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Nr. 10

Fern.

Cagen stattgefundenen Landwirtschaftlichen schaft mit beschränkter

Orkommen des Kropfes Durchschnittlich 14 bis mda sogar 30 Prozent, zeigt eine hohe Be hardsfelden. Die Kin Struma- Tabletien. e öffentlichen Umzüge, reiem Himmel für alle

von Michelstadt. gen und erregten Ge n Michelstädter, unter esigen Bezirksschöffen Cantworten. Das Ge Angeklagte erhalten Gefängnis, da als er

e tätlich vorgegangen Teilnahme am Landes wei Angeklagte werden

n Ramen,

en Gesamtministeriums nden Ortes Eichloch ,, Rommersheim"

des Erbgroßherzogs

Mittwoch, den 4. Februar 1930.

,, Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel. Große Heberraschungen

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Bezirk:

VfB. Gießen

Hermannia Kassel Odershausen 5: 2( 2: 1) Borussia Fulda

Verein

Sport Kassel

Kurhessen Kassel Großalmerode 4: 0( 1: 0)

Biedenkopf 3: 2

Garbenteich 1.- Garbenteich 2. 10: 1( 4: 1) Hermannstein 2.- Braunfels 2., B. nicht angetr. Niederohmen Bobenhausen 2: 0( 2: 0)

Niederbiel

Burgsolms 2. 0: 5( 0: 3)

Stodhausen Merenberg 1. 9: 1( 3: 1) Stodhausen 2. Merenberg 2. 1: 0( 1: 0) Flensungen-Stangenrod 2: 0

Jugend:

In Großen Bused:

Großen- Bused

Lollar 0: 3( 0: 0)

Lollar 1900 Gießen 1. 0: 5( 0: 2)

Lich, VfB. Gießen, Heuchelheim nicht erschienen

In Niederweisel:

Butzbach, VfB. Gießen, Niederweisel nicht erschienen;

1900 Gießen 2. ohne Gegner

In Stockhausen:

Stodhausen Löhnberg 1: 3

Stockhausen Braunfels 1: 0

3 Vereine nicht angetreten

In Büblingshausen:

Steindorf Ehringshausen 1: 2

Hermannstein Sch. 1900 Gießen Sch. 1: 2

Gau Marburg.

Nr. 10

Streife durch den Bezirk.

Infolge von Gesuchen um Freigabe gewisser Sonntage( meist zur Abhaltung von Mastenbällen oder Winterfesten) haben die Terminlisten verschiedene Aenderungen erfahren. Wir bringen daher hier zunächst eine Zusammenstellung der letzten Spiele, soweit sie unseren Leserkreis interessieren,

Bezirksliga, Gruppe Süd:

8. 2.: BfB.- Kurhessen Marburg

Kreienjen),

Hermannia Kassel( Trost,

Hessen Hersfeld Spielverein Kassel( darf wegen Plak­sperre nicht in Hersfeld ausgetragen werden), ( Schönhütte- Grone).

15. 2.: BfB. Gießen Borussia Fulda,

FV. Odershausen Hessen Hersfeld, Sport Kassel Hermannia Kassel, Spielverein Kassel

22. 2.: Borussia Fulda

1. 3.: FB. Odershausen

Hermannia Kassel.

Germania Fulda.

Hermannia Kassel.

Borussia Fulda, Spielverein Kassel.

8. 3.: FB. Odershausen BiB. Gießen( Petri- Wetzlar).

1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn:

Gießen).

15. 2.: Wetzlarer EV.

Germania Marburg

-

( Speckhardt,

FV. Wiesenbach( Henkel,

Oranien Frohnhausen.

22. 2.: Germania Marburg

feld- Fulda),

FV. Wiesenbach

Spielvgg. 1900 Gießen( Wingen­Wetzlarer SB.( Böcher- Gießen).

1. 3. Spielogg. 1900 Gießen Weglarer SV.

