Einzelbild herunterladen

Teile befriedigenden Sinne gelöst sind. Aller scheinlichkeit nach wird König Konstantin erst im des nächsten Frühjahres nach Rom tommen.

Hus Stadt und Land.

Wahr= Laufe

o Gießen, 23. Sept. Heute begann hier der Prozeß gegen den Häusermakler Rosenthal und dessen Schwager Baermann. Rosenthal, der viel in Wechselschieberei gearbeitet hat, ist angeklagt, sich in 42 Fällen des Betrugs schuldig gemacht und dadurch 120 000 bis 140 000 Mart an sich gebracht zu haben. Ferner werden ihm 12 schwere Urkundenfälschungen und Fälschungen von Blantswechseln zur Last gelegt. Sein Schwager Baermann ist der Beihilfe angeklagt. Die beiden haben durch ihr Treiben zahlreiche kleine Leute geschädigt und entzogen sich der Verfolgung seinerzeit durch die Flucht nach der Schweiz. In einer Reihe von Fällen, die erst nachher bekannt wurden, fann feine Verhandlung gegen sie erfolgen, da beide Angeklagte nur wegen der oben angegebenen Fälle ausgeliefert worden jind. Im ganzen sind 27 Zeugen zu der Verhandlung geladen, die zwei Tage in Anspruch nehmen dürfte.

Circus Carre Festspiele, direkt von Berlin( nach 5monatl. Gastspiele) über Stettin, Chem­nitz, München, Stuttgart tommend, ab 3. Oktober in Gießen. Das älteste Circusunternehmen der Erde, der weltberühmte Circus Carree, der seit kurzem sich auch entschlossen hat, im eigenen transportablen Zelt= bau zu reisen, wird auch bei uns ein furzes Gastspiel absolvieren. Circus Carree gastierte nur in seinen eige­nen festen Steinbauten, sowie in den festen Circusge= bäuden in Brüssel, Antwerpen, Kopenhagen, Stuttgart, Magdeburg, Stettin, Hamburg, Breslau usw. Die ge­waltigen unbeschreiblichen Erfolge, die dieses Kolossal= unternehmen in Beriin überall erzielte, gaben den ersten Anstoß, auch eine große deutsche Zelttournee zu unter= nehmen. Und auch in dem Zeltwesen ist nun dieses vornehme Institut, das mit allen technischen Neuerun gen ausgestattet ist, seinen Prinzipien treu geblieben. Das Unternehmen ist auch im Zelt der Aristokrat un­ter den Circussen, von seiner einzig dastehenden, im alt­römischen Stil gehaltenen Prachtfassade an, bis zu dem kleinsten Requisit des blendend reinen Stalles. Aber auch die Organisation ist eine mustergiltige in allen seinen Teilen, denn sonst wäre es diesem Kolossalbetrieb nicht möglich, jeden Tag Vorstellungen zu geben. Einen oder mehrere Tage beim Auf- und Abbauen des Unterneh= mens zu verlieren, kennt der Circus Carree nicht; heute noch am Ostseestrande, erhebt sich die gigantische Carree­sche Zeltstadt und morgen abend steht derselbe Apparat punkt 7 Uhr zur Aufnahme bereit den Besuchern einer süddeutschen Großstadt. Und das ist keine Kleinigkeit, denn 300 Personen, darunter Chinesen, Araber, Marok­faner, Singhalesen, Japaner, Beduinen, Merilaner, fo­wie Comboys, Spanier und viele andere Nationalitä= ten sind in dem Carree'schen Riesenbetrieb tätig. Die Festspiele bringen Wettkämpfe aller Art von Menschen 4er Weltteile, zeigen aber auch hochinteressante Tier Konkurrenzen, worunter besonders die Pferde dominie­ren, deren die Circus Carree- Festspiele nicht weniger als 100 edle Rassenpferde aufweisen. Die übrigen Stallun­gen beherbergen ganze Kameel- und Trampeltierherden, Lamas, Elefanten, ind. Zebus, Stiere, 23 prachtvolle| Berberlöwen, russ. Bären, indische Jacks oder Seiden­stiere, nordamerik. Bissons, Nilgau und Hirschziegen, Antilopen, Axis hirsche, Kängeruh, sibirische Wolfsjäger und andere exotische Tiere. Den lustigen Clowns stehen in einem weiteren Zelte 25 dressierte Gänse, sowie Trut­hähne, Schweine und Edelhirsche zu ihren Wettkämpfen um die Krone des Humors zur Verfügung. Auch hier wird, wie in Berlin, Stettin, Chemnitz, Stuttgart, Bay­reuth, Ulm, München, Augsburg das riesigste Pro gramm, das je gesehen wurde, in Szene gehen. In jeder Vorstellung werden 40 Attraktions auftreten, also 3 Circus- Vorstellungen in einer vereinigt, gezeigt, ohne daß das Entree ein höheres ist. 3. 3t. finden die Fest­spiele in Worms statt und haben einen solchen unbe­schreiblichen Zulauf, daß das Unternehmen schon Tage vorher ausverkauft ist. Letzteres ist übrigens in dem Carree'schen Millionenbetrieb teine Seltenheit und müs­sen allerwärts bei jeder Vorstellung hunderte und aber­hunderte, die sich nicht rechtzeitig mit Karten versehen fonnten, vor dem überfüllten Hause zurückgehen. Jeden falls dürfen wir diesem eigenartigen, großzügigen Gast spiel mit Interesse entgegensehen.

