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zen Rupprecht von Bayern überträgt er diesem die Stellung des General- Inspekteurs der vierten Ar­meeinspektion.

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Prinz Heinrich und Prinz Ernst Au­gust sind auf dem Wege nach Athen, um den Beer­digungsfeierlichkeiten für den König von Griechenland beizuwohnen.

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Der Bundesrat wird, wie verlautet, kommenden Freitag über die neuen Steuer- Vor­Iagen endgültig Beschluß fassen.

Der Korvettenlapitän Meging vom Reichs Marineamt ist vom Kaiser zum Kommandeur des Ma­rineluftkreuzerdetachements ernannt worden. Die Kapi tänleutnants Hanne, Homeier und Frener wurden zur Führung der drei Marine luft­schiffe bestimmt.

Die Köln. 3tg." läßt sich bereits melden: Für die Aufbringung der dauernden Kosten der Heeres­verstärkung dürften, wie man hört, das Erbrecht des Reiches sowie die Besitzsteuer gesichert sein, die von den Einzelstaaten auf Grund der Ver­anlagung des Vermögens für die einmaligen Ab­gaben verteilt aufzubringen wäre.

Aus Stadt und Land.

Militärische s. Zum General- Leutnant be­fördert Gen.- Major: Prinz Friedrich Karl von Hessen Hoheit, Chef des 1. Kurh. Inf. Regts. Nr. 81 und a la suite des 1. Garde- Drag.- Regts. Königin Viktoria von Großbritannien und Jrland, Prinz Friedrich Wil­helm von Hessen, Portepeeunteroffizier, Abiturient der Hauptkadettenanstalt, wurde als Fähnrich im Thürin­gischen Ulanenregiment Nr. 6 angestellt.

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Uebertragen wurde der Schulamtsaspi­rantin Wilhelmine Kreiling aus Gießen eine Leh­rerinnenstelle an der Volksschule in Mainz, den Lehrern Friedrich Euler zu Annerod, Jakob Momberger zu Grüningen, den Schulamtsaspiranten Friedrich Otter bein aus Lauterbach, den Schulamts aspirantinnen A. Haggenmüller aus Gießen Lehrer- bezw. Leh­rerinstellen an der Volksschule zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1913 an.

n Gießen. In der philosophischen Fakultät ha­

bilitierte sich der Assistent am philosophischen Institut, Dr. med. Walter Sulze aus Leipzig für das Gebiet der Physiologie. In seiner Habilitationsschrift liefert er einen Beitrag zur Kenntnis des Erregungsablaufs im Säugetierherzen".

n Gießen. Die allgemeine hessische Beamten sterbekasse( Sitz Darmstadt) hält ihre diesjährige Haupt­versammlung am Sonntag, den 6. April hier, im Ho­tel Schütz ab.

n Gießen. Die hiesige Gewerbeschule be­geht ihr 75jähriges Jubiläum am 6. April durch einen Festalt im Hotel Großherzog von Hessen. Damit ist eine Jubiläumsausstellung der Gewerbeschule verbun­den.

o Mücke. In einem Wassergraben ist der 70 Jahre alte Förster Jägee aus Elpenrod ertrunken. o Bad Salzhausen. Vor kurzem hat unser in fräftigem Aufschwung begriffenes idyllisches Bad, das übrigens zu den ältesten Solbädern Deutschlands zählt, ein neues Denkmal seiner geschichtlichen Vergan­genheit erhalten. In nächster Nähe der Hauptquellen ist ein aus Felsblöden gebildeter noftenstein" errichtet worden, mit einer Erztafel: Zur Erinnerung an Ludewig Knott, den Pfänner, den ältesten bekann­ten Besitzer der Sode Salzhusen. 1495-1511." Lude wig Knott, ein Stammvater des heute noch in Hessen und Nassau blühenden Geschlechts Knodt( Knott), ist

Die Nachbarn vom Heideland.

Roman von Ludwig Blümde. ( Nachdruck verboten.)

