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Dreibundtaufe in Berlin.

Die Taufe des jüngsten Hohenzollernprinzen, die ben österreichischen Thronfolger und den Grafen von Turtu, den Bruder des Königs von Jtalten, nach der deutschen Reichshauptstadt führte, hat auch auf politt­fchem Gebiete bemerkenswerte Vorgänge gezeitigt. Die Konferenz, die Erzherzog Franz Ferdinand am Sonntag nachmittag auf der österreichischen Botschaft mit dem Reichskanzler v. Bethmann Hollweg und dem Staats­setretär v. Kiderlen- Wächter hatte, bildet selbstverständ­lich den Mittelpunkt für alle Erwägungen, die sich an die Bedeutung der Anwesenheit der Vertreter der Dop­pelmonarchie an der Donau und des Königreiches Jta­Iten fnüpfen. Auch die Unterredungen des Grafen von Turin mit dem Kaiser und den deutschen Staatsmän­nern galten hauptsächlich der Lösung der Schwierigkei­ten, die sich an den Küsten des östlichen Mittelmeeres aufgetürmt haben.

Angesichts der italienischen Bedrängnis wird Deutschland immer mehr zum Vermitler zwischen den beiden friegführenden Mächten, und wenn der Bruder des Königs Viktor Emanuel auch nicht direkt mit der Mission betraut war, Deutschlands Beihülfe zur Ver­ständigung herbeizuführen, so unterliegt es in wohl un­terrichteten reisen doch keinem Zweifel mehr, daß die italienische Diplomatte die Anbahnung einer Verständt­gung von deutscher Seite wünscht. Die Enttäuschung, die am Tiberstrande durch die fast feindselige Haltung Frankreichs und die Führung von Konterbande auf französischen Schiffen zugunsten der Türkei hervorge­rufen ist, hat bei den Italienern sehr dazu beigetragen, die wohlwollende Neutralität Deutschlands würdigen zu lernen. In dem persönlichen Erscheinen des Gra­fen von Turin drückt sich dte im Apenninenreiche er= wachte Stimmung sichtbar aus, und die Meinung darf wohl als zutreffend gelten, daß mit dem jungen Prin­zen Friedrich auch der Entschluß Italiens, eine Ver­längerung des Dreibundes vorzunehmen, aus der Taufe gehoben ist. Vermutlich werden erfolgreiche ita­Itenisch- türkische Friedensverhandlungen diese Auffas= fung sehr schnell bestätigen.

Die trittschen Möglichkeiten, die einige Zeit über dem österreichisch- italienischen Verhältnisse schwebten, scheinen endgültig überwunden zu sein. Der Sieg der Aehrenthalschen Politik, die einen Krieg mit Italien unter allen Umständen vermeiden und eine Neubefestt­gung des Dreibundes herbeiführen wollte, liegt jetzt flar vor Augen. Das von Aehrenthal unterbrettete Entlassungsgesuch ist von Kaiser Franz Josef abgelehnt worden, und eine Erklärung des Erzherzogs Franz Ferdinand, daß sein Name mit der Befehdung des Gra­fen Aehrenthal zu unrecht verbunden worden set, steht nach Wiener halbamtlichen Meldungen bevor. Die österreichische Kriegspartei, die in dem zurückgetretenen Generalstabschef Konrad v. Hoebendorff ihr Haupt er­blickte, ist zurückgedrängt worden. Kaiser Franz Josef felbst hat ein Machtwort gesprochen.

Rundschau oom Cage.

Politisches.

thm eine Abordnung, bestehend aus Mitgliedern von Heer und Marine, zum Ehrendienst teigegeben werden.

Handel und Industrie im neuen Reichstage. Troß aller Bemühungen, Handel und Industrie einen grö­ßeren Einfluß im neuen Reichstage zu verschaffen, ist das Verhältnis noch ungünstiger geworden. Eine große Anzahl von Kaufleuten und Industriellen, die dem al­ten Reichstage angehörten, ist nicht wiedergekehrt. Schon rein zahlenmäßig ist also die Vertretung von Handel und Industrie im Reichstage insofern erheblich geschwächt, als an die Stelle von 21 Kaufleuten und Industriellen, die nicht wiedergewählt worden sind, nur deren 10 neve traten.

Ein neuer Wahlkreis für Trimborn. Im neunten Düsseldorfer Reichstagswahlkreise Kempen hat der ge­wählte neue Zentrums- Abgeordnete Bäckerobermeister Chrysant sein Mandat zugunsten Dr. Trimborns nie­dergelegt. Da der Wahlkreis dem Zentrum absolut ficher ist, darf Trimborns Wiederwahl als gesichert be­trachtet werden.