Spielverein Kajjel 3: 2( 3: 1)

Germania Fulda 4: 1( 4: 0)

Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte

15 9

3

3

43:22 21: 9

BfB- K. Marburg

15 10

1

4

44:34 21: 9

Borussia Fulda

13

8

1

4

27:13 17: 9

Hessen- Hersfeld

14

4

5

5

20:20 13:15

Hermannia Kassel

12

5

2

5

31:31 12:12

V. f. B. Gießen

14

5

2

7

24:34 12:16

Germania Fulda

15

5

1

9

18:30 11:19

Spielverein Kassel

13

4

1

8

30:34

9:17

Odershausen

13

2

2

9

17:35 6:20

Hessen 09 Kassel

05 Göttingen 2: 2( 1: 0)

Spielogg. Göttingen

Einbed 3: 0

1900 Gießen

Wallau 4: 0( 3: 0)

In Hermannstein:

8. 2.: Weglarer SB.

Breidenbach

Frohnhausen 4: 3( 3: 0)

Wiesenbach

Wetzlarer Sportverein 3: 1( 1: 1)

Friedberg 1. Jgd.

Butzbach 1. Jgd. 1: 1( 1: 0)( Priv.)

*

Oranien Frohnhausen Wetlar).

Verein

Spiele gew. unent.

verl.

Tore Punkte

Germania Marburg

10

7

2

1

27:10

16: 4

1900 Gießen

10

6

0

4

Wallau

12

5

6

1

23:22

e von Griechenland, die

Breidenbach

12

6

1

5

35:33

27:24 12: 8 16: 8 13:11

Verein

Sarnau Kirchhain

12

9

1

10

8

1

getraut worden waren,

Sp. V. Wetzlar

9

3

0

6

13:21 6:12

Erksdorf

11

4

5

Wiesenbach

12

4

2

31:27 6

10:14

Speckswinkel

9

3

3

Frohnhausen

11

1

1

9

12:31

3:19

Bürgeln

11

3

3

Butzbach

Weilburg 6: 0

Buchenau

12

4

1

Löhnberg

Azlar 2: 1( 1: 1)

Langenstein

9

3

2

Allendorf

Wommelshausen 1: 2

V. f. B. K. II.

10

2

4

Marbach

Gladenbach 3: 3( 2: 1)

Odershausen II.

10

1

0

Spiele gew. unent. verf. Tore Punkte 35:21 19: 5 1 38:18 17: 3 21:23 13: 9 3 11:14 9: 9 25:28 9:13 25:34 9:15 16:19 8:10 8:12 2:18

2

2

5

7

4

4 26:24

9

13:27

Bottenhorn

Sarnau 1.

Odershausen 2. 5: 2( 4: 0)

Merkenbach

Hartenrod

Germ. Marburg 2. 5: 5

Cappel 1.

Marbach 2. 18: 2( 5: 1)

Dreihausen

Endbach 12: 1( 6: 0)

Wallau 2.

Verein

10

9

1

Wehrda I.

9

7

1

1

41:13

Schönstadt

10

6

0

4

31:14

Frankenberg II.

7

3

1

2 13:17

Wetter II

8

3

0

13:24

Noda

10

2

1

23:30

Löhnberg 2.

Steinberg

Daubringen( 6.) 5: 2( 1: 1)

Oberrosphe

10

2

0

Mellnau

9

1

2

9:50 12:53

Holzhausen 3: 1( 1: 0)( 6.)

Cölbe 1.

Wetter 2. 10: 2( 5: 1)

Verb.- Spiel, für beide verloren

Oberrosphe

Schönstadt 1:13

Steindorf 1.

Verein

Spiele

Tore

Punkte

Günterod

Hartenrod 2. 9: 3( 3: 1)

Bissenberg

13

46:17

21: 5

Cappel 2.

Neustadt

Wetzl. Sp- Verein II.

11

28:15

17: 5

Steindorf

13

29:25

18: 8

Cölbe 2.

Burgsolms

11

31:24

11:11

Niederwalgern 2.-

Holzhausen

12

26:32

11:13

10

12:16

7:13

11

24:34

7:15

Niedershausen

11

16:27

5:17

Sinn 1.

Oberbiel

1!

16:36

7:21

Eisemroth

Medenbach 3: 0

Leihgestern 1900 Gießen 3. 3: 1( v. Sch. abgebr.)

