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Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

NERVENSCHWÄCHE

ie Ursache vieler und hartnäckiger Krankheiten.

' s gibt zahllose große und kleine Störungen im mensch­lichen Körper, bei denen man wie vor einem Rätsel steht, weil sie mit einer merkwürdigen Zähigkeit jeder Behandlung trotzen.

Verschwinden sie dann nach längerer Zeit scheinbar von sesbst, so werden sie häufig von irgend einem anderen ebenso problematischem Übel abgelöst, ohne daß sich auf den ersten Blick ein Zusammenhang zwischen beiden nachweisen läßt. Und doch besteht er! Man findet ihn, wenn man den Leidenden auf den allgemeinen Zustand seines Nervensystems urdersucht. Man wird dann fast immer erkennen, daß Leute, besh altet und belastet mit Übeln und Leiden, die scheinbar mit desa Nerven garnichts zu tun haben, eines oder mehrere von folgenden Symptomen aufweisen: Anhaltendes, täglich winderkehrendes Kopfweh, Händezittern, Ziehen in den Glledern, Taubwerden einzelner Hautstellen, Zucken der Augen­lider, seelische Verstimmungen oder Angstzustände, innere Unruhe ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der kleinsten Aufregung, Reizbarkeit und ärgerliche Stimmung, besonders morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, Impo­terz, leichte Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder in den Gliedern, Alpdrücken, schwere Träume usw. usw.

Besonders das immer wiederkehrende Kopfweh, Verstimm­ungen, körperliche und geistige Schlaffheit, resp. Müdigkeit und Geslankenlosigkeit sind ganz ausgeprägte Merkmale von Nesvenschwäche und Kennzeichen eines außerordentlich erristen Zustandes. Denn

Nervenleiden zehren am Leben, untergraben seine Wurzel!

Selbst Epilepsie, Geisteskrankheiten, nervöse Lähmungen sinn auch nichts anderes, als besonders schwere resp. durch Vernachlässigung verschlimmerte Nervenstörungen. Starke Beeinträchtigungen der Sehkraft, des Gelaörs usw. durch Nervenstörungen sind nicats seltenes.

Fiber selbst wenn es bei ganz leichten Erscheinungen bleibt, so verursacht doch mmerhin das Versagen der Nerven soviel Un behaglichkeiten in der Familie und in der Gessellschaft und besonders soviele Störungen im Berufe, wie kaum ein anderes Leiden. Der Geschäftsmann, der nervös ist, wird dern gegenüber, der seine gesunden Nerven nat stets im Nachteile sein. Er wird nicht mitt ruhiger Sicherheit, sondern zerfahren, anilberlegt oder zaghaft handeln, wird also weit seltener das richtige, die geeignete, wockdienliche und zielbewußte Maßregel treffen. Statt mit ruhiger Überlegung und Pent schlossenen Sinnes seinen Vorteil zu suchen, wird er sich von Launen und Stimmungen beherrschen und abirren lassen. Seihe kranken Nerven sind ein gewaltiges, oft ihm selbst unbewußtes Hindernis für sein Vorwärtskommen.

Was ist da zu tun? Das einzige, was da hilft, aber auch ganz sickler hilft, ist eine genügende Stärkung der

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Nerven.

Ob sie gelingt, das kommt auf verschiedene

Umstände an.

Stärken kann man die Nerven wie jedes andere durch Überanstrengung ermattete Organ, durch Ruhe und bessere Ernährung.

Aber Ruhe für die Nerven läßt sich nicht immer schaffen. Wenn jemand durch Überarbeitung nervös geworden ist, so müßte er für lange Zeit aufhören, zu arbeiten. Sind die Nerven durch Kummer und Sorgen angegriffen, so müssen Kummer und Sorgen beseitigt werden, was beides natürlich nur selten möglich ist.

Bleibt also in den meisten Fällen nur die bessere Ernährung der Nerven als

der einzige Weg zur Rettung!

