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Leopold Wölflings Eheleiden.

Is. Bern, im Dezember. Die romantische Liebe des ehemaligen Erzherzogs Franz Etor von Desterreich zu seiner Gattin, geborene Adamowitsch, Man sprach sogar inen fleinen Anads" bekommen. von einer Ehescheidung des Herzogs, der bekanntlich vier Jahren auf Rang und Würden verzichtet hatte und eit einer Verheiratung schlicht Leopold Wölfling" heißt. Bajo schlimm ist die Sache zwar nicht, aber zwischen den Batten find Zerwürfnisse eingetreten, die, ebenso wie nach Sprichwort die Liebe, durch den Magen gegangen sind. Wilhelmine Wölfling, geborene Adamowitsch, hat sich fanatismus der vegetarischen Lebensweise zugewandt, en Wölfling aber will von seinen heimischen Fleischspeisen, pfelchten" und dem kleinen Kälbernen" nicht lassen ara Gemüse und Fleisch wollen sich in diesem bürgerlichen aushalt der Wölflings nicht mehr vertragen. Vielleicht if be Magenfrage indessen nicht der alleinige Zantapfel" in rauf fo romantische Weise zustande gekommenen Ehe.

Wilhelmine Adamowitsch war, als sie die Neigung de herzogs Franz Salvator erweckte, Buffetière in einem Alafeehouse. Man mag noch so freie Ansichten von Rang: und Standesunterschieden haben die Differenz der An­bungen wird sich nie ganz ausgleichen lassen, denn eine

hl Kabelbettière muß vermöge ihres Berufes andere Lebensan des Schneeiifen großgewordener Erzherzog. Ueber diese Unterschiede

Fun gen erhalten, als ein in militärischen und hösischen

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Liebe augenblicklich forttäuschen, dauernd kaum. Im Bile ölfling wird sich die Sache nicht viel anders verhalten. De beißblütige Erzherzog, der schnell bereit war, seiner

pt brach ge besneigung alles zu opfern, was ihm Geburt und Stand Stettiner fingerliche Leopold Wölfling, aber seine angeborene Sinnes:

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Vorzügen gegeben hat, ist heute zwar äußerlich der schlichte,

- eine besondere ihn von der in ganz anderer Atmosphäre großgewordenen

smt fomnte durch den Namenswechsel nicht erstickt, die Kluft,

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Kälte und be berbrückt werden. tin trennen mußte, nicht dauernd von dem Rausch der Bermutlich ist der Rausch jetzt oder vielleicht schon seit teres einge gerer Zeit verflogen und Leopold Wölfling leidet unter nd Brilen leen Gefühl der Reue, eine glänzende Zukunft mit einer un­Steren Gegenwart vertauscht zu haben. Die Rechnung, in der er Liebe gegen Glanz setzte, hat ihn getäuscht und der des Lebens hat die Liebe langsam, aber sicher getötet. en nicht schließlich von außen auf die Entschließungen Blings erfolgreich eingewirkt wird, mag es noch zum Eklat, Scheidung fommen. Dann wird aber ihre Ursache nicht Frage Vegetarier oder Fleischesser" sein, sondern der zu nftreden fell toerflogene Rausch.

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Vermischtes.

Kaiserlegenden. Unser Berliner CB.- Mitarbeiter maßregeln reibt: Es ist erklärlich, daß bei der großen Popularität el Deutschen Kaisers die Presse des In- und Auslandes der es außerores Serion des Monarchen große Aufmerksamkeit midmet; es ist Derwehunger i doch Ibedauerlich, daß einzelne Blätter fich in Ermangelung ftart geben wahrer Berichte auf blanke Erfindung oder tendenziöse Aus: ei Meter het imidung halbwahrer Begebenheiten verlegen. Hier zwel Tiefe. Beispiele: Ein Londoner Blatt erzählt: Auf dem Wege nach des heftiga Sotsdam hielt sich der Kaiser mit einigen Intimen im Salon: ehr fast til agen des Hofzuges auf, an dessen Tür ein Diener in der libree stand, der Befehle des Kaisers gewärtig. Die rand aus Luter baltung war sehr lebhaft und drehte sich teilweise um aufe im Sterne Dinge. Plößlich unterbrach der Kaiser das Gespräch Stunden brief seinen Adjutanten. Auf den Diener weisend, fragte Was tut der Mann eigentlich hier?" Der Diener wurde gefragt und mußte gestehen, daß er der Bericht: statter eines Berliner Blattes sei! Der Kaiser schritt cungt auf und ab. Plöglich veränderte sich seine Stimmung, elächelte vielfagend und ordnete das sofortige Halten des Bages an. Nach einigen Sekunden stand der Zug, und der glidliche Reporter wurde, 10 Kilometer von der nächsten Elation entfernt, in dem Aufzuge, wie er war, hinaus. omplimentiert. Diese ganze Geschichte ist erfunden. Ebense erunder ist die Erzählung, wonach der Kaiser den Kolonial.

