Buchthaus für Spione.
Im Spionageprozeß Schulz und Genossen wurde, wie hemeldet, auf schwere Buchthausstrafen für die Angetlagten erkannt. Das if ein hartes, aber gerechtes Urteil, 7 Jahre Zuchthaus für den Schiffshändler selbst und 12 Jahre für den Buben, der um schnödes Geld fetz eigenes Baterland verriet, während die weniger schuldigen Helfershelfer unit 2 oder 3 Jahren Zuchthaus davongekommen find das entspricht den Gewartungen, die may nach den amilichen Nesumees über die Aufklärung des Spionageprozeffes hegen tonnte. Wir wiffen jest, was wir bisher nur ahnten, daß das englische Nachrichtenamt ein ganzes Netz von Spionen liber die deutsche Nordseeküste ausgebreitet hat, die für rotes Geld alle wichtigen Neuerungen unseres Flottenbaues, sobald die Schiffe nur auf Stapel gelegt sind, nach Lon don weitergeben. Diese Erkenntnis ist das wertvollste Ergebnis des Prozesses; denn sie rät uns dringend zur Vorsicht und zeigt gleichzeitig- wenn das überhaupt noch nötta war, mitt welcher Energie, mit welchem Bielbewußtsein die Kriegsvorbereitungen jenseits des Kanals getroffen werden.
Erst die beiden Offiziere Trench und Brandon, jetzt Herr Schulz und nach seihnachten noch ein englischer Rechtsanwalt, der auf seine Aburteilung wartet. Dabei fann man mit den Berurteilten, sowelt fte Engländer find, noch ein gewisses Mitgefühl haben; fcheint es doch nachgerade, als wenn es eine Art patriotischen Sportes für unsere Bettern geworden ist, ihre Vergnügungsretfen nach Deutschland zu Spionagezwecken auszunuzen, und eine solche Vaterlandsliebe, die auch vor der Ge fahr einer mehrtährigen Zuchthausstrafe nicht zurlickSchrickt, muß selbst der Gegner, gegen den sie sich richtet, in gewiffem Grade anerkennen. Trauriger schon, daß Herr Schulb ein geborener Deutscher, fich mit bent ganzen Fanatismus eines Renegaten zu diesem Spiel hergibt; am beschämendsten aber, daß es ihm gelungen ist, in Deutschland seine Helfershelfer zu finden, die das Vertrauen thres Brotherrn zu diesem jämmerlichen Gewerbe ausnußen.
seten die Freifinntgen und Demokrates, welche die Schutzölle abbauen wollen. Sie feien die größten Feinde unserer heutigen wirtschaftlichen Entwicklung und ständig gegen die landwirtschaftlichen Interessen aufgetreten. Von den Nationalliberalen fagt der Aufruf, fie feten oft und viel mit dem Bunde der Landwirte gegangen, und dieser habe auch heute noch zahlreiche und treue Freunde unter ihnen, aber ihre jezigen Führer steuerten nach links, indem sie sich mit dem Freifinn und der Sozialdemokratie zu verbinden und die rechte Seite zu schwächen fuchten. Der Hansabund, der vom Freifinn und den Nationalliberalen erzeugt worden set, als die Börse besteuert werden sollte, der den Mittelstano zu fördern vorgebe, gebe in Wirklichfeit mit denjenigen zusammen, die vor allem den Mittelstand zu vernichten drohten. Der Schluß lautet: Möge der deutsche Mittelstand und vor allem die deutsche Landwirtschaft sich der Verantwortlichkeit bewußt sein, welche fie bet den bevorstehenden Wahlen trägt, dann werden sie ausfallen zu ihrem und zu des Vaterlandes Heil!"
