Nr. 52
Mittwoch, den
Mittwoch, den 1. Juli 1931.
,, Gießener Zeitung"
Prag und Warschau stimmen dem Hoover- Plan zu.
Washington. Das Staatsdepartement hat von der amerikanischen Botschaft in Prag die Nachricht erhalten, daß die Tschecho= slowakei den Hooverschen Plan annehme und in den nächsten Tagen darauf antworten werde.- Der polnische Geschäftsträger hat dem Staatsdepartement die Erklärung abgegeben, daß seine Regierung den Plan Hoovers ebenfalls annehmen werde.
Die spanischen Wahlen.
Paris. Die republikanisch- sozialistische Koalition haben bei den Wahlen zu den spanischen Cortes den Sieg davongetragen. Sämtliche Minister der provisorischen Regierung sind gewählt worden. Außenminister Lerroux wurde in nicht weniger als sieben Wahlbezirken gewählt. Als bedeutungsvoll und folgenschwer wird der Sieg der Anhänger Macias in Katalonien( Separatisten), der Jaimisten( Carlisten) in Navarra und der autonomistischen Nationalisten in San Sebastian angesehen.
Gemeinden zur völlig selbständigen Verwaltung nach ihrem Willen vorbehalten waren. Damit aber die Gemeinden nicht durch ausschließliche Beschäftigung mit diesen ihren Selbstverwaltungsangelegenheiten in die Gefahr tamen, sich als Selbstzweck gegenüber den höheren Verbänden und gegenüber dem Staate zu fühlen, übertrug Stein ihnen zugleich auch grundsätzlich die Exekutive in den staatlichen Angelegenheiten, die in ihrem Bezirk zu erledigen waren, vor allem die örtliche Polizei und die örtlichen Geschäfte der allgemeinen Landesverwaltung. Gerade diese Verbindung von Selbstverwaltungsangelegenheiten und Auftragsangelegenheiten, wie wir es heute nennen, ist ein wesentlicher Punkt der Stein'schen Staatsidee, der als solcher im allgemeinen viel zu wenig beachtet wird. Durch die Städteordnung wurde der Grundstein für die Beteiligung der Bevölkerung an der Verwaltung so fest und unverrückbar gelegt, daß die ganze spätere Entwicklung darauf aufgebaut ist. Ein besonderer Wesenszug Stein's war sein starkes Deutschtum. Ihm schwebte ein großes Deutschland mit starker Zentralgewalt als Ideal vor. In der territorialen Zersplitterung erblickte Stein richtig den Grund für das nationale Elend der deutschen Nation während eines Jahrtausends. Wir wissen, daß der alte Wider= streit der Territorial- Souveränitätsansprüche der Länder gegen die einheitliche Souveränität des Reichs auch heute noch nicht aufgehört hat. Er bildet den schwierigsten und zugleich ent-. scheidenden Punkt bei der Reichsreform, die überall in Deutschland heutzutage für nötig empfunden wird, wenn anders wir als starke einheitliche Nation auf die Dauer sicher bestehen wollen. Gerade in dieser höchsten Lebensfrage kann und muß die Stein'sche Staatsidee uns Führer und Leitstern sein. Ihre Lösung wird nur möglich sein, wenn das deutsche Volk einhellig mit Stein sagt:„ Ich kenne nur ein Vaterland und das ist das ganze Deutschland, nicht nur ein Teil davon", und die Verwirklichung dieses Ausspruchs durch die Tat wird die höchste Ehrung sein, die das deutsche Volk seinem großen, nun 100 Jahre dahingeschiedenen Toten, darbringen kann. ( Fortsetzung folgt.)
Ferien für die Polizei in Hessen.
lage und Betriebskapitale 24 Pfennig Umlagebetrag an die Hessische Handwerkskammer zu entrichten. Die Beiträge zur Hand werkskammer sind von den Städten und Gemeinden zu tragen, die berechtigt sind, sie auf die ortsansässigen Handwerksbetriebe umzulegen.
* Ausstellung. Vom 28. Juni bis 5. Juli findet im Studentenheim eine Ausstellung von Schlachtenpanoramen statt. Ge zeigt werden: 1. Die Tantschlacht bei Cambrai( 17. Nov. 1917); 2. Die Schlacht bei Leuthen( 5. Dez. 1757); 3. Die Erstürmung der Ferme Champenois durch das 1. Bataillon 2. Hess. Inf- Regt. ( spät. Nr. 116); 4. Eine Episode aus der Schlacht von Gravelotte.
