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Die neue Marinevorlage.

Die Tgl. Ndfch." behauptet, auf Grund zuverläf­tiger Mitteilungen in der Lage zu sein, über die neue Martnevorlage folgendes berichten zu fönnen:

noch

Die neue Marinevorlage ist fertiggestellt, nicht fertiggestellt ist die Heeresvorlage, die voraus­fichtlich erst Ende Februar den Bundesregierungen zu­gehen wird. Interessant ist es, daß die neue Marine­vorlage ursprünglich in den Etat für 1912 hineingearbet­tet war, aber auf Beschluß des Bundesrates wieder baraus entfernt worden ist, um als selbständige Novelle dem Reichstag zuzugehen. Als Grund da für wird angegeben, daß man bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit für die Etatsberatung nicht mit neuen Forderungen kommen wolle, die die Debate ten sehr in die Länge ziehen würden. Die neue Ma­rinevorlage verlangt, daß aus den acht Referveschiffen, die in Dienst gehalten werden sollen, ein drittes Ge­schwader gebildet wird. Von diesem neuen Geschwa­der stehen zwet Lintenschiffe schon in Dienst. Es wird also die weitere Indienststellung von 6 Schiffen gefor­dert. Es tritt also zu den zwei Geschwadern der Schlachtflotte ein drittes hinzu, das schon im Flotten­gefet vorgesehen ist, aber bisher aus Sparsamkeitsrück­fichten nicht in Dienst gestellt wurde.

Die neue Vorlage verlangt ferner einen bedeuten­den Kredit für die Beschaffung von Unterfeeboo= ten. Die Kosten der neuen Vorlage gliedern sich in dauernde für die Indienststellung des dritten Geschwa­ders, auch in einmalige für den Bau von Unterseeboo­ten. Die Ausgaben belaufen sich auf 25 bis 30 Mill. Mart. Ueber die Deckung der beiden Vorlagen, die eine Verstärkung unserer Machtmittel zu Lande und zur See bringen sollen, ist ein endgültiger Entschluß noch nicht gefaßt. Es wird aber angenommen, daß die Regierung auf die Ausdehnung der Erbschaftssteuer aus Deszendenten zurückgreifen werde, da die Deszenden tensteuer allet fo viel einbringen würde, um die nenen Erfordernisse zu decken.

Auch Borkehrungen gegen Spionage bilden nach der Tägl. Ndfch." dauernd den Gegenstand ernstester Erwägungen der Reichsbehörden. Nachdem erst fürzlich der Chef der Hochfeeflotte in einem Tagesbefehl den Besuch von Zivilisten an Bord verboten hat, ist auch ge= plant, Borkehrungen zu treffen, die es möglich machen, die Anwesenheit von Fremden in Kriegshäfen in der Nähe von Befestigungsanlagen und Werften schärfstens 8 kontrolieren.

Rundschan oom Cage.

Politisches

Die Gründungsversammlung des deutschen Mehre vereins Nachdem die vor einigen Wochen hinausge= etnes Deutschen gangene Anregung zur Gründung Wehrvereins in allen Tellen Deutschlands und auch des deutschen Auslandes lebhaften Beifall gefunden, soll nunmehr an die endgültige Gründung des Vereins herangetreten werden. Zu diesem Zwecke findet am Sonntag, 28. Januar, nachmittags 2 Uhr, in Berlin die Gründungsversammlung statt. An Tausende deutscher Männer und Frauen sind Einladungen, die zum Ein­tritt berechtigen, bereits ergangen.

Keine Reichslotterte. Es wurde gemeldet, daß etn Ausbau der Klaffenlotterie zur Reichslotterte allmäh­lich vorgenommen werden soll. Wie der Inf." mitge= teilt wird, ist diese Nachricht unrichtig. Die Klaffenlot­ferie erschließt den Einzelstaaten Einnahmequellen, die fie nicht abzugeben gedenken. Durch die Schaffung et­ner Reichslotterie würden die Einnahmen, welche die Lotterte jetzt den Einzelstaaten bringt, oder in Zukunft bringen mire, ham meiche austrumi merden.

Das Großviock- Abkommen für die bevorstehenden bayerischen Landtagswahlen tst veröffentlicht worden. Danach wird der aus den Liberalen, den Sozialdemo­fraten und dem altbayerischen Bauernbund bestehende Großblock gemeinsame Kandidaten gegenüber dem Bentrum und den Konservativen und dem Bunde der Landwirte in 65 Wahlkreisen aufstellen und zwar 16 Sozialdemokraten, 34 Liberale und 24 Bündler.

