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Zum Durchschlag des Jungfraubahntunnels am Jungfraujoch.
Strecke nur 18 Minuten betragen, weil auf der AdhäsionsStrecke von 6,3% Steigerung eine Geschwindigkeit von 18 km zulässig ist, während auf der Zahnradstrecke vom Schweizerischen Eisenbahn- Departement 8 km als Maximalgeschwindigkeit vorgeschrieben sind.
Station Jungfraujoch liegt bei Bahnkilometer 9,35 auf 3457 m Höhe über Meer; von der Anfangsstation Kleine Scheidegg sind also bis dorthin 1400 m Höhe erklommen worden. Auch auf Jungfraujoch weitet sich der Tunnel, am Ziele an gelangt, zur weiten Perronhalle aus. Im Gegensatz zum Eismeer werden aber die übrigen Stations- und Restaurationsräume nicht im Berginnern aus dem Felsen ausgesprengt, sondern in einem der Hochge birgsumgebung möglichst angepaßten freien Gebäude zu liegen kommen. Von der Perronhalle im Berginnern wird ein 25 m lan= ger Seitenstollen in eine für mehrere Hundert Reisende Raum bietende Wartehalle in dem untersten Stockwerk jenes freistehenden Stationsgebäudes führen. Ein Stockwerk
Stationsgebäude zum schönsten Teile des Jochs, dem bereits erwähnten ebenen Gletscherplateau, welches den Mönch von der Jungfrau trennt und die gewaltigen Eisabstürze nach Norden beherrscht, nicht scheuen dürfen. Fast ebenso nahe wie die Jungfrau erscheint von hier aus auf der entgegengesetzten Seite der imponierende Mönch( 4105 m) mit seiner mächtigen, steil abfallenden Westwand, die bis zum Boden des Guggigletschers hinab verfolgbar ist. Hinter dem Mönch schaut gerade noch die Spitze des 3974 m hohen Eiger hervor.
Tritt man ganz an den Plateaurand heran, so sieht man in schauerliche Tiefen des vergletscherten Guggitessels hinunter, längst der überhängenden gewaltigen Eismassen des Jungfraujochs, die von den fallenden Lawinen zu grünen Eiszügen blank gefegt worden sind.
Je unmittelbarer und mächtiger nun diese in Eis erstarrte Welt auf den Beschauer wirkt, um so reiz voller erscheint der Blick nach Norden über den zerrissenen Guggigletscher hinaus auf die weit ausge= dehnte Ebene. Hier bietet die Station Jungfraujoch von einem Standpunkt aus Rundblicke, welche die bisherigen Stationen der Bahn nur in Abschnitten geben konnten. Vermittelte die Station Eigerwand den Blick nach den nordwärts ge= legenen Voralpen mit ihren grünen Matten, dunklen Wäldern, lieblichen Tälern und Seen, und die Station Eismeer( 3161 m) den Blick nach Südosten in eine große, von himmelstürmenden Bergen umgebene unvergleichliche Eiswelt, so vereinigt der neue Aussichtspunkt die Panoramen beider Stationen, die Detailbilder aus größerer Höhe zu noch wunderbareren Effekten vereinigend: auf der einen Seite eine wahre Gletscher- Arktis, auf der andern ein Ausschnitt in die
Die letzte Bohrung.
höher kommen das groß angelegte Restaurant und auf der obersten Etage Zimmer für das Personal und für verspätete Touristen oder für solche, die auch nachts, speziell bei Vollmond, den Zauber der Jochumgebung auf sich wirken lassen wollen, zu liegen. Eine ungefähr 100 m lange Seitengalerie mit ganz mäßiger Steigerung( 8%) verbindet dieses Stationsgebäude mit einer freistehenden Felsterrasse, die nach drei Seiten steil abfällt und auf der vierten Seite in das hohe, ausgedehnte Firnplateau des Jungfraujochs hinüberführt. Ohne Anstrengung und Gefahr können auf diesem beinahe vollkommen ebenen Plateau die schönsten Spaziergänge ausgeführt werden, und für Ausübung jeglichen Wintersports mitten im Sommer ist dort die gün stigste Gelegenheit ge= boten.
