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zur Abfahrt bereit stand, schwenkte ein Reservist aus dem Fenster seines Abteils heraus eine rote Fahne, indem er babei in den Ruf ausbrach: Es lebe die Sozial­bemokratie!" Der Zug, der sich inzwischen in Bewegung gesezt hatte, wurde sofort angehalten und der Mann fest­genommen. Da er noch unter dem Militärgesetz steht, sieht er einer schweren Bestrafung wegen Betätigung sozialistischer Besinnung entgegen.

Rückkehrende Südwestafrika- Krieger. Die Landung der aus Südwestafrifa zurückkehrenden Krieger soll in Zukunft nicht mehr, wie bisher, in Hamburg, sondern in Curhaven erfolgen. Der erste dieser Transporte, der dort abgefertigt werden wird, trifft heute oder morgen in Stärke von 650 Mann an Bord des Dampfers Gertrud Woermann" in Surhaven ein. Die Mannschaften werden bis zu ihrer Ent­lassung in die Heimat in dem großen Seegüterschuppen der Hamburg- Amerika Linie untergebracht.

Soziales Leben.

X Lohnbewegung der Vergarbeiter. Die offizielle Ver­tretung der rheinisch- westfälischen Bergarbeiter, die Siebener­tommission, hat sich in einer Sigung dahin geeinigt, daß in ber Lohnfrage etwas geschehen müsse. Zu diesem Zwed sol mit allen Bergarbeitervervanoen des Jn- und Auslandes in Verbindung getreten werden. Ferner wurde auch über die Sperre und das Ueberschichtenwesen beraten. Es herrschte in allen Fragen Einmütigkeit, sodaß ein Zusammengehen der verschiedenen großen sozialdemokratischen, christlichen und Hirsch- Dunckerschen Genossenschaften zu erwarten ist.

X Beendigung des Nürnberger Bauarbeiterstreiks. Der Ausstand der Maurer und Bauhilfsarbeiter ist noch fast drei­monatlicher Dauer beendet. Auf den Bauten wurde die Arbeit zu den alten Bedingungen aufgenommen. Die Arbeit: geber wollen Zugeständnisse machen, sie verlangen jedoch vor: Her den Abschluß eines für längere Zeit gültigen Tarif: bertrages.

Der letzte Akt einer Ebetragödie.

§ Jnusbrud, 24. September.

Vor den Geschworenen steht die Landesratswitwe Luist Rutthofer unter der Anklage des Gattenmordes. In der Nacht zum 30. April d. J. hat die Angeklagte ihrem Gatten den Landesrat Rutthofer, mit einem Küchenmesser 17 Stiche beigebracht, von denen zwei den Tod des Verletzten durch Verblutung herbeiführten. Die Angeklagte wird durch wuchtige Indizien fait zu Boden gedrückt und doch leugnet sie die Mordabsicht, behauptet vielmehr, die Angst um ihr eigenes, durch den Gatten bedrohtes Leben, habe ihr die Mordwaffe in die Hand gezwungen.

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..Der Teufel lacht dazu."

- Das ,, grofse" Ereignis der Berliner Cheaterfaifon Unter den Bühnen Berlins nimmt das Metropoltheater eine ganz eigenartige Stellung ein. Es ist das Theater der Fremden und der Eleganz und die Première, die alljährlia nur einmal auf dieser Bühne stattzufinden pflegt, ist ein Er: eignis oder besser das Ereignis für die elegante Well Berlins und die welche dazu gehören wollen. Das Genre, bas im Metropoltheater gepflegt wird, ist die Renue. In mehr oder weniger guten, aber meist deutlichen, allzudent: lichen Wizen werden hier die politischen und literarischen Er: rignisse des Jahres kritisiert und farrikiert. Der bewährte Freund"-liche Hausdichter wird darin bestens von einem Komponisten unterstützt, der es versteht, die schönsten Melo: bien zu finden und von dem Kostümlieferanten, der aber meist sein Geld für das bekommt, was er nicht liefert, denn bie Damen auf dieser Bühne leiden stets an bedenklichem Stoffmangel" und zeigen oft mehr, als selbst bei Hoftheater: abenden an Decolleté vorgeschrieben ist. Mit dem bewährten Rezept und einer Schar von Künstlern, die in Berlin populär sind, weil sie gut sind, ist es leicht Erfolge zu erzielen. Rein Wunder also, daß auch die diesjährige Revue Der Teufel lacht dazu" vor dem Premièrenpublifum, das aus der hohen Finanz, der Presse, Berlin wo es am W- sten ist und solchen" Damen gebildet wird, Gnade fand.

