:

Dem Manager des Hollywood- Klubs gelang es heute, Richard Marr, den bewährten Mitelstürmer von Oxford- Uni­versität, für das lokale Team zu verpflichten.

Damit wird eine bekannte Schwäche unserer heimischen Mannschaft hoffentlich beseitigt. Mr. Hollister, der Klubmanager, behauptet, daß durch die Neuerwerbung die bisherige Schwäche

Nr. 45

* Bergschüler in Gießen. Die Klaffe des Grubensteiger­lehrgangs 64 der Essener Bergschule, die sich auf einer Lehrfahrt zum Studium des hessischen Eisenbergbaues befindet, weilte gestern hier und besichtigte unter Führung von Herrn Prof. Dr. Hummel die Braunsteinwerke in der Lindener Mark.

* Achtung! Taschendiebe. Am Dienstag wurde. einem Viehhändler auf dem Viehmarkt die Brieftasche gestohlen. Sie enthielt an Bargeld 170 Mt., sowie drei Scheds. Einer dieser Schecks lautet über 373 Mark und führt die Nr. 247 193( Hof= heimer Bank). Der Zweite ist auf 570 Mark ausgestellt( Nr. 13 479, Oberhessische Bank in Friedberg), der dritte auf 410 Mr.( Nr. 33 255, Volksbank Grünstadt). Außerdem vermißt der Bestohlene ein Schedbuch, ausgestellt von der Kreissparkasse Brilon. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminal­polizei.

* Vandalismus. Tulpenbeete in den städtischen Anlagen wurden wiederholt in den letzten Tagen geplündert. Gefaßte Täter haben mit einer Anzeige zu rechnen, außerdem wird die Art der Bestrafung unter voller Namensnennung bekanntge­geben.

Aus Nah und Fern.

Evangelisches Jugendtreffen im Vogelsberg.

Für die evangelische Jugend des östlichen Vogelsbergs fin­det am 28. Juni ein allgemeines Jugendtreffen bei Schloß Eisenbach statt. Der Superintendent von Oberhessen, Herr Oberkirchenrat D. Wagner, hat seine Teilnahme zugesogt. Die örtlichen Vorbereitungen liegen in der Hand von Pfarrer Clotz- Frischborn. Ein Jugendtreffen für das nördliche Ober­hessen ist gleichfalls geplant, doch steht Ort und Zeit noch nicht fest.

Dorf- Gill. Auf der Straße zwischen Ruppertenrod und Nieder- Ohmen geriet der Kraftwagen des Händlers Möser von hier in Brand. Dem Händler gelang es, rechtzeitig aus dem Wagen zu springen, der führerlose Wagen stürzte die Böschung hinab und verbrannte bis auf die Eisenteile.

Langd. Eine gemeinsame Sitzung des Schützenvereins und des Kriegervereins fand in der Wirtschaft Nagel statt. Die Mitglieder des Hassia"-Bezirks- Vorstandes, Klein und Bon­hard, referierten. Herr Klein sprach über Kriegervereinswesen und Bedeutung des Kleinkaliberschießsports ,, Herr Bonhard über Fürsorge an Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen. Das Ergebnis der Sitzung war, daß der Kleinkaliber- Schützen­verein geschlossen dem Kriegerverein beitrat. Die Vermögen der beiden Vereine wurden verschmolzen. Der Schützenverein besteht als Schießabteilung innerhalb des Kriegervereins weiter.

Butzbach. Die Viehverwertungsgenossenschaft hielt unter dem Vorsitz von Dr. Dienst ihre erste Hauptversammlung ab. Die im vorigen Jahr gegründete Genossenschaft hat nunmehr 550 Mitglieder gegen 245 im vorigen Jahre. Nach dem Be richt von Direktor Hildebrand wurden in den fünf Monaten dieses Jahres 1030 Schweine, Großvieh, Kälber und Schafe für 145 611 Mark abgesetzt.

Bad Nauheim. Der Gesamtbesuch unseres Bades ist auf über 10 000 Personen angewachsen. An Bädern wuren 84 487 abgegeben.

