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Samstag, den 3. November 1928.
Zum 50jährigen Jubiläum
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Vereins für Innere Mission am Dienstag, den 6. November, findet ein Vortrag von Herrn Universitätsprofessor D. Cordier
hes Oberhessischen Vereins für Innere Mission. statt, über:„ Die Krisis der modernen Wohlfahrtspflege und die
Das Jahr 1928 ist für die Innere Mission in Deutschland und insbesondere auch für unsere Hessische Innere Mission in mehr
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böjen Jahr" 1848, rief in Wittenberg in seiner berühmt gewordenen Rede auf dem Kirchentag Johann Hinrich Wichern auf jum Werk der Inneren Mission in Deutschland. Jener Kirchentag mit seinen Beschlüssen bedeutet auch die Gründung des Zentralausschusses für Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche. Das gleiche Jahr brachte das erste hessische Missionsfest in Oppenheim, auf dem zum erstenmal ein träftiges Zeugnis für die Innere Mission abgelegt wurde. Seitdem kam die durch Wi hern hervorgrufene Bewegung nicht mehr zur Ruhe. Auf Anregung und unter Führung warmherziger Männer und Frauen erstand ein Werk christlicher Nächstenliebe nach dem andern. Erwähnt sei hier nur der Oberhesse Johann Peter Schäfer, weithin befannt unter dem Namen Blinden- Schäfer, dem sowohl die Blin= Sein 70jähriges Jubiläum feierte
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vor einigen Monaten unser großes hessisches Diakanissen- Mutterhaus ,, Elisabethenstift" in Darmstadt. 60 Jahre sind es her, seit ebenfalls in Darmstadt die erste Herberge zur Heimat in Hessen
entstand.
Alle diese genannten und viele andere Werke der Inneren Mission verdanken ihr Entstehen der Südwestdeutschen- Konjerenz für Innere Mission. Aus dieser Konferenz heraus ent= widelte sich der Hessische Ausschuß der Südwestdeutschen- Konjerenz", der später, nachdem er die Rechte einer juristischen Pernlichkeit erlangt hatte, sich den Namen„ Hessischer Landesverein für Innere Mission" beilegte.
In Oberhessen, wo das Interesse für Innere Mission immer besonderes stark hervorgetreten war, wurde vor nunmehr 50 Jahren der„ Oberhessische Verein für Innere Mission" gegründet, der sich zuerst ,, Verein für Innere Mission für Gießen und Um
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Innere Mission". Jm Festgottesdienst in der Stadtkirche, abends um 6 Uhr, predigt der Direktor des größten Inneren Missions= werkes unseres Landes, der Nieder- Ramstädter- Anstalten, Herr Pfarrer Schneider. Für den Familienabend im Café Leib, der um 8 Uhr beginnt, ist ein Vortrag des bekannten SozialPolitikers und Theologen, Professors Veidt Herborn, angekündigt über: Innere Mission und soziale Frage". Ebenso wie die Vormittagsversammlung am 6. November finden die Veranstaltungen des nächsten Tages im Saal der Johanniskirche statt. Nach der um 9.30 Uhr beginnenden geschlossenen Mitgliederversammlung, hält um 11.30 Uhr Herr Pfarrer SchuhmacherFrankfurt a. M. einen öffentlichen Vortrag über das Thema: ,, Wie rüsten wir uns auf das tommende Wanderergesetz?" Nachmittags pünktlich um 3 Uhr beginnt die Jahresversammlung des Landesverbandes der Inneren Mission in Hessen. Die Tagesordnung sieht neben dem Bericht des Geschäftsführers einen Vortrag von Direktor Vietor, dem Leiter des Wirtschaftsbundes gemeinnütziger Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands, vor über:„ Zweck und Ziel des Zusammenschlusses der Anstalten der Inneren Mission im Wirtschaftsbund". So bringen die beiden Tagungen eine Fülle des Interessanten und werden es alle für die Wohlfahrtspflege interessierten Kreise begrüßen, daß ihnen diese Anregungen geboten werden.
