ange
t ein
m fie
regt
Miche. näch
tiert.
e ein
, der
täden
send
sucht
g.
rden
die
Saus
biter
Mitt
aats=
wei
tam
riges
Mün
An=
Thorst
hren
mit
den
esten aber
riche,
Das
Defen,
dienst Nacht
dami nahm
fünfalsBitwe
und
fand
dern
eine
Moirden.
iftion
ot er=
Jähri
ttlich: Unter
me der
Hause
einer
allein
owohl
aus:
wird
chers,
Ver
wängt
wird
Frau
ging
reund
dann
Ver
Frau,
Frauen
er Re
in die
turzer
Bertäu
En gab
durch=
m Bu
ut mir
n eine
gesetzt.
Dorfe
Dorigen
netwa
n. Auf
zudrin
ihrem
rwartet
ferling
eintrat,
er der
in und
Ten?"
scheint
red Du
end des
großen
g trug.
mt ge
eint, es
aar fei
Der
nd habe
s Saar Ten, daß
faß, die
aart ge:
canz an
Meyer
Jat. Er
der Ge
dem er
ng aud
uft met.
fter.
gen schienen, tamen die anderen bei dem Steinbruche bechäftigten Arbeiter herbei und setzten sich durch eine schmale, freigebliebene Oeffnung mit den beiden Verschütteten in Verbindung. Da jeden Augenblick ein neuer Erdrutsch eintreten und auch diesen schmalen Schacht verschütten fonnte, so sorgte man verständigerweise zunächst dafür, daß die unfreiwilligen Unterweltbewohner bis zu ihrer Rettung feinen Mangel litten. Nicht weniger als vierzehn Brote zu zehn Pfund, vierzig Liter Apfelwein, eine große Pastete, Butter, Eier sowie auch Tabak und Zündhölzer warderten den Schacht hinab und gelangten in den Besitz der beiden Männer, die sich inzwischen dort unten ganz häuslich eingerichtet hatten. Dann begannen die Rettungsarbeiten, die nun schon fast fünf Tage und ebenso viele Nächte ununterbrochen dauern, one jedoch bisher zum Ziele geführt zu haben. Fünf Rettungsschächte wurden in dieser 3eit gegraben, aber vier von ihnen wurden früher oder später durch eindringendes Wasser zerstört oder doch unbenutzbar gemacht, und erst beim fünften glückte es, gestern, bis auf zehn Meter Tiefe hinab zu gelangen. Es bleiben nod) 18 Meter zu durchstechen, und man hegt lebhafte Befürchtungen, daß das Wasser, das das ganze Erdreich wie einen Schwamm durchtränkt, die Rettungsarbeiten nochmals zunichte machen könnte. Wenn alles gut geht, hofft man in etwa einer Woche am Ziele angelangt zu sein und die beiden Verunglüdten ans Tageslicht zurückzubrin= gen, falls sie bis dahin mit ihren 140 Pfund Brot und vierzig Liter Apfelwein gereicht haben.
Die Schäße einer Zigennerbande. Die Budapester Polizei nahm gestern einige Mitglieder einer Zigeunerbande in ihrem Absteigequartier fest. Man fand bei ihnen in schmutzige Säde genäht Goldstücke aus aller Herren Ländern im Betrage von zweihunderttausend Kronen. Der Anführer der Truppe namens Adalbert Quec gab an, die Bande bestehe aus neun Familien, habe sich vor zwei Jahren in Warschau zusammengestellt und seither eine Rundreise durch Europa unternommen. Die Gesellschaft set auf genossenschaftlicher Basis organisiert, die Männer fertigten fupferne Kessel an, die Frauen Teppiche. Ihr erworbenes Geld trügen sie stets bei sich, weil sie zu den Banken kein Vertrauen hätten. Die Zigeuner werden vorläufig polizeilich überwacht.