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irettor Dernburg furze Zeit nach seinem Rededuell" mit Em Abgeordneten Roeren bei dem italienischen Botschafter, Simfem Lanza, unermt und gefüßt habe. Und tendenziös geftist ist eine Erzählung, die in Berliner Bankkreisen hafiert. Danach hätte der Kaiser am Schlusse einer längeren mferenz zu Dernburg lächelnd geäußert: Wissen Sie, shalb ich Sie gern auf Ihren jezigen Posten berief? Eil ich hörte, daß Sie ein saugrober Kerl wären." Herr Danburg hat dem Kaiser auf die Frage, ob er denn wirklich brücksichtslos vorgehen könne, wie man von ihm behaupte, entwortet, er fönne, wo es not tue, energisch auftreten. ist alles.

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Das Grab im Schnee. In eigenartiger Weise hat fin Reustrelitz der 84 jährige Arbeiter Röver das Leben men, da er den Verlust seines Augenlichtes befürchtete. senst sehr rüftige und muntere Mann begab sich in der Woche zum Holzsammeln in den Wald, kehrte aber mehr zurüd. Soldaten, aufgeboten, den Verschollenen 3: achen, fanden ihn. Er hatte sich in einer Walddichtung en regelrechtes Grabgewölbe aus dem frischen leicht zu menden Schnee gebaut. Dann hatte er sich in diese seit: fruft zum ewigen Schlafe niedergelegt. Der Nachtfrost den Lebensmüden aus seiner Pein.

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Haye Des Zapnns leicht erkannt werden. Auch das Schreiben der Blinden fann mit Hülfe von Punktier­apparaten in der nach ihrem Erfinder benannten Braille­Schrift" erfolgen. Aber das hat den Nachteil, daß das Geschriebene nur von einem der Brailleschrift Kundigen ge­lesen werden kann. Nun hat aber Ernest Vaughan einen Apparat erfunden, der diesem Mißstand abzuhelfen geeignet fft. Vaughan konstruierte Druckstempel, die auf der einen Seite einen Buchstaben in lateinischer Schrift, auf der anderen den entsprechenden Buchstaben in Brailleschrift tragen. Diese Stempel kann der Blinde an den Braillezeichen leicht er­kennen und die Worte, die er zu schreiben wünscht, ohne Schwierigkeit zusammensetzen. Wenn dies geschehen ist, hat der Blinde mit Hülfe einer Vorrichtung einen Druck auf die Buchstaben auszuüben, um die am unteren Ende befindlichen Lettern auf einer Papierunterlage gedruckt erscheinen zu lassen. Wenn jemand, der die Brailleschrift nicht beherrscht, dem Blinden schriftliche Mitteilungen machen will, setzt er die Wörter in lateinischer Schrift, jedoch von rechts nach links, zusammen und preßt die Brailleschrift auf die Unterlage. Der Blinde braucht dann nur das Blatt zu wenden, um die Mit­teilung in der Brailleschrift lesen zu können.

Cokales.

** Der Großherzog hat den Major Fehr. von Ungern- Sternberg mit der Versehung der Stelle des Vorstandes des Hofmarschallamtes beauft agt.

* Der Finanz ausschuß der Zweiten Kammer beschloß die Bewilligung von 10 000 Mark aus Staats­mitteln zur Ausbildung der Volksschullehrern durch Reisen nach dem In- und Auslande. Weitere Mittel für eine ausgedehntere Förderung desselben Zweckes sollen in den nächsten Etat eingestellt werden.

** zu weiteren Mitgliedern der Zentralstelle für die Landesstatistik wurden ernannt: die Ministerial. räte von Biegeleben, Dr. Ilfinger, Oberfinanzassessor Balser, Ministerialsekretär Pistor alle zu Darmstadt. Professor Dr. Biermer zu Gießen, Professor Dr. Berghof- Ifing zu Darmstadt, Bürgermeister wr. Glässing zu Darmstadt( als Vertreter der größeren Städte), der Syndikus der Handelskammer Offenbach Schloßmacher( als Vertreter der Handelskammern) und der Syncifus der Handelskammer Friedrich Engelbach zu Darmstadt.

