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In Japan.

Helle Sommersonne leuchtet Auf die gelben Wege nieder, Auf die blütenschweren Bäume, Kirsch- und Mandelbäume.

Leicht gebaute Häuschen stehen In den Gärten bunt verstreut Inmitten dieser Blütenbäume, Die das Land der Sonne beut. Schöne, bunte Schmetterlinge Spielen in der Sonne Gold Tändelnd durch die Sommerlüfte Leicht und froh und hold. Und geschnittene Bäume weisen Vielfach seltene Gestalten, Tempel,-Hunde,- Fische,-Götter, Die den Gärten Frieden halten.

Und durch diese bunten Gärten Wandelt leicht die Geisha hin, Golden wie die Sommersonne Ist ihr kindlich- heiterer Sinn Bunt wie ihre Blumengärten Bunt ist auch ihr leicht Gewand Chrysanthemen in dem Haare Und den Fächer in der Hand. Und die blütenschweren Bäume Schütteln leise sich im Wind, Streuen ihre rosa Blüten Über ihrer Heimat Kind.

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Land der Sonne, Land des Lichtes, Deine Wunder fangen an,

Wenn die Sommersonne leuchtet

O du herrliches Japan!

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Ein Wechsel des Herzens.

Martin sah sie nicht am nächsten Morgen. Sie tam nicht zum Frühstück herunter. Es wurde ein qualvoller Tag. Am späten Nachmittag versuchte er seine Nerven durch einen Spazier­gang zu erfrischen. Er bog in die Avenue ein, hier und da anhaltend, einen Blick auf die Schaufenster werfend. Vor einem hielt er sich am längsten auf. Es war ein Juweliergeschäft, und innen, sich über einen Raften mit Ringen beugend, stand die Gestalt eines schlanken Mädchens. Er blickte auf und sah, daß es Dorothee war.

Martin wußte nicht, wohin er zunächst gegangen. Sie hatte nicht auf seine Erlaubnis gewartet. Sie verkaufte ihre Juwelen bereits. Er hätte gern gewußt, welche sie gewählt eine seiner Gaben oder die Perlen ihrer Mutter. Was es auch sei, er würde es zurückfaufen, ihre Schulden bezahlen und ihr vergeben. Heirat war Seirat. Es mußte weiter gehen, selbst nachdem Vertrauen und Liebe tot waren.

Er in seinem Klub mit einem Manne, für den er eine besondere Abneigung empfand, und bummelte dann in ein Theater.

Als er nach Hause fam, war das Haus dunkel. Niemand tam auf sein Klingeln, und er hatte feinen Schlüssel. Er rüttelte heftig an der Türklinke und erregte so die Aufmerksamkeit eines Polizisten. Das Saus hatte ein französisches Erdgeschoß, so daß die Flurfenster direkt auf die Straße führten. Martin versuchte den Verschluß und fand, dant Dorothees Nachlässigkeit, einen Defekt. Er stieß diesen mit seinem Taschenmesser zurück und flimmte über die Fensterbant in die Salle.

Das Haus war sehr still. Dorothee hatte sich in den Schlaf geweint. Vor morgen früh würde er sie nicht aufwecken. Aber die Eßzimmertür stand offen. Martin fühlte plötzlich Sounger. Er zog feine Schuhe aus und begann bei einer Kerze, die er vom ßtisch nahm, nach Eßbarem zu suchen.

Ein Geräusch in der Salle unterbrach ibn. Er schlich zu der Tür des Anrichteraums und borchte, ein Käsebrot in der einen, eins mit Schinken in der andern Band. Das Geräusch tam näber. Die Tür des Eßzimmers öffnete sich leise. Eine schlanke weiße Gestalt schlüpfte in den Raum und stand, in das Dunkel starrend. Martin konnte seben, daß ihre Hände auf die Brust gepreßt waren. Er konnte bören, daß sie in furzen Stößen atmete. Er schritt auf sie zu und hielt an, erstaunt durch den Ärger in ihrer Stimme.

Legen Sie diese Dinge nieder," befahl sie. Martin stand still im Dunkeln.

" Einbrecher," sagte Dorothee, Sie sind ein Einbrecher, und ich habe eine Waffe."

Martin sab das Aufbligen einer kleinen Pistole in ihrer Sand. Steben Sie vollständig still und sprechen Sie nicht," fubr sie fort, ich habe eine Pistole, aber ich werde Sie nicht schießen. Ich werde Ihnen etwas geben. Legen Sie nieder, was Sie da in den Händen haben, und ich gebe Ihnen dieses."

