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Eine Touristenfahrt an die Riviera und nach Barcelona.
Jagdlager in Ceylon.
Auf der Jago
mir nichts genutzt, da es nichts zu spüren gab und die guten Leute außerdem bei Nacht sowieso nicht in die Nähe eines Elefanten gegangen wären. In gerader Richtung ging es zunächst auf jene große Wasserlache zu. Ein nicht gerade bequemer Weg, da der Boden, solange er weich war, von Büffel und Elefantenfüßen aufgewühlt und nun in diesem Zustande erhärtet war. Bis wir die Wasserstelle erreichten, war es fast ganz dunkel geworden, und ich fuhr unwillkürlich nicht übel zusammen, als plötzlich durch die lautlose Stille der Nacht ein wildes Plätschern ertönte
offenbar hatte die Elefanten. herde gerade das Wasser erreicht und mehrere der Tiere sich begierig nach Erfrischung in das schlammige Wasser geworfen.
Den Atem verhaltend lauschte ich, ob sich der Lärm in der Richtung auf uns fortsetzen, die Elefanten also das Wasser kreuzen würden. Das Rauschen und Gurgeln des Wassers, das die Elefanten mit dem Rüssel aufsogen und aussprigten, tönte aber immer von derselben Stelle. Vorsichtig zu Boden gebückt, schlich ich mich daher näher und hatte schließlich den Rand des Wassers
Nach getaner Arbeit ist gut ruhen.
Des wilden Elefanten.
erreicht, ohne daß einer der Elefanten nach dieser Seite gekommen wäre.
Angestrengt musterte ich nun durch die Dunkelheit die mächtigen im Dunkel verschwimmenden Gestalten der Elefanten, deren Silhouetten ich deutlich gegen den Nacht. himmel sehen konnte, sobald ich den Kopf nahe der Erde hielt. Mehrmals wechselte ich meinen Posten, um alle Tiere sehen zu können, aber nur um zu konstatieren, daß der gesuchte Elefant nicht darunter sei.
Schon überlegte ich, ob ich mich zurückziehen oder noch warten solle, als die Elefanten den ersteren Entschluß unterstützten, indem sie langsam quer durch das Wasser weiterzogen, und zwar gerade in der Richtung auf mich zu. Es schien höchst geraten, ihnen Platz zu machen, obwohl die Tiere mich offenbar gar nicht gesehen hatten und an einen Angriff nicht dachten. Seitwärts eilend, war ich balt aus ihrer Rich tung und eilte nun zu einer anderen kleinen Wasserlache, wo sich um diese Zeit viele Wildschweine einzufinden pflegten, um wenigstens eins von diesen zu erwischen. Wir näherten uns unter Wind, als ich plötzlich undeutlich vor uns am Rand des Wassers eine dunkle Masse sah, die absolut nicht die Form eines Gesträuches hatte. Wieder schlich ich mich näher es waren zwei Elefanten, ein größerer und ein kleinerer die gesuchten. Sorg. fältig rüdte ich das leuchtende, phosphorgefüllte Korn der Büchse zurecht, legte die Sicherung herum und ging vorwärts mein alter Ruli mit der Reservebüchse treulich hinter mir. Zwanzig Meter zehn Meter noch weniger, dann kniete ich nieder, um einen sicheren Schuß zu haben. Der größere Elefant steht mit dem Kopf zu mir ein zu unsicherer Schuß in der
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Beim Abkochen im Jagdlager.
Der Autor
auf seiner Jagdbeute.
Dunkelheit. Da dreht er sich zur Seite ein scharfer Knall, ein zweiter und in mächtigen Säßen renne ichy etwa zehn Meter zur Seite, um sofort wieder niederzuknien, erkennt doch der Elefant am Blize des Schusses den Standort seines Feindes und stürzt sich natürlich beim Angriff auf jenen Punkt.
Mit dem Schuß hörte ich ein tiefes, grunzendes Schnauben. Im nächsten Augenblick waren die Elefanten im unmittelbar nahen Busch werk verschwunden. Ein sich entfernen. des Rauschen drang aus dem Gebüsch sollten beide Schüsse schlecht gesessen haben?