Ein siebenfacher Lebensretter. Sieben Schulkinder vom Tode des Ertrinkens gerettet hat der Lehrer Schoen in Marienthal bei Fürstenberg i. M. Gelegentlich eines Spazierganges fam er an dem zugefrorenen Wentower See vorbei, auf dem sich eine Anzahl Schulkinder mit Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren vergnügten. Plötzlich gab es ein verdächtiges Knaden und Knistern sieben der Kinder waren eingebrochen. Lehrer Schoen rief den Verunglückten zu, sich möglichst an den Eisschollen fest= zuhalten und mit den Beinen recht tüchtig zu strampeln. Wer das tue, den würde er aus dem Wasser holen. Die Kinder befolgten diesen Rat, wodurch es dem Wackeren gelang, an alle sieben heranzukommen und sie nacheinander glücklich ans Land zu bringen.
Die Tortur der Zwerghunde. In der vornehmen Gesellschaft der europäischen Hauptstädte herrscht seit einiger Bett eine merkwürdige Vorliebe für Zwerghunde; die ele= gante Frau muß ein winziges Hündchen besitzen, das sich beim Spaziergange bequem im Muff tragen läßt. Aber die begeisterten Hundefreundinnen, die diese Miniaturhunde faufen, pflegen und verhätscheln, wissen in den wenigsten Fällen, daß sie feineswegs eine furiose Laune der Natur oder das Exemplar einer seltenen Hunderasse besitzen, sondern wie die„ Pall Mall Gazette" schreibt, nur die Produkte einer durch zielbewußte Grausamkeit künstlich hervorgerufenen Degeneration und Verkümmerung. Die Züchter, die diese gebrechlichen Zwerghunde auf den Markt bringen, ge= winnen ihre Ware durch klug berechnete Kreuzungen, die von vornherein gewährleisten, da ßaus ihnen rhachitische und zwerghafte Geschöpfe hervorgehen werden. Die dege= nerierten kleinen Geschöpfe werden dann in ähnlicher Weise aufgezogen, wie die japanischen Gärtner Zwergbäume züchten: fie erhalten zu wenig Nahrung, um wachsen zu können. Das Hündchen erhält täglich eine einzige Mahlzeit: einen Teelöffel gehackten Fleisches, nicht mehr. Täglich werden die Hunde gewogen, und stellt sich dabei heraus, daß das Tier an Gewicht zugenommen hat, so wird die Nahrung verkleinert und zeitweilig überhaupt entzogen. Das rohe Fleisch befördert die Produktion von Magensäften, aber da die Nahrung nicht ausreicht, schädigen diese Säfte die Magenwände, die Folge ist ein chronischer Katarrh. So ist das so anmutige und graziöse kleine Tierchen nichts weiter als ein Kranker, ein Invalide, der Hunger leidet, in den Nächten nicht schläft und bei der geringsten Erkältung dazu verurteilt ist, an einer eitrigen Lungenentzündung qualvoll zu Grunde zugehen oder zu erblinden.
