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chigen Frrfahrten hat sich der 31 Jahre alte Vollzte hungsbeamte Hugo Miller aus Köpenick bet Berlin felbst gestellt, der Ende November v. J. der Stadt mit 1300 Mart durchgebrannt war. Müller war sehr leicht­lebig, gab auf der Rennbahn und im Verkehr mit Mädchen viel Geld aus, unterschlug erst kleinere Sum men und machte endlich, als er nicht mehr aus noch ein wußte, einen größeren Zug, um dann zu verschwin den. Während man ihn in Berlin in der Lebewelt suchte, fuhr der Flüchtige nach Amsterdam. Als er bort antam, hatte er nur noch 30 Mart. In der Hoff= nung, seine Lage auf diese Weise am besten und schnell ften aufbessern zu können, legte er seine Barschaft im Spiel an. Als er jedoch hiermit fein Glück hatte, ent­Schloß er sich, nach Deutschland zurückzukehren. Ju dret Wochen legte er den Weg von Amsterdam nach Berlin zu Fuß zurück. Von einer Herberge tippelte" er zur andern. Trotz des Steckbriefes gab er überall feinen richtigen Namen an, und niemand kümmerte sich wei­ter um thn. Gleich nach seiner Ankunft in Berlin stellte er fich freiwillig bei der Kriminalpolizet, dte thn ver­haftete.

Schwere Stürme an der englischen Küste. Der furchtbare Sturm, der seit einigen Tagen wieder im Aermelfanal und an der ganzen üste Englands herrscht, hat schon zahlreiche Opfer gefordert. Der deut­sche Dampfer Marie Leonhardt" aus Lübeck ist auf der Goodwins Bank aufgelaufen. Seine aus 20 Mann be stehende Besatzung fonnte in den heutigen frühen Mor­genstunden durch das Rettungsschiff von Ramsgate an Bord genommen werden. Der Kapitän betrachtet sein Schiff als verloren. In der Nähe von Everdeen ist der Dampfer Argosy" bet dem Versuch, in den Hafen einzulaufen, gestrandet. Seine Besatzung fonnte geret­tet werden. In Leven ist der Dampfer Ashgrove", der in Glasgow beheimatet ist, gegen die Reede geworfen worden. Das Schiff wurde vollständig zerstört. Von feiner 25 Mann betragenden Besatzung sind bis jetzt nur 16 gerettet worden. Auch im Innern Englands herrschen furchtbare Stürme, die überall großen Scha­den anrichten

Der Lekte vom alten Jltis". Dem Marinestabs­zahlmeister Loß ist auf seinen Antrag der Abschied un­fer Verleihung des Rechts zum Weitertragen der Unt­form und der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst be­willigt worden. Loß war der Einzige, der vom Schiffs­stabe des im Juli 1896 am Schantung- Vorgebirge un­tergegangenen Kanonenbootes Itis" gerettet worden war. Seine Rettung hatte er dem Umstand zu verdan= fen, daß er kurz vor Antritt der Todesfahrt des Jltis" zur Besorgung dienstlicher Angelegenheiten auf einige Tage an Land beurlaubt worden war. Als er an Bord zurückkehren wollte, fand er ein völlig zerstörtes Wrack

Dor.

Gegen das anonyme Denunziantentum. Eine be­merkenswerte Bekanntmachung erläßt das oberbayeri­sche Bezirksamt Miesbach mit der Erklärung, daß in­folge der Häufung der anonymen Anzeigen fünftig lede derartige Anzeige, gleichviel welchen Inhalts, ins Feuer wandere, und dann erst recht, wenn für den Fall eines Nichteinschreitens mit Anzeige bei einer höheren In­stanz gedroht werde. Jede anonyme Anzeige", so heißt es in dem Erlaß, befundet Feigheit und niedrige Ge­finnung und verdient daher feine Berücksichtigung. Wenn in einer Gemeinde wirklich Mißstände bestehen und Gesetzwidrigkeiten vorkommen, so fann man offen und ehrlich Anzeige erstatten. Glaubt der Anzeigende geschäftliche oder persönliche Nachteile zu haben, so wird auf Verlangen gerne der Name von der Behörde ver­schwiegen, vorausgesetzt, daß der Angeber nicht bei einer etwaigen Anzeige als Beuge zu dienen hat oder aber die Anzeige offensichtlich sich als Racheaft kennzeichnet."