Aus Liebe zu Roosevelt. Etwas romantisch flingt ie Geschichte einer Frau Grover, die sich vor etwa drei en wegen des Präsidenten Roosevelt das Leben nahm. Grover hatte mit 17 Jahren geheiratet und war schon 18 Witwe. Damals fam Roosevelt nach Medora, we Gröber wohnte, um sich hier dem Jagdvergnügen hin­zugeben. Das Herz der sehr schwärmerisch veranlagten jungen 2Bwe begann stärker zu flopfen, da sie der Meinung war, daj der stattliche Newyorker nur ihretwegen so lange in dem leinen Neste geblieben sei. Nach und nach" entbrannte sie is beißer Liebe für Roosevelt. Als der stattliche Newyorker, erinzwischen Präsident der Vereinigten Staaten gesorden im vorigen Jahre wieder als Jäger in Medora wette, Tentte ihm Frau Grover einen mit Diamanten besetzten Aetolber. Jetzt hat sich die romantische Dame mittels Cloroform getötet; in einem hinterlassenen Briefe teilt e ber Welt mit, daß sie sich das Leben nehme, weil ihr Sezz gebrochen sei. Ihr ganzes nicht unbeträchtliches Vermögen t die Grover dem geliebten Gegenstande" vermacht. 1.. Gin Drndapparat für inde. Vie jezt fast algemein grainchliche Blindenschrift, die vor beld 80 Jahren erfunden arde, hat ihre Verbreitung den einfachen Prinzipien zu danuten, auf denen sie beruht. Die Grundlage der Buchstaben­epichmangen bilden sechs in zwei Reihen angeordnete Punkte, e verrschieden zusammengestellt werden können. Die Punkte had erhaben und können daher in ihrer jeweiligen Lage mit

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** An die Volksschule Gießen versetzt wurden die Lehrer Otto Lindenstruth Groß- Gerau, Heinrich Michel Trohe, Karl Berrt- Büdingen, die Schulamtsaspiranten Heinrich Schwöbel- Hüt­tenthal, August Werheim- Nieder- Wöllstadt, Hans Krug- Friesenheim, Heinrich Becker- Merlau.

Wir machen auch an dieser Stelle auf die heute im amtlichen Teil unseres Blattes abgedruckte Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts Gießen betr. Quälerei der Pferde im Winter aufmerksam.

-0- Omnibus- Verkehr. Wegen des ein­getretenen Schnees fallen die Fahrten, die nicht zu den Zügen gehen, aus.

tt. Stadttheater Gießen. In der ein maligen heute Abend vor sich gehenden Aufführung bon Mar Dreyers Die Siebzehnjährigen" wird der erste Held des Stadttheaters von St. Gallen Herr Bruno Eichgrün in der Rolle des Werner als Gast sich vorstellen. Herr Eichgrün ist für das nächste Jahr als erster Held in Aussicht genommen und wird seine Qualifikation außerdem noch in einer klassischen Rolle, der des Karl Moor in den Räubern am nächsten Sonntag zu erweisen haben.

* Vom Vogelsberg. Winter. Infolge der furcht­baren Kälte wurde bei Stockheim ein alter Mann im Felde erfroren aufgefunden. Der Schnee liegt überall recht hoch und die Postfuhrwerke sind jetzt sämtlich in Schlittenfuhrwerte umgewandelt. Auch dem Schnee­schuhsport wird im Oberwald und am Hoherodskopf eifrig gehuldigt.

Summe unter Abrechnung der Verkaufserlöse für die mit angekauften, zum Abtrieb kommenden Holzbestände und abzubrechenden Baulichkeiten vorgesehen ist. Im ganzen sind für den Erwerb und die Einrichtung dieses Truppenübungs plages 11 Millionen vorgeseh'n.

* Rabertshausen b. Nidda. Vorige Woche starb ganz plöblich der hiesige Bürgermeister Widders­heim. Beim Ankleiden machte ein Schlaganfall dem Leben des noch sehr rüftigen Mannes ein jähes Ende. Wie sehr W. das Vertrauen seiner Gemeinde genoß, beweist der Umstand, daß er viermal als Bürger meister unseres Dories gewählt wurde, dem er über 32 Jahre als Oberhaupt vorstand. Er dürfte wohl einer der dienstältesten Bürgermeister des Kreises Gießen gewesen sein.

Schlitz. Die Tiefboh gesellschaft Pfordt hat be­reits guten Erfolg, sie erbohrte vor einigen Tagen ein mächtiges Salzlager.

Sprechsaal.

