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Folgen der Ortsportoerhöhung. Das Kassieren der Pfennig: Postkarte und die damit Hand in Hand gehende Erhöhung des Ortsportos haben in Berlin und anderen Broßstädten die Privatposten wieder zu neuem Leben erweckt. 13. 8. das Postregal erweitert wurde, und das billige Ortsporto auffam, mußten die Privatposten den Betrieb ein­tellen. Jetzt blüht ihr Weizen wieder, denn fie find billiger wie die Reichspost, und überall erscheinen jetzt in den Straßen der Großstädte die bunten Kästen der Privatposten.

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Vor 100 Jahren ging der Scharmügelsee, der größte See der Mart, unter merkwürdigen Umständen in anderen Besitz über. Theodor Fontane erzählt darüber: Ein altes, triegerisches Geschlecht, die Löschebrands, haben 600 Morgen großen See im Jahre 1806 vom König ge­fauft; der Käufer, ein pfiffiger alter Junker, hat sich dabei auch einen richtigen Junkerspaß gemacht, indem er die ganzen 2000 Taler in lauter ihm selber aufgezwungenen Bons und Lieferungsscheinen ausgezahlt hat. Natürlich seien die Scheine von den Besizern untersucht und nachgezählt worden, und als es fich bei dieser Gelegenheit ergeben, daß es nur 1898 Taler feien, habe der schlaue Junter mit einem Gesicht, als ob es nicht darauf ankomme, noch zwei blanke Taler zugelegt und dabei herzlich gelacht. Und so sei denn der ganze See damals für zwei Taler oder den tausendsten Teil bon dem was er jetzt Pacht bringt, verkauft worden."

Lokales.

20. August

n Der Tag von Gravelotte und St. Privat wurde von den sämtlichen Militärvere.nen Gießens am Sonntag wieder in recht würdiger Weise gefeiert. Mit borangetragenen entfalteten Fahnen marschierten die zahl­weichen Teilnehmer vom Sammelpunkt( Stadt Mainz) 10 Uhr nach der Johannesfirche, um dort dem Gottes­or dem Krie dienste beizuwohnen. Pfarrer Euler hatte in seiner demnächst no Brebigt wieder die ruhmreichen Schlachten mit eingeflochten. Betruges Nach der firchlichen Feier war die Gedächtnisfeier an den Lagen Gefäng Gräbern der gefallener deutschen und französischen Krieger Mühe Beruf auf dem alten Friedhof, ein wahrhaft ernster und doch er­assung der Sab bebember Uft. Kamerad Pfarrer Schlosser predigte hier Gerichtshofes Worte der Dankbarkeit, der Liebe und Ermahnung an die bergangene große Zeit. Nachdem legte Kamerad Schwarz vom Marineverein im Auftrag der Militärvereine am Denkmal der verstorbenen deutschen Helden einen Kranz

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hielt eine längere Ansprache, in welcher er auf die Be­deutung des Tages hinwies und daran erinnerte, daß das Regiment vor 16 Jahren das Jubiläum seines hundert­jährigen Bestehens gefeiert hat und heute vor hundert Jahren als Beweis der Anerkennung des Landesherrn für die zahl reichen Ruhmestaten in den vielen vorangegangenen Riegen den Titel Großherzogliches Artillerie- Korps" verliehen er­hielt. Auch heute habe der hohe Inhaber des Regiments, der Großherzog, einen außerordentlichen Beweis seiner An­erfennung und feines Wohlwollen mit folgend.r Kabinetts­ordre kundgeben:

Ich will meinem Artillerie- Rorps, dem 1. Großh. Feldartillerie- Regiment Nr. 25, das heute vor hundert Jahren den Namen Großherzogliches Artillerie: Korps" erhalten hat, einen erneuten Beweis meines Wohlwollens geben, indem ich dem Regiment an Kragen und Aermel­aufschlägen Lißen nach beifolgendem Muster verleihe. Das filberne( weiße) Abzeichen an diesen soll eine Erinnerung an die von dem Regiment früher getragenen Ligen sein. Beyreuth, 18. August 1906. Ernst Ludwig." Ein dreimaliges Hoch auf den Großherzog schloß Lie eindrucksvolle Feier.

