Ausgabe 
18.8.1906 Zweites Blatt
 
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Lokales.

18. August n. Die Gravelotte und St. Privat- Feier sämtlicher Militärvereine Gießens am morgigen Sonntag Bormittag weckt so manche wet mütige, aber auch so manche freudige und stolze Erinnerung. Gern beteiligen sich schon seit Jahren die Veteranen und ehemaligen jüngeren Soldaten an dieser wenn auch einfachen, so doch erhebenden Feier. Es ergeht auch die Einladung nochmals ven dieser Stelle aus an alle Kameraden der Militärvereine, mit anzutreten, zumal, wie wir hörten, auch attive Militärs dieses Mal tommen und sonstige Arrangements die Feier noch eindrucks­voller gestalten werden.

? Ein im vorigen Jahre von Gießen schnell abg e- reifter Kaufmann ist jetzt vom Ausland freigegeben und hier eingeliefert worden.

§ Die Zigeunerplage macht sich hier wieder recht bemerkbar. Die Gendarmerie hat sich mit dem wandernden Bolte mehr als sonst zu beschäftigen.

Sportplaz Gießen. Am Sonntag 26. Auguft veranstaltet der Süddeutsche Rennfahrerverband große Inter­nationale Rennen. Das reichhaltige Rennprogramm umfaßt folgende Nummern: 1. Goldnes Rad von Gießen, Stunden­rennen mit Motorschrittmacher, 2-4 Dauerrennen 5000, 10 000 und 15 000 Meter, 5 Motorrennen, 6 Ehrenpreis­fahren. Der schwarze Afritameister H. F. Vendredi Kairo ist bestimmter Teilnehmer, ebenso Europameister Georg Drescher, Mainz.

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Hessischer Landeslehrerverein. In der legten Borstandssitzung des hessischen Landeslehrervereins in Darmstadt wurde beschlossen, die nächsjährige Vertreter­und Hauptversammlung Pfingsten 1907 in Friedberg abzu­halten. Reftor Backes in Darmstadt, langjähriger Vor­sigender des Vereins, teilt jetzt schon mit, daß er mit Rück­sicht auf sein hohes Alter eine Widerwahl als Obmann unter feinen Umständen annehmen könne.

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** Ein großer deutscher Frauenbund zum Besten unserer Flotte" wird erstrebt. Der Aufruf dazu kommt von Hannover aus. Jedes Mitglied dieses Flottenbundes erhält eine fleine parbüchse in Form eines Schiffes, in welche es allmonatlich ein Scherflein hineintut; denn es sollen keinerlei Festlichkeiten zum Besten des Flotten­bundes veranstaltet werden. Diese Sparbüchsen werden zweimal im Jahre, und zwar zwischen dem 1. und 8. April und dem 1. und 8. Oftober, bei der Schaßmeisterin abge­liefert. Geschäftsstelle ist in Hannover, Pinzenstraße 5. Detsgruppen sollen in allen anderen Städten gebildet werden. Jedes Mitglied des Flottenbundes Deutscher Frauen" ist gleichzeitig Mitglied des Deutschen Flottenvereins", und berechtigt, das Flottenabzeichen zu tragen. Frau Bizeaomiral Dlbecop, Exz. ist Ehrenvorsitzende. Dem Aufruf ist nach stehendes Poem beigefügt:

Nun flinge durch Deutschland wie Frühlingswetter, Wie Trommelgewirbel, Fanfarengeschmetter Du Aufruf vom Flottenbund Deutscher Frau'n: Helft uns, Ihr Schwestern, ein Schiff zu bau'n,

Ein mächtiges Schiff im Panzerkleid,

Helft uns, so lange es Friedenszeit. Wartet nicht erst, bis Deutschland in Not, Bis die Bitte sich wandelt in heischend' Gebot, Seid fröhlich und schnell zu helfen bereit, Wahrt uns die föstliche Friedenszeit.

* Die Jahresberichte der verschiedenen hessischen Lungenheilstätten liegen jetzt vor. In der Ernst Ludwig- Heilstätte bei Sandbach 1. D., die der hessischen Landesversicherungsanstalt gehört, wurden im Jahre 1905 über 600 Patienten behandelt. und 529 entlassen. 498 waren Mitglieder der Landesversicherungsanstalt. Erbliche Be lastung lag bet 197 vor. Bon 417 Patienten wurden wesentlich gebessert 385, als dauernd erwerbsunfähig wurden 187 entlassen. In den privaten Heilstätten für lungenkranke Männer in Eberbach und Reichelsheim wurden 56 männ liche Kcante behandelt, die Mitglieder der Landesver­sicherungsanstalt waren, in der Heilstätte für weibliche Lungenkranke in Reichelsheim 163 Mitglieder der Ver­sicherungsanstalt und 48 Nichtversi verte. In der Eleonoren­Heilstätte bei Lindenfels wurden 115 Krante behandelt, die alle versichert waren. Von den entlassenen 44 Kranten waren 26 erblich belastet. 35 wurden fast völlig geheilt.