Von einer in Gießen sehr geschätzten Persönlichkeit gehen uns folgende Zeilen zu:

" In Nr. 300 Ihres geschätzten Blattes schreibt Herr Metzgermeister Friedrich Schreiner- Gießen, daß er gesonnen sei, fette Schweine aus dem Kreise Lauterbach zu 68 Pfg. pro Pfund Lebendgewicht zu kaufen. Die Schweine aus genanntem Kreise müssen für Herrn Schreiner ein besonders günstiges Objekt darstellen, denn ich habe im Kreise Gießen für das Pfund Lebendgewicht sage und schreibe- 49 Pfg. bor 14 Tagen bezahlt und dabei die erfreuliche Tat­sache festgestellt, daß das Pfund Schlachtgewicht auch nicht höher stand als 60,9 Pfg. Warum Herr Schreiner unter diesen Umständen bei seinen Einfäufen nicht in der Nähe bleibt, ist um so unerklärlicher, als ich einige Tage nach meiner Hausschlachtung sogar das Pfund Lebendgewicht für 48 Pfg. hätte haben fönnen. Die Behauptung, es sei eine grobe Unrichtigkeit", daß fette Schweine nur 60-61 Pfg. pro Pfund Lebendgewicht fofteten, fann sich also nur auf eine entferntere Gegend, wie das ja auch klar ausgedrückt ist, auf Lauterbach beziehen. Daß mein geschlachtetes Schwein zu den fetten zu rechnen ist, dürfte sein Gewicht, rein 238 Pfd., erweisen. Also, das wirksamste Mittel gegen die hohen Schweinefleisch- und Wurstpreise ist die Haus. schlachtung.

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Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

Sonntag, nach Weihnachten den 30. Dezember. Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

In der Johanneskirche. Vormittags Uhr: Pfarrassistent Steiner. Sylvester, den 31. Dezember. In der Stadtkirche. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

In der Johanneskirche. Abends 8 Uhr: Pfarrer Kraus.

Neujahr, den 1. Januar. Kollekte für die Armen. In der Stadtkirche. Vormittags 1hr: Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.

In der Johanneskirche. Vormittags 92 thr: Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfacrassistent Steiner.

Nächsten Sonntag, den 6. Januar, Epiphanias, wird das Landes- Missionsfest begangen werden. Dabei wird die alljährliche Kollekte für die Heidenmission ge­sammelt werden.

Batholische Gemeinde. Samstag, den 29. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen­heit zur hl. Beichte.

Sonntag, den 30. Dezember. Sonntag nach Weihnachten. Vormittags von Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.

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um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

" 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. 912 Uhr: Hochamt.

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Nachmittags um 5½½ Uhr: Andacht.

Montag, den 31. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegen­heit zur hl. Beichte.

Nachmittans um 5% Uhr: Predigt, darauf Sylvester­Andacht.

Dienstag, den 1. Januar.

Neujahrs Fest der Beschneidung des Herrn.

* Aus der Wetterau. Den Franff. Neuesten Nachr." wird folgendes hübsches Stückchen erzählt: In einem Dorfe der Wetterau war ein Pfarreie neu zu besetzen. Vormittags von 61/2 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.

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um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

gottesdienst mit Predigt. 9/2" Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Uhr: Andacht mit Segen.

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Von den vielen Bewerbern waren einige aufgefordert, eine Probepredigt zu halten, welchem Ansinnen die Herren auch nachfamen. Aber feiner der vier ersten hatte den Kirchenbesucheru gefallen. Da kam der fünfte Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militär­an die Re he. Er hörte von dem Mißgeschick der Kollegen und dachte, hier mußt Du etwas Außerge­wöhnliches leisten. Also begann er folgendermaßen: Eine Gemeinde gleicht einer Welle Holz. Die Reiser sind die Gemeindeglieder, die dickeren Hölzer sind die Gemeinderäte und der dickste Bengel ist der Bürger­meister. Die Mitte aber, das bin ich, der Pfarrer, der das Ganze zusammenhält 2c.... Diese Wocte hatten den Einwohnern so gut gefallen, daß die Gemeinde oyne Besinnen dem tüchtigen Herrn die Stelle übertrug.

*

Somberg. Zur Erwerbung eines Truppen­übungsplages für das 11. Armeekorps, für den nunmehr das Gelände bei Ohrdruf ausgewählt ist, ist im Reichshaushaltsetat für 1907 die Summe von 2 000 000. cingestellt. Diese 4. Rate dient lediglich zum Erwerb der Grundstücke, die für diese staatliche

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, en 29. Dezember. Meift trüb, Schneefälle, Temperatur nicht verändert, veränderliche Winde.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich für die Bolitif und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe

zn Gießen.

Das Verzeichnis der in der Stadt Gießen zur Reichstagswahl st mmberechtigten Einwohner liegt der heutigen Nummer bei.

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