Samstag, den 15. Dezember 1928.
CHIZASHIN
Lokales.
Schnee!
Dräuend legt sich schwer und wuchtig eine bleierne Wolkenschicht über die Erde. Fahl leuchtet ein Dämmerlicht. Grau, wohin das Auge blickt und spärlich das Licht, welches der Tag spendet. Schnee liegt in der Luft, sagen die Menschen, und die Tiere des Waldes verkriechen sich in das dichteste Gebüsch. Schwer lastet auch der Druck auf der Seele. Es ist, als liege etwas über uns, das uns erdrückt und doch ist es die Befreiung.
Weiß senkt es sich langsam hernieder und erst kurze Höhe über uns wirbelt es toll, als wäre ein Herentanz entbrannt. Es schneit. Wild durcheinanderwirbelnd senken sich die weißen, kleinen Flocken auf die Dachfirste, Telegraphenstangen, auf die Aeste der Bäume, die wandernden Menschen, auf Fluren und Wälder.
Dieses riesige weiße Leinentuch aus Schnee erzeugt Stimmungen in der Menschen Brust. Leichentuch wird es vielfach genannt. Leichentuch, weil die Natur unter ihm erstorben scheint. Weil das lebendige Grün der Wiesen, das wogende Gelb der Felder verschwunden. Weil die Bäume kahle, schwarze Aeste gespenstisch von sich recken.
In der Erde regen sich neue Kräfte und unter der schützenden, warmen Dede treibt es und sprießt es zu neuem Werden, zu neuer Frucht. Die Bäume tragen ganz einzigartige Blätter, wie aus Wattebauschen gemacht und der Brunnen dort im Bauernhof wirkt geradezu grotesk mit dem dicen Strohmantel und der weißen Müllerhaube, die er sich aufgesetzt. Die Spatzen in den Straßen streiten sich scheinbar noch viel lauter um die jetzt so targ vorhandenen Körner. Schon wollen sie sich in die Federn fahren, da werden sie aufgescheucht durch einen wilden Haufen fröhlicher, übermütiger Buben und Mädels, welche die Schule herausgeschossen, wie der Himmel die wirbelnden Flocken.
Hurrah, Schnee! Das ist ein Rufen und Lachen und ängstliches Aufschreien, wenn die Buben den Schnee zu Ballen for= men und die Wurfschlacht beginnt.
Kreischend fliehen die Mädchen den nächsten Haustüren zu oder ziehen den Mantel über die Köpfe, um sich dann ergeben in ihr Schicksal zu finden. Oft stellen sich die Mädchen auch mutig in Kampfesfront und wetteifern mit dem stärkeren Geschlecht um den Sieg, just wie beim Sport. Den Donner der Wurfgeschosse bildet das Brüllen, welches jeden Treffer be= gleitet. Scharfe Messer schneiden nicht lange. Bald wendet man sich anderen Dingen zu. Mit vieler Mühe wird eine große Schneekugel gewälzt, eine kleinere daraufgesetzt, Steine liefern Nase und Augen und schon ist der Schneemann fertig. Dann werden Schlitten hervorgeholt, ein Schneehügel an abgelegener Stelle gesucht und schnell vom ,, Berg ins Tal" saust der Schlitten mit seiner Last Rodeln ist eine Lust!
Wer sagt, das Leben sei im Winter gestorben, dem fehlt der rechte Sinn, das neue Leben, welches unter, über und um den Schnee herum sich entfaltet, zu erfassen. Das Leben ist fein fertiges Gemälde, sondern wird es erst durch die Art des Blickes, mit dem wir es umfassen und in uns aufnehmen. Wer sich die Freude an der Natur bewahrt, dem wird auch der Schnee ein Bild von allmächtigem Zauber in die Seele tragen
* Die Wahlen zum Landeskirchentag. In den nächsten 14 Tagen finden in ganz Hessen die Neuwahlen zum Landeskir= chentag statt. Wahlmänner sind die Kirchengemeindevertreter. Es sind überall zu wählen: 1. Für jedes Dekanat ein weltlicher Abgeordneter und dessen Stellvertreter. 2. Für je zwei Dekanate zusammen: ein geistlicher Abgeordneter, und dessen Stellvertreter. 3. In einem dritten Wahlgang eine der Landeslisten. Durch die Landeslisten werden 10 geistliche und 24 weltliche Abgeordnete nach dem Verhältniswahlsystem gewählt.