Ein inaendlies. Geschmükür als ihante ber In der katholischen Kirche in Zweibrücken wurde nachts ein Einbruch rerübt, sämtliche Schubläden und Schränke der Sakristet erbrochen, Meßgewänder und Kelche durcheinandergeworfen usw. Die Einbrecher Ite­ßen einen Bettel zurück, daß sie das Gewünschte nicht gefunden hätten. Durch diefen Bettel gelang es noch im Laufe des Tages, als die Einbrecher den 14 Jahre al­ten Fortbildungsschüler Paul Ehrhard und seine 12 Jahre alte Schwester zu ermitteln und festzunehmen. Die beiden Kinder halten sich schon seit drei Tagen von Hause entfernt und seitdem sieben Einbruchsdiebstähle ausgeführt. Nachts hausten sie in Heuschuppen, und am Tage besuchten sie die Kinos. Bei ihrer Verhaftung ga­ben sie alles unumwunden und ohne Neue zu.

Dreifacher Raubmord in Berlin.

Am Mittwoch mittag gegen 12% Uhr wurde, mie schon furz gemeldet, der 50 Jahre alte Suwelter August Schulze in der Alten Jakobstraße zu Berlin, seine 44 Jahre alte Frau und die 18 Jahre alte Tochter in ei­nem hinter dem Laden gelegenen Zimmer mit durch­schlagenen Schädel und anderen schweren Verlegungen aufgefunden. 21 man in das Zimmer eindrang, ga­

Ste stellte sich an das Fenster. Daß ini Herren­hause noch alles schlief, wußte sie und um diese Zeit fonnte sie hoffen, jemand zu erblicken, der den Brief be­forgen konnte.

Ste hatte nicht lange am Fenster zu harren, bis sie den Stallburschen Andreas sah, einen aufgeweckten Jun­gen, der aus dem Dorfe stammte.

Ste öffnete das Fenster und rief ihn an.

Der Junge nahte sich eilig.

" Kann uns jemand hören?"

ben alle drei vertonen noch schwache Lebenszeichen von fich. Die Tochter jedo starb unter den Händen des fofort herbeigerufenen Arztes, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Der schwerverlette Mann wurde in die Charitee, seine Frau nach dem Urban­frankenhause geschafft. Nach den Ermittelungen der Mordkommiffion, die fofort von dem zuständigen Bo­lizeirevier verständigt wurde, scheint ein Raubmord vorzuliegen. Im Laden wurde auf dem Fußboden hin­ter dem Ladentisch eine große Blutlache entdeckt. Au­Berdem fehlte eine ganze Anzahl Brillanten, ferner Gold- und Silbersachen. Auf einem im Laden stehen< den Stuhl fand man einen runden weichen schwarzen Filzhut, der anscheinend dem Täter gehört und von ihm auf der Flucht zurückgelaffen wurde. Die Aerzte stell ten fest, daft sämtliche tödliche Verlegungen der dret Personen burch Hammerschläge hervorgerufen worden find. Schußwunden, wie man zuerst annahm, wurden nicht gefunden. Man hat auch nur ein einziges Instrument entdeckt, einen blutbefleckten Hammer, mit bem die Tat verübt sein kann. Die Ladenkaffe wtes nur einen Barbestand von zwei Kupferpfennigen auf, alles andere fehlte. Der Geldschrank scheint unversehrt zu fein und fonnte noch nicht geöffnet werden. Auf die Er­mittlung der Täter wurde eine Belohnung von 3000 Mark ausgesetzt.

Trenchs Festungsleben.

Der Vater des auf der Festung Glaz befindlichen englischen Leutnants Trench will an den Selbstmord versuch seines Sohnes nicht glauben. Er äußerte sich einem Berichterstatter des Daily Mirror" gegenitber wie folgt:

Mein Sohn wäre der letzte in der Welt, der an Selbstmord denten würde. Seine hohen Anschauungen von Ehre und seine Lebenslust tönnen einen solchen Gedanken nicht aufkommen lassen. Die Flucht des Ka­pitän Lur hat er sehr scharf verurteilt. In einem Briefe vom 9. Januar bezeichnet er des Kapitäns Flucht als einen Bruch des Ehrenwortes, möge ste vielleicht auch von einem anderen Standpunkte aus zu verteidigen sein. Die Gefangenen in Glaz schrieb er mir find zweterlet Art, gemeine Verbrecher und solche, denen man Privilegien zugesteht. Zu den lez­teren zählten mein Sohn und Kapitän Lux, sowie eine Anzahl deutscher Offiziere, die Strafen für Duelle ab­büßen.

