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Eine Kundgebung des Hansabundes.

Stellungnahme des Direktoriums zum jüngsten

Konflikt.

In einer aus allen Teilen Deutschlands und von Vertretern der Industrie, des Handels, des Handwerts und der ingestellten zahlreich besuchten Konferenz in Berlin nahm das Direttorium des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie zu den jüngsten Vor­gängen im Bunde folgende einstimmige Entschließung

an:

Das Direktorium des Hansabundes bedauert, daß durch den Austritt des Herrn Landrats a. D. Nötger und seiner Freunde aus dem Hansabund der Zusam menschluß des erwerbstätigen Bürgertums in Gewerbe, Handel und Industrie beeinträchtigt und damit die bringend notwendige Verteidigung der gemeinsamen Interessen der genannten Erwerbsstände erschwert wor­den ist. Das Direttorium hat nach genauer Prüfung die Ueberzeugung gewonnen, daß die für das Ausschet ben der erwähnten Mitglieder angeführten Gründe nicht stichhaltig sind. Insbesondere weist das Diret torium die Behauptung auf das entschiedenste zurück, daß die Leitung des Hansabundes entgegen den verein barten Richtlinien eine einseitige linksgerichtete Bartet­politif verfolge, es an Klarheit in ihrer Stellung gegen­über der Sozialdemokratie fehlen lasse und den Schutz der nationalen Arbeit gefährde. Das Direktorium stellt gegenüber dieser Behauptung fest:

1) Der Hansabund denkt nicht daran und hat niemals baran gedacht, sich in das Schlepptau einer einzelnen Partet zu begeben. Vielmehr finden die An­gehörigen a Iler politischen Parteten in thm Blatz und bei ihm unterstützung, sowett fie die Gewähr dafür bieten, daß sie auf dem Boden der bet Begrün dung des Hansabundes vereinbarten Richtlinien stehen und somit für die Gleichberechtigung des Gewerbes, des Handels und der Industrie im Staats- und Wirt­Ichaftsleben eintreten.

2) Eine irgendwie geartete Unterstützung oder För berung der Sozialdemokratie fann für den Hansabund ntemals in Frage kommen, insbesondere au ch nicht bet den Wahlen einschließlich der Stichwah­len. Der Hansabund beharrt vielmehr bet den im Prá fidialbeschluß vom 24. November 1910 festgestellten und auf dem Hanjatag vom 12. Junt 1911 wiederholten Grundsätzen, daß er die Sozialdemokratie, da fie sich außerhalb der bestehenden Staats- und Gesell­fchaftsordnung stellt und den einseitigen Klassentampf predigt, ebenso zu bekämpfen hat, wic das seitens der in ihm vertretenen bürgerlichen politischen Par­teten geschieht.

3. Der Hansa bund enthält sich in denjenigen Fragen der Zollpolitik, in welchen die Interessen der einzelnen in ihm vertretenen Erwerbszweige auseinan­bergehen, in Gemäßheit seiner Richtlinien jeder Bar­tetnahme, sucht vielmehr nach Möglichkeit auf eine Aus­gleichung der bestehenden Gegenfäße hinzuwirken. Auf Ber anderen Seite lehnt es das Direftorium ab, sich durch irgendwelche Rücksicht von dem Kampf gegen die Agrardemagogie abdrängen zu lassen, de­ren die gemeinsamen Interessen von Handel, Gewerbe und Industrie schwer schädigenden Uebergriffe den un­mittelbaren Anstoß zur Begründung des Hansabundes gegeben hat.

rief: Ja, wenn für unsere Südwestafritatrie­ger damit etwas erreicht werden kann, dann will ich es fun!" Nach der Ankunft in Potsdam hat der Kronprinz dann alle Arbetten für die Herstellung des Albums felbft geleitet und jede, auch die kleinste Einzelheit selbst bestimmt. Alle Vorschläge, die auf eine prunfvolle Aus­stattung hinzielten, hat er abgelehnt. Daher kommt es, daß das Album in seiner schlichten, aber würdigen, vor= nehmen Art ein Stück Charakter des Kron= prinzen widerspiegelt, der allem aufdringlichen Bomp abhold ist. Auf der Reise nach Indien zeigte sich lebtgenannte Eigenschaft häufig, denn immer wieder er­suchte der Kronprinz überall da von prunkvollen Em­pfängen abzusehen, wo es seine Stellung als Thronerbe des Deutschen Reiches und die damit verbundenen Ne­präsentationspflichten nicht unbedingt erforderten. Männer, die schmeicheln, um gefällig zu sein und sich Wohlwollen zu erwerben, sind dem Kronprinzen ein Greuel und verschwinden bald aus seiner Umgebung. Die Frau Kronprinzessin ist in dieser Hinsicht genau wie ihr Gemahl.- Ueber die eingehenden Unter­stützungsgesuche und Beträge läßt sich der Kronprinz genau Bericht erstatten und wenn er einige Zeit lang nichts von den einzelnen Veranstaltungen gehört hatte, hat er wiederholt persönlich gefragt, wie hoch die fitr die Südwestafrikaner abgefallene Summe sich beziffere.