Allendorf

ViB. 3.1900 4. 8: 3( 2: 3)

Oberroßbach 4: 3

asche mit Banknoten in

VB. Gießen 4. Steinberg 2. 0: 2

Würgendorf Fleisbach

Offenbach 4: 1

Melsungen 1: 2( 1: 0)

1900 Gießen 2.

*

Breidenstein 1.- Edelshausen 1. 1: 4( 0: 1)

Balais nach griechischem n der Kirche des alten

Braut, eine Nichte des erst 20, der Erbgroß begrüßten das Braut

g.

imtliche Demonstratio

ms wurden bei einer

e Unregelmäßigkeiten

n über 700 Mark. Der

nes Dienstes enthoben. Sonntag hatte ein seinen Freund auf nach Herborn- Seelbach ser eine scharfe Kurve größerer Geschwindig einen Baum und stürzte der Tod auf der Stelle

wischen Herbornfeelbach ein tödlicher Motorrad einer ihm anscheinend

r Stelle und blieb tot

furt legt ihren Haus:

Der Etat bringt einen onen, die größtenteils den. Die vom Staats:

unverändert bestehen

, 80 RM. pro Kopf und sgeglichen.

en wurde die Mekgers

us von einer männlichen

Herborn Dillenburg 2: 3

Burg

Sechshelden 5: 1

Niederzwehren VFR. Kassel 10: 0( 4: 0)

Corbach Hessen Preußen Kassel 2: 1( 1: 0)

Warburg

Frizlar

BV. 06 Kassel 2: 2( 1: 1)

Lauterbach Bebra 1: 1

Gau Gießen- Wezlar.

Großen- Bused 1. 3: 2( 0: 2)

VfB. Gießen 2. Wiesed 1. 2: 4( 1: 3)

Butzbach 2.­

Bissenberg

Oberbiel

Biskirchen Nauborn

Weilburg 2. 4: 1( 3: 0)

Aẞlar 2. 5: 2( 1: 1)

Nauborn 6: 1

Cölbe I.

elle Karl Engelhardt aus im Hausflur seiner

feine Braut Sofie Jakob

stellte sich freiwillig der

im Kreise Meschede juh

litten einem mit Winter Flante. Zwei Kinder wur Kindern erlitt das eine dere eine Gehirnerschüt

Samtindustrie. Serverband der deutschen

nde Vorschläge für den

ht:

zent.

Der Abfordlöhne. Sergütungen für Sicht

1930.

es 1930 ging die deuts

nüber derselben Zeit bes

n Werte nach um et

79 und 20 tommt die Ver

m Ausdrud. Jm einzelne

Je nach um 15 Pro, di um 8 Proz. und di tgegangen. der Reparationslieferu 930 wertmäßig um 9 Pro angen. Der Preisrüdgan

Ausfuhr. Im einzelne

ertigwarenfabrikation ertrüdgang 14 Proj. Wertrüdgang 6 Proj. Ausfuhr von Lebensmi

trüdgang 30 Proz. und d

Weylarer Sp. 2. 5: 0

Biedenkopf 2. 5: 0( 3: 0)

piele gew. unent. verl. Tore Punkte 0 61:13 19: 1 15: 3 12: 8 7: 5 6:10

Frechenhausen Steinperf 4: 5( 6.)

5786

Leidenhofen 1. 1: 3( 1: 2) Schweinsberg 4: 6.

Unterrosphe Buchenau 2. 1: 3

Sarnau 2. 2: 4( 1: 3) Dreihausen 2. 1: 1

Gau Dill.