Er und Kapitän Lux wurden als Offiziere und Gentlemen behandelt. Sie trafen nie einander, aber durften mit den deutschen Offizieren verkehren. Diese erhielten dann und wann Urlaub, z. B. zu Weihnach­ten, aber sie stellten sich stets zur richtigen Zeit wieder ein. Mein Sohn durfte die Festung nie verlassen. Aber nach einigen Wochen gestattete man ihm, sich auf den Festungswällen zu ergehen. Man beobachtete ihn da­bet, aber man begleitete ihn nicht. Er hat uns gefchrte­ben, es fet eine eleinigkeit, aus der Festung zu ent­fliehen, aber er balle fich ehrenbalber gezwungen, zu bleiben, well man ihn als Offizier und Gentleman be­handle. Seine Zimmer find sehr wohnlich. Er hat ein Konto bei der Bank in Glatz und tann sich zu essen faufen, was er will. Um sich die Belt zu vertreiben, hat er sein Effen felbst gefocht.

Die Flucht des Kapitäns Lux hat die Behörden natürlich mißtrauischer und strenger gemacht. Letzten Mittwoch schrieb er mir, die öffentliche Meinung in Deutschland set so sehr gegen Spione aufgebracht, daß man ihm das Lefen von Zeitungen nicht mehr gestattet. Alle feine Briefe und die meinigen an ihn werden ge­Iefen, ehe fte bestellt werden. Da niemand in Glazz Englisch versteht und mein Deutsch viel zu wünschen librig läßt. schreiben wir uns in Französisch. Nur zu Mufang hat man etwas an feinem Briefe gembert. Er farles damals: 3 ft( Rahl gestrichen) Schritte durch den Hof bis zit meister Belle und( Bahl gestrichen) Schritte von da bis zu den Festungsmällen." Das war sicherlich ganz harmlos gemeint. Außer mit Lesen und Kochen er begann mit Würsten und Kaffee, bereitet aber jetzt ein aarzes Diner beschäftigt sich mein Sohn mit dem Anfertigen von wollenen Matten. An­fangs, als er nach Glas fam, mar es ihm sehr darum zu tun, einen englischen Geistlichen zu sprechen, aber der Gouverneur erklärte ihm, daß er nur Deutsch tm Verkehr oder Gottesdienst dulden dürfe."

Graf Bosadowsin als Mahner.

Im Volkshause zu Jena hielt Graf Bosadowsky, der im westfälischen Wahlkreife Bielefeld- Wiedenbritc mit dem Sozialdemokraten Severing in der Stichwah! steht, eine große politische Rede, die einen Mahnruf an die bürgerlichen Parteien enthielt, zusammenzuste= ben mit der Front nach außen und gegen die Sozial­demokratie. Der Draht meldet uns über die Rede:

Jena, 19. Januar. Auf Einladung des Aus­schusses für die Wahl des bürgerlichen Kandidaten im dritten weimarischen Wahlkreise hielt gestern abend im Volkshause zu Jena vor einer über 2000 Personen zäh=

Stunde auf Stunde verrann in sich immer steigern­der Aufregung.

Sie hatte an ihren Vater gefrchieben, aber der Reit­fnecht, der tros der verschlossenen Tür im Korridor Wache hielt, eine Kreatur Haralds, hatte sich geweigert, den Brief zu überbringen. Die Situation, in der ste sich befand, war ebenso fläglich als lächerlich.

Ante paar Minuten lief sie ans Fenster, um nach dem Knaben zu sehen, den sie nach Klaus geschickt hatte. Es wurde es elf Uhr.

Nein, gnädiges Fräulein, nur der Stall ist mit vor Freude pochendem Herzen sah sie bei einem

munter."

llst Du mir einen Brief besorgen?" Sia, gewiß."

Aver Andreas, Du mußt flug und fly sein, der Klaus im Walde, Du weißt schon, der muß ihn bald haben, und es darf auch niemand etwas davon er­fahren."

,, Beileibe, fein Mensch!"

treffen."

" Du wirst Kleus fetzt sicher bet den Kiefern " Ich will thn schon finden."

" Ich verlasse mich auf Dich, Andreas!" " Das können Sie auch, Fräulein."

Ste warf den Brief hinab und der Stallfunge ent­fernte ich hurtig.

,, Hoffentlich wird unhell verhüttet!"

Frau von Herstell kam und beide berteten, was nun wetter zu tun set, aber sie kamen zu keinem Resultat, denn schon der Gäste wegen mußte jedes Aufsehen ver­mieden werden.