Deutsche Unterfeeboote im Dienst. Im Jahre 1911 find vter wettere Unterseeboote zim aktiven Dienst her­angezogen worden, so daß die Zahl der fertigen Boote fich auf zwölf beläuft. Das Jahr 1912 wird voraussicht­Itch eine größere Zunahme an Unterfeebooten bringen als die beiden letzten Jahre, denn vier Boote find be= retts so gut wie fertig und können schon in nächster Reit thren Dienst beginnen. Andere werden im Laufe des Jahres folgen. Das Jahr 1913 wird allem Anschein nach die Zahl der deutschen Unterseeboote auf 24 brin­gen.

Desterreichische Maßnahmen gegen Spionage. Wte In Deutschland, so find auch in Desterreich besondere Maßnahmen gegen die in letzter Beit überhandnehmen­den Spionagefälle in Aussicht genommen. Das Kriegs­ministerium plant die Herausgabe einer besonderen Instruktion en die Truppenförper, worin den Mann­

Die Herren von Dieskaut.

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Original- Roman von Franz Treller.

( Nachdruck verboten.) Du! Retze mich nicht zum Aeußersten! Sakal ist mein Freund. Wirst Du zu Tische kommen?" Das Mädchen gab keine Antwort.

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" Du wirst die Folgen sehen. Ihnen, Frau von Herstell, habe ich auf Befehl meines Vaters mitzuteilen, daß Sie alsbald Schloß Dieskau zu verlassen haben. Ihr Einfluß auf meine Schwester scheint ihm sehr un­Hellvoll zu sein."

Hilda zuckte erschreckt zusammen.

Mit aller Ruhe der Aristokratin erwiderte die alte Dame: Ich werde Schloß Dieskau nur in Gesellschaft des mir anvertrauten Zöglings verlassen Sie müß­ten denn Gewalt anwenden gegen dieselbe ist eine alte Frau allerdings wehrlos."

,, Sie sind eine alte Intrigantin, die diese einfältige Gans in threm Widerstand gegen die vorteilhafte Hei= rat nur bestärkt. Hüten Sie sich."

Herr von Dieskau vergißt, daß er mit einer Dame spricht!"

" Verdammtes Welbervolk! Aber Du wirst be­reuen, Dich gegen mich aufgelegt zu haben." In seinem Gesicht und in seinem Tone lag der Grimm über die gefährdeten Hoffnungen, der um so fräftiger in der Seele des jungen Mannes tobte, als er vorläufig kein Mittel wußte, Hildas Troy zu brechen.

Der so energische Widerstand des so stillent, anschel­nend unbedeutenden Mädchens kam ihm ebenso uner= wartet wie seinem Vater. Er hatte gehofft, die Schwe= ster im ersten Aniauf einschtichtern zu können. Zit feinem Grimm geseüte sich die Wut gegen Holtau, denn er fühlte es ganz genau heraus, daß Holtau in dieser Sache eine Rolle spielte.

Mit Deinem Galan, diesem Menschen von unbe=

Ichaften allgemeine Anhaltspunkte gegeben werden, wie fie fich gegen der Spionage verdächtige Personen zu verhalten haben, da es eine alte Erfahrung ist, daß sich Sptone in der Regel an die Mannschaft wenden.

Frankreichs Marokkosorgen. Der französische Mt­nisterrat beschloß, bis auf weiteres 50 000 Mann in Ma­roffo zu unterhalten. Die Verhandlungen mit Spa­nten beginnen in den nächsten Tagen wieder. Die neue Regierung scheint Spanien gegenüber eine versöhnlt­chere Haltung einzunehmen als das Ministerium Catl­laur.

Staatsämter für Frauen in Norwegen. Das nor­wegische Parlament nahm gestern abend einen Gesez­entwurf an, nach dem Frauen unter den gleichen Be­dingungen wte Männer Staatsämter erhalten können mit Ausnahme der Ministerposten, geistlicher, diploma­tischer, Konsular- und militärischer Aemter.

Kleine Nachrichten.

Im Alter von 139 Jahren gestorben. In Kindeschti ( Rumänten) starb, dem Wiener Extrablatt" zufolge, der Gutsbesizer Mihai Giornodoltu im Alter von 139 Jahren an Altersschwäche. Seine Gattin war ihm schon vor 70 Jahren im Tode vorangegangen. Aus threr Che waren 17 Töchter und ein Sohn entsprossen. Giornodo­Itu war niemals in seinem langen Leben frank, hatte jedoch vor einigen Jahren das Augenlicht verloren.

