Einzelbild herunterladen

Samstag, den 30. Juni 1928.

,, Gießener Zeitung"

Stadtverordnetenversammlung.

Haushaltsplan.

Berkehrsordnung.

In über sechsstündiger Sizung erledigte gestern das Stadt­parlament eine überaus reiche Tagesordnung. Bór Eintritt in dieselbe gedachte Oberbürgermeister Keller der am 19. Juni ver­storbenen Stadtverordneten Frau Biermann, für die Herr Hebermehl neu verpflichtet wurde.

Als erster Punkt stand die Genehmigung des Voranschlages der Stadtkasse und der städt. Nebenkassen auf der Tagesordnung. Die 83 Titel der Betriebsrechnung fanden zum großen Teil in der von der Verwaltung ausgearbeiteten und vom Finanz­ausschuß genehmigten Form Annahme.

Zu Titel 5 und 5a und 6( Elektrizitäts-, Gas- und Wasser­werk) sprach sich Stoo. Mann( G.) prinzipiell gegen jede Er­höhung aus, die er als indirekte Besteuerung auffasse. Gegen die vorgeschlagene Anschlußgebühr des Gaswerfs spricht noch Stdv. Beckmann( Soz.); er fordert, daß die Werke sich Refer­ven schaffen, aus denen sie die Mittel für eigene Vervoll­kommnung entnehmen können; die Stadt dürfe nicht jeden Ueberschuß für sich verbrauchen. Stadtv. Fischer( Dem.) sagte nicht ja und nicht nein. Die Grundüberzeugung seiner Fraktion decke sich mit den Sozialdemokraten, aber die Tatsachen zwingen die Kommunen, jede Einnahmequelle heranzuziehen, also stimme er für die geplante Erhöhung, die dann gegen die Go­zialdemokraten angenommen wurde. Anträge der Sozialdemo­kratie zu beiden Punkten werden abgelehnt. Danach sind von jedem Gasverbraucher rückwirkend vom 1. April 1928 zu zahlen: Für einen 3 flg. Messer monatlich 0,50 RM

"

5

" 1

"

"

0,75

10

"

"

1,

20

"

"

"

30

"

"

"

1,25" 1,50

"

50/60"

80

"

"

"

2,-" 2,50" Zu Titel 6, der Erhöhung des Wasserpreises von 12 auf 20/ Pfg., protestierte Stadtv. Nikolaus( Wirtsch. P.), der diese Erhöhung als ungerechte Mehrbelastung des Hausbesitzers kenn­zeichnet, die ihm durch die gesetzliche Miete verwehrt sei, auf alle umzulegen. Schweigend nahm die Versammlung diesen Protest zur Kenntnis, um ohne sich selbst zu rechtfertigen, gegen die Stimmen der Wirtsch. Partei, der Erhöhung auf 20 Pfg. zuzustimmen. Ein Antrag der Verwaltung, den Wasserpreis auf 28 Pfg. zu erhöhen, hatte man vorher einstimmig abgelehnt. Interessant war es, festzustellen, daß auch die Sozialdemokraten, die sonst gegen die Erhöhungen stimmten, bei der Wassergeld­erhöhung dafür waren. Sie brauchen es in diesem Falle ja nicht zu bezahlen.

Unter Titel 13( Friedhöfe) verlangte Stadtv. Mann Ein­führung unentgeltlicher Totenbestattung. Der Antrag wird ab­gelehnt.

Eine längere Debatte entspinnt sich zu Titel 14( Bolts­und Fortbildungsschule, Stadtschulamt und Horte). Hier for­derte die Sozialdemokraten durch entsprechende Anträge: 1. Errichtung einer Waldschule vorzubereiten;

2. die Lernmittelfreiheit für alle Schüler einzuführen; 3. die Fortbildungsschüler schulärztlicher Kontrolle zu unter­stellen; und

4. Turn- und Sportunterricht an den Fortbildungsschulen ein­zuführen.

Es handelt sich zum Teil um Agitationsanträge, denn wenn die Linke vorschlagen sollte, wozu sie die Geldmittel( Lern mittel!) bei dem großen Defizit der Stadt hernehmen will, täme sie wahrscheinlich in arge Verlegenheit. Die Stadtver ordnetenversammlung lehnt alle vier Anträge ab. Titel 14 wird darauf genehmigt.

Zu Titel 22( Gemeinnüßige Zwecke) fordert die Linke Heraussetzung der Unterstützung der Volkshochschule von 1200

Wie Moden und Sitten entstehen.

Von Otto Promber.