Hildas Angst und Unruhe wurden immer größer. Ste fürchtete das Zusammentreffen Holtaus mit Harald, und selbst wenn dasselbe keine ernstlichen Fol­gen haben sollte, so war es beschämend genug, wenn ihr Retsegefährte hier in beleidigender Wetse empfangen wurde.

neuen Ausblid, daß Klaus unten war, er äugte neu­gferta zum Fenster hinauf.

Nasch riß fie es auf.

Was gibts denn, gnädigstes Fräulein?" fragte er mit gedämpfter Stimme.

Hast Du meinen Brief erhalten?" Ja, alles besorgt."

Gott fet Dank!"

,, Um Gotteswillen, Hilda," rief Frau von Herstell, ,, man fommt!"

Schnell schlug Hilda das Fenster zu. Gleich darauf trat Harald ein.

Ich hoffe Dich in vernünftiger Stimmung zu fin­den," begann er furz.

Hilda, die durch das Bewußtsein, daß ihre war­nung zur rechten Zeit angekommen fet, etner bangen Sorge entledigt war, antwortete gelaffen: Mich durch Deine törichte Gewaltanwendung einzuschüchtern, Hoffst Dit vergebens, und Frau von Herstell kann Dich wegen Freiheitsberaubung verklagen."

" Frau von Herstell stand und steht jederzeit die Tür offen. Ich frage Dich jetzt noch einmal ernstlich, sowohl in Deinem eigenen Interesse wie in dem unseres Hau­ses: willst Du, was wir, der Vater und ich, Dir gestern in wohlmeinender Absicht vorschlugen, in Ueberlegung ziehen, wenn Du es nicht schon getan hast?"

lenden Zuhörerschaft der frühere Staatssekretär des Innern Graf Rosadowsky eine programmatische Red über die politische Lage. Der Redner, der mit Jube begrüßt wurde, führte aus: Der politische Individualis mus habe bei den Wahlen einen prägnanten Ausdruc gefunden. Angesichts dessen wäre es notwendig, das bie politischen Barteien eine Revision ihrer Programme vornehmen. Wenn man eine einheitliche und konse quente Regierung wolle, so müßten wir erst große, ein hettliche, konsequente Parteten schaffen, ohne die auc ein parlamentarisches Regime nicht denkbar sei. Nach dem die Sozialdemokratie eine Million Stimmen gea wonnen habe, seien bitrgerliche Sammelfandidaturent in diesem fritischem Zeitpunkt notwendig. Redner mahnten zur Einigkeit der bürgerlichen Parteten bet den Stichwahlen. Im Hinblick auf die auswärtige Lage riet er, die Reihen zu schließen und Front nach außen zu nehmen. Der Vortrag wurde mit stürmischem Bel fall aufgenommen.

Schiffe in Seenot.

Der Monat Januar ist retch an Schiffsunfällen, welche durch die schweren Stirme in der Nordsee und dem Atlantischen Ozean verursacht waren. Auch heute werden wieder Schiffsunfälle gemeldet:

London, 19. Januar. Der gestern frith an der Küste von Aberdenshire gestrandete Dampferwistow Hall" war ein Stahlschraubenfahrzeug von 3311 Re gtstertonnen. Das Schiff ging in wenigen Minuten in Trümmer und die 57 Mann starte Befagung wurde in die Brandung geriffen. Augenzeugen am Ufer schildern die Szene als herzzerreißend. Ein Rettungsboot, das flott gemacht wurde, konnte nur vier Personen retten. Die übrigen 53 Mann ertranken vor den Augen der Ju schauer am Strande.

Entrhaven, 19. Januar. Von dem Lotsenschoner 4 fuhr am 17. früh bet eisigem Weststurm ein Lotsenver­sezzboot zu einem einfahrenden Dampfer und gab einen Lotsen ab. Seitdem ist das Boot, das mit einem Lotfen und zwei Aspiranten besetzt war, verschollen. Alle Nach forschungen warn bisher ergebnislos.

