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Nr. 3.

efetzes

Camsiug, ben 7. Januar

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Wieder ists Sonntag.

Sechs Tage gehörten beinen Pflichten, gehörten dem großen Uhrwerk, in das du als dienen­des Rädchen eingesetzt bist, irgend etwas zu fördern, irgend etwas in Bewegung zu sehen oder in Fluß zu halten.

Der eine Tag ist dein, ganz dein.

Er ist dir in

Gießener Zeitung"

Warum ewig in Miete wohnen?

Wenn man durch Erwerb eines Bausparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man Jonft jährlich an Miete zahlt, fich ein freies Eigenheim schaffen kann. Ulukündbares Baugeld schon 3u 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. Schon in 1% bis 2 Jahren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Württ. Sofortige Darlehen werden nicht gegeben.

bie Hand gegeben als eine Zahlungsanweisung an die 3eit, Jeder Familie ein Eigenheim!

auf daß ste, nachdem du sechs Tage ihr gedient, dir etwas aus

führungsgesetz ein thr zahlen solle nach deinem Wunsche.

us. Die Zahl der

--­

5000( 2.6.§ 3, Die fließende Zeit ist die irdische Erscheinungsform der Ewig­

Was sollst du mit diesem deinem eigensten Tag tun?--

Jn 3 Jahren an 2286 Bausparer 36,7 mil. Rmt. zugeteilt.

ben ist. Wenn man es aus diesen Gefühlen heraus auch ver­

it als 50 000( G. aus der irdischen Zeit, die nur mit einem matten Trunt aus n also 3000 unter abgestandenen Bechern zu laben weiß, sondern aus dem him­-Abstimmungs- melstiefen Ewigkeitsbrunnen selbst, von dessen Oberfläche die Falle das Verhält- irdischen Becher schöpfen!

ein Zehntel der leit. Wenn du weise bist, wünsche dir deinen Sonntag nicht stehen kann, daß vielfach am selben Plake von verschiedenen

ugunsten des Ver­

Dann bist du sicher auch den Willen dessen zu erfüllen,

icht meine Ansicht, ber dich für diesen Wunschtag vor Jahrtausenden vom Sinai *" zu den Mit- losgesprochen von der Erde durch das Gebot: Du sollst den meiſt viel gerin Sabbat heiligen! So bist du heute wieder Herr über vier­rhältnis jene 33% undzwanzig Stunden,- Herr eines Tropfens Ewigkeit. also Sessen das Darum sollst du Ehrfurcht haben vor deiner Sonntagswürde.

von bis zu 87%

rschrift unbedingt nn sie zwingt auch Offenbarung ihrer

15000 RM. befin­r. Hamburg, Med. M., Medlenburg­

"

3000 Gulden vor. achsen machte mit

--

Nicht nur äußerlich sollst du ein sonntägliches Kleid tra­gen. Im tiefsten Herzen sollst du es fühlen, daß, nachdem sechs Tage dich die Zeit erfüllt mit ihren oft so harten Notwendig­feiten, du nun einen Tag aus dir selber, aus deinem eignen Wesen zu erfüllen berufen bist.-- Darauf sei stolz! Und nie vergiß, das auch dieser Tag ins Meer der Ewigkeit fließt- mitsamt dem Inhalt, den du ihm gegeben!- Es kommt ein Tag, da du am Strand des ewigen Meeres stehen wirst, nadt und bloß und vielleicht zitternd vor dem strahlenden Al- Auge, das sonnenklar auf deine Armseligkeit hernieder­

schauen wird.

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Mögen dann Sunderte und Tausende von Tropfen im Meer der Ewigkeit unter dem Richterblick des Sonnenauges rechtliche Bedenken anfangen zu leuchten und für dich zeugen vor dem Angesicht 17 I ,, allgemein" des Ewigen:

orschriften früherer

von Vermögens­

5000 RM., auf die ings nur etwa 70 vermutlich einige ingen müssen, und nigen ein Verstoß s wird niemand ge ber Allgemeinheit glichkeit für jeder nach freiem Belie den Grundsatz der n werden anders tendlich gegen den Bahlfreiheit( RV. nung der Zahlung ler aus, fich lieber szusehen. Es hieße man barin nur das auch psychologische

Cecht zubilligen, sich wehren. Ein guter tozesse Unterlegene verlorener Projek

age kommende Par t Strafe ausarten, als Kosten ansezen, unnötige Mehraus

die Herstellung und en schon je 200 RM ben nicht allzu groß itszeit bei Prüfung es Wahlergebnisses,

ertrauensmann, an intmachungen. Wie sich innerhalb des aber ist sicher, daß 5000 RM. ausma