Und dabei das unheimliche Gefühl, daß es nicht ge= lungen zu sein scheint, das ganze Nest auszuheben, daß wir viel mehr mit der Möglichkeit rechnen müssen, auf unseren Werften noch weiter ähnliche Elemente zu bes herbergen, deren Diensteifer nur darauf gestützt ist, möglichst viel Details über unsere Kriegsrüstungen nach London geben zu können. Das muß an der Nordsee etne Atmosphäre gegenseitigen Mißtrauens erzeugen, unter der naturgemäß die große Zahl der Unschuldigen mit den wenigen Schuldigen zu leiden hat. Aber das hilft nichts. Wir müssen auf der Hut sein und dem Reichsmarineomt wird an Ende nichts anderes übrig bletben, als den Kriegszustand in Bermanenz zu er flären und mit verdoppelter Wachsamkeit Tag und Nacht auf dem Poster zit fein, damit ähnliche unliebsame Vorkommnisse und andere Ueberraschungen vermieden werden, wie sie nach den Indiskretionen des Hauptmanns Faber in das Bereich der Möglichkelt ge= rückt find. Worauf wir uns gefaßt machen können, wisfen wir ja, und das ist immerhin ein Vorteil gegenüber einer vertrauensseligen Ahnungslosigkeit, die blind in ihr Verderben rennt.
Rundschau oom Cage.
Politisches.
Der Bundesrat hat am Donnerstag den vom Reichstage beschlossenen Gesetzentwürfen über die Hilfskaffen und über die Privatbeamtenversicherung zugestimmt. Außerdem wurden vom Bundesrat das Gesetz über die Ausgabe fleiner Aktien in den Konsulargerichtsbezirken und im Schutzgebiete Kiautschou, das Hausarbeitsgesetz und das Gesetz betr die Aenderung der Gewerbeordnung genehmigt.
Ueber die Besoldung der Wolfsschullehrer in ganz Europa stellt ein franzöfifcher Schulmann einen interef= fanten Bergleich an. Obenan steht Hamburg mit einem Gehaltsmarimum von 5750 Franken, dann folgen Bremen, der Kanton Zürich, England und Dänemark. Preußen nimmt die siebente, Elsaß- Lothringen die achtzehnte und Frankreich die 23. Stelle mit einem Martmum von 2200 Franken ein, und noch tiefer stehen bloß Italien mit 1700 und Portugal mit 1500 Franken.
In der franzöfifchen Deputiertenkammer begannen am Donnerstag nachmittag die Debatten über das deutsch- französische Marottoabkommen. Ein vom Grafen de Mun gestellter Antrag die Rattfizierung des deutsch- franzöfifon Abkommens bis nach Abschluß der französisch- spanischen Verhandlungen verfagen, wurde mit 448 gegen 98 Stimmen abgelehnt. Minister des Aeußern de Selves gab dann einen historischen Ueberblick über die Verhandlungen mit Deutschland. Bezüglich des Rongo fagte der Minister, die Regierung rettete die Lebensfähigkeit ibres Besizes in Aequatorialafrika. Site date niemals daran, ein Vorzugsrecht auf Belgisch- Congo auszuüben. Better legte der Minister dar, daß das Abkommen Frankreich völlige fette auseinander, daß es notwendia gemeten sei. Ste Freiheit in Marofto nebe, sowohl hinsichtlich der Berwaltung des Militärs wie der Finanzen. Der Minister fetzte auseinander, daß es notwendig gewesen set, die wirtschaftliche Freiheit in Marokko zu garantieren, insbesondere dritckte de Selves feine reube darüber aus, daß die Verhandlungen eine friedliche Lösung gefun den hätten. Ueberall in der Welt werde anerkannt, daß Frankreich aus diefen Verhandlungen in einer Weise hervorgehe, die weit davon entfernt fet, eine Schwächung zu bedeuten. Der Ruhm hierfür gebühre zum größten Teil der öffentlichen Meinung, dte der Welt und Frankreich die Kraft thres Patriotismus offenbart habe
Der frühere Staatssekretär des Reichskolonialamts Dernburg wurde, wie gemeldet, int Wahlkreise MeppenLingen- Bentheim als Kandidat gegen das Zentrum aufgestellt. Bekanntlich war Dernburg auch im Jahre 1907 in diesem ehemals Windthorstschen Wahlkreise als Kandidat aufgestellt worden und hatte 6493 Stimmen ge= genüber 15 593 Zentrumsstimmen erhalten. Auch diesmal fann es sich lediglich um eine Zählkandidatur handeln. Das Zentrum hat wieder den bisherigen Vertreter des Wahlkreises, den Amtsgerichtsrat Engen- Osnabrück, einen Neffen Windthorsts, als Kandidaten aufge= stellt. Wie übrigens das" Wolffsche Bureau" erfährt, ist die Aufstellung der Kandidatur Dernburgs ohne sein Wissen und seinen Willen erfolgt.
