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Samstag, den 21. Januar 1928.

werkerrechnungen zu begleichen. Diese Erklärung der Domänen­pächter wird durch die Landdrostei Hagenow der Regierung zu geleitet.

Ein Landwirt aus Hessen schreibt dazu: Auch hier in Hes­sen ist es der Landwirtschaft unmöglich, die immer steigenden sozialen Lasten weiter zu tragen. Im Falle der Landwirt so ernorme Lasten tragen soll, muß er auch Gelegenheit haben, diese Lasten herauszuwirtschaften, was er nicht hat. Auch hier in Hessen wird es ein Ende mit Schreden geben.

Die Erwerbslosenunterstützungsgelder und das komplizierte Beamten-, resp. Regierungssystem verbrauchen zum allergrößten Teil die Staatseinnahmen.

Wimpfen und die Länderkonferenz. Wimpfen. Gegenüber den Forderungen auf Beseitigung der Enklaven und insbesondere des Anschlusses Wimpfens an Württemberg durch die Vertreter der Länderregierungen in Berlin hat jetzt der Gemeinderat von Wimpfen folgenden Be= schluß gefaßt:

Verschiedene Veröffentlichungen in der Presse zu der Frage der Aufhebung der Enklaven und Erklaven im Deutschen Reich geben dem Gemeinderat Veranlassung, zu erklären, daß Wimp­fen keine Veranlassung hat, von sich aus dem hessischen Staatsverbande auszuscheiden. Wird die Frage der Aufhebung der Enklaven praktisch, so verlangt der Gemeinderat für die Stadt Wimpfen das Recht der Selbstbestimmung.

Das Defizit der Reichshauptstadt.

Es fehlen 50 Millionen.

Der Berliner Magistrat steht kurz vor dem Abschluß seiner Etatsberatungen, der vom Kämmerer in der Sigung vom 26. Januar vorgelegt werden soll. Trotz aller Bemühungen des Kämmerers Dr. Lange, Einnahmen und Ausgaben ins Gleich­gewicht zu bringen, soll ein ungedeckter Fehlbetrag von etwa 50 Millionen Mark vorhanden sein.

Wie weiter behauptet wird, besteht die Absicht beim Magi­strat, diesen Fehlbetrag in der Hauptsache durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer von 425 auf 600 v. H. und durch eine Er­höhung der Grundwertsteuer von 200 auf 300 v. H. zu decken.

Kontrolle der Automobilgeschwindigkeit.

,, Gießener Zeitung"

Die Sirene des Hausbesizers. Ein Offenbacher Hausbesitzer ärgerte sich darüber, daß seine Mietparteien fortgesetzt in Zank und Streit lagen, was natürlich mit dem entsprechenden Lärm verbunden war. Um Ruhe zu schaffen, ließ er sich im Treppen­haus eine lauttönende Sirene einbauen, die dann immer mit ihrem fürchterlichen Geheul in Betrieb gesetzt wurde, wenn die Mieter wieder Krach miteinander hatten. Dieses Radikal­mittel half. Nur ein Mieter ärgerte sich über des Hausbesitzers Lärmmaschine und zeigte seinen Mietherrn wegen ruhestörenden Lärm an. Das Gericht hatte einige Bedenken, die Sirene als das geeignete Mittel zur Herbeiführung von Ruhe anzuerken­nen und verurteilte den Hausbesitzer zu fünf Mark Strafe neben den Kosten.

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Unfälle beim Schulunterricht.

