halten können, aber nicht dem Feuer. Das Europäerviertel weist dagegen eine Reihe stattlicher Gebäude, Kirchen, Monumente, Theater c. auf, und besonders gten unter ihnen die Warenspeicher hervor, die einen Hauptteil Valparaisos als Hafenstadt bildeten. Der Verkehr im Hafen ist ein erheblicher. Gewaltige Massen von Baumwolle, Webwaren, Modeartikeln, Eisenwaren und Maschinen werden über Valparaiso nach Chile eingeführt, andererseits hat der Platz eine bedeutende Ausfuhr von Salpeter, Guano, Kupfer, Wolle und hauptsächlich Weizen, von dem Deutschland, Frankreich, England und die Vereinigten Staaten rege Abnehmer sind. Entsprechend dem Hafenverkehr ist auch die städtische Industrie, das Bankund Versicherungswesen sehr ausgedehnt. Ein großer Teil deutschen Kapitals ist in Valparaiso angelegt und schon darum nehmen auch wir regen Anteil an dem Unglück, das die Stadt betroffen hat.
Nab und fern.
† Fleischskandal in Stettin. Ziemliche Erregung hat in Stettin die Beschlagnahme von 90 bis 100 Bentnern ver borbener Zervelatwurst in der Wurstfabrik Dittmer hervor. gerufen. Die Fabrit selbst hatte vorher schon 40 Zentner nicht mehr gebrauchsfähige Wurst der Abdeckerei zugeführt. Es ist festgestellt worden, daß das von der Firma auf Stettiner und Berliner Schlachthöfen zur Wurstverarbeitung in so großen Quantitäten angetaufte Fleisch von ihr nicht sofort berarbeitet werden konnte und während der Hize natürlich schlecht wurde. Dazu kommt noch, daß die Fleischgerät schaften nicht gereinigt wurden und am nächsten Tage so benutzt wurden, wie sie vom vorhergehenden Tage liegen geblieben waren. Da die Knochen mehrere Tage nicht weg geschafft wurden, bildeten sich Maden, die ihren Weg auf die Hackblöcke der Fleischergesellen fanden. Bis vor wenigen Wochen hatte die Fabrik einen wöchentlichen Umsatz von 120 000 Mart. Das gesamte Material der Untersuchung ist der Staatsanwaltschaft überwiesen worden.
† Betrügerischer Lotterie- Kollekteur. Der aus Lübed gebürtige Lotteriekollekteur Gustav Heinrich Fischer in Altona ist verhaftet worden. Fischer hatte über 100 000 Prospekti der Königsberger Geldlotterie zur Freilegung des königlicher Schlosses in Königsberg in die Welt geschickt, mit der Auf forderung, 3 Mart 30 Pfennig für jedes Los einzusender und hat auf diese Weise zirka 30 000 Mark vereinnahmt Lose zur Lieferung hatte aber Fischer nicht. Die Zahl der Geschädigten beläuft sich auf mehr als tausend Personen.
† Vom elektrischen Strom getötet. Ein Opfer seine Leichtsinns ist ein Arbeiter in Schwelm geworden. Er brüstet sich damit, die Starkstromleitung der Straßenbahn berührer zu wollen. Trotz des Einspruchs seiner Kameraden erklettert er den Mast, berührte den elektrischen Leitungsdraht uni stürzte, von dem 20 000 Volt starten Strom getötet, zur Erde
† Durch Pilze vergiftet. In Lünen bei Dortmund er frankten eine Bergmannsfrau, ebenso deren fünfjährigei Mädchen und neunjähriger Knabe nach dem Genuß giftige Pilze; alle drei sind gestorben.
† Durch ein ruchloses Bubenstück schwer verletzt wurd eine im Automobil fahrende Dame. Auf der Landstraß zwischen Durlach und Ettlingen bombardierten Knaben dat Automobil mit Steinen. Ein Stein traf die Dame so un glücklich, das die Gläser der Brille zersplitterten und di Glassplitter ihr ins Auge drangen. Die Schwerverletzte wurd in die Augenklinik nach Baden- Baden gebracht, wo ihr, un den Verlust des zweiten Auges zu verhindern, das verletzt Auge sofort herausgenommen werden mußte. Von dem jugendlichen Attentäter fehlt jede Spur.
