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gebracht, wo die Fürstlichkeiten von dem dortigen Ber­onal trodene Sleidung erhielten. Eine Anzahl von Bajsagieren der Delhi find bei Cap Spartel gelandet und befinden fich auf dem Wege nach Tanger. 70 Bas fagiere und 231 Mann der Befagung befinden sich noch an Bord. Das Schiff scheint verloren zu sein.

Eine Sizewelle in Renyork. Ueber Neuport und Umgegend ist am Dienstag eine starke Sizewelle hin­gegangen. Das Thermometer zeigte, wie in den schön­ften Sommertagen, eine Temperatur von 60 Grad Fah­renheit. Die Bevölkerung holte wieder ihre Sommer­fleidung hervor. Einen gleichen Sommerlag fm Win­ter, der eine so hobe Temperatur aufzuweisen hatte, hat man seit dem Jahre 1873 nicht mehr erlebt. In Boston stehen die Bartanlagen wie im Frühjahr bereits im ersten Grün. Die Ahornbäume haben infolge der Wär­me schon neuen Kopfschmud.

Die Jagd auf ben entflohenen Sangmann Clauß. Der Ostfries. Courier" schreibt: Auf den aus dem Ge fängnis in 28ilhelmshaven ausgebrochenen Schuhmann Clauß wurde am Sonntag in ganz Ostfriesland gefahn­det. Sämtliche Bahnhöfe wurden polizeilich beobachtet, acht Automobile waren von Wilhelmshaven aus unter­wegs, die Gendarmerie war auf den Landstraßen; in Emden wurden Außenhafen und Bahnhof streng be= macht, und die Spur des Flüchtlings über Leer und Weener verfolgt, da man annimmt, daß Clauß nach Holland und Belgien zu entkommen suchte. Clauß ist ein geriebener Mensch, der bereits einen Fluchtversuch hinter sich hat, und sich dabei die Nase verlegte, wes­halb er eine Schramme im Gesicht hat. Die heutige unruhige, unfichere Beit tennzeichnet auch die Nachricht aus Carolinenftel, wofelbft ein von Wangeroog fom­mendes, fich lange im Watt aufhaltendes fremdes Schiff mit zwei Personen wegen Spionageverdachts unterfucht wurde. Man glaubte, Engländer vor sich zu haben, aber es waren Dänen aus Kopenhagen, die durch einen Mo­tordefeft gezwungen wurden, im Watt Itegen zu blet­ben. Man fonnte den Fremden nichts anbaben und Iteß sie unbebelligt.

Der reiche Arme". In der Franzstraße zu Berlin hauste seit zwanzig Jahren für sich allein ein Sonder­fing, dem es erbärmlich zu gehen schien, ein jest 62 Jahre alter Händler Emanuel Frankfurter. Der Mann hatte im dritten Stockt des Seitenflügels eine eigene Stube, für die er monatlich 15 Mart Miete bezahlte. Seine Einrichtung" war schon alt und ftimmerlich, als er vor zwanzig Jahren einzog. Abend für Abend bet an­brechender Dunkelheit zog Fr. auf den Hausierhandel aus. In gebeugter Haltung frug er seinen Warenkasten und ging von Restaurant zu Restaurant, um Schuh­creme und Schnürsenkel anzubieten. Gestern ging Fr. um 7 Uhr wieder auf den Handel. Eine Stunde später fand ihn ein Schußinann vor einem Hause in der Schmidstraße bewußtlos auf dem Bürgersteig tegen. Er brachte ihn mit einer Droschke nach der Hilfswache am Grünen Weg. Hier konnte aber der Arzt nur noch feststellen, daß der Mann am Herzschlag gestorben war. Als man zur Feststellung der Persönlichkeit die Ta­schen des Toten nach etwaigen Papieren durchsuchte, fand man außer den Ausweispapieren nach und nach in den verschiedendsten Taschen, besonders aber in der großen inneren Westentasche Wertpapiere aller Art, im ganzen für rund 150 000 Mart.

