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Nr. 45

Camstag, den 6.

Samstag, den 6. Juni 1931

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geber wird sich darauf beschränken müssen, die Sparquote sie wird rund 20 v. 5. des Zuschußbedarfs des Haushalts von 1931 umfassen müssen festzulegen. Er wird daneben den Verwaltungen volle Vollmacht auch hinsichtlich der Heraus­lösung aus vertraglich festgelegten und zwangsläufigen" Aus­gaben, zum mindesten soweit diese auf Gesetzesmaßnahmen seit 1925 beruhen zu geben haben. Sicher eine Fülle von Schwie­rigkeiten. Aber es geht um die Existenz von Staat und Wirt­schaft. Und da hier nur noch Rettung zu erwarten ist, wenn unabhängig von den Reparationen der öffentliche Zuschußbedarf um etwa 3 Milliarden RM. gesenkt wird er betrug 1913/14 5,4 Milliarden Goldmark, ohne äußere Kriegslasten 1925/26 11 Milliarden RM. und jetzt 15 Milliarden RM., so muß der Weg einer revolutionären Neugestaltung des Verhältnisses zwischen Staat und Wirtschaft gegangen werden. Niemand wird dabei von schweren Opfern befreit bleiben. Aber hier wird es sich dann um Opfer handeln, die dem erkennbaren Ziel wirklicher wirtschaftlicher und sozialer Gesundung und damit hoffnungs­voller nationaler Aufwärtsentwicklung gebracht werden.

Die neue Notverordnung.

Die neue Notverordnung wird etwa zwei Dutzend Einzel­gesetze enthalten. Dem Inhalte nach wird die Notverordnung fünf Gruppen von Fragen umfassen: 1. Ersparnismaßnahmen, 2. neue Steuern, 3. Maßnahmen zur Sanierung der Arbeits­losenversicherung und der sonstigen Sozialversicherungen, 4. Maßnahmen zur Besserung des Arbeitsmarktes, 5. neue Mittel für die Länder.

,, Gießener Zeitung"

den Mittel aus dem Ausgleichsfonds bei der Hauszinssteuer, der etwa 110 Millionen enthält so daß Länder und Gemeinden rund 400 Millionen Mark erhalten.

Die Einsparungen am Reichshaushalt sollen etwa 220 bis 230 Millionen Mark erbringen. Sie setzen sich zusammen aus Abstrichen bei den Sachausgaben, ferner 60 Millionen durch den Fortfall der Rückzahlung von Lohnsteuern bei eintretender Arbeitslosigkeit, verschiedenen anderen kleineren Einsparungen, sowie endlich den Gehaltskürzungen bei den Beamten. Gehälter der Beamten werden um 4 bis 8 Prozent gekürzt. Weiter soll die Kinderzulage für das erste Kind herabgesetzt werden. Auch die Renten der Kriegsbeschädigten werden um 4 Prozent gekürzt.

gen.

Die

Stimson tommt nach Berlin. Washington. Staatssekretär Stimson wird im Juli eine Europareise antreten und nach dem bisher ausgearbeiteten Programm am 21. Juli in Berlin eintreffen, wo er eine Woche bleiben wird, um Besprechungen mit deutschen Staatsmännern zu pflegen. Stimson reist zunächst nach Italien, dann nach Frankreich, Deutschland und England.

Die deutsch- rumänischen Wirtschaftsverhandlungen. Das Wirtschaftskommitee der rumänischen Regierung hat die Frage der Wiederaufnahme der Handelsvertragsverhand­lungen mit Deutschland erörtert. Es wurde beschlossen, im Falle einer Vertagung der für den 10. Juni nach Paris ein­berufenen Internationalen Wirtschaftskonferenz alle Maßnah­men zu treffen, um die sofortige Aufnahme der Verhandlungen mit Deutschland zu ermöglichen.