Reich.

ines Landes im Sin stönnte fraglich sein, srecht vorliegt, da die jolt, was Art. 17 RB ndern nicht zu, reichs

es gilt aber nur für

r reichsrechtliche An folche handelt es fid die Verfassungsauto doch die Landesver

änder nur durch der e solche Ausführung

der hessischen Vers zuständig bei Anfech er Volfsabftimmung dtags das Recht der der Ministerantlage .). Für Verfassungs Dergl. auch Eiswaldt

ndern, Kieler Differ jeffische Verfassungs

das Deutsche Reid Antrag auf Erlaf

5. f. d. D. R. folchen

ist, hat er durch die

IG. 21* f bewielen

die Sonntage, die du aus dir geheiligt haft!

*

* Verteilung der Hindenburgspende. Die Geschäftsführung ber Hindenburgspende teilt mit, daß die nächste Ausschüttung aus der Hindenburgfpende am 1. April, und zwar vorzugsweise für kinderreiche Kriegerwitwen, stattfindet. Im Interesse der Antragsteller liegt es, von unmittelbaren Anträgen an die Sin­benburgspende Abstand zu nehmen und sich nur an die Haupt­fürsorgestellen oder die Hauptversorgungsämter zu wenden.

Der Reichsminister der Finanzen hat durch Verordnung vom 22. Dezember 1927 als Frift für die allgemeine Abgabe der Steuererklärungen zur Einkommensteuer und Körperschaftssteuer für die Frühjahrsveranlagung 1928 die Zeit vom 1. bis 15. Fe: bruar 1928 bestimmt. Dieselbe Frist ist auch für die allge­meine Abgabe der Steuererklärung zur Umsatzsteuer für die Frühjahrsveranlagung 1928 bestimmt worden.

* Rentennachzahlungen für Kriegsbeschädigte usw.. Die Nachzahlungen der Renten aus Anlaß des 5. Gesetzes zur Ab­änderung des Reichsversorgungsgesetzes wird den Beschädigten bis Mitte Januar 1928 ins Haus zugestellt; die Hinterbliebenen sowie die ehemaligen Kapitulanten erhalten die Nachzahlung Ende Januar 1928 mit der Februar- Rente wie bisher ausge­zahlt. Beträgt die Nachzahlung für Beschädigte unter 5, M., so wird diese ebenfalls erst mit der Februar- Rente- Ende Januar gezahlt.

Vom 1. Februar 1928 an erhalten sämtliche Versorgungs­berechtigte laufend die neuen Versorgungsgebührnisse.

Gleichzeitig bittet das Versorgungsamt, für die nächsten 14 Tage von jeder persönlichen Vorsprache auf dem Amt abzusehen, damit die Nachzahlungsarbeiten nicht gestört werden, es sei denn, daß eine schriftliche Vorladung erfolgt ist.

* Falschmünzen. Nach einer Mitteilung des Münzdirektors in Berlin werden die erst kürzlich zur Ausgabe gekommenen 50- Pfennigstüde aus reinem Nidel schon wieder gefälscht. Um die Allgemeinheit vor Schaden durch Annahme von solchen Falschstücken zu bewahren, wird darauf aufmerksam gemacht, daß die echten 50- Pfennigftüde neuer Art von Magneteisen an­gezogen werden, was bei den Nachahmungen nicht der Fall ist. 50- Pfennigstüde nener Art, die also diese magnetische Eigen­schaft nicht befizen, sind in jedem Fall als Fälschungen zu er­achten.

* Die Gießener Kunstsammlung im Neuen Schloß, Eingang Senbenbergstraße, ist morgen Sonntag von 11 bis 13 Uhr, bei freiem Eintritt geöffnet.

* Boltstrauertag 1928. Der Volfsbund für Deutsche Kriegs­gräberfürsorge hat mit den Vorbereitungen für den Volkstrau­ertag, der in diesem Jahre am 4. März stattfindet, begonnen. Vereine und Körperschaften werden gebeten, bei Festsetzung ihrer Veranstaltungen auf diesen Termin zu achten.

* Erhobene Anzeigen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. In ber Zeit vom 1. bis 31. Dezember 1927 wurden folgende Anzei­gen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer, bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften er­hoben: 3 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hell­brennende Laterne, 2 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürger­steigen, 4 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen und 46 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrs­polizeilicher Hinsicht.