" Hm, verstehe, verstehe!" Thorö nickte lebhaft mit dem Kopfe, lächelte aber wieder so vornehm überlegen. Die andern mochten ihm nicht widersprechen, denn sie faben ja etwas Großes in thm. Er leerte sein Grog­glas, flopfte mit dem Zuckerklöppel nach einem neuen und dachte bet sich:" Euch beiden Dickköpfe werde ich schon noch klein kriegen! Sollt noch Nespekt- lernen!" Ja, er war furchtbar empfindlich, der Herr Schützen­könig, auch nicht den letsesten Widerspruch konnte er vertragen. Doch ebenso schlau war er auch. Darum tat er, bis auf das unvermeidliche Lächeln, nach wie vor überaus freundschaftlich zu dem Moorhofer und dem Eichhofer.­

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Eine frische Brise wehte vom Osten herüber, und der Abend begann fühl zu werden. Thorö, der nicht wetterfest war wie die Arendruper, trotz aller Jagd­abeteuer, schlug vor, hinein in das gute Zimmer zu gehen. Man tat das.

Wenige Minuten später saß ein Paar in der Laube, das von Wind und Kühle der beginnenden Nacht auch nicht das mindeste zu spüren schien. Hans und Her­mine waren ts. Sie wollten einmal allein sein und es sich offen beraus sagen, was ihre Herzen erfüllte.

Aber merkwürdig, plötzlich beftel Hans wieder so ein Gefühl der Beklommenbeit, so eine Zaghaftigkeit, daß er neben dem schönen Mädchen dasaß wie ein ver Tegener Schulbube. Was stimmte denn da nur nicht zwischen ihren Herzen? Er war verliebt in Hermine, aber er hatte das bange Gefühl, ein schweres Unrecht zu begehen, wenn er ihr das jetzt eingestand. Es war ihm so, als wenn diese Liebe nicht ernst sein könnte, sondern nur ein flüchtiger Rausch.

Doch die schlaue Hermine machte ihm einen Antrag

als der eigentliche Schöpfer der hiesigen Salzwerke an­zusehen.

o Gonsenheim, 24. März. Nachdem sich die Mehrheit der Einwohnerschaft für die Wahl eines Be rufsbürgermeisters entschieden hatte, wurde am letzten Samstag abend die Wahl durch den Gemeinderat vor­genommen. Von den zahlreichen Bewerbern( es hat­ten sich 3 Regierungsassessoren, 6 Gerichtsassessoren, 2 Finanzassessoren, 3 Rechtsanwälte, 5 mittlere Verwal­tungsbeamte, 3 Bürgermeistereisekretäre, 4 Gerichtsschrei­bergehilfen und 4 sonstige Bewerber, im ganzen dreißig Herren, um den Posten beworben) famen 6 Kandidaten in die engere Wahl. Von diesen erhielten 2, Gerichts= assessor Alexander aus Mainz, zurzeit in Bingen tätig, und Gerichtsassessor Rückerts aus Darmstadt, bei Stim mengleichheit je 7 Stimmen. Statt einer nochmaligen Wahl entschied man sich für die Losziehung, wobei Herr Alexander siegte. Als Anfangsgehalt sind neben einer entsprechenden Wohnungsentschädigung 4200 Mt. festgesetzt.

Ein Wirbelsturm in Amerika.

Besitzers der Krone", der seit einiger Zeit verschwun­den war, wurde von der ihn verfolgenden Gendarmerie im Walde erschossen aufgefunden. Er kommt als Brandstifter in Frage.

Geschäftliches.

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:: Der Weltruf der Schnellgang- Nähmaschine Krone" mit den neuen Verbesserungen ist die erfolg- reichste aller Nähmaschinen. Die Globus- Nähmaschine, Ringschiff, Rundschiff, Bobbin- Webschiff übertreffen alles, was bisher in der Fabrikation geleistet wurde. Es sind Deutschlands beliebteste Nähmaschinen. So schreibt zum Beispiel ein Kunde: Betreffs der Nähmaschine, welche ich von Euer Wohlgeboren bezog, hat in meinen Be­fannten und Freundeskreisen großes Erstaunen erregt. Selbige ist noch ohne Makel, von großartiger Gangart und feinster äußerer Ausstattung. Bemerken will ich noch, daß mich einst ein Nähmaschinen- Agent besuchte und seine Waren anpries, ich aber im Besitze Ihrer Maschine bereits war. So ließ ich ihn den Preis mei­ner Maschine schätzen. Er tat dies auf Mt. 145, trotz­dem der Preis nur Mt. 80.- betragen hatte. Ich kann deshalb, wer seinen Bedarf an Nähmaschinen decken will, nur die Firma H. Jacobsohn, Berlin N. 24, Linienstraße 126 bestens empfehlen und stelle ich von dort bezogene Nähmaschine gern jedermann Ansicht. Karl Seiffarth, Gotha.