Jedes Organ, welches arbeitet, verbraucht bestimmte Nähr­stoffe. Auch das Nervensystem, zu welchem auch Gehirn- und Rückenmark gehören, arbeitet ununterbrochen. Der Nährstoff, den es dabei verbraucht, ist eine organische Phosphorsäure­verbindung und heißt Lecithin.

Unter normalen Verhältnissen ist es in der täglichen Nahrung in einigermaßen genügender Menge vorhanden, zur Stärkung überanstrengter Nerven, die wieder einen Vorrat an Kraft sammeln sollen, genügt das aber nicht. Ihnen muß das Lecithin in größeren Mengen zugeführt werden.

Es ist nun gelungen, das Lecithin in ziemlich konzentrierter Form zu gewinnen und es bildet den hauptsächlich wirkenden Bestandteil von Dr. Arthur Erhards VISNERVIN.

Sorgfältige Versuche, welche Arzte anstellten, haben gezeigt, daß Dr. Erhards VISNERVIN ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Kräftigung der Nerven ist und es wurden da mit in Tausenden Fällen so großartige Erfolge erzielt, wie sie in den umseitig abgedruckten Zuschriften attestiert sind.

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Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., Berlin W. 35.

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Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg.

1=| schlag betroffen, an dessen Folgen er bald darauf starb.

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Darmstadt, 8. Aug. Wegen Unregelmäßig feiten in seiner Kasse und sonstiger Unordnung in sei­nen Verhältnissen hat sich Freitag nachmittag der in das Kasino des Feld- Art.- Regts. Nr. 25 abfomman­dierte Vizewachtmeister Bade von der 2. Batterie frag lichen Regiments einen Schuß in den Unterleib beige­bracht. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.

Bingen, 8. Aug. Bei dem niedrigen Wasser­stande des Rheines sind Schiffsunfälle im Ge­birge und im Rheingau an der Tagesordnung. Zwi­schen Bingen und Mainz ragen die Sandbänke aus dem Wasser hervor, oder sie sind dicht unter dem Was­serspiegel bemerkbar.

-)(- Rodheim a. d. Bieber, 8. Aug. Am Sams­tag rannte oberhalb der Amtmannsmühle", wo Straße und Biebertal eine scharfe Kurve schneiden, der auf dem Gießener Braunsteinbergwerk beschäftigte Bergmann M. aus Frankenbach mit seinem Fahrrad so unglücklich mit dem Bähnchen zusammen, daß er in die Klinik gebracht werden mußte.

== Dornholzhausen, 8. Aug. An Mil 3- branderkrankung starb in der Klinik zu Gießen der 50 Jahre alte Wasenmeister A. Viehmann. Eine Kuh war an Milzbrand verendet. Beim Deffnen der Kuh verletzte sich der kräftige Mann leicht und alsbald zeigten sich Spuren des Milzbrandes. Die ebenfalls in­fizierte Tochter konnte gerettet werden.

== Dillenburg, 8. Aug. Dem von hier ge­schiedenen Landrat Oberregierungsrat v. Wussow ha­ben die Kreisvertretung und die Bürgermeister des Krei­ses zur Erinnerung an seine verdienstvolle Tätigkeit im Dillkreise ein Geschenk zugedacht, bestehend in einer silbernen Relief- Tafel. Auf derselben befindet sich eine Ansicht des Kreishauses, ferner sind darauf verzeichnet die Namen der Kreis deputierten, der Mitglieder des Kreis- Ausschusses, des Kreistages und sämtlicher Bür­germeister des Kreises.

* Marburg, 8. Aug. Das hiesige Jägerbatatl­lon wird sich vom 7. bis 21. September an den Ma­növern des 11. Armeekorps beteiligen, die auch

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mal wieder in Thüringen stattfinden.

