Deutscher Reichstag.
Dte Beratung über die Justizgesetze wurde am Frets tag bis zu einem gewissen Punkte geführt, um dann erst nach den Etatsberatungen in etwa dret Monaten fortge= fest zu werden. Den Beginn machte die am Donnerstag Hinausgeschobene namentliche Abstimmung über die Straf= fammern als Berufungsinstanz. Hier wurde trotz des Widerspruches der Regierung
die Zulassung des Laienelements mit 175 gegen 142 Stimmen beschlossen.
Sodann beantragten der Sozialdemokrat Stücklen und der fretsinnige Müller- Meiningen die Preßdelikte nach dem füddeutschen Muster der Zuständigkeit der Schwurgerichte zu überweisen. In setn Coblted auf die süddeutsche Regefung stimmte der bayerische Zentrumsabgeordnete MayerKaufbeuren nicht ein. Er zeigte an in Bayern ergangenen Schwurgerichtsurteilen, daß die Aburteilung solcher DeItfte sich nicht nur nicht gut bewährt, sondern in einzelnen Fällen Anlaß zu tiefer Mißstimmung im Volke gegeben habe. Der norddeutsche Zentrumsabgeordnete Marcour führte auf Grund seiner langjährigen Erfahrung als VerLeger und Journalist den Nachweis, daß dte anständige Breffe ein Interesse daran hat, weiter vor die Berufungsrichter zu gehören, umsomehr als jetzt die Berufung gegen te Straffammerurteile eingeführt wird. Auch der Abg. Bräf- Weimar sprach in diesem Sinne. Die Anträge wurden abgelehnt. Im Einklang mit früheren Beschlüssen wurde ein Antrag angenommen, daß auch
bei den Schwurgerichten nur fest angestellte Richter wirken sollen. Die Berufssenate, die bei den Landgerichten errichtet werden und über die Berufung gegen die Straffammerurteile entscheiden sollen, sind nach den Kommissionsbeschlüssen außerhalb der Hauptverhandlung mit 8, in der Hauptverhandlung mit 5 Richtern( unter Ausschluß des Laienelements) besetzt. Diese Regelung wurde insbe= sondere von den Abgeordneten Baffermann( natl.), Baren: Horst( Reichspartei) und vom Staatssekretär Lisco gegenüber Anträgen befürwortet, die auch Laien zuziehen wolIen. Ein Antrag, die Berufungssenate bei den Oberlandesgerichten zu errichten, ftel, dagegen fand der freisinnige Antrag, die Berufungssenate aus einem Kollegiu mvon 2 Rich
Jezt hat der bekannte Geschichtsforscher Dr. med. Ca banès in einem neuen Bande seines außerordentlich fleißigen Werkes über die geheimnisvollen Todesfälle der Geschichte nochmals alles zusammengestellt, was an Dokumenten über das Ende Napoleons vorhanden ist, hat die mündlichen und schriftlichen Aussagen sorgfältig geprüft, gegen einander abgewogen und gelangt zu dem nunmehr wohl unanfechtbaren Ergebnisse, daß in der Tat Napoleon am Magenkrebs, und an feiner anderen Krankheit, zugrunde gegangen ist. Napoleon litt schon in verhältnismäßig frühen Jahren an Magenstörungen, und man darf es dem Dr. Cabannès gern glauben, daß zur Entwicklung dieser Anlage auch der seelische Druck, der auf ihm nach seinem Sturze lastete, von unheilvoller Wirkung gewesen fein muß. Er, der der ganzen Welt zu befehlen gewohnt war, mußte sich jeden seiner Schritte vorschreiben lassen, thm, dem Europa zu klein gewesen, wurde ein Haus, das nicht viel größer war als eine Hütte, zum Leben ange= wiesen. Ob die Anlage zum Krebs ererbt war oder nicht, tann umso eher dahingestellt bleiben, als die Vererblichkett des Krebses ja überhaupt bestritten wird.
