Einzelbild herunterladen

Französische Saharapolitif.

Von einem Kenner der Verhältnisse wird uns ge­schrieben:

Ein dichter Schleier verhüllt zur Zeit die deutsch­französischen Verhandlungen über Maroffos Bufunft, und mit begreiflicher Spannung wartet man hier auf das Ergebnis der wichtigen Auseinandersetzungen. Das Schicksal des nordwestlichen Afrifas wird jetzt in Ber­Iin entschieden, woselbst der einflußreiche französische Botschafter Cambon mit Herrn v. Niderlen- Wächter um die deutsche Einflußsphäre möglichst enge Maschen zu Inüpfen fucht. In den französischen Kreisen in Tanger herrscht indessen völlige Zuversicht, daß Frankreich auf dem Marsche tft,

ein riesiges afrikanisches Reich

gung oder Entrüstung zu äußern. Dazu wird erst gett sein, wenn autorisierte Mitteilungen über den Ausgang der diplomatischen Angelegenheit vorliegen."

Das Befinden des Prinzregenten Luitpold von Bayern soll in letzter Zeit sehr zu wünschen übrig lassen. Seit Anfang Juni sind mehrfach leichtere und schwerere Ohnmachtsanfälle aufgetreten, die der näheren Umge­bung zu ernsteren Besorgnissen Anlaß boten. Zwar hat der greise Fürst seine äußere Lebenshaltung seither nicht wesentlich einzuschränken branchen und hat noch in letzter Zeit auf seinem Schloß Hohenschwangau Gäste empfangen und seine gewohnten Ausflüge gemacht. Doch darf man sich nicht verhehlen, daß die sich mehren­den Schwächeanfälle als Begleiterscheinungen des hoden Alters große Beachtung verdienen.

zu gründen, das ihm nicht nur unermeßlichen wirtschaft­Itchen Vorteil verschaffen, sondern auch die ersehnte Verstärkung des französischen Heeres durch afrikanische Truppenförper bringen wird. Immer weiter hinaus schweift der begehrliche Blick der Fran­zosen. Das große Sandmeer der Sahara soll nun auch zu einem französischen Meere umgeformt werden. Eine französische Stamelrettertruppe, die Meharisten, übt be­retts, soweit es ihr möglich ist, die Polizei in diesem un­geheuren, sonst von niemand beanspruchten Gebtete aus. Frankreich steht vor der ein Riesenmaß von Geduld und Beharrlichkeit erfordernden Aufgabe, die Grenzdistrifte seiner nordafrikanischen Besitzungen gegen die Ueber­fälle von Nomaden zu sichern, die im Wüstensand ge­Stählt, von Habsucht und religiösem Fanatismus getrie­ben, ihre färgliche Eristenz durch Beute zu bereichern streben. Da dte Defensive in solchen militärischen Auf­gaben unverhältnismäßig große finanzille Opfer er­fordert, liegt die Offensive nahe. Die Grenze sichern heißt sie erweitern, und da Frankreich die besten Aus­fichten hat,

weltpolitische Hindernisse in seiner Afrikapolitik in Berlin zu beseitigen,

so geht es mit Macht daran, seine Einflußsphäre in den Ländern, die man als Küstenstriche der Sahara bezeich­nen kaun, auszudehnen und den Kranz zu schließen.

Der Landtag in Gera( Reuß f. L.) genehmigte ein Nachtragsgesetz zum Volksschulgesetz, welches bestimmt, daß im Fürstentum die geistliche Schulaufsicht beseitigt wird. Es sollen Landesschulinspektoren angestellt wer= den, die lediglich Fachmänner sein müssen. Selbstver­ständlich bleibt der Kirche das Recht über die Beaufsich= tigung des Religionsunterrichts in den Schulen auch in Zukunft gewahrt. Jedoch darf die Revision dieses Unterrichts durch Geistliche nur alle sechs Jahre er­folgen.