Straßebersbach Wissenbach 1: 4( 0: 2)

Hörbach

Herbornseelbach 4: 0

Donsbach 4: 4

Breitscheid, B. nicht angetr. Altenkirchen 2: 2

5:15

4:16

4:14

Allseitigkeit in der Leibesertüchtigung! feit, it der Mensch, der alle Lagen des Lebens, alle Verhältnisse

Keine Einseitigkeit! Unser Körper besteht nicht bloß aus Armen und Beinen, aus Organen, aus Muskeln, sondern bildet ein einheitliches Ganzes, dessen einzelne Teile gleich wichtig sind und infolgedessen auch gleicher Pflege bedürfen. Darum ist es Pflicht, dem ganzen Körper Ausbildung und Kräftigung zufom­men zu lassen, nicht einzelne Teile, vielleicht sogar im Ueber­maß, zu pflegen und zu stählen. Was nützt es, wenn einer Berge von Muskeln heranzüchtet, oder wenn er mehr als ein anderer die Lunge voll Luft pumpen fann, oder wenn er schnell wie ein Windhund dahinläuft, während die übrigen Organe oder Gliedmaßen darüber vernachlässigt werden und oft in einem geradezu unverständlichen Gegensatz der mangelnden Pflege und Ausbildung stehen. Wer es daher ernst meint mit seiner Leibesertüchtigung, mit seiner Rüstigkeit, Gesundheit, der vermeide jegliche einseitige Leibesübung, der vermeide die Spe­zialisierung, der treibe allseitige Leibesübung! Nur dadurch werden Schädigungen vermieden, daß immer wieder ein Aus­gleich geschaffen wird. Dieser Weg führt auch, weil er selten in die Gefahr der Uebertreibung gerät, zu Erholung und Freude im frohen Körperspiel. Es gibt zahlreiche Zweige der Leibes= übung, die sich gegenseitig ergänzen, ja, die sogar auf solche Er­gänzung angewiesen sind. Das ist der Sinn der Ergänzungs­arbeit und der Wechselleistung, daß jeder, der eine Art der Lei­besübung treibt, daneben noch eine andere pflegt, die gerade das bewirkt, was die erstere vernachlässigt. Wer in seiner Hauptübung besonders die Kraft zur Entfaltung bringt, möge daneben noch Ausdauer und Schnelligkeit pflegen. Jämmer lich ist der fraftbeladene Schwerathlet, dem die Luft ausgeht", jämmerlich auch der Dauerläufer, der Zähigkeit in seiner Leistung über Kilometer hinweg zu beweisen vermag, den aber jeder kraftvolle Zugriff schon zum Weichen bringt; seine Ergän= zungsarbeit jei daher eine schwerathletische. Faustkampf ist eine wirksame Ergänzung und ein Ausgleich für den Langstrecken­läufer, daneben die Uebung auf Schnelligkeit. Der Sprinter soll nicht bloß die kurze Strecke laufen oder Weitspringen, son­dern Kraft und Ausdauer besonders üben. Und es gibt Zeiten, wo der Körper überhaupt ein gänzliches Ablassen von der Haupt­sportart verlangt. Nicht völlige Ruhe ist da am Platz, sondern Wechselsport". Schon der Wechsel der Jahreszeiten gibt einen Wechsel an: Wer im Sommer läuft, wirft, springt, möge im Winter Skifahren, Eislaufen, usw. Verkehrt wäre es, bestünde des, Volkssportlers" Winterarbeit in einer 3wedgymnastik. Nein, gänzlich ablassen soll der Volkssportler von seinen som­merlichen Uebungen und anderes treiben. Niemand soll den Dämon ,, Leistung" an sich anbeten.

:

Jedenfalls Ergänzung und Abwechslung in der Leibes­

übung! Oberste Forderung einer Körpertüchtigkeit ist Allseitig­der Umwelt meistert, sein Spiel damit treibt. Ungeahnte Schätze liegen in jeglicher Natur. Natürlich muß man, wie überall, mit Vernunft und Ueberlegung an die Wahl der einzelnen Uebungen Herangehen. Nicht ein Vielerlei, nicht ein planloses Durchein­ander, nicht dieses und jenes halb betreiben, sondern sinnvolle Zusammenarbeit.

Olympischer Amateur.

1.

Tausend Mark für einen Hallenstart!

Ein bekannter französischer Läufer hatte für ein in Deutsch­land stattfindendes Hallensportfest seine Meldung abgegeben, verlangte jedoch neben Schlafwagen erster Klasse und Luxus­hotel die Kleinigkeit" von 1000 RM.( nicht Franken) als Taschengeld.