Vom Stationsge bäude aus fesselt beson ders der großartige Auss blick auf den Jungfraufirn und den größten Gletscher Europas, den Aletschgletscher, welche beinahe in ihrer ganzen Ausdehnung vom obe ren Mönchjoch bis zum Eggishorn sichtbar sind. In der Ferne erkennt man die Klubhütten und den Pavillon am be rühmten Konkordiaplay, zu denen man in ca. 2 Stunden gelangen kann. In weiteren 2 Stun ben geht's, immer über den Gletscher, zum prachtvollen Märjelensee, von wo ein guter Maultier pfad nach Fiesch ins Rohnetal hinabführt. Voraussichtlich wird sich auf dieser Route von der Station Jungfraujoch aus über den Aletschgletscher im Sommer ein bedeutender Verkehr nach dem Rhonethal ent wickeln und auf diese Weise eine neue Touristenstraße ent= stehen, welche die kürzeste und interessanteste Verbindung zwischen dem Rhonetal und Interlaken bilden wird.
unermeßliche Ferne des grünen nordschweize rischen Tieflandes bis zum Jura und dem Schwarzwald hinunter! Besonders fesselt der Vordergrund mit der lieblichen Wengernalp und dem Lauterbrunnental, dahinter liegt Interlaken mit dem grünSchillernden Thuner See. Dieser mächtig ergreifende Kontrast zwischen ten eisigen Gletscherge= filden und der grünen Landschaft, vereint mit dem Blick in die unermeßliche Ferne, gibt der Aussicht vom Jungfraujoch ein charakteristisches Gepräge, und es wird ihr damit der Ruhm einer der schönsten Punkte unserer Alpen zu sein, für immer erhalten bleiben. Interlaken, das seinen Besuchern neben dem Komfort die mannigfaltigsten Genüsse aller Art bietet, verfügt über unzählige, verlockende Wanderziele. Natur, Kunst und Technik haben zusammengewirkt, um diesen Ort nicht nur zur tonangebenden Metropole des Oberlandes, sondern zu einem der bedeutendsten Sommerkur orte Europas zu machen, dessen Ruf heute als weltbekannt gelten darf. Unvergleichlich ist Interlakens Lage, dem Ein= schnitt des Lauterbrunnentales gerade gegenüber, mit überwältigendem Blick auf die ruhevolle, majestätische Beherrscherin der Berner Alpenwelt die Jungfrau vom Höheweg aus. Der Sammelpunkt für die tausenderlei Vergnügungen, namentlich am Abend, ist der Kursaal. Dort wechseln musi kalische Genüsse mit Varieté- Vorstellungen und Feuerwerken.
Jungfrau- Panorama.
Blickt man nach Westen, so überrascht der mächtige Gipfelaufbau der Jungfrau, der beinahe in Steinwurfweite nahe gerückt ist. Ein wunderbarer Berg; je mehr man in seine Gefilde eindringt, um so mehr erstaunt man über die Viel seitigkeit seiner Gestaltung Wer aber die grandiose Hoch gebirgsnatur am Jungfraujoch ganz austosten will, der wird den sehr bequemen 2 bis 3 Minuten langen Weg vom
Die ersten Nordlandreisenden.
