Graf Posadowsky über die Wohnungsnot. tagsabgeordneter Sübsch- Nürnberg. Nach einem Schluß
In der Stadt Leipzig hat der Deutsche Wohnungskongreß am Montag seine Beratungen begonnen. Graf Posadowsky, der frühere Staatssekretär des Innern, wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt und hielt folgende bemerkenswerte Eröffnungsansprache:
wort des Geheimrats Rieser, in dem er darauf hinwies, daß die nächste Zeit über die Zukunft des Bürgertums entscheiden werde und daß deshalb jeder Angehörige des Bürgerstandes seine Schuldigkeit tun müsse, wurde die Verhandlung um 6 Uhr geschlossen.
Die Gründung einer großen Gewerkschaftsbank in Berlin soll, wie eine Berliner Korrespondenz erfährt, in sozialdemokratischen Kreisen allen Ernstes erwogen werden. Die Gewerkschaften verfügen bekanntlich über viele Millionen, die sie natürlich zinstragend anlegen müssen. Bisher ist dies bei den verschiedensten Banken geschehen. Jetzt schlagen nun einige Gewerkschaftsführer vor, diese Gelder an einer Stelle zu sammeln und eine Bank auf genossenschaftlicher Grundlage zu errichten.
Bet den bedauerlichen Zuständen, die gegenwärtig in der Baufrage herrschen und in weitgehendstem Sinne eine Abhilfe der Wohnungsnot durch Gesetzgebung, Aufklärung und Verwaltungsmaßregeln erheischen, bin ich, so bemerkte der Redner am Eingang seiner Ausführungen, mit der Vornahme geeigneter Schritte durchaus einverstanden. Wenn man der sozialen Frage näher treten will, um die Wohnungsfrage zu fördern, um unserer minderbe= mittelten Bevölkerung die Möglichkeit einer angemessenen Wohnung zu schaffen, so muß man auf die inneren Ursachen der vorhandenen Mißstände zurückgehen, um ihnen rechtzettig zu begegnen. Der Bevölkerungszuwa ch brängt immer lebhafter nach den großen Städten, so gewaltig, daß ießt im Deutschen Reich auf je fünf Bewohner ein Großstädter kommt, und die Entfremdung von der Natur immer mehr zu wachsen beginnt. Bis zu dem großen wirtschaftlichen Umschwung hat die Regierung alle Kraft angestrengt, um sich von den Schäden der napoleonischen Kriege zu erholen. Erst durch die deutsche Sozialpolitik Ist sie gezwungen worden, sich eingehend mit den Lebensbebingungen der minderbemittelten Bevölkerung zu befassen. An Beispielen aus Berlin hob dabei der Redner dte Mißstände hervor, wie sie aus den alten Bauzuständen hervorge= gangen sind. Nun gemahnt weiter der stete Rückgang der Tauglichkeit für den Heeresdienst auch bei der ländItchen Bevölkerung von Jahr zu Jahr, das Zuströmen fremder Arbeiter aus Rußland, Desterreich und Italien, die alljährlichen Klagen der heimischen Arbeiter und dabei die Abneigung gegen schwere törperliche Arbeit an Abhilfe allerorten. Tausende ziehen nach den Großstädten ohne etnen notwendigen, nüßlichen Zweck, Tausende verschwinden darin, die außerhalb einen geachteten Dienst leisten könnten. So entsteht ein fortgesetzter Zuzug, eine örtliche Ueberlastung. Bei der bestehenden Wohnungsnot würde unsere ganze Arbeit in der Bodenfrage bei dem fortgesetzten Wachfen der Bevölkerung eine Danaidenarbeit sein, wenn wir nicht von den Behörden unterstützt werden, die Mindestforderungen für den Bau von Wohnungen und Forderun= gen inbezug auf die Benutzung der Wohnungen aufzu stellen haben. Es muß mit einem Wohnungsgeset vorgegangen und auf die Herstellung von Kleinwohnungen Bedacht genommen werden. Wir müssen die lapidaren Vorschriften über die Erbpacht ergänzen, mit geringen Kosten den sicheren Besitz auf Lebensdauer anstreben und, um die Erbpacht nußbringend werden zu lassen, das Großkapital in Erbbaubanken zu gewinnen suchen; dabei ist nicht nach finanziellen Gesichtspunkten, sondern nur nach so= ztalpolitischen Grundsäßen zu verfahren. Daß die Wertzuwachs steuer, so gut sie ist, die GrundstücksSpekulation eingeschränkt hat, davon kann ich mich zurzeit nicht überzeugen. Die Kosten wird der Mieter zu tragen haben. Das Wort„ man möge mit der Sozialpolitik aufhören" ist ebenso unrichtig, als ob man sagen wollte, die Handels- und Wirtschaftspolitik soll aufhören. Nicht mit dem Gefühl eines bequemen Beharrungsvermögens wollen wir arbeiten. so schloß der Redner, sondern mit dem lebhaften Ausspruch asset uns Gutes tun und nicht mude werdent"
Rundschan vom Cage.