Depeschenwechsel zwischen Präsident Taft und Kaiser Wilhelm. Der Kaiser hat das Glückwunschtele­gramm des Präsidenten Taft mit einem Telegramm beantwortet, in dem es heißt: Ich schäße die Gefühle, denen Ste im Namen des amerikanischen Volkes Aus­druck gegeben haben, in hohem Maße. Ich erwidere fie und werde stets darauf bedacht sein, die Beziehun­gen herzlicher Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland zu pflegen."

Freie Eisenbahnfahrt für Soldaten. Die 2. sächsische Kammer nahm gestern einstimmig einen nationallibe­ralen Antrag an, aus Staatsmitteln allen im Reichs­lande dienenden sächsischen Soldaten frete Eisenbahn­fahrt bet Urlaubsreisen in die Heimat zu bewilligen. Aus der Kammer wurde dieser Antrag dahin erweitert, dte freie Bahnfahrt auf alle Soldaten des Heerres aus= zudehnen und die Kosten auf den Militäretat des Net­ches zu übernehmen. Der Finanzminister erklärte, daß dte Regierung diesem Antrage nicht ablehnend gegen­übersteht und bereits mit den übrigen deutschen Bun­desstaaten Unterhandlungen angeknüpft habe. Sobald diese beendet seten, werde man auf die Angelegenheit zurückkommen.

Die chriftlich- nationalen Gewerkschaften Deutsch­lands hatten im verflossenen Jahre sehr beachtenswerte Fortschritte aufzuweisen. In den 22 Zentralverbänden hat sich die Mitgliederzahl beträchtlich gesteigert und dürfte 400 000 bald erreicht haben. Sie sind somit auf nationaler Seite der stärkste Flügel in der deutschen Ar­beiterbewegung. Sechs threr Führer, die verschiedenen bürgerlichen Parteien angehören, sind in den neuen Reichstag gewählt worden.

Die Kosten der Indienreise des Kronprinzen be: tragen 300 000 Mart. Wie die Neue Breußische Korre­spondenz" erfährt, sind die zwischen den verschiedenen Aemtern gepflogenen Abrechnungen über die Kosten der indischen Reise des Kronprinzen nunmehr zum Ab­schluß gelangt. Die Gesamtkosten der Reise belaufen fich auf etwa 300 000 M. In dieser Summe nicht in­begriffen sind die Kosten für die Einkäufe des Kron­prinzen, die sich auf 40 000 M. belaufen und für die ein Boll von 3000 M. zu zahlen war. Die Gesamtkosten werden, wie die genannte Korrespondenz schreibt, durch das Kronvermögen bestritten, jedoch fet es nicht aus­geschlossen, daß ein Teil der Ausgaben der Privatscha­fulle des Kronprinzen zur Last fällt, auch, daß dem Reichstage noch eine Vorlage auf Bewilligung eines Teiles der Kosten zugehe.

Amerika in Erwartung des Prinzen Adalbert von Brenßen. Die amerikanischen Blätter erörtern den vor­gefehenen Besuch des Prinzen Adalbert von Preußen. Er wird, wie man glaubt, genau in derselben Weise wie seinerzeit Prinz Heinrich empfangen werden. Man will ihm die einer königlichen Hoheit gebührenden Eh­ren erweisen, auch wenn er in nichtamtlicher Eigenschaft tommt. Wahrscheinlich werden ihm zwei Kriegsschiffe entgegengeschickt, die ihn auf halbem Wege erwarten und dann nach Neuvork begleiten sollen. Dort wird

Die Herren von Dieskau.

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Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.)

" Hab' ich zu viel gewagt?"

infollfürsorge für freiwilligen Rettungsdienst. Dem Reichstag soll ein( wiederholt gewünschter) Ge­setzentwurf vorgelegt werden, der die Unfallfürsorge auf alle Personen ausdehnen soll, die freiwillig im öffent­lichen Dienst bei der Rettung von Personen und Gegen­ständen zu Schaden kommen. Hierzu gehören auch bet= spielsweise die Angehörigen der freiwilligen Feuer­wehr, deren es im Deutschen Reich etwa 1% Millionen gibt. Der Personenkrets, auf den sich das kommende Unfallfürsorgegefeß erstreckt, ist mithin sehr beträchtlich.

Da reichte sie ihm, immer gesenkten Blickes, die Hand und flüsterte:" Sie sind willkommen!"

Er schaute in das holde Gesicht mit einem Blicke voll bewundernder Hingebung.

