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Erscheint Redaktion:

oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstage, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 237.

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Telephon: Nr. 362.

Reichstagswahlen 1912. Gießen. Die Wirtschaftliche Vereinigung des Wahlkreises Gießen- Grünberg- Nidda stellte den bisheri­gen Reichstagsabgeordneten Dr. Werner einstimmtg wieder als Kandidaten auf.

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Jm 3. Nassauischen Wahlkreis Ems- Montabaur hat der Bund der Landwirte beschlossen, für den Zen­trumskandidaten Dr. Dahlem- Niederlahnstein, den der= zeitigen Vertreter dieses Wahlkreises, einzutreten.

Limburg. Die Zentrumspartei beschloß, von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten im 4. nas­sauischen Wahlkreise Diez- Limburg abzusehen und gleich für den Kandidaten des Bundes der Landwirte, Bür­

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Samstag, den 16. Dezember 1911.

germeister Neu- Selters, für den auch die übrigen rechtsstehenden Parteien stimmen, einzutreten. Neu tritt der Konservativen Partei bei.

-Friedberg. In unserem Wahlkreis bewerben sich neben dem seitherigen sozialdemokratischen Abgeord= neten Busold der von den Nationalliberalen aufgestellte und von den Bündlern unterstützte Sammelkandidat Strack- Gießen der fortschrittliche Kandidat Seminarleh­rer Leuchtgens- Friedberg und Rechtsanwald Schröder= Friedberg, der Kandidat des Zentrums.

Aus Stadt und Cand.

Gießen, 16. Dezember 1911.

n Gießen. Nachdem die Stadt mit dem 1. April des laufenden Jahres den Einheitspreis für Koch- und Leuchtgas eingeführt hat, ist infolge dieser Preisgestal­tung der Gaskonsum um 75 000 Kubikmeter in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres gestiegen. Auch die Preiser­mäßigung für den elektrischen Strom aus dem städti­schen Elektrizitätswerk um 10 Prozent, die seit dem 1. Oktober eingetreten ist, scheint sich bewährt zu haben. Das Werk hat nicht nur keinen Ausfall an Einnahmen zu beklagen, sondern sogar durch die erhöhte Stromab­gabe im Monat Oktober eine Mehreinnahme von 1300 Mt. zu verzeichnen.

n Gießen. Wegen des Zusammenstoßes auf dem Bahnhof in Hungen im Juli fand vor der Straffam­mer wegen Eisenbahntransportgefährdung und fahrläs­siger Körperverletzung Verhandlung statt. Das Gericht war der Ansicht, daß beide Angeklagte im Interesse der Beschleunigung des Dienstes gehandelt hätten, auch der Unfall auf ein entschuldbares Mißverständnis zurückzu­führen sei und erkannte daher gegen den Stationsbeam­ten E. C. auf 10 Mt., gegen den Lokomotivführer H. S. auf 20 Mt. Geldstrafe wegen Eisenbahntransport­gefährdung.

n Gießen. Das Verzeichnis der für die Reichs­tagswahl stimmberechtigten Einwohner unserer Stadt umfaßt 6489 Wähler gegenüber 6486 bei der letzten Nachwahl.

o Schotten. Unsere Kreisstadt hat ein Reinver­mögen von 651 050 Mt. Die Gemeindeumlagen haben einen Ausschlag von nur 98 v. H. und belaufen sich auf 41 000 Mark.

o Friedberg. An einem Neubau wurden nachts die Erkerscheiben, die einen Wert von zirka 1600 Mark darstellen, mit einem scharfen Instrument teils geritzt, teils durchgeschnitten. Bekanntlich treiben auch in Gie­Ben solche Bubenhände ihr Unwesen.

o Oberurse I. Ein furchtbares Drama hat sich in der Nacht von Donnerstag zum Freitag gegen zwei Uhr in Oberursel zugetragen. Der Kaufmann K. Aug. Sauer hat auf seine Frau und seine 5 Kinder Revol­verschüsse abgegeben und sich dann selbst erschossen. Ein

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Telephon: Rr. 362.

23. Jahrg.

7jähriger Sohn war sofort tot; ein achtjähriger und ein dreijähriger Knabe sind bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Frau Sauer und die beiden anderen Kinder schweben ins Lebens.

gefahr; an ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Die Frau schleppte sich trotz schwerer Verletzungen bis vor die Tür eines Nachbarn. Sauer hatte in einem Brief an einen Bekannten die Tat angekündigt. Der Beweggrund soll in verfehlten Spekulationen liegen.

An der Quelle des Mains, der auf dem Och senkopf im Fichtelgebirge entspringt, ist der sogenannte weiße Main vollständig versiegt.

s Darmstadt. Der Großherzog empfing. a. den Geheimerat Dr. Usinger, Provinzialdirektor der Pro­vinz Oberhessen und den Schulrat Scherer von Büdin­

gen.

! Mainz. Der Katholikentag brachte einen Ueber schuß von rund 33 000 mt.

! Nieder Ingelheim. Im Garten des hie sigen Bürgermeisters steht ein großer Birnbaum in vol­

ler Blüte.

! Oppenheim. In einem Garten wurde auf einem Birnbaum die zweite diesjährige Frucht, voil ausgewachsen und durchaus reif, geerntet.

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