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Gestern wurden im Café Ebel die Meister­briete überreicht.

** Schweres Unglück. Am Samstag stürzten Am Samstag stürzten von einem Neubau an der Ed: der Frankfurterstraße und Hofmannstraße mehrere Arbeiter zu Boden und trugen so schwere Verlegungen davon, daß sie in die Klinik über geführt werden mußten.

*** Heute Morgen sollte am Theaterbau ein schwerer Steinblock in die Höhe gewunden werden. Als die Arbeiter anzogen, gab das Gerüst nach und stürzte zu Boden. Glücklicherweise ist niemand verlegt worden.

15

* Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 14. und August stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1295 Stück Rindoieb, 293 Schweine. Der nächste Markt

findet am 28. und 29. August statt, am letteren Tage auch

Krämerma: ft.

* Die Kornhausgenossenschaft Alsfeld, die im abgelaufenen Jahre zwei Millionen Mark umge­schlagen, hat Blättermeldungen zufolge nach den vorgenom­menen Abschreibungen nichts verdient. Die Besizer von Stammanteilen gehen ganz leer aus.

Weilburgs Causend- Jabrfeier.

Weilburg, 19. August.

In Weilburg herrscht Festesglanz, unsere Stadt feiert in diesen Tagen ihr tausendjähriges Bestehen. Noch gewaltig r und beherrschender schaut das alte sagenumwobene Schloß in das Lahntal hinab, durch das jetzt schnaubende, rosselnde Eisenbahnzüge eilen, um all die Festteilnehmer heranzubringen, wie ehemals stolze Reiterzüge in blizendem Gewaff zur Burg zogen. Ein Meer von Flaggentuch wogt zwischen den Häuserzeilen und Guirlanden grüßen überall mit freundlichem Grün. Was will es heißen, daß der Himmel am Morgen grau dreinschaut, er, der so oft wetterschwer sich über unsere Stadt spannte, vermochte ja nicht, sie zu brechen. Heute breitet der deutsche Aar schüßend seine Friedensschwingen über Weilburg aus. Die Gedenktage fonnten in gar feine bessere Zeit fallen. Ringeum fährt der Landmann den schweren Erntesegen ein und in der Werkstatt sauft der Sammer auf zähes, glühendes Eisen herab und fliegen am Webstuhl tausend Faden, überall schafft rastles: Arbeit neue Werte. Einst war es aber anders, da zogen eisenklirrende Gruppen bei blutrotem Scheine der Kriegsfackel durch die Geschichte Weilburgs, da riefen die Trompeten den Bürger von der Friedensarbeit zum Schuß und Truß in das Kampf­gelöſe. Alle diese Abschnitte zeigt der Festzug, dessen historisches Gepränge in unserem Städtchen den besten Hinter­grund findet. Schon mit dem ersten Morgengrauen begann das Leben und hielt den ganzen Tag über an. Das Fest wurde Samstag in der Aula des Gymnasiums eingeleitet, auf der der Regierungspräsident von Wiesbaden, Dr. v. Meister die Glückwünsche der Regierung darbrachte. Seine Rede flang in einem Hoch auf den Kaiser aus. Als Vertreter des Großherzogs von Luxemburg nahm Freiherr v. Syberg­Simmern an der Feier teil. Abends erstrahlte Weilburg bon tausenden von Lichtern, die sich wie lange Schnüre an seinen Häuserfronten entlang wanden, während in den Straßen die Musik des Fackelzuges lustig erflang. Heute Vormittag wogten ungeheure Menschenmengen nach dem Bahnhof, wo um 9 Uhr Prinz Eitei Friedrich als Vertreter feines faiserlichen Baters eintraf und mit tausendstimmigen Hochrufen begrüßt wurde, für die er freundlich grüßend dankte. Namens der Stadt wurde Prinz Eitel Friedrich von Bürgermeister Karthaus empfangen, der ihm den Ehrentrunk überreichte. Der Vertreter des Großherzogs von Luxemburg bewillkommnete den Prinzen am Schloß­portal. Während des Einzuges ertönten Böller schüsse und Gl.cken­geläute. Nachdem der Prinz dann am Festgottesdienst teil­genommen, beehrte er mit seiner Gegenwart die Auffahrt der Lahnrudervereine Ems, Gießen, Limburg, Weilburg und Wizlar. Auch dem Rathaus stattete der Prinz einen Besuch ab und trug sich dort in das goldene Buch ein. Dr. C. Spielmann verfaßte Festspiel Das Testament von Weilburg" aufgeführt, das stürmischen Beifall erzielte. Das Stück behandelt die Weitergabe der Königswürde durch den fränkischen Konrad an seinen Widersacher Heinrich von Sachsen. Das Spiel ist recht wirkungsvoll aufgebaut, wenn auch die patriotische Prophetie am Schlusse etwas zurück­haltender hätte sein tönnen.- Unterdes bereitete sich aber ein anderer glänzender Aft vor: der historische Festzug. Die Menschenmenge ist so dicht geworden, daß sie wie eine Mauer steht, die kein Durchbrechen gestattet. Schmetternde Musit erflingt und dann führen 15 Gruppen Weilburgs Geschichte im Feftzuge, der über 1000 Personen zählt, an uns vorüber. Seltsam mutet uns das farbenreiche Gepränge des Mittelalters an und doch, wenn unser Auge die Straßen fluchten hinunterfliegt und zu den Simsen und Dächern hinauf: das Leben kann auch heute noch wie vor Jahr­hunderten durch Weilburg ziehen, ohne bizarr vom Hinter­grunde sich abzuheben. Die Stadt hat für den Festzng 15000 Rt. ausgeworfen. Prinz Eitel Friedrich unternahm am Nachmittag nach Vorbeimarsch des Festzuges eine Wagen­fahrt in die Umgebung und trat abends 734 Uhr die Rück­reise über Gießen, Kassel ar. In der Stadt aber und namentlich auf dem Festplaß, der von dem jäh aufsteigenden Hausley- Felsen malertsch überragt wird, dauerte noch lange das Treiben fort. In altem Rystall schäumt feurig junger Wein!