Der Marschall Vorwärts.
Zur Erinnerung an seinen Geburtstag am 16. Dezember. Von Dr. Karl Klein Buchschlag.
Bald 200 Jahre sind es her, daß Fürst Blücher von Wahlstadt am 16. Dezember 1742 geboren wurde. Bald 110 Jahre sind es, seit er gestorben, und seine Haupttaten liegen 115 Jahre zurück. Trotzdem, das Gedächtnis an ihn ist nicht geschwunden. Als Marschall Vorwärts lebt er weiter in der Deutschen Geden= ken. Als der wohlgemute Draufgänger, der seine Soldaten begeisterte, sie zum Siege zu führen vermochte, der auch in schwierigen Lagen ihre Widerstandskraft beleben und mit seinem frischen, fröhlichen Mut Furcht und Verzagen von ihnen fernzuhalten vermochte, sehen wir im Geiste diesen jugendlichen frischen Heldengreis vor uns. Aus den Freiheitskriegen leuchtet seine Heldengestalt, alle anderen überragend, als Heerführer hervor. An seiner Seite hatte er jeweils bedeutende Strategen wie einen Scharnhorst und einen Gneisenau. Als Heerführer war er aber der Mann, deren Pläne und besonders die gigantischen und entscheidenden Gneisenaus zur vücksichtslosen Durchführung zu brin= gen, alle Widerstände dagegen, von welcher Seite sie auch tommen mochten, zu beseitigen. Seinem ungestümen Drängen dankt Deutschland die Wiedereroberung des linken Rheinufers. Am Rheine wollten die Desterreicher und Russen haltmachen, wagten ihn nicht zu überschreiten, zauderten, den geschlagenen französischen Kaiser nach Frankreich hinein zu verfolgen, hätten ihm Zeit gegeben, von neuem Heere aufzubieten und von neuem das Kriegsglück an seine Fersen zu heften.
Blücher hatte es durchgesetzt, mit seiner Armee den Rhein überschreiten zu dürfen. In der Neujahrsnacht von 1813 auf 1814 ist er bei Caub über den Rhein gesetzt. Von da an war seine schlesische Armee immer den anderen voran, hatte den Hauptteil der Kämpfe auszuhalten, zog die verbündeten Heere nach sich. Drei Monate darauf war die letzte Schlacht vor Paris, und es endete der Kampf mit dem Einzug in Paris, mit der Abdankung Napoleons. Ohne diesen jugendlichen Feuerkopf von 71 Jahren und sein stetes Drängen wäre er nicht so weit gekommen. Seine Armee hatte er völlig mit dem Geist des Drausgängertums beseelt. Aber das genügte nicht. Durch sein Beispiel, durch seinen Wagemut, durch Vorwärtsdrängen seiner Armee mußte er die anderen zaubernden Heerführer, die mißmutig und verzagt gevordenen anderen Armeen mitreißen. Wenn sie vorwärtsgingen,
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Gießener Zeitung"
Steuereinziehung durch Postnachnahme. Die Steuerbehörden sind neuerdings in arößerem Umfange dazu übergegangen, nicht rechtzeitig gezahlte Steuerbeträge durch Postnachnahme einziehen zu lassen. Es wird dabei eine Einlösungsfrist von 7 Tagen gewährt, nach deren Ablauf dieselbe zum 2. Male vorgelegt wird. Wird die Zahlung dann verweigert, so beginnt die zwangsweise Einziehung.
* Die Neujahrs- Sonntagsfahrkarten. Mit Rücksicht darauf, daß der Neujahrstag auf einen Dienstag fällt, verlängert die Reichsbahn die Geltungsdauer der vom 29. Dezember( Samstag) 12 Uhr ab gelösten Sonntagsrückfahrkarten ausnahmsweise bis zum 2. Januar 1929( Mittwoch) 9 Uhr.