* Hier ist eine Bezirksgruppe des Verbandes der Kraft­omnibus: und Rundfahrt- Unternehmungen gegründet worden. Zum Vorfizer wurde Herr Autobesizer Schneider, Mit­inhaber der Firma Aßmann& Schneider, gewählt.

* Gemeinsame Bismardfeier. Durch all die schweren Jahre der jüngsten gangenheit ist ein schöner vaterländischer Brauch geblieben: Die Feier von Bismarks Geburtstag. Er zeigt, daß in weitesten Kreisen die Erkenntnis von Bismards überragen­der Größe fest verankert und daß in Millionen deutscher Herzen cine heiße Sehnsucht nach Bismarcks Geist und Tatkraft geblie­

Seiten Erinnerungsfeiern zum 1. April begangen werden, so wird dadurch doch tatsächlich von gleichartig eingestellten Ver­ehrern Bismards eine nicht gewollte Zersplitterung herbeige­führt. Die Geschäftsstelle des Vereins zur Errichtung eines Bismard- National- Denkmals, Köln, Aachenerstraße 64, regt deshalb an, von nun an zu versuchen, Bismards Geburtstag gemeinschaftlich zu begehen und die Kräfte im Sinne des gro­ßen Einigungsgedankens Bismards in einer eindrucksvollen Feier zusammenzufassen.

* Die Termine für die Frankfurter Messen im Jahre 1928 sind folgendermaßen festgesetzt worden: Frühjahrsmesse: 22. bis 25. April, Herbstmesse: 30. September bis 3. Oktober.

* Die Reinheit der Butter läßt sich feststellen, wenn man einen Löffel Butter über dem Feuer schmilzt; reine Butter focht sehr rasch und völlig geräuschlos. 3ischt oder sprikt die Butter, so fann man auf Vermischung mit anderen billigeren Fetten schließen. Man kann Butter auch in kleinem Glasgefäß im Wasserbade schmelzen, dann ist reine Butter klar, verfälschte aber stets trübe.

Aus Rah und Fern.

Grünberg. Ein 10jähriger Knabe brach durch die Eisdecke der Höfetränke. Mit dem Einsatz ihres Lebens wurde der Knabe von den Primanern R. Schmitz und E. Frant gevettet.

Schotten. Bevorstehende Wiedereröffnung der Papier­fabrik. Vor über zwei Jahren wurde die Staffelsche Papier­fabrik in Unterschmitten unter dem Druck der damaligen Wirt­schaftsnot stillgelegt. Wie von zuverlässiger Seite nunmehr mitgeteilt wird, soll der Betrieb des großen Unternehmens, bas zahlreichen Arbeitern lohnenden Verdienst bieten tann, im fom= menden Frühjahr wieder eröffnet werden.

Schotten. Der Kreisarzt Medizinalrat Dr. Blest hat für einen Teil der Schulen im Kreise Schotten die Funktion bes Schularztes übernommen.

Laubach. Aus Liebeskummer wollte sich ein junger Mensch hier vor die Lokomotive werfen. Im letzten Augenblick scheute er zurück, wurde jedoch von der Lokomotive gefaßt und so heftig zur Seite geschleudert, daß er schwerverlett ins Krankenhaus ge­schafft werden mußte.

Ulrichstein. Den Todessturz vom Scheunengerüst erlitt ber Landwirt Wilh. Fuchs aus dem nahen Stumpertenrod. Er wollte Heu zum Füttern herabholen, glitt aus und stürzte in die Tenne, wo ihn seine Angehörigen tot auffanden.

Schlig. Wie die Jahresrechnung der Stadtbehörden für das Jahr 1927 ausweist, schließt dieselbe mit einem kleinen Mehr an Einnahmen ab. Schlitz ist damit eine der wenigen Städte ohne Defizit.

Aus dem Odenwald. Windhose. Eine Windhose rich­tete in mehreren Waldungen des mittleren Odenwaldes bedeu­tende Verheerungen an. Go wurden in dem Wald des Hof­gutes Hohenstein" bei Reichenbach, das dem Grafen von Er­bach- Schönberg gehört, beinahe 1000 Festmeter Buchen, Eichen und Fichten umgelegt. Ebenso richtete der Sturm im Seiden­bacher Wald und in Privatwäldern in Knoden, Breitenwiesen und Umgebung größeren Schaden an, zumal auch jüngere Wälder dem Sturm zum Opfer fielen.

