lebten Tagen den Bulgaren befonders buy gui geiei tetes Artilleriefeuer schwere Verluste beizubringen, sowie die Tatsache, daß die Cholera auch in den Reihen der Bulgaren große Opfer gefordert hat.
Sofia, 19. Nov. Nach Mitteilung von tompelenter Stelle dürfte der Waffenstillstand, falls die Tür fen die Bedingungen des Ballanbundes annehmen, demnächst unterzeichnet werden. Im bulgarischen Haupt quartier befinden sich höhere serbische und griechische Offiziere, welche dazu bevollmächtigt werden sollen. Falls die Türken die Bedingungen annehmen, würden auch die Operationen sofort eingestellt und die frühere Abficht des Einzuges in Konstantinopel auf gegeben werden.
Konstantino- pe I, 19. Nov. Der gestrige Ministerrat beschloß, auf die günstigen Berichte des Kriegsministers hin, den Kampf mit der größten Energie fortzusetzen.
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Von den Kriegsfaupläßen. Konstantinopel, 19. Nov. Die Schlacht um die Ischataldscha- Befestigungen ist noch immer in vollem Gange. Unglüdsnachrichten wechseln mit Siegesnachrichten. Andere Gerüchte wollen wissen, dej; die Bulgaren noch keinen Erfolg bei Tschataldscha errungen haben. Hier eintreffende Ausländer erklären, daß die Bulgaren ihre Hauptattion auf die Beschießung der gesamten türkischen Linie beschränken.
Hinter Tsch at aldscha wütet ein furchbarer Kampf. Der französische Oberst Bujac meldet, daß das türkische Zentrum den bulgarischen Angriff helden= haft zurückgeschlagen hat. Vier bulgarische Bataillone wurden aufgerieben. Der Endausgang der Schlacht ist zweifelhaft. Der bulgarische linke Flügel soll erdrückt sein; der rechte Flügel hat vergeblich Harbie Tepe an gegriffen. Er wurde zurückgedrängt. 8600 Bulgaren wurden gefangen genommen. Die vierte türkische Division hat sich besonders ausgezeichnet.
Konstantinopel, 19. Nov. Ein im Groß= wejirrat eingetroffenes Telegramm meldet: Die achte Division schlug die Bulgaren zurück, als diese mit der Front einer Division vorrückten. Die Bulgaren erlitten große Verluste. Der Artilleriekampf dauert hente auf der ganzen Front fort.
Einnahme von Monastir.
Monastir wurde durch die serbische Armee eingenommen. Die Nachricht wurde durch den Justizminijter einer großen Volksmenge, die sich vor dem fönig= lichen Palast angesammelt hatte, offiziell bekannt gegeben. Große Freude bemächtigte sich des Volkes, als der Ministe: die Mitteilung machte, daß 50 000 türkische Soldaten in Gefangenschaft geraten seien. Die Bevölkerung veranstaltete in der serbischen Hauptstadt überall Festlichkeiten. Mit den 50 000 Türken gerieten fünf Paschas, darunter der türkische Oberkommandierende Zeki Pascha, in serbische Gefangenschaft. Den serbischen Truppen gelang es, das Zentrum der türkischen Truppen zu durchbrechen. Damit war das Schicksal der türkischen Armee entschieden.
Belgrad, 19. Nov. Ueber den Kampf vor der Einnahme von Monastir wird amtlich gemeldet. Die Türken versuchten gegen Ochrida durchzubrechen, wurden jedoch durch die Serben nach äußerst heftigem Kampfe gegen die Stadt zurückgeworfen. Am Abend nahmen die Serben sämtliche Stellungen.
Der rechte Flügel der montenegrinischen Südarmee ist mit einer von Dialowitza kommenden se r= bischen Abteilung zusammen in Alessio einge30gen. Die türkische Garnison hat sich ergeben. Die Serben sind in der Richtung auf Dura 330 weifergezogen.
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Die Serben sind bis auf etwa 100 Kilometer von der Hafenstadt Dura 33 o entfernt. Die Eingeborenenbevölkerung ist entschlossen, sich den Serben widersetzen. Man wolle feineswegs eine autonome Regierung und stehe auch sonst den Bestrebungen der Serben nicht sympathisch gegenüber.
Die Einnahme von Alessio erfolgte durch die Truppen des montenegrinischen Generals Martinowitsch und serbischer Abteilungen unter General Jankowitsch. Nach geringem Widerstand hißten die Türken angesichts der herannahenden Uebermacht auf dem Kastell die weiße Fahne. Bald darauf erfolgte die Uebergabe.
Raffenkämpfe.