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Hiobsnachrichten kommen aus Amerika über einen der fürchterlichen Wirbelstürme, die in den weiten Ebe­nen des Mittlern Westens der Vereinigten Staaten zu Hause sind und von Zeit zu Zeit ganzen Städten, ja Staaten verderblich werden. Das Opfer des Sturmes, der am Abend und in der Nacht des ersten Ostertages dahinbrauste, scheint hauptsächlich die Stadt Omaha geworden zu sein, die mit 200 000 Einwohnern die Kalkstickstoff zur Hedericbvertilgung.

größte Stadt im Staate Nebraska und am ganzen Mis­souri ist. Häuser fielen wie Kartenhäuser zusammen. Dächer shogen davon. Wie der Gouverneur von Ne braska und der Bürgermeister von Omaha erklärten, sind mindestens 200 Personen in Omaha durch den Or­kan ums Leben gekommen. 40 Straßen Omahas wur­den zum großen Teil zerstört. Im Residenzviertel wur­den 150 Wohnhäuser fortgeweht, 250 teilweise zerstört, ebenso 15 Kirchen und 8 Schulen. Die Einwohner des Südteils der Stadt Omaha konnten den herannahenden Tornado deutlich wahrnehmen. Der Sturm begann um Mitternacht. Häuser stürzten ein und die entsetzten Be­wohner flüchteten im Nachtgewand auf die Straßen. Gegen 2 Uhr morgens brach im Zentrum der Stadt bäude gingen in Flammen auf. Das Telephongebäude ein heftiges Feuer aus. Die öffentlichen Ge= stürzte in sich zuſammen. 20 diensttuende Telegraphi­in Hospitäler umgewandelt. Gegen 4 Uhr morgens setzte stinnen wurden dabei getötet. Die Geschäftshäuser sind ein heftiger Regen ein, dem es allein zu verdanken iſt, daß nicht noch ein größerer Schaden entstand. Der Mob der Bevölkerung raubt und plündert in den Trümmern. Soldaten durchziehen daher die Stra­ßen. Das Standrecht ist erklärt. Der Schaden ist bisher auf Millionen Dollar berechnet worden. Präsident Wilson hat telegraphisch die Entsendung von Rettungszügen mit Barackenmaterial in das vom Un­glück heimgesuchte Gebiet angeordnet.

Von den Unkräutern sind es vor allen Dingen der Hederich und der Ackersenf, die durch ihr massenhaftes Auftreten enorme Schädigungen bei den Saaten her­vorrufen. Mindererträge bis zu 25 Prozent auf einem mit Hederich durchsetzten Felde sind keine Seltenheit. Denn diese Unkräuter entziehen den Kulturpflanzen nicht nur die Nährstoffe, sondern vor allem auch die Boden­feuchtigkeit. Durch ihre breiten Blätter beengen und be­schatten sie den Standrqum der Nutzpflanzen, und stel­len daher das Gedeihen der Sommerhalmfrüchte ernst­lich in Frage. Da sich endlich diese Unkräuter ebenso Schnell wie zahlreich vermehren, auch der Same Jahr­zehnte im Boden liegen kann, ohne seine Reimkraft zu gegen diese Schädlinge aufnehmen. Zunächst iſt ſelbſt­verlieren, muß der Landwirt auf alle Weise den Kampf verständlich darauf zu achten, daß nur reines Saatgut

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In der ersten Osternacht herrschte auch in Süd= England ein furchtbarer Sturm. Wie der Voss. 3tg." gemeldet wird, ist die ganze Küste mit Schiffs= trümmern übersät. Die zahlreichen Ausflügler fanden in den südlichen Seebädern die Promenaden von der Brandung überflutet. In London zertrümmerte der Sturm Tausende von Fensterscheiben.

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Aus aller Welt.

::: Freiburg( Br.), 25. März. In den am Kaiserstuhl gelegenen Orte Nimburg sind heute früh 2 Wohnhäuser nebst Dekonomiegebäuden abgebrannt, da­runter das Gasthaus Zur Krone". Ein Bruder des

gar so leicht. Sie legte ihm die Worte förmlich in den Mund, sie drängte sich ihm auf mit allen Künsten, und ehe er noch einen vernünftigen Gedanken hatte faffen können, ruhten ihre Lippen schon zu zärtlichen Küssen auf den seinen.