Für die Eltern schulpflichtiger Kinder ist es wichtig, zu wissen, wieweit sie bei Verlegungen ihrer Kinder im Unter­richt, z. B. beim Turnen, Schadenersatz- Ansprüche geltend machen können. Was für das schulpflichtige Kind gilt, gilt auch für den Studenten, der die Universität besucht. Hierzu hat das Reichsgericht in einer neuen Entscheidung( 3 3 G. 37026) Stel­lung genommen. Von dem Verletzten wurde Schadenersahan­spruch gegen den Preußischen Staat geltend gemacht. Die Frage beantwortet sich aus dem Preußischen Beamten- Haftpflicht- Ge­setz vom 1. 8. 1908. Danach haften der Staat und auch die kommunalen Verbände, denen vielfach die Schulen gehören. für Amtspflichtverletzungen ihrer Beamten, wenn diese vorsätzlich oder fahrlässig geschehen sind. Zuerst ist also in solchen Fällen die Frage nach vorsätzlichem oder fahrlässigem Handeln zu klä­ren. Wenn dabei das Haftpflichtgesetz davon spricht, daß der Beamte in Ausführung öffentlicher Gewalt gehandelt haben muß, so steht das der Haftpflicht des Lehrers nicht entgegen. Denn unter Ausübung der öffentlichen Gewalt ist nicht etwa nur die Betätigung staatlicher Zwangsgewalt zu verstehen, die von der Polizei ausgeübt wird, sondern sie ist auch in der Ausübung staatlicher Fürsorge zu erblicken. Eine solche waltet bei jeglicher Betätigung vor.

Einem norwegischen Polizeibeamten ist es gelungen, eine aussehenerregende Erfindung zu machen, die auf dem Gebiete des Autoverkehrs große Bedeutung gewinnen dürfte. Es han­delt sich um einen Apparat, der es ermöglicht, die Schnellig­keitsentwickelung der Automobile jederzeit genau zu kontrol­lieren. Durch einen sinnreichen Mechanismus wird eine mit dem Motor in Verbindung stehende Sirene bei Ueberschrei­tung der Geschwindigkeitsgrenze automatisch eingeschaltet. Un­abhängig vom Signalapparat fällt bei Ueberschreitungen der zulassigen Höchstgeschwindigkeit eine kleine Glaskugel in einen plombierten Kontrollbehälter. Dadurch ist der Polizei die Mög­limkeit gegeben, jederzeit festzustellen, ob und wie oft ein Auto die Geschwindigkeitsvorschriften überschritten hat. Beide Mecha­nismen können auf jede gewünschte Fahrgeschwindigkeit einge­stellt, sowie bei Rennen usw. ausgeschaltet werden. Die erste Probefahrten haben die praktische Brauchbarkeit der Erfin­dung bereits einwandfrei erwiesen.

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St. Bürokratismus bei der Reichspost. Einen netten Fall von Bürokratismus bei der Reichspost teilt das, 8- Uhr- Abend­blatt" mit: Der Empfänger einer aus dem Postautomaten stam­menden Postkarte erhielt vom Postamt 5 Pfg. Strasporto auf­gebrummt mit der Begründung, die Karte habe nicht die von der Postbehörde vorgeschriebene Größe( 14,8X10,5 Zentimeter). Die Post verkauft also in ihren eigenen Automaten Karten, die den vorgeschriebenen Größenverhältnissen nicht ent=

sprechen.

Grüner Rasen/ Blaue Wellen.

Roman von Otto von Gottberg. 23. Fortsetzung.

Er dachte sich schlafen zu legen. Doch beim Hinuntergehen stieß er auf den Funkenmaat, der Meldung von regem engli­schem F.- T.- Verkehr in östlicher Richtung brachte. Wieder mußte er auf die Brücke steigen. Die See glißerte unter Mondschein. Von Schiffen war nichts zu sehen, aber nach einer halben Stun­de wies der Matrose auf der hinteren Spitze des Dreiecks von Stahl mit der Hand über das Heck: Eine Wolke kann es nicht sein, Herr Kapitänleutnant. Wenns aber Rauch von Schif­fen ist, fahren da ne schwere Menge!"

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Nr. 7.

So nehmet den Sonntag zum Raften und Feiern und spei­set an ihm die hungernden Seelen. Erzählet den kleinen in Mären und Sagen, lasset sie schauen die lichten Heldengestal ten, ermahnt sie zu Tugend, Sitte, Moral und lehret sie die Heimat lieben, auf daß einst an wurzelstarken Menschen ste wieder gesunde!

Noch rufen viele arme Kinder in Deutschland nach Brot. Doch nicht nur an Brot für den Leib ist unsere Zeit arm ge= worden, auch der Geist und die Seele so manchen Kindes muß heute darben, weil es an Nahrung fehlt oder diese der stärken­den Kraft entbehrt. D, diese Zeit ist so haſtig, man quält und jagt sich ab und hat so wenig Stunden übrig für Ruhe und Rast und für die Kinder.

