Ausgabe 
31.10.1928 Zweites Blatt
 
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Nr. 87.

Samstag, d

Samstag, den 3. November 1928.

kraft dieser Bevölkerungskreise nachließ und eine verringerte Nachfrage nach Handwerksprodukten bedingte.

Die Erwartungen des Handwerks, daß im Anschluß an die quantitativ und qualitativ gute Ernte die Landwirtschaft in stärkerem Umfang als Auftraggeber auftreten würde, haben sich nicht erfüllt. Die ziemlich niederen Getreidepreise sowie der Rück­gang der Preise für Rindvich haben bis jetzt die Landwirtschaft zur weiteren Zurückhaltung in der Auftragserteilung veranlaßt.

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Die Kreditnot im Handwerk hat in der Berichtszeit eher eine Verschärfung als eine Milderung erfahren. Infolge der Zunahme des Borgunwesens fehlt es dem Handwerk vielfach an dem nö­tigsten Betriebskapital. Selten gelingt es, sich zu erträglichen Bedingungen den erforderlichen Kredit zu verschaffen. Beschaffung der erforderlichen Rohstoffe und Materialien stieß nirgends auf Schwierigkeiten. Leider sind jedoch die Preise für verschiedene Materialien gestiegen. So zeigten beispielsweise die Preise für Zement, für die Rohmaterialien der Töpfer, für Huf­eisen usw. steigende Tendenz. Auch die befürchtete Wirkung der Eisenbahntariferhöhung ist nicht ausgeblieben, sondern hat sich Gestalt von Preiserhöhungen, insbesondere für Mengenprodukte, wie Ziegelsteine, unangenehm fühlbar gemacht.

Die Lage des Arbeitsmarktes entsprach im wesentlichen der Beschäftigungslage des einzelnen Handwerksberufes. Während Töpfer, Maler, Glaser Elektroinstallateure usw. stärker nachge= fragt waren, hat sich der Arbeitsmarkt für Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Stellmacher, Sattler, Mechaniker usw. verschlechtert. Lohnsteigerungen wurden im Baugewerbe sowie in den Bau­nebengewerben auf Grund von Tarifverträgen in Kraft gesetzt.

Lokales.

Sonntagsgedanken..

Gießener Zeitung"

* Straßensperrung. Wegen Walzarbeiten ist der Hohl Eich­weg von der Rodheimer Straße ab auf eine Länge von etwa 500 Meter bis auf weiteres für allen Fahrverkehr polizeilich gesperrt.

* Warnung vor einem falschen Kriminalbeamten. Am 26. Oktober ist hier in einem Uhrmacherladen, sowie in einer Wirt­schaft ein fremder Mann aufgetreten und hat sich in einem Falle als Schutzpolizeibeamter und im anderen Falle als Kriminal­beamter ausgegeben. Die Person ist ca. 1,65 Meter groß, hat blondes Haar, frsches Gesicht, trug Batschmüße und Autoschuh­brille. Sollte eine derartige Person hier nochmals auftreten, so wird gebeten, dessen Festnahme in geeigneter Weise zu ver­anlassen.

Bald kommt der Winter. Verschwunden ist alle Pracht des Sommers. Das große Sterben beginnt. Verstummt ist auch der Vöglein froher Sang. Auch der Wald rüstet sich zum Schlafen­gehen.

ersucht, sich mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benehmen zu setzen.

* Unfall. Am 31. Oktober, 19 Uhr, wurde die Polizei be­nachrichtigt, daß in der Wilhelmstraße eine Frau im bewußt­losem Zustande auf der Straße liege. Sie wurde mit dem Sanitätsauto nach der Klinik verbraucht, wo der Tod infolge Herzschlag festgestellt wurde, das durch den Amtsarzt be= stätigt wurde.

* Polizeibericht. Bei der Kriminalpolizei Gießen ist ein Motorrad mit dem Kennzeichen VO 5318, Marke Ardie, Fabrik­nummer 9550, Motornummer 11 252, sichergestellt. Ferner sind nachstehende Fahrräder bei der Kriminalpolizei Gießen sicher­gestellt: a) Marke Hammonia, Fabriknr. unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, hochgebogene Lenkstange, graue Dun­lopbereifung, brauner Sattel mit der Aufschrift Hammock und Torpedofreilauf. Das Rad ist frisch lackiert. b) Marke Ale­mannia, Fabriknr. unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Fel­gen und deutscher Lenker. c) Marke Goldrad, Fabriknr. 83 892, schw. Rahmen u. Felgen, graue Bereifung. d) Ein Damenrad, Marke B. G. C., Fabrikdr. unbekannt, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen mit grünen Streifen und buntes Schutzblech. e) Her­renrad, Marke Mifa, Fabriknr. unbekannt, deutscher Lenker und graue Bereifung. f) Marke Diamant, Fabrifnr. 450 877, schwarze Rahmen und Felgen, deutscher Lenker und graue Bereifung. g) Marke Opel, Fabriknr. 330 551, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen, mit schwarzen Streifen, deutscher Lenker und Torpedo­freilauf. h) Marke unbekannt, Fabritnr. 88 419, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, deutscher Lenker und am Hinterrad rote Bereifung. f) Marke Viktoria, Fabriknr. unbekannt. schwarzer Rahmen und Felgen, hochgebogene Lenkstange. Das Rad ist überlackiert. Die rechtmäßigen Eigentümer werden

