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Samstag, den 26. April 1928.

hier durchweg um Lieferungen, bei denen die Waren von dem Lieferer der Beschwerdeführerin unmittelbar an deren Ab­nehmer versandt worden sind. Die Vorinstanz hat jedoch die Steuerbefreiung nach§ 7 UStG. versagt, weil nach ihrer An­schauung die Beschwerdeführerin dadurch den unmittelbaren Besitz an den gelieferten Maschinen erworben und weiter über­tragen hat, daß sie abgesehen von der Besichtigung und Nach­prüfung einzelner Maschinen am Bahnhof in J. in allen streitigen Fällen die Maschinen nach der Ankunft bei den Ab­nehmern auf Vollständigkeit und Betriebssicherheit geprüft, Mon­tagearbeiten vorgenommen und etwa vorhandene Mängel ab­gestellt hat. Wie der Senat wiederholt entschieden hat, ist die bloße Besichtigung der Ware und die Prüfung, ob vertrags­mäßig geliefert worden ist, nicht geeignet, den unmittelbaren Besitz im Sinne des Umsatzsteuerrechts zu verschaffen( vgl. U. vom 24. Juni 1927 V A 308/27, RStBI. 183).

Anders ist die Sache zu beurteilen, soweit Montagearbeiten vorgenommen oder vorhandene Mängel abgestellt worden sind, um die Maschinen betriebsfähig zu machen. In diesen Fällen hat die Beschwerdeführerin in Erfüllung des Lieferungsvertrags sich betätigt und der Wave diejenige Behandlung angedeihen lassen, die sie abnahmefähig machte. Dadurch hat die Beschwer­deführerin aber den unmittelbaren Besitz an der Ware erworben und nach Abschluß ihrer Arbeiten an den Abnehmer übertragen.

Wieder anders sind die Fälle gelagert, in denen es einer Montage oder Abschlußarbeiten nicht bedurfte, die Maschinen vielmehr betriebsfähig waren und auch vom Abnehmer in Be­trieb genommen wurden, nach einiger Zeit aber, weil Mängel aufgetreten waren, von Leuten der Beschwerdeführerin wegen der von dieser übernommenen Gewährleistung wieder in Stand gesetzt wurden.

Die Vorinstanz hat hiernach in den Fällen die Steuerbe­freiung zu Unrecht versagt, in denen die Beschwerdeführerin lediglich eine Besichtigung und Prüfung der vertragsmäßigen Beschaffenheit der Maschinen vorgenommen hat oder in denen die Beschwerdeführerin nach Erfüllung ihres Lieferungsvertrags erst auf Grund von Mängelrügen tätig geworden ist.

Lokales.

Straßensperrungen,

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Wehrdorf Ehringshausen, im Straßenzug Wehlar- Herborn, vom 28. 4. bis 10. 5. Umleitung: Bechlingen- Breitenbach. Frankfurterstraße in Gießen, im Straßenzug Gießen- Frankfurt a. M., vom 1.- 10. Mai; Umleitung in Richtung Wetzlar über Heuchelheim- Azbach, in Richtung Frankfurt a. M. über Leihgestern- Großen- Linden.

* Straßensperrung. Am kommenden Montag, den 30. April 1928, wird ein baufälliger Kamin auf dem Stadtkirch­turm abgebrochen. Zur Verhütung von Unfällen durch herab­fallende Steinmassen auf die Straße wird die Kirchstraße zwi­schen Kirchenplatz und Burggraben am Montag, den 30. April 1928 für allen Verkehr polizeilich gesperrt.

* Die Stimmtartei für die Reichstagswahl am 20. Mai liegt vom 29. April bis 6. Mai zur öffentlichen Einsicht in der Bür­germeisterei, Bergstraße, Zimmer 13, aus. Wer sich das Wahl­recht sichern will, überzeuge sich rechtzeitig, daß sein Name in der Stimmkartei enthalten ist.

* Wann tann ich nach Amerita telephonieren? Von jetzt ab werden Verbindungen im Fernsprechverkehr Deutschland­Amerika von 12,30 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachts, vom 29. April an bereits von 11,30 Uhr Uhr vormittags bis 2 Uhr nachts hergestellt.

