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Samstag, den 8. September 1928.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

All' Abend, wenn ich von der Arbeit komme, führt mich mein Weg an einer jener modernen Kulturstätten vorbei, die die Menschen ein Kino nennen. Bilder in schreienden Farben erzählen von den Dramen, Tragödien und Abenteuern, die im Innern dieser Theater den schaulustigen Menschen vorgeführt werden. Diese Bilder allein schon reden oft eine deutliche Sprache vom Geiste der Zeit. Und dorthin strömt in Scharen allabendlich Deutschlands Jugend.

Nicht gegen die Kino will ich die Feder führen, sondern gegen jene Stücke, die nicht bilden und veredeln, die den Geist der Jugend vom Jdealen, vom Hohen ins Niedere führen. Zu den Wächtern der Jugend soll heute gesprochen sein, damit sie die Gefahr erkennen, die dort der Jugend in die Wege tritt. Die Jugend braucht Führung. Heute mehr wie je. Ein Werden­der muß sich an einen Großen, an einen Starken anlehnen, wenn er selbst groß und stark werden will. Der Jugend innere Kraft muß durch einen fremden Willen hindurchgehen, damit sie zur Form wird. Alles Große, alles Schöne, alles Gute, alle Kul­tur wird geschaffen nicht von Sehnsüchtigen, sondern von Men­schen der Tat.

Heute will die Jugend der Menschheit den Stab entreißen, auf welchem diese Jahrhunderte lang sich stützte und durch das Leben schritt. Zügellose Freiheit zeigt der Film und mit Ent­setzen lesen wir oft die Wirkung der Parole. Unzucht und Mord, Raub und Verderben füllen die Spalten der Blätter. Aus Stätten der Erziehung und Kultur, wie es Kino und Theater sein tönnten, sind heute allzu oft Tummelplätze von Sünde und Laster geworden.

Soll ein solches Geschlecht dem Daseinskampf gewachsen sein? Sollen Deutschlands Baumeister aus solchen Gesellen entstehen? Soll diese Jugend, geschwächt durch Sünde und Laster, zu jener deutschen Kraft gelangen, wie jene, die das erste große deutsche Haus erbauten?\

Wachet auf, ihr Eltern und Erzieher eines neuen Volkes! Seht den Weg, den eure Schützlinge gehen, schaut die Kraft, wie sie schwindet! Fürchtet euch vor dem Fluche, den einſt Tausende eurer Kinder auf euch schleudern werden aus Kranken­und Irrenhäusern und Gefängnissen!

Deutsche Eltern, besinnet euch auf eure Pflichten! Führt deutsche Jugend wieder alte deutsche Wege! Denn der Grund­Stein zur Erhaltung unseres Volkes liegt mit in der Gesundung und Erziehung der Jugend. Gebet ihr Freiheit und Führung! Der Sonntagsschreiber.

*

* Straßensperrung. Wegen Vornahme von Straßenbauar­beiten wird die Bahnhofstraße zwischen Westanlage und Alice­Straße vom Montag, den 10. September bis auf weiteres für allen Fahrverkehr gesperrt.

* Die Herbststaatsprüfung im Justiz- und Verwaltungsfach nimmt am Montag, den 22. Oftober, ihren Anfang. Gesuche um Zulassung zur Prüfung sind bis spätestens 1. Oktober 1928 an den hessischen Herrn Justizminister durch Vermittlung des zuständigen hessischen Landgerichtspräsidenten zu richten.

* Von der Universität. Der neue Rektor für das Jahr 1928­29, Professor Rudolf Herzg, hat die Amtsgeschäfte ange­treten.

* Geheimrat Karl Elbs, Professor der Chemie an der Universität, begehr am 13. September in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Seit Jahrzehnten wirkte Karl Elbs als aus­gezeichneter Lehrer und Forscher an der Ludowiciana, von seinen Schülern hochgeehrt. Professor Els hat sich besonders um die Experimentalchemie verdient gemacht und in seinen Werken Die synthetische Darstellungsmethode der Kohlenstoffverbin dung" und ,, Uebungsbeispiele für die elektrische Darstellung her­mischer Präparate".

* In den Ruhestand versetzt. Der Oberreallehrer Leo= pold Geller an der hiesigen Studienanstalt ist am 1. Sep­tember in den Ruhestand getreten.

* Eine größere Hassiatagung. Der Landesvertretertag des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen Der Kriegerkameradschaft Hassia findet am 10. und 11. Novem­her in unseren Mauern unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Lehrer Jhrig Darmstadt statt. Ein Hassia- Jugendtreffen Hassia- Preis­ist für den 7. Oktober in Roßdorf vorgesehen. schießen finden statt: in Starkenburg am 16. September in Rein­heim, für Oberhessen am 23. September in Büdingen.