Ein blutiger Kampf zwischen einem Gendarm und Zigeunern spielte fich am Sonnabend bet Hechtsheim in der Nähe von Mainz ab. Der Wachtmeister wollte einen steckbrieflich verfolgten Zigeuner verhaften. Die Bigeuner leisteten bewaffneten Widerstand. Der Bes amte erhielt eine Rugel in den Unterleib und stitrate schwer verletzt vom Pferde. Er ringt im Krankenhaus mit dem Tode. Die Bande wurde bis jetzt ergebnislos von der Mainzer Polizei verfolgt.

Der bayerische Landwirtschaftsrat hat mit allen ge­gen eine Stimme, nämlich die des Reichsrats Freiherrn von Thüngen, beschlossen, das Kriegsministerium zu bitten, mit Rücksicht auf die Maul- und Klauenseuche in diesem Jahre von Manövern abzusehen oder sie wenig­stens einzuschränken.

In der Sahara selbst ist zwar nichts zu holen. Der Plan, die Witste in ein Meer zu verwandeln und da= durch die sie umgebenden, in Naturschäßen reichen Län­der dem Verkehr zu erschließen, ist ebenso problematisch wie die Hoffnung auf unterirdische Schäße. Anderer­setts ist das ungeheure Gebiet leichter zu unterwerfen als es auf den ersten Blick scheinen möchte. Es gibt in diesem Gebiet eine verhältnismäßig geringe Zahl von Strategischen Punkten, auf deren Besuch die Nomaden zum Zwecke der Versorgung mit Wasser und Lebens­mitteln angewiesen sind. Wer diese Punkte besetzt hält, beherrscht alle Straßen, er ist

der Herr der Wüste.

Standalfzenen auf einer Radrennbahn. Auf der Cölner Radrennbahn fam es gestern infolge der An­fündigung der Direktion, daß die letzten Läufe wegen der unerträglichen Temperatur erstDienstag abend aus­geführt werden sollen, zu großen Standalszenen. Die Menge demolierte die Bahn und zertrümmerte die Bara riere.

Ein Flieger im brennenden Apparat. Bei einem Versuch des Cölner Fliegers Soujot, mit seinem Appa­rat aufzufteigen, geriet diefer in Brand und wurde voll­ständig zetört. Houjot selbst rettete sich durch einen Sprung auf die Erde und blieb unverlegt.

Die spanisch- französischen Zwischenfälle in Elkhar mehren sich unheimlich. Noch harrt die Affäre des fran­zösischen Leutnants Thiriet der Beilegung, die vermut­Itch nicht leicht herbeizuführen sein wird, da jeder Tell dem anderen die Schuld zuschiebt. Und jetzt wird aber­mals ein ernster spanisch- französischer Streitfall, der dritte in sechs Tagen, gemeldet. Sein Opfer ist wieder der französische Leutnant Thiriet, der am Tage nach feiner ersten Sistterung aufs neue von den Spantern verhaftet worden ist. In der französischen Presse wird in scharfen Worten vollste Genugtuung für die spant­scheit Uebergriffe verlangt.

Um die Verbindung zwischen den Stationen auf­recht zu erhalten, hat der französische Oberkommandie­rende das geeignete Instrument in der Meharistentrup­pe geschaffen. Diese Kamelreiter legen im Bedarfsfalle 150 Silometer den Tag zurück und ermöglichen es, die Nomaden auch auf ihren Wanderzügen zu fassen. Die Organisation der Streifforps, die zuerst im Süden von Algerien erprobt wurden, stteß im Sudan auf Schwie­rigkeiten, weil die französischen Offtztere ein Vorurteil gegen Refruten aus den Saharastämmen haben und die Neger bevorzugen, die mit dem Kamel nicht umzugehen wiffen. Aber die Ausbildung des Meharistenwesens macht auch im Sudan Fortschritte und wenn es vollendet sein wird, werden, wie französische Militärs berechnen, 10 bis 12 Kompagnien genügen, um Ruhe und Sicher­heit in der ganzen Sahara zu schaffen. Alsdann er­Streckt sich

Ein Unfall beim Scheibenschießen des 17. Pionter­bataillons hat sich am Sonnabend in Mülheim a. RH. ereignet. 3wet Soldaten, die sich vermutlich zu frith aus der Deckung gewagt hatten, wurden an Brust und Armen schwer verlegt. Sie mußten in das Garnison­lazarett in Cöln geschafft werden.