( Krtsis bei der Gewerbebant Lol I a r.) Die Bilanz der Gewerbebant Lollar, e. 6. m. u. H., weist einen Verlust von über 400 000 Mt. auf. Um diesen Verlust decken zu können, wurde der Ge­schäftsanteil von 500 Mart auf 10 000 wt., sofort ein­zahlbar, erhöht. Dieser Geschäftsanteil wird der höchste sein, der je von einer ländlichen Genossenschaft beschlos­sen wurde. Die hohen bilanzmäßigen Verluste resultie ren in der Hauptsache aus der Notwendigkeit von Rüd­stellungen in Höhe von 348 701 Mart. Sie sind kei­neswegs erst in der letzten Zeit entstanden, die Krisis tam durch die scharfe Zuspitzung der Verhältnisse im

|

):( Frankfurt a. M., 22. Sept. In einer kerei der Altstadt trug sich heute abend ein blutiges Liebes drama zu. Der Auslaufer Bastian verfo die in der Bäckerei tätige Verkäuferin Katharina Scha aus Schotten in Oberhessen fortgesetzt mit Liebesanti

gen der

en und

pitems erflären

denen

hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen zum Ausbruch. Die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank, die frühere Kreditverbindung von Lollar, tonnte der Ge­werbebant infolge ihrer eigenen Entwickelung keine wei­teren Kredite gewähren, die diese notwendig brauchte, da viele hessische Genossenschaften jetzt etwas mißtrauisch gen, wurde aber stets abgewiesen. Heute abend nag Zeichen betrachtet werden. Eine scharfe Untersuchung der Ver- Uhr gab er auf das Mädchen mehrere Schüsse ab, b hältnisse brachte die Tatsache großer Verluste in Lollar dasselbe tödlich verlegten. Bastian lief dara zu Tage. Da der Genossenschaft hauptsächlich fleinere in den Hof und tötete sich durch einen Schuß in Leute angehören, so ist die Krisis um so schlimmer. Schläfe. Im Anschluß an einen Erlaß des Lan wirtschaftsministers hat sich für den Regierungsbezhalb für Wiesbaden ein Ausschuh für Gärtnereibung eintr Staat triebe gebildet, der sich der Landwirtschaftskammerdegebüh

o Bad Nauheim, 22. Sept. Nach Mitteil­lungen der Friedberger Handelskammer befindet sich das hiesige Hotelgewerbe, seitdem das vom und den Behörden herbeigewünschte Grandhotel zu Be­ginn der vorjährigen Kurzeit eröffnet wurde, in recht bedrängter Lage. Die schwere Konkurrenz dieses Unternehmens hat die Geschäftstätigkeit der übrigen Ho­tels und der Kurvillen schwer beeinträchtigt und dadurch auch die Steuerkraft der Inhaber herabgedrückt. Der Handelskammer erscheint es zweifelhaft, ob die Steuern­abgabe des großen Hotels diesen Ausfall auszugleichen imstande ist. Auch der Immobilienmarkt leidet anter diesen Verhältnissen, deren betrübliche Folge der Staat, als er dem Grand- Hotel die Konzession erteilte, zweifel­los voraussehen mußte.

o Wächtersbach, 23. Sept. Die Fürstin Anna zu Ysenburg und Büdingen ist in Bad- Nauheim ge= storben. Sie hat ein Alter von 62 Jahren erreicht. ):( Hanau, 22. Sept. Nachdem die Kaserne­ments für das 2. Eisenbahnregiment jekt fertiggestellt sind, ist die Uebersiedelung des Regiments von Berlin- Schöneberg nach Hanau nun= mehr endgültig auf den 1. Oktober festgesetzt.

angliedern wird.