Enbegreiflicherweise umflammerte Martin Schinken und Käse fester. Dann behalten Sie alles," sagte Dorothee. Ihre

Aber

Stimme zitterte, und sie hatte angefangen zu weinen. bitte, bitte, nehmen Sie dies auch." Sie streckte ihre Sand aus, und Martin sah, daß sie voll Banknoten war.

"

Wollen Sie es nicht?" sagte sie., Vielleicht glauben Sie, daß es nichts wert ist, weil ich es Ihnen gebe. Aber es ist Geld, wirkliches Geld, jeder schreckliche Pfennig. Zuerst freute ich mich darüber, aber ich fann es nicht ausgeben, und es trennt mich von meinem Manne, und ich hasse es. Ich ver­suchte, es in einem Laden zu lassen, aber ein Dieb nahm es, doch sie fingen ihn und gaben es mir zurück. Ich würde es verbrennen, wenn ich nicht fürchten würde, die Dienstboten würden es entdecken. Bitte, bitte, wollen Sie es nicht nehmen?" Dorothee warf das Geld auf den Fußboden und schluchzte. Jm nächsten Augenblick war sie zu erschrocken, um noch zu schluchzen, denn der Einbrecher hatte seine Beute fallen lassen und sie samt der Pistole in seine Arme genommen. " Dorothee," sagte der Einbrecher. " Dick," stieß Dorothee hervor. " Du armer Liebling," begann er, aber er kam nicht weiter, weil Dorothee das Bewußtsein verloren hatte.

Aber woher hattest du das Geld," fragte Martin später, und warum bezahltest du deine Schulden nicht damit?" " Schulden?" fragte Dorothee.

" Ja, das Geld, das du beim Bridge verloren." " Ich verlor nicht," sagte seine Frau, ich gewann." Martin starrte sie an.

" Ich weiß selbst nicht, wie," sagte Dorothee, meistens wußte ich gar nicht, was Trumpf war. Agnes sagte, sie würde bezahlen, was ich verlöre, und ich täte ihr einen Gefallen, zu spielen aber ich verlor nicht, ich gewann, 300 Pfund,

und als ich versuchte, es ihr zurückzugeben, sagte sie, das wäre eine Beleidigung.

O, Dick, zuerst dachte ich, es würde solcher Spaß sein, das Geld auszugeben; aber ich wagte dir nicht zu erzählen, daß ich Bridge gespielt hatte, und ich konnte nichts finden, das ich kaufen konnte, wo du nicht Fragen gestellt hättest. Da war ein ent­zückender Ring beim Juwelier, den ich gern gehabt hätte, und vorgab, er sei eine Nachahmung. Deshalb wollte ich wissen, ob du etwas gegen nachgeahmte Juwelen hättest. Aber du schienst sie nicht leiden zu mögen, und- mich auch nicht." Sie glitt nieder zu seinen Füßen. Ich war den ganzen Tag so unglücklich," sagte sie." Ich weiß nicht, was ich getan habe, Dick, aber vergib mir."

"

Was für ein Ring?" fragte Dick. Ich werde ihn dir morgen taufen."

Was soll ich dann aber hiermit tun?" sagte Dorothee, ihm die Banknoten, wie einen Fächer gefaltet, vor das Gesicht haltend. " Damit," sagte Dick, damit, laß sehen,- bezahle

davon einige Stunden in Bridge."

Eine gründliche Kenntnis

Die Psychologie des chinesischen Boltes.

Zur

Psychologie des chinesischen Volkes. des chinesischen Charakters, eine enge Vertrautheit mit dem Denten und Empfinden des chinesischen Boltes ist wünschenswert für alle, welche mit Chinesen verkehren müssen, sie ist dringend geboten für alle jene, welche Einfluß auf China und seine Bewohner erlangen, welche toloniale Arbeit dortzulande leisten wollen.