Pro Meter eine Mart.

Zu der von den Veranstaltern des letzten Frankfurter Hal­lensportfestes gemachten Mitteilung, daß der bekannte französische Weltrekordläufer Ladoumègue für einen Start in Frank­furt die Kleinigkeit von: Schlafwagen 1. Klasse in Frankreich, Schlafwagen 2. Klasse in Deutschland, Unterbringung in einem erstklassigen Hotel, freie Verpflegung und 1000 RM.( 6000 Fran­fen) in bar verlangt habe, veröffentlicht soeben in der Pariser Sportzeitung L'Auto" ein Herr Vitau, der sich als Manager von Ladoumègue bezeichnet, eine Erklärung.

Vitau teilt mit, daß er im Namen Ladoumègues tatsächlich eine Zusatz- Entschädigung von 1000 RM. verlangt habe. Die­ser Betrag wäre aber nicht für Ladoumègue bestimmt gewesen, sondern dadurch sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, auch eine Staffelmannschaft nach Frankfurt a. M. zu entsenden. Vi tau begründet sein eigentümliches Vorgehen damit, daß der Frankfurter Veranstalter für die vier Staffelmitglieder sehr wahrscheinlich eine Entschädigung abgelehnt hätte, doch hofft er, mit einem Zuschlag für Ladoumègue die Gesamtexpedition finanzieren zu können.

Diese Erklärung" ist so windschief, daß man sie mit beißen der Jronie ablehnt und mit Nachdruck eine Untersuchung durch den französischen Verband fordert. Auf jeden Fall hat Herr Vitau seinem in der ganzen Welt bekannten Landsmann einen schlechten Dienst getan, das schnellgefundene Schlagwort pro Meter eine Mart" dürfte Ladoumègue noch lange auf seinem Wege begleiten.

Die Spiele um die Westdeutsche Meisterschaft sollen bereits am 8. März beginnen.( Ob bis zu diesem Termin der Bezirks­meister von Hessen- Hannover schon ermittelt ist, wenn in der Südgruppe vielleicht zwei oder sogar drei Vereine punktegleich an der Spitze stehen und daher erst unter sich noch um die Ent scheidung spielen müssen?) Die acht Bezirksmeister werden wieder zunächst in zwei Gruppen geteilt; in jeder Gruppe spielt jeder Verein einmal gegen jeden andern nach Punktewertung. Die zwei Besten jeder Gruppe werden sodann zu einer Gruppe zusammengestellt und spielen nach demselben System die drei Besten des Verbandes aus; der Dritte muß dann allerdings noch mit dem Meister der Trostrunde um die Ehre der Vertretung fämpfen. Die Trostrunde wird inzwischen von den acht Tabellen­zweiten bestritten, und zwar nach dem Pokalsystem, d. h. der Unterliegende scheidet jedesmal aus. Es sind also normalerweise sieben Spiele nötig; dazu kommt das Entscheidungsspiel des Meisters mit dem dritten Vertreter der Bezirksmeisterrunde, Die letztere erfordert normalerweise dreimal sechs oder achtzehn Spiele, von denen aber die Spiele der Gruppen 1 und 2( Vor­runde) an den gleichen Tagen ausgetragen werden können, jo daß im ganzen sechs Spieltage nötig sind. Auf die Runde der Zweiten sind mindestens drei Spieltage zu verwenden; dazu ein Entscheidungsspiel. Im besten Falle fönnen also die drei defini­tiven Vertreter des Verbandes nach sieben Spieltagen ermittelt sein. Der W.S.V. hat daher auch diese Zahl vorgesehen, nämlich den 8., 15. und 22. März, 12., 19. und 26. April und 3. Mai. Auf den 10. Mai ist vom D.F.B. bereits die Vorrunde der Deut­schen Meisterschaft angesetzt; Endspiel am 14. Juni, Zwischen­runden am 17. und 31. Mai. Ob alle diese Termine eingehalten werden können, ist fraglich; erstens sind vielleicht noch nicht alle Bezirksmeister rechtzeitig ermittelt, zweitens fehlt wahrscheinlich von einzelnen Verbänden rechtzeitig die Angabe der vorgeschrie= benen zwei oder drei Vertreter, und drittens fallen verschiedene Termine mit andern Veranstaltungen zusammen, z. B. am Deutschland, am 26. April: 15. März: Länderspiel Frankreich Länderspiel Holland West­Deutschland und Luxemburg deutschland, am 14. Juni Schweden Deutschland. Die ganze Kalkulation steht also noch auf sehr schwachen Füßen.