Politisches.
-
Winterswyk wurden bet Dorsten Steine auf die Schienen gewälzt, um einen Personenzug zur Entgleisung zu brin gen. Der Staatsanwalt bat 300 Mark Belohnung auf die Ergreifuna der Täter ausgesetzt.
Tödlicher Unfall bei einem Blumentage. Während des Blumentages in der Gemeinde Niemke bet Bochum wurde ein Fabrikarbeiter von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn erfaßt und sofort getötet.
Tödlicher Jagdunfall. Ein Brauerelbefizer aus Mülheim strauchelte auf der Jagd. Dabei entlud sich das Gewehr und die Ladung ging ihm in den Körper. Er starb bald an den erlittenen Verlegungen.
Selbstmord Peter Ganters? Peter Ganter, der Vers fasser der Briefe über„ Die doppelte Moral", soll in openhagen Selbstmord verübt haben. Wie der Hamburger Polizeibehörde mitgeteilt wird, hat sich ein Herr in einem Hotel in Kopenhagen, der sich dor: als Peter Ganter eintrug, vergiftet.
30 Personen ertrunken. Bei einem Dorf in der Nähe von Uglisch an der Wolga ist eine Fähre, die mit Menschen überlastet war, während der Ueberfahrt gesunken. 30 Personen sind hierbei ertrunken.
Volkswirtschaftliches.
Elagter
Abrige ten ve
minal
der D
ten M
mittag
fechten
lich ve
Verbre
bisher
Gefäng wird, i
und n
teiligt. die rich einem dem V
Ei gemeld
einen
newetd schen,
eines
dedten
blutet
ihm d terschl ner be
einen
pieren
lehrling
Schlagur
Furcht zurüd; die tödl
In Karthau fel Bren ertappte
Ronfel u
Soziale Fürsorge bei Krupp. Krupp in Essen hat soeben die Jahresberichte über den Stand seiner Pensions= fasse und seiner Krankenkasse erscheinen lassen. Beide führen sie die außerordentlichen sozialen Leistungen dieses Werkes vor Augen. Die Pensionskasse für die Arbeiter bet Krupp zählte im Berichtsjahre 35 474 Mitglieder. Sie zah= len in die Kasse zusammen die gleichen Beträge wie die Firma allein, nämlich ca. 1½ Millionen Mark. Es fließen also fährlich etwa 3 Millionen Beiträge in die Kasse. Ste werden nicht ganz für Pensionen jährlich ausgegeben. Infolgedessen erhöht sich das Vermögen der Pensionskasse von Jahr zu Jahr. Zurzeit beträgt es 23 600 000 Mark. Die Folge ist die Erhöhung des Prozentsazes der Pensionen. Sie kommt natürlich den Arbeitern zugute. Man kann mit der sozialen Fürsorge bei Krupp, diesem kleinen Staate für sich, ganz zufrieden sein. Er gewährt seinen Pensionä ren mehr als dreimal so viel Rente als der„ Racker von Staat", durchschnittlich 687 Mart, gegen 210 Mark staatlicher Invalidenrente. Dabet sind unberücksichtigt geblie= ben die Zuschüsse, die einzelne Pensionäre zu ihrer Pension aus der Invalidenstiftung beziehen, und ferner die Fretwohnungen, die die auf dem„ Altenhof" wohnenden Pensionäre haben. Dieser„ Altenhof" ist eine Idealgründung der Firma. Er ist architektonisch ein Jónll. Seine Anlage hat seinerzeit auf der Städtebau- Ausstellung in Berlin Aufsehen erregt. Er ist eine kleine Stadt für sich, denn die Zahl der Kruppschen Pensionäre beträgt 4756. Reich dottert ist auch die Krankenkasse der Gußstahlfabrik. Sie geht sehr liberal und loyal mit ihren Mitgliedern um, zahlt Sterbegelder und erstreckt sich selbst auf die Familienmitglieder der Arbeiter. Ste arbeitet mit 81 Aerzten, einer Heilbadeanstalt und zahlreichen auswärtigen Heilstätten. Sie hatte 1910 eine Einnahme von 2290 600 Mark und verfügt über einen Reservefonds von 1½ Millionen Mark.