* Ernennung. Zum Gesangs- und Musiklehrer von sämt­lichen höheren Schulen Gießens wurde Lehrer Blaß von Gro­Ben- Linden ernannt.

Keine Rückzahlung der Ruhegehaltsgebührnisse. Ruhege­haltsgebührnisse, die rechtskräftig zuerkannt und im guten Glau­ben angenommen sind, können nach einem Urteil des Reichs­persorgungsgerichts nicht durch Berichtigungsbescheid zurückge­fordert werden. Nach einer Verfügung des Reichsarbeitsmini­sters sind die Verwaltungsbehörden an diese Auffassung ge= bunden.

Der Dienst am Kunden.

Jeder Handwerksmeister, der Wert auf die Erhaltung sei­ner Kundschaft und auf deren Zunahme legt, muß darauf be­dacht sein, diese so zuvorkommend wie nur möglich zu behan­deln. Die Kunst des Verkaufens der Erzeugnisse und des An­

bietens der Leistungen ist angesichts des ge gesteigerten Wettbe­

werbs zu einem wahren Dienst an dem Kunden geworden. Nur der Meister, der es im Verkehr mit seiner Kundschaft an einer entgegenkommenden und höflichen Behandlung nicht fehlen läßt, wird heute sein Geschäft ausbauen können. Der Kunde muß beim Verhandeln mit dem Geschäftsinhaber den Eindruck ge­winnen, als wäre der Meister nur für ihn ganz allein da und suche an seinen Augen innerhalb des Möglichen seine Wünsche abzulesen. Verkehrt wäre es, wollte ein Handwerksmeister etwa eine Reklamation mit barschen, zurückstoßenden Antworten abweisen. Ist die Beschwerde des Kunden selbst noch so gering­fügig oder gar unangebracht, so erscheint es heute besser, von dem Grundsaz auszugehen, daß der Kunde immer recht hat, als etwa diesen eines Besseren, womöglich noch in ungeschickter Weise, be­lehren zu wollen.

Leider will es scheinen, als ob diese Grundeinstellung noch nicht Allgemeingut im Handwerk geworden sei. Man begegnet immer wieder in Verbraucherkreisen in dieser Hinsicht den leb­haftesten Klagen. Es ist natürlich unmöglich, diesen allgemei­nen Beschwerden nachzugehen, allein ihre ständige Wiederkehr läßt wohl doch die Schlußfolgerung zu, daß nicht immer und überall die rechte Einstellung zum Kunden erfolgt. Erst kürz= lich brachte eine Tageszeitung längere Ausführungen zu dem angeblich sprichwörtlichen Aerger mit den Handwerkern, worin darüber geklagt wurde, daß bei der Annahme von Reparatur­arbeiten kein Preisangebot gemacht werde und die Ausführung der Arbeiten nur in größter Unpünktlichkeit und niemals zum vorgesehenen Tag bezw. zur festgesetzten Stunde erfolge. Sind

,, Gießener Zeitung"

* Der geplante Neubau einer Heilstätte für Tuberkulose­erkrankungen der oberen Luftwege soll nunmehr sofort in An­griff genommen werden. Bis Ende nächsten Jahres wird die neue Heilstätte einschließlich der inneren Einrichtung fertigge= stellt sein, so daß Anfang 1930 mit der Inbetriebnahme zu rech­nen ist.

* Leichenfund. Donnerstag wurde im Stadtwald am alten Steinbacher Weg die Leiche eines seit Montag vermißten 18 Jahre alten Handlungsgehilfen aufgefunden. Der junge Mann, Sohn einer hiesigen Familie, hat sich erschossen. In der elter­lichen Wohnung hatte der bedauernswerte junge Mensch u. a. zwei Abschiedsbriefe zurückgelassen. Ueber die Beweggründe zur Tat fehlt bis jetzt noch jeder Anhaltspunkt.

* Durch die außerordentlich gedrückten Schweinepreise für Schlachtscheine fühlten die Bauern der Umgegend sich veranlaßt, unter Umgebung von Auffäufer und Schlächter, ihre Schweine selbst zu schlachten und an den Mann zu bringen. Die erfreu­liche Folge ist ein weiteres Sinken der Schweinefleischpreise. Leider sagt die gestrige Bekanntmachung der Fleischerinnung Gießen nicht, um wieviel die Preise gesenkt worden sind.