Schlüchtern. Das Amtsgericht Schwarzenfels im Kreise Schlüchtern hat sich genötigt gesehen, über das Vermögen des Reisenden Leo Birk in Sterbfriz das Konkursverfahren zu er­öffnen. Die amtliche Kundgebung hierüber lautet wie folgt: ,, Ueber das Vermögen des Reisenden Leo Birk in Sterbfrizz wird am 2. Januar 1928 das Konkursverfahren eröffnet, da die Kaufleute Max Hecht, Josef Goldschmidt, Megger Karl Loh­mann und Schreiner Friedrichy Knauf, sämtlich in Sterbfriz, die sämtlich als Wechselbürgen für den Gemeinschuldner in Anspruch genommen sind, da er bei Fälligkeit die Wechsel nicht eingelöst hat und sie dessen Zahlungseinstellung bezw. Zah­lungsunfähigkeit glaubhaft gemacht haben, den Antrag auf Er­öffnung des Konkursverfahrens gestellt haben." Sprak, is sich doch ä schwärre Sprat!

Deitsche

Wallan. Hier ist eine ganze Reihe Scharlacherkrankungen festgestellt. Es sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Ausdehnung zu verhindern.

Limburg. Der 36jährige Lehrer Wilhelm Theussen aus Bellingen wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens an Schulmäd­chen, begangen in fünf Fällen, vom hiesigen Großen Schöffent­gericht zu einer Gesamtzuchthausstrafe von Jahren ver­urteilt.

Herborn. Beim Spielen auf dem Eise fiel ein Kind in das Wasser. Durch das Rufen anderer Kinder wurde der Bahn­wärter a. D. Müller in Sechshelden darauf aufmerksam und konnte das Kind unter großer eigener Lebensgefahr in Sicher­heit bringen.

Bad Homburg. In der Nacht zum Mittwoch brachen Diebe in den Hof des hiesigen Allgemeinen Krankenhauses ein und staylen aus dem Kaninchenstall einige Belgierhasen. Ausgerech= net hatten die Diebe das Pech, daß sie Tiere erwischten, die mit Typhus- Bakterien- und zwar mit Erfolg geimpft waren. Nicht nur, daß die Diebe ihre Unehrlichkeit nun recht teuer bezahlen müssen sie gefährden auch ihre Familienangehöri­gen und ihre Nachbarn mit der Uebertragung der gefährlichen Seuche..

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Nr. 3.

Wiesbaden. Wiesbaden wird 1928 an das Fluglienennet angeschlossen werden, nachdem die Stadtverordnetenversamm­lung die Anlage des Flugplages auf der alten Erbenheimer Rennbahn genehmigt und die Kosten mit 600000 Reichsmark bewilligt hat. Für das erste Betriebsjahr wurden außerdem weitere 130 000 Reichsmart genehmigt. Der Flughafen wird in Gemeinschaft mit der Stadt Mainz angelegt. Gute Ver­bindungsstraßen mit den beiden Städten sind vorgesehen, auf Denen der Flugplah in 10 bis 15 Minuten zu erreichen ist. Als erste Linie dürfte die Strecke Mannheim- Wiesbaden- Köln eingerichtet werden. Das Rollfeld ist 600 Meter lang, so daß Der Flugplatz zu den größten in Deutschland zu rechnen ist. Der Flugplatz wird im Frühjahr fertiggestellt sein.

Mord oder Lustmord?

Marburg. In der Nähe der Landesheilanstalt wurde die 50jährige Frau Anna Müller ermordet aufgefunden. Es liegt allem Anschein nach Lustmord vor. Dem Täter ist man auf der Spur.

Vermischtes.

Hermann Grimm.

Es gibt nur wenige Familiennamen, unter denen sich so viele berühmte Leute verbergen, wie unter dem Stammnamen ,, Grimm". Wir denken, wenn wir davon hören, fast immer nur an den Verfasser der bekannten Volks- und Kindermärchen. Doch auch Maler und Kupferstecher, Komponisten und Dichter, Mediziner und Altertumsforscher von bedeutendem Ruf gehören zur Familie Grimm. Ein Sohn von Wilhelm Karl Grimm, der bekanntlich mit seinem Bruder Jakob die Volksmärchen herausgab, ist der am 6. Januar 1828 zu Kassel geborene Schriftsteller Hermann Grimm, dem wir wirklich ausgezeichnete Monographien der Dichtkunst und Kunstgeschichte verdanken. Auch gab Hermann Grimm in seinen Essays, Novellen und Dramen nicht Unbeachtliches. Hin und wieder fommt aller­dings ein kühl abstraktes Betrachten zum Durchbruch, wo man auf quellende Gemütswogen stoßen möchte. Tief und groß im Gestalten ist er in einzelnen Teilen seiner Unüberwindlichen Mächte"

Die Riesenhalle in Wien.