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fahren und war jofort tot. Kainz hat vor 15 Jahren ja seine damalige Mietgeberin und Geliebte zu ermorden b sucht und sieben Jahre Zuchthaus dafür verbüßt. Er gut als notorischer Säufer. Der Mord auf der Raxalp. Kaiser Franz Joseph die wegen des Frauenmordes in Rarental zum Tode b urteilte Friederide Zeller zu 20jährigem Kerker begnadigt. Bunte Tages- Chronik.

er diesmal felbft ber nift um einen Strafproz Nag den Bestimmungen ine Rlage, wodurch ein wird gegen den Staatsar her fich am Freitag vor fter Landgerichts abfp bgrafen Erasmus zu Der Tochter einer Wa Shon verheiratete. Die

Lübed, 24. September. Der bekannte Serienloshände Wehrmann, der trotz des Lübecker Gesezes gegen die Seri losgesellschaften massenhaft neue Gesellschaften bildete, i berhaftet worden.

Hannover, 24. September. Bei Dedensen wurden be Reservisten, die bei geschlossener Schranke auf den Bahntörse gelangt waren, überfahren und getötet.

fochten mit der Beha ließung gefäfteun gericht hat den jung Beil Hatte Hohemait unter tindigt. Diefen Entm Dr. Wurzmann, als V foten. Als Beflagter Jammer Staatsanwalt D be alten Grafen Juft Barteren bezogen fich behauptungen auf Beuge

Ingolstadt, 24. September. In einem hiesigen Tanzfac erschoß der Schlosser Grahmmer aus Eifersucht ein Mädchen und dann sich selbst.

Wien, 24. September. Der zwölfjährige Lateinschüle Host in Neuburg a. d. Donau hat aus seines Vaters Amts fasse 7000 M. bar gestohlen und ist mit einem gleichaltrige Jungen flüchtig geworden.

Viermal haben die Revuen des Metropoltheaters im Himmel begonnen, die diesmalige beginnt in der Hölle, wo Satan in höchsteigener Pestilenz" die Gesandtinnen empfängt, denn des Teufels Sendbote ist immer eine Frau. Während aber die Sünden" von Paris, Monte Carlo, Wien und vor allem die von Rußland, das die Hölle noch übertrifft," den Beifall des Höllenfürsten, die von Paris sogar für den Teufels. tanz, den Matchiche, den Orden pour Hölle- Mérite" erhalten, ist Lucifer mit Berlin höchst unzufrieden. Berlin ist zu tugend. haft und liefert keine Seelen für die höllische Zentralheizung. Allerdings hat sich der Dichter hier zu einem Kompliment an Berlin verstiegen, an dessen Berechtigung er wohl selbst nicht glaubt. Er hätte sich nur bei der Première im Theater umsehen sollen, es waren genug Leutchen da, die reif wären, baß der Teufel sie holte! Satan beschließt also, selbst ein­inal die ,, Kalte Tugend" aufzusuchen, und nachdem er per Automobil durch den Vesuv auf die Oberwelt gekommen ist, burchfährt er Berlin in der Sylvesternacht und landet zuerst an der Friedrichstraße, dann am Potsdamer Platz, wo nach und nach alle interessanten Typen des Jahres nach bewährter Schablone vorüberziehen. Es erscheint die Zeitungsfrau als Zensor, die Berliner Gauner und Verbrecher, der Volks= zähler, King Akwa und die Kousine", die neuen Steuern, der Krefelder Backfisch und der Tanzhusar und nicht minder die selten gewordenen Berliner Schweine. Ein Heinedenkmal erscheint als Vision, in der Heine sich gegen ein steinernes Denkmal verwahrt und ,, des jüngsten Hohenzollern­prinzen Bilderbuch" beschließt mit einem lebenden Bild nach A. v. Werners Kaiserproklamation zu Versailles und einem Aufzug fridericianischer Soldaten den zweiten Akt. Es hätte sehr gut das ganze Stück schließen können. Denn was noch nachkommt, eine ziemlich wiglose Parodie auf die Marokko­tonferenz mit einem schon Xmal dagewesenen Theater tinta­maresque und das Ballet, das man schon weit origineller gesehen hat, hätte ruhig fortbleiben können. Besser war denn noch ein Duett zwischen Mond und Sonne, das den Amischen­aft ausfüllte. Das schönste, Hennigs Flucht über die Dächer, hatte die Polizei gestrichen. Ohne ersichtlichen Grund, denn wen fönnte in Berlin heute noch Hennigs Name nervös machen? Nicht einmal einen Schuhmann! Das Theater kam dadurch um einen Akt, der gerade mit außerordentlich kostspieligen szenischen und technischen Apparaten ausgestattet war. Es bleibt allerdings noch genug zu sehen, im Publikum wie auf der Bühne, an Kostümen, Diamanten und etcetera. Und das letztere ist gerade das, was im Metropol theater und meisten zieht. Der Teufel aber lacht dazu. Mephisto