Dr. Cabanès nennt Napoleon den„ Sohn einer bleichfüchtigen Mutter und eines tuberkulösen Vaters". Napoleon war," so schreibt er, ein vorherbestimmtes Opfer der Bazillen. Außer am Magenkrebs Ittt Napoleon aber auch an einer chronischen Leberkrankheit, auf die die gelbliche Gesichtsfarbe zurückzuführen war, die er schon als junger Artillerieleutnant hatte und die als ein Zeichen seines südItchen Ursprungs galt. Viele setner Zeitgenossen sprechen ja von dem Oliventeint" Napoleons. Damit hingen seine häufigen Anfälle von Schwermut und die Schlafsucht, die thn manchmal in den Stunden wichtigster Entscheidung be= fiel, zusammen.
Wäre nun die Wissenschaft nach ihrem heutigen Stande fähig gewesen, das Ende Napoleons hinauszuschieben? Unter den Lebensbedingungen von Sankt Helena schwerlich. Eine Operation würde nach der Ansicht des Dr. Cabanès, da sie zu spät gekommen wäre, den Tod nur beschleunigt Haben. Und so bleibt die Tatsache bestehen, daß das eng= Itsche Ministerium, als es die Verbannung Napoleons nach Sankt Helena beschloß, das Todesurteil über ihn aus= sprach.
tern und 3 Schöffen bestehen au laffen, in namentlicher Ab- Der Kaiser als Augenzeuge des Singerschen Leichenzuges?
timmung mit 166 gegen 122 Stimmen bei 5 Enthaltungen Annahme. Damit erscheint die Reform nach den Erklärungen der verbündeten Regierungen schwer gefährdet.
Bei Beratung der Vorschriften über Schöffen und Geschworene beantragten die Sozialdemokraten, in ueberschrift und Text des Gesetzes überall Volksrichter zu lagen. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Sozialdemofraten beantragten weiter die Zulassung der Frauen zum Schöffen- und Geschworenenamte, sowie die Wahl durch Volksabstimmung in allgemeinen Wahlen mit Proporz. Der Antrag wurde abgelehnt. Außer den Sozialdemokra ten erhoben sich für den Frauenantrag nur die beiden volksparteilichen Abgeordneten Träger und Ablaß.
Die Volksschullehrer als Schöffen und Geschworene. Die Kommission hatte in zweiter Lesung der Vorschrift in der Regierungsvorlage zugestimmt, wonach Volksschullehrer nur zum Amte eines Schöffen bei Jugendgerichten berufen werden sollen. Es lagen Anträge sämtlicher Parteien vor, diese Bestimmung zu streichen und damit die Ausnahmebestimmung für die Volksschullehrer zu beseitigen. Darüber entspann sich eine längere Debatte, in der ein Regierungsvertreter erklärte, die Unterrichtsverwaltung hätte immer die Lehrer als ein sehr schäbenswertes Schöffenmaterial angesehen. Nur schultechnische Gründe hätten sie bewogen, davon abzuraten, Lehrer zu Schöffen zu machen. Es sei nicht richtig, daß der Lehrer nur ein, zwei Tage als Schöffe tätig sein würde. Er würde sehr oft der Schule fern bleiben müssen Für Stellvertreter sei sehr schwer zu sorgen. Vielleicht ließe sich ein Mittelweg finden. Bielleicht ernenne man die Lehrer nur zu Schöffen, aber nicht zu Geschworenen. Vielleicht nehme man auch nur Lehrer an Schulen mit nicht weniger als drei Lehrern.
Bei der Abstimmung wurden schließlich die Ausnahmebestimmungen gegen die Lehrer gegen die Stimmen der Polen gestrichen. Darauf vertagte sich das Haus auf Sonnabend.
Diskussion werden sich die ersten Autoritäten auf dem Gebiete der Moorfultur beteiligen.
Die Korfureise des Kaisers. Die Kaiserjacht Hohenzollern erhielt Befehl, am 16. Februar nach dem Mittelmeer in See zu gehen, um das Kaiserpaar und die Prinzessin Viktoria Luise von Venedig nach Korfu zu bringen.
Die Folgen des„ Falles Hoffmann" im preußischen Abgeordnetenhaus. Wie nach dem„ Berl. Lof.- Anz." in parlamentarischen Kreisen verlautet, bereitet die konservative Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses einen Antrag vor, der den Zweck verfolgt, den sozialdemokratischen Mitgliedern des Hauses die ihnen bis jetzt eingeräumten Rechte einer Fraktion zu nehmen, wodurch sie auch die Vertretung im Seniorentonvent verlieren würden. Die Attion gegen die Sozialdemokraten knüpft bekanntlich an die Sigung an, in der der Abg. Adolf Hoffmann dem Prästdenten v. Kröcher Unverschämtheit zugerufen hatte.