Aus Unvorsichtigkeit erschossen. In Neuß legte die Dienstmagd des Ackerers Winkels auf deffen Söhnchen ein Gewehr an, das sie nicht geladen glaubte. Der Schuß ging los und das Kind war alsbald eine Leiche.

Der Zeppelinkrenzer 2. 3. 11. der in den nächsten Tagen vollendet wird, wird im März nach Hamburg überführt werden, von wo aus die Fahrten über die Nordsee ausgeführt werden und ein sogenannter Bä­derstenst per Luftschiff nach den Nordseeinseln einge­richtet wird. In militärtschen Kreisen dürfte den Fahr­ten über See ein großes Intereffe entgegengebracht werden.

Der bisherige sozialdemokratische Reichstagsabge= ordnete Bömelburg ist bekanntlich seft mehreren Mona­ten geistestrant. Wie der Grundstein", das Organ des Bauarbeiterverbandes, dessen Vorsitzender Bömel­burg war, mitteilt, ist die Wiedergesundung des Kran­fen ausgeschlossen. Selbst wenn in dem Leiden ein län= gerer Stilstand eintreten sollte, so wird ein dauernder getittger Defeft bestehen bleiben, welcher Bömelburg unfähia macht, seine frühere Tätigkeit jemals wieder aufzunehmen.

Der Milliardär Morgan Ritter der Ehrenleaion. Die französische Regierung hat beschlossen, dem amert­tanischen Milliardär Pierpont Morgan das Kreuz der Ehrenlegion zu verleihen. Die Auszeichnung soll Mor= gan wegen fetner für Frankreich stets bewiesenen Freundschaft und wegen feiner Vorliebe für die fran­zösische Kunst zutell werden.

Die Baten des jüngsten Hohenzollern. Unter den Baten des tüngsten Sproffen Ses Kronprinzen be­findet sich auch die Prinzessin Friedrich Carl von Hessen. Giftmordverfuch eines französischen Arztes. In Baune les Dames wurde ein Arzt unter dem Verdacht verhaftet, vor mehreren Monaten einen seiner Kollegen zit vergiften versucht zu haben. Er habe diesem eine Flasche Branntwein übersandt, worin eine starke Dosis Gift enthalten gewesen set.

Drei Berfonen in den Flammen umgefommen. Auf der Insel Fünen ist in letter Nacht das Rittergut Bögelfer durch einen Brand vollständig niedergebrannt. Nur ein Teil des Hauptgebäudes blieb verschont. Ein Gärtner und zwet Dienstmädchen tamen in den Flam­

men unt.

Surger

Eine Spionageaffäre in Frankreich. Nach einer Bariser Meldung aus Tour hat ein Fremder aus dem pause eines Luziers des cuis entwendet, die auf den Flug des Lenkballons Admiral Vincenot" oberhalb der Forts der Ostgrenze betreffen. Der Spion soll sich nach Nancy gewandt haben.

Tabakschmuggel in Frankreich. In Loire wurde ein Kohlenhändler verhaftet, der beschuldigt wird, zwt­schen Kohlen eine große Menge Tabat eingeschmuggelt zu haben.

Nene Erdstöße in Württemberg. In Hechingen wurden heute früh 6,45 Uhr zwet ziemlich heftige Erd­stöße wahrgenommen, die auch in Stuttgart verspürt wurden. Sie sind die stärksten gewesen seit dem 16. No­vember.

Die Brieftauben im Dienste der Landesverteidi­gung. Die mfentelegraphte ermöglicht tett eine so fichere Nachrichtenvermittelung, daß die Verwendung von Brieftauben im Dienste der Landesverteidigung vom Reichsmartneamt endgültig aufgegeben ist. Die der Marine zur Verfügung stehenden an00 Brieftauben sind verkauft worden. Auch die englische Marine hat thre Brieftauben verkauft.

Aus den Gerichtssälen.

Wieder ein Sotonageprozeß. Vor dem Reichsge­richt begann am Mittwoch der Prozeß gegen den 321äh­

fannter Herkunft wollen wir zuerst abrechnen! Wir werden ihn aus dem Wege bringen."

Ohne Gruß entfernte er sich, die Tür hinter sich zu­schlagend.

Diesmal erbebte das arme kleine Herz des Mäd­chens in tiefem Schrecken.

Hilda kannte die Wildheit und Rohelt thres Bru­ders, seine tolle Raufboldgesinnung und wußte, daß er ein vorzüglicher und kaltblüttger Pistolenschüße war. Todesangst ergriff fie. Eine Beleidigung fonnte ein Duell zur Folge haben und Harald hatte bereits mehrere für die Gegner unglücklich verlaufene Nauf­händel auf dem Gewissen.