Es ist durchaus nicht immer der Fall, daß die Einführung einer neuen Mode auf ein Spiel der Phantasie irgend eines großen Modeateliers zurückzuführen ist. Moden werden übri­gens in Berlin, Wien, Paris und London jährlich viel geschaf­sen, aber der Geschmack des Volkes wählt nur ganz vereinzelte davon als bleibendes Trachtenmerkmal aus. Zuweilen waren es aber recht nüchterne, lächerlich kleine Ursachen, die eine neue Mode in die Welt setzten, nicht selten körperliche Schäden und sogar Krankheiten. Fangen wir hübsch von oben an. Fragen wir z. B.: Aus welchem Grunde sing man an, während der Regierung Ludwigs XIV. Perücken zu tragen? Die Antwort lautet: Weil Frankreichs lebenslustiger König selbst eine Perücke trug, um damit eine große Geschwulst auf seinem Kopfe zu verdecken. Die schöne Ferroniere, die eine Brandwunde mitten auf der Stirn hatte, legte über die Narbe einen großen Edelstein, der von einer seinen Nestel gehalten wurde. Die Mode des Haarbandes stammt von der französischen Prinzessin Lambella, der bei einer Hofjagd durch den Wind der Hut entführt wurde; turz entschlossen nahm sie ihr blau­feidenes Strumpfband, um das Haar zusammenzuhalten. Da= gegen wird die Ponnyfrisur der Königin Witwe Alexandra von England zugeschrieben, der das Kammermädchen beim Frisieren mit der Brennschere das Stirnhaar versengt hatte; sie fand keinen anderen Ausweg, als das Haar kurz abzuschneiden. Die Kaiserin Josephine machte, weil sie schlechte Zähne hatte, Stimmung für ein Spitzentaschentuch, mit dem man fortwäh rend den Mund bedeckte. Die Mode, ein schwarzes Samtband um den Hals zu tragen, stammt von der Königin Luise, die mit einem schmalen Samtstreifen, den sie um den Hals zu tragen liebte, ihren Kropfansatz versteden wollte. Dagegen verbargen Prinzessinnen vom Hofe Heinrichs III, ihren Kropf unter hohen geglödelten Halskrausen. Andere Damen vom Hofe verdeckten ihre schiefen Schultern durch bauschige Aermel. Die Gattin Philipps III. erfand die hohen Halsgimpmen, damit ihr über mäßig langer Hals verdeckt wurde. Dieser Hals war auch die

Ortsfrankenkasse.

auf 3000 Mark. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Demokraten abgelehnt.

Die Position Straßenunterhaltung"( Titel 23) war voller Kritik gegen das hiesige Polizeiamt. Beanstandet wurde die Billigung hoher Fahrtgeschwindigkeiten schwerer Fahrzeuge, die von außerordentlicher Gefahr für die angrenzenden Gebäude sind. Die dauernden schweren Erschütetrungen sind schon einer ganzen Reihe von Gebäuden zum Schaden gereicht.

Von Seiten der Burgerlichen wurde Herabminderung der Fahrtgeschwindigkeit gewünscht, die Linke befürwortet durch­greifende Straßenverbesserung. Da letzteres teuer ist, soll von der Stadt versucht werden, durch Schilder an einzelnen Stra­ßen die Fahrtgeschwindigkeit herabzusetzen.

Wie sehr die Manöver des Reichsbantpräsidenten Schacht durch Drosselung der Auslandsanleihen den Geldmarkt ver­tnappt haben, ging aus den Ausführungen des Beigeordneten Dr. Hamm hervor, nach denen es der Stadt unmöglich war, von der im letzten Jahr für Straßenerneuerung bewilligten Million mehr als 85 000 M freizumachen.

Titel 31( Straßenbahn). Hierzu fordert Stadtv. Kurz ( W. P.) Herabsetzung des Strompreises für die Straßenbahn von 20 auf 10 Pfg., um auch buchgemäß diesen Betrieb zu einem Ueberschußbetrieb zu machen. Möglich sei das umso eher, als das E.-W. als städt. Betrieb seinen Eigenverbrauch auch mit 10 Pfg. einsetze.

Zum Titel 38( Wohlfahrtsamt) beantragen die Sozial­demokraten Erhöhung der Richtsätze für die Unterstützungsbe­rechtigten um 20 Prozent 100 000 M. Da anerkannt wird, daß die Not groß ist, die finanzielle Deckung aber nicht so rasch geklärt werden kann, wird der Titel 31 in vorliegender Form angenommen und der sozialdemokratische Antrag der Wohl­fahrtsdeputation überwiesen.

