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Samstag, den 4. Februar 1928.

nen müsse, auch unter Zuhilfenahme der Handelspolitik. Der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns verhandelte die angeschnit­tene Frage der Arbeitslosen- Versicherung, indem er darauf hin­wies, daß durch Einführung der Arbeitslosen- Versicherung die Prüfung der Bedürfnisfrage weggefallen sei. Er gab im übri­gen zu, daß noch gewisse Aenderungen auf diesem Gebiete not­wendig seien, die aber erst allmählich durchgeführt werden könnten, da das Gesez erst ganz kurze Zeit in Kraft sei

,, Gießener Zeitung"

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Sonntagsfriede und Familienglück sind in der christlichen Welt verwandte Begriffe. Der eine hebt und trägt den andern und ist ohne den andern nicht denkbar. Wenn am Feierabend

mithin abschließende Erfahrungen noch nicht vorlagen.and der Woche der Vater ſich sagt: Morgen ist Sonntag",

versprach er, dem Problem der Arbeitslosen- Versicherung der Saisonarbeiter besondere Aufmerksamkeit im Interesse der Landwirtschaft schenken zu wollen.

Der Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius wies in seinen

Ausfuhr Reichs with shafts miniſter of Gurtius igies, i, jeine

ihm ermögliche, den speziellen süddeutschen Fragen besonderes Berständnis entgegenzubringen. Er glaubt vor allem, als Mittel der Behebung der Notlage auf die Schafung einer besse­ren Absaz- und Verteilungsorganisation hinweisen zu sollen. Bezüglich der süddeutschen Kreditverhältnisse und ihrer Rege­lung hält er die Ausgestaltung der Preußenkasse in ein Reichs­institut für zweckmäßig. Bezüglich der Schutzzoll- und Han­delsvertragspolitik glaubt er seinerseits in Aussicht stellen zu können, daß man nunmehr auch in Ruhe den Zolltarif durch­gehen müsse, um einen gerechten Ausgleich zwischen Handel, Industrie und Landwirtschaft zu erreichen, während bisher durch die Stabilisierung der Währung und durch den Aufbau der Auslandsbeziehungen manche handelspolitische Maßnahme nicht so durchgeführt werden konnte, wie es den Wünschen der Landwirtschaft, speziell auch der süddeutschen Landwirtschaft mit ihren Spezialkulturen, Wein, Obst, Gemüse, Fleisch, Milch und Milchprodukten usw. entsprochen hätte.

Zusammenfassend wies der Vizekanzler noch darauf hin, daß die heutige Besprechung für die Reichsregierung deshalb eine besondere Note erhalten habe, weil die vorgetragenen Wünsche und Forderungen der süddeutschen Landwirtschaft unter Ausschaltung jeglicher parteipolitischen Interessen und durch sämtliche wirtschaftlichen Organisationen gemeinsam ver­treten und vorgetragen worden sind. Die Reichsregierung sei sich des Ernstes der gegenwärtigen Lage der Landwirtschaft vollauf bewußt und sich daraus im klaren darüber, daß mit bedenklichen Schwierigkeiten in absehbarer Zeit insbesondere in den süddeutschen bäuerlichen Kreisen gerechnet werden müsse, wenn nicht ernsthafte Maßnahmen zu deren Behebung schnell­möglichst ergriffen werden. Er richtete zum Schluße an die anwesenden Führer der süddeutschen Landwirtschaft die Bitte, mit der Reichsregierung in jeder Hinsicht zusammenzuarbeiten.

Hessischer Straßenbericht

für die Woche vom 5. bis 14. Februar 1928. ( Mitgeteilt vom Hessischen Automobilklub.). Dieburg Babenhausen

Darmstadt

Aschaffenburg,

bei Bahnhof Babenhausen bis auf weiteres gesperrt. Umlei­tung: Besondere Umleitungsstraße, auf der Wagen bis 5,5 T. 20 Km., Wagen über 5,5 T. 12 Km. fahren dürfen.