* Universitätsgottesdienst. Am Sonntag, den 16. Dezember, 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula unter Mitwirkung des Collegium musicum ein Universitätsgottesdienst statt. Die Predigt hält Professor D. Cordier.
* Beseitigung des Schnees von den Fußsteigen und Rodeln und Schleifen pp. Das Schleifen und Rodeln, das Fahren mit sonstigen kleinen Schlitten auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen( ſowohl auf dem Fahrdamm wie auf den Bürgersteigen) ist, wie das Polizeiamt in Erinnerung bringt, bei Strafe verboten. Zum Schutze der Passanten sind die Polizeibeamten angewiesen, dem Unfug entgegenzutreten und Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Die Eltern werden gut tun, den Kindern von dem Verbot Kenntnis zu geben und auch die jungen Leute, die nach amtlicher Beobachtung sehr oft als Missetäter in Betracht kommen, mögen die polizeilichen Anordnungen beachten. Des weiteren weist das Polizeiamt darauf hin, daß bei eintretendem größeren Schneefall es Pflicht der Hausbesitzer oder der mit der Hausverwaltung betrauten Personen iſt, den frischgefallenen Schnee alsbald von den Bürgersteigen zu entfernen, wie es andererseits auch selbstverständlich ist, daß das Bestreuen der Fußsteige bei Glatteis ohne vorherige Aufforderung durch die Polizeibeamten eine im Interesse der Sicherheit der Straßenpassanten liegende Pflicht ist, deren Nichtbefolgung Strafe nach sich zieht.
* Eigentümer gesucht. Bei dem hiesigen Polizeiamt sind eine Anzahl Geldbörsen, die von Diebstählen auf Sportplätzen, Badeanstalten usw. herrühren dürften, sichergestellt. Personen, die sich geschädigt fühlen, werden gebeten, sich zwecks Anerkennung ihres Eigentums bei der Kriminalpolizeiabteilung zu melden.
* Festnahmen. Beängstigend ist die Zahl großer und kleiner Spitzbuben, die in den letzten Tagen von der Polizei erwiſcht worden sind. So wurde am Mittwoch eine jugendliche Betrügerin aus Wetzlar festgenommen, die sich in einem hiesigen Schuhgeschäft ein Paar Halbschuhe erschwindelte. Ein Lehrling aus Frankfurt a. M., der seine Lehrstelle heimlich verlas=
Kraftpost Gießen- Klein- Linden.
Infolge der in letzter Zeit eingetretenen stärkeren Jnanspruchnahme der Kraftpost zwischen Klein- Linden und Gießen werden vom 15. Dezember ab die s. 3t. wegen schlechter Be nuzung aufgehobenen Pendelfahrten auf dieser Strecke nach folgendem Fahrplan versuchsweise wieder eingerichtet:
Gießen Bhf. Gießen Liebigstraße Klein- Linden Nord Klein- Linden Mitte
200
W G W 23 12,30 14,15 17,30 18,20 7,15 12,32 14,17 17,32 18,22 7,19 12,39 14,24 17,39 18,29 7,20 12,41 14,26 17,41 18,31 200 G W W Klein- Linden Mitte 7,22 13,15 14,30 17,50 18,35 Klein- Linden Nord 7,24 13,17 14,32 17,52 18,37 Gießen Liebigstraße 7,31 13,24 14,39 17,59 18,44 Gießen Bhf. 7,33 13,26 14,41 18,01 18,46
W= werktags, S= nur an Sonn- und Feiertagen.
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war er bereit an ihrer Seite zu kämpfen und ihnen die Unterstützung seiner sieggewohnten Armee zuteil werden zu lassen. Wenn sie zum entscheidungsvollen Entschluß unfähig waren, stieß er endlich allein vor, die anderen nach sich ziehend, die schließlich von ihren Truppen gedrängt wurden, dem Beispiel des furchtlosen und immer mutigen Führers zu folgen.