† Beim Zug- Zusammenstoß zermalmt. Auf der Lini Paris- Straßburg rollten infolge Versagens der Kuppelletti 21 Waggons nach der Station Revigny zu. Der Bremsei des letzten Wagens fonnte einen Zusammenstoß mit einer in Revigny haltenden Lokomotive nicht verhindern und wurd zermalmt. Der angerichtete Materialschaden ist sehr bedeutend
+ Seeräuber bei der Arbeit. Der britische Dampfei Kwanping ist am 15. August auf der Höhe von Kwai- tschu hau von dreißig verkleideten Passagieren geplündert worden Die Räuber eatfamen in zwei Booten. 6000 Taels find ihnen in die Hände gefallen, und zwanzig Personen, zum Teil Passagiere, zum Teil Mannschaften, von ihnen ver wundet worden.
Bunte Tages- Chronik.
Posen, 19. August. In dem Dorfe Waldheim be Wronke brannten neun Wohnhäuser und 18 Wirtschafts: gebäude nieder. 25 Familien find obdachlos. Eine Menge Vieh sowie die ganze Ernte wurde vernichtet. Niemand wai versichert.
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jehr viel Staub wird diese neue Sensations- Affäre aufwirbeln und mancher dunklen Existenz unter den ,, Geldverleihern aus Gefälligkeit" wird dadurch ein schnelles Ende gemacht werden. Die gelddurstigen Agenten schröpften ihre Opfer in un: erhörtester Weise. Fälle, in denen 40-100 Prozent genommen wurden, gehören durchaus nicht zu den Seltenheiten. Es ist eine ganz besondere Spezies von Wechseln, diese ,, Kavalierwechsel". Solide Bankiers befassen fich nie mit solchen Ehrenscheinen, stets sind es Allerweltsagenten", Leute, die heute mit Brillanten, morgen mit Rennpferden und übermorgen in Terrains arbeiten", die gern Käufer von solchen Wechseln sind. Der Volksausdrud ,, Krawattenmacher" ist ungemein bezeichnend für das Treiben dieser Leute. Das arine Opfer, das, um die noble Lebensweise, die ihm notwendig erscheint, weiterführen zu können, erst einmal ,, quer: geschrieben" hat, fann sich den Klauen dieser Vampyre nicht mehr entwinden. Die Summen auf den Wechseln werden immer größer, das tatsächlich erhaltene Geld immer weniger, und immer näher rückt das Gespenst des blauen Briefes", wegen zu großer Schulden und so ziehen die Geldagenten, die Krawatte" immer enger zu, bis das Opfer ihrer Habsucht erwürgt ist. Unter den Geldverleihern, die in dem Prozeß sich zu verantworten haben werden, be findet sich auch ein Rechtsanwalt, und das ist doch auch eine Sensation. Die Bewucherten erhielten öfters gar kein Geld, sondern statt dessen die verschiedensten Waren, als: Uhren, Schmuck, Wein, Delgemälde, Fahrräder, Automobile, Pferde, Wagen, Brauereimaschinen. Die Offiziers: wechsel wurden in allen Kaffeehäusern angeboten, man ist förmlich mit den Scheinen, die die Namen bester Familien aus Bürger- und Aristokratenkreisen trugen, in schamlosester Weise haufieren gegangen. Zwei Offiziere find im Zeitraum bon nicht ganz zwei Jahren in Wechselverbindlichkeiten von über 600 000 Mark hineingeraten. In den Prozeß hinein Spielen auch Vorgänge in Monte Carlo und Ostende. Daß auch die Halbwelt mittelbar dabei beteiligt ist, erscheint bei der Lebensausfassung so mancher der in dem Prozeß als Angeklagte und als Zeugen Beteiligten nicht sehr verwunderlich. Auch in dieser Beziehung kann die kommende Verhandlung darüber Aufschluß bringen, wohin das Geld aus den Kavalierswechseln zum Teil gekommen ist.
Frankfurt a. M., 19. August. Gegen den wegen be trügerischen Bankerotts in Untersuchungshaft genommenen Bauunternehmer Philipp Welter wurde das Verfahren wegen Giftmords eingeleitet. Welters erste Frau, die vor zwei Jahren plötzlich starb, soll vergiftet worden sein.