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Zur Gründung deutscher Elternvereine.
Es ist kein Geheimnis mehr, daß die Mitglieder des Deutschen Lehrervereins in verschiedenen Bezirken an die Gründung eines Elternvereins herangehen, der ein Hand- in- Handarbeiten der Lehrerschaft mit der Elternschaft herbeiführen will, Wir haben ja bereits Elternvereine, die mit der Kirche oder mit den Freien Schulgesellschaften im Zusammenhang stehen, die auf der einen Seite die Bekenntnisschule" erstreben. Es fehlt aber ein durchaus neutraler Verein, der die Eltern zu gemeinsamer Arbeit für den Ausbau der Schule zusammenfassen will. Solche Elternvereinigungen sind schon in mehreren Provinzen entstanden.
Landstraßenunterhaltung, ein verkehrspolitisches Problem.
Das Jubliläum dieses Vereins, das am Dienstag, den 6. November, mit der öffentlichen Jahresversammlung, die einen Vortrag von Professor D. Cordier über„ Die Krisis der mobandes, Ihre dernen Wohlfahrtspflege und die Innere Mission" bringen wird, urde das Heir dem Festgottesdienst abends um 6 Uhr in der Stadtkirche und ehl am 24. D dem Familienabend um 8 Uhr im Café Leib( Vortrag von Proist sehr shfessor Veidi Herborn über„ Innere Mission und soziale en und freun Frage", musikalische Darbietungen), gefeiert wird, wird Zeugnis ablegen von 50 Jahre langer segensreicher Tätigkeit. Männer der Kirche und Männer der Universität haben sich innerhalb des Vereins in all diesen Jahren mit Männern und Frauen des praktischen Lebens zu erfolgreichem Werk der christlichen Liebesgesamt über 150 000 Kilometer Straßen unterhalten. Diese
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tätigkeit zusammengefunden. Die Herberge in Gießen, 1880 auf Anregung von Professor Dr. Harnad ins Leben getreten, die Herberge in Friedberg, die im Krieg leider nicht gehalten werden konnte, aber wie wir hören, in Kürze wieder eröffnet werden soll, das Eleonorenhospiz in Bad Nauheim, an dem der Berein als Hauptgesellschafter beteiligt ist, gehören dem oberhessischen Verein für Innere Mission. Darüber hinaus durfte er auf allen Gebieten des sittlichen und sozialen Lebens anre= gend und fördernd wirken.
Nicht nur die genannten eigenen Häufer des Vereins sind Zeugen feiner Wirksamkeit, er hat, wo auch immer in Oberhessen Werke der Inneren Mission entstanden sind, irgendwie dabei mithelfen dürfen.
Innere Missionstage in Gießen.
Die Jahresversammlung des Hessischen Landesvereins für Innere Mission findet in diesem Jahre in Gießen am 7. November statt. Ihr geht am 6. November das 50jährige Jubiläum des Oberhessischen Vereins für Innere Mission voraus. Die Vorstände beider Vereine hoffen, daß die angekündigten Veranstaltungen eine große Anzahl Innerer Missionsfreunde in unsere Provinjialhauptstadt loden werden. Das Programm ist vielverspre= chend. In der öffentlichen Jahresversammlung des Oberhessischen
List, der Präsident des Deutschen Sängerbundes, zu seiner Ansprache aus:
„ Das Land, durch das die Nibelungen zogen, das als letztes Bollwerk deutschen Boden und deutsche Kultur vor dem gewaltigen Ansturm der Türfen rettete, das die Großmeister der deutschen Kunst, vor allem deutscher Musik beherbergte, das einen Franz Schubert gebar- dieses Land ist mit tausend Ketten an uns gebunden, es ist ein Teil von uns selbst. Wir gedenken mit nie verlöschender, heißester Dankbarkeit der gefallenen Brüder, die ihr Leben opferten, damit wir leben...