Selbstmordversuch der rumänischen Königin. Bularest. In rumänischen Hoffreisen herrscht tiefe Bestürzung über das Schicksal der Königin Helene, der ehemaligen Gattin König Carols, die an einer schweren Veronalvergiftung erkrankt sein soll. Wenn auch amtlich von einem Versehen der Königin bei der Wahl ihres Schlafmittels gesprochen wird, so ist doch nicht die Möglichkeit von der Hand zu weisen, daß Königin Helene einen Selbstmordversuch unternommen hat. Es ist be= kannt, daß König Carol mit seiner Gattin vollständig zerfallen ist. Helene hätte in den nächsten Tagen Rumänien verlassen müssen. Der König lehnte es entschieden ab, die Aufenthaltsgenehmigung für seine ehemalige Gattin in Rumänien zu be= willigen. Carol hatte für Helene eine jährliche Apanage von 160 000 Mark unter der Bedingung ausgesetzt, daß sie sofort das Land verlasse und nur mit seiner eigenen Erlaubnis wieder zurückkehre. Diese Erlaubnis kann nur dreimal während eines Jahres erteilt werden. Man wollte der Königin wenigstens die Möglichkeit geben, einige Male im Jahre ihren Sohn wiederzusehen. Was auch immer mit der Königin Helene geschehen wird, König Carol wird es jetzt nicht ganz leicht haben, die Sympathien des Volkes für sich zu gewinnen.
Fünfwöchiges Versammlungsverbot. Infolge der starken Anstrengung der Polizeiorgane in der letzten Zeit und der weiter infolge der herannahenden Wahlen für die Polizei sicher zu erwartenden vermehrten Tätigkeit ist der Innenminister zu dem Ergebnis gekommen, daß der Zustand unerträglich ist und hat angeordnet, daß in der Zeit vom 6. Juli bis 9. August einschließlich die politische Versammlungstätigkeit einzuschränken ist und der Polizei eine Zeitlag Ferien von dieser besonderen Anspannung zu geben. In diesen fünf Wochen sollen keinerlei öffentliche politische Versammlungen im geschlos= senen Raum und unter freiem Himmel, Aufmärsche, Aufzüge, Kundgebungen usw. stattfinden. In der Mitteilung heißt es weiter: Man darf annehmen, daß dieser Burgfrieden von der Mehrheit der Bevölkerung sympathisch aufgenommen wird, denn in der Tat bedürfen Polizei und Bevölkerung dringend der Ausspannung und auch den Parteien dürfte eine Atempause durch eine vorübergehende Einschränkung der öffentlichen Versammlungstätigkeit nicht ganz unerwünscht sein.
Hessischer Landtag.
Aus der Arbeit der Ausschüsse.
Darmstadt. Im 3. Ausschuß wurde ein Zentrumsantrag mit 5: 2 Stimmen angenommen, auf reichs- und landesrechtlichem Wege eine Reform und verschärfte Zensur des Lichtspielwesens besonders zum Schutze der Jugend und der religiösen und sittlichen Werte einzuleiten.
Mit 4: 3 Stimmen bei Enthaltung der Volkspartei wurde ein Zentrumsantrag gebilligt, der sich gegen Auswüchse beim Badebetrieb im Freien wendet und deren Beseitigung durch die Regierung fordert.
Lokales.
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* Zusammenschluß der Berussmusiker. Aus der großen Notlage im deutschen Musikergewerbe heraus, in dem 80 Prozent der Berufsangehörigen erwerbslos sind, wurde vor einiger Zeit der Fachverband deutscher Berufsmusiker( Fa- De- Be) gegründet. Seine Aufgabe ist es, zur Erhaltung der Existenz des Berufs standes den Kampf zu führen gegen Schmutz- Konkurrenz durch Nebenberufler und Doppelverdiener. Er nimmt nur gelernte Berufsmusiker auf und erwartet den Anschluß aller noch abseits stehenden Berufsmusiker, um erfolgreich den schweren wirtschaftlichen Existenzkampf durchführen zu können. Der Fachverband deutscher Berufsmusiker, der parteipolitisch und konfessionell neutral ist, hat sich als Spitzenorganisation dem freiheitlich- nationalen Gewerkschaftsring deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände angeschlossen, der damit eine neue Stärkung erfahren hat.