Noch einmal laßt uns heute zum Sonntag zu ihm gehen, zu ihm, dem deutschen Wald, um den Freund in seiner letzten Schönheit zu sehen und seiner Sonntagspredigt zu lau­schen. Er hat so oft in diesem schönen Sommer von seines Reich­tums Fülle in unser Herz gegossen.

Ja, der Deutsche und sein Wald! Das ist ein Lied von altem, gutem Klang, den man nicht genug hören kann und der immer voll neuem Zauber ist. Das ist das Lied vom Frieden. Nicht um­sonst sprachen die Dichter aller Zeiten von dem Wald, der einem Dome gleicht, in dem immer Sonntagsfriede wohne.

Wenn du dorthin gehst, dann laß den Alltag zu Hause; wenn der Sonntag der Natur dich segnen soll, dann schüttle allen Ballast und allen Staub ab und laß den Alltag weit hin­ter dir! Und dann erst tritt ein in den hohen Waldesdom.

Im Rauschen seiner Wipfel ist ein Klang der Ewigkeit, wie im Rauschen des Meeres. Dem guten, andächtigen Herzen tut die Allmutter Natur ihre letzten, geheimen Schazkammern auf. Dem Bösen aber bleiben sie ewig verschlossen. Ja, ihm wird die heilige Stille des Waldes gleich der einer Kirche nur Grauen einflößen.

Wir Menschen von heute ohne so wenig Sonntagsfreuden brauchen ein Stüd Romantik als Gegengewicht gegen den harten 3wed des gegenwärtigen Alltags. Und echte, gesunde Romantik wird uns immer eine Quelle der Kraft und Freude sein, be= sonders in unserem deutschen Walde.

Gerade in dieser Zeit hören wir so viel wahre Worte aus dem Walde klingen: er sagt uns, daß das echte Wachstum ganz in der Stille geschieht. Lärm ist des Wachsens Feind. Wachse, wo du kannst und wachse nach deinem Gesetz und deiner Bestim mung. Wurzle im Grunde der Heimaterde; aber vergiß nicht, daß über dir der Himmel ist. Ja, des Waldes Predigt lautet: Leben und Sterben, standhalten, blühen und wachsen und gute Früchte tragen: in Ruhe Teben und ein Segen sein!

Lebwohl, du deutscher Wald, bis wir in neuer Kraft am Frühlingsauferstehungstag dich wiedersehen!

Der Sonntagsschreiber.

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daran ift nicht zu rütteln. Das duf­tige Aroma des Kaffees kommt erft zur vollen Entfaltung, wenn ,, Aecht Franck" dazu genommen wird. Außerdem gewinnt jedes Kaffee­getränk, gleichgültig ob aus Bohnen­oder Getreidekaffee bereitet, an Ge­halt, Würzigkeit und Farbe durch das feine und ausgiebige Zichorienkaffee- Erzeugnis

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* Aufgefunden. Die vermißte Wieth wurde auf Grund der erlassenen Zeitungsnotiz durch die Schutzpolizei Buzzbach auf der Kirmes in Griedel betroffen und in Schutzhaft genom­men. Sie wurde von ihrem Vater abgeholt.

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* Aufgeklärte Kellereinbrüche; Festnahme des Täters. In letzter Zeit trieb ein Einbrecher in hiesiger Stadt sein Unwesen und erlaubte sich, mehrere Kellereinbrüche zu begehen. Ent­wendet wurden u. a. Würste, Speckseiten usw. Der Kriminal­polizei gelang es, am 1. ds. Mts. den vermutlichen Täter in seiner Wohnung zu stellen. Eine sofort vorgenommene Durch­suchung war von Erfolg. Es wurden eine Anzahl Würste, sowie gestohlene Eiertöpfe und sonstige Dauerware vorgefunden, die von den Geschädigten als ihr Eigentum anerkannt wurden. Außerdem wurden mehr als 50 Schlüssel aller Größen vorge­funden, die als Einbrecherwerkzeug anzusehen sind. Ein Schin­fen ist hier noch sichergestellt, über dessen Herkunft nichts bekannt ist. Ferner wurde eine braune Riste( 37X28 cm) gefunden, in welcher sich allerlei Werkzeuge, Stemmeisen, darunter ein Steinmeisel mit dem Zeichen H. R. und Hobel befanden. Es fann schließlich möglich sein, daß diese Sachen teilweise aus früheren Bauhütteneinbrüchen herrühren. Sachdienliche Mit­teilungen, die zur Aufklärung der hier sichergestellten Sachen zweckdienlich sind, nimmt die Kriminalpolizeit Gießen auf Zim­mer 1 entgegen.