Die Vorgeschichte zu jener Bluttat, die hier und in ganz Tirol und darüber hinaus Entsetzen erregte, hört sich an wie einige Kapitel aus einem Defadenz- Roman. Ein hübsches aber armes Mädchen heiratet, nur um versorgt" zu sein, einen bedeutend älteren Mann, dessen Name, Vermögen und Stellung ihr die Position verschafft, nach der ihr ehrgeiziges Herz verlangte. Bald merkt jedoch die junge Gattin, daß jener Ehebund unter einer glänzenden Hülle viel Trauriges, Trübes verbirgt. Ihr alternder Gatte umgibt sie mit über­großer Sorgfalt und väterlicher Liebe, doch ihre heißesten Wünsche bleiben unerfüllt. Nun tritt der Hausfreund" in die Erscheinung, und bald empfindet die Gattin das Drückende der selbstauferlegten Ehefessel mehr und mehr. Sie stöhnt unter diesem Joch und sehnt sich nach Befreiung. In einem Dekadenz- Roman ist der Schluß nun etwas anders, da kommt die dramatische Szene zwischen den Ehegatten, man spricht einige Phrasen, einige von Jbsen und anderen geborgte Gemeinplätze von dem Recht der Persönlichkeit, dem Recht der Liebe und man geht auseinander den Rest erledigen die Rechtsbeistände. In dem Falle, der den Geschworenen heut zur Aburteilung vorliegt, kam es anders, mußte es anders kommen. Die Frau wollte auf jeden Fall, um jeden Preis, selbst um den der Blutschuld, wieder frei sein, und mit kühler Ruhe ging fie dabei zu Werfe. Die Welt sollte glauben, sie sei eine Dulderin, die bis jetzt heroisch die Mißhandlungen ihres Gatten, die Ent­täuschungen ihrer Ehe trug. Bis jezt denn in jener Nacht, als ihr Gatte trunken nach Hause fam, sich mit Ge­walt Einlaß in ihr Schlafzimmer erzwang, da griff sie, als sie in der Hand den Revolver blizen sah, zu einem Küchen­messer und versenkte es wieder und wieder in der Brust des Gatten. So klingt das Märchen, das die Gattenmörderin die Geschworenen und die Welt glauben machen will. Die Anflage lautet anders, mit grausamer Deutlichkeit entrollt sie uns folgen= des Bild. Frau Rutthofer war des etwas willensschwachen Gatten müde, fie wollte ihn bei Seite schaffen. In ihrem Schlaf­zimmer verbarg sie außer dem scharfgeschliffenen Küchenmesser, noch eine eiserne Hantel, ein spizzes Dessertmesser und ein furzes Messer mit Hirschhorngriff. Als der Gatte in jener Schreckensnacht ihr Schlafzimmer betrat, stach sie ihn nieder und zerfleischte den schon Wehrlosen mit 17 Stichen. Dann legte sie den ebenfalls parat gehaltenen kleinen Revolver auf das Nachttischchen, und glaubte nun den Augenschein erwecken zu können, als sei ihre Tat ein Akt der Notwehr gewesen. Nach geschehenem Morde legte sich die Frau, und das ist höchst bezeichnend für ihr ganzes Handeln, seelenruhig in das Bett des Gatten, ohne sich um das in einer Blutlache schwimmende Opfer ihres Verbrechens zu kümmern. Am Morgen machte sie sorgfältig Toilette(!) und begab sich ins Spital, um einen Arzt zu holen. Im Zimmer, in dem die Leiche lag, ließ sie drei Lichter brennen, um, wie sie sagte, den Toten zu ehren. Ich habe mir, so erklärte die Angeklagte in der Untersuchung, damals gedacht: Herr, gib ihm die ewige Ruhe, wenn er wirklich schon tot ist. Auf dem Wege zum Arzt warf sie bei der Wohnung ihres Freundes" Jean Sablic Kleine Steinchen gegen sein Fenster, um ihn zu wecken. Dann holte sie den Dr. Kofler, der nur den Tod des Landesrates konstatieren konnte. Um sieben Uhr früh ging fie nochmals zu ihrem Freunde Sablic, teilte ihm mit, was geschehen sei, und er riet ihr, sich selbst bei Gericht zu stellen. Sie wollte dies tun, traf jedoch niemanden bei Gericht und ging nach Hause. Um 1/2 8 Uhr wurde die Mörderin verhaftet und sofort dem Untersuchungsrichter vor­geführt, dem sie ihre Tat eingestand, allerdings in der Form, die sie sich herausgeflügelt hatte.

