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Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen

der Großherzoglichen des Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83.

Redaktion:

olerteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig­ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Dounerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 229.

Telephon: Nr. 362.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 28. November 1911.

§ Zur Landtagswahl in Bingen- Stadt stellte die sozialdemokratische Partei den Schriftsetzer Jbing als Kandidaten auf.

Aus Anlaß des Geburtstages des Großherzogs wurden an hessische Beamte und Bedienstete der Staats­eisenbahnverwaltung 45 Erinnerungszeichen für 40jähr. Dienstzeit und 135 Erinnerungszeichen für 25jährige Dienstzeit verliehen.

( Haus Brüder Schmidt.)

Dienstag, den 28. November 1911.

men Frühstücks an schwächliche Kinder der Volksschulen

0 Gießen. Zur Feier des Geburtstages Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs von Hessen gab das Stadt Theater Goethes Iphigenie auf Tauris". Dieses Stück aufzuführen ist für jede Bühne ein Wag­nis. Zweierlei Bedingugen müssen erfüllt sein, um ein Gelingen erhoffen zu können. Die Schauspieler müssen dem Stück gewachsen sein und vom Publikum ist tiefes Empfinden zu erwarten. In dieser Hinsicht kann man die Festvorstellung als gelungen bezeichnen. Die Fest Duverture Iphigenie in Aulis" von Ch. W. v. Gluck ( Schluß von Mozart), ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116, unter der bewährten Leitung des Herrn Obermusikmei­sters Wilhelm Löber, führte stimmungsvoll in das Stück ein. Die äußerst schwierige Rolle der Iphigenie", die die höchsten Anforderungen an die darstellende Künst­lerin stellt, gab Frau Gertrud Baumeister- Felsegg mit tiefem Eindringen in den seelischen Kampf dieser über das menschliche Maß hinausgehenden Gestalt der götter­gleichen Priesterin. Den großen Beifall, den das Pub­likum in der ergreifenden Erkennungsszene spendete, teilte sie mit ihrem Gatten, dem Hofschauspieler Hans Baut meister von dem Großh. Hoftheater in Darmstadt, der als Gast in der Rolle des tapferen und geraden, aber vom Fluch tief gebeugten Orest" ganz und voll die Ver­ehrung rechtfertigte, die man in Darmstadt seiner Kunst zollt. Die übrigen Rollen Thoas, der König der Tau­rier", Pylades, der listige, schlaue Freund Orests" und ,, Arkas, der Vertraute des Königs", lagen in den Hän­den der Herren Hermann Bakof, Carl Gerhardt- Schro­der und Carl Volk, die nach Kräften diesen gerecht zu werden suchten.

n Gießen. Der verstorbene Beigeordnete Kom­merztenrat Georgi hat der Stadt 20 000 Mt. ver­macht. Die Zinsen sollen für die Verabreichung war­

Höchste Auszeichnungen:

Kgl.Sächs.Staatspreis

der Internat. Hygiene Ausstellung Dresden 1911

Goldene Medaille

Ostdeutsche Ausstellung

Posen 1911

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für Feinschmecker!

Man hüte sich vor täuschenden, qualitativ minderwertigen Nachahmungen!

verwendet werden.

n Gießen. Der Nationalliberale Verein hielt am Freitag seine Mitgliederversammlung ab, der sich eine fessor Luley anschloß. fleine Abschiedsfeier für den bisherigen Vorsitzenden Pro­

in

entlassene Stuffateur Fuldheim hatte in Dotzheim n Gießen. Der erst kürzlich aus dem Zuchthaus verschiedenen Lokalen und Geschäften falsche Zweimark­stücke auszugeben versucht. Bei seiner Verhaftung trug er noch 17 Falschstücke und Material zur Herstellung fal­schen Geldes bei sich.

n Gießen. Der Frankfurter Automobilklub hat hat den Oberhessischen Automobilklub in Gießen auf dessen Ansuchen hin als Sektion des Frankfurter Auto­mobilklubs aufgenommen.

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( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg

das erhobene Geld die Entwertung von Stempelmarken stattfindet und nur der Staat einen Gewinnst davon erzielt.

o Friedberg. Auf der Friedberger Warte soll ein architektonischer Wasserturm errichtet werden.

o Friedberg. Die hiesige Stadtverordnetenver­jammlung sprach sich für die Erbauung einer Bahn von Friedberg nach Ranst a d f aus.