Nr. 9
Samstag, den 15. maliger Zuschuß von bach- Frankenbach wi fegungszwede eines ft Denimals werden 13 Der Polizeiverordnun Straßen und Müllabf eimer müssen bis spä
sen hatte, wurde hier aufgegriffen und dem Wohlfahrtsc übergeben. Weiter wurden in den letzten 8 Tagen festgeno men: Wagner Fr. D. wegen Strafverbüßung auf Ersuchen Amtsgerichts Ludwigshafen, Maler A. G. wegen Unterschlag auf Ersuchen des Amtsanwalts Jena, Friseur G. W. weg Verdachts des Meineids und Unterschlagung auf Ersuchen Staatsanwaltschaft Heidelberg, Arbeiter K. F. wegen St verbüßung auf Ersuchen, des Amtsgerichts Gießen, Schlosser
halt benutzt werden.
St. wegen Einbruchdiebstahls auf Ersuchen der Staatsanwa standspartei wurden
schaft Altena, Bauarbeiter K. B. wegen Körperverlegung
wagenlinie in Gießer
19. 100 Rmf. für
Ersuchen des Amtsgerichts Stuttgart, Arbeiter E. H. Leg fich hierbei um einen Schlosser K. M. auf Ersuchen der Kriminalpolizei Hamburg werden kreditiert.-
Diebstahls auf Ersuchen des Amtsanwalts Braunschweig
* Diebstähle. Wie der Polizeibericht mitteilt, wurde 8. 12. 1928 aus dem Realgymnasium ein Herrenwinterman von rotbrauner Farbe mit breitem Gürtel und braunem, roten Karos versehenem Futter, und aus der Goetheschule
gededten Fehlbeting
werden anteilmäßig nommen. Mitteilu Im Anschluß
DOT.
Damenmantel( englischer Art), hellbraun kariert, mit breit Sigung des Stadtver
=
Stoffgürtel, aufgesteppten Taschen und Opossumfragen u Aermelaufschlägen entwendet. In der Oberrealschule wu die elektrische Klingelleitung durchschnitten und zwei Elemen gestohlen. In der Nacht vom 11. auf 12 Dezember wurd in der Gartenstraße und Seltersweg eine größere Anzahl el
Aus
Niederlleen. Der
trischer Glühbirnen, Marke Osram, die anläßlich der Lie Ortsnetzes der hiesige
woche angebracht waren, entwendet.
* Scharfe akademische Strafe für Feuermelderunjug. dem Unfug des böswilligen Alarmierens der Feuerwehr a seitens der Universitätsbehörde nachdrücklichst entgegenzutrete
den. Insgesamt wur Kupferdraht ersetzt. Friedberg. In der ein Dirigententurjus
bekannten Musikpädag
hat der Senat der Landesuniversität als warnendes Beis derung der Volksbild für andere einen Studenten wegen Einschlagens einer Schei am Feuermeldeapparat und böswilliger Alarmierung der Feue wehr für das laufende Semester vom Studium an der Land universität Gießen ausgeschlossen.
it
Stadtverordnetenversammlung
am Freitag, den 14. Dezember, 4 Uhr nachmittags, im Sigungssaal des Stadthauses.