Die„ Reichspost" meldet: Ein Geschäftsmann in Ucstüb hat ihrem Korrespondenten in Belgrad über die Vorgänge in Prizrend mitgeteilt, daß die in Uestüb Zuflucht suchenden albanischen Flüchtlinge über die Einnahme von Prizrend ha ar straubende Dinge erzählten. Auch der österreichische Konsul jei wohl nicht ermordet, jedoch von einem serbischen Soldaten durch einen Bajonettstich schwer verwundet worden. In das österreichische Kon
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fulatsgebäude hatten sich zahlreiche albanische Familien geflüchtet, aber die Serben hätten die auf dem Gebäude gehigie österreichisch- ungarische Fahne nicht respektiert. Trotzdem der Konsul am Fenster erschienen sei und den serbischen Offizier darauf aufmerksam gemacht habe, dağ das Gebäude neutraler Boden sei, sei der Befehl zum Deffnen der Haustüre erteilt worden. In regel lofen Haufen seien sodann die serbischen Solbaten mit gefälltem Bajonett in das Gebäude eingedrungen und hätten niederzu stechen begonnen, was ihnen in die Hände gefallen sei. Als sich Konsul Proschaska einer Abteilung, die in ein Arbeitszimmer eindringen wollte, widersetzte, sei er beim Sprengen der Türe durch einen Bajonettstich verlegt worden. Das Archiv sei geplündert und das Gebände ausgeraubt.
Politische Rundschau.
Deutschland.
Kiel, 19. Nov. Heute abend speiste der Kaiser mit Gefolge im föniglichen Schloß bei dem Prinzen und der Prinzessin Heinrich im fleinen Kreise.
* Das Prinzenpaar Heinrich von Preu Ben kommt nach Darmstadt, um den Geburtstag des Großherzogs dort zu verleben.
Erzherzog Franz Ferdinand trifft am Freitag, 22. November, vormittags auf dem Anhalter Bahnhofe in Berlin ein. Auf dem Bahnhose wird großer öffentlicher Empfang stattfinden.
* Die sächsische Regierung hat einem Verlangen der sächsischen Volksschullehrer, zum Un i- verjitätsstudium zugelassen zu werden, nachgegeben. Auf ihre Veranlassung ist§ 12 der Disziplinarordnung der Leipziger Universität dahin abgeändert worden, daß alle Volksschullehrer auf Grund ihres zum Einjährigendienst berechtigenden Zeugnisses zum Universitätsstudium in den Fächern, die zur philosophischen Fatultät gehören, zugelassen werden können als Stu Entdierende zweiter Ordnung. Von einem weiteren gegenkommen aber, namentlich inbezug auf Zulassung zur Prüfung für das höhere Lehramt, will die Regierung nichts wissen.
Gegen den amerikanischen Tabaktrust in Deutschland.
Eine stark besuchte, in Köln abgehaltene Versamm lung von 3igarrenhändlern und Vertretern der deutschen Tabakindustrie nahm nach einem Vortrag des Verbandssekretärs Hesselbarth über die zunehmende Vertrustung der deutschen 3igaretten Industrie durch, amerikanisches Großlapital, folgende Entschließung einstimmig an:
Die im Fränkischen Hofe" zu Köln versammelten Zigarrenhändler von Köln, Mülheim, Düsseldorf, Elberfeld und Barmen verpflichten jich, alle Trust und trustverdächtigen Fabritate nach Möglichkeit auszuschalten, Plakate und andere Reklamen der Trust firmen in und außerhalb des Ladens nicht zur Ausstellung zu bringen, Trustfabrikate nicht anzubieten, und auf alle Fälle keine neuen Marken einzuführen, sewie Trust- und trustverdächtige Fabrikate, soweit solche nicht direkt ausgeschaltet werden können, Bliden der Konsumenten zu entziehen. Die Herren Vertreter der Tabakindustrie verpflichten sich ebenfalls, diese Bestrebungen nach Wissen und Gewissen weitgebend zu unterstützen."
den
Als Zigarettenfabriken, welche bereits vom amerifanischen Tabaftrust abhängig sind, werden folgende genannt: Jasmaki- Dresden, Josetti m. b. H.- Berlin, Batschari- Baden- Baden, Sulima- Dresden und Dalta- Dresden. Mit weiteren Fabriken soll der Trust bereits in Verbindung stehen. Die deutsche Tabakindustrie befürch tet die schon seit 1899 geplante Einführung des Zigarettenmonopols durch das Reich, falls es dem amerikanischen Trust gelingt, die Oberhand über das deutsche Zigarettengewerbe zu gewinnen.
England.
Der deutsche Botschafter in London, Fürst Lichnowski, begab sich nach Windsor, um dem König sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen.
Aus Stadt und Land.