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Der Verhandlung wird von allen Seiten großes Interesse entgegengebracht. Die Sympathien find natürlich alle auf Seiten des Gemordeten und keine Stimme erhebt sich zu dem Versuch einer Rechtfertigung des Verhaltens der Gatten­mörderin. Die öffentliche Meinung hat längst ihr Urteil ge= sprochen, der Spruch der Geschworenen wird der Stimme des Volkes Recht geben.

Nab und fern.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Nachspiel zum Fall Blumenberg. Vor der Stra fammer in Beutben stand unter der Anflage der Erpressung, des Betruges, der Unterschlagung und des Wuchers der Agent Mar Abraham aus Beuthen, der die finanzielle Not des Landgerichtsrats Blumenberg ausgenuzt hatte. Er verleitete diesen unter anderem zu Bestellungen, für die er sich die Provision im voraus zahlen ließ. Der Staatsanwalt be antragte gegen Abraham einschließlich der im Fall Blumen berg wegen Beihilfe erkannten zweijährigen Gesorgnisstrafe eine Gesamtstrafe von drei Jahren Zuchthaus. Das Urteil lautete ou cine dienstente non einem Jahr

Neuer Ausbruch des Vesuvs? Aus dem Erscheinen neuer Sonnenflecken folgert der Direktor der Prager Stern warte, Beuger, daß ein neuer Ausbruch des Vesuvs wahr­scheinlich ist. Diese Befürchtung, die in verschiedenen Zeitungen Neapels publiziert wurde, hat große Bestürzung unter der Bevölkerung hervorgerufen. Inzwischen kommen aus Sizilien weitere Nachrichten über neue Erdbeben. Die Bevölkerung berläßt das Festland und begibt sich mit Booten auf das Wasser.

Vatermord. In Drezzel bei Genthin ermordete der berheiratete Kossät Bärmann im angetrunkenen Zustande seinen franten 87jährigen Vater. Der Mörder erhängte sich nach seiner Verhaftung im Gefängnis.

