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Nr. 26.

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Donnerstag, den 29. März 1928.

9

Fußball.-

Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel.

Spielvereinigung 1900 e. V. Gießen.

Liga

-

Sessen 09 Kassel 2: 3( 1: 3)

2. Mannsch.

Butzbach 1. Jgd.

-

BC. 20 Gießen 1: 4

1900 1. Jgd. 0: 1. Borussia Frankfurt A.-H. 2: 1

Alte Herren Im Mittelpunkte des Interesses stand das Spiel der 1900 1. Mannschaft gegen die Bezirksligisten aus Kassel. Die Kasse­laner legten gleich Wert darauf, festzustellen, daß sie stark ersatz­geschwächt angetreten seien. Es war aber bis auf die Ver= teidigung nicht zu merken, abgesehen davon, daß ein Verein wie Hessen 09, selbst wenn einige Prominente fehlen, wohl nicht nötig haben wird, nach vollwertigem Ersatz lange suchen zu müssen. Auch 1900 hatte auf seinen rechten Verteidiger ver­zichten müssen, außerdem spielte Dietrich in der Läuferreihe nicht mit.

Das bemerkenswerteste am Spiel war das überaus schnelle Tempo, das bis zum Schluß andauerte, des weiteren die über­große Serie von Strafstößen, Elfmeterbällen usw. Den Reigen der Tore eröffnete Kassel; kaum war das Spiel angepfiffen, machte Schneider ohne Absicht Hand, Elfmeterball den Brambach nicht halten konnte. Das Spiel war dann verteilt es gab für 1900 eine ganze Reihe von Chancen. Aus einem Gewühl vor Kassels Tor entscheidet der Schiedsrichter einen Elfmeter für Gießen. Kassels vortrefflicher Tormann fängt den von Paul Will getretenen Ball, kann ihn nicht halten. Will setzt nach und gleicht das Spielresultat aus. Jetzt fängt bedauerlicher Weise Kassel an, recht massiv zu spielen und da fam 1900 nicht mit. Das Spiel litt darunter außerordentlich. Besonders Kassels Mittelstürmer Stiebig und der linke Läufer Brunnert leisteten im Anspringen, Nachsetzen und Beinstellen ganz Vorzügliches. So wurde aus dem Gesellschaftsspiel ein Kampfspiel, aus diesem fast ein Entscheidungsspiel. Kassel hatte dann noch Glück. Der Linksaußen wollte wohl kaum schießen, der Ball tam jedoch mit Effee aufs Tor geflogen. Brambach hätte halten können, rutschte aber aus und fiel leider zu früh. Kassel führte mit 2: 1. Bis Halbzeit durfte Kassel dann noch einen Elfmeter zum dritten Tor verwandeln. Bei dem flotten Spiele war die Zeit wie im Fluge vergangen Nach Seitenwechsel drängte Gießen mächtig. Kassels Läufer­reihe ging zeitweise ganz in die Verteidigung und schützten ihr Seiligtum mit ihren Körpern". Einen Gießen zuerkannten Elfmeterball schießt Heilmann ohne Kraft und direkt auf den Mann und verdirbt damit eine sichere Chance für Gießen. In prächtigem Zuspiel Luft, Adelberger letterer flankt Will holt Gießen darauf ein Tor auf( 3: 2 für K.) Das Spiel wurde

-

er kam zu spät. Sonst wäre Hessen 09 nicht mit einem Sieg vom Platz gegangen.

-

Dem Ligatreffen voraus war ein Freundschaftsspiel der Frankfurter Borussen, die mit kombinierter Alt- Herrenmann­schaft sie war ja allerdings ein bißchen reichlich ,, kombi­niert" gekommen waren, mit der Alt- Herrenmannschaft der Spielvereinigung ausgetragen. In schönem Spiel lieferten die beiden Mannschaften sich einen vom Publikum manchmal mit viel Amüsemant aufgenommenen Kampf. Die bessere Gesamt­leistung war unbedingt auf Gießens Seite, was Ballbehand­lung und Zuspiel anbelangt, kann die Liga noch von dieser Mannschaft lernen, wenn den Alten Herren auch nachher die ,, Puste" ausging. Das Ergebnis 2: 1 für Gießen entspricht dem gezeigten Können. Schiri Kunze- VfB. war gut.