Eine peinliche Berwechselung. In Nizza befanden sich vor mehreren Wochen unter den anderen Kurgästen auch eine englische Lady Hamford und der russische Ge­neral Samojew, die einander völlig unbekannt wa= ren. Beide starben an einem Tage. Nun wollte ein unglücklicher Zufall es haben, daß ein und dasselbe Beerdigungsinstitut von den Verwandten betder Ver­torbenen mit der Einsargung und der Heimbeförde­rung beiraut wurde. Als der Sarg mit dem jungen Mädchen in London angekommen war, wollten die Verwandten und ihr Bräutigam die Tote noch einmal fehen und ließen zu diesem Zwecke den Sarg öffnen. Sie waren nicht wenig erstaunt, als sie darin einen russischen General in Paradeuniform fanden. Das Be­erdigungsinstitut in Nizza hatte die beiden Leichen bet der Versendung verwechselt und den Sarg, der nach Warschau bestimmt war, nach London geschickt und um gefehrt. Von Warschau aus war dann der andere Sarg nach Petersburg gegangen, wo er beigesetzt worden ist. Die Engländer wandten sich nun nach Petersburg we­gen Auslieferung des richtigen Sarges. Von hier aus erhielten sie aber die Nachricht, daß nichts davon be­tannt wäre, daß ein falscher Sarg beerdigt worden set. Vor einigen Tagen sei der Sarg, in dem man die Letche des Generals vermutete, mit allen militärischen Ehren­Auf Ersuchen wurde bezeigungen beigesetzt worden. nun festgestellt, wer sich denn in dem zweiten Sarge befand. Es stellte sich, wie die Tgl. Rdsch." erzählt, heraus, daß tatsächlich nicht der General, sondern die Lady hter beigesetzt worden war. Der Sarg wurde daraufhin nach England übergeführt, von wo anderseits die Leiche des Generals nach Petersburg geschickt wor­den tft.

Der König der Verschwender". In einer Frren­anstalt in Genf ist dieser Tage der König der Ver­

" Das soll sich erst noch ausweisen, wir möchten nur einiges von Ihnen wissen. Schlief der Herr Moreno in jener Nacht auch bei seinem Freunde?"

" Nein, der war schon am Tage vorher abgeretst." " Wohin?"

Ich glaube, er hatte ein Engagement bei einem Birkus erhalten. Ich habe mich nicht weiter darum be­fümmert."

,, Und acht Tage danach reiste Herr Frank auch ab?" " Ja, weil er eine Depesche bekommen hatte." " Und er hinterließ keine Schulden?"

" Bet mir wenigstens nicht. Mich hat er anständig, wirklich sehr anständig bezahlt, mehr als er schuldig war."

" Woher hatte er plößlich das Geld?" " Das weiß ich nicht genau. Er sprach von einer Heinen Erbschaft."

" Wie sah denn Herr Moreno aus?"

Er war ein mittelgroßer, schwarzlockiger Herr mit schwarzem Henriquatre. Wiffen Sie, so ein richtiger Franzose."

Worin bestanden seine Produktionen?" " Ich glaube, er war Drahtseilläufer oder so etwas ähnliches." Felicia erhob sich. Ich danke Ihnen, werte Frau. Was wir heute von Ihnen gehört haben, war sehr inter­essant. Ich bitte Sie, um unnötiges Aufsehen zu ver­metden, vorläufig zu niemand von unserem Besuch und der Auskunft, die Sie uns gegeben haben, zu sprechen."