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* Ein neues Müttererholungsheim. Der mit seinen 200 Vereinen über ganz Hessen verbreitete Verband evangel­kirchlicher Frauenvereine hat für seine Angehörigen und Mitglieder in Nieder- Ramstadt ein neues Müttererholungs­heim eingerichtet, in dem Frauen Erholung, Ausspannung und Kräftigung finden gegen ein geringes Entgelt, Auch für Tagungen und dergleichen Veranstaltungen ist das Heim gedacht. Unter der Leitung der Vorsitzenden des Verbandes, Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu Erbach- Schönberg, wurde das Heim durch den Prälaten der Landeskirche D. Dr. Diehl am 24. Dk tober seiner Bestimmung übergeben. Das Haus ist sehr schön am Fuß des Lindenbergs am Waldrand gelegen und freund­lich eingerichtet.

* Weihnachtsspende für Altveteranen. Auch in diesem Jahre ist der Verband der Kriegerkameradschaft Hassia in der Lage, den Altveteranen wiederum eine Weihnachtsspende zukommen zu lassen. Die Eingaben sind bis spätestens 16. No­vember an die Geschäftsstelle in Darmstadt einzureichen. Da dieser Termin unter keinen Umständen überschritten werden darf, müssen die Kameraden den Vereinsvorständen die Ar­beit möglichst erleichtern und selbst bei der Beschaffung der be­hördlichen Beglaubigung behilflich sein. Wenn auch nur 14 Tage zur Verfügung stehen, so können unter feinen Umständen noch später einlaufende Gesuche berücksichtigt werden.

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* Aus dem Handwerk und Gewerbe. Der Hessische Hand­werfs- und Gewerbeverband hält seine diesjährige Hauptver­sammlung am 10. und 11. November in Offenbach a. M. ab. Samstag, den 10., nachmittags 3 Uhr, tagt der Landesausschuß, für den Abend hat das Offenbacher Handwerkerkartell einen Begrüßungsabend im Hotel Degenhardt vorgesehen. Sonntag, den 11., vormittags 10% Uhr, findet die Hauptversammlung des Verbandes im Stadtgarten statt. Fragen von größter Wich­tigkeit für das Handwerk werden erörtert. U. a. wird Herr Landtagsabgeordneter Lautenbacher über das immer noch ungelöste Problem der Altersfürsorge für das selbständige Hand­werk, Herr Direktor Schüttler über die das Handwerk inter­essierenden Gesetzesvorlagen referieren. Der Besuch der Tagung kann allen Handwerkern nur empfohlen werden.

Hotel Wimberger" und lassen uns in unsere Woh-| Hauptallee zum Festplat nungen führen, die in der Nähe der beiden Standquar- schen Sängerbund- Festes.

Gesangvereins..Frohsinn" Bad Nauheim tiere liegen. Der Empfang durch die Quartiergeber

zum 10. Deutschen Sänger- Bundesfest nach Wien vom 17. bis 26. Juli 1928. Von E. Punger.

1. Fortsetzung.

In Melk an der Donau bewunderten wir das große und großartige Stift mit allerlei Nebenbetrie­ben: Stiftsmühle, Sägewerk, Brauerei, Bäckerei etc. Unsere beiden Photographen waren, wie auf der gan­zen Fahrt, eifrig am Werke, um die schönsten Bilder und Blicke festzuhalten. Gegen Mittag fuhren wir in St. Pölten ein. Wir erwarteten vergebens einen Wie­ner Bekannten, der uns auf der Weiterfahrt begleiten wollte. Während der Mittagsrast entdeckte ich in dem schönen Park der Sparkasse rotblühende Seerosen mit prächtigen Blüten.