-

* Mit dem heutigen Tage tann Oberstleutnant a. D. v. Rots­mann auf Hofgut Dogelrod bei Alsfeld seinen 70. Geburtstag begehen. Der alte Offizier, der einem über 500 Jahre in Ober­Hessen ansässigen Geschlecht angehört, diente aktiv u. a. in Darm­stadt und Worms und meldete sich bei Kriegsausbruch als 56­jähriger Mann freiwillig ins Feld. Er führte an der Front das 1. Batl. Res.- Inf.- Regt. 222, zeitweise auch das ganze Re­giment, und hat sich auf verschiedenen Kriegsschauplätzen stets int vorderster Linie mit großer Bravour geschlagen.

* Ein Unglücksfall, der leicht schlimme Folgen hätte haben Lönnen, ereignete sich Donnerstag in dem Kellerraum der Dro­gerie Winterhoff. Dort war der in einem Kellerverschlag auf­Bewahrte Ballon mit Phosphor undicht geworden, wodurch Sauerstoff hinzutrat und aus dieser Verbindung sich Schwaden giftiger Phosphorgase entwickelten. In kurzer Zeit war der ganze Keller vergast, ebenso auch die Aufgänge zum Haus, fer­Tier drangen die Gase durch die Kellerfenster auf die Straße hin­mus. Der Berufsfeuerwehr gelang es erst unter Zuhilfenahme won Sauerstoffapparaten in den Kellerraum einzudringen und Den schadhaften Phosphorballon herauszuholen. Abgesehen von einigen leichten Vergiftungsfällen entstand zum Glück kein wei­theres Unheil.

Einbruchsversuch. In der Nacht zum 2. September wurde öin der Bahnhofstraße zum Nachteil eines Manufakturwaren­ggeschäfts versucht, einen Einbruchsdiebstahl auszuführen, Der Dieb hatte bereits die vom Hofe aus erreichbare Haustüre und die Zugangstüre zum Kontor mittels Nachschlüssel geöffnet. Durch die vorhandene Alarmvorrichtung wurde er an seinem Vorhaben gestört und ergriff eiligst die Flucht.

,, Gießener Zeitung"

Nr. 71.

markung Hopfgarten errichtet. Das abseits gelegene Bauge­lände ist zum Preise von 2 225 M gesichert.

ADAC.- Feldbergrennen im Taunus. Am 23. September 1928 findet eines der bekanntesten Rennen in unserer engeren Heimat für Motorräder, Touren-, Sport- und Rennwagen statt. Dasselbe ist vom Gau 3a des ADAC. e. V., Frankfurt a. M., ausgerichtet und die Rennleitung liegt in den bewährten Hän­den von Jng. Gg. Heinemann- Bad Homburg v. d. H. Die Aus­

Deutsche! Kauft deutsche Waren! Es ist leider eine sehr betrübende Tatsache, daß in unserem Familienhaus­halt eine Menge Waren ausländischen Fabrikats Ver= wendung finden. Da sind z. B. englische Schuhcreme, französisches Parfüm, italienische und spanische Früchte usw. Wäre es nicht unser erste Pflicht, deutsche Ware der ausländischen vorzuziehen? Abgesehen da­von daß das deutsche Geld dann im Inland bliebe,- schreibungen für das Rennen sind bereits erschienen und können ben wir unseren deutschen Volksgenossen dadurch Ar­beit und Brot. Mögen diese Zeilen genügen, uns Deut­sche, besonders die deutsche Hausfrau, an unsere vater­ländische Pflicht zu erinnern!

* Die Räuber auf den Kassenboten, worüber wiederholt berichtet wurde, haben neuerdings in Elberfeld ein Personen­auto gestohlen und in Bonn einen älteren Kassenboten über­fallen, indem sie ihn niederschlugen und eine Aktentasche mit 25 000 Rmf. raubten. Mit dem bereitstehenden Auto sind sie in Richtung Koblenz entkommen. Der Kraftwagen ist eine grüne Limousine( Opelwagen) mit dem Kennzeichen I Y 18 463. Bei Auffindung des Wagens wird um Mitteilung ersucht.

* Fahrraddiebstahl. In der Nacht zum 1. ds. Mts. gegen 2 Uhr wurde in der Bahnhofstraße ein vor einer Wirtschaft auf dem Bürgersteig stehendes Herrenfahrrad, Marke Torpedo, ent­wendet. Am 4. September abends wurden einem hiesigen Bür­ger, der dem Alkohol zuviel zugesprochen hatte, eine goldene Taschenuhr mit Reite, Stod und Portemonnaie mit 15 Rmt. entwendet. Sachdienliche Mitteilungen, die zur Aufklärung dienlich sind, erbittet die Kriminalabteilung.