rigt wird seine Entsch Die zweite Rlage auf raben, bis die Anfechtun Ein Baufpefu ift diefer Lage in Offenba unternehmer fam ein gem tlärte ihm, er wolle i 110 000. ablaufen; zahlung zu geben, die er Renfch, der fich in Offen zun ale reicher Mann u eine Anzahl Personen um G fattfinden sollte, begab d halber zubor in das ihm fahren mußte, daß der Fr habe. Der Betrüger ist bald zu faffen, a feine Be az Bürgel und war eini Ein dreifter S Lotterielofen wird Winfchmeiher& Co. fuch Arnheim a. Rh. aus Te Lotterieverein". Mit ihre Empfang der ersten Rat Lotterieloje, die fich angel an denen die Mitspieler liche Lotteriedirektion ha aud nicht eine einzige de baben fann, da diese Lo verschiedensten Landesteile und nicht weiter verkauft Jm Monat Ottobe

§ Die Mörderin ihres Vaters. Von der Straffamme Memel wurde die achtzehnjährige Besizerstochter Gedeit aus Schwenzeln, die ihren Vater vergiftet hatte, zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Der alte Gedeit hatte ein Liebesber hältnis seiner Tochter mit einem seiner Knechte nicht dulden wollen. Die Tochter hatte deshalb zweimal in eine Suppe, die sie dem Vater zu trinken gab, Arsenik getan.

+ Von Zigennern ermordet. In der Nähe von Süzess Abonyi im Komitat Miskolcz wurde das Ehepaar Kaloczi von Zigeunern beraubt und ermordet. Die Zigeuner erschossen den Wagenführer Kaloczi, spannten die Pferde aus, rissen die Frau vom Wagen, erschlugen sie und raubten die Leichen des Ehepaares völlig aus.

Dr. Sigle Nachlaß. Der Zivilser des lanerischen obersten Landesgerichts hat dahin entschi dat Dr. Sigh der verstorbene Eigentümer des Bayerisca Battu", Errichtung seines Testaments geistig nicht met in der Lage mar, rechtsverbindlich über sein Vermögen zu vertigen. Die Folge soll ein Prozeß der Erben auf Herausgabe des Blattes von den jezigen Eigentümern sein.

Lokales.

25. September 1906.

** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Ratl Diez aus Gleimenhain eine Lehrerftelle an der Gemeinde schule zu Ober- Ohmen.

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Der Provinzialiandtag der Provinz Heſſen Nassau soll nach Vorschlag des Landes- Ausschusses in Rafid am 6. Mai 1907 zusammentreten.

Richter Lynch in Amerika. Zahlreiche in Atlanta ( Georgia) vorgekommene, an weißen Frauen von Negern vers übte Verbrechen, haben die dortige weiße Bevölkerung aufs höchste erregt. Vorgestern begann ein allgemeiner Angriff gegen die Neger. Ein Pöbelhaufe zog nach dem Negerviertel. Wo ein Neger sich sehen ließ, war er die Zielscheibe von Kugeln, Messern, Stöcken und Steinen. Viele Neger wurden zu Tode geprügelt. Die Zahl der Verwundeten beträgt mindestens hundert. Die meisten versteckten sich in Kellern. Gouverneur Terrell beorderte acht Kompagnien Infanterie und eine Batterie leichter Artillerie, um dem Morden Ein­halt zu tun. Um Mitternacht waren noch 15 000 Weiße auf der Suche nach Negern.

* Teuerungszulage. Mit Rücksicht auf die teuere Lebenshaltung bewilligte die Firma Georg Wilhel Gail Gießen ihren sämlichen in den Zigarrenfabriken be schäftigten Arbeitern eine Lohnerhöhung und zahlte dieje Aufbesserung bereits für die verflossene Woche an ihre Arbeiter aus.

Eisenbahnunglüd. Bei Einfahrt in den Bahnho Feuerbach stieß der von Stuttgart tommende Personenzug Nr. 154 in dem Tunnel kurz vor der Station auf einen borangefahrenen Leerwagenzug auf. Einige Wagen wurden zertrümmert; die Lokomotive des Personenzuges sowie mehrere Wagen des Leerzuges sind entgleist. Von den Reisenden wurde niemand verlegt; vom Zugpersonal haben der Loko­motivführer und der Zugführer des Personenzuges sowie ein Bahnpostschaffner leichte Verletzungen davongetragen.