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* Eine für Radfahrer höchst bedeutungsvolle Ent­nieber; Kamerab Bruch häuser einen solchen am Denkmal scheidung hat das Reichsgericht in einer Klagefache getroffen. der französischen Kameraden und nachdem wurde noch das Nach dieser ist jeder Radfahrer berechtigt, Hunde durch die er erste Mal ſeit langen Jahren vom hiesigen Regiment durch während der Fahrt belästigt wird, ohne weiteres niederzu einen Offizier am Denkmal der Deutschen ebenfalls ein schießen. Die Besizer von Hunden werden gut tun, ihren Aranz niedergelegt. Es berührte überaus angenehm, daß Tieren die Untugend, Radfahrer anzufallen, abzugewöhnen Oberst von Lindenau dieses Mal zu dieser resp. sie nicht auf der Straße umherlaufen zu lassen. Gebächtnisfeier eine größere Deputation des Regiments * Die Frage ob die Photographie zum Hand­6 Anstalten,( vier Offiziere, vier Feldwebel, acht Unteroffiziere wert gehört ist fürzlich von der oberen Verwaltungsbehörde Gegen 2 Uhr wurde im Schloßhofe das von Hofrat Verbindung und sechzehn Gemeine) entsandt und die Regimentsmusit- in Karlsruhe bejaht worden. Anlaß zu der Streitfrage gab rwachsenen Lam tapelle zum Blasen der Choräle fommandiert hatte. Im die Weigerung der Karlsruher Photographen, ihre Lehrlinge nd Erziehung geschlossenen Buge mit den Fahnen und der Musik voran zur Handwerkskammer anzumelden. Sie wiesen darauf hin, inden, find w ging es dann auf den Marktplaß, wo Kamerad Bruchhäuser daß ihr Gewerbe fein handwerksmäßiger Betrieb sei, fruchten und nach einer Ansprache auch einen Kranz niederlegte und das während die Handwerkskammer sie als Handwerker ansah. aftliche Genoffe Soch auf Kaiser und Großherzog ausbrachte. Die Photographen wollen die Entscheidung des Minifteriums me des Kaif mütliches Beisammensein im Café Ebel beschloß die Feier. anrufen. aftstages wurde Es sei nicht unerwähnt, daß in diesem Jahre die Beteiligung Friedrich Auqueine weit bessere war, als in den beiden letzten Jahren. is gum Suluj* Militärisches. Der Kriegsminister bringt erneut zur allgemeinen Kenntnis, daß den Unteroffizieren und Mann­schaften dienstlich verboten ist jede Beteiligung an Ver­Batteridhe an einigungen, Versammlungen, Festlichkeiten, Geldsammlungen, Bran der nicht vorher besondere dienstliche Erlaubnis erteilt ist, jer Kriege B I nach Berlin 2. jebe andere erkennbar gemachte Betätigung revolutionärer Das acht Metz oder sozialdemokratischer Gesinnung, insbesondere durch ent­sollte mittels asprechende Ausrufe, Gefänge oder ähnliche Kundgebungen, locadeschiffe,& 3. das Halten und die Verbreitung revolutionärer oder Erfinder Bau sozialdemofcatischer Schriften, sowie jede Einführung solcher Schriften in Kasernen oder sonstige Dienstlokale. zwei Leuten di Ferner chboot verfenta it sämtlichen Angehörigen des aktiven Heeres dienstlich be= der dritte Veri fohlen, von jedem zu ihrer Kenntnis gelangenden Vorhanden ag 36 Jahre fein revolutionärer oder sozialdemokratischer Schriften in Baggerungen Rafernen oder anderen Dienstlokalen sofort dienstliche Anzeige nachweisbar, tu erstatten. Diese Verbote und Befehle gelten auch für die Verbreitung p ufig vorkommen lungen einberufenen Personen des Beurlaubtenstandes, die otterer mehr gemäß des§ 6 des Militärftrafgesetzbuchs und§ 38 B 1 des Reichsmilitärgefeßes bis zum Ablauf des Tages der Biderentlassung bezw. der Kontrollversammlung den Vor­wefenthriften des Militärstrafgesetzbuchs unterstehen.

