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nicht, uns die ge­waltigen Hafen­anlagen anzu­sehen, die zum größten Teil im Zeichen des Lloyd stehen und wo in Werkstätten und Docks, an den Schleusen und an den Kais die wundervolle Mu­sit des Weltver­tehrs ertönt, das dumpfe Fauchen der Dampfer­schlote, das Ras­seln der Anfer tetten, das Knar­

ren der kolossalen

Krane, die mit

An der Nordsee.

In den Dünen an der Nordsee.

freiheit und träf. tiger Wellen­schlag sind die natürlichen Vorzüge Norderneys, da­zu gesellt sich in den modernenHotels jeder erdenkliche Komfort der Neu­zeit" wie die stereotype Phrase lautet und in den Kuretablisse­ments, auf den Promenaden, Tennisplätzen usw. jegliche Ge­legenheit sich mit Grazie und Ge­schmack ausleben"

zu können. Nur Lasten von 150000 kg jonglieren, als ob es Gummi- mancher Lebenstünstler vermißt unter diesen Annehmlichkeiten bälle wären. mit Bedauern so ein nettes kleines Spielhöllchen à la Monte Wir vertrauen uns nun einem der schmucken, komfortablen Carlo, aber die deutschen Regierungen haben nun einmal ein Dampfer an, die den Nordseebäderdienst

des Norddeutschen Lloyd versehen, und lassen uns von ihm in einigen

Stunden nach Norderney bringen. Es ist eine höchst angenehme interessante Fahrt; sie führt durch das schnell immer breiter werdende Mündungsbecken der Unterweser bis zum Leuchtturm auf dem Sobenwege", der auf 120 Pfählen und einer darauf aus­gebreiteten Betonschicht ruht, und weiter in die Nähe des berühmten Rotesand­

leuchtturms, dessen Bau 1883-85 unter

den schwierigsten Umständen stattfand. Nun geht es an den ostfriesischen Inseln vorbei, die platt wie Eierkuchen auf dem seichten Wattenmeer liegen: Wangeroog, Spiekeroog, Langeoogund Baltrum. Linser Dampfer schneidet" sie, wie einladend ihr Weiß und Grün

und ibre freundlichen Häuschen auch winken mögen, und eilt dem vornehmen Norder­ney entgegen. Dieses Epitheton vornehm" foll Teine lasterhafte Überhebung zum Ausdruck bringen, sondern nur die Tatsache kennzeichnen, daß Norder­

nev unter den ostfriesischen Bädern eine erstklassige Stellung

einnimmt und sich durch sein elegantes

gesellschaftliches Treiben und seine fast städtische Lebhaftigkeit von den kleineren,

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vielleicht nicht ganz unbegründetes Vor­urteil dagegen. Wer den gesell­schaftlichen Trubel nicht liebt, schlägt sich wie jener Kanadier seitwärts in die Büsche und sucht eine einsame Stelle der Dünen auf, um zwischen Sand und Zitterhalmen in hori­zontaler Lage über die tiefsten Fragen der Menschheit oder wenigstens über die Frage, in welchem Restaurant es den besten Summer geben mag, nachzudenken. Noch besser und ungestörter können wir unseren Träumereien nachhängen, wenn

wir unser Wigwam auf einer der Inseln aufschlagen, die wir vorher so schnöde geschnitten" haben, vielleicht auf Langeoog mit seinen einsamen Dünen

Ein Stat am Strande.

mebr idyllischen Bädern der vorher genannten Inseln unter scheidet. Ein gleichmäßiges Klima, feiner Sand, Staub.

oder gar auf Baltrum, das so klein ist, daß man bald rum" ist. Daher auch der Name... Aber lange halten wir uns nicht auf, denn die westliche Nachbarinsel von Norder­ney wünscht keineswegs ignoriert zu werden, und noch mehr würde uns das Borkum, die größte der ostfriesischen Inseln, übel­nehmen. Schlank und schmal von Gestalt, wie eine ganz auf der Höhe der Zeit stehende Dame, und früher häufig von Sturmfluten be­drängt, erfreut sich Juist als Seebad neuerdings so großer Beliebtheit, daß

es hinsichtlich der Frequenz nur von Norderney und Borkum übertroffen wird.

Am Strande der Ostsee.

Aus dem amerikanischen Biebzüchterleben.

Landschaft bildet. Ja, er ist schön, dieser schattige Wald der Stubnitz, mit seinen knorrigen, seltsam verschlungenen Buchen­stämmen und den einzelnen Eichen. Schön vor allem durch die häufigen Ausblicke auf das weite Meer und die vielgestaltigen Kreidefelsen und den bald sandigen, bald von unzähligen Steinen bedeckten Strand! Und wer einmal den Weg von dem sich von einem Fischerdorfe zum Modebad emporge­Saßnit schwungenen nach Stubbentammer gegangen ist und für die Herrlichkeit ringsum offene Augen und ein offenes Herz gehabt hat, der vergißt diese Wande­rung in seinem Leben nicht mehr.

Sechs Stunden später etwa, nachdem der Reisende in Berlin im D- 3uge Platz genommen, fann er bereits auf dem welt­berühmten ferwaldwege lustwandeln, der von Saßnitz nach Stubbenkammer führt. In tiefem Waldesschatten dahin­schreitend, vergißt er in der wohltuenden Stille um ihn her gar bald den Großstadtlärm, und seine Lungen beeilen sich, den in Berlin eingesogenen Benzinrauch der Töff Töffs gegen die würzige Waldesluft einzutauschen.

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Rügen ist reich an hübschen Badeorten. Da ist das im Norden von Kiefernwaldungen und im Westen und Süd­westen von alten Buchenwaldungen umgebene Bing, aber auch Putbus, Sellin, Babe, Breege, Glowe, Göhren, Lauterbach- Reuendorf, Lohme, Neutemp und Thiessow

Strandidyll.

erfreuen sich großer Beliebtheit.

Bergessen wir nicht die west- westpreußischen Strand. pläge. Suerst das See- Buen­retiro der Danziger, das eng von prachtvollen Laub und Nadelholzwaldungen um­gebene Zoppot. Weiter inter­effieren nur Cranz bei Königs­berg, Memel, Neuhaus, Neu­fubr, Rauchen, Schrurgast, Reblbach, Sela, Oliva. S'Glettkau, Westerplatte.

Zurück nach dem Westen suchen wir noch die olden­burgischen Bäder Niendorf, Klein- Timmendorf, Schar. beug und Safffrug, nicht zu vergessen das" freie" Seebad Travemünde, auf und be­schließen unsere Küstenfahrt mit einem Besuch der schleswig­holsteinischen Ostseebäder Glücksburg, Gravenstein und Heiligenhafen.

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Aus dem amerikanischen Viehzüchterleben.

Wie im Westen der Vereinigten Staaten die Viehzuchter ihre Herden zusammentreiben.