):( Frankfurt a. M. Nach einer Veröffentlich­ung der Fleischerinnung kostet vom 25. November ab Schweinefleisch 75 Pfg. das Pfund, Rippen-, Hals­und Bauchstücke ohne Beilage 90 Pfg., Schinfenbraten ohne Zugabe 1,20 Mt., Leber- und Blutwurſt 70 Pfg. Das bedeutet gegen die bisherigen Preise einen Abschlag von 5 Pfg.

n) Gießen. Am vergangenen Donnerstag hatte die Gießener Ortsgruppe des Hansa bundes nach dem Saale des Hotel Einhorn eingeladen zu dem Vor­trag des Herrn Dr. Hüttmann- Berlin über W e I che Forderungen muß der Gewerbetreiben­de an den Reichstagskandidaten stel I en". Der Staat hat die Verpflichtung, daß er alle Erwerbsstände gleichmäßig mit Steuern belastet und wenn das nicht der Fall ist, dann sind in erster Linie die Reichstagsabgeordneten berufen, um gegen eine un­gerechte Besteuerung des einen oder des anderen Stan­des Front zu machen. Deutschland muß infolge seiner zentralen Lage inmitten anderer Industriestaaten sehr darauf bedacht sein, daß es auf dem Weltmarkt Feld behauptet. Hierzu ist notwendig, daß jeder Er­werbsstand in sich selbst gesund ist, d. h. seine Angehöri gen reichlich Lohn und Brot haben. Handel und In­dustrie, ganz besonders aber der Handwerkerstand, haben durch die letzten neuen Steuern große Lasten aufgebür­tet bekommen, dazu die Preissteigerungen aller bensmittel, sodaß ein Handwerker heutzutage wahrlich nicht zu beneiden ist, zumal wenn er unter großer oder, was noch bedauerlicher ist, unter unreeller Konkurrenz zu leiden hat. Von den Gewerbetreibenden müßten da­rum die Reichstagskandidaten verpflichtet werden stimmen: 1. für reichsgesetzliche Regelung des Submis­sionswesens, etwa im Sinne des Entwurfs des Hansa­bundes, 2. für Bekämpfung aller Gesetze und Gesetzes= vorlagen, die Handel, Industrie und Gewerbe in einer Weise belasten, daß diese Lasten auf die Dauer nicht ertragen werden können, 3. gegen alle weiteren indirek­ten Steuern, sondern für Besitzsteuern( Erbanfallsteuer), Aufhebung der Futtermittelzölle und 4. für gerechtere Verteilung der Lasten im Allgemeinen. Der Redner ermahnte die liberalen Bewohner Gießens, endlich die Kleinlichen Bedenken fallen zu lassen und bei der nahe bevorstehenden Reichstagswahl gemeinsam für einen Kandidaten sich zu entschließen. Reicher Beifall lohnte den Redner. In der Debatte befürwortete Stadt­verordneter Winn die Reichseinkommensteuer und Pro­fessor Dr. Krausmüller empfahl die sogn. Worm­ser Bestimmungen bei Vergebung von Submissionsar­beiten. Der ganze Abend ist für die Anwesenden in mancher Beziehung sehr beherzigenswert gewesen; möge man den Worten auch die Tat folgen lassen.

*

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):( Wiesbaden. Eine israelitische Händlerin laden. Sie weigerte sich, den vor ihrer Vernehmung von war vor der hiesigen Strafkammer als Zeugin vorge­ihr verlangten Eid zu schwören, weil sie unmittelbar vor ihr verbiete, in diesem Zustande einen Eid zu schwören. ihrer Niederkunst stehe und weil das mosaische Gesetz 3wangsmittel gedroht worden war, gab die Frau ihren Erst nachdem mit der Anwendung der gesetzlichen Widerspruch auf und leistete den Eid.

Kapitänleutnant Fischer errichtet werden, der bekanntlich s Darmstadt. Hier soll ein Denkmal für den mit einem weiteren Offizier und einem Matrosen bei dem Unfall des Unterseeboots U. 3" in diesem Frühjahr sein Leben einbüßte und sich für die Besatzung aufopferte.

! Sprendlingen. Beim Ausputzen von Obst­bäumen im Felde stieß sich der Landwirt Ludwig Schä­fer 7. so unglücklich mit einem Aft ins Auge, daß seine Ueberführung in das städtische Krankenhaus nach Frank­furt notwendig wurde."