Die Versammlung erhebt sich lautlos von ihren Sigen, leise fängt ein Chor an zu singen:„ Ich hatt' einen Kameraden", dann spricht List wieder weiter von der Aufgabe des Deutschen Sängerbundes, eine allgemeine deutsche Volksverbundenheit zu schaffen durch das deutsche Lied.„, unsre Seele dürste nach einem Großdeutschland, aber unser Berſtand sagt uns, daß wir es nicht erzwingen, sondern daß wir nur Vorarbeit leiten können. Er schließt:„ Wir grüßen Dich, Du grojes deutsches Vaterland, wir erneuern das Bekennt nis zu Dir in den machtvoll dahinströmenden Klängen des Deutschlandliedes, das in seiner Verbindung der Worte des norddeutschen Dichters mit dem von einem bild deutscher Verbrüderung und unlöslicher deuticher Schicksalsverbundenheit ist!"
Die Entwicklung der neuzeitlichen Verkehrsmittel erfordert eine schnelle Anpassung der Verkehrswege an die modernen Erfordernisse. Dieses Problem ist hinsichtlich der Landstraßen feineswegs leicht zu lösen. Der für die Anpassung an den Automobilverkehr nötigste Umbau des Straßennetes würde 4% Milliarden Mart erfordern. wenn man sich vergegenwärtigt, daß Kreise und Provinzen ins
mie bewerigheiten, werden noch deutlicher,
Straßen wurden im Jahre 1928 von annähernd 1 Million Kraftfahrzeugen befahren.
In der richtigen Erkenntnis der Bedeutung dieses wichtigen Problems für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung beschäftigen sich Regierung, Parlamente und kommunale Spitzenverbände mehr und mehr mit Lösungsversuchen. In der Technischen Hochschule zu Charlottenburg hielt der Deutsche Landfreistag einen Landesstraßenkursus für die leitenden Verwal tungs- und Straßenbaubeamten ab, an dem Vertreter der Ministerien, der Verbände und Parlamente und ausländische Gäste, etwa 550 Personen teilnahmen.
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Droht Husten. Grippe, Heiserkeit hall'
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,, Wir sind ein Blut, ein Wille, Herr mach' uns
Nr. 87.
Aus Rab und Fern.
Wölfersheim. Bei Reparaturarbeiten an der 100 000- Boltleitung des hiesigen Kraftwerkes geriet der Oberelektriker Kögel aus Bad Nauheim in die unter Hochspannung stehende Leitung und wurde sofort getötet.
Nidda. Die Einweihung unserer renovierten Stadtkirche soll am 2. Dezember erfolgen. Der Präsident des Landesfirchenamtes D. Dr. Diehl Darmstadt und Superintendent Oberkirchenrat Wagner- Gießen haben ihre Teilnahme an der Feier zugesagt.
Lauterbach. Ein Kinderluftballon aus Brüssel wurde auf dem Hainig von Förster Hempel aufgefunden. Der kleine Flie= ger hat etwa 350 Kilometer Luftlinie zurüdgelegt.
Darmstadt. Der Vorsitzende der Hess. Aerztekammer, Geh. Sanitätsrat Dr. Karl Habicht, ist am Donnerstag im Alter von 72 Jahren einem furzen Krantenlager erlegen. Er war 45 Jahre praktischer Arzt dahier mit ausgedehnter Praxis und als gewandter Operateur auch außerhalb viel gesucht. Er war lange Jahre Vorsitzender und zuletzt Ehrenmitglied des ärztlichen Kreisvereins und über 20 Jahre Vorsitzender des ärztlichen Landesvereins, den er auch auf den deutschen Aerztetagen regelmäßig vertreten hat.
Ein Gleis- Kraftwagen verunglückt.