Historische Büffel. Die Büffel, die in nahezu vollstän= diger Freiheit und halbwild in der römischen Campagna herumstreichen, sind die letzten überlebenden Tiere der großen Büffelscharen, die zur Zeit der Völkerwanderung die barbarischen Volksstämme von den Hochebenen Mittelafiens durch die endlosen Steppen bis nach Rom begleitet haben. Also behauptet Arnoldo Cervesato in einem in der Illustrazione" veröffentlichten Artikel, worin charakteristische Episoden aus dem rauhen und wilden Leben des Agro Romano geschildert werden. Nächst der Operation der„ Brandmarkung" der Büffel man brennt ihnen mit einer glühend gemachten eisernen Stange ein Eigentumszeichen auf das Fell ist die charakteristische Arbeit der Büffelhirten in den großen Stallartigen Gebäuden des Agro das Melken, das den römischen Milchhändlern täglich Hunderte von Hektolitern Milch verschafft. Man sondert die Büffelkühe von den kleinen Büffelfälbern und treibt dann Kühe und Kälber in zwei verschiedene Remisen. Zwischen den beiden Stallabteilen stehen die Büffelhirten mit den Melkeimern. Die Kühe werden angefettet, damit sie sich nicht bewegen; der Sicherheit wegen stellt man neben die Tiere noch Hirtenjungen, Sie den Auftrag haben, mit einem Stocke loszuschlagen, sounruhig
Keulen. Ganze Ortschaften verbinden sich und schicken sich gegenseitig Herausforderungen zum Steinkampf. Ueber Nacht richtet man Keulen, Schutzhelme aus Stroh, und Polster für die Schultern her, und am Morgen spielen die Knaben eine Art Pantomime, während die Aelteren sich zum Streite rüsten. Am Nachmittag sind die Hügel ringsum mit Tausenden von 3rschauern besetzt, die durch Zurufe die Kämpfer anspornen, bis sie wild gegeneinander anrennen und sich mit Würfen vor- und zurücktreiben. Dann treten wieder Zwischenpausen ein, in denen Zweifämpfe stattfinden, und hier gibt es manchmal blutige Opfer. Die Kämpfe werden am heftigsten gegen Einbruch der Nacht, weil jeder der Gegner in der Nacht das Schlachtfeld behaupten will. Dann wogt der Kampf mit den Keulen auch manchmal in die Zuschauermenge hinein. Die einzelnen Orte sind ebenso stolz auf ihre besten Kämpfer wie europäische und amerikanische Städte auf ihre besten Turner, Borer oder Läufer usw. Mancher reiche Mann aus einem Orte sucht auch den besten Kämpfer aus dem nächsten Orte durch reiche Geldspenden zu bewegen, für seinen eigenen Ort zu kämpfen. Wenn das Herauskommt, bietet die Gegenseite auch Geld, und es heißt, daß solch ein guter Kämpfer elf Monate im Jahre bequem leben könne, wenn er seinen Kopf im letzten Monat risfieren wolle. Seine Tapferkeit hat also baren Geldwert.
Einen staatlich organisierten Massenkampf gegen die Mücken, die sich in einzelnen Teilen Süddeutschlands sehr lästig machen, hat die badische Regierung in die Wege ge= leitet. Die Schnaken sind besonders im oberen Rheintale und hier wieder speziell auf der badischen Seite zu einer wahren Landplage geworden. Auch Straßburg, Worms, Ludwigshafen und die oberelsässischen Rheinorte klagen von Jahr zu Jahr mehr über das Ungeziefer, dessen Schlupf= winkel im Sommer die vom Rheinstrom verlassenen Krüm= mungen mit ihren sumpfigen Rückständen bilden, während sie sich im Winter in die Städte zurückziehen und hier in den Kellern überwintern. Diese überwinternden Tiere sind fast ohne Ausnahme befruchteten Weibchen, die im Frühjahr Da jede einzelne sofort mit dem Eierlegen beginnen.
Schnake jährlich sieben Millionen Nachkommen haben kann, so ist es einleuchtend, daß, wenn die Winterschnafen nicht in ausgiebigem Umfange vernichtet werden, eine noch viel größere Schnafenplage für das neue Jahr zu erwarten ist. Schon im vorigen Jahre haben die Bewohner der Rheinorte ganz auffällige, geradezu beängstigende Erlebnisse mit Schnaken gehabt. An feuchtwarmen Sommerabenden stte= gen ungeheure Schwärme in die Luft, so daß die wolfenähnlichen Gebilde zuweilen den Himmel förmlich verfin= sterten. Ueber Mannheim erschienen an einem Abend im Verlauf weniger Stunden über 40 solcher Schwärme, die in die Häuser eindrangen, sich auf Menschen und Tiere niederließen und alles in der jämmerlichsten Weise zerstachen. In Städten mit einem zahlreichen Fremdenverkehr bedeutet unter diesen Umständen die Schnakenplage geradezu eine Kalamität. Aus diesen Gründen hat die badische Regierung angeordnet, daß durch die Hausbesitzer allgemein die Keller ausgeräuchert oder mit einem in Spiritus ge= tränkten brennenden Wattebausch gründlich abgeflammt werden. Die getroffenen Maßnahmen versprechen Erfolg, menn sie allgemein durchgeführt werden. Im Elsaß ist man ebenfalls auf behördliches Anraten zu einem Abflammen der Kellerwände übergegangen.