Das Direktorium bekundet seinen festen Willen, durch das bedauerliche Abschwenten einer Anzahl von Mitgliedern sich weder zu schwächlichen Konzes= stonen nach rechts, noch zu einer Verschte bung seines Schwerpunktes nach links verleiten zu lassen. Das Direktorium ist vielmehr ent­schlossen, den durch den Hansabund aufgenommenen Kampf für die Gleichberechtigung des erwerbstätigen Bürgertums unter der Leitung seines verdienten Prä­sidenten unbeirrt auf dem durch gemeinsame Interes­fen von Gewerbe, Handel und Industrie vorgezeichne fen Wege fortzusetzen."

Der Kronprinz für unsere Afrikakrieger.

Ueber die Entstehung des vom Kronprinzen her­ausgegebenen Albums von seiner Indtenreise er­fährt die Boff. 3tg." von Dr. Bongard, der den Kron prinzen begleitete, folgendes: In Lakhnau, wo während der großen Menteret 2000 Engländer fielen, sah der Kronpring, wie die Briten für ihre Veteranen sor­gen. Sofort erfundigte er sich bet den Herren seiner Umgebung, wie es um die Versorgung der Invaliden und der Hinterbliebenen der Gefallenen aus der Auf­standszeit von Deutsch- Südwestafrika bestellt jet. Als der Kronprinz dann erfuhr, daß es hier wohl manche Not zu lindern gelte, da die amtlichen Wittel und die Vorschriften über ihre Verwendung nicht überall aus­reichten, um Härten zu vermeiden, entschloß er sich, persönlich helfend einzugreifen. Bei der Helmreise kam einmal das Gespräch darauf, daß die schönen photographischen Aufnahmen des Kronprinzen au einem wohltätigen Zweck veröffentlicht werden könn fen. Sofort griff der Seronprinz den Gedanken auf und

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Jugendfreundschaft.

Rundschau vom Cage. Politisches.

Ueber die deutsch- französischen Marokkoverhand­Inngen wird offiziös gemeldet, daß diese einen normalen Fortgang nehmen. Bei der letzten Unterredung zwi­schen dem Staatssekretär von Riderlen- Wächter und dem französischen Botschafter Cambon habe sich das Bedürf= nis nach Klärung einiger kolonialer Fragen geltend gemacht, wobet Herr v. Kiderlen- Wächter dem französi­schen Botschafter gegenüber den Wunsch zu erkennen gab, vor der weiteren Grörterung der Fragen erst mit dem Reichskolonialamt Rücksprache zu nehmen.

Der Reichstagspräsident Graf von Schwerin- Löwitz hat nach der Rheinisch- Westfälischen Zeitung seinen Freunden auf das bestimmteste erklärt, daß keine Ver­anlassung besteht, sein Amt als Reichstagspräsident niederzulegen.

Ein Tors

durchsetzen können. Aus Valona wird gemeldet, daß fich die Bevölkerung dort erhoben habe, die Behörden bedrohe und ihnen ihre Forderungen unterbreitet habe. Falls diese Forderungen nicht erfüllt werden sollten, seten ernste Ausschreitungen zu erwarten. pedobootszerstörer ist mit einer Kompagnie zum Schutze der Fremden und Behörden nach Valona abgegangen. Die Pforte trifft inzwischen weitere Vorsichtsmaßregeln, und auch die näher beteiligten Mächte setzen ihre Be mühungen fort, damit der Friede nicht gefährdet wird. Die letzten Unruhen in Meriko, über die wir be­reits berichtet haben, sind sehr blutig und verlustreich gewesen, wie aus folgender Meldung hervorgeht, die der Draht heute aus Mexiko übermittelt: Bei den in Puebla und an einigen der benachbarten Orten erfolgten Zusammenstößen zwischen den Regierungstruppen und den Anhängern Maderos sind im ganzen 135 Per­sonen getötet worden. Die größten Verluste an Men­schenleben waren in der Nähe von Covadogna zu ver­zeichnen, wo die streffenden Angestellten einer Textils fabrik die Gelegenheit benutzten, in Privathäusern zu plündern. In einem dieser Häuser wurden auch meh­rere Deutsche getötet. 051115­