,, Seten Sie ganz unbesorgt," erklärte die Frau mit Würde. Ich werde keinem Menschen ein Wort davon sagen und verschwiegen sein wie das Grab." Ste blickte verstohlen auf das Goldstück, das sie noch immer krampf­haft in der Hand hielt. und tausend Dank, verehrtes Fräulein! Wenn Sie Herrn Frank finden sollten, 10 grüßen Ste thn vielmals von mir und sagen Ste ihm mar, bitte, nicht, daß ich ein wenig über ihn geklatscht

Schwender gestorben. Er war ein Engländer namens Benzon und hatte sich seinen Titel durch feine unsi­nige Verschwendungssucht verdient, denn er hatte das Kunfifte fertig gebracht, innerhalb von brei Jahren Hinj Millionen tart zu vergeuden. Seine Mante, Geld auf die perrückteste Art und Weise auszugeben, er reichte ihren Höhepunkt bet der Feier des Regierungs­jubtilums der verstorbenen Königin Viktoria, wo er foloffale Summen verspielte oder verwettete. Als feine Minionen zur Neige gingen, farieb er ein Buch: Die Kunst, Gelb auszugeben". Benzon, der eine Zeitlang auch zu den Freunden König Edwards zählte, war schon fett awet Jahren in der Genfer Anstalt interniert. Er wurde auf einem kleineren Vorstadtkirchhof in aller Stille begraben, und nur der englische Konsul und einige andere Beamte wohnten dem Begräbnis bet. Zrob feiner literarischen Rechtfertigung fann man be­zweifeln, daß der arme König der Verschwender" die chwierige Seunst, Geld auszugeben" wirklich verstan­den bat.

Die Juwelen Abd- ul- Hamids. Die Versteigerung der Juwelen Abd- ul- Hamids in Paris ist jetzt mit einem Gesamtbetrage von 6980 902 Frs. gefchloffen worden. Mit dem zehnprozentigen Zuschlag für die Kosten be­iffert fich die Einnahme also auf über 7% Millionen Fr. Die lange Dauer der Versteigerung erklärt sich qus der großen Anzahl minder wertvoller Objekte, wel­He den Bert von einigen Taufend Francs nicht über­flegen. Immerhin bleibt die Auktion in Baris uuver­geffen. Eine so umfangreiche Juwelensammlung ist auch in Paris noch nicht unter den Hammer gekomnien. Das teuerste Stick der Sammlung Abd- ul- Hamids erreichte 920 100 Fr. Die schönen Breise hatten übrigens zwei Gläubiger des abgefesten Sultans veranlaßt, ihre An­sprache geltend zu machen und die ihnen zukommenden Summen aus dem Erlös pfänden zu lassen. Der eine war ein Bartser Damenschneider, der die orientalten Haremsfrauen mit modernsten Pariser Roben bekleidet hatte, der andere ein. Kinematographenfabrikant, wel her für die Unterhaltung der Damen gesorgt hatte. Das Gericht wies jedoch betde Pfändungsanträge ab.

Wieviel Kriege fah Europa? Seit dem sechzehn­ten Jahrhundert weist die Kriegsstatistik von Europa folgende Zahlen auf: 44 Seriege wurden wegen Gebiets­vergrößerung geführt; 22 um Tribut zu erheben; 24 Kriege waren Repressalien; 8 wurden unternommen, um Ehrenfragen und Vorrechte zu entscheiden; 6 wur ben durch Streitigtetten hinsichtlich des Länderbesizes bervorgerufen; 41 sollten Ansprüche auf eine Krone ent­chetden; 30 Kriege wurden unter dem Vorwande be­gonnen, etnem Verbündeten betzustehen; 28 entspran­gen aus Wettstreit um den größten Einfluß; 5 entstan­ben aus Sandelsstreitigkeiten; 55 waren Bürgerkriege; 28 endlich Religionstriege. Im ganzen find das 286 Kriege in wenig mehr als dreihundert Jahren! Fast ein Krig pro Jahr.

