Einzelbild herunterladen

Sturm im Keichstag.

stürmischen Jahres 1848. Er stand 1866 im Felde gegen Preußen, das dem deutschen Süden wie ein mutwilliger Friedensstörer erscheinen mußte. Und er verschloß sich nicht grollend der Einsicht, daß dieser Bruderzwist notwen dig war, um die lang ersehnte deutsche Einheit herbeizu­führen. Als vier Jahre später alle deutschen Stämme Schul­ter an Schulter gegen Frankreich auszogen, schloß er sich dem königlichen Oberfeldherrn an, und er war es, aus dessen Hand Wilhelm I. in Versailles den Brief empfing, durch den Ludwig II. von Bayern Preußens siegreichen Kö­nig aufforderte, sich die Katserkrone aufs Haupt zu setzen. Auf die erste Seite des Werkes, das dem Prinzregenten zu seinem 90. Geburtstage von den deutschen Fürsten gewid= met ist, hat Kaiser Wilhelm II. den Spruch geschrieben: ,, Alle Zeit treu bereit für des Reiches Herrlichkeit!" Der gleiche Gedanken hat den Prinzen Luitpold bei jeder seiner Handlungen geleitet, seitdem er berufen wurde, die Last der Regierungsgeschäfte auf seine Schultern zu nehmen.

In der Sibung am Freitag kam es zu wilden Sturm­und Lärmszenen, wie man sie seit den Tagen der Zolltarif­Tämpfe nicht erlebt hat. An die Stelle der Sachlichkeit und Ruhe, mit der bisher im allgemeinen die Etatsberatung verlaufen ist, war plötzlich eine Kampfstimmung getreten, deren Ursache wohl in dem bei allen Parteien gleichmäßig verbreiteten Wahlagitationsbedürfnis zu suchen ist. Den Anlaß gaben Resolutionen, in denen beantragt wurde, ge= gewissen Kategorien von Post beamten Vorteile zu ge= währen. Das Zentrum hatte einen Antrag eingebracht, daß die vor dem 1. Januar 1900 in Dienst getretenen Post­assistenten usw. nach 24jähriger etatsmäßiger Dienstzeit eine persönliche Zulage von 300 Mart erhalten und die nicht etatsmäßigen Unterbeamten der Reichspost die Klasse der Landbriefträger ausgenommen nach zehnjähriger Dienst­zeit etatsmäßig angestellt werden. Ferner lag eine von der Budgetkommission beantragte Resolution vor, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, bei den verbündeten Regterungen dahin zu wirken, daß den Oberpost- und Telegraphenassi­ftenten, sowie den Vorstehern der Postämter 3, welche vor. dem 1. Januar 1900 in den Dienst der Reichspost- und Te­legraphenverwaltung eingetreten sind, soweit sie 3 Jahre lang in dem Genusse des Höchstgehaltes gewesen sind, eine persönliche Zulage von 300 Mart gewährt werde. Um nun zu verhindern, daß das Zentrum mit seinem Antrag einen weiteren Vorsprung erreiche, nahmen die Nationalliberalen und Freisinnigen die Resolution der Budgetkommission als eigenen Antrag auf. Zur Geschäftsordnung erhob nun der Abg. Freiherr von Gamp als Vorsitzender der Budgetkom­mission Widerspruch dagegen, daß dieser von den Parteien gestellte Antrag, da er noch nicht drei Tage gedruckt vor­liege, zur Abstimmung gebracht werde; er nannte das Vor­gehen unerhört. Bediente sich schon dieser Redner starker Ausdrücke, so überboten ihn darin noch andere Redner, die sich an der nun folgenden fünfviertelstündigen Geschäfts­ordnungsdebatte beteiligten. Es fielen Worte wie illoyal", unlauterer Wettbewerb", und es hagelte persönliche An­zapfungen, wobei die Rechte mit dem Zentrum und die Linke abwechselnd sich in andauernden, lärmenden Kund­gebungen der Zustimmung und des Widerspruchs ergingen. Nachdem der Sturm, wie erwähnt, mehr als eine Stunde getobt hatte, kam man schließlich auf den einfachen Aus­weg, auch die Resolution der Budgetkommission, die mit dem Antrag der Nationalliberalen und Freisinnigen iden­tisch ist, zusammen zur Abstimmung zu bringen. Das Er­gebnis war folgendes: Die Zentrumsresolution wurde in einfacher Abstimmung abgelehnt. Der Antrag der Budget­kommission wurde in namentlicher Abstimmung mit 255 gegen 55 Stimmen angenommen und dadurch zugleich der Antrag der liberalen Parteien erledigt.