Für die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer( Artikel 67) findet die Stadtverwaltung gar keine Gegenliebe. Die An­träge der Verwaltung werden abgelehnt. Es bleibt somit bei den alten Sätzen.

Die Titel 69-83 der Vermögensrechnung werden en bloc angenommen.

Dann stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem Ge­samthaushaltsplan, der mit den Zahlen

5 103 260,45 Rmt. in der Betriebsrechnung und 2 034 718,68 Rmt. in der Vermögensrechnung

abschließt, nochmals endgültig zu.

Damit war Punkt 1 der Tagesordnung erledigt. Zu Tagesordnungspunkt 2 stimmte man einer weiteren Unterstützung des Arbeiter- Samariterbundes in Höhe von 500 Rmt. zu.( Die Deutsche Volkspartei enthielt sich aus formellen Gründen der Stimme.)

Zu 3. Die Straße am Kugelberg, entlang der Eisenbahn­strecke Gießen- Fulda, heißt in Zukunft Friedensstraße.

Zu 4. Die Stadtverordneten stimmen dem neuen Tarif für die Kraftdroschten, aufgestellt vom Polizeiamt Gießen, zu. Zu 5. Desgl. einer Polizeiverordnung über die Herstellung und den Verkauf von Speiseeis. Dieser Verordnung ist zu ent­nehmen, daß der Eishersteller seinen Betrieb anzumelden hat, daß er gesund und sauber sein muß und daß er nur einwand­freies Material verarbeiten darf. Sein Betrieb untersteht der Polizeiaussicht. Verboten ist es, Kindern unter 14 Jahren auf der Straße Eis zu verkaufen, dieses weiterhin in unmittelbarer Nähe von Spiel- und Sportplätzen feilzuhalten, desgl. während der Schulzeit an den Schulen.

Zu 6. Einigen für Gießen belanglosen Aenderungen des Gasversorgungsvertrags mit der Gemeinde Wieseck stimmt die Stadtverordnetenversammlung zu.

Zu 7. Verkehrsordnung für die Stadt Gießen. Vorweg sei

Ursache, daß das Leibchen längere Zeit hochgeschlossen blieb. Einige Herren vom Hofstaate Karls III. schmückten sich mit falschen Schultern, weil ihre Brust mißgestalte twar. Das Jersey- Jackett, das in den achtziger Jahren aufkam, soll dadurch in Aufnahme gekommen sein, daß Alexandra von England auf das Land angeln ging und die Kammerfrau im nächsten Laden nichts auftreiben konnte als ein Herrenjadett. Die Königin Anna von Oesterreich führte die kurzen Aermel ein, um ihre wunderbar geformten Arme zeigen zu können. Karl III. hatte zu seinem Aerger von der Natur gekrümmte Beine mit­bekommen; er suchte den Schaden damit gutzumachen, daß er die langen Röcke einführte. Die Töchter eines der Ludwige erfanden die Schleppenkleider, um ihre großen Füße zu ver­decken. Und warum waren die Schuhabsätze Ludwigs XV. so ungewöhnlich hoch? Auch dafür läßt sich eine Antwort finden: die Pompadour war klein. Die langen, spitzen Schnabelschuhe dagegen werden auf Heinrich Plantagenet, der später den eng­lischen Thron bestieg, zurückgeführt. Er hatte am Fuße einen verunstalteten Auswuchs, den er durch die Schnabelschuhe zu verbergen suchte. Sogar Grußformen sind durch geringfügige Ursachen entstanden. Vor einigen Jahrzehnten hielt die Her­zogin von Connaught in London eine Abendgesellschaft ab. Ein Forunkel unter dem rechten Arm erlaubte ihr nicht, in herkömm­licher Weise ihren Gästen die Hand zu geben; sie war vielmehr genötigt, den Arm steif ab vom Leib zu halten und mit dem Ellbogen stark im rechten Winkel zu begrüßen. Das faßten einige Snobs sofort auf und hielten es für das Neueste echter englischer Gesellschaftssitte. Sie wechselten mit ihren Bekannten auf gleiche Weise den Gruß, und bald grüßten auch die vorneh­men und vornehm tuenden Deutschen in dieser verrückten Art und Weise. Noch komischer ist der Ursprung des sogenannten ,, Alexanderlahmens", das gegen Ende des 19. Jahrhunderts in England zu beobachten war. Die Prinzeß von Wales hatte eine Verletzung am Krie und hinkte aus diesem Grunde etwas. Was geschah? Liebedienernd hinkte die Hofgesellschaft mit. Und da sich die gute Gesellschaft wieder nach dem Hofe richtete, hinkte eine zeitlang alles höchst ergötzlich um die Wette.