* Diebstähle auf Sportpläßen. In letzter Zeit wurden in Lich, sowie in Heuchelheim auf den Sportplätzen zum Nachteil der Sportler Diebstähle ausgeführt. Der Dieb verstand es, die abgelegten Kleidungsstücke zu revidieren und das Geld aus den Geldbörsen zu entwenden. Es gelang der Kriminalpolizei Gie­Ben, den Täter in der Person eines jugendlichen Friseurlehrlings aus Gießen zu ermitteln. Nach den Ermittelungen gelang es, den Dieb zu überführen, worauf er die Diebstähle zugab. Am 5. September wurden am Bootshaus des hiesigen Ruder­sportvereins ebenfalls gleichartige Diebstähle ausgeführt. Die Beschreibung des vermutlichen Täters stimmte auf den Friseur­lehrling überein. Die sofort angestellten Ermittlungen waren von Erfolg. Der Dieb konnte in der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr auf dem hiesigen Bahnhof festgenommen werden. Er gab die Tat zu.

*

Eigentümer gesucht. Bei einer in mehreren Fällen des Diebstahls auf verschiedenen Sportplätzen und Rudersportver­einen überführten jugendlichen Person wurde ein silbernes Kettenarmband mit Anhänger, auf welchem sich ein Frauenkopf befindet, vorgefunden. Der Eigentümer, welcher nicht bekannt ist, wird gebeten, bei der hiesigen Kriminalpolizei, Weidengasse 5, vorstellig zu werden.

* Fundsachen. Das Verzeichnis über die im Monat Auguſt 1928 gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände fann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamis, Weidengasse 5, einge­sehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.

Verkehrsstrafen. In der Zeit vom 1. bis 31. August 1928 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrs­polizeiliche Vorschriften erhoben: 27 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 2 wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 1 wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwin­digkeit, 1 wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzu­halten, 7 wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, 74 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.

Aus Nah und Fern.

Leihgestern. Eine Familie, die fast 100 Jahre unserer Gemeinde den Bürgermeister stellt, ist die Familie He ß. Der jezige Bürgermeister Heß führt das Bürgermeisteramt in der dritten Generation, Vater und Großvater waren je über 30 Jahre als Ortsoberhaupt tätig.

Mücke. Ein Aufblühen der Eisenerzindustrie macht sich in unserer Gegend bemerkbar. Das seit längerer Zeit stillgelegene Bergwerk zwischen Mücke und Ruppertenrod wurde wieder in Betrieb genommen. Die Grube bei Stockhausen bietet ebenfalls wieder den Arbeitern Beschäftigung.

Bad Nauheim. Das Reichspostministerium hat ein Fern­sprechkabel mit 150 Doppeladern von Frankfurt über Vilbel und Friedberg nach Bad Nauheim genehmigt. Von diesen Adern erhalten Vilbel 20, Friedberg und Nauheim je 40; der Rest bleibt liegen und wird im nächsten Jahre durch ein 50paariges Fernkabel nach Gießen verlängert. Die Einrichtung des Schnell­verkehrs mit den genannten Orten wird mit der Kabellegung Hand in Hand gehen und voraussichtlich im nächsten Frühjahr eröffnet werden.

Büdingen. Der Kreis Büdingen hat eine neue als Rund­strecke gedachte Autoverkehrslinie erhalten, für die die Geneh­migung der Provinzialverwaltung in Gießen vorliegt und die von Nidda über die Kreisorte Wallershausen, Hauerbach, Schwieckartshausen, Oberlais( Kreis Schotten), Michelnau nach Nidda zurückführt.

Büdingen. Das hiesige Mathildenhospital blickt in diesen Tagen auf sein 60jähriges Bestehen zurück. Aus Anlaß des Jubiläums findet am kommenden Sonntag ein Festgottesdienst statt und am kommenden Dienstagabend ein großes Künstler­konzert im Hotel Fürstenhof statt.

Alsfeld. Auf dem Kreistag des Kreises Alsfeld wurde end­gültig die Errichtung einer Kreisabdeckerei beschlossen, nachdem Kreisveterinärarzt Dr. Hofmann über die Angelegenheit refe= riert hatte. Die Errichtung und Einrichtung der Anstalt ist Sache des Unternehmers, er bekommt auf 15 Jahre ein un­verzinsliches Darlehen in Höhe von 25 000 M. Als Vertrags­dauer sind 30 Jahre vorgesehen. Die Anstalt wird in der Ge­

von der Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Hochstraße 43, bezogen

werden.