Der Wahlaufruf des Bundes der Landwirte wird von der Deutschen Tageszeitung" veröffentlicht. Er zählt die Gegner des Bundes auf und konstattert, der schlimmste Feind sei die Sozialdemokratie, die jeden Schutzoll, in erster Linie den Schuzzoll auf landwirtschaftliche Produkte, beseitigen wolle. Daher darf kein Landwirt oder selbständiger Gewerbetreibender einem Sozialdemokraten seine Stimme geben. Weitere Feinde
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Aus Eifersucht.
Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Nach langer Fahrt tamen sie dort an, und in dem mächtigen Mietshause, auf dessen winzigem Hof eine Schar kleiner Kinder herumlärmte, fanden sie im vierten Stock auf einem Porzellanschild zu ihrer Freude den Namen A. Negendant.
Auf ihr Klingeln erschten eine behäbtge Frau, die beim Anblick der beiden schönen fremden Damen große Augen machte.
Verzeihung," sagte Emmt,„ könnten wir vielleicht Frau Negendant sprechen?"
„ Das bin ich selbst," versetzte die Frau selbstbewußt. " Das ist wohl wieder so eine Versicherungsgeschichte oder Uebermalung von Photographieen oder so etwas?" fügte sie mißtrautsch hinzu.
„ Nein, darum handelt es sich nicht
Kleine Daorichten.
Eine Mainquelle verfiegt. Die 887 Meter hohe am Ostabbang des Ochsenkopfes im Fichtelgebirge entspringende Quelle des Main, welche der Markgraf Friedrich von Bayreuth fassen Iteß. tst völlig versiegt. Im Becken steht nur ein trüber Wasserrest.
Die Frau unterbrach sie lebhaft. Sie kommen doch nicht etwa wegen Herrn Biermeyers?"
Rit Mann und Mans untergegangen. Der sett Montag fällige norwegische Dampfer Rap" ist im Ra nal mit der gesamten Mannschaft gesunken. Bisher find zwet Leichen geborgen worden.
Ein Spionagefall in Defterreich. Aus dem Hofe des Arsenals in Wien wurden drei Geschützrohre von je 1 Meter Länge und je 125 Kilogramm Gewicht ge stohlen. Von den Dieben fehlt fede Spur.
Der Nachlaß eines Geizhalfes. In Flensburg starb gestern ein Rentier, der sehr dürftig gelebt hatte. Er ging in sehr abgetragenen, fast zerlumpten Kleidern einher, bewohnte eine fümmerlich ausgestattete, nach dem Hofe zu Itegende Stube und wollte bet seinem Tode auf Kosten der Armenverwaltung beerdigt werden. Nach seinem Tode fand man 200 000 Mark in Wertpapierent.
,, Nein, nein, wir wollten Ste nur um einige Ausfunft über Herrn Frank, der in der Culmstraße bet Ihnen gewohnt hat, bitten."
Das Siemens- Schuckert- Luftschiff ist heute morgen gegen 8% Uhr in Biesdorf bet Berlin zur Fahrt nach Gotha aufgestiegen. Es wird dort gegen 2 Uhr nachmittags erwartet. Führer tst Hauptmann von Krogh.