Gießen Reißkirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Anne­rod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialien belegt. Vorsicht!

Ortsdurchfahrt Grünberg( Londorferstraße von der Gallus­straße bis zur Höfentränke) vom 21. November bis auf weiteres gesperrt. Umleitung über die Bahnhofstraße.

* Staufenberg Mainzlar vom 5. November bis auf wei­teres gesperrt. Umleitung: Daubringen.

so ersteht dabei vor ihm das Bild der mit ihm die Woche hin­durch sich mühenden Gattin und der um ihrer Liebe willen ihnen geschenkten Kinder, wie sie sonntäglich gestimmt und ge­kleidet, mit ihm durch den morgigen Tag gehen werden, von ihm die Heiligung ihres Sonntags zu empfangen und wieder­um ihm selber durch Frauen- und Kindesliebe den Sonntag zu heiligen. So tragen Sonntag und Familie in sich ein ge­meinsames, unfaßbare sEtwas, das zusammengesetzt ist aus feierlichem Ernst und friedvoller Traulichkeit.

Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H., im Zuge der Straßen Rodheim Köppern und Rodheim Holzhausen, vom 19. Januar bis auf weiteres gesperrt. Umleitung: Ober- Erlen­bach resp. Kloppenheim Nieder- Roßbach.

Betterweil oder Ober- Roßbach

Heute stehen wir mitten in einem Kampfe um Sonntag und Familie. Beide sind in Gefahr; zwar nicht die Begriffe als solche, aber der christliche Inhalt derselben. Als Tag des Müssigganges soll der Sonntag sein Recht behalten; aber die

Nr. 11.

am Turnfest zu erleichtern, hat die Geschäftsstelle der D. T. all­gemeine Urlaubsgesuche an folgende Behörden und Verbände gerichter: Preuß. Ministerium für Wissenschaft, Kunst- und Volksbildung. Preuß. Ministerium des Innern, Reichspoſt­Arbeitgeberverbände, Reichslandbund. Es wurde in diesem ministerium, Deutsche Reichsbahngesellschaft, Deutscher Städtetag, Reichsverband der Deutschen Industrie, Vereinigung Deutscher Schreiben gebeten, in Anbetracht der Größe und Bedeutung des Turnfestes den hierfür erbetenen Urlaub nach Möglichkeit be­willigen zu wollen. Ueber den Erfolg wird berichtet.

Gamstag, den 4

Konfektionshäusern besonders die Bet aber fast das gesam fungen verfügbaren Raufen angelegt gung in einigen Te jumvereine und da Der Zahlungsverte Teil noch aus Weih wurden nicht eingel für die Inventurau Klage dahin, daß einen großen Umfo stehen monatelang nahme des Betrie

* Am 1. Februar hat ein Wechsel des Bataillonsführers in unserer Garnison stattgefunden. Als Nachfolger von Oberst­leutnant Fritz( dessen Vater früher Oberamtsrichter in Butzbach war) wurde Major Lüters zum neuen Bataillonstomman­deur ernannt. Lüters war nach dem Kriege Führer der Maschi­nengewehr- Kompagnie des hiesigen Bataillons, ist also in unse= ter Stadt fein Unbekannter. bekannter. Oberstleutnant Friſt iſt geborener Butzbacher, er besuchte von 1890-93 das dortige Gymnasium und trat beim Regiment 88 als Fahnenjunker ein.

Seine Jahres- Hauptversammlung hielt der Verkehrs­verein Gießen im Postkeller unter Leitung des 1. Vorsitzenden

Heiligung wird in der Ewigkeitsfeindschaft unieres revolution Schwieder ab. Nach dem Geschäftsbericht des Borſizenden hat

nären Zeitalters untergraben. Auch Familie

abgelaufenen Jahr sehr günstig ent­

bestehen bleiben als natürliche Verbindung darf zunächst sich der Verein auch 286 Mitglieder. Außerordentlich rege

Don Mann und

Weib. Aber die auf ewige Jdeale gegründete Harmonie der christlichen Familie ist durch das nur auf Genießen abgestellte Sinnen und Trachten des freien" Mannes und des freien" Weibes mit Vernichtung bedroht.