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* Regimentsjubiläen. Der 18. August, der 1870 für die Großherzoglich Hessische Armee- Division durch deren hervorragenden Anteil an der glorreichen Schlacht bei Gravelotte ein besonderer Ehrentag geworden, wurde, schreibt die Darmst. 8tg.", schon 64 Jahre zuvor hochbedeutsam fir die einzelren Truppenteile derselben. Großherzog Ludwig I. berlieh am 18. August 1806 seinen Regimentern für ihre

* Der Oleander steht jetzt in vollster Blüte, wes­halb darauf hingewiesen set, daß seine prächtigen Blüten ein start wirkendes Gift enthalten. Die Bienen gehen dem blühenden Oleander aus dem Wege und unvorsichtige Fliegen, die von den Blüten naschen, werden betäubt und sterben. Getrocknete und zerriebene Oleanderblätter sind ein gutes Mittel gegen Ratten und sonstiges Ungeziefer. Auf alle Fälle vermeide man, daß blühende Dieanderbäume in Wohn- und Schlafräumen stehen bleiben.

§ Krofdorf. Bei einem verendeten Schweine des Wilhelm Daubertshäuser und einem verendeten Schweine des Landbriefträgers Georg Müller zu Krofdorf ist Rotlauf­seuche amtlich festgestellt und über die Gehöfte die Sperre verhängt worden.

* Lich, 19. August. Das Feuerwehrfest mit Bannerweihe wird nicht am 26. August, sondern wegen Verhinderung des Fürsten am 2. oder 9. September gefeiert werden.