Die Steuererhöhungen sollen rund 700 Millionen erbrin Hiervon entfallen auf die Erhöhung der Zudersteuer etwa 110 Millionen, Mineralzölle 75 Millionen, Tabaksteuer etwa 13 Millionen. Den größten Betrag soll die neueingeführte Krisensteuer mit 440 Millionen erbringen. Sie soll nach zwei verschiedenen Steuertarifen erhoben werden, und zwar a) als Krisenlohnsteuer von den Lohn- und Gehaltsempfängern( ohne Beamte), und b) als Krisensteuer der Veranlagten von den veranlagten Einkommensteuerpflichtigen. Die Krisenlohnsteuer beträgt bei Monatseinkommen bis 200 Mark 1 Proz., bei Mo­natseinkommen bis 700 Mt. 1,5 Proz., bei Monatseinkommen bis 1000 Mart 3,5 Prozent. Die Krisensteuer der Veranlagten soll betragen bis 8000 Mark Jahreseinkommen 1 Proz., bis 20 000 Mart 1,5 Proz. usw.

Vorüberkehrende Rückkehr der Nationalsozialisten in den Reichstag?

Der nationalsozialistische Abgeordnete Stöhr sprach am Mittwochabend in einer nationalsozialistischen Massenversamm­lung in Schwerin. Im Verlaufe seiner Rede erwähnte er, daß zurzeit geplant werde, die Rücklagen der Angestelltenversicherung für andere Zwecke vom Reich aus zu beschlagnahmen. Das würde seine Partei mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Wenn dieser Plan im Reichstag zu Sprache käme, würden die Abgeordneten der Rechtsopposition vorübergehend geschlossen in den Reichstag zurüdkehren, um die allein aus den Beiträgen der Mitglieder aufgebrachten Reserven der Angestelltenversiche­rung vor jedem unberechtigten Zugriff zu schützen.

Die Maßnahmen zur Sanierung der Arbeitslosenversiche rung sehen keine Beitragserhöhungen vor. Man will vielmehr die Sanierung durch innere Reformen erzielen, die Einsparun= gen im Betrage von etwa 300 Millionen Mark ergeben. Sämt= liche Leistungen aus der Versicherung werden um 5 Prozent ge­kürzt. Die Trennung von Krisenfürsorge und Wohlfahrtsfür: sorge bleibt vorderhand bestehen. In den übrigen Sozialver­sicherungen werden Reformen nur in geringem Umfange er folgen. Bei der Unfallversicherung sollen die kleineren Renten in stärkerem Umfange gänzlich verschwinden.

Die Maßnahmen zur Ankurbelung des Arbeitsmarktes be­stehen in der Schaffung eines Anfurbelungsfonds für die Wirtschaft aus den überschießenden Beträgen, sowie in der Ermächtigung zur Kürzung der Arbeitszeit. Das Reichskabi­nett erhält die Ermächtigung, die gesetzliche Arbeitszeit in be­sonderen Fällen auf dem Verordnungswege für bestimmte Wirtschaftszweige auf 40 Stunden wöchentlich zu verkürzen.

Finanzwirtschaft im Zeichen der Krise.

Etatsjahr abzudämmen, das ist ein Hauptziel der Reichsfinanz­politik.

,, Do X" in Brasilien.

Newyort. Das Flugboot ,, Do X" ist gestern um 12 Uhr Lokalzeit, d. h. etwa 4 Uhr, auf der Insel Fernando de Noronha an der brasilianischen Küste wohlbehalten eingetroffen. Die Fahrt über den Südatlantik wurde in der programmäßig fest­gelegten Zeit ausgeführt. An Bord des Flugbootes befanden sich 13 Personen, darunter auch der portugiesische Admiral Coutinho.

Bericht über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Mai 1931. Vom Reichsverband des Deutschen Handwerks wird uns geschrieben:

Der Rat der V auszufommen aus a abgefämpften Menje Don neuem Erdengli and niemand ertann Beginnens. Und jet Sieger erkennen all Aber man will hören, die vor einer Erdenglüd führen fa diefer Straßen. Wer würde, die die gerad dann nur dann t frieden werden und g wir gehen müjjen, w jene sicheren Pfade, gegangen find. Nicht wir das Glüd mehr j Einfamleit unserer S Der Menschenfinder wächst es und dort m und bleibt die de adelt und himmela die heute die Welt du hören, in Kirden und man mit den bescheid friedenes Leben grün Lärm lieben, find fre