Weglar. Am Dienstag abend fuhr der Gleiskraftwagen des Betriebsamtes Wetzlar, von Althausen kommen, kurz vor dem Bahnhof Wezlar auf eine dort haltende Lokomotive auf. Bei dem Zusammenstoß wurde der Vorstand des Betriebsamtes Wetzlar, Reichsbahnrat Hoffmann, schwer verletzt, der Wagenführer und zwei weitere Insassen tamen mit leichteren Verlegungen davon. Der Gleiskraftwagen ist schwer beschädigt. Jm Wetzlarer Krankenhause ist nun Reichsbahnrat Diplomingenieur Hoffmann, an den erlittenen Verletzungen Mittwochabend gestorben. Reichsbahnrat Hoffmann stand erst im 50. Lebensjahr. Er zählte zu den fähigsten und beliebtesten Beamten der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M.
Dillenburg. Auf der Eisensteingrube stießen zwei Bohrer auf eine Dynamitladung, die explodierte. Ein Bergmann wurde tödlich verlegt.
Diez( Lahn). Diez bereitet sich auf seine 600- Jahrfeier vor.
Wüster Auftritt in Kassel.
Ein unglaublicher Vorfall hat sich am Freitag früh in Kassel in der Kruggasje abgespielt. Der neunzehnjährige Kaufmann Albert Fett glaubte ein zweiter Heidger zu sein. Er stürmte mit einem Revolver in der Hand in die Schlafstube seiner Pflegeeltern und drohte diese zu erschießen. Glücklicherweise gelang es dem Pflegevater, dem Tobenden den Revolver aus der Hand zu schlagen und mit seiner Frau auf den Hausboden zu Flüch ten. Dies brachte Fett völlig zur Raserei. In der Küche bewaffnete er sich mit einem langen Dolchmesser und bedrohte bald die übrigen Hausbewohner, die nur notdürftig bekleidet auf die Straße flüchten mußten. Als das alarmierte Ueberfallkommando der Polizei anrückte, hatte Fett inzwischen die Haustür abgeschlossen und sich mit Schränken und Matratzen verbarrikadiert. Er gab an, daß er jeden erschießen werde, der sich ihm näherte. Durch die eingeschlagene Hautür drangen Polizeibeamte bis zu dem Edzimmer vor, worauf Fett begann, auf sie zu schießen und mit allerhand Gegenständen zu werfen. Schließlich gelang es den Beamten, das Zimmer zu stürmen, den Rasenden zu überrumpeln ihn festzunehmen und ihm Handschellen anzulegen. Er gab später bei seiner Vernehmung an, daß er durch übermäßigen Alkoholgenuß in den Wahnvorstand versetzt worden sei, Johann Heidger zu sein und daß er sein Leben in ähnlicher Weise, wie Heiger, verteidigen müsse. Durch diesen unglaublichen Vorfall sind vier Beamte des Ueberfalltommandos verlegt worden, indessen nicht erheblich.
Unser Gesellschaftsauto war als ,, Bad- Nauheimer Festwagen" hergerichtet. Er zeigte auf drei blumen
geschmüdten Bögen wie drei Sprudel und wies durc die Inschrift der Bildseiten auf Bad- Nauheims Heilwirkung für Herzkranke hin. Er wurde im Festzug viel bewundert und besonders stürmisch mit Heilrufen begrüßt. Die zur Schmückung zur Verwendung gekommenen Rosen entsprachen den hessischen Landesfarben rot- weiß und boten ein farbenprächtiges Bild.