Bolitische Lynchinstiz in Ecuador. Erregter Böbel drang am Sonnabend in das Gefängnis von Quito, der Hauptstadt der Republik Ecuador, ein, obwohl dies Soppelt bewacht wurde, und lunchte die Generale Eloy Alfaro, Flavio Alfaro, Medardo Alfaro, Ulfiano Baez, Munuel Serrano, die fünf hervorragende Revolutio= näre waren.

Die Folgen eines Wahlglüdwunsches. Im Halss teller zu Deffau gratulierte ein städtischer Schußmann dem Sozialdemokraten Wolfgang Heine zu letnem Wahlfiege in Anhalt I. Die vorgesetzte Behörde erhielt davon Kenntnis, worauf der Beamte sofort vom Dienste suspendiert wurde

Tod im Gerichtsfaal. Im Schöffengerichtssaal zu München wurde am Montag ein wegen Beleidigung verklagter fünfzigjähriger Zimmerman infolge der Aufregung während der Sigung vom Schlag getroffen. Er war sofort fot.

Die Lage in China ist audauernd sehr ernst. In Beking bereiten sich folgenschwere Ereignisse vor. Die Revolutionäre treffen umfangreiche militärische Vorbereitungen, da die Abdantung der Dynastie nun­mehr stündlich erwartet wird. Die Verhandlungen wurden in einer aufgeregten Versammlung der Mand­schu- und Mongolenprinzen in Beting wieder aufge­nommen, hatten aber keinen Erfolg. An Mutden be­steht eine Schreckensherrschaft. Mehrere Revolutionäre sind im Auftrage der Regierung ermordet worden. Die chinesische Bevölkerung ist von einer Banik ergriffen. Man denkt an einen Appell an Japan.

Ich hab nicht viel zu bieten, was des Lebens Gü­ter betrifft, nicht Rang nicht Würden, doch wenn auf­richtige Stebe, die nur mit diesem Dasein enden wird, etwas wiegt in der Wagschale, so darf ich um ein edles Mädchenherz werben. Auch ist mein Arm stark genug, um es schützend durch dieses Leben zu tragen. Hil= ba, kannst Du mir Dein Herz zu eigen geben, willst Du Dich mir anvertrauen für dieses Leben?"

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Ein leises" Ja" klang von ihr herüber. Er zog sie zu sich nieder auf die Bank und sagte: Mein Leben galt der ernsten Arbeit von Jugend auf, nte hat ein Welb einen Eindruck auf mich gemacht, noch nie ist es mir in den Sinn gekommen, die Frage an ein Mädchen zu richten: Willst Du mein Weib sein?" Doch als ich Dich sah ja, weiß ich denn, wie es ge­schah?- es tam allmächtig, unwiderstehlich über mich und ich fühlte es alles Glück meines Lebens be= ruhte in Deinem Besitz."

Kleine Nachrichten.

Albanische Familienrache. Infolge Familienzwł stigketten versette in Salonitt ein christlicher Albanier einer Frau eine Ohrfeige. Ihre Verwandten töteten den Beleidiger, seinen Vater und seine Mutter und verbrannten nachts sein Haus mit den dret Leichen. Eine Kompanie Soldaten wurde nach dem Tatort ge fandt.

Ueber den Generalftreit in Lissabon wird heute ge= meldet: Die Gasanstalt und das Elektrizitätswerk werden militärisch bewacht. Patrouillen durchstreifen die Straßen. Ein Goldarbeiter, der Bomben anfer­tigte, ist verhaftet worden. Die Geschäftsräume des Arbeitersyndikats find von Truppen umstellt. Gestern explodierten riehrere Bomben, doch wurde niemand verletzt.

Der Kaiser und die Firma Krupp. Der Katser tetlte in einem Telegramm an Herrn Krupp von Bohlen mit, daß er die Einladung zu der Jahrhundertfeier der Kruppschen Werke endgültig annehme.

Funkentelegraphie und Aeroplan. Dem Berliner Flugzeugingenieur Eckelmann ist es gestern gelungen, auf eine Entfernung von 150 Kilometern der Telefun fenstation Nauen Nachrichten zu geben und Meldungen in Empfang zu nehmen. Eine Militärkommission hat die Telefunkenanlage des Eckelmannschen Aeroplans besichtigt und ihre Vorführung in Döberitz für Mitte nächsten Monats angeordnet.

Prinz August Wilhelm von Brenßen vollendete am Montag fein 25. Lebensjahr. Der Prinz, der in Bonn und Straßburg studierte, hat die furistische Laufbahn zu seinem Hauptberufe gewählt und im Dezember 1910 das Referendaregamen bestanden. Er ist jetzt im Ju­stizdienste praktisch tätig.