Der ältefte Berliner Dienfimann. An der Ecke der Köpenicker und Neanderstraße in Berlin sieht man ab und zu ein altes Männlein stehen, das sich durch das blanke Schild ar der Müze als Dienstmann ausweist. Es ist der älteste Dienstmann Berlins. Ein biederes, noch gar nicht verschrumpftes Geficht mit weißem Schnauzbart, fluqe, ruhig und mit dem Blick des Wet­sen in die Welt schauende Augen, im Mund die kurze Pfeife, die mit ihm verwachsen scheint, so unzertrenn­lich find die beiden das ist der alte riz Müller, der am Donnerstag seinen achtzigsten Geburtstag feierte. Am 14 Dezember 1831 bat er zu Grünau i. M. das Licht dieser Welt erblickt, das nun sein freundliches Al­ter bescheint. Glänzend geht es ihm ja nicht gerade, und er möchte lieber im Auto fahren, als mit seinen achtzig Jahren noch an der Ecke stehen, aber ein Beiser nimmt das Leben, wie es ist. So steht er denn immer noch da, wo er seit 1864 steht.

Englische Entrüstung

über das Leipziger Spionage- Urteil.

Die Verurteilung des englischen Spions Mar Schulz und seiner deutschen Helfershelfer macht in Eng­land, wie dem Berl. Lot.- Anz." von seinem Londoner Korrespondenten gemeldet wird, einen tiefen Eindruck, der den Beziehungen zwischen Deutschland und England nur förderlich sein kann, da er seine abschreckende Wir­lung auf den friedensgefährdenden Wissensdurst, der gewisse englische Kreise in bezug auf die deutsche Wehr­macht peinigt, nicht verfehlen wird. Die Blätter be­schränken sich im allgemeinen auf Wiedergabe des Ur­teils und der hauptsächlichen Urteilsgründe. Nur der Standard widmet der Entscheidung des Reichsgerichts einen Lettartikel, der zur Abwehr nötigt. Er ist über­schrieben Ein Justizverbrechen" und nimmt sich beson­ders des englischen Batrioten Mar Schulz, dessen deut­schen Namen der englische Artikelschreiber ganz bestimmt nicht einmal richtig aussprechen kann, auf das leiden­schaftlichste an. Die Verurteilung zu Zuchthaus, so heißt es, sei nicht bloß die schwerste Strafe, die das deutsche

habe. Im Grunde war er doch ein recht anständiger Mensch

Schon gut!" sagte Felicia, und die beiden Damen empfahlen sich.

Frau Negendant aber hatte trotz ihrer Versicherung am Abend nichts Eiligeres zu tun, als ihrem verehrten Herrn Biermeyer von dem seltsamen Besuch der beiden merkwürdigen Damen und dem Gespräch mit ihnen haarflein zu erzählen.

" Das waren wahrscheinlich ein paar stille Ver­ehrerinnen von diesem Frank oder auch von dem Herrn Moreno", schloß fie ihren Bericht. Selbst das schlechte Wetter hatte sie nicht abgeschreckt, den weiten Weg bis hierher zu machen, denn man sah es thnen an, daß sie aus dem seinsten Westen waren. Ja, ja, die jungen Leute heutzutage!"

Der möblierte Herr bemerkte nicht die spätherbst­lichen Liebesblicke, die ste ihm dabei zuwarf, denn er hatte seine Pfeife in Brand gesetzt, sich über ein Buch gebeugt und versenkte sich in die Geheimnisse der Pä­dagogik.

Felicia aber fuhr mit Emmt nach einem Aus­kunftsbüro und gab dort den Auftrag, ihr aufs schnellste es foste, was es wolle Auskunft zu verschaffen über die jetzige Beschäftigung und Wohnung des Christian Frank, Nimikon, Schweiz.

Sie war voll fröhlicher Zuversicht, auf dem richtigen Wege zu sein, und als sie ihrer Freundin in der Freude um den Hals ftel, sagte Emmi dankbar: Welch ein Glück, daß wir Dich haben, Itebe Felicia! Auch ich glaube fest, daß Dir die Lösung endlich gelingen wird."