Auch eine bloß flüchtige Beobachtung des chinesischen Voltslebens zeigt uns einen recht sympathischen Zug: das Gefühl für Anstand, Wohlerzogenheit, Tatt und Schicklichkeit. Auch dem Fremden fällt es auf, wie gesittet und anständig das Volk im großen und ganzen ist, und wie sicher und höflich auch der Mann aus dem Volte sich zu be­nehmen versteht. Auf diese Dinge hält in der Tat jeder Chinese große Stücke. Wenn der Chinese von irgend jemandem sagt: bu dsche li, er kennt nicht die Regeln des Anstandes, so enthält das Wort ein ver­nichtendes Urteil über den Be­treffenden. Höflich will jeder Chinese sein; man soll ihm unter feinen Umständen nachsagen fönnen, daß er nicht wisse, wie man sich benehmen müsse. Selbst der Räuber, der nachts einbricht und alles mit sich nimmt, was mitnehmbar ist, geht nicht fort, ohne sich höflich zu entschuldigen, dem großen älteren Bruder" eine Unannehmlichkeit bereitet zu haben. Der erste Unterricht, den der Schüler in der Schule empfängt, ist ein Unterricht über den Anstand: wie er sich beim Kommen und Gehen zu verhalten bat, wie zu Hause, wie auf der Straße, wie er grüßen und sich bücken muß, wie die Füße beim Gehen zu stellen und zu bewegen sind. Die Kinder, welche durch ihre Armut gehindert sind, in die Schule zu geben, lernen das Not­wendigste in dieser Beziehung zu Hause von Vater und Mutter oder auf der Straße bei Spiel und Unterhaltung. Tatsächlich kommt taum ein Chinese, auch nicht der gewöhnliche Mann, in eine Lage, in der er sich nicht zu benehmen wüßte.

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durch Freundlichkeit und scheinbares Nachgeben durch. zusehen. Er sucht immer und überall höflich zu erscheinen. Der Chinese kann sich wunderbar beherrschen. Der ge­bildete Chinese entſtellt ſein Gesicht nicht durch Zorn­ausbrüche, durch zorniges Mienenspiel; im Verkehr mit andern umschwebt ein liebenswürdiges Lächeln seinen Mund, er vermeidet heftiges, aufdringendes Wesen. Er vermag es, selbst den Tod von Mutter und Bater oder eines lieben Freundes scheinbar teilnahmslos oder gar mit lachendem Gesicht mitzuteilen, während Der ihm vielleicht das Herz blutet. Schmerz gebt eben nur ibn selbst an, andere Menschen sollen seinetwegen nicht mit leiden.

Der Chinese gibt bei Wider­spruch scheinbar immer nach, aber auch nur scheinbar, denn in Wahrheit gibt er nie nach; hilft das eine Mittel nicht zum Ziele, so vermeidet er wohl schroffen Widerspruch, sinnt aber auf ein anderes Mittel, oder er verschiebt die Angelegen­heit auf eine günstigere Stunde.

Große Geduld müssen europäische Ärzte mit chine­fischen Kranten haben. Der Arzt gibt einem Patienten eine oder mehrere Dosen Me­dizin, die für eine ganze Woche reicht; er gibt ihm wiederholt ausführliche Anweisung, wie die Medizin zu nehmen ist; der Chinese hat alles gut verstanden, aber zu Hause nimmt er die ganze Dose entweder auf einmal oder er gibt sie seinem Freunde, der eine ganz andere Krankheit hat, während er selbst einen chinesischen Quacksalber aufsucht.

Go handeln die Chinesen nicht bloß uns gegenüber, so handeln fie auch untereinander, soweit sie nicht be­fländig kontrolliert werden. Der arme Sünder, der von Beamten zum Tragen des Halsbloces am Eingange des Bamens verurteilt ist, trägt denselben nur für die Zeit, wo der Beamte an der Stelle vorübertommt. Der höbere Beamte erläßt an die ihm unter­stellten Beamten irgendeine Verfügung. Diese antworten in höflichster Weise, daß sie dem Befehl treuestens nachgekommen seien, und damit ist die Angelegenheit abgetan; im übrigen bleibt alles beim alten.

Mandschusrau mit Opiumpfeife.

Es ist ungemein interessant, die gebildeten Chinesen zu beobachten, wenn sie miteinander verkehren. und ver handeln. Jedes Wort, jede Bewegung ist abgemessen, geregelt und zeugt von äußerster Höflichkeit. Die 3000 Anstandsregeln, welche das Li ki, die chinesische Anstandslehre enthält, sind dem Volke der Hauptsache nach in Fleisch und Blut über­gegangen. Der Chinese vermeidet alles Kräftige und Barsche, alles was stößt und verletzt. Er sucht seine Pläne und Absichten

Der Chinese lügt oft aus lauter Söflichkeit, um nicht wehe zu tun, um einem jeden sein Gesicht", seinen guten Namen zu lassen.

Diese Sorge, den äußersten Anstand und die äußere Söflichkeit zu wahren, hat zweifellos manches Gute. Gie

( Aga Rogge.)

Die 800 Jahre alte Brüde in Tsching- tfchafu.

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