Gießener Zeitung
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen
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vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt. jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer.
Nr. 54.
( 1. Blatt.)
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Aus Stadt und Land.
Gießen, den 4. März
* Gießen. Privatdozent Dr. Küchler von der Landes- Universität hat einen Ruf als ordentl. Professor der romanischen Philologie an die Universität Würzburg erhalten.
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Gießen. Einer der ältesten Juristen Hessens, Geheimer Justizrat Theophil Ba ist, hat den Rechtsan waltsstand aufgegeben.
Gießen. Vom 3. bis 22. April soll unter Leitung des Gr. Turninspektors in Darmstadt ein Privatkursus zur Unterweisung im Mädchenturnen abgehalten werden. Dieser Kursus ist in erster Linie für Handarbeitslehrerinnen und Leiterinnen von Frauenabteilun= gen in Vereinen bestimmt; doch können auch andere Lehrerinnen zur Beteiligung zugelassen werden. Die Meldungen um Zulassung sind an den Großherzoglichen Turninspektor zu richten. Vergütungen aus Staatsmitteln können den Teilnehmerinnen nicht gewährt werden. * Gießen. Unsere Stadt dürfte in absehbarer Zeit mit einer modernen Feueralarm- Einrichtung versehen werden. Der Vorsitzende der Stadtverordneten- Versammlung teilte in letzter Sitzung mit, demnächst eine Vorlage dem Kollegium zugehen zu lassen. Gießen. Dem Lesehalle verein wurde die Genehmigung um provisorische Ueberlassung eines Torhäuschens am Neuenweger Tor erteilt.
Gießen. Der Ausbau der Bismarckstraße von der Stephanstraße bis zum Zusammentreffen der Bis
der Großherzoglichen Bürgermeisterei
des Großherzoglichen Polizei Amtes
Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.)
Samstag den 4 März 1911
stehe, was auch von Herrn Professor Lulen ausdrücklich bestätigt wurde. Gleichzeitig soll aber, wie uns mitgeteilt wird, derselbe Wahlkreisvorstand an verschiedene angesehene Landwirte, darunter auch an Mitglieder des Bundes der Land= wirte im Gießener Wahlkreise, Rundschreiben versandt haben, worin die betreffenden Herren ge= beten werden, ihre Unterschrift herzugeben zu einem Wahlaufruf für Professor Gisevius. Die„ günstigen" Wahlaussichten für Prof. Gisevius müssen doch arg gesunken sein, wenn man zu solchen Mit teln seine Zuflucht nehmen muß. Civis.
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
Geborene.
Fbr. 22. Vizefeldwebel Karl Ziegler ein Sohn.
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24. Kaufmann Georg Friedrich Karl Reichert eine Tochter, Johanna Katharina Anna.
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24. Maler und Lackierer Karl Konrad Rau ein Sohn, Karl Franz Wilhelm.
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25. Fliesenleger Konrad Spies ein Sohn.
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( Gießener Tageblatt)
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Telephon: Nr. 362.
23. Jahrg.
Gesetzliche
Meisterprüfungen für Handwerker.
Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung(§ 133 der Gewerbeordnung) sind mit den erforderlichen Unterlagen bis spätestens am 31. März d. J. an den unterzeichneten Northenden einzureichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist an die Handwerksfammer in Darmstadt einzusenden und die Quittung dem Gesuche beizulegen.
Die
Gießen, am 9. Januar 1911. Meisterprüfungskommission für die Proving
Oberhessen.
Traber, Vorsitzender.
Verdingung.
Für die Provinzial- Stechenanstalt Oberhessen zu Gießen soll die Lieferung von
ca 450 Ctr. guten Speisekartoffeln
25. Taglöhner Justus Schäfer eine Tochter, Eli- bergeben werden. Die näheren Bedingungen liegen auf
sabeth.
26. Fuhrknecht Heinrich Hedderich eine Tochter, Elisabethe Wilhelmine.
26. Kaufmann Ernst August Pfeffer eine Tochter,
Marie Wilhelmine Berta.
dem Verwaltungbüro an den Wochentagen von 3-5 Uhr nachm. offen, woselbst Angebote mit der Aufschrift„ Lieferung an Startoffeln für die Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen" versehen, bis zum Eröffnungstermin Donnerstag, den 16. März 1911, vorm. 9 Uhr
März 1. Fabrikanten Ludwig Ernst Emmelius eine einzureichen sind. Tochter.
Aufgebote.
marck- und Goethestraße wird demnächst vorgenommen Fbr. 24. Friedrich Wilhelm Christian Thiem, Friseur in
werden.