Ebenso wie um die Tabellenführung geht in der Südgruppe der Kampf um den Verbleib in der Bezirksliga oder um den Ab­ſtieg falls ein solcher überhaupt schon in dem vom Bezirks­fußball- Sachbearbeiter durch die Tagespresse verbreiteten Maße eintreten soll mit unverminderter Heftigkeit weiter. Dieses Hin- und Herschwanken der Aussichten( lies Chancen!) bei den Inhabern der obersten und untersten Tabellenpläge hat in den beteiligten Kreisen eine gewisse, leicht erklärliche Nervosität her­

3.

Der Fall geklärt?!

Mit erfreuliche Energie haben sich die französischen Spor­führer des Falles Ladoumègue angenommen. Die Angelegen heit ist bereits vollkommen geklärt. Der Trainer Vitau, der das Engagement des Weltrekordläufers nach Frankfurt a. M. vermittelte, hat zugegeben, die Forderung von 1000 RM. gestelli zu haben, behauptet allerdings, dies nur deshalb getan zu haben, um noch einige andere französische Athleten mit nach Frankfurt zu nehmen; er erklärte ferner, daß Ladoumègue von seinen Ver­handlungen nichts gewußt habe(!). Daher wurde von dem Vorsitzenden des Pariser Vereins, des Club athlétique des sports généraux, der Trainer Vitau aufgefordert, seinen Aus= tritt zu erklären.

Ein Warnungssignal!

Vor dem Aachener Schwurgericht fand eine Verhandlung gegen ein Mitglied des Westdeutschen Spielverbandes mit einem Urteilsspruch auf Grund des§ 226 vorsätzliche Körperver­legung mit Todeserfolg mit einer Strafe von 6 Monaten Gefängnis ihren Abschluß. Bei einem Spiel zweier kleinerer Vereine hatte ein Spieler einem Gegner nach dem Abpfiff des Schiedsrichters noch einen Stoß in die Brustseite versetzt, der bei der krankhaften Konstitution des betroffenen Spielers einen Rippenbruch, Blutaustretungen und einen sog. Schocktod" her­beiführte. Das Gericht vernahm 35 3eugen, die widersprechende Aussagen machten und hörte den Rheinbezirksvorsitzenden Zündorf( Köln) als Sachverständigen.

Das Urteil stützte sich auf die Aussage des Schiedsrichters und kam zu einer Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperver­legung, doch wurden dem Angeklagten mildernde Umstände zu­gesprochen. Der Staatsanwalt betonte, daß der Angeklagte die Folgen zweifellos nicht gewollt habe, aber das könne ihn nicht por Strafe schützen. In der Urteilsbegründung des Gerichts sagt der Vorsitzende in seinem Schlußwort, es sei zu berücksich­tigen gewesen, daß ein Spiel, das der Volksertüchtigung dient, niemals ausarten dürfe.

Ueber den lokalen Rahmen hinaus kommt diesem Vorfall und dem Urteilsspruch eine folgenschwere, grundsätzliche Bedeu­tung zu. Es ist ein Warnungssignal für den Fußballsport und muß allen Sportinstanzen Veranlassung geben, gegen unfaires Spiel und gegen alle Rüpeleien der sogenannten Fußball­rowdys mit äußerster Strenge vorzugehen. Nur die schwersten Strafen und die Ausmerzung von solchen Elementen, die wie­derholt oder sogar vorsätzlich gegen die Spielregeln und Sport= geseze verstoßen, kann den Fußballsport vor schweren Schädi­gungen bewahren. Strengste Kontrolle der Disziplin auf dem 1 Spielfeld ist heute mehr denn je erforderlich!