Die

Entsprechend der allgemeinen schwierigen Lage der deut schen Wirtschaft liegt auch im Handwerk für den Monat Mai die Geschäftstätigkeit außerordentlich darnieder. Die seit langem erhoffte Besserung der Wirtschaftslage ist bislang so gut wie gar nicht eingetreten. Selbst die an der üblichen jah­reszeitlichen Belebung des Geschäfts beteiligten Handwerks berufe sind von der Geschäftstätigkeit sehr enttäuscht. Vor allem fehlte es nahezu völlig an lohnenden Aufträgen. Selbst das Schneider, sowie das Puhmacherinnenhandwerk, die unter dem Einfluß der Jahreszeit und der schönen warmen Witte rung vermehrte Aufträge zu verzeichnen hatten, berichten über einstimmend, daß der wirtschaftliche Ertrag sehr gering ist, da nur bei stark gedrückten Preisen ein Absatz möglich ist. Auch bei den Aufträgen für das Tapezierhandwerk sowie für das Klempner und Installateurhandwerk, die eine leichte Belebung gegenüber den früheren Monaten melden, handelt es sich vorwie gend um kleinere Instandsegungsarbeiten, die nur geringe Ver dienstmöglichkeit geben. Allenthalben macht sich das Fehlen größerer Aufträge unangenehm bemerkbar. Die Ursachen hierfür sind noch die gleichen wie in den Vormonaten. Betriebe in ländlichen Gegenden klagen über die Zurückhaltung der Landwirtschaft bei der Erteilung von Aufträgen, und in den Städten bleibt das Darniederliegen der Bauwirtschaft und die schlechte Lage der Industrie für den Geschäftsgang zahl reicher Handwerksbetriebe bestimmend. Mit einer wirksamen Belebung der Bautätigkeit ist in diesem Jahre auch kaum noch zu rechnen. Die staatlichen Wohnungsbauprogramme blieben erheblich hinter dem Ausmaß früherer Jahre zurück, gemeindliche Zusatzprogramme kommen infolge des Mangels der hierfür erforderlichen Mittel auch kaum in Frage und die private Bautätigkeit ruht aus den gleichen Gründen ebenfalls nahezu völlig. Besonders nachteilig wirkt unter diesen Um ständen für das private Baugewerbe noch, daß, wie namentlich die Handwerkskammer Nürnberg berichtet, bei Vergebung von Wohnungsbauten im Rahmen des staatlichen Wohnungsbau­programms ein großer Teil der hierbei berücksichtigten Bau­genossenschaften die Bauarbeiten vorzugsweise an Arbeiter produktiogenossenschaften vergibt. Die Hauptarbeiten des pri vaten Bauhauptgewerbes bestehen daher in kleineren Instand setzungs- oder Umbauten. Das gleiche gilt auch für die Bau­nebengewerbe, die, ebenfalls, soweit sie Aufträge zu verzeichnen haben, fast ausschließlich mit Reparaturarbeiten beschäftigt sind. Selbst die Nahrungsmittelhandwerke werden von der gegenwärtigen Wirtschaftskrise immer stärker betroffen. Ueber­einstimmend meldet das Bäcker-, Konditoren- und Fleischerhand­werk einen ständigen Rückgang der Umsätze.

Eine Vorstellung von den Lücken, die die Krise auf dem Gebiet der öffentlichen Einnahmen reißt, vermittelt die Ab­rechnung des Reichs über die Steuer- und Zolleingänge im Haushaltsjahr 1930/31. 3war wurde bereits in dem Haushalts­plan 1930/31 er ist bekanntlich durch die Notverordnung vom 26. Juli 1930 verkündet worden mit einer Abnahme des Ertrages der Zölle und wichtiger Steuern gerechnet. Diese vorsorglichen Abschläge wurden jedoch durch den Gang der Ereignisse wesentlich überholt. Die gesamten Steuer- und Zolleinnahmen des Reichs betrugen in der Zeit vom 1. April 1930 bis 31. März 1931 rund 9,03 Milliarden RM., das sind 1,24 Milliarden RM. weniger als im Haushaltsplan veran­schlagt waren. Mit anderen Worten: die Gesamteinnahme aus Steuern und Zöllen erreichten nur 88 Prozent des Haushalts­ansages, sie liegen auch noch beträchtlich unter dem Stande des Rechnungsjahres 1929/30.