*) Gießen. Warnung! Ein unbekannter Schwindler, etwa 23-25 Jahre alt, mit vollem Gesicht, blonden Haaren und dergleichen Schnurrbärtchen, dunklem Anzug und ebensolchem Ueberzieher, besucht Hinterbliebene kürzlich Verstorbener, stellt sich daselbst als Altersversicherungsbeamter vor und bekundet, daß für die Hinterbliebenen 89 Mt. angewiesen seien. An Schreibgebühren wären 5 Mk. zu bezahlen, die er gleich kassiert. Mehrere Male erreichte er den gewünschten Erfolg mit seinen Angaben. Auch in anderen Städten hat er diese Schwindeleien ausgeübt. Für gewöhnlich trägt er noch ein Attenbündel unterm Arm.
* Darmstadt. Für den Wahlkreis Bensheim= Erbach wurde als nationalliberal- bündlerischer Kandidat Fritsch Dilshofen aufgestellt.
Wiesbaden. Der erste preußische Regierungspräsident in Wiesbaden, Herr Gustav v. Diest- Daber, ist in Merseburg, wo er als Domdechant lebte, dieser Tage verstorben.
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Klein- Steinheim, mit Karoline Stein in Langenburg.
24. Karl Fenchel, Maurer in Wanne, mit Elise Horst in Nieder- Ohmen.
27. Johann Daniel Neidig, Chauffeur in Gießen, mit Maria Funk in Dietzenbach.
27. Dr. med. Karl Ohly, Veterinärarzt in Altenstadt, mit Marie Mathilde Fuchs in Offenbach.
28. Hugo Voetsch, Privatier in Freiburg i. Br., mit Mathilde Bott in Gießen.
28. Willy Paetsch, Ingenieur in Gießen, mit Anna Brinkmann in Paderborn.
28. August Adolf Meckel, Schiedsgerichts schreiber in Gießen, mit Marie Henriette Stolz in Laubach( Hessen).
März 1. Karl Pfeil, Schreiner, mit Katharine Lingelbach, beide in Gießen.
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ein
Frankfurt. Wenige Stunden, nachdem großer Teil der Sachsenhäuser Bürgerschaft Fr. Rum b- Ier für die Stadtverordneten- Nachwahl ihr Vertrauen bekundete, schloß dieser für immer die Augen. Im Alter von 54 Jahren ist Rumbler einem Herzschlage erlegen. Wetzlar, 4. März. In der Vollversammlung der Handelskammer teilte der Syndikus inbezug auf die Fahrplanverbesserung durch Triebwagen mit, daß die Eisenbahndirektion Frankfurt auf Einrichtung von Triebwagenfahrten zwischen Wetzlar und Gießen für den Sommerfahrplan 1911 abgesehen habe. Hoffentlich wird der Wunsch im nächsten Jahre erfüllt. Betreffs der Eisenbahnverbindung Oberlleen- leebachtal Dutenhofen gab der Syndikus bekannt, daß in Gießen Neigung vorhanden sei, den Wünschen des Kreises Wetzlar hinsichtlich der Linienführung bei Einführung in die Staatsbahngleise in Dutenhofen entgegenzukommen. Es habe sich in Gießen ein Komitee gebildet, das beabsichtige, für den Ausbau KleebachtalDutenhofen einzutreten, so daß die Hoffnung, zu einem für beide Teile befriedigenden Ergebnis zu gelangen, gewachsen wäre.
Eingelandt.
Die Agitation der Nationalliberalen nimmt immer eigenartigere Formen an. Wie oft hat man die Behauptung der Freisinnigen über die Verhandlungen des Prof. Gisevius mit dem Bund der Landwirte bestritten. Noch am letzten Donnerstag huchte Herr Rechtsanwalt Kaufmann diese Feststellungen zu entkräften, aber schon am folgenden Tage bestätigte Landtagsabg. Storell, der hess. Führer des Bundes, die Richtigkeit dieser Behauptungen. Doch noch ein anderes Bild! Am vorigen Montag wandte sich der nationalliberale Abgeordnete Dr. Stresemann in scharfer Weise gegen Bund der Landwirte und erklärte, daß der Gießener nationalliberale Wahlkreisvorstand voll und ganz auf seiner( Stresemann) Seite
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1. Reinhard Theodor Reil, Lehrer, mit Anna Helene Elisabeth Jaspers, beide in Oldenburg. 1. Dr. Hugo Hepding, Hilfsbibliothekar u. Privatdozent, mit Anna Luise Quentell, beide in Gießen.
1. Ludwig Uhl, Photograph in Gießen, mit Elisabeth Straszacker in Altona.
1. Georg Ebert, Klaviermacher in Gießen, mit Mathilde Enoch in Winningen.
3. Wilhelm Schwaab, Diplom- Ingenieur in Heidelberg, mit Karoline Habenicht in Gießen. Eheschließungen.
Fbr. 25. Heinrich Pfeil, Dachdecker, mit Katharine Fehrer, beide in Gießen.