Die Erledigung der 21 Punkte umfassenden Tagesordnu
Laubach. In de glossen, das Wasser fondere Kanalgebühr in Laubach soll bei mit der Durchführun
Mainz. Eine teu
hof handelten gestern den Kaufpreis für ei Teil einig. Der Metzg
aus dem Maul des T
doch es sanden sich
wickelte sich fast reibungslos ab. Die einzelnen Punkte fande zum größten Teil in folgende Erledigung: 1. Die beantragte Erhöhung der Grend nun Metzger un meindehundesteuer ist abgelehnt worden.- 2. Der ortsübli kuh das Papiergeld. Zuschlag von 1 Prozent zur Reichsgrunderwerbssteuer wird 1. Januar 1929 auch zur Steuer nach§§ 10 und 28 des Grun erwerbssteuergesetzes( betr. Tote Hand) erhoben. 3. Für Erneuerung der Turngeräte des Landgraf- Ludwig- Gymnasium werden 2500 Rmk. kreditiert.- 4 Der Kredit von 1000 R für die Beschaffung des Gestühls im Physiksaal der gleich
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Schule wird um 498 Rmt. erhöht. 5. 55 000 Rmt. werden die dringend notwendige Aenderung der Kühlanlage auf de Schlachthof bewilligt. 6. Dem vorliegenden Entwurf eine Polizeiverordnung über Ein- und Durchfuhr von frischem Flei wurde zugestimmt. 7. Desgl. einer Polizeiverordnung, be Abhaltung der Wochenmärkte in Gießen, und einer Verordnu betr. Verkehrsregelung und Sicherheit auf dem Wochenmar platz. 8. Mit zwei Ausnahmen( H. Reuling, Wieseckerweg und H. Naaf, Walltorstraße 34) wurden die vorliegenden G suche um Schankerlaubnis, bezw. Erweiterung derselben, fürwortet. 9. In drei Fällen werden Befreiungen von ei zelnen Bestimmungen des Ortsbaustatuts genehmigt. 10, 11. Für die Beschaffung von Pflastersteinen für den Wetzlar weg und die Verbindung der Hammstraße und Westanlage we den insgesamt 46 400 Rmt. bewilligt. 12. Für Beleuchtungs zwecke im Asterweg, in der Straße ,, An den Bahnhöfen" un des Landgraf- Philipp- Platzes werden 3820 Rmf. zur Verfügu gestellt. 13. Dem Verein für Luftfahrt in Gießen wird e einmaliger Beitrag von 1000 Rmt. bewilligt. 14. Ein ei
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Lust, am Kriege unter allen Umständen teilzunehmen. Weld Partei man in Deutschland nahm, war damals noch nicht so be deutungsvoll. Schon beim ersten Gefecht geriet er in preuzi Gefangenschaft und trat, wie so viele von Friedrichs des Großen Heldengröße begeistert, 1760 in ein preußisches Husarenregimen 1793 führte er es mit glänzendem Erfolg gegen die Franzose Die Taten Friedrichs des Großen haben in ihm wie in so len anderen den preußischen und deutschen Patriotismus zündet. Nach dem Tilsiter Frieden wurde er Generalkommand in Pommern, auf Betreiben Napoleons dann aber in den R stand versetzt.
Wie der Befreiungskrieg von 1813 anhob, da war die 3 für den ungeſtümen Führer von 71 Jahren gekommen, det
In dem Zusammenbruch von 1806 war Blücher einer der wenigen, der auch in solcher Zeit den Kopf und den Mut nicht verlor. Viele der späteren ruhmvollen Männer der Freiheitskriege waren schon damals um ihn, so ein Scharnhorst und York. Von seiner Unerschütterlichkeit ging auch auf sie über. Scharnhorst lernte damals an Blüchers Seite, daß man mit Mut und Willenskraft alles überwinde und sagte zu ihm:„ Sie sind unsührer und Held, und müßten Sie uns in der Sänfte nachgetra- Jahre in Ungeduld verzehrt hatte und verzweifeln wollte gen werden. Nur mit Ihnen ist Entschlossenheit und Glück." Aus Blücher sprach zu jener Zeit die innere Freudigkeit des ge= borenen Helden, jene unverwüstliche Zuversicht, welche das Schicksal zu bändigen scheint.„ ,, Den Soldaten schien er herrlich wie der Kriegsgott selber, wenn der schöne hochgewachsene Greis noch mit jugendlicher Kraft und Anmut seinen feurigen Schimmel tummelte. Gebieterische Hoheit lag auf der freien Stirn und in den großen tiefdunkeln, flammenden Augen, um die Lippen unter dem dicen Schnurrbart spielte der Schalk der Husarenlist und die herzhafte Lebenslust."( Treitschke).