Das Gefängnis der Generale.
Die Stadt Kiem kann sich, wie der„ Tgl. Rdsch." aus Petersburg geschrieben wird, eines eigenartigen Vorzuges rühmen. Sie verfügt über ein Gefängnis, das im Gegensatz zu anderen mit einer sehr vornehmen Gesellschaft ge= füllt ist. Der geringste Mann, der hier eingesperrt ist, ist Major. Es befinden sich aber auch viele Generale und Angehörige des hohen Adels bis hinauf zu den Fürstenge= schlechtern dort. Die Annahme, daß man hier gleichsam ein Sondergefängnis für höher gestellte Kreise ganz Rußlands geschaffen hätte, ist aber falsch, es handelt sich vielmehr nur um solche Infassen, die bei der großen Senatorenrevision, besonders bei der Revision des Senators Garin, ertappt worden sind. Um solche also, die bei den Intendanturen, bei Kriegslieferungen und bet ähnlichen militärischen Einrichtungen Millionen verdient" d. h. unterschlagen haben.
Da findet sich ein Major, der zwar aus Feigheit ein Duell verweigerte, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen, der aber trotzdem als Intendant noch angestellt wurde und es verstand, die Heeresverwaltung erheblich zu erleichtern. Er war einer der großartigsten Organisatoren des Schwindels. Alle Militärlieferanten lernten bei ihm das Betrügen. Es ist der Major Najnowski. Da ist ferner der General Warinow, der früher in der Krim seine Meisterstreiche verübte. Ein wahrhaft teurer" Offizier, denn er kostete dem russischen Staat nicht weniger als sieben Millionen Rubel, die er während der Kriegszeiten verdient hatte. Da sind ferner Generale aus Moskau, aus Odessa, aus dem Priarmurgebiet, aus dem Kaukasus, zwei Obersten von Leibregimentern, hohe Verwaltungsbeamte, Staatsräte und allerlei andere hohe Tiere, die jetzt in Beschaulichkeit und Muße über die Art, wie man sich Reichtümer erwirbt, nachdenken können. Zwei Generale ferner stammen aus den alten fürstlichen Familien Barussow und Sarkot. Es sind echte
njäse", die es mit ihrer fürstlichen Würde für vereinbar hielten, in Kriegs- und Friedenszeiten alles Bewegliche zu stehlen. Naturgemäß führen diese Herren ein heiteres und fröhliches Leben Man hört ganz im Gegensatz zu anderen russischen Gefängnissen, wo Jammern, Stöhnen und Peitschenhiebe an der Tagesordnung sind, Pfeifen und Lachen. und man erzählt sich, daß Kartenspiel an der Tages- und Nachtordnung ist, daß ein großer Saal sogar zum Kasino der Untersuchungsgefangenen umgearbeitet" worden ist, und daß der Gefängnisdirektor sehr beglückt ist, wenn einer der Delinquenten ihn einer Ansprache würdigt. Es kommen in letzter Zeit auch merkwürdig viel Bahnsendungen an, große Kisten, auf denen ein Glas aufgemalt ist, und die Inschrift steht:„ Vorsicht! Zerbrechlich!"
Man kann daraus ersehen, mit welcher Sorgfalt bas Mütterchen Rußland auch für seine Gefangenen sorgen fann, wenn es will. Ein Gefängnis der Generale" ist und bleibt aber für alle Zeiten eine russische Errungenschaft.
wo das Unterseeboot Delphin" bei Kronstadt sank und 26 Menschen in das nasse Grab zog.