Die junge Amerikanerin bewahrte thre Ruhe, ob­wohl fie innerlich voll fieberhafter Aufregung war, die noch wuchs, als thr nach zwei Tagen die Nachricht über­bracht wurde: Christian Frank, Sohn des Gasthofbe­sizers Ulrich Frant in Nimikon, der vor vier Jahren als Witwer verstorben ist. Der Sohn tst sett dieser

Kriminalrecht tenne, sondern mit Ausnahme etwa der Verschicung nach Sibirien die barbarischfie in ganz Europa, und es sei eine Schmach, daß ein Engländer thr ausgefeßt werde.

Wieso aber wäre es Nir einen englischen Verbrecher fchmachvoller, au deutschem Zuchthaus verurteilt zu wer den, als für einen deutschen au englischem? or we nigen Jahren wurden in England dem deutschen Aben teurer Beltheim volle awanaig Jahre Zuchthaus audit­fiert, well er einen Erpreffungsversuch gegen einen Lonboner Finanzmagnaten begangen hatte, also fast das Dreifache der über Schulz verhängten Strafe für einen bei aller Achtung vor der Londoner City immerhin we niger fawerwiegenden Rechtsbruch. Was die angebliche Barbaret der deutschen Zuchthausstrafe anlangt, so ges nfigt es, an die Schilderungen zu erinnern, die ble Eng länder Ostar Wilde und Lord William Nebill aus eige ner Erfahrung von den Ereden der englischen Gefäng nisse entworfen haben. Steinen nach Sibirien Verschick ten, der diese grauenerregenden Darstellungen von uns sauberkeit, unzureichender Ernährung, Brfigelwirtschaft und Vernachläfftgung in Krankheitsfallen Itest, wird die Lust anwandeln, feinen Aufenthalt mit dem in einem englischen Strafhause zu vertauschen.

Da auch der Berliner Vertreter des ministeriellen Londoner Daily Chronicle" fich zum Kolporteur von Stimmen macht, die das Urteil gegen Schulz und Genos= fen als ungeheuerlich bezeichnen, so fet in Erinnerung gebracht, daß es derselbe Daily Chronicle" war, der nach der Verurteilung ber beiden englischen Of fiziere Brandon und Trench au Festungshaft auf den großen Unterschied in der rechtlichen Behand lung von Spionen in Deutschland und England hin­wies, und zwar zum Lobe der größeren deutschen milde. In der Tat femt das englische Strafgefeß solche Milde nicht. Hätten deutsche Offiziere in England dasselbe be­gangen wie die Herren Trench und Brandon, die heute fm Angesicht einer der schönsten Landschaften Europas auf dem Glacis der Glazer Festungswerte spazieren gehen, in Deutschland, so würden diese deutschen Spione fest hinter den Mauern eines englischen Zuchthauses fchmachten.

Berliner Getreide und Schlachtvichmarkt.

Die Preisbewegung am Berliner Getreidemarkt während der am 13. Dezember beendeten Berichtswoche läßt bedeutende Schwankungen vermissen. Der Steige­rung der argentinischen Forderungen für Weizen ge genüber haben sich aber die hiesigen Preise nur mäßig erhöht, weil der Mehlabsaz fich recht unbefriedigend e- staltet hat. Roggen neigte zur Schwäche, weil ebenfalls fich das Mehlgeschäft schlecht anifeß und infolgedessen Ste Mühlen teine Kauflust befundeten. Zudem wurde von Schlesien mehr Ware auf Abladung angeboten und auf Frühjahrslieferung zu verkaufen gesucht. Bemer­fenswert ist ferner, daß am Weltmarkt Roggen in we­fentlich größerem umfange als bisher zum Teil von Ländern offertert wurde, die bisher als Roggenprodu­zenten für Europa kaum in Betracht famen, so beson­ders von Argentinien. Hafer bewahrte fetne Festigkeit. Das Inland hält an seinen bohen Forderungen fest and von Rußland ist dieses Getreide auch schwer preiswer= ter zu tanfen. Einer erheblichen Preissteigerung war jedoch das wesentlich billigere Angebot Argentiniens hinderlich, wenn auch das Produkt dieses Landes dem heimatlichen Hafer etwas nachsteht. Mais wurde ziem­lich rege umgefeßt, amerikanischer war mehr angeboten. Am lesten Tage der Berichtswoche iteüten fich die Brelse für Lieferung im Dezember, wie folgt: Weizen 204,25 s Roggen 183,25 M, Safer 185,75 M, Mais 174,50 M