Der deutsche Privatbeamtenverein, dessen Sitz in Magdeburg ist, hielt am Sonntag in Berlin seine Hauptversammlung ab. Der Verein, der für seine Angehörigen zahlreiche Unterstützungskassen geschaffen hat, zählt zurzeit 11 000 Mitglieder und besitzt ein Vermögen von 18 Millionen Mark. Bei seiner Stellung zur Privatbeamtenversicherung geht der Privatbeamtenverein davon aus, daß seine eigenen Hilfskassen seinen Mitgliedern bereits hinreichend Schutz gewähren. Generaldirektor Schmelzer führte aus, der Plan einer staatlichen Versicherung für die Privatangestellten sei mit Dank anerkannt worden. Diese Versicherung dürfe aber den Grundsay, nur den Schutzbedürftigen ein Existenzminimum zu bieten, nicht außer acht lassen. Ein Versicherungszwang in einer Reichsanstalt untergrabe die individuelle Selbständigkeit und rufe Unzufriedenheit bei den Bessergestellten hervor. Unter heutigen Verhältnissen müsse auch die Schußgrenze für Angestellte höhergestellt werden. Auch der Verband deutscher Beamtenvereine hat dieser Tage getagt. Ein Antrag des Stettiner Hauptvereins, der die Hauptversammlung auffordert, energische Maßnahmen zu ergreifen zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Beamtenkindern, wurde angenommen. Die Angriffe gegen die Beamtenkonsumvereine wurden scharf kritisiert. In einem angenommenen Antrage heißt es:„ Der Verband hat zu den deutschen Regierungen und zu den deutschen Volksvertretungen das Vertrauen, daß sie alle Versuche, die Beamten in ihren Staatsbürgerlichen Rechten, insbesondere in ihrer Selbständigkeit weiter zu beschränken, als es das Gemeinwohl zwingend verlangt, nachdrücklich entgegentreten werden." Ein neuer französischer Uebergriff in Tanger. Die , Köln. 3tg." meldet aus Tanger: Der ehemalige türkische Offizier Tahir, der in Mulay Hafids Diensten stand, wurde vom Pascha auf Veranlassung der französischen Gesandtschaft grundlos ins Gefängnis gesteckt, nachdem er durch eine Einladung zum Tee in das Haus des Paschas geloďt worden war. Tahir wurde auf Betrieb der Franzosen aus den marokkanischen Diensten entlassen und war dieser Tage als Korrespondent einer ägyptischen Zeitung nach Tanger zurückgekehrt. Er hatte in einer ägyptischen Zeitung die französische Marokkopolitik kritisiert.
Die Feststellung des Reichshaushaltsetats für 1912/13 wird, schreibt die ,, Germania", feine Ueberraschungen bringen. Die Aufnahme einer Anleihe ist, so wird wenigstens von gut unterrichteter Seite behauptet, ausgeschlossen. Es liege eine Stellungnahme des Reichskanzlers vor, wonach auch für den kommenden Etat eine Balanzierung zwischen Einnahme und Ausgabe unbedingt herbeigeführt werden soll.
Kleine Nachrichten.
Im Deutschen Rundflug um den B. Z.- Preis der Lüfte haben bish r außer Lindpaintner noch König und Büchner Magdeburg ereicht. Gestartet sind bisher elf Flieger. In Magdeburg selbst war zwar am Montag Ruhetag, doch wurde auf der Strecke von Berlin nach Maadeburg geflogen. Für Dienstag ist der Flug von Magdeburg nach Schwerin ( 176 Kilometer) angesetzt.