Am Vormittag mußte die 2. Mannschaft der 1900er sich von der 1. des BC. 20 geschlagen bekennen. Das Spiel zeigte auf beiden Seiten nichts besonderes. BC. 20 gelingt es gleich zu Anfang, 3 Tore vorzulegen, nach Halbzeit stellt der BC. das Ergebnis gar auf 4: 0. Dann wacht 1900's zweite so langsam auf, aber trotz allen Drängens fönnen sie nur einmal einsenden; die anderen Bälle treten sie lieber überweg. Mit 4: 1 trennten sich die Mannschaften.

Nr. 26.

Am kommenden Sonntag werden im Gau die Frühjahrs­waldläufe ausgetragen und zwar wie im vorigen Jahre, in drei Gruppen, um allen Vereinen die Teilnahme zu ermöglichen. In der Gruppe Gießen- Buzbach ist der Lauf auf den 1900er Platz verlegt worden( die Strecke führt durch Wald und Feld) und dürfte bei genügender Beteiligung eine Propa­gandaveranstaltung bester Art werden, da der Trieb Sonntags von Tausenden von Spaziergängern bevölkert wird. In der Seniorenklasse wird man bei den Leichtathleten die 1900er in Front sehen; ob Rudi Fischer mit seinen zum größten Teile erſt­malig startenden VfBern Pläge belegen wird, läßt sich schwer voraussagen. Bei den Fußballern wird es heiße Kämpfe geben, hier dürften die Landvereine ein großes Wort mitsprechen. In der Jugendklasse wird es wie im vorigen Jahre zu einem scharfen Duell zwischen 1900 und Butzbach kommen, doch dürften auch verschiedene Landvereine bei den Siegern zu finden sein. Bei den Schülern läßt sich nichts voraussagen, die Kleinsten werden sicher mit größter Energie um Sieg und Diplom käm= pfen. Die Veranstaltung der Weglarer Gruppe ist diesmal dem Weilburger Fußballverein 1919 übertragen worden, der in den letzten Jahren sich sehr rührig in der Leichtathletik gezeigt hat. Die Strecke stellt an die Läufer große Anstrengungen, da ca. 1500 Meter Berganstieg zu bewältigen sind. Hier werden sicher die schärfsten Kämpfe in allen Klassen zu Stande kommen, da außer den Mannen von Paulus vom VfL., der Wetzlarer Sportverein ein großes Läufermaterial am Start hat, wobei auch Weilburg noch zu beachten sein dürfte. Auch bei diesem Lauf, wird mancher Kämpe von kleineren Vereinen für die übliche Ueberraschung sorgen.

Die erste Jugend fuhr mit Ersatz nach Butzbach und ge= wann knapp, aber verdient 1: 0( 0: 0). Die erste Halbzeit ver­lief ziemlich ausgeglichen. Kurz nach der Pause setzte ein Ge­neralangriff der Gastgeber ein, der ihnen jedoch nichts ein­brachte. Gegen Ende ließen die Buzzbacher, die sich ausgegeben hatten, nach, so daß im Endspurt die Gäste noch ein Tor durch den Rechtsaußen erzielen konnte. Klier Wetzlar leitete gut. Das angesagte Handballspiel mußte leider ausfallen, da der festgesetzte Zeitpunkt( 25 Uhr) den Butzbacher Polizeileu­ten aus dienstlichen Gründen unmöglich war. Aber: Aufgestaltenden Verein wird Herborn und Frohnhausen um die so schoben ist ja nicht aufgehoben!"

Liga

*

V.f.B. Gießen.

Kirchhain 2: 5

=

2. Mannschaft 2. Herborn 4: 1 1. Jugend Niedergirmes 2: 1 Handballmannschaft Garbenteich 3: 2.

-

Den Reigen der Spiele eröffnete die Handballmannschaft und gewann gegen Garbenteich knapp mit 3: 2. Wenn auch Garbenteich keine führende Rolle im Handball spielt, so ist es doch immerhin erfreulich, daß die Feuertaufe der VfB.- Mann­schaft mit einem Sieg endigte.