Nr. 53.

festgestellt, daß das Polizeiamt die Verkehrsordnung schafft. Der Stadt steht nur beratende Stimme zu. Aus den gegenseitigen Berhandlungen ist bisher folgendes herausgekommen:

Marktplatz, Marktstraße und Mäusburg bleiben für jeden Fahrverkehr gesperrt.

Seltersweg und Kaplansgasse sind Einbahnstraßen( in wel­cher Richtung ist noch nicht festgelegt).

Den Anliegern dieser Einbahnstraßen ist es gestattet, in den Zeiten von 7-10%, 13%-16 und 22-6 Uhr die Straße auch in der sonst gesperrten Richtung zu benutzen.

Weiterhin wird die Verkehrsordnung in§ 16 feststellen, daß die Fußgänger, die im Seltersweg nicht rechts gehen, oder' die stehen bleiben, sich strafbar machen.

Was die Festlegung der Fahrrichtung auf dem Seltersweg anbelangt, so soll darüber noch verhandelt werden, die Selters­weg- Vereinigung bann dann ihre Wünsche dort vortragen.

Zu 8. Die Mittel für zwei Müllabfuhrwagen werden be­willigt.

Zu 9. Einer Aenderung des Fluchtlinienplanes für den Wieseckerweg stimmt man zu.

Zu 10. Das Baugesuch des W. Horn zur Errichtung eines Lagerhauses, Rittergasse, wird unter Befreiung von zwei Poli­zeivorschriften genehmigt.

Zu 11. Abgabe von Baugelände im Erbbaurecht an die Allgemeine Ortskrankenkasse. Zu diesem Punkt lag ein Ein­spruch der Wirtschaftspartei vor, der feststellte, daß die Vor­aussetzungen für die Zustimmung des Stadtparlamentes zu diesem Antrag im Dezember 1927 nicht mehr gegeben seien. Aus der langen, z. T. recht verworrenen Debatte, ist folgender Tat­bestand zu entnehmen:

Auf einstimmigen Beschluß des Vorstandes der hiesigen Ortskrankenkasse wird beschlossen, ein neues Verwaltungsge­bäude zu schaffen, man schreibt an die Stadt und bittet um billiges Baugelände für ein Verwaltungsgebäude mit mo­dernem Zubehör". Die Stadtverordneten stimmen der Bitte der Ortskrankenkasse zu, ohne festzustellen, was dieses moderne Zubehör(!) ist. Vielmehr läßt man es entgegen besserem Wis­sen zu, daß ein Antrag formuliert wird und unter besonderer Betonung dieser Einschränkung Annahme findet, der ausdrück­lich besagt: Erbbaurecht nur dann, wenn das neue Gebäude ausschließlich Verwaltungszwecken dient.

Die Krankenkasse plant aber, zumindestens eine Zahnklinit in das Gebäude mit aufzunehmen und hat in diesem Sinne ein Preisausschreiben losgelassen. Auf Einspruch der Wirtschafts­partei ist es dann noch nicht zur Unterzeichnung des Vertrages gekommen. Die Linke wollte mit aller Gewalt ihren Willen durchsetzen und versuchte dadurch auf das Stadtparlament einen moralischen Druck auszuüben, daß sie feststellte, bekommt die Ortskrankenkasse den billigen Bauplatz nicht, ist die Stadt für die ganzen bisherigen Auslagen verantwortlich. Auf der Gegen­seite stellte man fest, zum Schutze der freien Berufe, aus Prinzip gegen jedes Sozialisierungsmanöver, sei man gegen städt. Un­terstützung der wenn sie entgegen allen Ab­

machungen Distratungstechnischen Rahmen hinaus­

ginge.

Nach hitziger Debatte kam dann die Abstimmung über den Antrag Schmall zustande, der die ganze Sache dem Rechtsaus­schuß überwiesen haben wollte. Dieser Antrag ging unter dem Lärm der linken Seite des Hauses mit 21 gegen 19 Stimmen durch. Es ist tatsächlich das Beste gewesen, denn es hatte kei­nen Zweck, mit viel Gefühl formal etwa Unheil anzurichten. In 14 Tagen soll dann endgültig darüber beschlossen werden.

Der Punkt 12, Erhebung von Straßenkostenbeiträgen für Eckhäuser- die in Zukunft wieder so gehandhabt wird, daß für beide Straßenseiten Straßenkosten erhoben werden können findet Annahme.

Unter Punkt 13 liegt nichts vor.

Um% 11 Uhr war der öffentliche Teil erledigt.

Die Jagd im Juli.