-
geor Berge
de&
und i ม
Schm
wollte der fi
Brau
wurd
regim
irrfin
erwür Nachb
feft.
wollte
gromb
Gafth Infol dem schnit fort t
Die Militärvorlage ist, wie wir schon meldeten, am Freitag in der Budgetkommission des Reichstags angenommen worden. In der Debatte, in der Schwierigkeiten nicht zutage traten, wurde u. a. mitgeteilt, daß in Preußen vom 1. April 1911 ab qualifizierte Abiturienten von Mittelschulen ohne Rücksicht auf ihr Alter auf ihren Antrag zum Einjährigeneramen zugelassen werden. Hinsichtlich der Absolventen von technischen Mittelschulen, Baugewerksschulen usw. schweben noch Verhandlungen. Im vorigen Jahre sind 989 junge Leute mit Elementarschulbildung auf Grund besonderer Leistungen zum Einjährigendienst zugelassen worden. Eine Resolution betreffend Befreiung Militärpflichtiger vom aktiven Dienst aus Billigfeitsgründen fand beim Kriegsministerium fein Bedenken. Eine von fortschrittlicher Seite beantragte Resolution, bei Besetzung militärischer Stellen allein die persönliche Tüchtigkeit ohne Rücksicht auf die politische oder konfessionelle Ueberzeugung oder die gesellschaftliche Stellung entschei= dend sein zu lassen. fand scharfen Widerspruch und wurde auch in der eingeschränkten Fassung, wonach nur die„ persönliche Tüchtigkeit" entscheiden soll, gegen 8 Stimmen der fortschrittlichen Volkspartei, der Sozialdemokraten und zweier Zentrumsabgeordneter abgelehnt. Annahme fand dagegen eine Resolution, welche eine Reform des gesamten Militärstrafrechts, des Beschwerderechts und des ehrengerichtlichen Verfahrens gegen Offiziere wünscht.
Ein Mitarbeiter der Berliner„ Neuen Gef. Corr." schreibt:„ Es war am vergangenen Sonntag um die Mittagsstunde. Der Gottesdienst im Dom war beendet und langsam flutete die Schar der Andächtigen durch seine Tore auf die Straße. Die Besucher des Berliner Doms gehören fast ausschließlich der guten Gesellschaft, zum großen Teile ber Hofgesellschaft an. Man fennt sich untereinander, es bilden sich Gruppen, man plaudert ein paar Minuten zusammen. Den Heimweg tritt man erst am, nachdem der Kaiser das Gotteshaus verlassen hat und man ihm ehrerbietigen Gruß erweisen konnte. Das kurze Stück Weges, das den Dom vom nahen Schloß trennt, pflegt der Kaiser mit den Seinen stets zu Fuß zurückzulegen. Als der Kaiser nun an diesem Sonntag aus dem Dome trat, bewegte sich gerade in demselben Augenblicke von Norden, von der Friedrichsbrücke her, am Alten Museum vorbei, quer durch den Lustgarten mach der Schloßbrücke zu ein dichter, schwarzer Menschenzug: die sozialdemokratischen Manifestanten, die ihren Führer Paul Singer zu Grabe geleiteten. Und so sah es aus, als defiltere diese, übrigens in vollkommener Ruhe und Ordnung marschierende Menschenmasse an dem Herrscher vorüber. Der Kaiser schritt mit seinem Gefolge eine Weile lang in gleicher Richtung wie der Zug, nur ein paar hundert Meter von ihm getrennt, bis er das Schloßtor erreicht hatte. Ueber die Bedeutung des Zuges war er ohne Zweifel unterrichtet. Ob die Manifestanten thre Marschroute und die Stunde absichtlich so gewählt hatten, um dieses Zusammentreffen herbeizuführen, entzieht sich unserer Kenntnis."
Ob sich der betreffende Mitarbeiter in seinen Beob= achtungen nicht am Ende geirrt hat?
Rundschau vom Cage.