Die zweite Mannschaft errang einen achtenswerten Erfolg, indem sie gegen die zweite Herborns mit 4: 1 gewann. Man

noch um eine Nuance härter. Kassel will den Torvorsprung| hat in letzter Zeit wenig von der zweiten Mannschaft gehört,

halten, Gießen möchte gern ausgleichen. Verschiedentlich spie­len sich im raschesten Lauf die Stürmerreihen durch, die beiden Tormänner lassen aber keinen Ball ins Netz. Es ist anzuneh­men, daß es, hätte der Pfiff des Schiri nicht das Spiel beendet, 1900 hätte gelingen können, zumindest noch auszugleichen.

Noch ein kurzes Wort über die Mannschaften. Von den Kasselanern war der Tormann und der Sturm, dort besonders der Innensturm gut. Die Verteidiger fielen ab. Das Zuspiel war gut und schnell. Die Außenstürmer schießen allem Anschein nach, selbst wenn sie es eigentlich müßten, nicht gern. Alles in allem, bei übermäßig hartem Spiel kann Kassel froh sein, dieses Resultat mit nach Hause zu bringen, denn die Gießener Elf, selbst wenn das schlechte Zuspiel zu rügen wäre, war der Hes= fen- Elf gewachsen. Bedauerlich war, daß der im übrigen gute Mittelläufer die rechte Sturmseite so wenig bediente, nachher war es schon zu spät. In der Hintermannschaft war neben Brambach, der Verteidiger Schneider, der sich wahrscheinlich mit diesem Spiel für einige Zeit vom Gießener Publikum ver­abschiedet hat, gut. Jm Sturm fehlte der Zusammenhang, bezw.

so daß es Freude macht, wieder einmal einen Sieg buchen zu können.

Die erste Jugend erkämpfte sich mit dem Resultat von 2: 1 einen Sieg.

Die Liga hatte sich Kirchhain verpflichtet und mußte sich gegen den Landverein geschlagen bekennen. Die ersten 10 Mi­nuten klappte es noch im Spiel, aber nachher setzte eine Lust­losigkeit ein, die fast an Müdigkeit grenzte und alles übrige be­sorgte die Kirchhainer Mannschaft mit ihrem Eifer und ihrer Energie. Ab und zu rafften sich die VfB.er einmal auf und konnten auch manchmal gefährlich werden, allerdings mit dem Erfolg von nur einem Tor. An technischen Feinheiten war bei dem Spiel wenig zu bemerken. Nach Halbzeit und besonders zum Schluß flappte die VfB.- Mannschaft vollkommen zusammen und überließ den Kirchhainern fast allein das Feld. Derartige Re­sultate sind dazu angetan, das Ansehen des Vereins zu schädi­gen, und dem Spielausschuß ist zu raten, mit einer derartigen Mannschaft keine Spiele mehr auszutragen.

Erinnerungen an Gießen.

Von Heinz Dietrich.

Wenn nach einer langen Reihe von Jahren das Wort an uns Menschen herantritt, das für alle ohne Unterschied ein blei­bendes Empfinden wachrufen wird, nämlich Abschiednehmen pon der liebgewordenen Heimat, so kann man sich kaum des Eindruds erwehren, daß es etwas Schöneres gibt, als daß man agen fann: Ich habe noch eine Heimat, die ich liebe."

Fünfzehn Jahre bedeuten im Strome des Lebens nicht ge= rade seht viel und doch sind sie für mich, der ich in dieser Zeit in dem schönen Gießen groß geworden, außerordentlich wertvoll gewesen. Schon früh, und zwar kurz nach dem Kriege war es der Fußball, der mich in seinen Bann zog. Ich erinnere mich noch lebhaft der Zeit, in der ich Sonntag für Sonntag hinauswanderte zur Hardt, um die 1900er spielen zu sehen. Wie dachte ich da so oft im Stillen: ,, Wenn du nur auch einmal so ein Spieler der Liga werden könntest." Getreu dem Sprich wort: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen", ver= fuchte ich es mit noch einer Reihe von Freunden, den ,, Großen" nachzueifern. Gerade in diese Zeit fällt auch die Gründung imer Jugendabteilung der 1900er im eigentlichen Sinne Es war daher für uns selbstverständlich, daß wir 1900er wurden. Gar bald hatten wir drei Jugendmannschaften. Unsere meisten Spiele wurden gegen Wetzlar ausgetragen, anfänglich gab es mal hohe Niederlagen und wie freuten wir uns, wenn wir einmal ein Unentschieden errungen hatten, von einem Siege gar nicht Bu sprechen. So teilten wir Freud und Leid im Spiel und waren auch unter uns selbst in inniger Freundschaft verbunden.