* Jagdliches. Am 20. August geht die Hühner. jagd auf. Die Jäger behaupten, es sei dies gerade soviel zu früh wie es voriges Jahr zu spät war, denn es steht leider noch zu viele Frucht auf dem Felde. Auch sind die meisten Hühnergehege noch viel zu klein. Ja, man traf in lezter Woche noch vielerorts brütende Hühner.

* Ueber die voraussichtliche Obsternte kommen Nachrichten

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einem Stückchen Weißbrot ein swarzes Körnchen, offenbar| auch Bildhauerarbeit zeigt, soll später wieder aufgest von einer Maus herrührend. Sehr erregt läßt er sofort den werden. Dem Generalmajor Dietlein hier ist der erbit Bäckermeister fommen, zeigt ihm das Stück und herrscht ihn Adel verliehen worden. an: Sagen Sie mal, was ist das hier?"" Was das ist?" erwidert der Bäcker, der die Lage erfassend, das schwarze Körnchen nimmt, in den Mund steckt und hinunter­schlingt, ein Rosinchen, Königliche Hoheit!" Der Kurfürst, dem die Schlagfertigkeit imponierte, schickte den Mann in die Hoffüche und ließ ihn dort bewirten.

? Klein- Linden. Die vor längerer Zeit abhanden ge­fommenen Ersparnisse einer Frau sind ist wieder auf ihrem früheren Blaze vorgefunden worden. Wer der Dieb ist, fonnte auch ist noch nicht ermittelt werden; die Reue scheint hier mitgespielt zu haben.

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Hochelheim, 17. August. Die Erneuerungsarbeiten an dem altehrwürdigen Kirchlein dahier nehmen einen guten Fortgang und anfangs Oktober wird die Einweihung stattfinden. Der Hauptbau war vor der Reformation nur eine Kappelle. Diese soll aus dem 12. Jahrhundert stammen. Der angebaute Teil ist im 17. Jahrhundert errichtet worden. Ausschmückung, wozu 30 000 t. in Stoftenanschlag ge­Wenn die Kirche mit dem neuen Querschiff und der übrigen nommen sind, fertiggestellt ist, wird man das alte unschein bare Gotteshaus faum wieder erkennen. Die Bauleitung Legt in Händen unseres Herrn Kreisbaumeisters Witte.

* Allertshausen, 17. August. In unserer Gemeinde wird gegenwärtig der Bau einer neuen Kirche aufgeführt, da die alte nicht mehr reparaturfähig war. Die Kirche foftet 13 000 t. zu bauen. Hierzu gibt das Großh. Oberkonsistorium aus dem Zentral- Kirchen- Fonds 2000 Mt. Durch sonstige Zuwendungen tommen noch ungefähr 1000 Mt. Durch sonstige Zuwendungen tommen noch ungefähr 1000 wt. zusammen, sodaß von der Gemeinde 10000 Mt. aufzu­bringen sind.

A Hirzenhain, 16. August. Das hiesige Buderus'sche Eisenwert nimmt von Jahr zu Jahr an Größe zu; so ist auch gegenwärtig wieder eine neue Gießhalle im Bau begriffen, die im Herbst in Benußung genommen werden soll. Das Wert beschäftigt gegenwärtig ca. 420 Arbeiter. Durch das Werk nimmt auch unser früher recht kleines Dorf all. mählich zu. Die bisher einklossige Bolfsschule ist überfüllt, sodaß die Kreisschulkommission die Ecrichtung einer zweiten Schultlasse ab. 1. Oftober beschlossen hat.

* Hohensolms. In der letzten Sigung der Bürger­meistereivertretung fam u. a. der Neubau einer Bürger­meisterei zur Sprache und zwar die Frage, in welchem Dcte das Gebäude errichtet werden solle. Da Hohensolms an der Peripherie der Bürgermeisterei liegt, so wäre ein Ort mehr in der Mitte als Bürgermeistersiz vorzuziehen. In Erwägung dieses Gedankens wurde von einzelnen Vertretern Altenkirchen in Vorschlag gebracht. Sollte dieser Plan verwirklicht werden, so bekommt Blasbach setner abge= rückten Lage wegen ein Standesamt. Vorläufig liegt jedoch noch keine Entscheidung vor, da bei der Abstimmung Stimmengleichheit der Vertreter bestand.