L. Kaminbrand. Gestern Abend übte die Frein. Cailsche Feuerwehr auf dem Brandplay. Plößlich bebede der Plaz sich mit Rauch und als man nach der Ursache forschte, entdeckte man, daß dichte Rauchwolfen mit Funter regen untermischt dem Eglyschen Hause entstiegen. Sofort war die Wehr zur Stelle, doch brauchte sie glücklicherweise teine größere Tätigkeit zu entfalten, da es sich nur um einen Schornsteinbrand handelte. Eine dichte Menschenmenge

Das Ende des Säufers. Der 46 jährige ledige Zimmer­mann Mag Kainz in München hat die 40jährige Schuh­macherfrau Enziger, mit der ihn zarte aber unerlaubte Bande verknüpften, ermordet, indem er ihr den Hals durchschnitt. Der Mörder ließ sich dann von einem Eisenbahnano über­

wohnte dem Schauspiel ber.

* Auf dem dritten Verhandlungstag der deutschen lat und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften in Spig leitete ein Referat des Vorstandes der h ssischen Beruf Genossenschaft Dr. Schröder über die Errichtung einer f pflichtversicherungsanstalt der Land. und Forstwirte für al gesamte Deutsche Reich die Verhandlungen ein.

* Nach den Ermittelungen des hessischen Landwirtschat rats beläuft sich die Zahl derjenigen Personen im Groj Hesser, die zur Landwirtschafts ammer Orgas sation gehören, auf etwa 75 000.

des Großh. Turninspektor farsus für hessische V

An ihm nehmen etwa 4

Großherzogtums teil.

sp. Sportliches. ihrem Ende zu. Den ( 50 km) gewann Bezprem Magdeburg, der bei etwa wurde, wurde Brune Der Abschiedspreis von Arefe efter. Sämtliche Fahrer

Bom Lande. Ub men der Kartoffelr enig förderlich, auch ta feht in den Keller fom ente ift je nach den So

eben. Im ganzen bar Tenet werden. Jedenfa Saushalt für nächstes S werden müffen.

Asbach, 24. Sept

der Breis der wets dem der Zentner zulet Die Bweltschen werden no ein versandt. Oberlleen, 24. S ebie figen Ortes wurde be ter F. Fischbach aus trunten. Marburg, 24. Se Michelbach fließen Eelde, die fich eine macht hatten. Währen Flucht ergriffen, wo Dren, was ihm aber Daten im Wald alleinge it bon lichtscheuem Gefi

* Das Volkstrachtenfest zu Buzb a chat a dem Rechnungsabschluß eine Ausgabe von ca. 10 000 verursacht, welcher rund 20 000 Mt. Einnahme gegenüb stehen. Der Ueberschuß ist nach dem s. 8. gefaßten Beschli des Komitees, zufolge Bestimmung des geschäftsführendes Ausschusses zur Hälfte dem historischen und Trachtenmuse zu Buzzbach, zur anderen Hälfte dem Verein für ländl Heimat Wohlfahrt und Kunstpfl- ge überwiesen worb Erftere Summe soll zur Errichtung eines neuen Museum gebäudes, Beschaffung weiterer Trachtenfiguren und sonstg Museumezwecke verwendet werden. Der andere Teil c zu Zwecken ländlicher Heimatpfl ge demnächst verwendet. In dieser Beziehung sind weitere Biele in Aussicht genomm und es sollen Veranstaltungen stattfinden, über die dal Nähere später bekannt gegeben wird. - Den Teilnehmerinne und Teilnehmern an den Zuggruppen des Heimatspflege und Trachtenfestes, sowie denjenigen, die bei dem Festspe mitgewirkt haben, werden Erinnerungen an dieses Fest, et weder in Broschen oder in Festschriften bestehend, durch die Festleitung übermittelt. Mit der Austeilung derselben wutbe gelegentlich des Kirchweihfestes und Jubiläums des Krieg vereins zu Pohl Göns am 23. 1. Mis. begonnen.

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* Der Staatsanwalt als Vertlagter. Gi seltener Anblick! Während sonst der Staatsanwalt die flage vertritt und mit dem Sünder scharf ins Gericht geit,

allerhand peifereft

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Michelstadt, 23. bäufel, der bie en ift, fand geftern gen Bitterung hat

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