Jhr, denen der Sonntag ein leuchtender Friedensstern im Drange der Woche und denen die Familie das heilige Eiland tän­ist, an dessen Strande die Wogen der hohen See sich als t delnder Wellenschlag verlaufen: Ihr seid berufen, eines durch das andere zu retten, den Sonntag durch die Familie, die Fa­milie durch den Sonntag, indem ihr eines im andern tiefer und n eure milie, so heiligt euere Familie durch den Sonntag!

*

* Der Kreisschulrat Gg. Huff zu Alsfeld wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Februar ds. Js. in den Ruhe­stand versetzt.

* Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltung beläuft sich für den Durchschnitt des Monats Januar auf 150,8 gegen 151,1 im Vormonat. Sie ist sonach um 0,03 v. H. zurückgegangen. Der Rückgang ist im wesentlichen auf eine Senkung der Er­nährungsausgaben zurückzuführen; insbesondere haben die Preise für Butter, Fleisch und Eier nachgegeben.

* Die Gießener Kunst- Sammlung im Neuen Schloß, Ein­gang Senkenbergstraße, ist morgen Sonntag von 11-13 Uhr

bei freiem Eintritt geöffnet.

Cine Wahl- und Arbeitsgemeinschaft. Am letzten Sonn­tag hat sich in Frankfurt die Evangelische Boltsgemeinschaft und der Christliche Boltsdienst, vertreten durch Pfarrer Weid= ner Ober- Lais mit der Deutschen Reformationspartei, ver­treten durch den früheren Vorsitzenden des Evangelischen Bun­des, Hof- und Domprediger a. D. Doehring Berlin zu einer Arbeits- und Wahlgemeinschaft zusammengeschlossen. Als Ziel der Reformationspartei wurde s. 3t. bei ihrer Gründung be­zeichnet, den beiden Gruppen ,, mit internationaler Weltanschau­ung, dem Rom ergebenen Zentrum und dem Marxismus, das deutsche reformatorische Staatsprinzip entgegenzustellen."

*

Zur Sicherung des Rundfunts gegen Störungen durch Rückkoppelung bestimmt das Gesetz zur Aenderung des Tele­graphengesezes": Wer in der Absicht, den Betrieb einer Funk­anlage zu verhindern oder zu stören, elektrische Arbeit verwen­det oder für die Anlage bestimmte Arbeit entzieht, wird mit Gefängnis oder Geldstrafe bestraft, wenn die Verhinderung oder Störung eingetreten ist. Dient die Funkanlage nicht öffentlichen Zwecken, so wird die Tat nur auf Antrag verfolgt. Der Antrag kann zurückgenommen werden." Auf Grund dieses

Pfarrer Heumanns Heilmittel Baragraphen tann gegen böswillige Rüdtoppler vorgegangen

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Grüner Rasen Blaue Wellen.

Roman von Otto von Gottberg. 27. Fortsetzung.

Wo wollte Elisabeth hinaus? Du nicht? Du freust dich ja so auf sein Rommen!" Im Spiegel sah sie Elisabeth trau­rig den Kopf schütteln und wieder die Hände wie in Verzweif­lung heben. Zaghaft tam sie näher. Gerda fühlte zwei kalte Hände zärtlich um ihren Hals greifen. Elisabeths Kopf sant an ihre Schulter. Dort weinte sie wie in alten Zeitenund schluchzte: Ach, Gerdchen, ich schäme mich so! Als ich Werner tüßte, wußte ich wirklich nicht, was ich tat. Nun denkt er viel­leicht, er darf wieder küssen, oder fragt gar, ob wir..."