Dal nach einigen Minuten gespannter Erwartung ein lautes Krachen und Rauschen. Man hörte deutlich), wie ein schwerer Körper das Dickicht niederbrach- der Elefant war zusammengebrochen.
Eine Viertelstunde warteten wir nach Jägerbrauch. Währenddem hatte mein Kuli aus dürrem Reisig Fackeln gebunden, und bei deren Schein schlichen wir dann von Baum zu Baum bis zu jener Stelle da lag der Elefant, ein prachtvolles Exemplar, dessen fast weiße Ohren und Rüssel sein hohes Alter verrieten. Der eine der beiden Schüsse war etwas zu hoch gegangen, der zweite dagegen gerade unter dem Vorderfuß, der tödlichen Stelle des Elefanten, eingedrungen. Irgendwelches Präparieren war natürlich vor dem Morgen nicht möglich, ich kehrte daher zum camp zurück.
Plaza Real in Barcelona.
auch in der großen Fontäne ein überaus prächtiges Werk bildnerischer Kunst besitzt. Unweit vom Parke lenkt der große Triumphbogen, der an die Ausstellung von 1888 erinnert, die Aufmerksamkeit auf sich, ebenso das Museumsgebäude und der. Justizpalast.
Wir fahren nun mit der elektrischen Straßenbahn über den Pasev de Gracia, wo manch Gebäude in eigenartiger Bauart den Wohlstand der Bevölkerung verkündet, ins Villenviertel zur unteren Station der Drahtseilbahn auf den Monte Tibidabo. Entzückend sind die vielen Villen, die, ins üppige Grün der Hügellandschaft gebettet, blendend weiß und vielfach in maurischem Stile gebaut, uns das Cottage einer afrikanischen Großstadt Tunesiens oder Algeriens vorzaubern. In lautloser Fahrt emporschwebend gelangen wir, am meteorologischen Observatorium vorbei, auf die höchste Kuppe des Verges, dem Glanzpunkte des an Schönheiten wahrlich nicht armen Barcelona. Schon sinkt die
Matrosenappell in Toulon.
Sonne den Bergen im fernen Westen zu, mit ihrem Schimmer alles verklärend. Da liegt zu Füßen die in regem Leben pulsierende Stadt inmitten der gartengleichen Ebene: da dehnt sich, oft bis zu den Inseln der Balearen sichtbar, das in unendliche Ferne verschwimmende, ewige Meer, so blau, als wäre es der azurene Simmel selbst, dem träumerisch südländische Bäume entgegenrauschen, während drüben der Mont Serrat, der heilige Berg des Gral, mit seinem Zackengrat in die Lüfte ragt und die schneeigen Traumgipfel der Pyrenäen einen Gruß aus Bergeshöhen uns herübersenden.
Der Abend sieht uns wieder in der Stadt, und, will's das Glück, so können wir abends noch einem kleinen Stiergefechte beiwohnen, wobei es allerdings angezeigt ist, durch jene Stadtteile per Wagen zu fahren. Ist der Anblick auch nicht gerade erhebend, so hat man doch ein originelles, echt spanisches Stück Volksleben gesehen. Interessant ist auch ein Abendbummel durch die prächtig erleuchtete Calle S. Fernando oder Rambla.
Nach Madrid ist Barcelona die schönste Stadt in Spanien. Die innere Stadt ist mit Ausnahme einiger Stadtviertel ziemlich regelmäßig gebaut, hat Häuser mit vier bis sechs Stockwerken mit zahlreichen Balkons, gut gepflasterte Straßen und Gasund elektrische Beleuchtung. Die 1725 unter dem Marquis Mina angelegte Vorstadt Barceloneta wird größtenteils von Schiffswerkleuten, Matrosen und Fischern bewohnt.
Wer noch einen Tag zur Verfügung hat, kann noch den Ausflug auf den Mont Serrat machen, es ist wohl einer der schönsten Punkte im schönen Spanien. Wir aber besteigen anderen Tages einen nach Marseille bestimmten Dampfer; lange grüßt uns noch das Gebirge um Barcelona, dann versinkt es auch unter dem Horizont und mit ihm all das Schöne, das uns dieses paradiesische Fleckchen Erde geboten, hinab ins Reich der Erinnerung.