*

Jhr 150jähriges Jubelfest begeht morgen die Freimaurer­Loge ,, Ludwig zur Treue". Sie wurde am 26. April 1778 unter Leitung von Kammergerichtsassessor von Dietfurth eingesetzt. Die Loge hat sich in sozialen Werken sehr verdient gemacht so hat sie u. a. die Kleinkinderschule in der Dietzstraße gegründet.

* Die Polizeibeamten der Gemeinden Oberhessens faßten in einer hier abgehaltenen Provinzialversammlung eine Ent­schließung, in der sie ihr Bedauern darüber aussprachen, daß sie nicht in das Polizeibeamtengesetz eingereiht worden sind. Sie fordern mit Nachdruck, daß in das neue Gemeindebeamtengesetz eine Bestimmung aufgenommen wird, die die vollbeschäftigten Gemeindepolizeibeamten den Staatspolizeibeamten gleichstellt.

Aus Nah und Fern.

Großen- Linden. Mittwoch entstand im Mark- Wald ein Waldbrand, der mit großer Schnelligkeit um sich griff. Den Bemühungen zahlreicher Waldarbeiter und Bahnbeamten ge= lang es schließlich, die Flammen zu unterdrücken, ehe sie sich in allzu großer Weise ausdehnen konnten. Alle Umstände wei­sen darauf hin, daß der Brand durch leichtfertige Raucher ent­standen ist.

Hessischer Kirchengemeindetag zu Offenbach.

Die Hessische Landesvereinigung des Deutschen Evangelischen Gemeindetages veranstaltet am kommenden Sonntag einen Kir­chengemeindetag zu Offenbach. Um 10 Uhr finden Festgottes­dienste in allen Kirchen Offenbachs statt. Die Hauptversamm­lung findet nachmittags um 2 Uhr statt. Die Vorträge werden im Evangelischen Vereinshause, Kirchgasse 11, abgehalten.

Wezlar. Ein Brieftauben- Sonderzug trifft morgen hier ein. Mehrere tausend Brieftauben werden dann bei günstigem Wetter aufgelassen.

Verschiedenes.

Frühling in Moskau.

Die ungewöhnlich warmen Tage, deren wir uns kürzlich erfreuen durften, haben auch in Moskau eine vorzeitige Tem­peratursteigerung zur Folge gehabt, die aber, wie man an= nimmt, nicht von langer Dauer sein wird. Immerhin kann man zur Zeit die typischen Frühlingserscheinungen in Moskau beobachten, die sich vor allen Dingen in einem geradezu hoff­nungslosen Zustande der Straßen bemerkbar machen. Man watet knöcheltief in einer Schlammbrühe, da der schmelzende Schnee sämtliche Kanäle und Abzugsröhren verstopft. Gleich­zeitig fangen die Schneemassen auf den Dächern der Häuser und die von den Dachrinnen herabhängenden Eiszapfen an zu tauen, und was man an Nässe nicht von unten bekommt, das wird einem solchermaßen von oben zuteil. Die Fuhrwerke und Lastwagen tommen nur mühsam in dem tiefen Morast vorwärts, der für Schlittentufen, wie für Räder ein gleich unangenehmes Hindernis bildet. An allen Eden und Enden sieht man fluchende Kutscher, die sich vergeblich bemühen, ihre in dem Schneebrei steckengebliebenen Vehikel wieder flott zu machen

zweifellos diese Angaben übertrieben, so erscheint es uns doch notwendig, daß grundsätzlich der Kunde zeitig genug über den poraussichtlichen Preis aufgeklärt wird, damit nicht nachher die Verärgerung kommt und zu einer Abwanderung der Käufer führt. Ebenso selbstverständlich ist es, daß alle gegebenen Zu­sagen eingehalten werden müssen. Tritt tatsächlich einmal eine unvorhergesehene Verzögerung ein, so ist die Benachrichtigung an den Auftraggeber durch Anruf oder durch kurzen Bescheid auf einer Postkarte geboten. Die Unpünktlichkeit einzelner schadet dem ganzen Berufsstand.