Zu Frau von Herstell sagte sie, und der Ton ihrer Stimme hatte seine bisherige Festigkeit verloren: Ich traf heute morgen unseren Reisegefährten auf dem Wege, er ist Gast auf Meerholz. Harald tam dazu, tch ritt davon und fürchte, die beiden Henrren sind nicht freundlich geschieden. Ich will Herrn Soltau sogleich schreiben, daß er seinen Besuch hter unterläßt, bet Ha­raids Stimmung wäre das Schlimmste zu fürchten."

,, Tue so, mein kind; vor einem Refontre mit Herrn von Dieskau möchte ich den liebenswürdigen jungen Mann doch bewahrt wissen."

Hilda sezte sich an den Schreibtisch und schrieb mr fleberhafter Eile. Dann flingelte fie.

Jure Jungfer trat ein. Sie schten erschreckt zu sein. Rufen Sie mir den Stallburschen Andreas hierher, Marie."

,, Herr von Dieskau hat den Ausgang zum Korri­dor verschlossen, gnädiges Fräulein."

Die belden Damen sahen sich betroffen an, sie waren also Gefangene.

Der angebaute Flügel, in dem Hilda wohnte, lag entfernt von dem Hauptgebäude und ragte in den Bark hinein.

Silda ging hinaus und überzeugte sich, daß die ein=

rigen Oberleutnant der ruffifchen Marine Freiherrn v. Winogradoff aus Petersburg und den 31 Jahre alten Leutnant der Reserve der ungarischen Festungsartil lerte Wilhelm v. Cerno aus Peterwardein wegen ver suchten Berrats militärtscher Geheimnisse zugunsten Rußlands. Beide sollen in den Jahren 1910 und 1911 durch fortgesette Handlungen die zum Teil in Deutsch­land, zum Teil im Auslande ausgeführt worden sind, den Entschluß gefaßt haben, Schriften, deren Geheim­haltung zur Sicherstellung des Deutschen Retches un­bedingt nötig ist, in den Besitz der russischen Regierung gelangen zu laffen.( Versuchter Verrat militärischer Ge heimnisse. Auf Antrag des Reichsanwalts wird die Deffentlichkeit ausgeschlossen. Das Urtell lautete gegen Winogradoff auf dret Jahre Festungshaft, gegen Cerno auf drei Jahre Gefängnis.

Vermischtes.

Deutsche Offiziere. Man schreibt der Tgl. Ndsch." m lokalen Teile Ihres Blattes las ich einen furzen Bericht unter der Ueberschrift Lebensrettung": n der Nacht sprang ein Dienstmädchen nahe der Großbee renbrücke in den Landwehr- Kanal. Ein zufällig vor­übergehender Oberleutnant im Garde- Küraffter- Regi­ment Egon von Plöß, sprang fofort nach, arbettete sich durch die Eisscholl'n hindurch und ergriff die Lebens­müde. An dem Rettungsballe, den ihm Passanten zu­warfen, hielt er sich und das Mädchen so lange über Waffer, bis man beide in den Rettungstahn zu ziehen vermote." Daran ist nichts Auffälliges, nicht wahr? Einfache Pflichterfüllung eines Offiziers. Und doch ver­gegenwärtige man sich, daß in der Nacht 14 Grad Kälte waren, daß Eisschollen auch für einen sehr guten Schwimmer gefährlich find, zumal wenn er durch Klet­dungsstücke. Beinkleider mit Stegen, Sporen usw. be­hindert ist. Wer als afitver Leutnant bet den Garde­Küraffierern steht. befindet sich meist in einer sehr gu ten Lage aber ohne Befinnen sette diefer Offizier fein junges Leben, seine Zukunft, gleichsam auf eine Karte und springt in das dunkle Eiswasser. Wir wol­len nicht fragen, wie viele jener Simpliziffimus"-Mit-­ler, die zum Behagen unserer Zeinde, den deutschen Offizter immer nur als albernen Gecken hinstellen, in folchem Falle ebenso gehandelt hätten. Wir wollen uns des Falles freuen, daß im entscheidenden Augen­blicke der deutsche Offizier auch hier wieder die schnelle Entschlossenheit und den Opfermut bewiefen hat, die Bismarck zu dem Worte veranlaßten: Infer Offizier­forps fönnen Sie uns nicht nachmachen."