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Am Finse wird alljährlich Mitte Juni ein Hochsommer- Sti- Wettrennen" abgehalten, an dem die besten Springer von ganz Norwegen fich beteiligen. An diesem höchst eigenartigen und in eressanten sportlichen Ereignis nehmen auch sehr viele einheimische und ausländische Touristen teil. ( Das obenstehende Bild ist bei einem Wettrennen 22 Uhr nachts bei Sonnenaufgang bei einem Ausflug auf den Hardanger- Gletscher aufgenommen.)
entdeckt worden war. Dieses Eisland mit den heißen Springquellen, den Wirbelwinden, den weißen Jökuls und grünen Fjorden ist dann der besondere Ausgangsund Mittelpunkt des polaren Vordringens geworden. Seine große Besiedlung durch landflüchtige Norweger, meist des Hersenadels, der Großbauernschaft, dauerte bon 870 bis 910 n. Chr.; sie wollten sich dem von ihrem König Harald Schönhaar eingeführten Einheitskönigtum und Grundzins nicht beugen und zogen daher vor, sich eine neue Heimat zu suchen.
Zuerst fand der Isländer Gunnbjörn, des Ulf Kraka Sohn, die nach ihm benannten Schären, jetzt die Danellsinseln, und erspähte von dort die südliche Ostfüste Grönlands. Auf diesem selbst landete dann um 983 sein eigentlicher Entdecker und Besiedler Erich der Rote( Eirifur hinn Raudi), der aus Island wegen eines Totschlags im Zorn geächtet war. Er stieß auf das grasreiche Westgestade mit seinen im Sommer grünen Fjorden und taufte danach das Land„ Grönland", obwohl in der Hauptsache das Klima damals nicht anders und milder war als heute; die frühere Ansicht, daß das Polarland damals nicht vereist und bergletschert gewesen wäre, ist heute aufgegeben. Erich erbaute sich sein Haus zu Brattahlid, zwischen dem nach ihm benannten Eirifs- und dem Einarsfjord, wo noch heute die Grundmauern zu sehen sind. Ueberhaupt ist uns diese ganze Normannensiedlung teils durch die alten isländischen Berichte und Sagas, auch durch den Königsspiegel, teils durch ihre noch erhaltenen Reste wohlbekannt; die Kolonie blühte an 400 Jahre, stand mit dem Mutterland in regelmäßigem Verkehr, wurde um 1000 von Leifr, Erichs Sohn, den der eifrige Befehrer König Olafr Teyggvason von Norwegen für das Christentum gewann und dorthin sandte, christianisiert und kami hinsichtlich der geistlichen Versorgung, da der
Norden bis 1103 unter dem Erzbistum Bremen- Hamburg stand, sogar mit Deutschland in Berührung; im Gefolge Leifrs befand sich z. B. ein Deutscher, namens Tyrkir. Die gesamte Niederlassung zerfiel in einen östlichen und westlichen Teil, um die Wende des 15. Jahrhunderts wurden beide teils von den Eskimos, teils von englischen Seeräubern verwüstet, spätere Expeditionen suchten sie vergeblich. Wir kennen sie heute wieder; es fonnten 117 größere und kleinere zerstörte Kirchen und Gehöfte normännischen Ursprungs nachgewiesen werden. Die Seefahrten der Ansiedler wurden weit gedehnt, nach Nordwesten bis zum 75. Grad n. Br., 1135 bis zu den Fraueninseln in der Baffinsbai, 1194 kam man nach Svalbadr, d. h. Spitzbergen, 1285 gelangten zwei Helgesöhne sogar als Vorläufer Nordenskiölds zu den Düneninseln, Island gegenüber. Die Saga blühte auf Grönland ähnlich wie auf Island, sogar die Atlilieder, der Sang von König Eyel, von Gunther, Hagen, von den Hunnen und Burgunden drang bis in seine Eisregion hinauf. Die berühmteste Tat der Grönlandnormannen aber die Entdeckung Amerifas. Ein erster derartiger Versuch unter Thorstein mißglückte, dagegen erreichte ein gröBerer Seezug unter dem Isländer Thorfinn Karlsefni, tatsächlich im Sommer 1003 mit 140 Gefährten die amerikanische Küste.Für den Polarreisenden sind obige Rückblicke gewiß von Wert.
wurde
Stifahren mit Renntier.