Rund 50 000 000 Stud Briefmarken und Postkarten im Werte von 2 950 350 M wurden im vergangenen Jahre durch die postalischen Automaten an das Publikum abgegeben, und zwar 10 480 000 Stück Postkarten, 26 779 000 Fünfpfenigmarken und 10 574 000 Zehnpfennigmarken.
Der erste allgemeine deutsche Hansatag fand am Montag nachmittag im Berliner Sportpalast unter überaus zahlreicher Beteiligung statt. Um 4 Uhr eröffnete Geheimrat Rieser die Versammlung mit einer Begrüßung der Erschienenen. Er wies darauf hin, daß der Hansabund bestrebt sei, eine neue Zeit für Deutschland zu schaffen. Er sei innerhalb der zwei Jahre seines Bestehens eine gewaltige und beachtenswerte Organisation geworden. Die Forderung des Tages sei, einen freundlichen Ausgleich der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Gegensäge herbeizuführen. Alsdann sprach der Präsident des Deuts schen Handelstages Reichstagsabgeordneter Kämpf über die Notwendigkeit des Hansagedankens. Weiter hatten das Wort ergriffen u. a. der bayerische Abgeordnete Haeberlein- Nürnberg, Marquardt- Leipzig vom Verband Deutscher Handlungsgehilfen, Dr. Stresemann, Mitglied des Reichstages, Sturm- Wiesbaden, Koelsch- Karlsruhe und Land
Zwei Kirschen an einem Stengel.
29)
Noman von A. von Liliencron. Nachdruck verboten.)
Die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Gastwirte- Verbandes, dem gegen 800 Vereine mit 60 000 Gastwirten angehören, hat am Montag in Braunschweig begonnen. Die Verhandlungen lettete der Verbandspräsident Anton Ringel- Berlin.
Die europäische Fahrplankonferenz in Verbindung mit Wagenstellungskonferenz wird am 14. Junt in Stockholm Beginnen. 104 Eisenbahnverwaltungen von 17 Ländern haben 280 Vertreter entsandt.
Was fonnte sie, die eine reiche Heirat gemacht hatte, bei dem Pfandleiher wollen? Oder war sie es gar nicht? Ihr Anzug erschien so dunkel, so auffallend einfach, gar nicht, wie es nach dem Geschmade der Kathi gewesen wäre, die sich jetzt doch das schönste leisten konnte.
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Der Historienmaler Professor Hermann Schaper in Hannover ist gestorben. Schaper war 1858 in Hannover geboren. Er studierte an der dortigen Technischen Hochschule und an der Münchener Akademie und ließ sich dann in setner Baterstadt nieber. Cr schuf Malereien für das alte Rathaus in Hannover und die dortige Garnisonskirche, malte die Marienburg aus und übernahm den bildlichen Schmuck für das Rathaus in Göttingen. In den letzten Jahren widmete er seine Tätigkeit vorzugsweise dem Münster in Aachen, für das er große Glasmosaiken geschaffen hat. Ein Polytechnikum für Frauen. Das Polytechnikum für Frauen, das vor einiger Zeit in Petersburg ins Leben gerufen wurde, umfakt jetzt in Fakultäten für Architektur, Bauingenieurwesen. Chemie und Elektrotechnik 600 Hörerinnen. Von diesen sind 500 unverheiratet. Am Polytechntfum wirken zurzeit etwa 100 Professoren und Hilfslehrer. Es ist beabsichtigt bei der russischen Regierung zu beantragen, daß den Studentinnen auf Grund von erfolgretchen Prüfungen die Ingenieurwürde verliehen wird.
Der im Essener Meineidsprozeß zu dret Jahren Zuchthaus verurteilte Bergmann Becker, der im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde, hatte einen Schadenersatz von 5488 M gefordert. Da das Ministerium des Innern ihm nur 3000 M bewilligte, hat Becker den Fiskus auf Zahlung des Restes verklagt.
Der belgische Lenkballon entflohen. Der belgische Lenkballon Ville de Bruxelles", der gestern nachmittag von Brüssel eine Ausfahrt unternommen hatte und zur vorzeitigen Landung gezwungen war, riß sich los und ver schwand ohne Bemannung in der Richtung nach Südosten.