Friedberg. In der heutigen öffentlichen Stadtratssitzung wurde Bürgermeister Dr. Send auf weitere 12 Jahre zum Bür­germeister der Stadt Friedberg gewählt. Von 26 anwesenden Stadtratsmitgliedern gaben 19 ihre Stimme für Dr. Send ab.

Offenbach. Hier ereignete sich am Dienstag abend ein schwe­rer Unglücksfall. Ein vierjähriger Junge war bereits in einen Omnibus gesetzt worden, stieg aber nochmals aus. Im selben Augenblick kam das Offenbacher Leichenauto vorübergefahren. Das Kind kam unter die Räder des grade vorbeifahrenden Lei­chenwagens und war auf der Stelle tot.

Mainz. Die Stadt Mainz beabsichtigt, zu Ehren ihres großen Sohnes Gutenberg in diesem Jahre wieder eine Feier zu veranstalten, die den Zeitverhältnissen entsprechend sich in schlichtem Rahmen vollziehen, aber der Bedeutung Gutenbergs gerecht werden soll.

der Mannschaft seine besondere Stärke zu werden verspricht, und daß mit einem wirklich erstklassigen Mittelstürmer Hollywood auch den stärksten Mannschaften des Landes einen ebenbürtigen Gegner abgeben muß. Die Tatsache, daß der Klub Woche für Woche näher an die Spitze der zweiten Liga rüdt, ist wohl ge= nügend beweisträftig für diese Behauptung.

Bei dieser Gelegenheit tönnen wir es uns nicht versagen, den Sportsleuten dieser Stadt noch einmal flarzumachen, daß ihr undifferentes Verhalten dem Klub gegenüber höchst unfair genannt werden muß. In jeder anderen Stadt Englands würde eine Mannschaft von der Klasse Hollywoods mit der Unter­stützung von 20 000 bis 30 000 Zuschauern bei jedem Spiel sicher rechnen fönnen. Bei uns erklärt sich der überwiegende Teil des Sportpublikums an der wirklich prächtigen Mannschaft un­interessiert, und die so notwendige materielle und moralische Unterstützung für den Klub läßt noch immer vergeblich auf sich warten. Vielleicht erfährt diese Stadt noch einmal

wenn es

zu spät ist-die alte Wahrheit: Man schäßt einen Besitz erst dann, wenn man ihn verloren hat. Wir wollen hoffen, daß die Tatsache, daß ein bekannter Amateur sich entschlossen hat, seine Sportliche Zukunft Hollywood anzuvertrauen, die Sportsleute Dieser Stadt veranlassen wird, etwas tatkräftigeres Interesse für ihren heimischen Klub aufzubringen.

Der Mann auf der Tribüne." Als Marr den Artikel zu Ende gelesen hatte, legte er die Zeitung hin und blidte Warriner verdugt an.

Wer wer ist, Der Mann auf der Tribüne?" fragte er. " Das ist Jimmy Dunster, der Sportredakteur der Abend­post, ein prächtiger fleiner Bursche. Aber ich will dir erzählen, warum Hollister ihn veranlaßt hat, diesen Artikel zu schreiben. Alles, was du da gelesen hast, ist wirklich wahr. Obgleich die Mannschaft gut ist und Erfolg hat wir sind an vierter Stelle in der Tabelle haben wir doch wenig Anhänger. Ich glaube, die größte Zuschauermenge, die wir in dieser Saison hatten, waren fünftavsend Personen. Stelle dir vor, fünftausend! Selbst ein Amateur, wie du, muß wissen, daß sich das nicht lange halten kann. Wir nehmen nicht genug ein, um den Jungens die Gehälter zu zahlen, und dabei zahlt der Klub nicht einmal besonders gut."

Wird der Klub vielleicht aufgelöst werden?" Marrs Stimme verriet wirkliche Angst. Die Aussicht, den heute hart erfämpften Posten morgen vielleicht wieder zu verlieren, brachyte ihn ein wenig aus der Fassung.

Fortsetzung folgt.