* Hausen bei Buzbach, 19. August. In unserem sonst so stillen Sörfchen ereignete sich ein recht bedauerlicher Vorfall. In einer Familie tam es zwischen Mutter und Tochter, wie schon öfters, zu Zwiftigkeiten, die schließlich in Tätlichkeiten ausarteten. Bei dieser Rauferei, die sich von der Stube durch den Hausflur nach der Treppe vorm Hause abspielte, stürzten Mutter und Tochter die etwa 3 Meter hohe Treppe hinunter; die Mutter trug eine lebensgefährliche Wunde an der Stirne davon. Aerztliche Hilfe wurde so fort in Anspruch genommen. ( Buzb. Ztg.) Echzell. Wie verlautet, soll in der Stationsfasse ein bedeutender Fehlbetrag gefunden sein. Dieser ist die walter Meyer erschossen hat.

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elt und im Untorzügliche Haltung in den Kriegen zu Ende des 18. Jahre Ursache, weshalb sich vor einigen Tagen der Stationsver

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hunderts besondere Ehrennamen. So erhielt das jebige

Selbstvertra Infanterie- Regiment Nr. 115 und das Dragoner- Regiment der Schulfrunde 23 die Bezeichnung: das erstere: 1. und 2. Bataillon

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Lib- Garde" und( das jeßige 3. Bataillon), Garde- Füfilier Bataillon", das leßtere: Garde Chevaulegers- Regiment". Das jeßige Jafanterie- Regiment Nr. 117 wurde in seinen beiben ersten Bataillonen zum 1. und 2. Bataillon Leib­Regiments" ernannt. Die in den jeßigen Infanterie­Regimentern Nr. 116 und 118 aufgegangenen damaligen Fusilier- Bataillone der Brigade Landgraf und Erbpring er­hielten die Benennung 1. und 2. Leib- Füsilier- Bataillon". das Artilleri- Korps wurde fortan, wie wenigstens in heute noch, Großherzogliches Artilleri- Korps" benannt. Das 1. Großh. Hessische Feldartillerie- Regiment Nr. 25 ( Großh. Artillerie- Korps) hielt Samstag- Vormittag 10 Uhr anläßlich der hundertsten Widerkehr des Tages seiner Er­amung zum Großh. Artillerie- Korps einen Regiments appell b, an welchem sämtliche Offiziere und Mannschaften des Regiments teilnahmen. Der Kommandeur, Graf v. Weftarb,

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Bad Nauheim, 19. August. Geheimrat Prof. Dr. von Es march mit Gemahlin ist zu einem mehrwöchigen Kurgebrauch hier eingetroffen. Zur Feier des Namensfestes des Großherzogs findet Samstag, den 25. d. M. Feuerwerk nebst Beleuchtung des ganzen Kur= parfes statt.

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Mainz, 19. Auguft. Am 20. August trifft der fommandierende General v. Eichhorn in Mainz ein. Am 21. August nimmt der General eine Besichtigung des R giments 88 und am 22. August eine solche des 87. Regiments bei Wackernheim vor. Am 24. August findet auf dem großen Sande eine Besichtigung des 115 Regiments und gleichzeitig die Vorparade statt. Lezteres Regiment ist bereits von Darmstadt in Mainz eingetroffen und in den Rheintorbaracken einquartiert.

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Pyrmont, 19. August. General Stössel und der frühere russische Kriegsminister Rödiger werden Anfangs September zum Kurgebrauch erwartet.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 21. Auguft. Zunächst trocken, dann wieder Niederschläge, Temperatur am Tage wenig verändert, nachts etwas wärmer.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Es können eingestellt werden:

2 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 2 Schmiede, 5 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Lackierer, 6 Schreiner, 1 Waschfrau, 3 Glaser, 1 Anstreicher, 1 Stallbursche, 1 Küchenbursche, 1 Küchenmagd, 1 Kutscher, 2 Dienst­mädchen, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen.

Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Stellner gegen Vergütung. Es suchen Arbeit:

1 Maschinist oder Heizer, 2 Waschfrauen, 1 Buzfrau, 1 Flickerin, 1 Installateur, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahrbursche, 1 Haus odez Bureau­diener, 1 Bureaugehilfe.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beld. in Gießen.

Kopfschuppen.

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