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Nr. 74.

Mittwoch, den 19. September 1928.

legen zu und der Kampf wird ausgeglichen, Man bewundert das schnelle, entschlossene und dennoch präzise Kombinations= spiel der Gäste, das der deutschen Verteidigung manch harte Nuß zu knaden gibt.

Nach der Pause.

Hatte vorher die steife Brise den Gästen zur Seite ge= standen, so war sie nunmehr willkommener Bundesgenosse der Deutschen. Ihr Wert machte sich schnell bemerkbar. Fast un­ausgesetzt lagen die Gastgeber im Angriff. Die 12. Min. sollte dann den verdienten Ausgleich bringen. Vor dem Gästetor hatte sich ein Gedränge entwickelt. Heidkampf fischte sich das Leder heraus und sandte genau berechnet ein. 1: 1. Nun war die deutsche Mannschaft kaum mehr zu halten. Immer wieder rollten die Angriffswellen vor, bestens vorbereitet durch die deutsche Läuferreihe. Der Dänen Hintermannschaft ging in Nöten und die Zuschauer witterten Morgenluft. Die 22. Min. brachte die Entscheidung. Wieder war die linke Seite des deutschen Sturmes vorgestoßen und von der Flanke folgte Tor­schuß auf Torschuß. Nils Hansen wehrte, was zu wehren war, zuletzt im Fallen, vermochte das Leder aber nicht wegzubesör­dern und der blitzschnell startende Hoffmann sandte zum Füh­rungstreffer ein. 2: 1 für Deutschland. Weiter, von den Zu­schauern mächtig angefeuert, setzten die Deutschen Dampf auf und spielten ständig überlegen. Die 35. Minute hätte durch Schmidt II. einen sicheren Treffer gebracht, wenn ein dänischer Verteidiger ihn nicht regelwidrig gelegt hätte. Da aber Schieds­richter Ruoff- Schweiz den Fall offenbar übersehen hatte, blieb es bei dem Stand bis zum Schluß, obwohl die Dänen dann nochmals fräftig auftamen.

Im Spiegel der Kritik.

Man soll nicht in den Fehler verfallen, alles in rosigem Licht zu sehen, wenn eine Mannschaft gesiegt hat. Darum muß festgestellt werden, daß im deutschen Sturm doch noch manche Schwächen zu beobachten waren. Während sich die linke Seite mit Hoffmann- Pöttinger begreiflicherweise gut verstand, fehlte bei dem Sturmführer Schmidt II. etwas der Zusammenhang sowohl mit diesem als auch dem andern Flügel. Da auch der Rechtsaußen Reinmann sich zuviel in Einzelaktionen erging, so war Horn als Verbindungsstürmer der Leidtragende.

Handball und Leichtathletik.

Leichtathletikfest in Mainz.

Sehr schöne Leistungen. Dr. Pelzer schlägt Engelhardt. Mainz, 16. Sept.( Drahtber.) Wenn auch der F. S. V. Mainz manche Absagen erhalten hatte, so blieb doch die Besetzung seines Sportfestes glänzend genug, um 6000 Zuschauer anzuziehen und um schöne Kämpfe und Leistungen zu ermöglichen Scharf mar der Kampf über die 400 Meter, wo der wiedererstandene Dr. Peltzer in 49.5 Set., mit Handbreite gegen Engelhardt Sieger bleiben konnte. Jm Distuswerfen tam Hoffmeister auf die re­spettable Weite von 46.90 m.

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Die Rheinstaffel.

Hessen- Preußen Kassel siegt in der Hauptklasse. Düsseldorf, 16. September( Drahtber.) Trotz ihrer Ver­legung auf den Herbst gestaltete sich auch die diesjährige ,, Rhein­staffel" zu einer machtvollen Kundgebung für den Sportge= danken. Riesige Menschenmassen umsäumten den 15,2 km. langen Staffelweg von Neuß nach Düsseldorf. Weit über 3000 Läufer und Läuferinnen standen im Kampf. In der Klasse A der Hauptgruppe tam es zu interessanten Kämpfen. Hessen­Preußen Kassel siegte schließlich in 37: 09,4 Minuten für die 15,2 km. mit 10 m Vorsprung vor Münster 08 und dem vor­jährigen Sieger Schwarz- Weiß Essen, der 37,32 Min. benötigte. Vierter wurde der Oberhausener TV. 46 in 37:40 Min. In der Klasse der reinen Fußball- Vereine gewannen die Sportfreunde Neuß in 42:30 Min. vor dem Düsseldorfer SV. 04. Bei den Turnern blieb der TV. 47 Düsseldorf in 41:55 Min. vor dem Oberhausener TV. 73 in Front.

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Leichtathletik in Augsburg.

Augsburg, 16. Sept.( Drahtber.) Schwaben Augsburg hatte ein gut besetztes Sportfest. Jm beidarmigen Kugelstoßen für Da­men konnte Frl. Jungkunz- Ulm erneut den Weltrekord verbes= sern. Sie kam diesmal auf 20.84 m( rechts 11.28, links 9.20 m). Die Ergebnisse:

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