die am Freitag stattfand, liegt folgendes vorläufige Re­sultat vor: Werner( Wirtsch. Vg.) 8184, Gisevius( ntl.) 2569, Korell( freis.) 5050, Bedmann( S03.) 7742 Stims men. Es ist also Stichwahl zwischen Werner und Bed­mann erforderlich. Die Nachwahl war durch den Tod des deutschsozialen Abg. Köhler- Langsdorf nötig gewor den. Bei der Hauptwahl im Jahre 1907 erhielt Köhler 9017, der Nationalliberale 7484 und der Sozialdemokrat 6396 Stimmen. Köhler siegte dann in der Stichwahl mit 11 543 gegen 10 575 Stimmen.

000 Meter

von 3-4

Hefe Ja malen lagern zu

Durch gloffen w Arbeiter. batten, fon Sie waren Gin ra ibn getade

fiffeln a einet tiefe

Ohr vom Das#t ritnefocher Gefolge ge

fraße in 2 nad, ohne

füde der

hatte, finge Ten Brand Durch gerieten in die Kleider

ben wurde Mutter erh

Deutschland und die merikanische Revolution. Gegen über einer Meldung, daß Deutschland für den Fall der Bedrohung deutscher Interessen in Merito die nötigen Maßregeln ergreisen würde, bemerkt ein offiziöses Bere liner Telegramm der Kölnischen Zeitung", daß bisher teinerlei Nachrichten vorliegen, daß Leben oder Eigentum deutscher Staatsbürger in Mexiko bedroht sei. Wenn dies eintreten sollte, würde Deutschland von seinem klaren und auch von den Vereinigten Staaten stets rückhaltslos an­erkannten Rechte Gebrauch machen und Kriegsschiffe dorta hin entsenden. Aber selbst wenn die jetzigen Unruhen zu einer vollständigen Umwälzung der mexikanischen Verhält­nisse führen sollten und selbst, wenn die Vereinigten Staa­ten von Nordamerika von Mexiko um Einverleibung ge= beten werden sollten, oder wenn die Vereinigten Staaten diese Einverleibung gegen den Willen der Mexikaner vor­nähmen, würde Deutschland sicher nicht der Don Quichote sein, der bei dieser Gelegenheit vom Leder zöge.

Solches Schicksal hätte ihm in seiner Jugend niemand vorausgesagt. Denn aus der Ehe seiner Eltern, des Kö­nigs Ludwig I. von Bayern und der Königin Therese, einer geborenen Prinzessin von Sachsen- Altenburg, waren vier Söhne hervorgegangen, von denen zwei, König Maximilian II. von Bayern und König Otto von Griechenland, älter waren als er. Deshalb wurde er für den Soldatenberuf bestimmt. Doch ließ sein Vater ihm dennoch eine allge= meinere Ausbildung erteilen. Der Garnisondienst war es nicht allein, der den jungen Prinzen Luitpold beschäftigte. König Ludwig I., der das klassische Altertum so leidenschaft­lich liebte, ließ seinen Sohn weite Reisen unternehmen, nach Italien und Griechenland, nach der Türkei und Ae= gypten, nach Spanien und Portugal. Auf einer dieser Rei­sen lernte er seine fünftige Gemahlin, die am 15. April 1825 geborene Prinzessin Auguste, die Tochter des Groß­herzogs Leopold II. von Toskana, kennen. Am 15. April 1844 fand die Hochzeit zu Florenz statt, und zwanzig Jahre, bis zu dem am 26. April 1864 erfolgten Tode der Prinzes­sin währte dieser glückliche, zu keiner Stunde getrübte Bund, dem vier Kinder, die Prinzen Ludwig, Leopold, Arnulf und die Prinzessin Therese, entsprossen sind. Auch dem Staats­betriebe blieb der Prinz nicht fern. Die großjährigen bay­rischen Prinzen haben Sitz und Stimme in der Kammer der Reichsräte, und Prinz Luitpold nahm an deren Verhand­lungen gewissenhaft Anteil. Oft übertrug sein Bruder, der König Max, ihm den Vorsitz im Staatsrat und auch sein Neffe, König Ludwig II., beauftragte ihn häufig mit seiner Vertretung bei wichtigen Anlässen.