Kölu, 18. August. Im Rheinland lehnen die Gastwirte die von den Brauereien geforderte Preiserhöhung ab und wollen eigene Brauereien gründen. Die Lage ist sehr kritisch.
Weimar, 10. August. Ein Ausschuß, dem viele Persönlichkeiten aus literarischen und Bühnenkreisen angehören, be: absichtigt hier die Gründung einer deutschen Nationalbühne.
Tetschen, 18. August. Im nahen Brunauberg erstach der Arbeiter Böhm aus politischem Haß den Tischlermeister Josef Reichelt. Der Täter wurde verhaftet.
Junsbruck, 18. August. Der Oberlehrer Oberbed aus Aachen ist von der Weißen Spitze im Kaunser Tale abgestürzt und dabei umgekommen. Oberbeck hatte die Tour ohne Führer unternommen.
Brüssel, 18. August. Die vor sieben Tagen beim Einturz eines Brunnens in Uccle verschütteten Arbeiter sind noch am Leben. Rettungsarbeiten sind sofort eingeleitet worden.
In Wuchererbänden.
( Sonder- Bericht.)
München, 18. August.
Unser schönes München, das stolze Isar- Athen, dem vor wenigen Wochen Tausende deutscher Schüßenbrüder nach froh berlebten Tagen wehmutsvoll Valet sagten, steht augenblicklich im Zeichen der Sensationsprozesse. Zunächst find es die Dieuzer Spielerprozesse, in welche Angehörige des bayerischen Hochadels in unangenehmster Weise verwickelt sind, dann tommt ein aufsehenerregender Wucherprozeß an die Reihe.
Nicht weniger als 19 Angeklagte, der prakt. Arzt Hofbrücke an ihrer Spizze, stehen unter der schweren Anklage der Bewucherung von Offizieren der biefiaen Garnison. Viel,
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Die Voruntersuchung dürfte noch lange Zeit in Anspruch nehmen, da die einzelnen Fälle der Bewucherung weit verzweigt sind, und es schwierig ist, alle diese wenig sauberen Machinationen der Geldverleiher genügend zu klären, um Flare Schuldbeweise zu Tage zu fördern. Erfreuliches wird in dem Prozeß nicht zur Sprache kommen, doch wenn dadurch erreicht wird, daß in den Kreisen, die daran interessiert sind, etwas mehr Klarheit geschaffen wird über das Treiben der Wucherer und Halsabschneider, dann hat auch dieses Schlechte sein Gutes gehabt, indem es als warnendes Beispiel diente. R. F.
Jn des Königs Rock.
Heitere Bilder aus der Mappe eines deutschen Soldaten. II. Mitten in der ,, Ferienkolonie."
Ein deutscher Abgeordneter hat einmal das Soldatenleben etne große Ferienfolonte genannt, ein Ausdruck, der nur zur Hälfte past, da es für den Soldaten leine Ferien gibt. Außer bem erfordert die Kolonie, daß man ein Gramen besteht, ehe man fut thr nähern darf. Die Ferienkolonie aber heißt Stompagnie," und das Examen Refrutenbesichtigung.
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Lektionen zu dem Bildungsgrad der Refruten verhält, be direkt vom Heimatlichen Schafweideplatz in die Kaserne g steckt werden. Dazu kommen dann noch die Sefruten ar den Gegenden Deutschlands, in denen die deutsche Sprace wohl amtlich angeordnet ist, aber von den Einwohnern nich angewendet wird. Bei solchen Leuten ist es nichts auges gewöhnliches, daß sie den siebenjährigen Krieg vom Großa Kurfürsten gewinnen lassen; daß sie auf die Frage, wann die Wache ins Gewehr tritt, entgegnen ,, wenn vorbeigeht militärische Leiche."