Berliner Getreide: und Schlachtviehmarkt

Die Preise für Brotgetreide haben in der am 17. Januar zu Ende gegangenen Berichtswoche Fortschritte nicht machen können. Die Forderungen der argentini­schen Exporteure laffen mehr Nachgiebigkeit erkennen. Man erwartet für die Frühjahrsmonate eine reichliche Zufuhr von Weizen. Am Berliner Markt hat der Jult­preis um 0,75 M fich ermäßigt, während die Notterung für den Mattermin sich behaupten konnte. Eine Stüße bietet am Berliner Markt die außerordentliche Teue­rung der Futtermittel. Gerste ist bereits so teuer, daß die teilweise Verfütterung von Roggen für den Land­wirt fich vielfach als der beste Ausweg gegenüber der Futternot ergibt. Hieraus erklärt man sich das sehr tnappe Angebot diefer letztgenannten Protfrucht. Eine Befferung dieser Verhältnisse steht erst mit dem Früh= jahr in Aussicht. Vielleicht ist auch in nicht zu langer Belt Hafer aus Argentinien, dessen Anbau dort ganz bedeutend ausgedehnt ist, billig zu erwerben. In Deutschland sind die Forderungen für Hafer weiter er­höht worden und die Notterungen haben angezogen; erst zuletzt drückte auf Julilieferung das Angebot Nuß= lands, das ziemlich reichlich Ware abzugeben hat. Mais war wenig im Verkehr. Die Preise für Lieferung im Mai stellten sich schließlich wie folat: Weizen 217,25, Roggen 197. Safer 194,25, Mais 167,00 M

Breise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Och­sen: a) vollfleischige ausaemästete höchften Schlachtmer tes 83-89, tunge, fletfetge, nun ausgemästete und ältere ausgemästete 76-82 M, c) mäßia genährte junge und gut genährte ältere 68-75 M. 2. Bullen: a) volfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 78 bis 85 M., b) vollfleischige jüngere 73-80 M; c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 68-75 M, 3. Färsen und ühe: a) vollfletschtge ausgemästete Fär­sen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige aus­gemäitete ühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jah­ren 77-80 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 74-79 M.. d) mä­Big genährte Kühe und Färfen 69-73 M., e) gering ge= nährte Kühe und Färsen 58-68 M., f) aering genähr= tes Jungvieh( reffer) bis 68 M. 4. älber: a) Dop­pellender feinster Mast 119-143 M., b) feinste Mastfäl= ber 103-113 M., c) mittlere Mast- und befte Saugfäl­ber 88-100 M, d) geringere Mast- und gute Saugfäl­ber 81-91 M., e) geringe Sangfälber 49-78 M. 5. Schafe; a) Mestlämmer und jüngere Masthammel 74 bis 82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastläm= mer und gut genährte funge Schafe 64-74 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe 53-68 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Bentner Lebendgewicht 60 M., b) vollfleischiae Schweine 250-300 fb. 58-60 M. c) vollfletschige 200-240 3fd. 50-59 M., d) vollfleischtge Schweine 160-200 f. 52-57 M. e) vollfleischtge Schweine unter 160 Bfd. 49-52 M., f) Sauen 53-55 M.

,, Also, um mir die notwendige Ruhe zur Weber­legung zu geben, wurde ich eingesperrt? Eine echt rit­terliche Handlungsweise. Meine Antwort auf Deine ge­schäftlichen Anträge hast Du, laß Dich also nicht länger hier zurückhalten."

Mädchen, Du weißt nicht, was Du tuft, es winft Dir das glänzendste Los von uns allen!" " Ich verzichte darauf!"

Du rettest unsern Vater aus Bedrängnis." Einen Augenblick stugte ste, erwiderte dann aber ruhig: Dem Majoratsherrn von Dieskau kann nicht viel geschehen."

Mühsam nur bändigte er sein läbzorniges Naturell. Willst Du zum Frühstück herunterkommen, um die Honneurs bei Zisch zu machen?"

Das will ich nicht, so lange nur Herren eure Ge­sellschaft bilden. Wird meine Gefangenschaft noch lange bouern?"

Er stieß einen Fluch aus und ging ohne Gruß. Raum waren seine Schritte verklungen, als Hilda zum Fenster eilte.

Als sie in dessen Rahmen erfchten, trat Klaus hinter etnem Baum hervor und kam dicht zum Hause. Ich danke Dir, Iteber Klaus."

Aber was bedeutet das alles, gnädigstes Fräu­Ietu?"

Ich bin hier eingeschloffen, Klaus, man fürchtet, daß ich nach der Stadt retsen werde, um unliebsamen Begegnungen hier zu entgehen."

Der Kluge Alte, der durch seinen Verkehr mit der Dienerschaft viel mehr von allen Vorgängen auf dem Schlosse wußte, als man dort ahnte, pfiff letse vor sich bin.

( Fortsetzung folgt.)