Obwohl der Sommer bisher einen wenig sommerlichen Verlauf genommen und die Temperatur besonders in der Nacht weit unter der normalen laghatten wir doch sogar im Juni empfindliche Nachtfröste ist dies in den meisten Revieren für unser Wild nicht schädigend gewesen, ausgenommen natürlich solche Gegenden, die von Wolkenbrüchen, Sturmverheerungen und Ueberschwemmungen heimgesucht wurden.

Nach den vorliegenden Berichten ist deshalb das Brut­geschäft unseres Flugwildes und das Setzgeschäft des Haar­wildes, wie die in Köthen( Anhalt) erscheinende Jagdzeitschrift St. Hubertus Der Heger mitteilt, im großen und ganzen be­friedigend verlaufen und eröffnet für die Jagdzeit keine schlech­ten Aussichten, soweit von solchen bei der allgemeinen Lage des Wildstandes überhaupt gesprochen werden kann.

Mit dem 1. Juni wird in vielen Ländern die Schußzeit auf den Edelhirsch eröffnet. Doch wird ihm der waidgerechte Jäger auch da, wo dieses der Fall ist, noch eine freiwillige Schonzeit zuerkennen, wenn nicht ganz besonders liegende Fälle den Abschuß gebieten.

Der Reh bod in seinem roten Rock ist nun völlig schußreif und tritt in die Feistzeit. Doch ist er sehr heimlich geworden und das hohe Getreide bietet ihm willkommenen Schutz und Ruhe vor der Fliegenplage. Mit dem Blatten ist vorerst jedoch noch ein wenig Zurückhaltung geboten, einmal, um nicht die besten Böcke vorzeitig zu vergrämen, dann aber auch, um nicht durch voreiligen Abschuß den Beschlag der Ricken zu unterbinden.

Außer der Bockjagd ist die Jagd auf Enten frei. Soweit junge Enten flügge sind, steht ihrer Bejagung nichts im Wege. Doch sind noch nicht völlig beflogene Schofe zu schonen, ebenso die alten führenden Mutter- Enten.

Der Ueberwachung des Raubwildes ist in diesem Monate der allgemeinen Entwicklung ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders ist auf das Treiben streuender Hunde und Katzen, der Waldvummler und vor allem der Wilderer zu passen, die zur Zeit der Rehbrunft besonders gern ihr Wesen treiben.

Samstag, ben 30.

Feierstunden!

2

Gonn &

bei uns Menschen, die jed wert vollbracht haben. Line Bitterfeit aufkomme

in langit vergangene, for Feierstunden? Motoren den Pulsschlag di esem wild dahinstürm

jpthmus?

Und doch befiehlt ei mille nicht aufzuheben ve einen Sonntag.

Sechs Tage sollst du then! 2n Reib un Ezele wollen wir heute re tag, der ja ihr in erster Wüstenwanderer nady dem nach Brot.

In dem Saiten und i hören wir so oft der Gee dem uns umgebenden Soll aber das Edelst das, was uns erst zur nicht verfümmern, nicht v gweiht sein, so dürfen w unferem Innern dringt. Feierstunden, nach einem Wir müssen von 3 Entweigen bringen und einung treten lassen. müssen wir uns schaffen; uzeigenjten Bestimmung flug- unbeschwert alle nüssen wir für sie in Be juarache halten kann mit

Belasten wir unsere Diesseitsgejinnung, so Spanntraft wird erlahme Freierstunden schafft, ist r Gerade wir Deutsch Seele bewahren, denn fre uns not. Ein Vol Größe, muß seine Kräf unten in der Seele ver merte alles Schönen,

Straf mitgeteilt vom Oberhe Alsfeld Eifa, im Str

teres; Umleitung

( Gießen Krofdorf, im weiteres; Umleit

Schutz- Marke

Englife

nad

Ueber den Verla lautet überhaupt nicht ermächtigt, mitzuteilen

iters nach England dieser lakonischen Me

mend aber ist die fr wesen, doch auch den Verlusten zu belassen. nicle" darüber, daß d Die Franzosen wüßte führen viel zu wenig das Publikum zu vie

Kitchener nur noch büros. Außerordentlich gli

Ruffen und Montenegr Schlappe zu verzeichnen Athen gemeldet wird, 3

Verfügung, die einer ü

Meldung zufolge, glei

pernichteten. Am 12. m offiziell, daß die Serbe

19. London offiziell ve balz 8000 Mann verlo wird geschwiegen. Di

gram aus Cetinje am bis Budua besetzt. G

unterstützen jie. Zule Gerben und Montenegr Da diese in Desterreic jie gegen Rußland zu

richten überflüffig und Rufland jiegt and