In gewohnter Ruhe spann sich sodann die zweite Be= ratung des Postetats weiter. Für die sozialdemokratische Resolution, die eine Revision des Beamtenbesoldungsge­setzes zugunsten der Unterbeamten wollte, stimmte trotz der Warnung des Reichsschatzsekretärs auch die bürgerliche Linke, so daß 139 Stimmen zusammenkamen; auf der andern Seite stand freilich die Mehrheit mit 162. Annahme fand dagegen die Resolution der Volkspartei, die eine Aus­gleichung der unbeabsichtigten Härten, die sich bei der Be­soldungsregelung ergeben haben, verlangte. Die Ostmar fenzulagen wurden mit der alten nationalen Mehrheit, zu der ein Teil des Fortschritts hinzutrat, bewilligt. Die Postverhältnisse an bestimmten Orten, das weibliche Per­sonal, die Postagenten, das Genesungsheim der Postbeam­tenvereine Tarifwünsche und Arbeiterausschüsse waren Ge= genstand der weiteren Erörterung.

Der Staatssekretär

teilte u. a. mit, es würden in Samoa, Neu- Guinea und Yap Funkenstationen errichtet werden. Es gelang dann, den Postetat zu erledigen. Am Sonnabend beginnt die Beratung des Etats des Reichsamts des Innern.

Prinzregent Luitpold von Bayern.

Hier ist nicht der Plab, zu schildern, wie gewissenhaft er seines Amtes fast ein Vierteljahrhundert lang waltete. Er hat sich immer nur als den Stellvertreter, nie als den Träger der königlichen Gewalt betrachtet und sein Bestre­ben war ständig dahin gerichtet, das ihm anvertraute Gut, Banerns Wohlfahrt, nach bestem Wissen und können zu fördern, doch niemals seine eigene Person in den Vorder­grund zu stellen. Jede Anregung der öffentlichen Meinung, daß er den Königstitel annehmen möchte. erfuhr eine schnelle und scharfe Abweisung. Er hatte es anfangs nicht ganz leicht, die Anhänglichkeit der großen Massen zu gewin­nen, dazu war der Unterschied zwischen der schon zu Leb­zeiten sogenumflossenen glänzenden Gestalt Ludwigs II. und der einfachen, biederen Männlichkeit seines Dheims all­zubedeutend. Aber sein hohes Gerechtigkeitsgefühl, sein nie versiechendes Wohlwollen und die Lauterfeit seines Cha= rafters gewannen ihm nach und nach alle Herzen. Wie ist ihm an seinem 80. Geburtstage begeistert gehuldigt worden!

Zu seinem 90. Geburtstage am 12. März. Klingt es in unserer hastigen, heute schon das gestern vergessenden Zeit nicht wie ein Märchen, daß unter uns, an Körper, Geist und Seele ungebrochen, ein Mann ist, der zur Welt fam, als Napoleon noch lebte und Goethe auf der Höhe seines Ruhmes stand? Daß die Regierung des zweit­mächtigsten deutschen Bundesstaates in den Händen eines Fürsten liegt, der in der Schar der Leidtragenden schritt, als man vor mehr als einem Menschenalter den Vater des ersten deutschen Kaisers zur letzten Ruhe beisetzte? Der Wunsch des Kaisers, den greisen Verbündeten und Freund an der Spitze aller übrigen deutschen Souveräne am 12. März zu beglückwünschen, wird unerfüllt bleiben müssen. Aber weit über die Grenzen Bayerns hinaus wird man an diese mTage mit Ehrfurcht und Achtung seiner gedenken. Er ist wie ein lebendiges Bindeglied zwischen der deut­schen Vergangenheit und Gegenwart. Denn wenn wir auf sein Leben zurückblicken, so wird das gerade in unseren Tagen wahrlich nicht unnötige Bewußtsein in uns erweckt, welche Wandlungen Deutschland in dieser Spanne Zeit er­fuhr und wie Großes erreicht ward. Prinz Luitpold, der am 12. März 1821 im Franfenlande, im alten Schlosse der Bischöfe von Würzburg, geboren wurde, sah die politische Ohnmacht des zerrissenen Deutschland. Er war Zeuge des

13)

Das Familiengeheimnis.