Musikalisch am Tiefſten wirkte an diesem Tage das einig, uns frei!" irtte Lied:„ Zu Straßburg auf der Schanz" aus Wilhelm Kienzl's Kuhreigen", das von 4000 Sängern mit großem Orcheſter in uns hineingesungen wurde. Wir lebten die Sehnsucht mit, die dem Schweizer Soldaten das Heimatlied aus der Brust preßt. Leise zuerſt, dann immer stärker anschwellend tönt das Lied, bis zuletzt die volle Leidenschaft losbricht und das Gebet zum Der alte Kienzl Himmelstönig in die Sterne zieht. betritt die Dirigentenkanzel, der Chorleiter umarmt ihn und streichelt die weißen Locken des Meisters. Ein ungeheurer Beifallssturm bricht los, der immer von dem Chorwerk:„ Deutscher Rhein!" neuem einjezt. Mit de das der Komponist Walter Dost selber dirigiert, findet die 3. Hauptfestaufführung ihr machtvolles Ende. Das Bundeskonzert in der Sängerhalle brachte heimatliche und mundartliche Lieder, die in kennzeichnenden Stichproben den Liederreichtum der deutschen Landschaf bejonets utgreifenden Moment bildete der Vorbei
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ten vor uns erstehen ließen. Alles in allem: Deutsche Sängerbund hat in den Festtagen vor ungeheuren Zuhörermassen das Tiefste und Beste zu Gehör gebracht, was deutsche Sangeskunst zu geben hat, und hat in seinen Liedern ein unzerreißbares Band deut
öſterreichischen Meiſter, geſchaffenen Tönen das Sinner Abgeschlossen wurde das Fest durch den über alle
Anschließend singen alle Anwesenden brausend das Deutschlandlied und feierlich mengen sich die Gloklen hinein, die vor der Sängerhalle zu läuten beginnen. Danach folgen die Gesänge des musikalischen Programms. Nach jedem durchbrausen Beifallsstürme und Heilrufe die weite Halle. Besonders auch nach dem Priede:„ Deutsche Wacht!" mit den Schlußreihen:
,, Du starker Gott der Väter, hör' unsern Ruf und steh' uns bei!"
Vorstellungen hinaus gehenden Festzug am Sonntag, den 22. Juli, der die Einheit Deutschlands und Desterführte. Etwa 150 000 reichs sinnfällig vor Augen Sänger mit über 7000 Fahnen und 500 Festwagen beam Burgtor wegten sich nach der Schubert- Ehrung durch den Ring in den Prater, bejubelt von Hundert tausenden von Zuschauern, die auf eigens erbauten Tribünen und an jedem möglichen Platz den Zug an sich vorüber ziehen ließen. Tücher wurden geschwenkt, Blumen geworfen, Handtüsse ausgeteilt: Ganz Wien war in ungeheurer Begeisterung wie noch nie zuvor!
Durch die begeisterte Menge, vorbei am Ehrenzelt, in dem die höchsten Beamten Oesterreichs und Wiens mit den hervorragendsten Ehrengästen Aufstellung genommen hatten, vorbei an den schier endlos erscheinenden Tribünen und den dicht gedrängt stehenden jubelnden Zuschauern fuhren wir etwa drei Stunden, mit dem Hessischen Sängerbund an 3. Stelle im Festzug. Vor uns war nur die Spitze und der Zug der Auslandsdeutschen, unter denen Amerikaner und Südwestafrikaner besonders aufgefallen sind. Einen
marsch der Südtiroler, denen offiziell von der Bundesregierung der politischen Folgen wegen die Beteiligung am Festzug untersagt worden war. Es waren nur drei Männer, echte Andreas- Hofer- Gestalten, aus dem bekannten Passeiertal, die den großen Raum im Festzug inne hatten, der für ihre tausende und abertausende Zandsleute reserviert gewesen war. Erschüt ternd kamen diese drei ernsten Männer geschritten, der Mittlere trug das Bannerſchild mit der Inschrift Süd- Tirol und dem roten Adler. Die begeisterte Dor dem Zuschauermenge verstummte momentan ergreifenden Bild eine atemlose Stille sieht den Burgenländer Getreuen entgegen- und wird alsvon brausendem Jubel und einem„ Heil"= Sturm abgelöst, der die Südtiroler soweit das Auge reicht begleitet.
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dann
Fortsetzung folgt.