Frrfinnige Selbstverstümmler. Das Augenausrei Ben unter den Frrfinnigen in Frankreich macht Schule. Vor furzem war gemeldet worden, daß sich ein in einan Barifer Spital untergebrachter Irrer das linke Auge ausgerissen und unter sein Bett geworfen hatte, weil es ihn ärgerte". Jetzt wird berichtet, daß sich ein an­Berer Geistesgestörter, der 24tährige Fernand Breton­net, in einem Hotel der Bartser Vorstadt Clichy, das er bewohnte sogar beide Augen ausgeriffen habe. Als eine andere Hotelbewohnerin zufällig das Zimmer des Kranken betrat. hot sich thr der schreckliche Anblick des augenlofen, blutüberströmten Gefichtes Bretonnets dar. Man holte unverzüglich Hilfe und brachte den Unalitc= Itchen nach dem Krankenhaus, mo er verbunden wurde, Er ließ alles ruhia mit sich geschehen. Iächelte vergnügt und sagte nur: Test bin ich froh, daß ich mir zwet meiner Augen ausgeriffen habe; thr könnt euch gar nicht vorstellen, was sie mich ärgerten! Ich habe noch ein drittes, das kommt nächstens an dte Rethe." Be= merkenswert ist, daß sowohl der nenliche als auch die­fer Augenausreißer Wurstmacher sind, denen der täg­lige Umaana mit allerhand Blutigem vielleicht die sont­derbare Thee funneriert haben mag

Darzialut durch clue Mans. In der westfälischen Stadt Haspe kam es auf dem Eisen- und Stahlwerk zu einer großen: Betriebsstöruna. Es entstand Kurzschluß und sämtliche Motoren des Werkes blteben stehen. auch die Hochöfen mußten vorübergehend still aefekt werden. Als Ursache eraab sich, daß eine Maus. die in das Ge= häuse eines stillstehenden Motors gelaufen war, beim Antrieb des Motors in die äußerste Ecke geflitchtet und dabel den stromfithrenden Teilen zu nahe gekommen war. Dadurch entstand Kurzschluß. Das Tierchen hatte die Kraftleiſtung" natürlich mit dem Leben bezahlen müffen.

Die Jubiläumsaabe. Ein Banfier tritt morgens in das Kontor und bearüßt seinen Buchhalter, der vor 25 Jahren in das Geschäft getreten war, mit den wärm= ften Worten, indem e ihm ein verfchloffenes Kouvert überreicht mit der Bemerkung: Dies zur Erinnerung fitr Ste an den heutigen Tag!" Danfend nimmt der Jubilar des Kouvert entgegen, waat es aber nicht zu öffnen. Erst auf freundliches Bureden des Gebers öff­net er es, und mas enthtelt das Kouvert? Eine Photo­graphie feines Prinzipals. Der also Beschenkte war ftumm. Nun", saate der Bankter, was fagen Ste da= Alt?" " Sieht Ihnen sehr ähnlich", entgegnete der Buchhalter.( Aus Roseaaers Heimgarten.)

"

Das Abenteuer eines Defraudanten. Nach sechswö­

zige Verbindungstür mit den anderen Räumen des Schloffes von außen wirklich verschlossen war.

Ste ging zurück und schickte das Mädchen fort. " Was beginnen wir nun? Man will uns an der Abreise verhindern. Das ist Torheit, wir leben doch aber Herr Holtau muß ge­nicht mehr im Mittelalter warnt werden."

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Frau von Herstell fah, wie erregt Hilda war und sie tannte Harald genugsam, um Hudas Besorgnisse zu

tetlen.

Aufgeregt und in Sorgen blteben die beiden Damen

zurück. Zur Essenszett kam das Diner, aber einige Krea­turen Haralds retchten es rasch herein und entfernten sich schleunigst wieder, die Tür hinter sich schließend.

Die Damen waren tatsächlich Gefangene. Hilda stand am Fenster und wartete, ob nicht etner der Diener, auf den sie sich verlassen konnte, oder je­mand aus dem Dorfe herüberkommen werde, aber es zeigte sich niemand.

Unruhig verging der Tag, dem etne schlaflose Nacht folgte. Hildas Gedanken waren unablässig mit Soltait beschäftigt. Mit Tagesanbruch stand sie auf und schrieb folgendes:

Lieber Klaus!

Heute wird wahrscheinlich ein Herr, von Meerholz kommend, zu uns hierherfahren wollen, ein Herr Hola tau. Das mußt Du zu verhindern suchen und ihm sagen, ich ließe ihn bitten, nicht zu kommen. Ich würde ihm später die nötige Erklärung geben.

Dem alten Forstmann, der ihr ergebener Freund war, wollte sie nicht mitteilen, daß man sie eingeschlossen hatte, sie schämte sich für die Ihrigen.

Die Korridortfir war auch am Morgen noch ver­schlossen.

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