Politisches.
Die leichte Erkältung des Kaisers ist noch nicht ganz
An welcher Krankheit starb Napoleon? behoben. Der tägliche Spazierritt im Tiergarten mußte
Ueber das langsame, qualvolle Sterben Napoleons auf dem Felseneiland von Sankt Helena haben in letzter Zett einige Veröffentlichungen neues Licht verbreitet, die es erlaubten, von Tag zu Tag die Fortschritte des Leidens, das seinen Körper zerstörte, zu verfolgen. Aus den Berichten der Aerzte, die den Kaiser behandelten, und aus dem Be= funde der Deffnung seines Leichnams konnte man mit aller Bestimmtheit annehmen, daß er einem Magenkrebs erlegen ist, dessen Keime schon in ihm lebendig waren, als man ihn dem Klima von Sankt Helena aussetzte, sich aber dann unter dessen verderblichem Einflusse schnell und todbringend entwickelten. Troßdem haben sich bis in die jüngste Zeit hinein die Stimmen der Gelehrten erhoben, um zu behaupten, nicht der Magenkrebs, sondern ein an fich gutartiges. nur verkanntes und vernachlässigtes Magonübel set die Todesursache Napoleons geworden.
Der Familienschmuck der Wallutjeffs.
Roman von Baronin G. v. Schlippenbach. 30) ( Nachdruck verboten.) Mit verstohlenem Wohlgefallen und einigem Stolz ruhten Mabels Augen auf ihrem Kavalier. Er seinerseits glaubte noch nie eine Dame so elegant im Eattel fitzen gesehen zu haben; aber er sagte es ihr nicht; Lobeserhebungen hätten ihr nicht gefallen, so weit kannte er Miß Lionel schon.
„ Ich besuchte heute Mrs. Brook," erzählte Mabel, als sie ein langsameres Tempo anschlugen. ,, Amy zeigte mir einen herrlichen Schmud, ein Perlenkollier, das sie von ihrem Mann zum Geschenk erhalten hat."
Das Wort Perlenkollier erregte Whites Interesse. „ Ich bin ein großer Freund schöner Perlen," sagte er. Wollen Sie mir, bitte, den Schmuck Ihrer Freundin beschreiben!"
,, Es war eine dreifache Perlenschnur mit einem groBen, gelblichen Diamanten als Schloß. Ich habe noch nie so etwas wunderbar Schönes gesehen; die einzelnen Perlen haben die Größe kleiner Haselnüsse."
am Freitag ausfallen, doch war der Marstall in Bereitschaft gehalten, da man immerhin mit der Möglichkeit einer Ausfahrt rechnete. Man glaubt, daß der Kaiser in der Lage sein werde. an dem nächsten Hofball Anfang der kommenden Woche teilzunehmen.
Der Rappe, den White ritt, stieg ferzengerade in die Höhe; die Speren des Reiters hatten seine Flanken emp= findlich getroffen. Erst nach einigen Minuten wurde er des feurigen Zieres Herr.
,, Wie rot Sie sind," nedte Miß Lionel,„ ich dachte schon, das Pferd gehe mit Ihnen durch!"
Breußen und der Antimodernisteneid. Zur Frage des Antimodernisteneides will die„ Deutsche Tageszeitung" wissen, daß die preußische Regierung in dieser Angelegenheit Schritte getan habe, und daß vermutlich in den nächsten Tagen schon positive Ergebnisse der Fühlungnahme mit dem Vatikan vorliegen würden.
Der Kaiser im Deutschen Landwirtschaftsrat. Der Kaiser wird den Verhandlungen in der Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats in Berlin über die Moore und ihre Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft am 15. d. M. im Plenarsizungssaale des Herrenhauses beiwohnen. Professor Tacke von der Moor- Versuchsstation Bremen wird in dem einleitenden Referat die Ausdehnung und Beschaffenheit der Moore, sowie die technischen Grundlagen der Moorkultur darlegen. An der
„ Ich hoffe imme: Herr der Situation zu bleiben," versezte White energisch, aber bitte, entschuldigen Sie, Sie sprachen von einem Schmuck Ihrer Freundin Mrs. Brook."