Eisenbahnattentate ohne Ende. Auf der Bahnlinie Paris- Havre wurde in verflossener Nacht in der Nähe von Rouen in verbrecherischer Absicht die rote Glas­scheibe einer Signallaterne entfernt. Das Verbrechen wurde rechtzeitig entdeckt und dadurch großes Unglück verhittet, da sonst ein Zusammenstoß zwischen zwei Per­sonenzügen erfolgt wäre.

3wist im spanischen Königshause? Etn Brüsseler Blatt will aus Madrid erfahren haben, daß die Königin Vittoria die Reise, die sie morgen anzutreten gedenkt, wegen Zwistigkeiten mit der Königin- Mutter Marte Christine unternimmt. Sie habe erfahren, daß die Röntgin- Mutter eine scharfe Marokkopolitik begünstige, worauf die Königin Vittoria thr Vorhaltungen wegen threr Einmischung in die Regierungshandlungen ge= macht habe. Es soll zu einer heftigen Auseinander­setzung gekommen sein, die die Königin veranlaßte, thren Gemahl zu bitten, ihr einen längeren Erholungsurlaub im Auslande zu gestatten.

das afrikanische Kolonialreich Frankreichs vom Atlantischen Ozean bts an die Libysche Wüste, vom Mittelmeer bis zum Bufen von Guinea. Aus Berlin, wohin sich der französische Blick sett Algeciras mit dem Gefühl des Unbehagens wandte, erwartet man jetzt die Unterschrift unter die neue afrikanische Landkarte. Die fühne Draufgängerpolitik Frankreichs hat kaum er­träumte Erfolge erzielt.

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Kleine Nachrichten.

Der deu reren

Norddeu

um fich

Ruberfte feboch a

bitt bein

großes

fenbett miffe be Opfe

bag war

peratur lim und Bisigläg infolge

Nieb auf lebenben Im Frei Babender

troffen u

Frant wit

ber Bliz

Bflegetoch

Grau wit

Berei

Elation

Belbelber

fenwärter

bang awi

raubt

Bruchfal­

nigletfen

im legten

gen und

ofort zur

ben wäre Betrac

mit Silfe fang ein Rach Wie furgem b roda in rer Ste

lih in der

Ferner w

ben auf d

reichen. G einsvorsta bel Verein

Mittel hat

blatt" fchr

willigen

Striche, di

plöblich

ufommen

ben Tag fa

teit, um, m

Aus Furcht vor einer Operation ist gestern nach­mittag ein 27 Jahre alter Kaufmann aus der Steg­lizer Straße in Berlin freiwillig aus dem Leben geschie den. Er hatte ein Magenletden und sollte zu einem ärztlichen Eingriff nach einer Privatklinik gebracht wer­den. Während der Krantenwagen unterwegs war, um thn abzuholen, schoß er sich eine Revolverfugel in die rechte Schläfe und war sofort tot.

Bäderfrequenz. Baden- Baden 39 505; Badenweller 4557; Brückenau 2489; Davos 15 865; Gms 12 643; Karlsbad 42 978; Setssingen 22 479; Königstein 4578; Kreuznach 8428; Langenschwalbach 4068; Marienbad 19 917; Nauheim 22 601; Neuenahr 15 082; Niendorf 2891; Oberstdorf 6528; Orb 3256; Pyrmont 21 084; Sal­zungen 3242; Sooden- Werra 3980; Soden 2959; Tra­vemünde 6217; Warnemünde 11 178; Westerland- Sylt 13 028; Wildungen 7866.

Die schweigsamen Staatsmänner. Die Norddeut­sche Allgem. 3tg." schreibt in ihrer Wochenrundschau: Ueber den gegenwärtigen Stand der zwischen der deut­schen und der französischen Regierung wegen der Lage in Marokko schwebenden Verhandlungen können keine amtlichen oder halbamtlichen Mittellungen in der Presse gemacht werden. Das Gleiche gilt erst recht inbezug auf den weiteren Verlauf und die möglichen Ergeb­nisse der Verhandlungen. Es ist daher zum mindesten voretlig, über vermeintlich offistöse Angaben Befriedi­

23)

Jugendfreundschaft.