Die im Stadtteil Bockenheim wo

gung ber egen mu

Einführu

bisherige

Handelsko

2. En

ung übe

nende Gräfin von Tattenbach versuchte sich durch Leuc gas zu vergiften, wurde aber daran gehindert. sie nach der Irrenanstalt gebracht werden sollte, we und

die hochgradig nervöse Dame den Beamten Wasserferium d schen und andere Gegenstände ins Gesicht, hetzte au worden ihre Dogge auf sie. Schließlich wurde die Gräfin über wältigt und der Anstalt zugeführt.

)!( Wald Michelbach. Der Schuhmacherge

en aufge

nzelnen zu äuß

selle Frizz San hat aus Unvorsichtigkeit einen 12jäh, daß d Knaben erschossen. Als Say mit einer geladenen Pitoleen gesetz hantierte, entlad sich die Waffe und traf so den fährlicher glücklichen Knaben direkt ins Herz. Durch dieser Schule Gründ wurde San selbst an der einen Hand schwer verlenen zu la Er stellte sich sofort dem Gerichte.

! Neustadt i. Od. Ein tragisches Geschid der Tod der 75 Jahre alten Schuhmachermeisters wit Hermann hier. Jhre beiden Söhne sind seit 32 Jab ren in Amerika und wollten ihr affes Mütterchen no einmal wiedersehen. Als sie hier eintrafen, fanden die Mutter als Leiche. Sie war am Tag vorher,

s Darmstadt. Die Handwerfstammer wird wie in früheren Jahren an unſelbſtändige Perjo- storben. nen des Handwerkerstandes, Gesellen, Gehilsen 2c., wel­che mindestens 25 Jahre in ein und demselben Betriebe ununterbrochen tätig gewesen sind, als Anerkennung für die treue Arbeit Ehren Urkunden verleihen. Bei

schon

dem wirtschaftlichen Aufschwung, den eine große Zahl Berufsgruppen in den zwei letzten Jahrzehnten genom­men hat, ist ein öfterer Wechsel in dem Personal wie früher zu verzeichnen. Ein Aushalten von 25 Jahren bei ein und demselben Meister gehört immerhin zu den Seltenheiten und setzt Treue, Fleiß, Ehrlichkeit und rechtschaffenen Sinn voraus. Diesen Personen zur Anerkennung und anderen zur Aneiferung dienend, sol­len die vorgenannten, einfachen, aber in ihrer Ausführ­ung künstlerisch gehaltenen Ehren- Urkunden verliehen werden. Verleihungsbestimmungen: Die Verleihung erfolgt alljährlich zu Weihnachten. 2. Die Anträge zur Verleihung sind von der gewerblichen Korporation, welcher der Arbeitgeber angehört, bei der Handwerkskammer zu Darmstadt bis spätestens 1. No­vember If. Js. einzureichen. 3. Den Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf des zur Auszeichnung

1.

Vorgeschlagenen, sowie ein von dem Betriebsinhaber ausgestelltes, ortspolizeilich beglaubigtes Arbeits­3 eugnis, das gleichzeitig den Nachweis der 25jähr. ununterbrochenen Dienstzeit in ein und demselben Be­triebe enthalten muß, sowie ein von der Polizeibehörde ausgestelltes Leumunds zeugnis beizuschließen.

s Darmstadt, 23. Sep. Heute verhandelte die hiesige Straffamuner als Berufungsinstanz gegen den Geheimen Hofrat Professor Wagner wegen Bergeh­ens gegen das Preßgesez, weil er in seiner Bro­schüre über den Fall Sorleth- Wagner ein dem Unter= suchungsrichter zur Verfügung gestelltes, aber sonst ge­heimes Protokoll benutzt hatte(§ 17 Reichspreßgesetzes). Das Schöffengericht hatte den Angeklagten am 18. März freigesprochen; die Straffammer verurteilte ihn entspre= chend dem Antrage des Staatsanwaltes zu einer Geld­strafe von 30 Mark.

o Mainz, 21. Sept. Den Bemühungen der Her­ren Beigeordneten Dr. Külb und des Chefarztes des Rochusspitales Dr. Reisinger ist es gelungen, von pri­vater Seite 30 000 Mark zur Beschaffung von Radium für das städtische Krankenhaus zu erhalten.

-

Vom

):( Marburg, 22. Sept. Der außerordentliche Professor Dr. Albert Bradmann hat einen an ihn ergangenen Ruf nach Königsberg angenommen. Er erhält dort als Nachfolger Professor Wirminghoffs den Lehrstuhl für mittlere und neuere Geschichte. Landratsamt Marburg wird eine direkte Bahn­verbindung nach Wildungen angestrebt. Das Projekt würde eine ganze Reihe von Ortschaften, die jetzt ziemlich abgeschlossen liegen, dem Verkehr schließen.

er=

):( Schwanheim a. M., 22. Sept. Das zu den Eulerwerken gehörende Fluggelände am Hof Gold­stein ist für größere Aufstiege und Uebungen unzureich end, sodaß auf ihm nur Schauflüge stattfinden können. Da sich die Verhandlungen der Werksleitung mit der Stadt Frankfurt, größere anstoßende Landstücke pacht­weise zu erhalten, zerschlagen haben, wird die Flie gerschule demnächst auf einem neuen Flugplatz im Großherzogtum übersiedeln, während hier nur die Her stellum von Flugmaschinen vor sich gehen wird.