! Mainz. Die Stadt Mainz hat, ebenso wie eine Anzahl anderer Städte, auch nach Einführung des Reichsgesetzes über die Aufhebung des Cttrois für Le­bensmittel für die Einführung von Wild und Geflügel in die Stadt Gebühren erhoben. Die zahlreichen hiesi gen Wild- und Geflügelhandlungen haben nunmehr be­schlossen nachdem das Reichsgericht endgültig die Er­hebung der oben angeführten Oftrois für nicht zulässig erklärt hat von der Stadt Mainz die zu unrecht be­zahlten Oftroigebühren zurückzuverlangen, eventuell Klage gegen die Stadt zu führen.

Aus dem Vogelsberge. Seit Menschen­gedenken ist die Bevölkerung des Vogelsberges daran gewöhnt, daß mit Beginn des Winterhalbjahres auch die Spinnstuben ihren Anfang nehmen. Wenn auch mit dem allmählichen Verschwinden des Spinnrades die Spinnstuben ihren eigentlichen Charakter eingebüẞt ha­ben, will man doch die eingebürgerte Gewohnheit, die langen Winterabende im gesellschaftlichen Kreise zu ver­bringen, nicht gerne vermissen, und so wird die alte Sitte, wenn auch in anderer Weise, von der jüngeren Generation weiter gepflegt. 3war hat man seit mehre­ren Jahren das Abhalten solcher Spinnstuben von einer polizeilichen Erlaubnis abhängig gemacht, die jedoch seither ohne Anstand und unentgeltlich erteilt wurde. Ganz enttäuscht ist aber die Jugend, daß in diesem Winter zum ersten Mal eine Stempelabgabe von 1,50 Mark für jede Spinnstubenerlaubnis erhoben wird. Nach dem Urkundenstempelgesetz ist das Abhalten von Tanz­belustigungen, die von einer Anzahl Personen in einem Privatlokal ohne Verzapf von Getränken stattfinden, was bei den Spinnstuben ohne Zweifel der Fall ist, stempel­frei. Eine entsprechende Aufklärung, auf welchen Grund­jazz sich die Erhebung einer Stempelabgabe für Abhal­tung der Spinnstuben stützt, wäre den Interessenten da­her sehr erwünscht. Es besteht sogar vielfach die irrige Meinung, der Bürgermeistee erhebe für seine eigene Tasche diese Gebühr ohne dabei zu überlegen, daß für

! Mainz. Am 16. Dezember wird der Bund der Landwirte hier eine Landesversammlung der Landesabteilung Großherzogtum Hessen abhalten. Der Vorsitzende des Bundes, Freiherr v. Wangenheim, wird den Vorsitz führen.

! Worms. Die Untersuchung der Explosion im städtischen Kanalnet, Ende August, bei der 3 städtische Kanalarbeiter zum Teil schwer, zum Teil leichter verletzt wurden, hat jetzt ergeben, daß ein Angestellter einer Lederfabrik 1100 Liter Benzin in das städtische Kanal­netz geleitet hatte. Da die Firma sich zum Schadenersatz bereit erklärt hatte, wurde von einer Strafanzeige ab­gesehen.

):( Aus der Pfalz. Der von der Stadt Zwei­brücken veranstaltete Fischmarkt erfreut sich immer größer werdenden Zuspruchs. Die Zweibrücker Fischhänd­ler haben nun der Stadtverwaltung eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs angedroht. Vorläufig verkauft jedoch die Stadt ihre Fische, deren Qualität allgemein gelobt wird und die im Preise bis zu 17 Pfg. unter dem Tagespreis stehen, weiter.

Nicht aus Onefte, fondneu ous monstwollnu Moly mous Kartheniums Malzloffen Inwonftellt.

Das Gehalt mocht' 6!

LA

or der Grace- Kirche in New York ſtanden an einem bellen,

Junge Ebe.

Junge Ehe.

Die ersten Tage ihrer Flitterwochen auf dem schönen Schiff,

hei flarer

umerbimmel und spiegelglatter See, glichen einem

obachtungsposten, hütete

Junge Ehe.

Jm canbe der Blutapfelsinen.

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Frauen nun einmal sind, warf sie in den entdeckte sie ihr hübsches Visavis an seinem Play. und wieder einen Blick auf jenes Fenster, und fast jedesmal sich aber wohl, ihrem Charley etwas wie die To nnns Seite

von ihrer Entdeckung mitzuteilen. Aber neugächsten Tagen hin

Ganz all­

schwirrenden kleinen Gesellen, und da der August an und dem die geschlossenen Fenster bei der unglaublichenate, Diese Weiſe ſeine ſtill angebetete feit zagen nicht gefeber auf Diese stand ebenso erzürnt als ratlos mitten unter den

Size nicht targte, so war die Situation allerdings rense

Der junge Mann aus