Aus den Gerichtssälen.

Grauenhafte Mißhandlungen des eigenen Kindes führten das Ehepaar Littmann aus Heppens vor die Straffammer des Landgerichtes in Oldenburg. Das noch nicht vier Jahre alte Kind wurde mit Stöcken und Lederriemen blutig geschlagen, mit dem Gesicht in den eigenen Kot gedrückt und dergleichen mehr. Auch wurde nachgewiesen, daß das Kind einen ganzen Tag lang nichts zu essen befam, als ein Stück mit Schmierseife Pfeffer und Salz belegtes Brot. Nach der von den Nach­barn erstatteten Anzeige wurden noch weitere Grau­samkeiten bekannt. Auch wurde das Bett des Kindes in fammerwürdigem Zustand vorgefunden; das Bett­stroh war nichts weiter als verschimmelter Mist. Das Gericht ging in Anbetracht der unerhörten Brutalitäten der unnatürlichen Eltern über den Antrag des Staats­anwaltes, der zwei Jahre Gefängnis beantragt hatte, hinaus und verurteilte die beiden zu je drei Jahren Gefängnis.

Bum Reftor der Universität Leipzig für das Unt­versitätsjahr 1911/12 wurde der Professor der Theolo­gte Geheimer Kirchenrat Dr. Heinrici gewählt.

Der entthronte Cook. Die Geographische Gesellschaft in Kopenhagen hat die Ernennung des bekannten Nordpolentdeckers" Cook zum Ehrenmitglied und die Verleihung der goldenen Medaille nunmehr offiziell annulliert.

Aus dem Zirkus May entsprangen nach einer Ma­rienburger Meldung zwet Tiger. Der eine wurde ein­gefangen, nachdem er zwet Pferde zerfleischt hatte. Den zweiten fonnte man erst wieder einfangen, nachdem er einem Bändiger den Arm zerrissen hatte.

Roman von G. v. SchItppenbach. ( Nachdruck verboten.) Uchatscheff sprach und gestikulierte lebhaft; in furzer Zeit wiederholte er dreimal dasselbe und als der Die­ner den Befehl, Zigarren zu bringen, nicht schnell genug ausführte, geriet Uchatscheff in Zorn.-

Der Nervenarzt beobachtete das alles und zog seine Schliffe.

Wieder ein Eisenbahnunglück. In Quedlinburg stteß gestern vormittag der Magdeburger Eilgüterzug mit einer Bugmaschine zusammen. Ein Viehbegleiter wurde aus dem Packwagen geschleudert und getötet. Die Maschinen wurden zertrümmert. Die Gleise muß­ter eine Beit lang gesperrt werden.

Also, das ist der Mann der armen jungen Frau," dachte Alfred," es ist gut, daß ich Zutritt zu ihrem Hause habe; vielleicht kann ich jetzt die Pflicht der Dank­barkeit abtragen gegen die Jugendfreundin meiner lie­ben Mutter!"

Achtes Kapitel.

Vermischtes.

Ein neuer Juwelendiebstahl. Die Deckeneinbrüche bet Berliner Juwelteren scheinen jetzt epidemisch zu werden. In der Nacht zum Sonntag ist wieder ein Einbruch in ein Juwelengeschäft verübt worden. Dies mal hatten sich die Einbrecher in der Neuen Königstraße den Laden des Juwelenhändlers Mocsart zum Schaus play threr nächtlichen Tätigkeit gewählt. Sie begaben sich in eine Wohnung über dem Juwelierladen, die feit einiger Zeit unvermietet ist. Von dort aus durchbrachen sie mit Bohrern die Decke und famen auf diese Weise in den Laden hinein. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es sich um dieselben Diebe wie in den früheren Fällen handelt. Einer der Diebe stieg in den Laden hinab und traf hier eine Auswahl unter den vorhandenen Gold­und Silberwaren. Der Geldschrank, in dem die wert­vollsten Sachen lagen, blieb merkwürdigerweise unbe­rührt. Vermutlich sind die Diebe gestört worden. Den Rückweg traten sie wieder durch die Decke an. Im gan­zen haben sie Gold- und Silbersachen im Werte von un­gefähr 3000 erbeutet.