Mit Eifer und Fleiß sind wohl daran gegangen, unse bauen. Das ist edel und gut. Doch was nützt es, wenn wir in ewiger Hast, sorgend und schaffend, der Zukunft gedenken und keine Muße für die Gegen­wart finden, keine Zeit für unsere Kinder?-- Sie werden es uns einſt nicht danken, daß in den schönsten Tagen ihrer Kindheit wir durch die Hast der Tage keine Zeit für sie hat­ten und im nervösen Drängen und Jagen nur ihrer Zukunft gedachten, nicht ihrer kindlichen Gegenwart.

rer Kinder Heimat wieder ir

Hessischer Straßenbericht.

für die Woche vom 22. bis 28. Januar 1928. Hauptdurchgangsstraßen in Hessen:

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Samstag, den 21. J

erwä

es bei Behandlung vo nötigen Schonlichkeit u schritten werden; sie fo Erfahpflicht herangezog Möbelversendern Blight, für eine gute u Förderung aufgegebenen werden sich mancherlei * Neue Kraftlinien postlinien im Westerwa werden, insbesondere if Strede Gießen- Siegen bereitung: von Guster und Hörbach- Hirschb machen nur noch die der Strede liegenden Sicherheit für die R nehmen müssen.

Darmstadt Dieburg Babenhausen Aschaffenburg, bei Bahnhof Babenhausen bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Besondere Umleitungsstraße, auf der Wa­gen bis 5,5 Tonnen 20 km., Wagen über 5,5 Tonnen 12 fm. fahren dürfen.

Und, Vater und Mutter, ihr werdet dieser Tage gedenken, wenn ihr die Wege findet, die eure Kinder während euren Sorgen und Mühen gegangen, wenn ihr die Freunde sehet, die sie suchten und fanden. Lasset die Kleinen zu euch kommen und wehret es ihnen nicht, denn ihr Himmel auf Erden seid ihr, Vater und Mutter!

Drewig griff zum Glas. In der Tat trieb der leichte Nord­wind schwarzen Qualm nach Süden. Ruelow irrte wohl auch nicht, als er sagte: Sicherlich Schiffe!" Dann waren es starke Geschwader. Lief die Hochseeflotte zu einem Vorstoß nach Eng­land aus, oder kehrte die Grand Fleet von einer Erkundung in der Deutschen Bucht zurück? Er ließ abdrehen. U- 444 lag bald auf nordöstlichem Kurs. Auf die vorderste Spitze der Qualm­wolke ließ Drewitz mit äußerster Maschinenkraft zuhalten. Seine Nachtruhe fiel aus. Näher und näher fam er der ihren dünnen Zeigefinger immer weiter nordwärts tragenden Wolfe. Hinten breiter, flog sie wie ein langer, düsterer Kometenschweif dicht über dem Wasser und verdunkelte im Verwehen, den südlichen Horizont. Gegen fünf Uhr morgens zerriß eine Boe ihr Schwarz. In weiter Ferne, aber durch das Glas doch klar zu sehen, lagen unter hellem Mondlicht Dutzende von Zerstörern auf glitzerndem Wasser. Ihnen voraus dampften in schier endloser Doppelreihe an hundert Linienschiffe und Kreuzer. Das lohnte, die Fahrt durch den Kanal zu unterbrechen. Er rief Krause durch das Sprachrohr an: Herr Ingenieur, holen Sie, was Sie können aus den Maschinen!" Mit äußester Kraft hielt er auf die nörd­lichste Spitze der Doppelreihe zu. Noch durfte er auf drei Stun­den Dunkelheit hoffen und über Wasser bleiben. Um sieben Uhr war er dem Geschwader so nahe, daß er Erkennungszeichen feuern konnte. Doch unterließ er es im Glauben, Engländer vor sich zu haben. Bestätigung der Vermutung brachte eine Meldung des Funkenmaats, der eben Verbindung mit einer Heimatsstation erhalten und gehört hatte, die Hochseeflotte liege im Hofen.

Gießen Reißkirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialien belegt. Vorsicht!