Eine Neuregelung der Konkurrenzklausel soll in Aussicht genommen sein. Von den Verbänden der kauf­männischen Angestellten ist wiederholt die Beseitigung der Konkurrenzklausel aus den Dienstverträgen oder zum mindesten eine anderweitige Regelung der gesetz­Itchen Bestimmungen über die Konkurrenzklausel ge= fordert worden. Die Reichsbehörden haben sich nun ent­schlossen, dem Verlangen der Angestelltenverbände bis zu einem gewissen Grade Rechnung zu tragen. Bet den zuständigen Stellen ist ein Gefeßentwurf in Vorberet­tung, der die Bestimmungen über die Konkurrenzklausel einer gesetzlichen Neuregelung unterziehen will. Doch steht bereits fest, daß der Entwurf eine völlige Besetti­gung der Konkurrenzklausel nicht bringen wird.

Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) Latour war noch lange wach an dem Abend, er überlegte. Natürlich wirde Frau Haideck Erkundigun­gen über ihn einziehen; das durfte aber nicht sein, er mußte es Hintertreiben und den Brief an sich bringen. Wer brachte die Korrespondenz aus Strandhof zur Post? Es wäre doch fatal gewesen, wenn man die Wahrheit über ihn erfuhr. Latour gehörte allerdings einer alten Kaufmannsfamilie an, sein Vetter war der Chef des Hauses, in dem Latour angestellt gewesen war. Das nicht unbeträchtliche Vermögen seiner Eltern hatte Ro­bert Latour aber verschwendet und als er im Kontor seine Arbeit vernachlässigte, sagte sich sein streng denken­der Better ganz von ihm los. Latour ging nach Nizza, dort lernte er Eva kennen, die als die Erbin der reichen Tante galt. Sein Plan war schnell gefaßt; er beschloß, das reizende Mädchen zu gewinnen und folgte ihr nach Ritgen.

Frau Haideck verlangte die Adresse des Familien­hauptes der Latours zu erfahren, Robert gab sie ihr.

Sie wird an meinen hochehrbaren Better Gaston schreiben," kombinierte der schlaue Franzose, sie wird ihn über mich altsfragen. Nun, dieser Brief soll nicht in Gastons Hände kommen, dann wäre ja alles ver­Toren."

Ueber den Gewinn Deutschlands ans den Marokko­verhandlungen verlautet nach der N. Fr. Pr." in Wiener diplomatischen Kreisen folgendes: Deutsch­land wird als wirtschaftliches Bugeständnis das Hinter­land von Agadir, das sogenannte Susgebiet, zugeteilt. Das Gebiet steht unter der Oberhoheit des Maghzen und wird an dret Gesellschaften verteilt. Deutschland verzichtet auf territoriale Kompensationen in Marokko. Ferner ist Frankreich geneigt, Deutschland bet der Grenzfestsetzung zwischen Kamerun und der französt­schen Kongokolonte so wett als möglich entgegen zu kommen. Man denkt an eine Erweiterung des deut­schen Gebietes am Tschadsee und weiter südlich, was für Deutschland große wirtschaftliche Vorteile und Verkehrs­erleichterungen zur Folge hätte.

Es gehörte zur Politik Latours, fich die Diener­schaft zu Freunden zu machen; er gab ihr große Trinkgelder und war stets sehr höflich gegen sie. Mit scharfem Beobachtungsvermögen und Schlaubeit begabt, merkte der Franzose schnell, daß der Gärtnerbursche in Strandhof die Briefe Frau Haidecks zur Post brachte. Diesen Menschen gewann Latour und versprach ihm 20 Mart, wenn er ihm den Brief an Gaston auslieferte. Die Intrige gelang.

Zufluß zur Fremdenlegion. In dem Rekrutierungs­bureau der Fremdenlegion zu Meztères haben sich im Monat Junt 21 Angehörige fremder Nationalttäten zur Anwerbung gestellt; davon sind 13 Deutsche, 1 Pole, 1 Schweizer, 3 Belgter, 2 Desterreicher und 1 Luxem­burger. Mit Stolz verzeichnen französische Blätter, daß sich trotz des Feldzuges jenseits des Rheines gegen unsere Fremdenregimenter" immer noch genügend Deutsche einfinden. Diese Tatsache ist höchst bedauerlich; sie muß uns in unserer Aufklärungsarbeit erst recht be= stärken.