Brelse des stabilischen Schlachtvich- Marktes. 1. Och­fen: a) vollfleischige, ausgemästete höchften Schlachtwer tes, ungejocht 81-88 M., b) junge fleischige, nicht ausge­mästete und ältere ausgemäftete 62-70 M, c) mäßig ge­nährte junge und gut genährte ältere M.. 2. Bul­

len: a) vollfletschige, ausgewachsene höchsten Schlacht­wertes 77-83 M., b) vollfleischige jüngere 78-78 M., c) mäßig genährte jungere und gut genährte ältere 66-75 M. 3. Färfen und Kühe: a) vollfleischtge, aus­gemäftete Färfen höchsten Schlachtwertes- M., b) voll= fletschige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 70-75 M, c) altere ausgemäftete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 64 bis 69 M., b) mäßig genährte Kühe und Färfen 53-60 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 60 M, 1) ge ring genährtes Jungvieh( Fresser) 52-66 M. 4. Ral ber: a) Doppellender feinster Mast 114-146, 6) feinste Mastfälber 103-112 M., c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 83-97 M., d) Mast- und gute Saug­fälber 68 84 M, e) geringe Saugfälber 40 64 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 78 bis 86 M., b) ältere Masthammel, Jüngere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 66-76 M, c) mäßig ge­nährte Hammel und Schafe 58-72 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 61-63 M b) vollfleischige Schweine 250-300 fb. 60-61 M., c) vollfleischige bis 240 Pfd. 58-60 M, d) vollfleischige Schweine 160-200 3fd. 54-58 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Bfb. 50-54 M, f) Sauen 51-57 M

Zeit nicht in seinem Geburtsort gewesen, sein jetziger Aufenthalt ist dort unbekannt.

" Ah!" rief Felicta, da haben wir ja schon die erste Entlarvung dieses Menschen! Jene Depesche, die ihn wegen Erkrankung seiner Mutter nach Hause rief, war gefälscht. Weshalb aber hat er das getan? Um in der Dunkelhet: untertauchen zu können, aus der wir ihn nun hervorziehen werden."

Ste durchstöberte die Artistenzeitungen und fand eines Tages eine kleine Nottz, die sie frohlockend zeigte. Nun weiß ich, wo dieser Frank ist! Er ist in Paris. Dort also werden wir ihn festnehmen lassen."

" Wieso?" sagte Friz. Hier steht doch weiter nichts, als die kurze Ankündigung, daß Brothers Mo­reno- Franklin jetzt im Cirque Metropole in Paris auftreten. Was ist denn daran besonderes?"

Aber das ist doch ganz klar!" rtef Felicia hastig. " Dieser Franklin ist niemand anders als unser Frant, der mit seinem Freunde zusammen auftritt. Noch mor­gen wirst Du mit mir nach Paris fahren."

,, Gern! Ich bin ja selbst begterig, wie dieses Aben­teuer enden wird.

,, Und Du kommst auch mit, Emmt," sagte Felicia. " Du beherrschest die französische Sprache viel beher als wir beide, und deshalb bist Du für uns unentbehrlich." Emmt sah thren Vater fragend an, der mit den Ach­seln zuckte und dann nickte. Was soll ich dazu sagen? Du willst ja doch mit

Ach, Papa," rief Emmt, Du tuft gerade so, als wenn ich Eure Tyrannin wäre. Aber ich weiß, Du hast nichts dagegen, wenn ich mitfahre. Und ich depeschiere an Doktor Waldow, daß er ebenfalls dorthin kommt. Wir können dann gleich die Angelegenheit wegen des Postens in Amerika besprechen."

( Fortsetzung folgt.)