Sonstige Straßen in Hessen:

Speiset auch die Herzen und Seelen der Kleinen, leget als ein Samenkorn nur gute und hohe Gedanken in den jungfräu­lichen Garten, damit es einst reiche Frucht tragen wird. Und die Liebe zu Eltern, zu Bruder und Schwester, die Liebe zu Menschen läßt sich kaum besser pflegen, als im still- trauten Bei­sammensein von Eltern und Kind, erzählend und lauschend gebend und empfangend.

An die Grand Fleet hatte er sich also festgebissen und folgte ihr mit aller Kraft der Maschinen. Der Mond erblazie. Aus dem Silbergligern über den Wellen ward stumpfes Grau. Er ging auf Sehrohrtiese und trat an das Okular. Dann kam Le­ben in die Briten. Dunklere Wolken schlugen aus ihren Schorn­steinen. Er stuzte. Hatten sie ihn gesehen? Nein! Ohne die Formation zu ändern, beschleunigten sie nur die Fahrt, um das

Stauffenberg- Mainzlar vom 5. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Daubringen.

Ortsdurchfahrt Grünberg( Londorferstraße von der Gallusstraße bis zur Höfentränke) vom 21. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung über die Bahnhofstraße und während der Arbeiten zwischen Kriegerdenkmal und Höfenträn­te über die sogenannte Heege und Schulstraße.

Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H., im Zuge der Straßen Rodheim- Köppern und Rodheim- Holzhausen, vom 19. Januar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Ober- Erlenbach resp. Kloppenheim- Petterweil oder Ober- Roßbach Nieder­Roßbach.

Lißberg Schwickartshausen vom 16. bis 26. Januar gesperrt. Umleitung: Ortenberg- Eckartsborn.

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Sufbeschlaglehrgänge beginnen am 1. April, 1. August und 1. Dezember. Sie dauern immer vier Monate. Die Lehr­gänge finden in Gießen in der Hufbeschlaglehrschmiede statt. Anmeldungen sind unter Beifügung mehrerer Zeugnisse an das hessische Ministerium des Innern, Abteilung für öffentliche Ge­sundheitspflege, zu richten.

Tageslicht zur schnelleren Heimkehr zu nühen. Aergerlich genug! Doch vielleicht half das Glück, einen Nachzügler abzukneifen. Bald schien es wenig wahrscheinlich. Beim Aufgehen der blut­rot leuchtenden Sonne eines klaren Wintertages sah er nur noch eine letzte Flottille von Zerstörern als Nachhut der bri­tischen Armada. Immer noch auf das Ausscheren eines Fahr­zeuges hoffend, folgte er im Kielwasser des Gegners. Sein Marsch befehl schickte ihn zwar durch den Kanal, doch eigenem Ermessen blieb es trotzdem überlassen, die Irische See durch die Straße zwischen Schottland und den Orkneys anzusteuern. falls der Umweg Beute versprach. Der lange Tag brachte sie nicht. Die Sonne troch hinter Wolken. Nebel warf eine Tarn­fappe auf die Zerstörer. Schiffsverkehr war weder zu sehen noch zu hören. Wahrscheinlich hatte der Gegner während des Auslaufens der Großflotte eine Sperre über die Handelsschiff­fahrt verhängt.

* Geöffnete Laufbahnen. Bei der Reichsbahnverwaltung werden im Laufe des Jahres 1928 über 1000 Dienstanfänger neu eingestellt werden, und zwar: 1. etwa 600 Versorgungs­anwärter für die nichttechnische Assistentenlaufbahn( bereits alle vorgemerkt), 2. etwa 300 Anwärter für die nichttechnische Obersekretärlaufbahn, teils Zivilanwärter, teils Versorgungs­anwärter( letztere bereits alle vorgemerkt), 3. 120 Praktikanten für die bautechnische Obersekretärlaufbahn, 4. über die Einstel= lung von Praktikanten für die maschinentechnische Obersekretär­laufbahn, sowie von Anwärtern für die technische Assistenten­laufbahn schweben 3. 3t. noch Erwägungen.