Die Kürzungen der Beamtengehälter in den Ländern und Gemeinden fließen den Ländern und Gemeinden zu, die des weiteren auch die Mittel aus der bisherigen Rückerstattung der Lohnsteuer erhalten. Ferner erhalten Länder und Gemein­

Erst komm ich!

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Trog aller Not Opferjinn und Staatsgejinnung. Im Klubzimmer eines Hotels sitzt eine kleine Gesellschaft wohlgepflegter Herren. Schon die erwählte und gute Kleidung verrät, daß sie materiell nicht notleidend sind.

,, Schon im Gebirge gewesen?" fragt einer der Herren sein Gegenüber. Nee" antwortet der Angeredete, aber Montag geht's los, alles, was Löffel ledt. Von Garmisch ist 50 cm Pulverschnee gemeldet!""

,, Fahren Sie mit dem D- 3ug acht Uhr zwoo?"

Es ist unvermeidbar: schrumpft das Masseneinkommen ins­besondere infolge Arbeitslosigkeit, Lohn- und Gehaltsabbau, schlechten Geschäftsgangs, sinken Warenumsah, Verkehr und Ver­brauch Wirtschaftsvorgänge also, an die der Fiskus bei der Erhebung der Steuern anknüpft dann muß der Steuerertrag entsprechend in Mitleidenschaft gezogen werden. Einige Bei­spiele mögen das Veranschaulichen. Die Lohnsteuer erbrachte im Rechnungsjahr 1930/31 1,28 Milliarden RM., also 115 Mil­lionen weniger als 1929/30; die veranlagte Einkommensteuer ferner 1,29 Milliarden bezw. 156 Millionen weniger als im Vorjahre. Und das alles, obwohl durch die Notverordnung vom Juli 1930 Einkommensteuerzuschläge für Ledige und für Einkommen von mehr als 8000 RM. eingeführt worden sind. Daß ferner bei der schlechten Geschäftslage auch die Körper­schaftssteuer 1930/31 nur 450 Millionen, d. h. 109 Millionen weniger als im Vorjahre erbrachte, ist nicht verwunderlich. Beträchtlich sind auch die Ausfälle bei einigen anderen Steuer­arten, so z. B. bei der Beförderungssteuer um 13 Prozent gegen­über dem Vorjahre, bei den sogenannten Kapitalverkehrssteuern ( Gesellschaft-, Wertpapier, Börsenumsatzsteuer) sogar um 33% Prozent. Gefahren, die aus solchen Steuerausfällen für die öffentliche Finanzwirtschaft erwachsen fönnen, im laufenden

Werd' den Teufel tun. Wozu hat man denn' nen Wagen!" Damit ergreif der letzte Sprecher die auf dem Tisch liegende Zeitung und wirft einen Blid hinein. Na, da hama die Be­scherung", ruft er erregt und wirft die Zeitung von sich, daß sie zu Boden fliegt. ,, Staatskommissar diktiert Bürgersteuer- und Gott weiß, was sonst noch all, rüdwirkend vom 1. April, pro Nase 9 Mark! Ich werd'' n was pusten! Js man denn nur noch zum Steuerzahlen auf der Welt?- Total verrüdt! Keenen Pfennig! Seit Jahr und Tag arbeit ich mit Unter­bilanz und immer neue Steuern. Wofür denn eigentlich? Für den Lausestaat? Na, ich laß mir von dem Herrn Staats­fommissar mei bißchen Wintervergnügen' mal nicht verekeln. Nischt friechen se! Ober! Noch een Halben zu 70!"