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25. Wilhelm Domay, Kaufmann in Dutenhofen, mit Luise Müller in Gießen.
März 1. Detlef Wilhelm von Thaden, Kaufmann in Ahrensburg, mit Johanna Augusta Frees in Gießen.
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2. Wilhelm Korell, Pfarrer in Dauernheim, mit Luise Zimmermann in Langenselbold. Gestorbene,
br. 23. Helene Azbach, geb. Schadeck, 42 Jahre alt. 24. Susanne Hammel, geb. Weidig, 70 Jahre alt, 24. Hugo Hisgen, 3 Monate alt.
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24. Katharine Otter, geb. Adolf, 38 Jahre alt.
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24. Heinrich Georg Christoph Repp, Schuhmacher, 57 Jahre alt,
27. Heinrich Henkel, Taglöhner, 78 Jahre alt.
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27. Julie Busch, Rentnerin, 79 Jahre alt.
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28. Marie Hammel, geb. Nickel, 51 Jahre alt. Bekanntmachung.
Betr.: Schweineseuche unter den Schweinen des Moses Keßler, dahier. Unsere Bekanntmachung vom 23. Februar 1911 berichtigen wir dahin, daß nicht im Gehöfte des Moses Reßler, Neuenweg Nr. 33, sondern in dessen Stallungen an der Wißmarer Kreisstraße die Schweineseuche ausgebrochen ist. den
Gießen, den 28. Februar 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt.
Gießen, den 28. Februar 1911. Verwaltung der Provinzial- Siechenanstalt.
Vergebung.
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Für die Croßh. Universitäts- Augenklinik Gießen soll für die Zeit vom 1. April 1911 bis Ende März 1912 ebent. einzelne Bedürfnisse auch für eine längere Zeit durch öffentliche Ausschreibung bergeben werden:
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1. die Lieferung von Back-, Fleisch- und Kolonialwaren, usw., Milch, Butter, Eier, Bier, Eis, Verbrauchsgegenständen, Seifen- und Bürften waren,
2. die Abgabe von Knochen, Lumpen und Gespül, 3. die Entleerung der Müllgruben,
4. die Unterhaltung der Gartenanlagen. Die Bedingungen können bei der Verwaltung der Klinik nachmittags bon 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Angebote und Proben sind getrennt und verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin
Mittwoch den 8. März 1911, vormittags 12 Uhr, bei der Verwaltung einzureichen. Buschlagsfrist 10 Tage. Gießen, 22. Februar 1911.
Großh. Direktion der Universitäts- Augenklinik.
Holzversteigerung.
Donnerstag, 9. d. Mts. wird in hiesigem Gemeindewald folgendes Holz versteigert:
12,56 Fstm.
23 Eichen- Stämme= 16 Rm. Eichen Nugscheit
8
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Nußknüppel
49
Scheiter
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58
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Knüppel
76
Stöcke
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1700 Gichen- Wellen
3900 Fichten-" f
Die Zusammenkunft ist mittags 1 Uhr am Distrikt Hain. Großen- Linden, am 1. März 1911.
Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden.
Leun.
Nukholzversteigerung.
Dienstag, den 7. März 1. Js, morgens um 10 Uhr anfangend kommt im Grävenwiesbacher Gemeindewald folgendes Holz zur Versteigerung.
Diftrift Schießberg:
707 Stück Nadelholzstämme mit 152,79 Festmeter. 963 Nadelholzstangen 1. bis 3. Klasse
Distrift Runkelshardt( Windfall)
37 Stück Nadelholzstämme mit 11,38 Festmeter. 66 Nadelholzstangen 1. bis 3. Klaffe. Anfang im Distrikt Schießberg.
Bei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung eine Stunde später im Gasthaus zum Taunus statt. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Bekanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Gräbenwiesbach, den 28. Februar 1911. Der Bürgermeister
Velte.
Das Ende einer Fabrt.
Das Ende einer Fahrt.
Das Ende einer
Fahrt.
Ein arabifes
Begleiter und sagte:„ Wir sind am Ziel, bitte, folgen Sie mir." Dogge, die ihr entgegensprang, und dann wandte sie sich zu ihrem Rusch dich, Sultan!" befahl das junge Mädchen einer riesigen
wolledann mannte sie fish au dem jungen Mann und ſaate:
mit den Worten: Serr Dubois hat mich bis hierher begleiten weil er dir, lieber Bater, gern vorgestellt sein wollte."
schönes Töchterchen liebevoll anfaben, schloß diefe ihren Bericht