„ Jawohl, Fred hat ihn bei Hunter u. Comp. gekauft. Sie werden übrigens Gelegenheit haben, das Kollier felbst zu sehen und zu bewundern. Amy will es bei ihrem Balfest tragen. Sie tanzt leidenschaftlich gern, vertrug es aber früher nicht. Jetzt behauptet ste, daß es ihr nicht mehr schate."
Kleine Dadridten.
Der Siemens- Schuckert- Ballou machte Freitag vormittag in Berlin seinen dritten Aufstieg. Er umkreiste mehrmals die Ballonhalle und führte während der Fahrt mehrere Manöver in verschiedenen Höhenlagen bis zu 500 Metern aus. Die Versuche fielen alle zur vollen Zufrie denheit aus. Nach fast 2½ stündiger Fahrt landete der Bal Ion glatt vor der Ballonhalle.
White brachte das Gespräch gewandt auf ein anderes Thema. Er fragte Miß Lionel, ob sie den Zirkus Alberti besucht habe. Mabel verneinte und schlug White vor, einmal zusammen hinzugehen, der Tag bliebe noch zu bestimmen, da das Benefiz der ersten Schulreiterin, Miß Alice Power mit Namen, bald stattfinden sollte.
Steuererhöhung in Berlin. Der Berliner Magistrat beschloß eine erhebliche Steuererhöhung. Der Magistrat schlägt vor, den Einkommensteuerzuschlag von 100 auf 110 Prozent und die Gewerbesteuer von 150 auf 165 Prozent zu erhöhen. Das Einkommensteuersoll würde somit 46,2 Millionen betragen.
Infolge der durch Backa- Margarine verursachten Erfrankungen ist, wie aus Altona gemeldet wird, jetzt gegen den Geschäftsführer der Firma Mohr u. Co. in AltonaOttensen J. H. Mohr von der Staatsanwaltschaft die Anflage wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz erhoben worden.
Ich schwärme nämlich für die reizende Künstlerin", schloß Mabel lachend, und ich möchte gern, daß Sie sie in ihren Glanznummern sehen. Sie reitet die hohe Schule unübertrefflich; und ist selbst eine auffallend anmutige Erscheinung. Es heißt, daß sie heimlich mit einem jungen Baron verlobt ist, der ihr aus Paris hierher folgte. Seine Eltern wollen nichts von der Partie wissen. Sehen Sie, das sind so Vorurteile, die man auf dem Kontinent hat, wo alles so viel enger, fleinlicher ist. Bei uns ist es nichts Seltenes mehr, daß man sich über Standesunterschiede hinwegseh. wenn wahre Liebe ihr Wort mitspricht."
Der englische Krönungswagen ist ein Opfer der Flammen geworden. Er wurde beim Brande einer Kutschenfabrik, wo er sich zur Reparatur befand, vom Feuer ergriffen. Der Wagen, in dem das englische Königspaar zur Krönung fahren wollte, war zweihundert Jahre alt und sehr wertvoll.
Es war nicht das erste Mal, daß Mabel sich so äuBerte. Lag tarin eine Aufforderung für den Mann, der sie liebie mt der sich bisher bescheiden zurüchielt?
Jugendliche Defrandanten. Zwei Lehrlinge eines Düsseldorfer Geschäfts waren Freitag vormittag von ihrem Chef zur Bank geschickt worden, um einen Geldbetrag von 10 000 M zu erheben. Die beiden Burschen sind von diesem Gang bisher nicht zurückgekehrt. Man nimmt an, daß sic sich mit dem Geld nach Cöln begeben haben und hat die dortige Kriminalpolizei verständigt.
Nach dem Spazierritt forderte Mrs. Lionel den Freund ihrer Tochter auf, die Treibhäuser zu besuchen, die sich an den Wintergarten anschlossen. Eine wahre Rosenpracht dustete dem Eintretenden entgegen. White sprach sein Entzücken darüber aus. Das schien Mabel zu erfienen; sie brach eine halb erblühte, gelbliche Knospe und gab sie Robert lächelnd.
Er verabschiedete sich bald darauf von Mutter und Tochter und fuhr zur Stadt. Die duftende Spende aber verbarg er in der Brieftasche.
Bei einem Einbruch in die Ortskrankenkasse zu Fürstenwalde a. d. Spree wurden 1600 Mark erbeutet. Die Täter find unerkannt entkommen.