Er stand unter den verschiedenen Menschen, die den Laden füllten, im Hintergrunde, die Augen auf Mutter und Kind gerichtet. Jeht wandte die junge Frau den Kopf, um einer hinter ihr stehenden Alten, die sie angeredet hatte, zu antworten, und da gab es dem jungen Ulanen einen Ruck durch den ganzen Körper, denn nun wußte er, wer Mutter und Kind waren.
Er hätte später nicht sagen können, wie lange es ge= dauert, bis die blasse Frau dem Ladenbesizer ihr Anliegen vorbringen konnte; aber als es geschah, steigerte sich bei thm die Erregung bis zur Qual.
Schwerer Eisenbahnfrevel. Auf der Strecke Wanne
Hand das Goldstück. Sie starrte ihn an, als ob sie einen Geist sehe, ihre Lippen bewegten sich, aber sie brachte keinen Ton hervor. Aschfahl war sie geworden und bebte am ganzen Körper. Da nahm er ihr das Kind ab.
Er sah das wohlbekannte Kreuz in einer kleinen Hand, die oft, ach, so oft in der seinen gelegen, und hörte eine geliebte Stimme zaghaft sagen: Das Kreuzle möchte ich versezze, aberst ich möcht's hernach wieder hole-"
Kannst das Madel jetzt nit trage," sagte er,„ kumm, in die frische Luft wird's Di besser sin."
Der Mann, der das kleine Schmuckstück prüfend be trachtete, meinte:„ Besser gleich reinen Tisch machen, ich tauf's ab."
Das geschah alles in so bestimmter, selbstverständlicher Weise, unbekümmert um die verwunderten Augen, die sich auf ihn richteten, daß Kathi ihm willenlos folgte.
Da tlang wieder der Kathi ihre Stimme, und diesmal war's, als ob sie mit den Tränen fämpfte:„ Nit vertaufe, nur versetze will ich's Kreuzel ich kann's nit hergebe! Bitt schön, geb's mir was Geld drauf."
Aus den Gerichtssälen.
Großer Diebstahls: und Betrugsprozeß. Die Cölner Straffammer hatte sich mit einem riesigen Diebstahls- und Betrugsprozeß zu befassen. Eine ganze Anzahl Gauner hatte in den letzte Jahren umfangreiche Diebstähle in Düsseldorf, Cöl und namentlich in Frankfurt a. M. verübt und die erbeuteten Waren in einem Partiewarengeschäft untergebracht, von wo sie im Auslande abgesetzt wurden. Die Diebe beschwindelten auch etwa 80 ausländische Firmen, bei denen sich die einzelnen Gauner gegenseitig als Referenz ausgaben, um auf diese Weise große Warenposten, meistens Zigarren, Itefern zu lassen. Die erschwin delten Waren wurden dann schleunigst unter den Hammer gebracht. In der Verhandlung wurde der Hauptangeklagte, Monreal, zu vier Jahren Zuchthaus, ein zweiter Ange
Wenige Schritte von dem Hause hielt eine Droschke, er war darauf zugegangen.
,, Steig in, Kathi, ich wüll Euch man tu Huse bringe, Du funnst allweil nit zu Fuß gahn. Wo wohnst?" fragte er anscheinend so ruhig, als ob das nichts besonderes wäre. Dadurch gewann sie ihre Fassung einigermaßen wieder, fie nannte ihm Straße und Hausnummer, nahm das Kind und stieg ein. Er setzte sich an ihre Seite, und die Kleine, gefesselt durch die blanken Knöpfe seiner Uniform, streckte verlangend die Arme nach ihm aus.
Bevor der Ladenbesizer antworten konnte, war der Junge Ulan vorgetreten, hatte ein Geldstück auf den Tisch gelegt und mit eigentümlich verschleierter Stimme gesagt: Das Kreuzel fann die Frau bei mir versetze und jeden Tag zurüd friege. Die Sach ts afmatt."
Er nahm das Kreuz und drückte in Kathis zitternde
Die Mutter wollte ihr wehren, aber er meinte: ,, Lat man, se wüllt et so," und nahm die Kleine. Dann verstummten sie, ihr und ihm war das Herz zu voll, sie wagten nicht zu sprechen.