* Grebenhain, 17. Auguft. Hier ist ein Turn­berein gegründet und der Deutschen Turnerschaft an geschlossen worden. Der junge Verein zählt bereits über 30 aftive Mitglieder.

* Lauterbach, 17. Auguft. Vor einiger Zeit ist schon bei einem Schulkind in Lauterbach Typhus festgestellt worden, gestern wurde im benachbarten angersbach to ieder ein Fall fonstatiert.

Vom Vogelsberg, 17. August. Eigentümliche Ver hältnisse hershen auf dem Lande in Fleischpreisen. Während man in der Wetterau das Pfund Schweinefleisch für 74 Bfg. erhält, bezahlt man hier 80 Pig.

* Aus dem Kreise Büdingen wird berichtet: In den Schulen unseres Kreises wird durch Schulrat Scherer an Stelle des Zeichnens das Modellieren aus weichem Ton mit großem Erfolge eingeführt. Körper, Pflanzen, Früchte u. dgl. werden aus Ton geformt, getrocknet und dann mit Farbeu und zuletzt mit Lack überzogen. Es ist geradezu erstaunlich, mit welcher Geschicklichkeit Kinder bei­spielsweis: aus Büdingen, Nidda, Hirzenhain Modelle an­fertigen. Sie erregen den ungeteilten Beifall der Lehrerschaft, aber auch jeden anderen Beurteilers. Dem neuen, eigen­artigen Unterrichtszweig bringt man besonderes Interesse entgegen.

neue

Butzbach, 17. August. Spiegel fechterei. Eine Spaßenscheuche" haben erfinderische Landwirte der umgegend auf ihren Aeckern angebracht, nämlich ein Spiegel­alas, welches an beiden Seiten mit Kordel befestigt ist und 15 Meter über dem Boden zwischen Bäumen und Pfählen frei schwebt. Beim geringsten Lüftchen bewegt sich das Spiegelglas beständig und blendet weithin. Beobachtende Landwirte versichern, daß diese neue Spaßensheuche sich sehr gut bewähre.

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Butzbach, 17. Auguft. Abnorm. Gestern ent­deckten Feldarbeiter einen jungen Fasanen in hiesiger Ge­markung, der vier normal entwickelte Beine, dafür aber

aus einem Teile der Länder, die uns mit Obst versorgen. Ober- und Niederösterreich melden in Aepfein, Birnen und Pflaumen einen guten, Kärnten und Tirol einen mitleren Ertrag. Letzteres gilt auch von Aprikosen, Pfirsichen und Nüssen. Im Obstland Böhmen sollen die Aussichten nicht sehr günstig sein. In Deutschland selbst fann man im all- früppelhafte Flügel hatte. gemeinen mit der Obsternte zufrieden sein, nur müßte der Obstbau noch weiter ausgedehnt werden, besonders sind weniger Sorten, aber dafür gute zu züchten. Auf diese Weise fönnten viele Millionen Mack im eigenen Lande bleiben.

* Billigeres Selterswasser. Die Frankfurter Kgl. Esenbahndirektion hat sämtliche Bahnhofswirte thres Bezirks angewiesen, in der Zeit vom 1. April bis 1. Ottober jeden Jahres Selterswasser im Gläsern zu 0,2 Liter Inhalt für den Preis von 5 Pfg. per Glas an das reisende Publikum abzugeben.

* Alles für die Ehre! Vom letzten Kurfürsten von Hessen wird noch ein niedliches Geschichtchen erzählt: Der Kurfürst wohnte im Schlosse Wilhelmshöhe, wohin ein Kasseler Bäckermeister jeden Morgen das Weißbrot zu liefern hatte. Eines Tages sieht der Kurfürst beim Frühstück in

* Bad Nauheim, 17. Auguft. Das vom hiesigen Großh. Tiefbauamt aufgestellte Projekt einer gemeinsamen Kanalisations- und Kläranlage für Friedberg und Bad Nauheim ist den Stadtverwaltungen beider Städte zugegangen. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 610 000 mt., falls noch eine Dribationsfilteranlage er­forderlich sein sollte, auf 830 000 Mt., so daß auf jede der beiden Kommunen 415 000 t. entfalltn würden.