Bei der 3 weiten hess. Ständekammer sind außer verschiedenen Ausschußberichten drei Regierungsvorlagen eingegangen, die 1. den Verkauf von Gelände des Großherzoglichen Landeseigentums an die Gemeinde Rüsselsheim, 2. des dem Landeseigenturn gehörigen Wartturms in der Gemarkung Nierstein und 3. die Verleihung der Rechte von Zivilstaatsdienern an hessische Reallehrer betreffen. Außerdem ist ein Antrag des Abg. v. Brentano und Genossen eingelaufer, der wünscht, daß nach dem Sinne und dem Geiste der Gesetze und Verordnungen bei der Auswahl
der
Schiffen und Geschworenen alle Bevölkerungsfre Laufe der Zeit in gleicher Weise berücksichtigt da sic; wiederholt herausgestellt hat, daß zum Am Schöffen oder Geschworenen oft lange Zeit die g Männer berufen werden.
* Die Sammlung der Kreiskomitees des G herzogtums Hessen für die Nationali ipende wurde, wie man uns aus Darmstadt
mit einer Gesamteinnahme von 415 20,7 7 Med geschlossen. Nicht mitenthalten sind darin die ba Postanstalten eingegangenen Beträge; außerdem zum Teil noch Geldbeträge direkt an das Reichst in Berlin gezahlt worden.
* Die Universität Gießen auf Darmstädter Ausstellung. Am Samst suchte die Universität Gießen, Professoren, Studenten Höier mit dem Rektor der Universität, Prof. Dr. insgesamt etwa 250 Personen, darunter viele D die Ausstellung„ Der Mensch" in Darmstadt. Gesellschaft traf am Vormittag mit Extrazug in stadt ein und wurde von dem wissenschaftlichen der Ausstellung, Regierungsrat Dr. Wotthe, im und im Auftrag von Erzellenz Lingner begrüßt, fein Bedauern aussprechen ließ, nicht selbst zugegen zu können. Obermedizinalrat Dr. Balser begrüßte Anwesenden im Namen des Hess. Ministeriums, S lung für öffentliche Gesundheitspflege. Zur Fü hatten sich außer den beiden Herren noch einige aus Darmstadt, die Herren Sanitätsrat Dr. Ho Dr. Hüffell, Dr. Rautsch, Dr. Langsdorff und da! eingefunden, in deren Begleitung die Ausst am Vormittage und auch am Nachmittage gri besichtigt wurde. Ebenso wohnten die Damen und ren einer wissenschaftlichen Kinovorführung in der stellung bei. Die Besucher verweilten jedesmal me Stunden in der Ausstellung und sprachen über das sehene ihre höchste Befriedigung aus.
n Gießen. Am Sonntag hielt der Hess. verband gegen den Alkoholismus dahier seine 4. ung ab.
n Gießen. Wie die städtischen Beamten, schlessen auch die städtischen Lehrer, bei der Gla ordnetenversammlung, unter besonderem Hinweis Darmstadt, erneut um Gehaltsaufbesserung eing
men.
11 Gießen. Eine Fachschule für Lokomo führer ist hier am 3. November von der Ortsgr Gießen des Verbandes preußisch- hessischer Lokom führer eröffnet worden. Der Unterricht wird von Beamten erteilt die Oberleitung liegt in den des Regierungs- und Baurats Stähler, Vo des hiesigen Maschinenamtes.
):( Marburg. Nachdem am 5. November endgültige Immatrikulation an der hiesigen Unio stattgefunden hat, stellt sich der Besuch für das femester 1912-13 wie folgt: Jurisprudenz 327, 443, Theologie 176, Philosophie 1123 Studie Hiernach ist ein Gesamtbesuch von 2080 Studia zu verzeichnen.
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Reinhar ):( Bad Wildungen. quelle, Ges. m. b. H. Unter dieser Firma ist eine mit dem Sitz zu Bad Reinhardsqu bei Wildungen errichtete Gesellschaft mit beschränkte tung in das Handelsregister eingetragen worden. Der Gesellschaftsvertrag ist am 2. Juli 1912 feit Gegenstand des Unternehmens ist die Aus der Reinhardsquelle und der sonst dez hörigen Quellen samt dem zugehörigen Grundbe Trink und Badekuren und der Veri des Wassers zu Trink3weden. Das E tapital beträgt 920 000 Mart. Geschäftsführer Kaufmann Ad. Görner und der Ingenieur Fr. denberg, beide zu Bad- Reinhardsquelle, die geme zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind.
o Guntersblum. Der Landwirt J. S ler von Eimsheim fam einem bissigen Pferde Das Tier biß dem nichtsahnenden Mann ein ab. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde seinen Angehörigen gebracht.
! Oppenheim. In der Ernst- Ludwi sind in großer Zahl auf den nunmehr entlaube gelafazien Vogelnester sichtbar, im ganzen zio größere und fleinere Nester, auf vielen der S 3 und 4 solcher. Eine so große Bevölkerung der S in allernächster Nähe menschlicher Wohnungen mitten eines stets starten Straßenverkehrs darf als
Hämorrhoiden
auch goldene Ader genannt, werden verursacht dard der Leber und des Darmes, speziell durch hartnädige Be und durch Genuß von viel scharf gewürzten Speisen Spirituosen verschuldet.
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