Gerda machte sich frei. Sprach wirklich Scham oder nur Verstellung aus Elisabeth? Die seufzte wieder: Wenn er doch auch vergessen könnte! Ich habe nur Kurt lieb, wie er mich. Jetzt soll ich Werner fragen, ob er nicht tun will, als wäre nichts geschehen, damit Kurt und ich heiraten können. Hilf mir doch, Gerdchen! Wenn du ihm gleich auf dem Bahn­hof zuredest, ehe er mich sieht, muß er verstehen, daß ich nichts Böses meinte. Schlecht war ich gewiß nicht, aber ehe ich Kurt gut kannte, dachte ich, Küssen mache immer Spaß, und als Werner auf dem Löwenberg vor mir stand und davon sprach..." ,, Hat er wirklich den Kuß gefordert, Elisabeth?" ,, So wahr ich hier stehe, Gerdchen", nickte Elisabeth und riß das Taschentuch vom Gesicht, um der Schwester frei in die Augen zu sehen.

Da wich in Gerda auch das letzte geheime Hoffen. Doch Mitleid für den Geliebten spürte sie immer noch. Ihr war er genommen, Elisabeth aber sollte er nicht gewinnen und für immer dem Glüd entsagen wie sie. Ihm zu Liebe mußte sie der Schwester helfen und ihn auf die schmerzliche Enttäuschung vorbereiten. Elisabeths Dant wehrte sie ab. Für lange Stun den hielt der Kummer wach. Warum schenkte das Schicksal der jüngeren Schwester die Neigung aller Menschen, während sie nur Schmerzen und Sorgen für sich und andere zu tragen hatte? Leider fuhr Ontel Karl mit ihr zum Bahnhof. Als er Werner mit gutmütigem Schelten über das lange Schweigen und Fernbleiben zum Wagen führte, schien der Vetter bedrückt und befangen. Heimlich griff er beim Einsteigen nochmals nach ihrer Hand und sah so schüchtern aus, als bitte er um

werden. Es wird also erneut darauf hingewiesen, daß bei der

Benutzung von Röhrenempfangsgerät mit Rückkoppelung dieses nur so betätigt werden darf, daß Störungen in anderen Funk­empfangsanlagen nicht auftreten können.

wickelt und zählt heute

ist die Tätigkeit des Vereins im verflossenen Geschäftsjahr ge­wesen. Die Einnahmen und Ausgaben betrugen rund 5030 M.

* Urlaub zum 14. Deutschen Turnfest. Amtlich teilt die D. T. mit: Um allen Turnern und Turnerinnen die Teilnahme

* Die Hauptversammlung der Wandervereine des Vogels­berger Höhenklubs findet am 2. und 3. Juni in Nidda statt. Da­mit verbunden wird eine Besichtigung des Bades Salzhausen. Ueber 1000 Wanderer aus allen Teilen Oberhessens, aus Wez­lar, Frankfurt, Darmstadt, Fulda usw. werden erwartet.

* Der Kolonial- Bund Deutscher Pfadfinder beabsichtigt, nachdem die bisherigen hessischen und hannoverschen Horste zur Landesmark Hessen- Hannover zusammengefaßt worden sind, auch hier in unserer Stadt eine Ortsgruppe zu bilden. In erster Linie ist seine Arbeit eine glückliche, jugendgemäße Ver­bindung von Kolonialgedanken und Pfadfindertum. An der Spitze des Bundes steht der deutsche Kolonial- General von Lettow Vorbed. Jungen und Eltern, die an der Arbeit des Bundes interessiert sind, wollen sich direkt an den Führer der Landesmark Hessen- Hannover des Kolonial- Bundes Deut­scher Pfadfinder, Walther Kühle, Hannover, Wielandstr. 10,

Entschuldigung. Wahrscheinlich dachte er an die Ueberschrift ,, Geliebte Gerda!" Keine Frage nach Elisabeth tam unterwegs über seine Lippen. Die Unruhe seiner Verlegenheit wuchs, je näher er Priedelsdorf kam. Aus dem Hofe suchte er mit fast ängstlichem Blick die Fenster ab. Der Wagen hielt. Elisabeth sprang aus dem Haus, und in Gerda erwachte wieder Haß und Empörung. Auch gestern Abend hatte die Herzlose also geheu­chelt, denn jetzt lachte ihr Gesicht, als sei sie von Sinnen vor Freude über Werners Kommen. Sie flatschte in die Hände und jubelte: Denkt euch ich komme vom Telefon! Kürt ist auf einer Dienstreise zum Admiralstab für heute in Berlin und kommt mit dem nächsten Zuge!"