Das Jahr 1906 hatte nur eine Unterseebootskatastrophe zu verzeichnen. Am 16. Oktober ging nämlich das franzö= fische Unterseeboot„ Luttien" unter. 15 Menschen wurden getötet. Das Jahr 1907 brachte wieder der englischen Marine durch eine Gasolinerplosion auf dem Unterseeboot " C S" am 13. Juli einen Verlust von einem Offizier und 2 Matrosen. Das Jahr 1908 war der Marine günstig. Im Jahre 1909 sank das englische Unterseeboot" C 11" in der Nordsee und verursachte den Tod von 13 Mann der Besatzung. Rußland verlor im selben Jahre durch den Untergang des Unterseebootes Kambala" im Schwarzen Meere 17 Menschen. Auch Italien hatte in diesem Jahre einen Berlust durch eine Unterseebootskatastrophe zu verzeichnen. Am 26. April 1909 famen nämlich durch eine Gasolinerplosion auf dem Unterseeboot Foca" 13 Menschen ums Leben. Einige Monate später kam das russische Unterseeboot Drafan" durch eine Explosion in Brand, bei dem 17 Menschen schwer verwundet wurden.
Im Jahre 1910 hatte Japan in der Bucht von Hirochima durch den Verlust des Unterseebootes Nr. 6 16 Menschenopfer zu verzeichnen. Die schwerste Tragödie ereignete sich am 26. Mai 1910 bei dem Untergang des französischen Unterseebootes" Pluviose", das durch den Dampfer" Pas de Calais" gerammt wurde und untersant. Dabei kamen 27 Menschen ums Leben. Aus dieser Uebersicht geht hervor, daß Deutschland bisher von Unterseebootskatastrophen verschont worden ist. Am schwersten litt England, wo durch die Unterseeboote bisher 63 Opfer zu beklagen sind. Rußland hatte bisher 60 Opfer zu beklagen, Frankreich 56, Jtalien 13 und Japan 16.
Einer der Geretteten des U 3 schildert die Katastrophe folgendermaßen: Wir waren im Begriff, gerade unter Wasser zu gehen, als wir merkten, daß das Boot außer Manövrierfähigkeit gesetzt war. Zu gleicher Zeit drang Wasser in die inneren Abteilungen ein. Trotzdem wir versuchten, den Schwebekiel los zu machen, gelang es uns nicht, wieder nach oben zu kommen. Die Mannschaften versammelten sich sofort in der vorderen Abteilung an dem vorgeschriebenen Zufluchtsort. Mit dem Turm, in dem Kapitänleutnant Fischer, Leutnant zur See Kalbe und Rudergast Rieter befanden, konnten wir keine Verbindung mehr aufrecht erhalten. Die Telephonboje, die wir auswarfen, funktionierte zuerst ausgezeichnet, scheint aber später durch das Versehen eines der Matrosen beschädigt worden zu sein. Später erhielten wir fortgesetzt von oben her Notluft, sodaß einigermaßen ein Wechsel der Luft eintreten konnte. Sonst hätten wir es unmöglich solange ausgehalten. Wir wurden durch ein Tau, das man uns durch eines der Torpedo- Lancierrohre zusteckte, mit der Außenwelt in Verbindung gebracht. Dann wurde einer nach dem andern von uns durch ein Torpedo- Lancierrohr an die frische Luft befördert. Wir haben gestern noch alle unsere Angehörigen selbst davon benachrichtigt, daß wir heil davon gekommen sind.
Wie opfermutig die Turminsassen ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten, um das threr Kameraden zu retten, veranschaulicht folgender Bericht. Der Unfall ist nach Auskunft der Marinestation der Ostsee dadurch entstanden, daß das Hinterschiff irgend eine Pecktage erhalten hat, und zwar ist wahrscheinlich ein Ventilationsschieber undicht geworden. Als das Wasser einströmte, ging die Besabung immer weiter nach vorn und schloß die jeweils verlassene Abteilung hinter sich ab. Als der Kommandant die Größe der Gefahr er fannte, brachte er das Boot in die Schräglage, und zwar so, daß das Vorderschiff hoch aus dem Wasser ragte. Damit schnitt er aber sich und dem bei ihm weilenden Leutnant den eigenen Rückzug ins Boot und den Weg zur Rettung ab. Mit der Marine betrauert das ganze deutsche Volk den Tod der drei Männer.