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Folgen der Bennig- Bofitarte Gehöhung des Orte Großftädten die Pri 16 1.3. das Poft Ortsporto auffam, n tellen. Sept blüht i wie die Reichspoft, Der Großftädte die b = Bor 100 Ja Gee der Mart, unte Befih über. Theodo triegerisches Gefchle 600 Morgen großen fauft; der Käufer, e- and einen richtigen 2000 Taler in laute Lieferungsscheinen Gheine von den Be und als es fich bei 1898 Taler feien, h als ob es nicht da Bugelegt und dabei ganze See damals bon dem was er je
Weit angenehmer für den Soldaten sind die Wachtdienst. übungen, die das Kompagnieegerzieren zeitweise unterbrechen und die Vorübung für den Wachtdienst selbst bilder Am nächsten Tage steht dann Freund Muschko das erste Mal ,, vor Gewehr" an der Hauptwache; mit Sicherheit präsentiert er vor seinem Korporalschaftsführer, und vergißt, wenn die Ronde kommt ,,, Rrraus" zu rufen. Muschko hat aber Glüt man nimmt ihm seine Dummheit nicht besonders übel unt da heute der Einjährige mit auf Wache ist und das übliche Faß Bier aufgelegt hat, freut sich unser Jüngling auf die Ablösung, damit er auch seinen Teil erwischen kann. Das Wachtleben ist die einzige Zeit, die ein klein wenig an die Ferienkolonie erinnert. Zwei Stunden Posten stehen und dann vier Stunden mit Unterbrechungen nichts tun: sc schön hat's der Musketier in der Kompagnie sonst nicht. Ga gibt sogar Leute, die auf Posten im Stehen angenehm ,, dösen"; aber Schlafen ist verboten und wird mit mindesten 14 Tagen ,, Streng" geahndet. Zum großen Leidwesen der Musketiere währt aber auch eine Einjährigen- Tonne nicht ewiglich und ein Wachtdienst nur 24 Stunden. Dann steht die Kompagnie wieder auf dem weiten, sandigen Plazze vor der Stadt und die Stimme des Hauptmanns ertönt vielver sprechend: Glieder auseinanderziehen zum Detailererzieren!" Die Ferienfolonie beginnt wieder...
Bum Unterschiede von sonstigen Prüfungen, die der Renich hier und da bestehen muß, kommt es bei dieser hier nicht darauf an, ob er sie besteht oder nicht. Der Rekrut besteht sie meistens nicht, denn in jedem Jahre müssen die Ausbildenden, Offiziere und Unteroffiziere, mit anhören, daß ibre Mekruten die untüchtigsten, dämlichsten find, die es je gegeben hat. Aber das hat nichts zu bedeuten, sie werden doch in die Kompagnie versetzt. Schließlich ist ja das Kompagnie. egerzieren zum großen Teil nichts anderes, als der Refruten. drill. Hier wie dort werden, Griffe gekloppt," hier wie dort wird ,, langsamer Schritt" mit sieben Schritt Abstand geübt, ind wenn die Kompagnie in der Glut des Sommermorgens auf dem Exerzierplatz, der nur aus Staub besteht, in Gliedern auss einandergezogen wird, um ,, Detail zu ererzieren", dann fühli fich der Soldat in die schönsten Tage seines Rekrutendaseins zurückversetzt, und nicht ihm, sondern auch den Unteroffizieren eniringt sich manch banger Seufzer. Freilich, überließe man den Herren Soldaten zu tun, was sie wollen, sie würden am liebsten Klappendienst übernehmen, d. h. fie würden über. haupt nicht aufstehen. Das gibt es aber bei den Preußen" nicht wie mein Buzkamerad Schneidereit aus Schmalleningken sagt. Und deshalb wird egal weg ererziert. Zur Abwechseiung gib: es dann mittags, wenn man etwas müde und staubig nach Hause kommt, einen fleinen Appell mit fünften Hosen oder vierten Hemden, und wehe den Kerl", der etwa die vierte Hose und das fünfte Hemd mitbringt. Bekanntlich hat jeder deutsche Soldat Anspruch auf fünf Garnituren Kleidung und Ausrüstung. Da abe: zu befürchten ist, daß er sie nich sorgsam genug aufheben und die Sachen nach seinem Belieben tragen würde, so gibt man ihm immer nur das in die Hand, was er gerade braucht. Die anderen Sachen behält der Kammerunteroffizier in seinem Gewahrsam, und das ist wieder gut, denn es finden sich immer Leute, die man bei Be sichtigungen nicht gern vor dem General sehen läßt und darum auf Kammer" schickt, damit sie Stiefel zählen oder Tornisterriemen abstauben. Ein solcher Aspell is αίξο баз ein Extravergnügen, die Vorgesetzten den Wannschaften machen, denn den Vorgesetzten selbst ist es durchaus kein Bergnügen; sie müssen die oft nicht sehr appetitlich aussehenden, distreten Kleidungsstücke der He.ren Musketiere befehen, und hat man zufällig ein paar gedi gene Schmierfinfen bei der Kompagnie, dann kann einem bei dieser Besichtigung der Appetit auf ein Kasinofrühstück leicht ver gehen.