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Kleines, einstödiges, stark reparaturbedürftiges Häuschen in der Altstadt. 3wei Zimmer und eine kleine Küche enthält es. In dem einfach und dürftig ausgestatteten Wohnraum der zugleich als Schlafraum dient, liegt eine frante Frau unter rotfarriertem Dedbett. Die von harter Arbeit schwielige Rechte ruht auf dem Unterarm eines vor dem Bette sitzenden jungen Mädchens, das der Kranken das farge Mahl reicht. Sorgen und Aerger zugleich trüben das jugendliche Antlig. Was soll das nur noch werden?" hebt das Mädchen zu sprechen an ,,, nicht so viel haben wir, daß ich dir die Nahrung beschaffen könnte, die du zur Gesundung unbedingt nötig hät test und wieder neue Steuern. Und noch dazu in 14 Tagen zu bezahlen. Jst's nicht ein himmelschreiendes Unrecht, von einer armen, franten Frau, die feinerlei Cintommen hat, Steuern zu fordern?"

das zur Linderung der Not notwendig ist." Und andere", fährt das Mädchen rasch und in großer Erregung dazwischen, steden übermäßig hohe Einkommen ein und leben angesichts der Not in Saus und Braus und geben Tausende aus für Vergnügen und Genuß, wie mein Chef, der jetzt wieder mit feiner ganzen Familie 8 Tage ins Hochgebirge fährt, um Winter­Sport zu treiben. Und das geht dann alles auf Geschäftsun­kosten. Und dann wird der Steuerbehörde nachgewiesen, daß mit Unterbilanz gearbeitet wird. Und solch ein Mann bezahlt feine Steuern, ist das nicht himmelschreiendes Unrecht?"

,, Beruhige dich, mein Kind," spricht die Kranke ,,, noch brauch ten wir nicht zu hungern, wie viele andere. Schau, ich hab ja dich und du bist gesund und hast Arbeit und Verdienst. Sieh die große Not, die heute allerwegen herrscht. Die regierenden Herren wissen nicht, wo sie das Geld alle hernehmen sollen,

,, Ganz gewiß ist das nicht recht gehandelt", erwidert be­gütigend die Krante, aber es wird ihm ganz bestimmt kein Segen aus seinem Verhalten ersprießen. Schau doch, er hat nie Not gehabt, auch in seiner Kindheit nicht. Sein Begehren fand fast immer Erfüllung und mit der Erfüllung steigerte sich die unselige Begierde. Nie aber hatte er auch das große Glüd, zu erfahren und zu empfinden, welch ein großer Segen im Ge­ben und Opfern wie im Dienen liegt. Wenn er gab, gab er von seinem Ueberfluß, und nie traf sein Herz der beseligende, warme Strahl des Dankes, der in des Beschenkten Augen glänzt. Sein Geben war nie Opfer, nie Dienst. Sag, wer ist nun der Reiche und wer der Arme? Bezahlen wir auch diese Steuer, es wird schon gehen.- Gaben wir nicht schon weit mehr? Gaben wir nicht den lieben Vater dem Vaterland? Ach, wie unjäglich schwer war es doch, und ich wollte schier verzagen. Und doch ging es, es ging mit Gottes Hilfe. Ich habe dich ja noch und du kannst für mich sorgen; ach, wie mich das glücklich macht. Und du darfst für mich sorgen. Ist das nicht auch ein Glück für dich?"

Arbei

Weißt du, es ist aber ift entfeglich! und nichts schaffen fo Demoralisierende des allmählich, aber unau ebens. Zuerst tobt n Seller einsperri, nad Greien nichts müht. mel alle Spanntraft Neste von Wurstigkei

Der Arbeitsmarkt der Handwerksgesellen hat unter die sen Umständen noch keine wesentliche Entlastung erfahren. Die Einstellung von Arbeitskräften erfolgte, wenn überhaupt, meist nur vorübergehend, da das Fehlen größerer Aufträge eine Dauerbeschäftigung der Arbeitskräfte unmöglich machte. Er­hebliche Lohnänderungen sind nicht mehr erfolgt. Die Be schaffung der Materialien bereitete keine Schwierigkeiten. Preisschwankungen erschwerten verschiedentlich die Kalkulation im Handwerk. Namentlich im Nahrungsmittelgewerbe ge stalteten sich die Preisverhältnisse schwierig.