Ueber das deutsche Element in der Fremdenlegion in Algier berichtet der Pariser Matin" folgende Einzel­heiten: Weber 1800 Deutsche seien in einem Regiment. Das zweite Regiment hat eine Stärke von 5700 Mann, davon find 1846 Deutsche. Von diesen ist nur ein ganz geringer Teil naturalisiert. Unter diesen 1846 befinden sich 300 Deserteure und unter diesen sind 200 Elsaß- Lothringer, die anderen hundert Deserteure stammen aus dem übrigen Deutschland. Diese Mannschaften hätten bei ihrem Ein­tritt in die Fremdenlegion erklärt, daß sie wegen Miß­handlungen(?), die sie bei ihren Regimentern erdulden mußten, desertiert seien. Die Deutschen bilden bei diesem Regiment 15 Prozent, die übrigen 85 Prozent setzen sich aus verschiedenen internationalen Elementen zusammen.

Seitdem sind abermals zehn Jahre vergangen, zehn Jahre, in denen die Liebe und Treue seines Volkes ihre Wurzeln noch vertieft haben. Sie sind der schönste Lohn seines langen, in Pflichttreue vollbrachten Lebens!

Roman von L. Walter. ( Nachdruck verboten.) ,, Man sagt, daß die Epidemie gräßlich wüte..." Wenn Sie das gewußt haben, hätten Sie der Stadt fern bleiben sollen... mir scheint, Sie sind vor Angst frant."

"

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Aus Anlaß des 90. Geburtstages des bayerischen Brinzregenten hat der Kaiser eine Anzahl Ordensauszeich= nungen verliehen. U. a. erhielt der bayerische Gesandte in Berlin Graf Lerchenfeld den Schwarzen Adlerorden. Der Reichskanzler überreichte dem Grafen Freitag nach­mittag persönlich die Insignien des Ordens.

, Glauben Sie nicht, daß ich mich vor dem Tode fürchte; es fann ja niemand seinem Schicksale entgehen. Wie es dort oben bestimmt ist, so wird es."

-

Das Ergebnis der Volkszählung in Spanien hat man im ganzen Lande mit großer Spannung erwartet, da man infolge der jährlich zunehmenden Auswanderung verlassen Jahr aus Jahr ein 150-200 000 Personen ihr spanisches Vaterland sehr ungünstige Zahlen befürchtete. Diese sind nun doch besser ausgefallen, als man erwartete. Am 31. Dezember 1910 hatte Spanien 19 860 295 Ein­wohner, was in zehn Jahren einer Zunahme von 1039 828 Seelen gleichkommt. Da zweifellos die Volkszählungs­listen manche Leute übersehen haben, so kann man wohl sagen, daß Spanien zurzeit von mehr als 20 Millionen Einwohnern bewohnt wird.

Bei de lerpalais einige flei Samudgeg haben dürf

geftört wo

Kenntnis

nehmen m Stoßende

in dem e Reichstanz gemacht ha fentiert. das Ausw nommen u der verlas

es

innert an

fchen Gefa

sonen der

Verha

Grund ein

befehls, de

erfchien&

wachsenen

halten, ein ten. Da c beide Schm des Rechts

rettors eir

legung der

Die republikanische Regierung in Portugal will ge­genüber dem Klerus Milde walten lassen. Sie hat dem abgesetzten Bischof von Oporto mit Rücksicht auf seine in den Kolonien geleisteten Dienste und seine persönlichen Charaktereigenschaften ein Ruhegehalt bewilligt. Die Regierung wird auch gegen die Priester, die sich durch ihren Gehorsam gegen die Bischöfe zu den Gesezen in Widerspruch gesetzt hatten, Nachsicht üben.

Eine Verschmelzung der Herzogtümer Koburg und Gotha? Im gemeinschaftlichen Landtag der Herzogtümer Koburg und Gotha wurde am Freitag vom Vorsitzenden des Koburger Speziallandtages folgender Antrag einge= bracht, der einstimmige Annahme fand: Der Landtag er­sucht die Staatsregierung, darüber Erhebungen anzustellen, inwieweit die durch die Ausführung der reichsgesetz­lichen Bestimmungen erwachsenen Aufgaben zur Herstel­lung der vollen finanziellen Gemeinschaft der beiden Her­zogtümer führen können, und wie sich durch eine solche Ge­meinschaft die Verhältnisse der beiden Herzogtümer ge­stalten." Sollte durch den Antrag eine Gemeinschaft in finanzieller Hinsicht erzielt werden, so würde die Folge ein vollständiger Zusammenschluß der beiden Herzogtümer sein.