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Dr. Arthur Erhard

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1912 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre 1912 stattfindenden Messen und Märkte bringt der Land- Kalender" noch zahlreiche jedermann nützliche Mit­teilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Originalaufsätze unterhaltenden und belehrenden In­halts. Als Kunstbeilagen erscheinen diesmal ein bisher noch ganz unbekanntes, reizendes Gruppenbild Die Großherzoglichen Herrschaften und ihre hohen Anver­

G. m. b. H.

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-d= Nidda, 8. Aug. Während der Fahrt nach Gießen erlitt der Zugführer Schneider einen Hißschlag, sodaß er vollständig gelähmt wurde und die Sprache

verlor.

*) Nidda, 8. Aug. Der Lokomotivfüörer Karl Silgärtner wurde auf sein Nachsuchen wegen geschwäch­ter Gesundheit in den Ruhestand versetzt.

Stodheim, 8. Aug. In Rohrbach wurde

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* Marburg, 8. Aug. In dem Konkursverfah­ren über das Vermögen des Konsumvereins für Marburg und Umgegend, e. G. m. b. H., zu Mar­burg hat der Verwalter zur Deckung des in seiner Bi­lanz berechneten Fehlbetrags von 19 827,92 Mark eine Vorschußberechnung aufgestellt, nach der die von ihm namhaft gemachten 612 Genossen je 30 Mt. vorschießen sollen. Jetzt ist an sie die Aufforderung ergangen, diese Summe bis zum 15. August an den Konkursverwalter einzusenden. Von den Mitgliedern sind auch viele zu­gleich Gläubiger, weshalb sie doppelten Schaden haben. Ob die namhaft gemachten 612 Genossen alle bezahlen, ist kaum anzunehmen, da viele von ihnen unpfändbar sind oder gar nicht mehr hier wohnen.

Geschäftliches.

* Die Automobile der Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt a. Main, konnten bei den jüngsten automobilistischen Veranstal­tungen wieder glänzende Erfolge verzeichnen. Auf der Wertungsfahrt des Anhaltischen Automobilklubs errang ein Adlerwagen den ersten Preis und Ehren­preis der Stadt Schmiedeberg. Auf der Sternfahrt des Märkischen Automobilklubs fiel in der Klasse bis 5 PS. der erste Preis und die Pla= lette des Deutschen Rad- und Kraftfah­rerbundes ebenfalls einem Adler zu; dieser kleine mit 4 Personen besetzte 5-11 PS.- Wagen fuhr mit einem Durchschnittstempo von 46 Kilometer. Auf der Sternfahrt des Anhaltischen Automobilklubs erhielt ein Adlerwagen den Ehrenpreis des Märkischen Automobil- klubs, und auf der großen zwei­tägigen Gesellschaftsfahrt des Kartells Bayerischer Au­tomobil- Klubs Nürnberg- Koburg- Regensburg wur­den von 15 beteiligten Adlerwagen 13 Preisträger. Außer diesen die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Adlerautomobile beweisenden Erfol­gen fand die Anerkennung ihrer außerordentlich ge= fälligen Form mehrfachen Ausdruck. Auf der von dem Märkischen Automobilklub veranstalteten Schön­heitskonkurrenz wurden zwei Adlerwagen ausgezeichnet, und auf der Sächs. Kraftsternfahrt" trug ein Adlerwa­gen den Schönheitspreis des R.-Kl. Anna­

wandten auf Schloß Wolfsgarten im Sommer 1910", der Landwirt Sauer auf dem Felde von einem Hizburg von 1900" davon.

Ein Wechsel des Berzens.

Martin fab sie nicht am nächsten Morgen. Sie tam nicht

Es wurde ein qualvoller Tag.

zum Frühſtüd herunter. Cofeine Vernen durch einen gir

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aus, und Martin fah, daß sie voll Banknoten war. Stimme zitterte, und sie hatte angefangen zu weinen. bitte, bitte, nehmen Sie dies auch." Sie streckte ihre" Sand

Zur Psychologie des chinesischen Volkes.

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durch Freundlich keit

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scheinbares Nachgeben durch­