* Konsularnachrichten. Aus Darmstadt wird gemeldet: Der zum fönigl. italienischen Generalkonsul in Frankfurt a. M. ernannte Dr. Giovanni Pascal, dem namens des Reichs die Erequator erteilt worden ist, ist anerkannt, und zur Ausübung fonsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden.
Zur Ausführung des Gesetzes über den Waffenmißbrauch erläßt der Minister d. J. eine Verordnung, nach der zum Führen von Hieb- oder Stoßwaffen durch die Polizei oder das Kreisamt eine Ermächtigung erteilt wird, die mit einer Stempelmarke versehen sein muß.
* Warum keine Arbeiter- Wochenkarten für Angestellte? Der Gewerkschaftsbund der Angestellten hat sich schon seit langem nachdrücklich für die Ausgabe von billigen Arbeiter- Wochenkarten der Reichsbahn auch an Angestellte eingesetzt. Auf eine neuer liche Eingabe an die Reichsbahn hat sich diese in ihrer Antwort wiederum auf den Standpunkt gestellt, daß Voraussetzung dafür eine Aenderung des Beförderungssteuer- Gesetzes in dem Sinne sei, daß der Arbeiterbegriff durch den Arbeitnehmerbegriff ersekt wird. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten hat daraufhin sofort eine wohlbegründete Eingabe an das Reichsfinanzministe rium geleitet, die um Aenderung des Wortes ,, Arbeiter" im § 3, Abs. 1, Ziff. I des Beförderungssteuer- Gesetzes in ,, Arbeit nehmer" ersucht. Hoffen wir, daß der Eingabe Erfolg beschieden ist, damit der Berufsstand der Angestellten, der wirtschaftlich nachgewiesenermaßen feineswegs besser dasteht, als die Arbeiter schaft, und der längst in allen Zweigen des sozialen Schuhes gleichartiger Behandlung unterliegt, nicht länger infolge eines zu eng ausgelegten Wortes im Beförderungssteuer- Gesetz ungerechter Weise von der Ausgabe billiger Wochenkarten ausge schlossen bleibt!
* Geldüberweisungen nach Italien. Am 1. Juli wird der Postüberweisungsverkehr mit den italienischen Postschecämtern aufgenommen. Der Betrag für die Ueberweisungen ist in beiden Richtungen unbeschränkt. Die Gebühr nach Italien beträgt 5 Pfennig für je 100 Mart, mindestens 20 Pfg. Bei den deutschen Postscheckämtern kann das Verzeichnis der italienischen Postscheckkunden bestellt werden.
* Von der Reichswehr. Gestern morgen wurde unser Ba= taillon zum Truppenübungsplatz Sennelager geschickt. Es bleibt dort bis zum 29. Juli.
* Die Ausbringung der Kosten der Hessischen Handwerkskammer. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft hat der hessischen Handwerkskammer für das Jahr 1931 die Erhebung einer Umlage von 366 000 Mart genehmigt. Als Stammbeitrag ist ein Satz von jährlich sechs Mark festgesetzt. Weiterhin sind als Umlagebedarf für je 100 Mark Steuerwert der gewerblichen An
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100 Meter: 1 R VB. 08 Gieße 12,2 Get 200 Meter: 1. R Gießen, 25,3 G
* Vom Gießener Verein für Luftfahrt. Der Verein für Luftfahrt feierte Ende letzter Woche im Saal des Flughafengebäudes sein 20jähr. Bestehen. Der Vorsitzende, Bankdirektor Grießbauer, hielt einen Lichtbildervortrag über die Geschichte und das Wirken des Vereins. Danach berichtete stud. med. G. Schmidt über die Segelfliegerei der Jungfliegergruppe des Vereins. Zu erwähnen ist, daß der Verein bei seiner Gründung 59 Mitglieder zählte heute dagegen insgesamt 130 Mitglieder.
800 Meter: 1. B 1900 Gießen, 2:19 Min. Hochsprung: 1. G Gießen, 1,50 VfB. Azlar, Weitsprung: 1. 1900 Gießen, 5,04 Meter.
* Nationale Zusammenarbeit. In einer gemeinsamen Sitzung beschlossen der Vorstand des Landjugendbundes in Oberhessen und der Gau Hessen- Nord des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, angesichts der immer bedrohlicher werdenden innen und außen politischen Lage unseres Vaterlandes, in Zukunft enge Zusam menarbeit in allen vaterländischen Fragen zu halten. Die Führer schaft beider Verbände hat deshalb eine Arbeitsgemeinschaft abgeschlossen.
* Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil Club E. V.( A.v.D.), Gießen. Die Provinzialstraße LindheimDüdelsheim im Zuge der Straße Vilbel- Büdingen ist ab 29. Juni 1931 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Stod heim Büches oder Hainchen- Simbach- Eckartshausen- Calbach -Büches und umgekehrt.
2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der
1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die Haut, insbesondere Gesicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erzielt dann ohne schmerzhafte Rötung eine gesunde, sonnengebräunte Hautfärbung. Creme Leodor- fettfrei, rote Padung, fetthaltig, blaue Padung Tube 60 Vf. und 1 Mart, Leodor- Edel- Seife 50 Pf. In allen Chlorodont- Berkaufsstellen zu haben.
Bäterliche Erziehung.
Von P. H.
Das Kind braucht die Erziehung beider Eltern. Gewiß braucht uns um die Entwicklung und das Schicksal des Kindes noch nicht bange zu sein, wenn es auch nur die Mutter erzieht. wofern sie nur das Herz auf dem rechten Fled hat. Aber der wünschenswerte Zustand ist es nicht. Gerade in der väterlichen Erziehung liegen besondere Vorzüge, um die kein Kind kommen sollte, in der mütterlichen trotz allem auch Gefahren, die ausgeglichen werden müssen. Vor allem ist die Mutter, ihrem weicheren Wesen entsprechend, auch zu leicht zur Nachsicht dem Kinde gegenüber geneigt, sie verweichlicht es oft. Zum anderen fehlt mancher Mutter der flare Blid fürs wirkliche Weltbild, der feste Sinn, die Stetigkeit. Daher die Not mancher Mutter mit ihren Kindern, daher Zweifel und Aengste, was sie mit ihren Kindern machen soll. Viele Mütter fühlen auch bedrückt die eigne Unzulänglichkeit; sie gestehen es ein: ja, es fehlt meinem Kinde halt der Vater!
Reise
2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne pute man früh und abends die Zähne mit de herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Seitenflächen mit Hilfe der Chlorodont Zahnbürste einen elfenbeinartigen Glanz erzeugt. Chlorodont Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pfi, Chlorodont- Zahnbürste 1 Mart, Chlorodont- Kinderbürste 60 Pf., Chlorodont- Mundwasser 1 Marl
flare Vernunft einen Weg gewiesen hat, während die Mutter öfter als gut geneigt scheint, bereits gefaßte Entschlüsse umzu stoßen, besonders wenn Widerstände in Erscheinung treten. Obgleich beide Eltern die Erziehung mit gleichem Ernst anfas sen, tritt doch noch ein wichtiger Teil, vielleicht der augenfälligste Unterschied zutage: der Vater erscheint, nein, ist auch in der Tai härter als die Mutter. Diese mag es noch so gut mit ihrem Kinde meinen, eins macht sie doch oft recht unglücklich, es leiden zu sehen, ihm wehe zu tun. In der Erziehung aber geht es ohne einen zeitweiligen Zwang, ohne Strenge nicht ab, es ereignen sich oft die bittersten Kämpfe zwischen Eltern und Kindern, die nur gewonnen werden, weil der Vater fest, vielleicht auch hart blieb. Seine Festigkeit hat nicht selten den Anschein der Grausamkeit und Ungerechtigkeit, und sie hat schon manchmal nicht nur Vater und Kind, sondern auch Mann und Frau entzweit. Es mag auch sein, daß der Vater, der ein Ziel allzu starr im Auge behält, die Grenzen berechtigter Strenge überschreitet, im großen und ganzen aber wird seine vernünftige Festigkeit doch ein wohltätiges Gegengewicht gegen die manchmal verhängnisvolle Weichheit der Mutter sein.
Seine eigenartige Erziehung tritt besonders in zwei Punkten hervor. Sie wurzelt im gegensätzlichen Wesen der Geschlechter. Der Mann ist im Gegensatz zum mehr gefühlsbetonten Weibe Verstandsmensch, er bewahrt im Gegenteil zur leichter bewegten, mehr mit dem Gemüt erlebenden Frau den fühleren Kopj, er überblidt auch manchmal klarer die Folgen. So läßt er auch in der Erziehung den Verstand da reden, wo das mütterliche Gefühl leicht zu hohe Wellen schlägt und in der Erregung Jrrwege einschlägt. Sein Verstand trägt einen gewissen Zug von Festigkeit, Entschiedenheit in die Erziehung. Das mütterliche Gefühl sucht noch immer bekümmert um den besten Weg, wenn der Mann schon unabänderliche Beschlüsse gefast hat. Väterliche Eigenart ist Stetigkeit, um so mehr, wenn die
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Ruhrbezirk: Meter: Finte51,6 Gef.; 800 Meter: Shent 16: 02,1 Min.; iprung: Borr
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Rheinbezir Meter: Hendr 51,7 Get.; 800 ter: Wierth- M Siegers- Eichwei 13,18 Meter; ter; Hochsprun wurf: Wolf- K