Drabtnachrichten und neuestes.
Beileidskundgebungen des Anslandes.
Berlin, 19. Januar. Aus Anlaß des Unglücks des Unterseebootes U 3 haben Präsident Fallieres und Mintster Pichon den französischen Botschafter in Berlin beauftragt, der deutschen Regierung das Beileid der französischen Regierung und ihr eigenes Beileid auszusprechen. Der Marineminister beauftragte den französischen Marineattachee in Berlin, dem Staatssekretär des Reichsmarineamts das Beileid der französischen Marine zum Ausdruck zu bringen. Auch die italienische und die dänische Regierung haben ihr Beileio ausdrücken lassen.
Origineller Streit in einer Stadtverwaltung. Berlin, 19. Januar. Zwischen dem Magistrat von Wilmersdorf und dem dortigen Stadtverordnetenvorsteher Professor Leidig ist ein Konflikt ausgebrochen, wie er in der kommunalpolitischen Geschichte Großberlins einzig dasteht. Der Magistrat hat gegen Dr. Leidig bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen Beleidigung des Magistrats gestellt. Die Beleidigung bestand darin, daß Leidig die Aeuße= rung getan haben soll, die Erklärung der Magistratskommission sei wie ein Geschnatter von Gänsen gewesen.
Mordanschlag im Berliner Grunewald.
Berlin, 19. Januar. Im Grunewald wurde gestern auf einen sich besuchsweise in Berlin aufhaltenden jungen Kaufmann namens Schwenke ein Mordanschlag verübt. 3wei in knieender Stellung befindliche junge Leute gaben, als er sich ihnen näherte, Schüsse auf ihn ab, durch die er an der Stirn und unterhalb des Herzens getroffen wurde. Er blieb bewußtlos eine Zeit lang liegen. Als er erwachte, entdeckte er, daß er völlig ausgeraubt war.
Zusammenstöße zwischen Förstern und Wilderern. Göln, 19. Januar. In der Nähe von Cöln kam es in den letzten Tagen mehrfach zu Zusammenstößen zwischen Wilddieben und Förstern. In einem Falle wurden von mehreren Wilddieben Schüsse auf einen Förster abgefeuert, worauf dieser sich zur Wehr setzte und einen Wilddieb schwer verwundete. In einem anderen Falle wurde ein berüchtigter Wilddieb von einem Förster erschossen.
Aus Unvorsichtigkeit erschossen.
bald das Zter unrubla wird und fich zu rühren beginnt. Die Katastrophen auf Unterseebooten. spielte, wobei anscheinend die Waffe unversehens losgegan=
Der berittene Hirte ruft die Kuh, die gemelft werden soll, mit Namen auf. In diesem Augenblick beginnt das zu der Kuh gehörige Büffelkalb, das den Namen der Mutter genau kennt, zu muhen und sich an den Holzzaun des Kuhtalles zu drängen. Der Hirt öffnet ihm die Tür, und das Kälbchen eilt zur Mutter und beginnt zu fangen. Kaum hat aber die Kuh angefangen, Milch zu geben, so wird das Kalb durch einen Stockhieb auf die Schnauze davongejagt, worauf der Melker das von dem Kälbchen begonnene Melfgeschäft fortsetzt.