Noch ein Opfer des Müllheimer Eisenbahnunglücs. Der bet dem Eisenbahnunglück schwer verlette Regie­rungsbaumeister Nürnberger aus Lörrach ist im Hospt­tal in Müllheim gestern morgen seinen Verlegungen erlegen. Das Gerücht von dem Selbstmord des ver­hafteten Lokomotivführers Platten bestätigt sich nicht.

Man redete ihm zu, eine junge Frau zu nehmen, aber Rosen meinte: Ehe nicht das letzte Markstück be­zahlt ist, eher heirate ich nicht, ich will nicht, daß meine Sau wie eine Magd arbeitet, fie soll es gut haben." So wurde Rosen fast vierzig Jahre alt. Wenn die Felder in Lachsdienen in goldenen Aeh­ren wogten und die Wiesen in saftigem Grün prangten, sagen die Nachbarn: Der Adolf Rosen versteht seine Sache, der wird noch reich werden."

Verfuchter Batermord. In Schoppau bet Karlsbad versuchte der Fleischer und frühere Kaufmann Louis Scheller, um schnell in den Besitz der Erbschaft zu kom­men, seinen schlafenden Vater zu ermorden. Er feuerte durch das Schlafstubenfenster zwei Revolverschüsse ab, die glücklicherweise beide fehlgingen. Scheller richtete die Waffe dann gegen sich selbst und verletzte sich schwer durch zwei Schitise in den Mund. Darauf flitchtete er und versuchte sich zu ertränken. Schließlich stellte er sich selbst dem Gericht.

Ein amerikanisches Kompliment für den deutschen Schiffsban. Ein etwas unfreiwilliges Kompliment wurde, nach der N. pol. Korr.", unlängst in Amerika

heimzuführen, beschäftigte er sich oft damit. Das Bild der zukünftigen Herrin von Lachsdienen war etwa fol­gendes: " Hübsch braucht sie nicht zu sein, darauf sehe ich nicht, gesund und frisch ist mehr wert. Klavier braucht sie nicht zu spielen, ich verstehe nichts von Musik, das Jagdhorn, das Bellen der Meute und das Balzen des Auerhahns ist für mich das schönste Konzert. Allzuviel Bildung ist entbehrlich, sintemalen ich selbst nicht stu­diert habe; ich möchte nicht, daß mich meine Frau über­sicht. Sie muß vernünftig und praktisch veranlagt sein und das Landleben der Stadt vorziehen. Leidenschaft­mliche Liebe erwarte ich nicht, sie muß mir nur von Her­" Hm, ob mich wohl noch eine nimmt?" dachte er, zen gut sein und mir wie ein treuer Kamerad zur Seite bin ein alter Kerl geworden, bald vierzig Jahr und gehen, Hand in Hand mit mir. Wo finde ich solch ein der Haarwuchs ist gelichtet, die liebe Sonne hat mich Wesen?" braun gebrannt, schön ist anders."

" Jetzt könntest Du eine Frau nehmen," dachte der Landwirt, Schulden sind nicht mehr da und ein rundes Summchen Itegt auf der Bank." Er dehnte die mäch­Higen Glieder.

In der Dorotheenstraße. Ein entfernter Vetter Thekla Grotenbachs, Adolf Rosen, kam in Geschäften nach Berlin und stieg in der Pension seiner Kusine ab, die er ab und zu in Memel besucht hatte, denn Rosens Gut lag in Ostpreußen, es hieß Lachsdienen und war nur einige Eisenbahnstatio nen von Memel entfernt. Unter schweren Bedingungen übernahm Adolf Rosen das von seinem Vater schlecht bewirtschaftete Gut, das mit Schulden belastet war. Jahraus, jahrein blieb der junge Landwirt in der Ein­öde seiner Wälder. Es gab wenig Nachbarschaft um Lachsdienen herum, zweimal im Jahre reiste Rosen zur Stadt, um die Schulden zu bezahlen, die sein Vater ge­macht hatte und mit denen es der brave Sohn sehr ge­nau nahm. Er versagte sich alles und griff selbst über­all an. Jumer strasser wurden die Beutel, in denen das ehrliche, sauer verdiente Geld zur Bank gebracht wurde, nach und nach hob sich das verwahrloste Gut unter der Umsicht des tüchtigen Wirtes.