Für Albanien haben sich die zeitweilig nicht un­günstigen Aussichten auf Herstellung von Ruhe und Ordnung wieder getrübt. Die Albanesen stellen For­derungen, die sie aus eigener Kraft schwerlich werden

Kleine Nachrichten.

Bäderbesuch. Elster 8443; Kissingen 20 039; Lauter­berg( Harz) 2536; Nauheim 20 503; Denhausen 16 975; Orb 2807; Sachsa( Südharz) 2443; Salzbrunn 6005; Blankenburg( Sarz) 4795; Bitium 1528; Cassel- Wil­helmshöhe 2496; Friedrichroda- Reinhardsbrunn 11 114; Gernrode( Harz) 2614; Großtabarz 3151; Helgoland 9740; Homburg v. d. Höhe 6386; Imenaut 3538; nigstein( Taunus) 4161; Kreuznach 7418; Neuenahr 11 619; Nordernen 12 982; Pyrmont 18 502; Salzschlirf 3372; Salzuflen 8300; Salzungen 2764; Saßnitz 5700; Sooden- Werra 3636; Soden( Taunus) 2639; Schreiber­hau 19 682; Wernigerode 13 364; Westerland 11 370; Wildbad 9785; Wildungen 6942.

Geehrter Herr," schrieb Frau Haideck, gestatten Ste mir eine höfliche Bitte. Meine Pflegetochter und ich lernten in Nizza Ihren Vetter Robert Latour ken­nen; mir liegt viel daran, recht genaue Auskunft über ihn zu haben und ich bitte Ste, sie mir zu geben. Zwin­gende Gründe veranlassen mich zu diesem Schritt. Hoch­achtungsvoll Frau Anna Hatdeck, Strandhof auf Ritgen bet Saßnitz."

faßt.

Latour las und lächelte höhnisch, sein Plan war ge­

Eine serbische Vulverfabrik durch Blikschlag einges äschert. In Obilitschewo schlug der Blitz in das Mascht nenhaus der serbischen staatlichen Pulverfabrik, ein dreistöckiges Gebäude. Das ganze Maschinenhaus wurde eingeäschert. Der Schaden beträgt etwa 100 000 Dinar.

Der diesjährige Ferienpersonenverkehr auf den Berliner Fernbahnhöfen hat nach den amtlichen Fest stellungen den vorjährigen an Umfang übertroffen. Im ganzen wurden auf den Berliner Fernbahnhöfen ein­fchließlich Charlottenburg, sowie von den Reisebureaus für die Zeit vom 6. bis 11. Jult 435 704 Fahrkarten, 3259 Stück mehr als im Vorjahre verausgabt. Gepäck­stitcke wurden insgesamt 135 106 expediert.

Er schrieb an einen Freund in Parts und wartete nun seelenruhig dessen Antwort ab. Unterdessen traf Frau Grotenbachs Antwort ein. Klara hatte sich die Hand verstaucht und Lina konnte die Klinik nicht ver­Tassen, so mußte Evas Mutter in der Pension bleiben. Frau Grotenbach schien ebenfalls gegen den Fremden Bedenken zu haben und die Verlobung ungern zu sehen. Das Brautpaar mußte vorläufig eine gewisse Zurück­haltung beobachten, Latour durfte nur selten kommen und dann sah er Eva nur furze Zeit im Beisein Fran Haidecks oder des Ehepaares Olden; die beiden Oldens waren jahrelange, treue Freunde des Hauses. " Mathilde, da ist etwas nicht in Ordnung," sagte Olden immer wieder zu seiner Frau.

Der Streit der Bäckergehilfen in Budapest dauert noch immer ungeschwächt an. Der gänzliche Mangel an Weißbrot und Semmeln wird nachgerade zur Kalami tät. Nur in einigen wenigen Bäckereien wird unter der Assistenz der Polizei Schwarzbrot gebacken. Die Streifenden haben bedeutende Geldsendungen aus Deutschland und Frankreich erhalten.

Die Befreiung des Ingenieurs Nichter bereitet er­neute Schwierigkeiten wegen der Höhe der von den Räubern geforderten Summe. Die Freunde Richters haben 25 000 Lire zusammengebracht, ein weiterer Be frag ist aber nicht verfitabar und die türkische Regie rung hat wegen der Zahlung des Lösegeldes immer noch feine Weisung erteilt. Die Aussichten auf eine Be fretung Richters find daber wieder etwas geschwunden.