* Anmelden! Es sei darauf hingewiesen, daß jeder Ge­werbetreibende, in dessen Werkstätte ein durch elementare Kraft ( Dampf, Wind, Wasser, Gas, Luft, Elektrizität usw.) bewegtes Triebwerk in gleichviel welchem Umfang zur Verwendung kommt, die erfolgte Aufstellung und Inbetriebnahme innerhalb 8 Tagen nach Beginn der letzteren dem Polizeiamt anzuzeigen hat. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrof bis zu 150

Während der Nacht störte keine Meldung seinen Schlaf. Der neue Morgen brachte wieder klares Wetter. Auf der Höhe von Aberdeen erspähte der Steuermann die fernen Segel einer Fischerflottille. Ein Angriff unter Land schien nicht geraten. Bald nötigte das Aufkommen von Bewachungsschiffen zum Tauchen. Unter Wasser sah Drewit sich nachmittags vor der Straße zwischen Schottland und den Orkneys. Vor dem Däm­mern konnte er im Okular deutlich das kleine scharfe Bild der Kette von Bewachern zwischen den fernen Ufern sehen. Er dachte die Sperre unter Wasser zu durchlaufen, weil der klare Tag vermutlich einer hellen Mondnacht wich. Auch sah er zwei benachbarte Trawler weiter als andere Beobachter von einander liegen. Die Lüde zwischen ihnen wählte er für den Durchbruch und war unter Wasser für ein Stündchen in langsamer Fahrt, als der Funkenmaat meldete: Am Geräuschempfänger Schrau bendrehungen an Steuerbord zu hören." Hatten die Engländer beim letzten Auftauchen das Okular erspät? Quäfen am Schall­rohr ließ Drewig das Ohr an den Trichter legen.

Der Funkenmaat meldete: Schraubengeräusch jetzt über dem Boot, Herr Kaptnleutnant!"

Wieviel Umdrehungen?"

,, 180 in der Minute."

Das war schnelle Fahrt, und gleich meldete der Maat mit freierer Stimme: Schon an Backbord, Herr Kapitänleutnant."

RM. bestraft.

1

* Ortssonderzuschläge im Bankgewerbe. In dem für das Bankgewerbe geltenden Reichstarifvertrag ist für die Regelung der sogenannten Ortssonderzuschläge festgesetzt, daß diese den Arbeitnehmern an den betr. Pläzen nach den Grundsätzen ge= zahlt werden, die jeweils für die Reichs-, Staats- und sonstigen Beamten Geltung haben.

Also war das Schiff über U- 444 hinweggefahren. Eine Viertelstunde später wagte Drewiß sich wieder auf Sehrohr­tiefe und sah ins Okular. Die Kette war durchfahren. Doch ihr gleichlaufend lag voraus eine gerade Linie runder schwarzer Punkte auf dem Wasser: Bojen, die gewiß die Netzsperre der Straße trugen. Von Boje zu Boje war dann ein starkes Draht­seil gespannt. Bon jedem hing senkrecht ein Stahlnez, das über dem Meeresgrund als unteren Saum eine von Gewich­ten beschwerte starte Kette trug. Das Drahtseil sackte gewöhn

* Andauernde Klagen aus den Kreisen der Möbelindustrie und des Möbelhandels haben der Hauptverwaltung der Deut­schen Reichsbahngesellschaft Veranlassung gegeben, die sorgfäl= tige Behandlung von zur Beförderung kommenden Möbel stücken, besonders beim Ein-, Um- und Ausladen dem gesamten Ladepersonal zur Pflicht zu machen. Gegen Ladebeamte, die

lich oben in der Mitte zwischen zwei Bojen und hing dort so ties, daß ein U- Boot auch unter Wasser über das Netz fahren konnte. Doch mochte der Zufall vor ein straffes Seil führen. Darum schien es geratener den Weg unter der Sperre zwischen Nez und Meeresboden zu wählen. Er gab seine Befehle.