Ste lauschte mit glückseligem Lächeln seinen Worten.

,, Und Du? Und Du?"

" Ach- tch- ich kann's nicht sagen," fam es retfe und schüchtern von thren Lippen, aber was der Mund verschwieg, verriet das glückstrahlende Auge.

Das Opfer einer Schlägermenfur. Vor einigen Tagen erhielt bet etuer Schlägermenfur ein Student in Greifswald einen Stich in die Lunge. An den Folgen der Verlegung ist der junge Mann gestern gestorben.

Der Serzog von Fife, Schwager des englischen Kö­nigs, tst gestern in Aegypten gestorben. Wie wir set­nerzeit berichteten, betraf den Herzog und seine Fami­lie vor wenigen Wochen auf dem Wege nach Aegypten in der Nähe der Straße von Gibraltar ein Dampferun­fall. Unter eigener Lebensgefahr wurde der Herzog nebst seiner Familie an dem felsigen Gestade Marokkos gelandet. Die Folgen dieses Unfalles haben zum Tode des Herzogs beigetragen.

Und wieder und wieder zog er sie an sich und füßte

thre Stirn und Wangen.

Etwas wie eine Wolke zog über thre Stirn. " Wiffen Sie auch, daß Sie um ein ganz armes Mädchen werben?"

Eine Tragödie auf dem Eise. Auf dem Etse eines in der Nähe von Solingen gelegenen Leiches bra­chen gestern dret Personen ein. 3wei von ihnen konn ten gerettet werden, die dritte ertrank. Bet den Ret­tungsarbeiten versanten noch sieben weitere Personen, die nur mit großer Mühe gerettet werden konnten. But schweren Stretkausschreitungen ist es an­läßlich des Tertilarbetterstreits in Lorient( Frankreich) gekommen. Bet den Unruhen wurde eine Frau er schoffen und ein Polizist schwer verletzt. Militär mußte zur Aufrechterhaltung der Ordnung herbetgerufen werden.

Sechs Milliarden geerbt. Das Pariser Statistische Amt hat soeben eine intereffante Aufstellung herausge­geben, die feststellt, daß im Jahre 1910 564 Millionäre gestorben sind. Das Vermögen, das sie ihren Erben Hinterließen, betrug ungefähr sechs Milliarden.

Er lachte. Glaubst Du, daß sich meines Herzens ttefftes Gefühl nach der Größe des Geldsacks richtet? Nur Dich will ich, Deine Seele, Mädchen, um die werbe ich."

Sie lächelte wieder und sah in sein freudestrahlen­des Gesicht.

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Ein schwerer Rodelnnfall hat sich gestern auf der städtischen Nodelbahn in Ilmenau ereignet. In­folge Reißens des Lentseiles eines Bobsleighs verun­glückten fünf junge Technifer. Einer erlitt einen Bein­und Armbruch, ein zweiter einen schweren Rippenbruch. Die drei anderen famen mit weniger schweren Ver­legungen davon. Die beiden Schwerverletzten wurden sofort in ein Krankenhaus überführt.

" Bu einem Manne, dem man das Herz zu eigen gegeben, sagt man Sie?" sagte er vorwurfsvoll. " Du" tam es zaghaft hervor.

" Ja, so sagt man, und wenn er Hermann heißt, sagt man zu ihm Lieber Hermann! Also?"

Einen Moment zögerte sie, dann wiederholte ste: Lieber Hermann- und barg thr Gesicht an seiner Brust.

Hilda!"

Vermiscbles.

Zwei Schillerfelbstmorde erregen in Stettin großes Aufsehen. Am Sonnabend erschoß sich der 16fährige Sohn eines höheren Zollbeamten. Die Ursache der Tat dürfte in Schwierigkeiten zu suchen sein, die sich dem jungen Manne bei seinem Fortkommen auf der Schule in den Weg stellten. Am Sonntag brachte sich ein 19­jähriger Schüler, Sohn eines Amtsgerichtsrats, felbstmörderischer Absicht einen Schuß in die Schläfe bet. Er wurde in das Krankenhaus gebracht, wo er bald starb. Hier dürfte erbliche Belastung mitsprechen, da die Mutter dieses Schülers bereits längere Zeit in einer Heilanstalt untergebracht ist.

Mit strenger Miene stand vor der Laubenöffnung ganz plötzlich Frau von Herstell, und streng war der Ton, mit dem sie ihren Pflegling anrief.