Ein Einbrecher von einem Gendarmen er: schoffen. Einbrecher, die gestern abend einer Billa in Wannsee bet Berlin einen Besuch abstatteten, gaben auf einen Gendarmen, der sie überraschte, mehrere Schüffe ab und verlegten ihn leicht. Nunmehr gab auch der Gendarm Feuer und tötete einen der Einbrecher. Sein Komplize wurde verhaftet.
Die diesjährigen Weihnachtsfendungen von Neuyork erretchen aeradezu eine Rekordsumme. In den letzten Monaten sind allein für 4 200 000 Dollar( etwa 17 Millionen Mark) Geld bezw. Geschenke durch die eingewanderte Bevölkerung von Neuyork nach Europa gesandt worden.
„ Ach so, der!" sagte die rundliche Frau und wurde zutraulicher. Sie sah, daß diese Damen aus fetneren Kretsen sein mußten, und außerdem war es thr offenbar nicht unangenehm, über ihren früheren Mieter plaudern zu können. Sie nötigte daher die Damen, näher zu treten.
An Triniuose erkrankt. In Kalisch( Westpreußen) find über 50 Personen an Trichinose erkrankt. Alle Fleischerläden sind geschlossen. Ein Fleischer ist verhaf= fet worden.
Von einer Schneelawine verschüttet wurden in der Nähe von Grenoble fünf Arbeiter, die am Bau einer Talsperre beschäftigt waren. Dret wurden getö= tet, die beiden anderen konnten gerettet werden.
gebracht, w fonal trode Baffagieren und befinde fagiere und an Bord. Gine S Umgegend gegangen. ften Somme renheit. Di fleidung he ter, der eine man feit de stehen die crften Grlin me schon n Die Ja Der„ Oftfric fängnis in Clauß wurd det. Sämtli acht Automo wegs, die
Der bekannte Wrightflieger Bitte ist Donnerstag nachmittag von seiner eigenen Maschine auf dem Flugplay Johannisthal überfahren worden. Beim Besteigen der Maschine geriet er unter den Doppeldecker, deffen Räder thmt über die Brust hinweggingen. Ein Bropeller faufte haarscharf an seinem Kopf vorbei. Wute vermochte nur mit Mühe, sich vom Boden zu erheben, doch ließ er den Motor wieder anwerfen und flog troß der Schmerzen, die er bei jeder Körperbe= wegung empfand, nach Teltow. Beim Absteisen von der Maschine verfor er das Bewußtsein. Er soll starfe Quetschungen des Brustkastens davongetragen haben.
Die französische Sprachlehrerin Thirion, die wegen Spionage verurteilt worden war, ist aus dem Kottbutfer Gefängnis entlassen worden und hat sich nach Cöln begeben. Frl. Thirion wird thre Tätigkeit als Sprachlehrerin in Deutschland nicht wieder aufnehmen, sondern nach Paris zurückkehren.
" Ste müssen schon entschuldigen," bat sie, wenn In der Stube noch nicht aufgeräumt ist. Aber sehen Sie, etne arme Witwe, die vermietet und noch zu Hause nähen muß, hat viel zu tun-"
„ Wir werden Ihre kostbare Zeit natürlich nicht um= sonst in Anspruch nehmen," versicherte Felteta. Ste öffnete thr filbernes Täschchen und entnahm ihm ein Bwanzigmarkstück.
Braut und Schwiegereltern vergiftet und beraubt. Bei einer Landhochzeit in Stidel an der russischen Grenze vergiftete der Bräuttgam seine Braut und deren Eltern, raubte das Vermögen von zirka 10 000 Mark und entfloh.
In geistiger Umnachtung erdrosselte die Frau des pensionierten Eisenbahnschaffners Wiegand in Magdeburg ihre zehnjährige Tochter und sich selbst mit einem Tuche.
Aus den Gerichts älen.