Hinter St. Pölten traten wir in ärmeres Land ein. Die Häuser in den Dörfern sind einstöckig, Blumen­

ist äußerst herzlich. Mit frohem Gruß, Blumen und Gir­landen werden wir überall empfangen. Einzelne haben in überschwänglicher Freude ein Üebriges getan und Malerei sowie Kompositationstalent herangezogen, um den deutschen Sangesbrüdern das herzlichste Will­fommen" zu bieten. Daß auch Unstimmigkeiten vorge­kommen sind, durch Wohnungswechsel der unauffind­baren Gastgeber und ähnliches, soll nur angedeutet werden, das ist aber bei dem Massenandrang der Sän­ger und der ungeheuren Schwierigkeit einer reibungs­losen Abwicklung ihrer Versorgung nur ein ganz klei­ner Schönheitsfleck in dem großen Bilde von Freude, Jubel und Begeisterung in Wien.

schmuck fehlt fast ganz, die Gehöste sehen unordentlich und ärmlich aus, ebenso die Kinder. An einer Kirche hängt aus der Turmlute eine Strickleiter herunter, sie ist wohl für den Glöckner bestimmt. Kiesgruben und Ziegeleien weisen darauf hin, daß wir uns im Schwemmland des Wiener Beckens befinden. Nun steigt unser Weg wieder in Windungen. Hinter den Höhen breitet sich vor unseren entzückten Blicken in einem weitem Flachland im hellsten Sonnenschein das viel­türmige Häusermeer von Wien, der Stadt der Träume" aus. Alle Müdigkeit wird abgeschüttelt.

Wir fahren in das festlich geschmückte Wien ein, begeistert begrüßt und grüßend. Sängerscharen und Wiens Bewohner füllen die Straßen. Wir nehmen in dem Standquartier der Bad- Nauheimer die sehnlichst erwartete Poſt aus der Heimat in Empfang, fahren zum Standquartier des Hessischen Sängerbundes im

*

2. Die Festtage in Wien.

Da es einem Einzelnen unmöglich ist, die Fülle der Ereignisse in Wien im einzelnen zu schildern, sei hier nach einem kurzen Ueberblick über die musikalische Seite des Festes nur berichtet, was die Wienfahrer des Gesangvereins Frohsinn" in Wien erlebt haben:

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Eine große Enttäuschung bereitete uns die Mit­teilung unseres Fahrtleiters, daß alle Eintrittskarten für die Hauptaufführungen vergriffen seien, doch ge­lang es ihm, wenigstens einige Eintrittskarten für grö­ßere Stundenkonzerte sowie für eine gemeinsame Be­teiligung an der 3. Hauptfestaufführung zu beschaffen, sodaß wir an der machtvollen Anschlußkundgebung in der Sängerhalle im Prater teilnehmen konnten. Diese Halle, die ganz aus Holz gebaut ist, wirkte trotz ihrer Länge von 182 Metern und ihrer Breite von 110 Me tern, in drei Schiffen, ruhig. Sie enthielt ein anstei gendes Sängerpodium für etwa 4000 Sänger, außen vorgebaute Rampen für die Sänger, eine turmähn liche Kanzel für den Dirigenten, die Festtribüne und Size für etwa 40-50 000 Zuhörer, die gruppenweise zu 250 durch Gänge abgeteilt und mit Buchstaben- Ta­feln an Stangen weithin kenntlich gemacht sind. die feinsten dynamischen Schattierungen, An- und Ab­Trotz ihrer Größe hat sie eine wunderbare Akustik, schwellen und das leiseste Pianissimo sind auf den äußersten Sitzen klar zu hören. Lautsprecher sind zur Vermittlung der Lieder und Ansprachen in der Halle und an ihrem Giebel nach dem Festplatz zu angebracht, so daß auch die Tausende und Abertausende von Sängern, die in der Halle nicht mehr Platz finden konnten, trozz dem alles mitanhören konnten. Pünktlich um 12.30 Uhr vollzieht sich der Eintritt der Sängerscharen, die wohlgeordnet nach Bünden und Stimmen herauffluten und mit Beifallsstürmen begrüßt werden. Der Bläser­chor setzt mit den Fanfaren aus der Oper Fradagun­dis" von Franz Schmidt ein. Ein wuchtiger Chor mit dem Schluß:

Nach der feierlichen Uebergabe des Deutschen Sänger- Bundes- Banners durch die alte Feststadt Han nover an die neue Wien und dem Begrüßungs­abend am 19. Juli, fanden am Freitag, den 20. Juli, zwei Hauptaufführungen als Schubertehrungen in der großen Sängerhalle statt, denen am Samstag, die 3. Hauptfestaufführung als Anschlußtundgebung" und später die Stundenkonzerte der einzelnen Sängerbünde folgten. Nebenher liefen zu anderen Zeiten und an­deren Orten( in allen großen Sälen und Plätzen Wiens) 56 Stundenkonzerte der einzelnen größeren Ge­sangvereine und Sängerbünde. Am Sonntag, den 22. Juli, bildete der Festzug vom Rathausplatz über Burg- und Kärntnerring, Praterstraße und Prater

Im deutschen Geist und Herzen sind wir eins-" folgt und gibt den Leitgedanken der ganzen Auffüh rung, Tücher und Hüte werden geschwenkt und nicht endenwollende Heilrufe ertönen. Dann führte Friedrich

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