Ganz recht. Dieser Glaube an die Vorsehung, so löblich er auch sein mag, entbindet übrigens den Men­schen von der Vorsicht noch nicht, die zu beachten ihm der Verstand rät."

Ich wollte nur eine Nacht in der Stadt bleiben." Das war unversichtig. Wer so glücklich situiert ist, daß er seinen Aufenthaltsort nach Belieben wählen kann, Jollte der Gefahr fern bleiben. Doch es ist nußlos, über diesen Punkt zu sprechen. Als Hausarzt wollte ich Ihnen nur meine Mißbiliigung zu erkennen geben..."

,, Sie haben ganz Recht, Herr Doktor, denn Sie sind ja auch unser Freund, wie Sie bereits mehr als einmal bewiesen."

Und ich werde es auch ferner sein." ,, Doktor," fragte besorgt die junge Frau, werde ich morgen reisen founen?"

Morgen?"

Ueber die Reichstagserfahwahl in Gießen- Grünberg, spieligsten... Sie wissen, wir sind reich... Sorgen Sie, daß ich reisen tann."

" Ich möchte die Stadt wieder verlassen, meines Man­nes wegen, den die Angst tötet und der doch nicht von mir weichen will."

, Weil er Sie liebt, weil er sie anbetet." Cäcilie seufzte tief und schwer.

,, Ach ja, Wilhelm hängt mit ganzer Seele an mir... Kann ich morgen mit ihm reisen?"

,, Vielleicht."

" Ich werde alles aufbieten..."

,, D, wie gut sind Sie!"

" Aber ich kann nur dann die Erlaubnis zur Reise erteilen, wenn es ohne Gefahr für Sie geschehen kann." Der Arzt schrieb ein Rezept, schickte den Diener ab, rief die Kammerfrau und erteilte Verordnungen, deren pünktlichste Ausführung er zur Pflicht machte.

" Doktor wenden Sie alle Mittel an, selbst die kost=

Kleine Nachrichten.

Ueber das Befinden des Prinzen Adalbert von Prens ßen, der, wie gemeldet, an einer Blinddarmentzündung er­franft ist, ist gestern folgender Krankheitsbericht veröffent­licht worden: Das Allgemeinbefinden des Prinzen ist den Umständen nach durchaus zufriedenstellend. Es steht zu er= warten, daß die Krankheit einen regelmäßigen Verlauf nimmt und eine operative Behandlung nicht erforderlich sein wird. Nach der ganzen Art der Erkrankung wird an genommen, daß der Prinz in etwa zehn Tagen das Bett wird verlassen können.

Wilhelm Junker stand an dem Bette seiner Gattin. Hast Du Furcht vor mir?" fragte sie schmerzlich lä­,, Nein, o nein!"

chelnd.

Er wollte ihre Hand ergreifen, sie zog sie hastig ,, Laß mich, laß mich, Wilhelm..." ,,, warum denn?"

zurück.

Die Kaiserflottille in Venedig. Die Jacht Hohenzol lern" und das Begleitboot Sleipner" ankern bereits im Hafen von Venedig um ihre Vorbereitungen für die Mit­telmeerfahrt des Kaisers zu treffen. Der Begleitkreuzer " Königsberg" wird gegen Mitte März in Venedig eintref­fen, da das Schiff erst am 8. d. M. Kiel auf der Ausreise verließ.

" Ich kann es nicht dulden, daß Du Dich der Gefahr der Ansteckung aussehest. Du atmest mit mir dieselbe Luft ein, wohnst mit mir in denselben Zimmern... schon dies macht mich besorgt... Wilhelm, ich verlange einen Dienst von Dir."

Der älteste deutsche Briefträger, der im 84. Lebensjahre stehende Briefträger Dvering vom Postamt 39 zu Berlin, ist jetzt in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Er war während seiner 33jährigen Dienstzeit Doering trat erst im Alter von 50 Jahren bei der Post ein das Muster eines treuen und fleißigen Unterbeamten; den nicht leichten Dienst tat er bis zuletzt troß seines hohen Alters stets mit größter Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit.