Wie nun überall Aufstieg und Niedergang im Laufe des Geschehens miteinander abwechseln, so konnten auch wir, die wir eben erst auch in diesen Fragen uns ein einigermaßen llares Urteil zu bilden in der Lage waren, eine ungeheuere Kaise unseres lieben Vereins mitmachen. Es war in den Jahren 1924-25, als die Ligaelf Niederlage auf Niederlage einstecken mußte und das drohende Gespenst des Verfalls sich innerhalb des Vereins bemerkbar machte, da waren es wir, die Jüngeren,

und dies erfüllt uns mit Stolz, die wir auch in schweren Ta­gen dem Verein die Treue bewahrten und mit dazu beitrugen, einem im Wanken befindlichen Stern eines so traditionsreichen Clubs, wieder zu neuem Glanze zu verhelfen. So zu handeln und einig zu sein, nicht nur dem Verein, dem man angehört, sondern auch unserem lieben Vaterlande gegenüber, das sei das erstrebenswerteste Ziel, das ein Sportler vor Augen haben soll.

Gerade in diesen Tagen wurde an derselben Stelle in ver­schiedenen Artikeln mehr Einigkeit im Gießener Fußballsport gefordert. Auch mir sei es bei meinem Weggang von hier ge= stattet, noch ein paar kurze Worte diesem aktuellen Thema an= zufügen: Jch betone vorweg, daß ich hier meine rein persönliche Meinung äußere. Die Art und Weise, wie sich die beiden größ­ten Gießener Sportvereine, VfB. und 1900, um die es sich wohl hauptsächlich handelt, befehden, ist alles andere, denn zu be­grüßen. Gewiß, Rivalität muß meiner Auffassung nach sein,| aber diese Rivalität soll sich immer in anständigen Bahnen be­wegen. Achtung vor dem Gegner, das sei das höchste Gebot eines Sportlers, das zu beherzigen m. E. nicht allzu schwer sein sollte, wenigstens für jeden vernünftig denkenden Menschen. Fanatiker gibt es hüben wie drüben, aber diese Leute stellen doch nur eine Minderheit dar und diese zu unterdrücken, bedarf es wohl feiner grogen Mühe. Wo ein Wille iſt, da ist auch ein Weg, und wenn einmal der beiderseitige Wille innerhalb der in Frage kommenden Vereine festen Fuß gefaßt hat, zum Wohle unserer Sportbewegung zusammenzuarbeiten, dann wird es auch ein leichtes sein, den Weg zu finden, der zum Ziele führt, näm­lich die Einigkeit.

Zum Schlusse meiner Ausführungen spreche ich den Wunsch aus, daß, wenn mich dereinst wieder einmal das Schicksal nach Gießen, der Stadt meiner Jugendjahre, führen sollte, ich dann Zeuge werde eines gedeihlichen und friedlichen Strebens bei­der Vereine.

Die dritte Veranstaltung steigt für die Dillgruppe in Dil­lenburg bei der Spielvereinigung von 1911. Wohl in keiner Gruppe sind die Kämpfe so offen wie hier; neben dem veran­

beliebten Diplome der D. Sp. f. A. fämpfen, doch werden ge­rade hier die große Anzahl der Läufer von A- und B- klassigen Vereinen stark favorisiert.

Zu hoffen ist, daß alle Vereine soviel Läufer als möglich stellen, hier kann eine gute Vereinsleitung beweisen, daß sie auf dem Wege vom Fußballverein zum Sportverein ist und es mit der Förderung der Leibesübungen ernst meint. A. H. SC. 21 Daubringen 1. BfB. Gießen 3. 3: 5( 2: 0) Eden 5: 3. SC. 21 Daubringen 1. Jgd. SpVg. 1900 1. Jgd. 1: 2( 0: 1). 18. März 1928.