Ein Titelschacherprozeß in Bayern. Wie man in Bayern Kommerztenrat wird, davon war die Rede in einer Forderungsflage, die lange die Gerichte in Nürn berg beschäftigt hat. Ein verstorbener Kommerztenrat in Nürnberg soll seinen Tttel der Vermittlung eines Jugenieurs in München zu danken gehabt und diesem 15 000 dafür versprochen haben. Der Ingenieur zedierte seine Forderung an eine Oberamtsrichterwitwe, der aber die verwitwete Kommerztenrätin keinen Pfennig bezahlen wollte, da sie die Vermittlung des Ingenieurs überhaupt bestritt. Das Landgericht Nürnberg hatte dann ein billiges Einsehen und strich eine Null von der Previsionsforderung. Allein beide Parteien legten Berufuna gegen das Ürteil ein, und jetzt hat das Oberlandesgericht in Nürnberg die Klage ganz abgewiefen und der Oberamtsrichterswitwe die großen Kosten des langjährigen Prozesses aufgebürdet. Es famen recht erbauliche Dinge dabei zur Sprache. Obwohl z. B. der Ingenieur wegen Betruges und Untreue mit 3 Jahren Gefängnis vorbestraft ist, hatte er gleichwohl sehr gute und bts hoch hinauf retchende Verbin= dungen erlangt und war Sekretär eines hochangesehenen technischen Vereins geworden. Von titelsüchtigen Leuten wurde er förmlich bestürmt, machte aber auch sonst noch Geschäfte. Einen Amtsgerichtssekretär in der Oberpfalz hatte er zum Kauf eines angeblich echten Dü rers zum Preise von nur 10 000 M. beschwatzt, worauf sich der betörte Sekretär an feinen Amtsgeldern ver= griff, um große Spekulationen eingehen zu können. Er erhielt dann einen falschen Dürer für zehntausend Mark und anderthalb Jahre Gefängnis umsonst. Vermischtes.
Die Frau machte gierige Augen, aber sie streckte abwehrend die Hände aus.„ Ach, Fräuleinchen," sagte fie verschämt, es handelt sich doch nicht um Geld bet mir."
bitte sehr! Sehen Sie, ich bin Amerikanerin. und bet uns lautet ein schöner Wahlspruch:" Beit t Geld." Also nehmen Sie nur ruhig hin! Wir würden Ihnen fa sonst Ihre Zeit stehlen."
Dabei drückte sie der Frau das Geld in die Hand, was diese sich halb zögernd, halb freudig gefallen ließ. „ Also Ste kannten den Herrn Frank?" fragte die Witwe und zwinkerte dabei verschmitt mit den Augen.
" Im Gegenteil! Wir möchten nur von Ihnen etwas über ihn hören. Erzählen Sie von ihm! Wo er geblte= ben ist, wte er lebte und was sonst noch von ihm zu sagen ist.“
„ Na, ich kann's mir denken, daß Sie sich für ihn interessieren, meine Damen. Er war ja ein ganz hübscher Kerl, aber leicht, sehr leicht!"
,, Ging er viel aus?"
Mitglieder des englischen Königshanfes in Seenot. Aus Gibraltar wird über London gemeldet: Der nach Bombay abgehende Baffagier- und Postdampfer„ Delhi" strandete am Dienstag abend bei sehr stürmischem Wetter zwet Seemetlen fildlich von Kap Spartel und mußte Hilfe erbitten. Unter den Passagteren an Bord befin den sich der Herzog und die Herzogin von Fife, eine Schwester König Georgs und ihre beiden Töchter, die Brinzessinnen Maud und Alexandra, die auf der Retse nach Aegypten find. Zwet Schlachtschiffe sowie der Kreuzer Blymouth" gingen unter Volldampf von Gibraltar zum Beistand ab. Auch wurden schleunigst Schleppdampfer von Ceuta abgefchickt. Es wurden Rettungsversuche mit dem über Land geschickten Raketenapparat gemacht, die sich indes sehr schwierig gestalteten. Einem französischen Kreuzer ist es schließlich gelungen, mit fetnen Booten die Frauen und Kinder, darunter die Herzogin von Fife, wohlbehalten an Land zu bringen. Dem Reuterschen Bureau wird aus Tanger gemeldet: Der Korrespondent der„ Kölnischen Zeitung", der sich am Strande bei Kap Spartel befand, berichtet, daß das Boot, in dem sich die Herzogin von Fife mit ihren Töchtern befand, kurz vor dem Lande fenterte. Eine der Töchter wäre beinahe ertrunken, wurde aber von einem Matrosen über Wasser gehalten und gerettet. Ste wurde barfuß an Land gebracht und auf einem Pferd ebenso wie die andern Schiffbrüchigen nach dem Leuchtturm Ben konnte. Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, wie er in seiner Stube mit einer Windbüchse das Aß aus einer von selnem Freunde hingehaltenen Karte geschossen hat. Es war wirklich wunderbar, er fehlte nie."