Mit Freuden erfülle ich alles, was Du willst." So reise allein, wenn ich Dich nicht begleiten kann! Du kennst die Gefahr..."

Wilhelm warf sich auf die Knie nieder, ergriff un­gestüm die Hand der Kranken und rief leidenschaftlich:

Die im Ban begriffene Jungfraubahn hat bis zur letzten Station Jungfraujoch( 3450 Meter Meereshöhe) noch

,, Ohne Dich soll ich reisen? Dich soll ich frank zurüd­lassen? Und wäre es mein Tod, ich weiche nicht von Dei­nem Lager. Das Leben ist nichts, wenn Du es nicht mit mir teilst! Ich will, ich kann nicht leben ohne Dich! Cäcilie, gib den Gedanken an eine Trennung auf

Liebst Du mich aufrichtig?" fragte sie zärtlich. " Ach, Du weißt es ja."

Dieser Gedanke machte sie schaudern; sie bedeckte mit beiden Händen das Gesicht. Der Gemahl brach in lautes Schluchzen aus.

Genug!" rief der Arzt, der herantrat. Szenen die­ser Art darf ich nicht dulden. Noch gebe ich der Hoffnung Raum, daß die Krankheit nicht ernstlich werde. Der leich­ten Fälle gibt es genug, die nach einigen Tagen vorüber­gehen, wenn rechtzeitig Hilfe geleistet wird... und dies ist hier geschehen. Folgen Sie mir, mein Freund, daß die Krante Ruhe gewinnen und die verordneten Mittel wir­fen können. Ich kann sonst für nichts einstehen."

" Nun so erhalte Dich dem Leben! Der Fall ist ja möglich, daß Du schwer erkrankst, während ich genese. Und bin ich nun gesund, suche ich Dich nun auf und finde Dich nicht..."

Er zog den verzweifelten Gatten in das angrenzende Zimmer, wo dieser auf einen Sessel niedersant. Der Arzt, der ruhig, aber mit Energie verfuhr, trat noch einmal an das Bett.

" Doktor!" flüsterte die Kranke.

Wann besuchen Sie mich wieder?"

,, Da bin ich!"

"

In aller Frühe."

Gut, recht gut. Ihren ersten Besuch statten Sie mir ab."

,, Gewiß, gewiß!"

,, Verbieten Sie Wilhelm, daß er mein Zimmer bes trete; ich werde ruhiger sein."

,, Cr wird nicht kommen."

" Und dann sagen Sie mir ohne Rücksicht, wenn Gefahr vorhanden ist. Ich habe Anordnungen zu treffen, die von Wichtigkeit sind."

Soll geschehen, verlassen Sie sich fest darauf." Der Arzt befand sich mit dem Gemahle allein. Die Tür des Krankenzimmers blieb geschlossen und eine dritte Person war nicht vorhanden, die die nun folgende Szene hätte belauschen können.

Freilassun des Eing verhaftete

,, Doktor", rief der trostlose Gatte, mich hat ein schred­liches Los betroffen: O, daß ich dem Andringen Cäciliens Gehör gegeben, daß ich ihr nicht einen unbeugsamen Wi derstand entgegengesetzt! Ich selbst muß mich nun an flagen.... ( Fortsetzung folgt.)

wird ein

Nach

fuhr im T

befizer Sa

haftet wor

in Lichten low und

Androhund 5000 Mar in seinem

affare, uni Pogez in

etwa einer

Dampfer,

legen. A

graphisch

so daß ih

fcheint, au bedienten

Spur ist.

Emul

gehilfe er

Sachsen e

einem fed

Bürschchen

Schulpflich

fchaft un

vers und

Schoffen fi dann ge vorsichtig Jen. D den Fri

einem 1

um seine

fenanfäu gegeben,

Ein

Aufführu

provozier führung

Stelle der

bertretur

ter. Al

jedoch di

gen ihr

die Kün

der wüt

Jachten

Der Diri

befannte

auf der

Ausspru

handen

Ein

geheuren

bei den

burtsfeit wertzeid

ter Auf

lidjen

furzer

Privata

fauft,

waren,

Die Na

einem