Osram

gang erhe

it der b ng unalid Curbjäßlid ferenz der Entwurf e en foll, ver

regelung de Reihe von handels un

! Bingen. Der Bau der Brücke Rüdesheim Bingen wird schnell gefördert. Auf der Kempter Sei sind bereits der dritte Strompfeiler und ein Landpie ler und auf der Rüdesheimer Seite zwei Strompfeile Errid im Bau begriffen. Um der im Winter etwa eintreten innen be 3 den Eisgefahr vorzubeugen, wird mit einer Tag- uchung einer Nachtschicht gearbeitet.

Handelskammer Gießen.

rbs.

Seit der N tbewerb hat hand genom ernstesten 2

4. Das n

en gezeitigt, Angelegen Sprache zu lenaustausch vorhandenen

Gießen, den 2. Septbr. 1911 Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerziem mer ist der Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Grünewaldie Dauer r als 2. stellv. Vorsitzender, Friedberger, Kommerziena Bejeitigung Hoos, Jhring, Noll, Nowad, Ramsped, Röhr, Wenne Weg hierzu und der Syndikus. Errichtung v 1. Das Patentgeseh, das Gebrauch sämtern beze mustergesen und das Warenzeichen- Gei die hessi se iz sind seit einer längeren Reihe von Jahren Gegenerkonferen stand von Revisionsvorschlägen, welche die zuständigen Stellen veranlaßt haben, eine Abänderung dieser Gesez einzuleiten. Die Vorarbeiten hierzu, welche im Reichs injichtlich amt des Innern unter wiederholter Zuziehung vo Sachverständigen, von Vertretern der Industrie und de Handels, der Wissenschaft und der Praxis und im nehmen mit den nächstbeteiligten Zentralbehörden wa rend der letzten Jahre stattfanden ,, haben nunmehr entsprechenden Gesetzentwürfen geführt. Die Handels fammer nimmt hierzu wie folgt Stellung: die Handels kammer erkennt den in§ 3 des Patentgesetzentwurfirma Bän zum Ausdruck gebrachten Grundgedanken, wonach a Erteilung des Patents der Erfinder Anspruch ba als einen bedeutsamen Fortschritt gegenüber dem he schenden Patentrecht an. schenden Patentrecht an. Auch die Art und Weise, die in der Oeffentlichkeit heftig umstrittene Frage Rechts an den Erfindungen der Angestellten in gew lichen Unternehmungen geregelt worden ist, erscheint Handelskammer als eine glückliche Lösung der einand widerstreitenden Interessen von Unternehmer und A stellten.

Hingegen ist der in den weitesten Kreisen vertr nen Forderung nach einer Verbilligung des Pate schutzes nur zu einem Teile Rechnung getragen word Während einerseits die Jahresgebühren für ein wäh der ganzen gesetzlichen Dauer bestehendes Patent 5280 Mark auf 3500 Mart herabgesetzt werden, so andererseits die Anmelde- und Beschwerdegebühr von Mark auf 50 Mt. erhöht, der Einspruch, welcher feit gebührenfrei war, mit 20 Mart Gebühren belegt, Nichtigkeitsgebühr von 50 Mark auf 100 Mark und Berufungsgebühr an das Reichsgericht auf 300 erhöht werden. Die Handelskammer ist der Meinu daß es zur Deckung des Ausfalls an Einnahmen, che das Patentamt durch die Ermäßigung der Geja gebühren für die Aufrechterhaltung eines Patents aussichtlich erleiden wird, einer, so erheblichen Erhöh der übrigen Gebsihren nicht bedarf.

Gegen die Neuerungen im Gebrauchsmustericu fetz, dessen Grundlagen unverändert bestehen bleiben, die Handelskammer Bedenten nicht geltend zu mach Dagegen gibt der neue Warenzeichengejekent mit seinen tief einschneidenden und besonders die bältnisse der Tabakindustrie stark berührenden Aend

Nur auf ein Wort

müssen Sie beim Einkauf achten: ,, Osram" muß auf nur dann ist sie echt! der Lampe stehen. Dann Überall erhältlich.

Auergesellschaft, Berlin O. 17

OSRAM

UN

men.

5. Gubm

om

Ri

A

Spiri Hänge

B

M

3

Pet

Pr

ohr

qay

Ber

Ora