,, Viel? Immer, sage ich Ihnen! Das war ein Suttier ersten Ranges, obwohl man's thm nicht anfah. Ich habe meine liebe Not mit ihm gehabt. Wenn ich dage= gen an meinen jeßigen Herrn, den Lehrer Biermeyer denke! Das ist ein Muster von Häuslichkeit, sage ich Ihnen. Jeden abend sizzt er zu Hause bet seinen Bitchern und raucht dabei die lange Pfeife. Ja, solchen Herrn lasse ich mir gefallen."
" Hatte Herr Frank viet Verkehr?"
" Et freilich und was für welchen! Cauter solche Leute vom Zirkus, Athleten und Artisten, das war sein Umgang. Ja, manchmal auch solche Damen. Ich kann Ihnen sagen, das war schon gar nicht schön."
" Woher kannte er denn diese Gesellschaft?" " D, er war ja selber so ein halber 3irkusmensch. Er ließ auch oft durchblicken, daß er noch einmal ganz zum Zirkus aeben wolle, weil er doch so großartig schte=
,, Gab er denn durch diesen Umgang auch vtel Geld aus?" „ Das will ich meinen! Ich glaube wohl, daß er Schulden bis über die Ohren hatte. Wie er sich schließlich da herausgewickelt haben mag, das ist mir ein Rätsel."
Vielleicht hat ihm ein Freund etwas gegeben oder geliehen?"
" D, diefe Freunde hatten meistens selber nichts zu beißen und zu brechen. Denn sie tamen immer zu ihm, wenn sie nichts zu tun hatten, besonders dieser Moreno."
" Wer war das?"
O, das war etner! Das war ja eben der Freund, von dem ich eben zu Ihnen sprach. Der war ganz heruntergekommen und hatte nicht einmal mehr eine eigene Wohnung. Deshalb hat er acht Tage lang bet seinem Freunde Frank kamptert. Es war das reinste Zigeu nerleben, das da geführt wurde. Ich wollte den Menschen schon an die Luft setzen, aber er hatte doch wieder so etwas liebenswürdiges an sich, daß ich's immer wie der unterließ."
" Wer war Itebenswürdig? Herr Frank?" " Nein, dieser Herr Moreno. Und er sprach immer so drolliges Zeug durcheinander, weil er doch Franzose war und nicht ordentlich deutsch konnte."
,, Sagen Sie, Frau Negendant," fing fett Felicia sehr ernst an,„ Sie entsinnen sich doch noch des Falles Marleben?"
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,, Doch, doch!" rief ste lebhaft. Ich weiß, Ste meinen den Mord. Da wurde ja Herr Frank verhört und ich auch. Sollte er in Verbindung damit stehen?"
hauste seit& ling, dem es alter Händle im dritten für die er t „ Einrichtung vor zwanzig brechender D aus. In geb und ging v creme unde
um 7 Uhr w fand ihn ein Schmidstraße Er brachte ih am Grünen feftstellen, daf Als man zu schen des T fand man a in den versch großen inner ganzen flir Gine pei
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