Anläßlich des in Wien im Juli 1928 stattfindenden 10. Deutschen Sängerbundesfestes wird für die Abhaltung der Fest Konzerte eine eigene Festhalle gebaut, die schon heute die Auf­merksamkeit der Deffentlichkeit auf sich Tenkt. Die Halle wird im Prater auf der Jesuitenwiese errichtet und mit Rücksicht auf die hunderttausend Festteilnehmer gewaltige Ausmaße erhal­ten. Sie wird eine Grundrißfläche von etwa 20 000 Quadrat­meter besitzen, d. h. die Jesuitenwiefe zu ungefähr zwei Dritteln der Fläche bededen. Sie tommt als breischiffige Halle mit er­höhtem Mittelschiff in Holzkonstruktion zur Ausführung. Die Gesamtfrontbreite der Salle beträgt 110 Meter, die Länge faft doppelt soviel. Die Halle ist in der Mitte 25 Meter hoch und erreicht demnach die Höhe eines vierstödigen Saufes. Daß für solch große Ausmaße auch außergewöhnliche Materialauf­wendungen zu machen sind, liegt auf der Sand. Ueber 4000 Rubikmeter Holz, das sind mehr als etwa 240 Waggonladungen, werden für diese Halle einschließlich der inneren Einrichtungen benötigt. Die Vorarbeiten für den Bau sind in vollem Gange. Mit dem Bau selbst soll im März begonnen werden,

Der Diensteid" des Verbrechers.

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Die polnischen Gefängnisse gewähren neuerdings aus Grün­den der Menschlichleit Strafgefangenen von Zeit zu Zeit einen regelrechten Erholungsurlaub. Tja, Polen marschiert eben an der Spitze der Kulturvölfer und macht" auch schon Humani­tät! Der polnische Justizminister meinte damit wohl solche Strafgefangene, die etwas aus jugendlichem Leichtsinn oder idealen Gründen gegen die Strafgeseze verstoßen haben. Der Direktor eines Wilnauer Gefängnisses ging aber in seiner be wunderungswürdigen Menschenfreundlichkeit noch weiter. Er bewilligte den Urlaub auch einem Herrn Witkowski, der nicht weniger als ein Dugend Raubüberfälle auf dem Kerbholz hatte und noch vier Jahre absigen mußte. Nun wollte dieser die kur­zen, kaum sechswöchigen Ferien unter feinen Umständen un­ausgenügt laffen und unternahm fnappe vierundzwanzig Stun­den nach seiner Freilassung mit seinen Fachgenossen einen ge­mütlichen Ausflug nach der Lokomotivfabrik in Chranow. Die Wochenendfahrt erleichterte die Kasse der idyllisch gelegenen Fabrit um die Kleinigkeit von 40 000 3loty. Die so erfolgreich begonnene Ferienreise sollte sich noch auf die Kassen mehrerer Bergwerke und Hütten erstrecken, doch trat leider die rücksichts­lose Polizei dazwischen. Der Urlauber Witkowski wurde nach Wilna zurückgebracht. Er erklärte zynisch, daß er einer weit­verzweigten Verbrecherorganisation angehörte, deren Mitglie= der durch Eid verpflichtet seien, nicht müßig zu gehen und ihre freie Zeit restlos zur Arbeit" zu verwenden. Er sei eben ein Ehrenmann, dem man nicht zumuten könne, seinen Dienſteid" zu brechen, und im übrigen verliere er dadurch eine... Pen­sionsberechtigung!- Dem menschenfreundlichen Direktor droht ein Disziplinarverfahren, und der Ehrenmann Witkowski dürfte so bald nicht wieder in der Lage sein, beruflichen Verpflichtuns gen zwangsläufig nachkommen zu müssen.

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Die Durchschnittsgrößen der europäischen Völker sind etwa folgende: die Lappländer und Eskimos 1,60 m, die Belgier 1,645 m, die Franzosen 1,65 m, die Spanier und die Portu­giesen 1,658 m, die Italiener 1,668 m, die Deutschen 1,68 m, die Dänen 1,685 m, Engländer und Jren 1,69 m, Schweden 1,70 m, Schotten 1,708 m. Norweger 1,728 m.

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