Allerdings soll nicht verkannt werden, daß sehr häufig Re­paraturarbeiten verlangt werden, welche die aufgewandte Ar­beit kaum lohnen. Aber auch in diesem Falle ist es besser, sie in der notwendigen zuvorkommenden Weise zu erledigen. Der bereits oben erwähnte Artikel verlangt hierfür die Errichtung besonderer ,, Warenhäuser", da das Handwerk die kleineren Re­paraturen doch nicht ausführen wolle. Das stimmt natürlich nicht und verdient schärfste Zurückweisung. Die Errichtung be­sonderer Warenhäuser für Reparaturen müßte natürlich zu einer schweren und dauernden Benachteiligung für das Handwerk führen. Vielleicht läßt sich hier der Vorschlag in die Tat um­setzen, den vor zwei Jahren der Vorsitzende des Reichsverbandes des deutschen Handwerks, Klempnermeister Derlien, machte, in dem er anregte, einen gemeinsamen Innungsdienst für diese nicht lohnenden kleinen Reparaturen anzulegen.( Vgl. den Aufsatz Zeitliche Betrachtungen" in Heft 24 des Deutschen Handwerksblattes vom 15. Dezember 1926). Von einer ge= meinsamen Stelle aus würde dann das Innungsauto die ver­schiedenen Kunden zur sofortigen Erledigung der Kleinarbeiten aufsuchen. Alle etwa erforderlichen Ersatzteile müßten sich im Wagen befinden. Auf alle Fälle ist diese Anregung wert, über­prüft und womöglich in die Tat umgesetzt zu werden; denn diesen zuvorkommenden Dienst am Kunden kann heute auch das Handwerk nicht mehr entbehren.

Nr. 35.

und Vorübergehende um Hilfe ansprechen. Mit vielem Fluchen, Peitschenknallen, Schieben und Ziehen geht es dann von Zeit zu Zeit ein Eckchen weiter, aber bald kommen die erschöpften Pferde wiederum nicht mehr vom Fled. Diese Zustände werden noch verschlimmert dadurch, daß die Moskauer Straßen mit Holzpflaster versehen sind, dessen Blöcke sich bei dem Tauwetter voll Wasser saugen und aufquellen, so daß sie aus ihrem Lager springen. Viele Straßenbahnschienen werden dadurch gelockert und Weichen beschädigt, und Verkehrsunfälle aller Art sind an der Tagesordnung. Die Bevölkerung bewegt sich watend durch die Straßen und Gummischuhe und wasserdichtes Schuhzeug sind zur Zeit unentbehrliche Requisiten.

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Der größte Hund der Welt. Natürlich besitzt ihn Amerika! Er heißt Jlak, ist eine Kreuzung des weißen Polarwolfes mit einem Alaskahunde und lebt mit seinem Herrn, Mr. Bill Strother in Los Angeles. Das riesige Tier ist in seiner gewöhnlichen Haltung über einen Me­ter groß, doch wenn es sich auf die Hinterbeine stellt, so überragt es den größten Menschen, denn es ist dann nahezu 2 Meter und 25 Zentimeter hoch. Jlak wiegt 195 Pfund, was für einen Hund immerhin ein stattliches Gewicht ist. Troß seiner Größe und halbwilden Abstammung ist Jlak jedoch, so behauptet we­nigstens sein Herr, ein gutmütiger und friedfertiger Hund, der aufs Wort gehorcht und sehr kinderlieb ist, so daß das kleine Töchterchen des Besizers ihn zu ihrem liebsten Spielgefährten ernannt hat.

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Können Krokodile ,, weinen"?