,, Liebste, beste Mutter!" entringt sich's in Tränen fast er­stidt und doch so überwältigend und sieghaft befreiend des Mädchens Brust und in heißer Liebe umjalingt es die Kranke und füßte ihre welken Wangen.

Gutes Kind", fährt die Kranke fort, glaube mir, im Be­ih ist nur dann Segen, wenn ihn der Besizer liebend in den Dienst der Menschheit stellt. Dem Eigennuß und der Genuß­sucht haftet der Fluch des Verderbens an."

Ja, Mutterchen, du hast recht", liebkost die Tochter ,,, Geben ist doch seliger denn Nehmen! Aber ich begreife nicht den ge­ringen Gemeinsinn und den Eigennut jo vieler Menschen, denen so piel gegeben ist." Das werden sie dereinst zu verantworten haben," erwidert die Kranke. Wehe dem Menschen, der nicht bereit war, zu dienen! Wehe dem Menschen, der mit dem un­seligen Gedanken sterben muß, ein Schmaroher an der Mensch-= heit gewesen zu sein! J. Haußner.

Die Jagd im Juni in Hessen.

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20 Jahre älter. en, du warst ein tes jugendlichen Gaat", dem Organ Deth Lande. Er lo Erwerbslojen. Wi wirtschaftliches, fo Jft da wirklich nic jhen Maßnahmen,

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in Monat Mai 193 jinde fann an der Landgraf Philipps- P ngsberechtigten w nerhalb zwei Mon unden gelten zu m Reichsbahnstrei ihtlichen Diebstähle

nigt jelten gefährlic Tenten haben die Rei Sambienit mit Waffe teten werden in der polizei gleichgestellt.

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Wie merkwürdig Webjel in feinen Leb c an der Univer Ctner Traum, Wen Prophezeit hätte, daß obynen und feinen Derdienen würde Mind body war es wahr

Mit dem Monat Juni beginnt, wie uns der Hess. Jagdklub, Darmstadt, mitteilt, für die meisten Jäger die große Zeit im Jagdjahr. Die Jagd auf den Rehbod geht auf. Sauber ge­fegt sind seine Stangen und sein roter Sommerrod ist ohne Flicken. Freilich, das dichte Unterholz und die hohen Getreide­felder erschweren die Birsch außerordentlich, aber wem könnte Freude machen, früher auf das noch im Haarwechsel begriffene, kaum durch den Winter gekommene und immer noch notleidende Wild zu weidwerken? Sicher ist, daß die neue hessische Vor­schrift, wonach der Bock erst vom 1. Juni ab geschossen werden darf, auf die Qualität unseres Rehwildes einen nicht zu unter­schätzenden Einfluß haben wird. Gerade die besten Böcke die heimlichen werden die Blattzeit erreichen und für die Fortpflanzung tätig sein, während sie in früheren Jahren meist schon im Mai starben und häufig nur die Schneider in die Brunft tamen. Auch das Wildpret des Rehwildes ist jetzt um vieles besser, nachdem der Haarwechsel beendet ist. Mißbrauche niemand diese schönste Zeit des Jagdjahres zu übler Grenz schießerei und Ansitz dort, wo er nicht sein sollte, selbst wenn das Gesetz kein Hindernis dazu in den Weg legt. Auch an dieser Stelle sei an die Landwirtschaft treibende Bevölkerung die dringende Bitte gerichtet, vor der Mahd der Kleeäcker und Wiesen diese unter Scheuchen einmal durchzugehen. Besonders, wenn ein einzelnes Stüd Rewild abspringt, ist vorauszusehen, daß die Kizze sich im hohen Grase oder Klee gedrückt haben, e gewöhnlich dann den Messern der Mähmaschine verfallen. Ein grauenvoller Anblid das arme zerfetzte Jungwild. Sonit brauchen die Reviere Ruhe. Noch setzen die Geisen, das Feder wild brütet bis gegen Ende des Monats. Die Fasanenhähne haben vom 1. ds. Mts. ab Schonzeit. Auf wildernde Hunde

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Er nahm die Pfe wuf. So entaunlich die eritaunlider war die fümmert zu fein, mit ufrieden war! Er

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Albin Klein, Giessen.

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