Die Ueberraschten erhoben sich, Hüda nicht wenig verlegen. Holtau aber trat mit männlicher Sicherheit und der ihm eigenen, einnehmenden Miene vor und sagte ehrerbietig:

" Ich habe Fräulein von Dieskau gefragt, ob ste mir für dieses Leben angehören will, gnädige Frau, und sie hat eingewilligt."

Eine französische Stimme für das Zeppelinluftschiff. Der Bräsident des franzöftfchen Aeroklubs veröffentlicht im Echo de Barts" einen großen Artikel, in dem er fein Bedauern darüber ausspricht, daß Frankreich über seine Aeroplane ganz vergessen hat, der Flotte der lent­baren Luftschiffe feine Aufmerksamkeit zuzuwenden, wie dies Deutschland tue, das doch keineswegs darüber die Aeroplane vernachlässige. Die Folge fet, daß die Flotte, der deutschen Tenkbaren Luftschiffe heute der franzöft­schen, sowohl was Qualität als auch was Quantität an betrifft, weit überlegen sei. Der Autor betrachtet dann das System Reppelin und kommt dabei zu dem Schluß, daß dieses das entschieden frteasbrauchbarste set, sowohl was Schnelligkeit als auch Offensivkraft betreffe. Bum Schluß fordert er die franzöfifche Regierung auf, fitr ähnliche Typen, die den jetzt bestehenden weit überlegen feten, zu sorgen.

" Ich hätte von Ihnen eine andere Art von Wer­bung erwartet, Herr Holtau. Hilda von Dieskau hat einen Vater und mich, die Mutterstelle an thr ver­tritt."

" Ich ließ bei Ihnen anfragen, gnädige Frau, und fand Sie leider nicht da traf ich Hilda hter- und das Herz lief mir davon. Verdammen Ste mich nicht."

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Hilda schmiegte sich an ste und füßte sie: Set nicht böse, Mütterchen, es tam so wie plößlicher Sonnenschein durch Wolken set nicht böse, er wird Dich auch Iteb

haben."

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Mit vertauschten Nollen. Mit welcher Dretstigkeit der ehemalige Schutzmann Glauß in Wilhelmshaven während seiner Dienstzeit Einbrüche ausführte und lei­tete, davon erzählt die Oldenburgische Volkszeitung" folgendes Vorkommnis, das der Komit nicht entbehrt. Glauß hatte bei Gelegenheit seines Nachtdienstes mit zwei anderen städtischen Wächtern, seinen treuen Kom­plizen, einen in seinem Revier liegenden Fleischerladen ausgeplündert. Der bestohlene Schlachtermeister mel­dete am anderen Morgen den vollzogenen Einbruch dem

Der alten Dame wurde doch das Herz weich, wie sie die beiden jungen, tief erregten Menschenkinder so vor sich sah. Daß Hilda dem jungen Manne gewogen war, hat: ste ja schon früher erkannt und darum auch den Abschied- damals in Hamburg- so sehr beschleu= nigt. Nun war alle weitere Vorsicht unnüß, das mußte sie einsehen, der Ausdruck thres Gesichts wurde daher auch milder.

Ich kam zu Ihnen, gnädige Frau, um die Er laubnis zu erbitten, an Fräulein von Dieskau eine Frage richten zu dürfen. Der Zufall war mächtiger als Menschenwille, es ist geschehen, die Frage ist gestellt und beantwortet und nachträglich bitte ich Ste chrerbte­tigst, die Tatsache mit Herzensgüte aufzunehmen. Mor­gen will ich bei Herrn von Dieskau um Hildas Hank anhalten."

Hat Hilda Ihnen gesagt, daß ste arm ist?"

Sie hat es mir anvertraut," antwortete er lä­chelnd, und ich habe es nicht ungern vernommen; ich will ja nur ihr Herz haben. Kann ich Hilda auch kein Majorat wie Dieskau bieten, so reichen meine Mittel doch aus, thr ein behagliches Dasein zu bereiten." Herr Holtau, es kommt alles so überraschend und unerwartet, ich trage doch gewissermaßen die Verant­wortung

,, Liebes Mütterchen, Du kannst gar nichts dafür, und hast keine Verantwortung, wenn ich ihm doch so gut bin."

Holtau hatte der alten Dame vom ersten Augenblick an gefallen und sie sagte sich, daß besonders für Hilda in den jetzigen Verhältnissen eine Verbindung mit ihm für das mittellos gewordene Fräulein von Distau min­destens nicht unvorteilhaft sein werde. Und wenn sie thn Iteb hatte? Daß Holtau mehr von Kavalter und Gentleman ar. sich hatte, als alle, die auf Dieskaut ver tehrten, hatte die alte Artstokratin auf den ersten Blick erkannt.

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