-
der in drohende ment des den Koni
ich dät tun wüllt. Hernach, als Du so grantig wärst, dät se mi of verspreche, se wüllt Di zurede, wenn se nach Friedenau kummen dät. Aberst allens fäm anders." Er seufzte und sah zum Wagenfenster hinaus. Kathis Wangen brannten jetzt wie Feuer, in ihrem Kopfe wirbelten die Gedanken. Von unwiderstehlichem Drange getrieben, erzählte ste, was Lene ihr geschrieben. Jekt sah er sie wieder an. Ju, det wär all so, min Verspruch for ihre Brutmann, und ehr Verspruch von we gen Din Trugkopp. Mädel," unterbrach er sich plötzlich und vergaß dabei ganz, daß Kathi unterdessen Frau und Mutter geworden war,„ Du hättst doch nit glömt. Sie nichte seinem unausgesprochenen Worte zu. ju, ich häv dächt, wenns Frühjahr fummt und de Kuckuck schrit, dann süllt Din Hort sin mit de Rosemarie."
Wie fummst aflweil her?" fragte sie endlich. Und er antwortete: Morgen is hier Kindtofen bi min Fründ, da bin ich zu Pate gelade. Es is der Rosemarie ihr zweites, a Jung, und seit April sind se hierher fumme."
Wieder verstummten beide. Durch Kathis Herz aber zog ein Sturm. Erst als sie sich mühsam zur Ruhe gezwungen, sagte sie: Weßt, ich hab den Brief zu lese friegt, den die Rosemarie Dir dazumalen schrieben dät, Du sollst zu ihr kumme. Weßt, ich wullt doch auch, Du sollst die Tag zu uns fumme, und Du seggst, Du kunnst nit."
Eine Cafee in Gäste wa
Verlauf
sern um
demoliert,
mehrere G rere der
leistete ein fand, daß
werden m
Auton
Reuerung
Automobi
Chicago e
verfehrt.
mobile ist
und die G
Komfort a
geitsreisen
Lagesleift
ist, wird
450 Mart
tels find
Abmachun
zahlen.
Schw
ler der R
In Beglei
Ausflug
überschrit
Hierbei d
fammen,
teiche Aus
Blüdten t Das 9
vor dem
oder was
ارو
mens Jear
tohlen zu
nau, unter
erfolgt war wichtigen 2
in Ströme
daß er, da
habe taufer anderen ge
Richter Se
Jagte er in
einen Rege
feinen Schi
Wert diefes
Ju,
Sie sagte nichts weiter, doch nun wurdge ihm auf einmal alles flar, aber er wußte nichts anderes zu erwidern als: ,, Wie kunnst de nur det glöwen!"
Er nickte.„ Woll, woll, dazumalen waren die Rosemarie und was jeht ihr Mann is, verknurrt, und ich füllts wieder zurecht kriege. Se hätt min Verspruch, daß
Dann sah er schweigend aus dem einen und Kathi stumm aus dem andern Fenster hinaus, nur die Kleine, die noch immer auf seinem Schoße saß, trahlte vergnügt. Nach einer langen Pause fragte er:„, Wo geit et Di denn?" ,, Gaut," antwortete sie kurz und wandte sich noch weiter von ihm ab. Er wußte, daß sie, die so schmal und blaß aussah, jett nicht die Wahrheit sagte, aber er wollte nicht in ste dringen. ,, Und Din Mann?" erkundigte er sich weiter. „ He is frank west und so kämet, daß daß ich's Kreuzel." Sie hatte so gern fest bleiben wollen, aber sie mühte sich vergebens, die aufsteigenden Tränen zurückzudrängen. Sie schnürten ihr die Kehle zu, sie konnte nicht weiter und schluchzte laut auf.
-
Hans Ruland schnitt das ins Herz, er fühlte das brennende Verlangen, ihr liebes Gesicht an seine treue Brust zu ziehen und ihr zu sagen:„ Wein nit, ich fanns nit ertragen! Sollst nit in Not sin, ich wüll für Dich sorge. ( Fortsetzung folgt.)
Jearnen ge allig zu w Immerhin f
erften beste
ben Beweis
hatte, und
Das gilt ab
Eine b chlesische B
meinde Hru
Basquelle g
Intensität
Selbstentzi
lehne in et
einem in d
In heftigen
Durchit
wird gemel
ren Dattere tädtischen
und Fröscht
fett Tanger
Des Materi
rfolgen m
nb über b