Koreanische Steinfämpfe. Ueber einen interessanten Sport, der fein Seitenstück in einem anderen Lande hat, berichtet die Deutsche Japan- Post" aus Korea. Schon seit alter Zeit ist der Steinkampf in Korea beliebt, und von einem König der Koryu- Dynastie wird berichtet, daß er Menschen im Palast anbinden ließ, um sich an ihnen als Bielscheibe zu üben. Das Spiel wird im Anfang des Jahres gespielt, wenn die Felder leer sind und das Volk nichts weiter zu tun hat, und bietet Ersatz für Schauspiel und Oper. Früher war es Sitte, daß einer, der am Boden lag, nicht weiter getroffen werden durfte, heute ist man schon etwas roher geworden und gibt keinen Pardon mehr. Im Bezirk Pyenyang gibt es die besten Steinwerfer, die in weiten Entfernungen von einander stehen und werfen, im Beatrf Sonado benutt man große. im Bezirk Seoul kleinere
203 Menschenopfer.
Trotz der kurzen Zeit seines Bestehens hat das Unterseebootwesen schon eine ungeheure Anzahl von Menschenopfern gefordert, an denen alle großen Nationen, die Unterseeboote in ihrer Kriegsmarine haben, beteiligt sind. Die erste Katastrophe ereignete sich im Jahre 1903, wo an Bord des englischen Unterseebootes" A I" eine Gasolinexplosion 7 Menschenopfer forderte. Während bei diefer Katastrophe die Besatzung nur schwere Verwundungen erlitt, büßte im nächsten Jahre am 18. März 1904 die Besatzung desselben Unterseebootes bei einer Katastrophe ihr Leben ein. Das Unterseeboot wurde von einem Postdampfer zum Sinken gbracht, wobei 11 Menschen umkamen. Am 16. Februar des nächsten Jahres ereignete sich wiederum auf einem eng= lischen Unterseeboote A 5" eine Gasolinerplosion, die 14 Opfer hatte, 6 Menschen wurden nämlich getötet und 8 schwer verwundet. Die englische Marine wurde noch im selben Jahre von einer anderen Unterseebootskatastrophe betroffen. Am 8. Juni 1905 sank nämlich das Unterseeboot " A 8" im Hafen von Plymouth, wobei 15 Menschen ihr Leben verloren. Drei Wochen später am 6. Juli 1905 sank das französische Unterseeboot Farfaledt" im Hafen von Biserta, wobei 14 Menschen getötet wurden. Einen viel gröBeren Verluft brachte dasselbe Jahr der russischen Marine,
Straßburg i. E., 19. Januar. Gestern vormittag erschoß sich auf den Schießständen der Hauptmann Fingerhut von der 3. Batterie des 10. Fußartillerieregiments. Der Hauptmann war beobachtet worden, wie er mit der Pistole gen ist.
Gefährlicher Grubenbrand.
Rattowitz, 19. Januar. Auf der Grube Casimir bet Sosnowice entstand gestern ein großer Grubenbrand, dessen Entstehungsursache unbekannt ist. Vier Bergleute fanden den Tod durch Ersticken, da sie sich aus dem Bereich der giftigen Gase nicht mehr retten fonnten. Die gleiche Ge fahr bestand für 400 Bergleute, die sich beim Ausbruch des Brandes in der Grube befanden. Es gelang ihnen jedoch, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Die Pestepidemie in der Mandschurei. Petersburg, 19. Januar. In allen Städten der Mandschurei sind viele Pestfälle zu verzeichnen. Ganze Dörfer sind ausgestorben. Die Europäer verlassen die Städte. Handel und Verkehr stocken. Die Seuche nimmt zu. Th einigen Orten sterben täglich mehrere Hundert Leute.
Aus der Umgebung Abdul Hamids. Saloniki, 19. Januar. Die erste Favoritin des Exsultans Abdul Hamid ist gestern infolge Zuckerkrankheit und eines Herzleidens verschieden. Ihr Begräbnts gab Anlaß zu dem Gerücht, Abdul Hamid selbst sei gestorben, weshalb der Korpskommandant sofort ein Rundschreiben erließ, das den Sachverhalt klarstellte. Abdul Hamid war sehr niedergeschlagen und begleitete den Sarg bis zum Tor seiner Villa.