Unaufgeklärte Todesfälle. In der Avortanlage der Knabenschule in Kulmsec in Westpreußen sind zwet Schü= ler innig umschlungen tot anfgefunden worden. Es ist noch nicht festgestellt, ob sie erstickt oder erfroren sind.
„ Es soll mein Talisman werden," dachte der junge Mann, vom heutigen Abend im Klub hängt Wichtiges ab." Der Gedanke, ob das von Miß Lionel erwähnte Perlenkollier vielleicht das gestohlene sei, beschäftigte ihn so lebhaft, daß er an nichts anderes mehr denken konnte. Er war überzeugt, daß er es wiedererkennen werde.
Wie gut es war, daß ich bei Häuserling ein Jahr in die Lehre ging; dort habe ich gründliche Vorstudien
Infolge einer Gasvergiftung schwer erkrankt ist in setner Berliner Wohnung der freikonservative Landtagsab
für meinen Beruf gemacht. Nicht leicht läßt mein geübtes Auge sich täuschen; und den Familienschmuck der Grafen Wallutjeff habe ich mir genau angesehen."
Bei seiner Rückkehr ins Hotel zum Sternenbanner" wechselte White den Anzug. Dann ging er zum Postamt, wo er die chiffrierten Briefe abholte; er erwartete einen aus Rußland. Zu seinem Erstaunen war nichts da und doch hätte der Graf wieder einmal schreiben sollen. " Die große Entfernung ist zu berücksichtigen," sagte sich White ,,, wahrscheinlich kommt in den nächsten Tagen Nachricht."
Um elf Uhr betrat White das Klublokal. Er sah gleich, daß es ein solches zweiter Güte war, feines jener feinen, eleganten, in denen die bessere Herrengesellschaft verkehrt. Um fein Aussehen zu erregen, spielte White einige Rubber Whist und verlor sie.
An
G
hänjer Berli angeft
Arbei
gen et
von 1 1000 dag d
überfi eben
Nacht
Botal
Das
Kellne
eine hingel
Spielen Sie auch Hazard?" fragte ein älterer Klubgast leise, und als White bejahte, führte er ihn in ein weit entlegenes Zimmer. Hier brannten statt der elektrischen Lampen Wachskerzen auf dem in der Mitte hängenden Kronleuchter, ein länglicher, mit grünem Tuch be= zogener Lisch stand darunter. Etwa zwölf Männer waren zugegen. Es wurde Makao gespielt. Derjenige, der die Bank hielt, war ein etwa sechsunddreißig Jahre alter Herr in einem gesucht feinen Gesellschaftsanzuge. seiner fnochigen Hand mit den langen Fingern glänzte ein breiter King mit einem großen Diamanten; ein ebensolcher diente als Nadel für die hellseidene Krawatte. Troz seiner Selbstbeherrschung war White nahe daran, einen leisen Freudenruf auszustoßen. Er hatte den, den suchte, den Mordgesellen und Räuber Meyer sofort er= fannt.
Aber
meine
erhalt
Enti
ftelite
beseld 10 bi
Dage 224
270 00
nen g
Proze
gaben
hinzu
greife
Berli
Miet
bemg
fees
1
richte
tat, Ame
Jeine
alter
Noch
weit
Mart
Stief
Shr
jog es
Stief
er Tau
auch
ber 1
infolg
haar
marte
All T
Wohr
dhe a
paar
ben S Luft
ter n
men.
mußt
gen
hat
Nah
Sung
order
volle
noch
Idhive
jamit
genug
in de
an de
dem
bai f
briche
arme
entme
T
in Su
nahm
arbeit
der M
befän
zwei
Ternes
das S
feine
fount
Leime torbe
er
in tr
gefall
freien
Gehi
Itzel
beren
Die
Absichtlich hielt sich der Schweizer anfänglich als blo= ßer Zuschauer des Spieles im Hintergrund und beobach tete scharf alle Vorgänge beim Spiel. Das Glück schien heute den Baron von Sarner nicht zu begünstigen; er nerlor. Kaltblütig warf er Gold und Scheine auf den Tisch: er schten sich nichts aus dem Verlust zu machen.( 1)