Der Bund war besiegelt.

Hans wußte nicht, was er da sprach, aber Beteue­rungen und Schwüre ewiger Treue hörte er aus ihrem Munde.

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Noch sollte alles geheim bleiben, wünschte Hermine, sie mußte die Eltern erst genügend vorbereiten.

Wie das da tanzte und summte und schwirrte in seinem Hirn! Wie im Fieber fühlte er sich, als müßte er wahnsinnig werden, so war ihm zumute. Da plötz lich wird er jäh zur Wirklichkeit geweckt und Hermine aus allen Himmeln gestürzt. Der Schreckensruf: " Feuer, Feuer! Auf dem Moorhof brennt es!" ertönte.

Lorenzen, Hinrichsen und die anderen stürzen aus dem Herrenzimmer, und alles rennt durcheinander.

Eine Feuersäule flammt blutigrot gen Himmel, dort drüben im Westen. Ja, der Moorhof kann nur in Frage tommen. Allen voran eilt Hans Henrichsen der Brand­stätte zu. Sein Vater und Ewald sind hinter ihm.

Wie ist das Feuer entstanden? Kein Mensch weiß es, außer dem erbärmlichen Schurken, der es angelegt, und der war fein anderer als der Humpelhendrik. Schon hatte er vorhin den königlichen Forst erreicht und unter einem Busch sein Nachtlager gesucht. Da plagte ihn der Teufel geradezu mit Mordgedanken und Racheplänen. Er schlich zum Moorhof und warf seine brennende Pfeife in die Scheune, die mit den Ställen und dem Wohnhaus nach Landesbrauch unmittelbar zusammengebaut war. Morsches Fachwerk und ausgetrocknetes Strohdach hat­ten alle Gebäude. Dann humpelte Hendrik so schnell er es vermochte, über die Heide davon, um sich von einem sicheren Platz aus an dem Anblick des grausigen Schau­spiels seines Teufelswerkes zu weiden.

säuschen.

Der Gehalt mouht's!

Großmutter und Stine waren fest eingeschlafen. Diese hatte eigentlich aufbleiben wollen, bis der Bater und Ewald zurückgekommen, aber bletschwer lag es thr in allen Gliedern, der Stopf schmerate thr und ihr Herz sehnte sich nach Ruhe. Vielleicht hatte sie ihrem ja noch in der Entwicklung begriffenen Körper während der letzten Wochen zu viel zugemutet. Ste fühlte fich jeden­falls überarbeitet, und der kurze Besuch des Balls mußte ihr nicht gut getan haben. Angekleidet warf sie sich auf ihr Bett, um einen Augenblick zu ruhen, und da fiel sie in tiefen Schlummer.

Der ganze Hof war ein Flammenmeer. Lichterloh brannten sämtliche Strohdächer, dicer Qualm drang tn das Innere hinein, betäubend und erstidend. Das Bieh brüllte in seiner Angst fürchterlich, die beiden Pferde machten sich Ios von ihren Strippen, rannten wie toll im engen Stall umher, das Federvieh, die Schweine und was sonst an lebendem Getter auf dem Hofe war, alles sah mit natürlichem Instinkt den Tod vor Augen, suchte fich zu retten, und stürzte sich so am ehesten ins sichere Verderben.

Großmutter ward plößlich wach von dem Lärm da draußen, sah die helle Glut, die schon durch die Boden­Infe herein in ihre Kammer züngelte, stieß einen mark­erschütternden Schrei aus und gelangte mit knapper Not die Stiege hinab nach unten, in den Garten.

Welch ein Anblick, das Weib mit dem wirren, spär­lichen, schneeweißen Haar, nur mit dem Notdürftigsten bekleidet, die Hände ringend, Verzweiflung in den star ren Augen, helfen wollend, aber machtlos, wie von Teu­felstrallen festgehalten am selben Fleck. Wo ist Stinc, wer rettet Stine?" Das ist das einzige, was sie noch zu denken vermag. Ja, Stine ist noch in ihrer Kammer, die neben dem Ruhstall liegt. Sie war aufgefprungen von ihrem Bett, sah, daß alles brannte und brach vor Schreck ohnmächtig zusammen.

( Forts. fægt.)

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Preis 1.3.-, in

11:

der Universitä

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