Er strich sinnend über den großen rotblonden Vollbart, mit langen Schritten durchmaß er das Zam­

mer.

Wäre doch schön, so etwas Liebes um sich zu haben," fuhr er in seinen Gedanken fort, jemand, der neben mir sigt, wenn der Herbstwind um das alte Haus heult und in den Schloten ritttelt, jemand, der mich erwartet, wenn ich im Winter durchfroren heimkehre und der mich tm Sommer vom Felde abholt.

Ein freundliches Lächeln glitt über seine Züge, er qualmte energisch aus seiner furzen Pfeife, seiner treuen Begleiterin in seinen vielen sorgendollen Stunden.

Rosen hatte dankbare Anhänglichkeit für diesen Sorgenbrecher", wie er seine Pfeife nannte. Der Kna­ster, den er rauchte, hatte einen beißenden Geruch, jetzt hätte er den billigen Tabak durch echte Havannazigarren erfezzen önnen, aber er dachte nicht daran in seiner Au­spruchslosigkeit.

As Rosen erst den Gedanken faßte, eine Frau

Rosen ließ die jungen Mädchen seiner Bekannt­schaft Revue passieren. Keine entsprach dem Bilde, das er sich ausmalte. Tagelang grübelte er, endlich glaubte er etwas Passendes gefunden zu haben.

Ich hab's! Lina Grotenbach, das ist die rechte!" rief er erfreut, sie ist nicht mehr jung, sie ist praktisch und tüchtig, ich reise nach Berlin zu Thekla." Schmunzelnd strich Rosen seinen Bart. Gesagt, getan; er reiste wirtlich. Das war das vor­gebliche Geschäft, das ihn nach der Reichshauptstadt führte. Unterwegs hielt er sich in Tilsit auf, um einige Rassetühe zur Aufbesserung seiner Herde zu kaufen, mit großer Gründlichkeit erledigte er diese Sache, dann erst kam das Persönliche an die Reihe.

In der Pension Grotenbach begrüßte man den Ver­wandten herzlich; er blieb einige Wochen in Berlin und sab sich alles an. Klaras frische Aeußere, ihre Tüchtig­feit bei der Führung des großen Haushaltes gefielen Adolf Rosen, so daß er sich schließlich zu Linas verjüng­tem Ebenbilde hingezogen fühlte.( Fortsetzung folgt.)

Menden Se

Birtshaus

vor g

swilliger

libre Birkung d

Das G Der Sohn Mihe von franzöfifche

Abbes in S hes Gerid and entiti

mehrfacher

das fic ami

hat, ift es E

bekomm

wiederum

Der Ki

m bunde Berteidigers

homme de

Me in dem

war So

felbft angel

der Franzo

ben. Auf

General fag

mehr. Die

Graude

monatiger

wurde

Gouverneur

ben auch r

fein Grab o

tim einfache

morden mit

Arlener. ver

Ir Seite."

Fourbleres

famen

feines

Beate Batte.

Helden Beftore

tin fret.

ite obe

mite nicht,

dret La

Wah, und

rigen Jah

morden.

Gine hei

nem hinter

sur Exa

Suth ge geben."

rbie Fra

und den

ht fich Ser

aig nach

Heber di

legliche Et

drei Gr

len Feljen

Pets höhe

unter Leb

erten. Aber

ethen. Gi

te berfobite

Bemes Leben retten. G

boot guriict, S

Banden lang Ciften reichte

Stammt fet,

Me Leiche ih

Chicago wird Suronice

burdy Ste Elenen, deren

Lebenbe ber