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Nach dem Appell hält der Soldat sein Mittagsschläfchen denft mancher. Die Einrichtungen dieser Ferie.tolon: e geftaiten aber solchen Lugus noch nicht, denn auch nacht ttags mug eyerziert und geturnt werden, wenn nicht Instrut.ions. stunde angesetzt ist. Die lettere bildet seit Jahren das Hauptthema jämtlicher Wizblätter. In den Redaktionen dieser Zeitungen bemüht man sich frampshaft, unsinnige Fragen zu erdenken, die gestellt und blödsinnige Antworten, die gegeben sein könnten. Aber die Wirklichkeit ist bis: weilen viel witziger, als die Wigblätter. Was in diesen Stunden an unfreiwilligem Humor zu Tage gefördert wird, ist viel besser, als was unter dem Titel„ Kasernenhofblüten" in den Witzblättern rundum lauft. Man kann sich das leicht vorstellen, wenn man bedenkt, wie sich das Pensum der Militärinstruktionen nit ihren Vorschriften über Wacht- und Felddienst, über bonneurs und Patrouillenaana und ihren aeschichtlichen
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Aus dem Gerichtsfaal.
L. Julius.
n Der Tag vo wurde von den fä Sonntag wieder in borangetragenen entfe Lein Teilnehmer 11.10 Uhr nach der bienfte beizuwohnen. Babigt wieder die r der firchlichen S Grabern der gefallen auf dem alten Friedh
§ Der bayerische Spielerprozeß, der vor dem Kriegs gericht zu Landau verhandelt wurde, dürfte demnächst noch mals zur Sprache kommen, da der wegen Betruges und Unwahrheit gegen einen Vorgesetzten zu 15 Tagen Gefängnis und Dienstentlassung verurteilte Leutnant Mühe Berufung einlegen wird. Charakteristisch für seine Auffassung der Sache st, daß er sich während der Beratung des Gerichtshofes im Sigungssaale eine Zigarette anzündete.
Der Landwirt.
kg. Der 22. Deutsche Landwirtschaftliche Genossenschafts tag beschäftigte sich in seiner zweiten Sigung an erster Stelle mit der Frage der Geflügelzucht. Allerseits wurde betont, daß die Mastgeflügelzucht eine große Zukunft habe. Ein Antrag auf Organisation des genossenschaftlichen Bezuges landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte gelangte zur An nahme. Bezüglich Errichtung von ländlichen Volkshochschulen wurde nachstehende Resolution angenommen:
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Die ländlichen Volkshochschulen als Anstalten, die Wirtschafts- und Bürgerkunde in engster Verbindung mit dem Leben auf dem Lande unter der erwachsenen Land. jugend verbreiten wollen, die Unterricht und Erziehung für das praktische Leben auf das engste verbinden, sind wohl geeignet, das Leben auf dem Lande zu befruchten und zu befördern, besonders auch das landwirtschaftliche Genossen schaftswesen."
Nach Berlesung eines Antworttelegramms des Kaisers auf die Huldigungsdepesche des Genossenschaftstages wurden die Verhandlungen geschlossen. Großherzog Friedrich Augus von Oldenburg hat an dieser Tagung bis zum Schluß teilgenommen.
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Vermischtes.
bebender ft. Kamer Borte der Dankbarkei ergangene große Bei Tom Marineverein in Dentmal der verftort nieder; Kamerad Bra der franzöfifchen Ramer eet Mal seit langen
Das erste deutsche Unterseeboot, der Banersche Brand taucher, der 1850 im schleswig- Holsteinischer Kriege Ver wendung fand, wurde dieser Tage von Kiel nach Berlin in das Museum für Meereskunde überführt. Das acht Meter lange Fahrzeug, das 75 000 Pfund wiegt, sollte mittels am Kiel angebrachter Minen die dänischen Blockadeschiffe, die vor unseren Häfen lagen, zerstören. Der Erfinder Bauer, ein bayrischer Unteroffizier, unternahm mit zwei Leuten die erste Probefahrt. Zweimal ließ er das Tauchboot versenken, zweimal fam es glücklich an die Oberfläche, der dritte Versuch mißlang. Das Fahrzeug ging unter und lag 36 Jahre auf dem Meeresgrunde. 1887 wurde es bei Baggerungen ent deckt und gehoben.
