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Die ersten Nordlandreisenden.

an, die ihn zunächst nach Kent führte; von dort wandte er sich gleich; den Rheinmündungen zu, entdeckte die Nordseeküste zwischen Rhein und Weser mit dem Jade­busen, fand dort Germanen, die er zuerst als eine von den Kelten geschiedene Rasse erkannte, und stieß eine Tagfahrt nördlich auf die ersehnte Bernsteininsel Abalus, wo so viel braunes Gold", wie es die Alten

Südostspiße Englands zurück, an dessen Ostküste hinauf bis zu den Orkaden und den Shetlandinseln, die er ohne Wald, felsig und menschenleer fand, und von da erreichte er in 6 Tagfahrten den Glanzpunkt seiner Expedition, das seitdem durch ihn berühmte, sagenhafte Thule.

Eine großartige

Mare Cronium

Island

Mare congelatum ( θάλαττα πεπηγότα

Thule

Ebudem

Scilly

Sterng

Uxisame

Albion

Orkadeh,

Bolige

Abalus.

Melon omon

Weser

Rhein

Spanien

Massilia.

Gades.

Afrika

Die Fahrt des Pytheas.

nannten, angespült wurde, daß die Bewohner es nicht nur an die benachbarten Teutonen verkauften, sondern es auch wie Torf zum brennen gebrauchten. Viele haben in Abalus Helgoland, das nach seiner Lage passen würde, gesehen, aber es scheint eher, daß es eine der nicht wenigen, seitdem vom Meer verschlungenen Frieseninseln- Plinius kannte z. B. noch 23 an Zahl gewesen ist. Zwei Tagfahrten weiter tauchte ein neues riesiges Inselland, Balcia( gräzisiert Basilia) auf, was die Nordspite Jütlands gewesen sein dürfte. Dort beschäftigte den kühnen Reisenden lebhaft das Kälteklima und die Frage, wie weit nach Norden noch die bewohnbare Erde reiche. Er fuhr also nach der

Skatinavia

Elbe

Hudson See.

Epoche der polaren Entdeckung hat erst wieder die Wikingerzeit entfaltet, als die Nordgermanen etwa 250 Jahre lang die Herren aller Meere wurden und auf ihren Drachenschiffen mit er­staunlicher Kühnheit und Segel­funst nicht nur nach Westen, Süden, Osten, sondern auch nach dem höchsten Norden vorstießen. Der Norweger Ottar( Othere), dessen Reisebericht uns der eng­lische König Alfred in den An­fang seiner Uebersetzung des Orosius eingeschaltet und da­durch gerettet hat, gelangte schon im Verlauf des 9. Jahr­hunderts aus seiner Heimat Hálogaland bei den Lofoten, das Nordkap umschiffend, in das Weiße Meer an die Küste Bjar­miens und an die Mündung der Dwina. Er hatte zuerst von Steuerbord nur ödes Land ge­sehen, hin und wieder einen finnischen Fischer, Jäger oder Vogelsteller; die Bjarmen( ags. Beormas) waren dagegen ein zahlreiches Volf, sprachlich den Finnen verwandt, mit viel Vieh­zucht und Rentierherden. Um 860 umsegelte der Schwede Gardar zum ersten Male Island, das früher schon von irischen Mönchen

Grönland

Eriteljord

Helleland ( Labrador)

( Brassahlid)

Markland

N.Tun Hand)

Vinland

( Nova Scotian) New- York

Der Zug Karlsefnis von Grönland nach Amerika. ( Die End chung Ameritas durch die Grönlandnormannen.)

Vom italienisch- tür­fischen Kriegsschau­play.

Die Inselbeſegungen der Italiener an der kleinasischen Küste haben die Aufmerksamkeit auf die sogenannten Sporaden gelenkt. Man hatte sich eigent­lich auf einen Widerstand der türkischen Besagung auf Rhodos gefaßt gemacht, weil der gebirgige Charakter der Insel auf der sich der Iliasberg bis fast 799, der Atairo bis 1240 Meter erhebt, sich gut für eine hartnäckige Verteidigung eignet. In der Mitte der Insel ziehen auf Nordwest- Südost große Pinienwäl­der hin, die eine Verfolgung erschweren und außerdem bieten zahlreiche weit befestigte Klöster Gelegenheit zu kräftis gem Widerstand. Trotzdem heschränkten sich die Türken nur auf einen passiven Wi­derstand und ergeben sich schließlich ganz.

Die wichtigste der Sporadeninseln ist wohl Karpathos, die zwischen Rhodos und Kandia liegt; sie weist eine Längs­form auf und hat bei dreizehn Kilc= meter Breite eine Länge von 48 Kilo­meter. Das kleine Eiland besitzt nach italienischen Angaben eine Bevölkerung von etwa 5000 Köpfen, die sich durch

Blick auf Rhodos.

Vom italienisch- türkischen Kriegsschauplatz.

Tischlerarbeiten und Holzschnitzereien er> nährt. Die kleine Insel Kasos liegt an der Südspitze von Karpathos in der Richtung auf Kandia und bildet so eine Fortsetzung jener Inselkette, die das Aegäische Meer vom Mittelmeer sozu= sagen scheidet. Kasos, das eine Bevölke rung von einigen 5000 Menschen aufweist, besitzt einen gewissen Ruf durch seine Schwammfischerei; in der Tat lebt die Bevölkerung nur vom Handel mit Schwämmen. Nach dem griechischen Unabhängigkeitskriege war Kasos ent­völkert und verwaist; erst nach und nach siedelte sich eine Schar von Seeleuten und Schwammfischern auf dem kleinen Ei­land an. Die Schwammfischerei wird oon den kleinen Schaluppen betrieben, die an schönen Tagen, mit fünf oder sechs Leuten bemannt, unter der Führung eines Reis" zu früher Morgenstunde ausfahren. Schon zu Sonnenaufgang sind die Schwammbänke erreicht und nun beginnt die Suche nach einem gu­ten Jagdplate. Die Schwämme werden in verschiedenen Tiefen gefunden, aber an seichteren Stellen ist ihre Qualität schlechter. Um wirklich schöne Exemplare zu erlangen, müssen die Schwamm= fischer bis zu Tiefen von 30 und 35

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Alte Häuser in Rhodos.

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Metern hinabtauchen und dann wird ihre Arbeit nicht nur schwer sondern auch gefährlich. Da man im besten Falle bei einem guten Tagewerk höchstens zehn bis zwölf wirklich au­Bergewöhnlich schöne Schwämme fin­det, sind die Preise auch ziemlich hoch. Die Taucher von Rasos vermögen eine ganz erstaunlich lange Zeit unter Wasser zu bleiben, und noch heute gilt der alte Brauch, daß ein Jüngling nicht heiraten darf ehe er nicht im­stande ist, einen Schwamm aus 35 Meter Tiefe emporzuholen. Die Insel Tilos ist völlig bedeutungslos; interes= santer ist Nisyros, dessen mittlerer Berg der einzige heute noch tätige Bulkan Kleinasiens ist.

Hinter der Citadelle von Marmarisa.