* Der Kommande ments, dessen Stab un Generalmajor Fett, it nach Allenstein in Oftp ift Oberst Freiherr von

* Bom Winterspor Taunus- Klubs) wird Winde, 15-20 cm. G Aus Anlaß seine Gießener Schachklub zu turnier für Seffen, fer meistern des Schachipi laden sind. Die Stadt nerein lassen dem groß zuteil werden, auch di froh interessiert. Das ereignis ersten Ranges

U- 444 neigte den Bug und lief in langsamer Fahrt für Minuten wagerecht. Das sagte die Wasserwage, auf der die Augen des Kommandanten hafteten. Jetzt mußte er an der Sperre sein, aber das Boot stieß gottlob! nicht ans Netz und lag auch noch immer wagerecht. Plötzlich sagte die Wage, daß es die Nase senke. Ueber Deck war Schleifen, Schürren und Quietschen zu hören. Verflucht! Das Netz hing doch tiefer und dem Boden näher, als er gedacht hatte. Wohl war der Bug unter dem Saum hinweggeglitten, jetzt aber stießen und schnurrten an die Kette die vom Bug zum Hed über den Aufbau des Schiffchens gespannten Abwehrtrossen von Stahldraht. Hätten sie gefehlt, dann riß die Kette jetzt das vordere Geschütz vom Boot, das mit dem Turm vor dem Netz zum Halten tam. Doch gaben die Trossen dem Druck des schweren Nezes nach. Das dröhnende Schnurren droben ließ freilich ihr Zerreißen fürchten, und immer mehr neigte U- 444 den Bug. Langsam, furchtbar langsam glitt es weiter. Der Atem stockte in dem Gedanken, es könne zwischen Netz und Meeresgrund hängen bleiben. Mehr noch war zu fürchten: mit dem Netz schwankten wahrscheinlich über Wasser auch die Bojen, die oft selbsttätige Signalapparate mit den durch Er­schütterung entzündeten Kalziumlichtern trugen. Wenn der Feind sie aufflammen sah, wußte er ein U- Boot am Netz und warf Wasserbomben. Darum glitt jetzt nervoses Zucken über Drießners Gesicht. Als der Blick seines Kommandanten ihn traf, schlug er schnell die Augen nieder und stand wieder in fühler Gelassenheit. Doch auch Drexiz fühlte seine Pulse schneller gehen. Während de der letzten Fahrt hatte er das Ab­werfen feindlicher basse deben im Okulor beobachtet. Fire­ger schleuderen auf die verratens he Selspur eines U- Bootes große viereckige Kalten, de e, wie der Herkules im Zirkus seine Zentnergewichte, an eisernen Halteringen hielten. Die Sprengladung sollte 30 Kilo wiegen und in erachter Wasser tiefe explodieren. Hier wußte der Feind, wie hoch das Net über dem Meeresgrund hing. Wenn seine Bewacher mit Bom­ben nicht geizten, war U- 444 verloren. Noch immer schurrte es unter dem Netz und schlich zu dem stöhnenden Aechzen seiner gespannten Abwehrtrossen schauerlich langsam weiter. Jetzt schien es zu zittern. Dann hob es die Nase mit einem Rud. Gottlob! Die höchste Spannung der Trossen über dem Turm war unter der Kette hindurchgeglitten. Leiser dröhnte das rüt­telnde Schurren über dem endlich wieder wagerecht laufen den Boot. Wenn jetzt keine Bomben krachten, war die Gefahr überwunden. Forisetung folgt.

Fahren

In unserer Stadt interessierender Gast e Uhr nachmittags am lautsprecher- Automobil Siemensstadt, das vor die es von Berlin aus Südbayern führen soll. haller", neuzeitliche Musit weithin verneh gen werden können. Auto alles, was zu d fer- Einrichtung mit e bare Türme für die iprechungszelle mit ho Der Zweck des W tage sehr oft vor, daß anstaltungen usw. bald Mufitvorträge mit Hil großen Zuhörerkreis Die Lautsprecher

nens geben. Sie sind lich und gut verständ schaftlichen Forschunge

ift.

* Wenn der Stur

unser Haus, Wenn rieselt sanft vom Hin Kaum durchbricht da

dann im Zimmer Im Kamin die Kohl Sprüh'n, Auf dem Teemaschine,- Und traulich zu umstricken

ein stilles Wohlbehag Seines Hauses stillen In Gesellschaftsjau Kino, Kabar Stiftungsfest, jelligkeitsvergnügen

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leider vielfach heute, Kinder ihrer Zeit!

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je 1 RM. ausgegeben