Dffizier am D kinz niebergelegt. 006erft von Li bitnisfeier eine bier Difiziere, vie and sechzehn Gemein apelle zum Blasen d gegloffenen Buge mi ging es dann auf den mach einer Ansprache o auf Kaiser und mtliches Beisammenfe jei nicht unerwähn eine weit beffere war, Militärisd allgemeinen Kenntr
aften dienstlich verb igungen, Versammlu aber nicht vorher be 2de andere erkennba de fozialdemokratische gende Ausrufe, E bas Salten und dialbemot catifer Sa Bedriften in Hafernen famtlichen Angehör Fohlen, von jedem zu ein revolutionärer Rajernen oder andere erftatten. Diese S
Uebungen eingez
Lungen einberufenen gemäß des§6 des Reidh militärgeft berentlaffung bezn riften des Militärft 1870 für die Großhe beren hervorragenden Bravelotte ein befonde Darmst. Btg.",
Stottern der Schulkinder. Es ist nachweisbar, da bas Stottern in unserer hastenden Zeit an Verbreitung zu nimmt, und in unsern Schulen ist es eine häufig vorkommende Erscheinung. Im allgemeinen leiden alle Stotterer mehr oder weniger an nervösen Erregungszuständen und Stimmungs schwankungen. Daher sind die Einflüsse, die auf sie wirten, für eine Verschärfung oder Hebung ihres Leidens wesentlich. Die Vorstellung, nicht sprechen zu können, darf nicht Wurzel fassen, und wo dies bereits geschehen ist, muß die Erziehung im vollen Umfange einsetzen. Das Kind stottert meistens schon in seiner vorschulpflichtigen Zeit und wird zu Hause alsch behandelt. Seine Unfähigkeit, bestimmte Laute hervor jubringen, wird oft für Eigensinn und Troz gehalten. Die Sprechangst macht sich infolgedessen immer stärker geltend. In der Schule wird sein Gebrechen von Lehrern und Mitschülern leicht entdeckt. Nicht selten hält der Lehrer das Stottern für Unachtsamkeit. Das Kind wird dann getadelt und im Unter richt immer seltener gefragt. Besitzt der Lehrer die Eigen schaften, die das Kind beruhigen und sein Selbstvertrauen tärfen, so verliert sich das Stottern während der Schulstunden Das Kind darf an sein Gebrechen garnicht erinnert werden Im Unterricht ist es zu fragen, damit sein Mut mache und die Fähigkeit im Gebrauch des mündlichen Ausdruc entwidelt werde. Schon in der Frage ist eine Sprechweise in Anwendung zu bringen, die dem Stotterer das Sprechen erleichtert. Die Bedingungen für ein erleichtertes Sprechen bestehen darin, daß man vermeidet, lange Säße in einem Atemzuge auszusprechen, die Sprechmuskulatur in mittlere Spannung erhält und den Luftstrom zu Anfang nicht gewalt sam hervorpreßt, sondern weich und leise einsetzt. Aй diese Erleichterungen wird das Kind sich nicht nußbar machen wenn der Lehrer selbst die Frage furz hervorstößt. Der Ver such einer unmittelbaren Nachahmung liegt allzu nahe uni ührt leicht zu einem Mißerfolg, der das Kind entmutigt Ein Lehrer, der ein stotterndes Kind fördern will, mul bemnach seine Sprechorgane völlig beherrschen. Der Weg de Nachahmung bewährt sich hier wie überall in der Vädaaoail
* Regiments
fir bie einzelnen Trup erlieb am 18. Augu
zügliche Haltung underts besondere C fanterie- Regiment Die Bezeichnung: ib- Barde" und( da Bataillon", das legt Das jebige Jafanterie beiben erften Bataillor Regiments" ernannt. Regimentern Rt. 116 filier Bataillone der elten die Benennung
Das Artilleri- Rorps ute noch, Großher Les 1. Großh Se Broßh. Artillerie- Sto
lich der hundert anung zum Großh
an welchem famt giments teilnahmen