Seit dem Jahre 1806 und seinem kühnen Zug auf Lübeck war er die Hoffnung der Armee. Damals ging Blücher mit den Resten der Reservearmee und einigen anderen Truppen im Magdeburgischen über die Elbe, um sich mit dem Hohenloheschen Korps zu vereinigen, das leider kapitulierte. Dann faßte Blücher auf Scharnhorsts Rat den verwegenen Plan, sich gegen Flanke und Rücken der Franzosen zu wenden, um einen Teil des feindlichen Heeres von den Marken wegzuziehen. Das nicht sehr große Korps warf sich nach Mecklenburg, und es gelang ihm drei französische Armeekorps hinter sich herzuziehen. Unter den Toren und den Straßen Lübecks kämpfte Blücher dann noch mit seinem Korps mit verzweifeltem Mute gegen die Uebermacht des Feindes. Erst als alle Munition ausgegangen und aller Proviant verloren war, legte Blücher bei Rattbau die Waffen nieder.
Blücher war Mecklenburger und in Rostock geboren. Sein Vater war burhessischer Rittmeister gewesen. Im siebenjährigen Krieg nahm er ohne Wissen seines Vaters Kriegsdienste bei den Schweden, die am nächsten waren. Den Jüngling trieb dazu die
getel
Erhebung, den Auschwung nicht mehr erleben zu können. die Spitze der in Schlesien gesammelten Armee mußte er zunächst mit den anderen Heereskörpern zusammen wirken, mußte er die zaudernde Kriegsführung widerstro mitmachen. Nach dem Waffenstillstand und dem Anschluß Ost reichs bekam er die Führung der selbständigen schlesischen Am Napoleons Plan war, ihn zuerst zu schlagen. Blücher zog ihn h ter sich her, bis Napoleon zurück nach Dresden gegen das b marschierende russische- österreichische- preußische Hauptheer ma Gegen Blücher ließ er Macdonald mit 80 000 Mann zurück. De packte er an der Katzbach und schlug ihn gänzlich. Auf der V folgung wurde diese französische Armee völlig auseinander sprengt. Diese Schlacht an der Katzbach war der erste wahh furchtbare Sieg des Befreiungskrieges, war die starke S chung Napoleons. Ueberall hob dieser Sieg die Zuversicht in Heeren der Verbündeten. Blücher wurde der volkstümliche Was in jedem nationalen Kriege unentbehrlich ist, es entstand d Freude an diesem volkstümlichen Helden, zu dem jeder benu dernd ausschauen fonte. Der Name Blücher war in aller Mu Die moralischen Folgen dieses Sieges waren außerordentlich gr Mit diesem Siege war die schlesische Armee zu weiteren ten freigeworden. Napoleon konnte ihr genügende Kräfte mehr gegenüberstellen. Blücher hatte sich mit seinem Siege a die Freiheit der Entschließung erkämpft. Den Gedanken Grei naus konnte er durchführen, gegen die Flanke von Napoleon mee vorzustoßen und ihn im Rücken zu bedrohen. Dadurch wi Napoleon zum Rüdzug nach Leipzig genötigt. Dadurch wun die Entscheidungsschlacht von Leipzig ermöglicht.
ohne Nummern. Offenbach( Kr. unglüdte am Mittw firchen. Durch die
bedauernswerte Ma
Marburg. Ganz heraus, hat Marbu hat auf seinem Geb ein Hirsch, zwei Wö
Flamingos, Pelikane
find. Weiter ist ein jauen angelegt, ein Löwe wird demnäch Kaffel. Donners
menstoß zwischen ei traftwagen. Der Str einandergerissen. Me
Jeder Reichsite
Noch einmal tra prenischen Armee in
fonnte ihn Napoleon nenter selbst gegen d Bierd stürzte zusamm türmte der Feind ül
dedte ihn, so daß er lagte englische Hilfe englischen Heere die
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ar trotz des Sturze
Der Spitze des Hee ging Blücher mit f französischen Heeres
Sieg von Waterloo Napoleons endgülti Nur noch vier
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et gefeiert und befo auf Einladungen blieb diese echtgern lichtes Heldentum pornt, hat das gri
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Von Medizinal Zum Gesundble
freudig gehobene G
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Leiden vergessen lä festigt. Und gerade wirksamite Wa heit. Diese gehob gelöst durch die Fr Durch die Freude i und zufrieden zu je noch so bescheidenes,
also ein in näherer oder eine schöne Er Wenn dies icho