*

Zu einem Gesellschaftsspiel hatte Daubringen die 3. Mann­schaft von VfB., verstärkt mit Spielern anderer Mannschaften, verpflichtet. Beide Mannschaften lieferten sich ein in Daub­ringen lange nicht gesehenes spannendes Spiel. Daubringens Mannschaft lief, hauptsächlich in der ersten Halbzeit, zu großer Form auf und konnte bis Halbzeit das Spiel überlegen gestal­ten. Nach Halbzeit jedoch brachte VfB. eine ungewohnte Härte in das Spiel, der Daubringen nicht gewachsen war. Unser sonst sehr guter Hüter mußte infolgedessen in kürzeren Abständen viermal hinter sich greifen. Jetzt kamen die Daubringer zur Besinnung, gewannen allmählich wieder die Oberhand und konnten noch ein Tor aufholen. Darauf verteiltes Spiel, wobei VfB. durch einen weiteren Schuß ihr 5. Tor erringen konnten. Das heutige Spiel ließ die Herzen unserer Anhänger höher schlagen, zeigte doch unsere Mannschaft, daß sie bei einigem guten Willen in der Lage ist, Gutes zu leisten. VfB. verscherzte sich in der 2. Hälfte durch sein unschönes Spiel viel Sympathien.

Vor diesem Spiel standen sich unsere 1. Jugend und 1900's 1. Jugend im Punttspiel gegenüber. Die körperliche und tedy nische Ueberlegenheit von 1900 glichen die Daubringer durch großen Eifer aus und zeigten so, daß sie auch in der Lage sind, etwas zu leisten. Schiri Jung- Lich war den Spielen in keiner Weise gewachsen. Vor allem beim Jugendspiel lei­stete er sich die unglaublichsten Fehlentscheidungen. Der Schiri­ausschuß sollte bei der Auswahl von Schiris etwas vorsichtiger sein. Hch. Grölz.

*

Laubach 1. Laubach 2.

Lollar 1. 1: 2( 0: 1). Lollar 2. 3: 4( 2: 4).

In dem am Sonntag, den 18. 3. auf dem Lollarer Plate ausgetragenen Aufstiegspiel mußte sich Laubach nach hartem Ringen mit 2: 1 den Lollarern beugen. Das Spiel wurde von beiden Parteien mit ungeheurer Energie ausgefochten, galt es doch für Laubach, seine Spigenstellung zu befestigen, während Lollar die Laubacher 3: 1- Niederlage ausmerzen mußte, aber auch durch einen 2 Punktegewinn mit Laubach gemeinsam die Tabelle anführen konnte. Sämtliche Spieler befleißigten sich einer fairen Spielweise, so daß der Schiri ein nicht allzu schwe res Amt hatte. Auf beiden Seiten waren die Hintermann­schaften einschl. Läuferreihe hervorragend, während in beiden Sturmreihen teine einheitlichen Leistungen zu erkennen waren. Vorher gelang es Lollars 2. Mannschaft, die sehr spiel­starke Laubacher 2. Elf 4: 3 zu besiegen; jedoch wurde von feiner Mannschaft besonderes geboten. Immerhin konnte Laubach, wenn auch nur zeitweise, den Gastgeber in die Defensive drän­gen. Schiri Busch- Butzbach wußte sich durch seine strenge Durchführung beider Spiele Respekt bei Spielern wie zu­schauern zu verschaffen.

Lollar 2. Niederwalgern 1. 2: 7( 1: 3).

Am gestrigen Sonntag mußte sich Lollars 2. von Nieder­walgerns 1. Mannschaft eine einwandfreie 7: 2 Niederlage ge= fallen lassen. Lollar, das gegen den Vorsonntag in vollständig verkehrter Aufstellung antrat, war nie in der Lage, den Gästen ein ebenbürtiges Spiel entgegenzustellen. Lediglich Schneider in der Verteidigung, später im Sturm, sowie beide Außenstürmer, konnten befriedigen, alle anderen spielten unter Durchschnitt. In den Gästen stellte sich Lollar eine sehr sympathische ElF vor; was leider von den Gastgebern nicht zu sagen war. Hier darf der Spielausschuß nicht vor der nötigen Härte zurück­schrecken, um eine bessere Wendung spielerisch wie moralisch herbeizuführen.