* Mainz, 17. Auguft. Ein interessanter Fund wurde bei Erdarbeiten in der Schlossergasse gemacht. Man stieß dort auf ein ehemaliges Stadttor, das noch tiefer lag als der ehemalige Durchgang durch den Holztnrm. Die Torocgenöffnung war mit Backsteinen vermauert und dann mit Erde verschüttet worden. Die einzelnen Teile wurden unter Leitung des Prof. Dr. Schumacher ausgegraben und nach dem Museumsgebäude gebracht. Der Torbogen, der

* Offenbach, 17. Auguft. Sehn'n Sie, des it ein Geschäft. Ein hiesiger Portefeuillefabrikant hatt an eine Berliner Firma, die vor 10 Jahren in Konturi geriet, eine Forderung von 1200 Mt. Dieser Tage gingen ihm per Bostanweisung als sein Anteil an der Schluß dividende 7 Pfg. zv. Davon gehen 5 Pig. Zustellungsg bühren ab, so daß 2 Pfg. bleiben. Ueber diesen Empfang wünscht der Konkursverwalter eine Bescheinigung, b mindestens 5 Pfa. Porto foft- t.

Aus dem Gerichts[ aal.

Straftammer.

Gießen, 17. Auguft.

Der seither auf dem Polizeiamt zu Bad Nauheim b schäftigte Schreibgehüife Martin Schäfer 2. hat bei ver schiedenen Hotelbesizern, unter der falschen Angabe, er sei beauftragt, die Stempelgebühren für die erteilte Konzession zu erheben, etwa 750 f. erhoben, mit denen er flüchtig ging. Außerdem ist ihm zur Last gelegt, Fundgebühren und G bühren für erteilte Ausfünfte unterschlagen zu haben. Er ist ein dem Trunk ergebener Mensch, dem nur nachgewiesen werden konnte, daß er zwei Betrügereien in normalem Bu stand verübt hat, wofür er mit einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten belegt wurde. Im übrigen erfolgte Freisprud auf Grund eines sachverständigen Gutachten. Wegen Unterschlagung wurde der Biehschweizer Rox, Brüttner von Roschnöve, unter Einbeziehung einer vom Amtsgericht See hausen erkannten Strafe von 5 Monaten, zu einer Gesamt strafe von 1 Jahr gefängnis verurteilt. Er hat einem Mit löhner Anton Kienzle von Assenheim hat gegen ein Urteil frecht eine Uhr mitgenommen, die er versezte. Körperverlegung zu 2 Wochen Gefängnis und wegen Ruhe des Schöff ngerichts Altenstaot, nach welchem er wegen flörung zu 3 Tagen Haft verurteilt worden ist, Berufung eingelegt. Er hat im Verlanfe eines Wortwechsels einem Landwirte ein Loch in den Kopf geschlagen. Die Ver handlung mußte zwecks weiterer Beugenvernehmung vertagt

werden.

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Der Tage

Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 10. Sonntag nach Trinitatis( 19. August) predigt:

2. nachmittags: Defan Wagner.

Text: Ap. Gesch. 20, 17-38. Lied Nr. 330. Der Nachmittags- Gottesdienst fällt aus wegen del Gustav- Adolf- Festes in Londorf, wozu die Gemeinde herzlichst eingeladen wird.

Gottesdienst mit Katechismuslehre in Lumda vormittags

9 Uhr.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 19. Auguft. Abnehmende Bewölkung, geringer Regen, fühl, besonders nachts, mäßige nördliche Winde.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Warttberigte.

Sichen. 18. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter St. 0-0 Pfg, Käse ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Big, per fb 1.20-1.30 mt., Hühnereier ber Stúd 7--8 Bfg., Enteneier Erbsen per Pfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 fg., Tauben ver Paar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse ver Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pid. 78-86 Pfg., Rind fleisch per Pfd. 70-72 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-91 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per fb. 94-00 Pfg., Kalbfleisch ver Bfb. 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 Pig., Kartoffeln per Weisfraut per Std. 15-30 Bfb., per St. 10-30 Bfg., Aepfel per 100 Kilo 7.00-8.00 mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 Mr, Pid 15-20 Pfg., Zwetschenper 3tr. 0.00-0.00 mt., Kirschen per Bfd. 30-40 Pfg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7.Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochen marttverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 2.

Es können eingestellt werden:

5 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Lackierer, 6 Schreiner, 2 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 2 Schmiede, 1 Waschfrau, 3 Glaser, 1 Anstreicher, 1 Stallbursche, mädchen, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. 1 Küchenbursche, 1 Küchenmagd, 1 Kutscher, 2 Dienst­

Schreiner, 1 stellner gegen Vergütung. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1

Es suchen Arbeit:

1 Maschinist oder Heizer, 2 Waschfrauen, 1 Putzfrau, 1 Flickerin, 1 JInstallateur, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahrbursche, 1 Haus oder Bureau diener, 1 Bureaugehilfe.

Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

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Nr. 188

Samstag den 18. August

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