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Man spricht oft von Krokodilstränen und meint damit Tränen, die nicht so ganz echt gemeint sind, nicht einer wirt­lichen Gemütsbewegung entsprungen sind, sondern mehr gemacht und erkünstelt sind, um etwas vorzutäuschen, was nicht wirklich vorhanden ist. Wie kommt man aber dazu, gerade das Kro fodil in Beziehung zu diesen falschen Tränen zu bringen? Ist das Krokodil so besonders falsch unter den Tieren und vor al­lem: tann es tatsächlich Tränen vergießen und, weinen"? Nun, im menschlichen Sinne bestimmt nicht, wohl aber kann das Krokodil unter gewissen Umständen Töne von sich geben, die täuschend an die weinende Stimme eines Kindes erinnern. Dies aber soll, so will es die Sage wissen, durchaus Absicht und bewußte Täuschung sein: wenn das Krokodil Hunger ver­spürt und gerne ein Opfer heranloden möchte, dann fängt es an, wie ein Kind zu weinen und von dieser Stimme angelodt, kommen wohl auch oft Menschen herbei, die meinen, daß sich ein kleines Kind irgendwo verirrt hat, und die es retten wol­len: statt dessen kommen sie in die unheimlich und gefährliche Nähe des Krokodils, das nun ein leichtes Spiel hat, sein Opfer einzufangen. Und so erklärt man sich die Entstehung der Re­densart ,, Krokodilstränen vergießen".

Vom deutschen Lied im Ausland.

Unter dem Namen ,, Vereinigung der Milwaukeer Sänger" hat sich in Milwaukee ein deutscher Sängerverband gebildet. Der Ver­einigung schlossen sich an: Männerchor Hermannssöhne, Männer chor Germania, Milwaukee- Männerchor, Kärnter Gesangverein, Bäcker- Biederkranz, Barden- Männerchor, Gesangssektion der Freien Gemeinde, Männerchor Eichenkranz, Schwaben- Männer­chor, Milwaukee- Liederkranz, Gesangssektion des Turnvereins Milwaukee.

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Der Gesangverein Uhlandbund" in Newyork feierte mit einem großen Festkonzert sein 75jähriges Jubiläum. Man hat bei dieser Gelegenheit die alten Protokollbücher des Vereins nachgeschlagen und dabei entdeckt, daß schon in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der Gedanke unter den Deutsch amerikanern aufgetaucht war, ein Denkmal für General Steu­

zu errichten. Am 15. März 1857 traf man sich zur Grün­bung eines Steuben- Denkmals. Mit dem ,, Uhlandbund" stan­den die Steuben Guard" und die Steuben Blues" an der Spitze der Bewegung. Im Jahre 1858 wurde bereits eine Steuben- Gesellschaft" ins Leben gerufen; es wurden Festlich teiten zum Besten des Denkmalfonds veranstaltet. Der Aus­bruch des Bürgerkrieges ein paar Jahre später machte den Plä nen ein Ende.

Der Sängerbund des Nordwestens von Nordamerika hält vom 14. bis 16. Juni ein Sängerfest in Milwaukee ab. Das Sängerfest des Neu- England- Sängerbundes findet vom 1.- 3. September in Lawrence( Mass.) statt.

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In der Hauptstadt Paraguays, Asuncion, zählen die deut schen Gesangvereine mehr als 800 Mitglieder.

Das nächste Bundessängerfest des Jtajahytal- Sängerbundes ( Brasilien) findet am 29. April 1928 in Toquaras statt.

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Die Warschauer Philharmonie( Polen) hatte den Meister schen Gesangverein, Kattowig, eingeladen, die H- moll- Messe von J. S. Bach in Warschau( zum erstenmal!) aufzuführen. Die Auf führung fand am 19. Februar im großen Saal der Philharmonie statt. Ueber 2000 Personen füllten den großen Saal.

Der Rigaer Sängertreis feierte sein 70. Stiftungsfest dur Konzert und Festabend im Kreise vieler Gäste.

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Der Rigaer Liederkranz unternahm am 25. März eine Konzertreise nach Dorpat. Er sang unter Leitung von W. Becker im Deutschen Theater zu Dorpat und erntete reichen Bei­fall.

Der Deutsche Singverein Prag( Tschechoslowakei), verstärkt durch die mitwirkenden deutschen Männergesangvereine Prag und Tauwih, brachte die Hohe Messe in H- moll" von J. S. Bach zur erfolgreichen Aufführung. Unter den zahlreichen Kon­zertbesuchern bemerkte man auch den Präsidenten Masaryk.

Ende vorigen Monats gelangte in Lodz( Polen) Schumanns Paradies und Peri" zur sehr erfolgreichen Aufführung. Den Cor stellte der durch Frauenstimmen verstärkte Lodzer Män­nergesangverein.

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