Nach einer Woche kam der Brief aus Paris an, er war mit Gaston Latour" unterschrieben und sprach in sehr lobenden Ausdrücken über Evas Verlobten, ihm ein glänzendes Zeugnis ausstellend. Da mußte denn Frau Haidecks Mißtrauen besiegt sein; trotzdem blieb ihr der Franzose unsympathisch, wodurch auch Evas Brautglück getrübt war. Trotz der Bitten Latours be­stand Frau Hatdeck darauf, die Hochzeit auf mindestens ein Jahr hinauszuschieben. Einigemale kam es vor, daß Evas feines Gefühl durch Roberts Art und Weise verletzt wurde; sie litt darunter und des Geliebten Bild war für Augenblicke weniger strablend.

" Du darfst mich nie enttäuschen," sagte sie ,,, mein

Deutsche Tornister für Argentinien. Der argenti nische Kriegsminister hat angeordnet, daß das argen tinische Heer mit aus Deutschland einzuführenden Tors ntstern ausgerüstet werden soll.

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Ein heftiges Unwetter, das über den Oberrhein und einzelne Seitentäler niederging, hat erneut großen Schaden in den Weinbergen angerichtet. Im Nahege­biet wurden in den Weinbergen und an den steilen Abhängen fußtiefe Gräben gerisien. Streckenweise find das gesamte Getreide und die übrigen Feldfrüchte ver nichtet; die tiefer gelegenen Ortschaften standen unter Wasser. Der Blitz hat mehrfach gezindet.

Internationale Diebe machen sich in letzter Beit bek ben Bollrevisionen an den deutschen Hafenpläßen be merkbar. Einem aus Meriko kommenden Großkauf­mann wurde während der Revision in Bremerhaven eine Brieftasche mit Banknoten im Werte von rund 20 000 Mart gestohlen.

Explosion in einem Bergwert. Im Kastadenberg­wert von Sykesville in Pennsylvanien hat eine Explo fion stattgefunden, der 22 Bergleute zum Opfer gefal len sind. Bisher sind 17 Leichen zutage gefördert. Die Zahl der Zyphuserfrankungen in Schneides mithl ist jetzt auf 263, die der Todesfälle auf 17 ge­stiegen.

Mordtat eines Dreizehnjährigen. In Altrahlstedt bei Hamburg hat ein dreizehnjähriger Sunabe ein

ganzes Herz ist Dein, Robert, ich würde namenlos let­den, wenn ich sähe, daß Du nicht so bist, wie ich Dich haben möchte."

Er legte die Arme um die schlanke Mädchengestalt und senkte die Augen, der offene, fragende Blick seiner Braut verwirrte ihn.

" Ich- ich will mir Mühe geben, Dich immer glücks Itch zu machen," sagte er und füßte ihre Hand. Sie waren zwei Wochen verlobt, da erfuhr Latour, daß Frau Haideck eine Tochter hatte. Er wurde sehr nachdenklich und ging unter dem Vorwande, Kopfweh zu haben, früher als sonst fort.

Am nächsten Tage saß Herr Olden im Strandhotel und trant seinen Frühschoppen; er unterhielt sich mit dem Wirt Prechelt.

" Ich muß Ihnen etwas sagen, Herr Olden; der Verlobte Fräulein Evas ist ein Schwindler; ich kenne Frau Haidecks Pflegetochter seit Jahren und möchte nicht, daß sie unglücklich wird." Die flugen Augen Oldens, der Rechtsanwalt war, blizten.

ander.

Ah!" dachte er, so habe ich mich nicht geirrt." Leise unterhielten sich die beiden Männer mitein In Strandhof hatte Olden mit Frau Haided ein stundenlanges Gespräch. An demselben Abend fuhr Olden nach Stralsund und schickte von dort aus einen eingeschriebenen Brief nach Paris. Vergnügt rieb er sich die Hände.

Na, warte, Monsieur," dachte er, solch alter Spürhund wie ich, der kommt Dir auf die Schliche!" Latours Wesen war seit einiger Zeit sehr wechselnd; bald war er von stürmischer, Eva fast verlebender Bärt­lichkeit, bald wortfarg und verstimmt; sie wußte es sich nicht zu deuten, aber eine Schranke baute sich zwischen ihnen auf, die ihr immer unerklärlicher war.

( Fortsetzung folgt.)

Wissens

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