6,68 Meter; D
100 Meter: Köl 2: 07,5 Min.
Westfalen: 1 200 Meter: Kle Meter: Rose- Han Schmit- Borussia fter 08 4: 19,5 Stabhochsprung: Sprung: Stedmej mann- Büdeburg Meter; 110 M
4 mal 100 Meter
1500 Meter: Har Berg- Märt,
200 Meter: Fisd jeldorf 99 52 Get 2: 01,2 Min.; 15 Meter: Koch- Dü Duffeldorf 99 12 Düsseldorf 3 Met
1.67 Meter;
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wesen. In der Frau bleibt das Empfinden immer besonders stark. Schon daher sind sich Kind und Mutter verwandt. Vor allem findet das Kind bei der Mutter leicht Mitleid, Hilfe und Recht, manchmal auch dann, wenn das Kind im Unrecht ist. Zwischen Vater und Kind besteht immer eine größere Entfer nung. Unzählige Male mag sich das Beispiel von Goethes Gl tern wiederholen: der ernste, strenge, unnahbare Vater, die hei tere, fabulierende, mit den Kindern alles durchlebende Mutter. Sie ist dem Kinde vielfach Genossin, Gespielin, Liebe und Freude, der Vater dagegen Ernst und Würde. In den Ne ten flieht das Kind zur Mutter; vom Vater erwartet es Klar heit, Auskunft, Hilfe in den verworrenen Zuständen des äuße ren Lebens; er hat Achtung vor seinem Wissen, Respekt ro seinem Können, es fühlt seine Ueberlegenheit. Wo der Vater in seiner Verantwortung ,, den Apfel neben die Rute" zu legen weiß, wird das Kind trotzdem den Pulsschlag der Liebe heraus fühlen, aber es fommt auch vor, daß übergroße Härte des Kin des Herz entfremdet. Hier dürfte eine wichtige Aufgabe der Mutter darin bestehen, den Vater nicht nur als ein Schrec gespenst hinzustellen, ihn zum Büttel zu entwürdigen, jonder das Kind den Vater, diesen aber auch das Kind verstehen lehren. In der Erziehung muß an einem Strange gezogen werden.
Erziehung ist mit Vorbereitung fürs Leben. Der Mann kennt das in der Regel besser, weil er selber erwerbend und fämpfend drin steht. Darum ist er auch besser als die Mutter imstande, seine Kinder in die äußeren Verhältnisse einzuführen, ihnen die späteren Lebensziele aufzudecken, sie dafür zu beget= stern, sie vor Gefahren zu warnen, sie tapfer fämpfen zu lehren. Er kann die Zukunft der Kinder besser überwachen; er hilft bei der Berufswahl mit seiner Erfahrung, er führt den heranwachsenden Sohn, die Tochter ins Leben, lenkt ihr Schidjal noch fern vom Vaterhause. So löst er Aufgaben, denen sich eine Mutter oft hilf- und ratlos, höchst verzweifelt gegenüber sieht. Natürlich ist das Verhältnis des Vaters zum Kinde anders als das der Mutter. In der Jugend ist der Mensch mehr Gefühls
Riederrhein
4: 08,8 Min.; 50 Rugel: Goitich- P bodhiprung: Kilg bodhiprung: Stid Hendrils- Sichteln
Heute meint man oft, dem Kinde müsse recht viel Freiheit und Nachsicht gestattet werden. Gerade manche Mutter find a sich dadurch leicht getröstet und läßt die Zügel erst recht m Boden schleifen. Die Folge sind verwöhnte Muttersöhnchen, die dem Leben nicht gewachsen sind. Demgegenüber verlangen i mehr heilsame und liebevolle Zucht. Und wenn die väterlie Erziehung heute so oft ausgeschaltet ist, erhöht sich die Aufgabe der Mutter. Sie mag immerhin der Weichheit ihres Herzens folgen, sich dabei aber auch zur nötigen Festigkeit zwingen und dem Lichte der Vernunft folgen.
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