Biskirchen. Als ein Lastauto der Mineralquelle Selters den Bahnübergang überqueren wollte, wurde es vom Zug er­faßt und vollständig zertrümmert. Der Führer des Autos, Heinrich Bangert aus Biskirchen, erlitt einen Beinbruch und Schnittwunden. Dem 18jährigen Karl Hein aus Biskirchen mußte ein Bein abgenommen werden.

Steinbach. In unserem hessischen Dorse Steinbach, das im preußischen Hessen- Nassau liegt, haben sich infolge der natür=" lichen politischen Verhältnisse Schwierigkeiten verschiedenster Art ergeben. Der Gemeinderat hat deshalb die hessische Regie­rung um Aufhebung dieser Sonderstellung und um baldige po= litische Austauschverhandlungen gebeten.

Dillenburg. Ein 33jähriger Bergmann wurde im Stein­bruch verschüttet. Er konnte nur als Leiche geborgen werden.

Marburg. Wie in der letzten Stadtverordnetensitzung mit­geteilt wurde, soll mit dem Bau des Hallenschwimmbades in den nächsten Tagen begonnen werden. Der Bau, der zwischen Elektrizitätswerk und Schlachthof zu stehen kommt, wird rund 600 000 Mart kosten.

Welche Folgen hat die Versäumung

der Steuererklärung?

Obwohl viele Steuerpflichtige, insbesondere die Gewerbe­treibenden im Laufe eines Jahres eine ganze Reihe Steuer­erklärungen abgeben müssen, herrscht über die Folgen, die durch Nichtabgabe oder nicht rechtzeitige Abgabe der Steuererklärung eintreten können, vielfach noch Unkenntnis.

Wird eine Steuererklärung überhaupt nicht abgegeben, so fann folgendes eintreten:

a) Das Finanzamt kann die Abgabe durch Festsetzung von Geldstrafen auf Grund des§ 202 der Abgabenordnung( AO.) er­zwingen. Der Festsetzung der Geldstrafe muß aber eine An­drohung des Zwangsmittels mit Setzung einer angemessenen Frist zur Abgabe der Steuererklärung vorangehen(§ 202 Abs. 6). Die Androhung muß schriftlich erfolgen, außer wenn Gefahr im Verzug liegt. Die Strafe kann so angedroht und festgesetzt werden, bis der Steuerpflichtige dem Verlangen des Finanz­amtes nachkommt. Die einzelne Geldstrafe darf aber 5000 RM. nicht übersteigen. Wird die Strafe gegen natürliche Personen festgesetzt, so ist zugleich die Dauer der Haft festzusetzen, die für den Fall des Unvermögens an die Stelle der Geldstrafe treten soll. Die Haft darf vier Wochen nicht übersteigen.

Gegen die Androhung der Erzwingungsgeldstraße ist die Beschwerde an das Landesfinanzamt zulässig(§ 281 AO.) und gegen die Beschwerdeentscheidung des Landesfinanzamtes die Rechtsbeschwerde an den Reichsfinanzhof(§ 283 AO.). Gegen die Festsetzung der Erzwingungsgeldstrafe ist nur die Beschwerde an das Landesfinanzamt gegeben. Dieses entscheidet endgültig. b) Anstatt der Erzwingungsgeldstrafe nach§ 202 AO. kann auf Grund des§ 377 AD. eine Ordnungsstrafe festgesetzt werden. Gegen den hierüber zu erlassenden Strafbescheid kann Beschwerde eingelegt oder Antrag auf gerichtliche Entscheidung gestellt werden. Die Frist beträgt eine Woche. Ordnungsstrafe und Erzwingungsgeldstrafe dürfen nicht nebeneinander festgesetzt

werden.

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c) Dem Steuerpflichtigen kann ein Zuschlag bis zu 10 v. H. der endgültig festgesetzten Steuer auferlegt werden(§ 170 Abs. 2 AO.). Das Finanzamt hat die Zuschlagsfestsetzung zu unterlassen oder zurückzunehmen, wenn die Versäumnis schuldbar erscheint. Gegen die Auferlegung eines Zuschlages ist die Beschwerde an das Landesfinanzamt zulässig, das end­gültig entscheidet. Da der Zuschlag nur eine Ungehorsamsfolge ist, also keine Strafe, so kann er neben der Erzwingungsgeld­strafe oder der Ordnungsstrafe festgesetzt werden.

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