, Guten Tag, Kusine. Elisabeth!"

wenden.

Ehrenvolle Berufung. Der Leiter der Buderusschen Guts­verwaltung, Administrator Siebold vom Hofgut Altenberg bei Wetzlar, ist zum Leiter der Grünlandabteilung des Land­wirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen( Siz Bonn) berufen worden. Administrator Siebold ist als hervorragender Land­

witt, namentlich auf dem Gebiete der Grünlandbewegung, weit über die Grenzen des Kreiſes und der Provinz hinaus bekannt. Das von ihm geleitete Hofgut Altenberg ist als hervorragendes Mustergut Studienobjekt von Landwirten aus dem Reich und dem Ausland.

Werner bot ihr die Hand. Freier, als er gedacht hatte, durfte er ihr gegenüber treten, weil die große Freude über des Vetters Besuch aus ihren braunen Augen lachte. An den Ankommenden schien sie faum zu denken.

Tag, Wernerchen! Siehst braun und gut aus!" Es war gerade feine warme Begrüßung. Doch konnte er froh aufatmen und scherzen: Spute dich, deinen Seehelden ab­zuholen, und vergiß nicht den Dolch umzuschnallen."

Elisabeth verlor den letzten Rest der durch die Freude über Kurts Kommen verscheuchten Befangenheit. Ihre braunen Augen tanzten in schelmischem Verstehen: Guter Kerl bist du doch, Wernerchen!"

Er hatte wohl längst begriffen, daß sie nicht mehr gern an den Kuß von ihm dachte. Eigentlich sollte sie ihm zürnen, weil er dem stummen Versprechen so wenig Wert gab. Doch im Glüd, Kurt bald wiederzusehen, schlug sie ihm froh auf die Schulter: Ja, Betterchen. Ich muß auf den Bahnhof!" Dann rief sie den Kutscher an, er solle gleich warten.

* Ein neuer Wettertal- Sängerbund wurde in Muschenheim gegründet. Zum Bundesvorsitzenden wurde Lehrer Günther­Muschenheim gewählt. Der neue Bund setzt sich zusammen aus den Gesangvereinen der Orte Bettenhausen, Birklar, Langs­dorf, Muschenheim und Trais- Münzenberg und beabsichtigt, ein Wertungssingen in Bettenhausen abzuhalten.

Im Haus umarmte Tante Bärbchen Werner: Und welche Freude euch beide zu haben! Wir warten mit dem Essen auf Kurt."

Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat Januar 1928. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben:

Im Rückblick auf das Weihnachtsgeschäft wird allgemein festgestellt, daß dieses zu spät eingesetzt habe und daher keine große Ausdehnung annehmen konnte. Uebereinstimmend ergibt sich ferner, daß 1926 das Weihnachtsgeschäft lebhafter und

umfangreicher gewesen sei. Besonders auffällig ist es, daß fich die hour pet. Wie üblich, stellte sich nach dem Feſte eine Erhöhung der Beamtengehälter beim Handwerk nicht bemer

Eine Stunde später saßen alle um den runden Tisch. Meist sprachen die jungen Offiziere, und der Fröhlichste schien heute Werner. Der Onkel schüttelte bald den Kopf. Heute galten Werners Blicke und Worte nur Gerda, und neulich hatte der Tausendjassa doch mit der jüngeren Schwester geliebelt. Eli­sabeth bedauerte nicht, daß er ihr so wenig Aufmerksamkeit schenkte. Sie konnte Kurt darum oft in die Augen sehen. Unter Tisch haschte er nach ihrer Hand und fühlte den warmen Gegen­

bar

und Löhne steigert für die Betriebe ni liche Verfassung d angetan, diese La sind noch so hoch, Handwerksbetriebe als einziger Aust inanspruchnahme bl dienstes verbunden. Die Rohstoffpr die Holz und Lede Lohnbasis hat im v

allgemeine Geschäftsruhe ein. Verstärkt wurde diese dadurch, daß die Arbeitslosigkeit zunahm. Von großem Einfluß scheinen auch die Inventurausverkäufe gewesen zu sein, die in diesem Jahre in einem besonders großen Ausmaße von Waren- und

druck der Finger. Sie war und blieb sein. Nur der Form wegen mußte er mit dem Schlingel drüben reden. Dann wollte er Onkel und Tante fragen, wann er sein Bräutchen heiraten dürfe. Als der Kaffee tam, stand Onkel Karl auf, um zur Feier des Tages Havannas aus seinem Schreibtisch zu holen. Wer­ner dachte zu helfen. Da sprang auch Kurt aus dem Stuhl. Im Korridor ließ er den alten Herrn mit den kurzen Schrit­ten vorangehen, faßte Werner mit Daumen und Zeigefinger um den Kragen und schüttelte ihn freundschaftlich, aber in den Augen stand ein Anflug von Aerger: Du Bengel hast neulic Elisabeth gefüßt und dem unerfahrenen kleinen Dingchen den Freiwerber gemimt! Das war doch nicht ernst?"

Für den Augenblick fühlte Werner Verdruß. Er schüttelte die Finger des Größeren ab und dachte unwirrsch zu antwor­ten. Doch hatte er eine Rüge verdient, und der Onkel durfte nichts hören. In Hast sagte er leise: ,, Nein, wahrhaftig nicht! Möchte es gern ungeschehen machen!"

Kurt schlug ihm gutgelaunt auf die Schulter: Das laß mich besorgen, Vetter! Schnell schob er Werner durch die Türe dem Onkel in das Arbeitszimmer nach. Der alte Herr tramte im untersten Fach des Schreibtisches. Die Neffen sprangen zu und griffen nach den Zigarrentiſten.

Schon beim Aufrichten lachte Kurt unbefangen: Ontel Karl, Elisabeth und ich wollen heiraten. Dürfen wir auf der Tante und deine Einwilligung rechnen?"

Der Onkel trat zurück. In dem noch vom Büden roten Gesicht blinkten die Lider über staunende Augen. Mit noch türzeren Schritten als sonst trippelte er quer durch das Zim­mer, warf sich in einen Sessel und zwirbelte mit fliegenden Fin­gern am langen, grauen Premierleutnantsbart. Von einem Neffen starrte er auf den anderen, bis die Ueberraschung über­wunden war: ,, Lieber Kurt, wir werden euren Bund gern seg­nen! Ich freue mich namentlich, weil eins der lieben Mädchen durch die Heirat mit dir immer im Hause des Vaters bleiben dars. Aber Elisabeth ist die Jüngere und ich kann jeden Tag die Augen zu tun. Soll dann die arme Gerda aus dem Heim ihrer Schwester allein in die Welt wandern? Vielleicht wartet ihr, bis der Krieg vorbei ist und auch Gerda.

Kurt wies auf den Vetter: Onkel, wenn meine Augen mich nicht täuschen, sorgt Werner dafür, daß Gerda nicht allein bleibt." Fortsetzung folgt

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Friedberg. In wurden die beiden Dr. Leuchtgens auf Sungen. Mit tonstruktionen der wertes Trais: Horle ift schon seit Woch rigt. Mitte März nommen werden.

Sungen. In d Trais- Horloff wurd lersheim von dem erfaßt und schwer Mann mußte sofort

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Hörnsheim. Bersteigerung eine Höchstgebot 7600

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Lauterbach. T unter den Pferden stehende Pferdezuc über 30 wertvolle wirt allein 5 hod

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